Einzelbild herunterladen

.(Et «8 Srltt gftäje Aufgabe evangeli­scher Gemeindearbei t". Unter dem Eindruck des bayerischen Schulreformers Hermann Dietz stehend, zeigte er aus der Perspektive des Ge­meindelebens die Ursache der Not in der kirchlichen Gleichgültigkeit. Sie äußert sich besonders im Ge- wohnheitschristentum. Aber auch ein starkes religiö­ses Sehnen bezeichnet die Not. Als Lehrer einer höheren Schule mit Internat auf dem Lande, zeigte der Redner an Fragezetteln der Sekundaner, was in der Seele dieser Jugend vorgeht. Die Not kann nur durch Samariterdienst behoben werden. Be­hördliche Erlasse sind dazu nicht nötig. Zur Aktivie­rung der Gemeinde tragen bei: Singekreis, Laien­spiele, Verzicht der Pfarrer auf hierarchische An­wandlungen, Vermeidung des Predigttones, zu langer Kirchengebete, Hebung des freien Gebets Im Gottesdienst, lebensvolle Sprache (Geyer, Bez- zel, Friedrich Naumann, Kaiser-Leipzig, Schaft- Kassel, Fr. von Bodelschwingh, Hermann Kutter). An Festtagen ist brüderlicher Austausch von Nach­barpfarrern nötig. Der Religionsunterricht ist be­sonders wichtig. Für die Erwachsenen sind Bespre­chungsabende nötig (Erwachsenenkonfirmanden­unterricht"). Polemik ist hier nicht am Platz und gründliche Vorbereitung nötig. Helfer müssen mög­lichst aus der Gemeinde herausgeholt und Bera­tungsstellen eingerichtet (Zettelkasten!) werden. Die Gestalt des Paulus muß lebendig gemacht werden. Dem sehr beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine rege Aussprache.

Der Schriftleiter desHessischen Kirchenblattes", Propst Knodt- Gießen, erstattete seinen Bericht, in dem er die Grundsätze entwickelte, die ihn bei dieser Arbeit beseelten. Die Versammlung dankte ihm besonders für feine Eingangsbetrachtungen, mit denen das Blatt unter allen deutschen Pfarroereins­blättern auf einer einzigartigen Höhe steht.

Der Rechner, Pfarrer K l i n g e l h ö f f e r, He­ring, mies in seinem Bericht auf eine Einnahme von 9469,04 Mark und eine Ausgabe von 9233,38 Mark hin. Es verbleiben 235,66 Mark. Dem Rech­ner wurde für seine Mühewaltung gedankt und

Entlastung erteilt. Das Vermögen bekrSat rund 7000 Mark.

Den Bericht über die H i l f s k a s f e gab im Auftrag des verhinderten Rechners Pfarrer Schult- heis, Großen-Linden, Pfarrer Becker, Gießen. Einnahmen 5232,50 Mark, Ausgaben 3442,04 Mark Stand 1790,46 Mark.

Den Bericht Über die Sterbe kaffe gab der Rechner Pfarrer Diehl, Freienseen, über die beiden letzten Jahre. In 1934/35 beträgt die Ein­nahme 16 045,45 Mark, die Ausgabe 2720,16 Mark der Bestand 13 325,29 Mark. Das Vermögen be­trägt 26 275,72 Mark. Mitgliederstand: 167. Dem Rechner und Vorstand wurde mit Dank Entlastung

D. Fritsch, Laubach, hielt dann einen Vor­trag über4 5 Jahre Deutscher Pfarr- v e r e i n". Die erste Sitzung war in Gießen am 8. September 1890. In der Presse zeigte sich da­mals starker Widerspruch gegen die Stöckerianer: auch die Kirchenleitung war kritisch. Alsgeistliche Gewerkschaft" wurde die Neugründung benörgelt, aber die Anliegen der Kirche wurden gleich in den Vordergrund gerückt. Wahl, Stamm und Dr. Naumann, Gießen, kamen auf den ersten Hauptversammlungen in Frankfurt zu Wort. Durch mancherlei Krisen ging es vorwärts. Auseinander­setzungen in politischer Beziehung stellten sich ein. Aber schließlich wurden alle politischen Anschau­ungen respektiert, wenn nur das Evangelium nicht verkürzt wurde. Die Volksbildungsarbeit des Rhein- Main-Verbandes trug eine weitere Krise herein. Es kam die theoretische Gleichstellung mit den akademisch Gebildeten; es wurde öffentlich gegen öffentliche Mißstände eingetreten. DieDorfkirche" übernahm die Arbeit aus dem Land, derZweck- verband" die an der Gesamtkirche. Die Arbeit und das Gebet für einander bleibt in alle Zukunft Aufgabe des Pfarrvereins.Gott zur Ehr und unserer Kirche zur Wehr." Den lebendigen, von feinem Humor gewürzten Ausführungen des Seniors des Hessischen Pfarroereins dankte reicher Beifall.

Mit dem LiedoersErhalt in Sturm und Wellen der Kirche heilig Schiff" schloß die Versammlung.

Oberheffen.

Kredite zur Förderung der deutschen Schafhaltung.

(Fwd.) Um unsere Rohstoffversorgung aus eige­ner landwirtschaftlicher Erzeugung zu verstärken, ist der Reichsminister der Finanzen durch das Ge­setz über die Haushaltsführung im Reich kürzlich u. a. ermächtigt worden, zur Förderung der deut­schen Schafhaltung und Wollerzeugung Garantien bis zur Höhe von 8 Millionen Mark zu überneh­men. Der Reichsminifter für Ernährung und Land­wirtschaft hat nunmehr auf Grund dieser Garan­tieermächtigung die erforderlichen Mittel beschafft. Aus diesen werden Kredite zum Ankauf weiblicher Schafe gewährt. Die Verzinsung dieser Kredite be­läuft sich infolge einer vom Reichsernährungs­minister durchgeführten Zinsverbilligung auf 2,7 vom Hundert einfchl. aller Unkosten. Die Kredite sind in sechs gleichen Jahresraten aus dem Woll- erläs zu tilgen. Für den Ankauf männlicher Tiere (Lämmer, Hämmel), sowie für Wanderschafherden werden nur ausnahmsweise Kredite gegeben. Für den Ankauf von weniger als 30 Schafen im Ein­zelfalle wird ein Kredit nicht gewährt. Sofern diese Zahl von einem Schafhalter nicht ausgenommen werden kann, können sich mehrere Schafhalter zum Zwecke der Stellung eines Sammelantrages zu- sammenschließen. Die Kreditgewährung erfolgt in Form der Stundung entsprechender Kaufpreisbe­träge. Sämtliche von diesen Tieren anfallende Wolle ist an die dafür zuständige Stelle der Reichswoll­verwertung GmbH, abzuliefern. Anträge auf Ge­währung solcher Kredite sind von den Ortsbauern- sührern den Landesschafzuchtoerbänden bei den Landesbauernschaften zuzuleiten.

700-Zahrfeier in Homberg.

> Homberg, 15. Mai. Homberg, die Perle des Ohmtales, urkundlich bereits im Jahre 1065 erwähnt, begeht an Pfingften in festlicher Weise die 70 0. Wiederkehr des Tages der Verleihung der Stadtrechte (1235). Umfassende Vorbereitungen sind dafür schon getrof­fen. Das Festprogramm bringt die Aufführung eines historischen Heimatstückes, das Ereignisse ernster und heiterer Art der vergangenen Jahrhunderte zum Inhalt hat. Ein großer historischer Festzug wird seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Auch soll um diese Zeit, am Pfingstdienstag, ein Prämien­markt stattfinden. Das im Jahre 1539 errichtete Rathaus mit dem auf dem Marktplatz errichteten Marktbrunnen, der die Jahreszahl 1828 trägt, sowie die engen steilen Gäßchen mit den altertümlichen Fachwerkbauten bieten allen Besuchern ein maleri­sches Bild aus der Zeit des Mittelalters. Der trotzig zum Himmel aufstrebende Brauhausturm mit feinen vier Ecktürmen und das angrenzende frühere Mönch- kloster sind echte Wahrzeichen Alt-Hombergs. Von der Wehrhaftigkeit und der großen Vergangenheit Hombergs zeugen noch gut erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlagen. Das Schloß mit feinen gleich­falls noch erhaltenen Ringmauern grüßt erhaben ins herrliche Ohmtal.

Landkreis Gießen.

(D Lollar, 15. Mai. Auf Einladung der NS.° Frauenschaft hatten sich gestern die Gliederun­gen der NSDAP, im Saale des GasthausesZum Schwanen" eingefunden, um einem Vortrag der Gaureferentin für das Auslandsdeutschtum Ruth Schuhmacher über unsere ehemaligen Ko­lonien zu lauschen. Die Rednerin, die selber einige Jahre im früheren Deutsch-Süd-West-Afrika geweilt hat, wußte ihre zahlreiche Zuhörerschaft vom ersten bis letzten Worte zu fesseln. In einleitenden Worten wies die Ortsfrauenschaftsführerin Frau Schlapp kurz auf die Notwendigkeit hin, etwas von unseren früheren Kolonien zu hören. Fräulein Schuhmacher zeigte sodann die Bedeutung von Kolonien für ein Volk, besonders für das deutsche, dem man durch das Versailler Diktat die Kolonien geraubt hat. Weiter schilderte sie die heutigen Ver­hältnisse in den Mandatsgebieten in Afrika, wo ein hoher Prozentsatz der dort lebenden Europäer Deutsche sind. Diese haben einen schweren Kampf zu bestehen, insbesondere auch deshalb, weil sie stark entrechtet sind. Warme Worte fand die Rednerin für die deutschen Farmer und forderte die deutschen Hausfrauen auf, durch Verbrauch ihrer Erzeugnisse, wie deutsch-ostafrikanischen Kaffee und deutsche Ba­nanen, ihren Absatz zu erhöhen und sie so zu unter­stützen. Noch kürzlich hat auch der Führer die Notwendigkeit von Kolonien für Deutschland aus­drücklich ausgesprochen, so erklärte die Rednerin zum Schlüsse des ersten Teils ihres Vortrages. Im zweiten Teil zeigte sie eine Reihe von Lichtbildern,

die von ihr selbst ausgenommen sind, und die ein recht anschauliches Bild von Land, Leuten und Zu­ständen in unserer früheren Kolonie Deutsch-Süd­west gaben. Reicher Beifall bezeugte den Dank der Versammlung, dem auch die Ortsführerin in einem Schlußwort Ausdruck verlieh. In üblicher Weife schloß sie sodann die Versammlung.

8 M a i n z l a r, 15. Mai. Als die K r e i s b e ft e n im Reichsberufswettkampf 1935 der Fachschaft Steine und Erde wurden aus unserem Orte folgende jugendliche Arbeitskameraden aus­gezeichnet: Heinrich Fortbach, Karl Orb und Ernst Seipp.

rag. Großen-Bufeck, 15. Mai. Der B e - fuch der rheinheffifchen Sänger aus Gundersheim bei dem hiesigen Gesangverein Germania" nahm in allen Teilen einen schönen Verlauf. In dem Konzert im Saale der Gastwirt­schaftZum kühlen Grunde" bestritten die rhein- hessischen Sängergäste die Hälfte der Vortragsfolge, während im übrigen unsere einheimischen Sänger derGermania" an die Öffentlichkeit traten. Die Darbietungen fanden allgemein starken Anklang, da sie Zeugnis ablegten von vortrefflicher gesang­licher Schulung. Unter herzlichen Abschiedskund­gebungen der Bevölkerung verließen die Besucher unseren Ort.

* Watzenborn-Steinberg, 16. Mai. Der 21 Jahre alte Landwirt Heinrich Erkel vom be­nachbarten Hofgut Ober ft einberg mußte gestern mit schweren Gesichtsverletzungen infolge eines Unglücksfalles nach Gießen in das Kranken­haus gebracht werden.

! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 15. Mai. Das kühle, ja kalte Wetter, das vielerorts die Baumblüte zerstörte, ist für das Getreide ausgezeichnet gewesen. Winter- und Sommerfrucht zeigen einen sehr schönen Stand. Leider macht sich in diesem Jahre die Ackerdistel als ein sehr lästiges und tiefwurzelndes Unkraut unangenehm bemerkbar. Und so sieht man jetzt überall, nachdem die Kartoffeln fast restlos gesetzt worden sind, die Bauern beim Ausstechen dieses lästigen Unkrautes. Das Wachstum des (Drünfutters hat durch die kalte Witterung leider einen kleinen Still- ft a n b erfahren.

Kreis Büdingen.

* Wenings, 15. Mai. Bei einem U n - g l ü ck s f a l l erlitt gestern der Landwirt und Dreschmaschinenbesitzer Wilhelm Kehrn III. von hier schwere Verletzungen der Wirbel­säule. Der bedauernswerte Mann mußte nach Gießen in die Klinik gebracht werden.

Kreis Schotten.

ßaubad), 15. Mai. Am vergangenen Sonn­tag fand auf den neuen Schießständen am Triesch" das Eröffnungsschießen des hiesi­gen Schützenoereins statt. Die erzielten Er­gebnisse waren aut. Den Wanderbecher errang Gustav Schneid! jun., die Tagesehrenscheibe Seniorschütze Eduard G ö b e l II. Die besten Schüsse auf der Glücksscheibe hatten 1. Karl P i tz und 2. Wilh. Jost. 100-Meter-Meisterscheibe: 1. Karl Becker (35 Ringe); 2. Karl Pitz; 3. Karl Schlörb; 4. Wilh. Jost. Kleinkaliber (Meister): 1. Karl Schlörb; 2. Heinrich Wahl; 3. Karl Becker. Dor dem hiesigen Schwimmbad, das vor einigen Tagen eröffnet wurde, wird auf dem vor kurzem durch die Stadt angekauften Nach- bargrundstück zur Zeit ein Parkplatz für Autos usw. angelegt.

)( Ruppertsburg, 15. Mai. Hier gibt es jetzt viele Kranke, die an Lungenent­zündung daniederliegen. Es handelt sich dabei meistens um Schulkinder. Unsere Gemeinde- jagb hat Oekonomierat Breidenbach (Dor­heim) auf neun Jahre gepachtet. Die jährliche Pachtsumme ist 1000 Mark.

Kreis Alsfeld.

st. Kirtorf, 15. Mai. Die hiesige Spar - und Darlehenskasse hielt ihre diesjährige Gene­ralversammlung unter Leitung des Aussichtsrats- vorsitzenden Lather ab. Der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung machten Mitteilung von einer weiteren sehr erfreulichen Aufwärtsentwicklung der Kaffe im Verlaufe des letzten Geschäftsjahres; der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahre fast um das Doppelte erhöht. Die Jahresrechnung und die Bilanz des Jahres 1934 wurden einstimmig geneh­migt, dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Ent­lastung erteilt. Der Reingewinn wurde dem Re­servefonds überwiesen. Bei den Ersatzwahlen für den Vorstand und den Aufsichtsrat wurden die tur­nusmäßig ausscheidenden Mitglieder wiedergewählt.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von F. misch

Remis gegeben in Gewinnstellung

Partieaufgabe Nr. 9

Die folgende Partiestellung entstand in einer freien Partie und wurde von den beteiligten Spielern (deren Namen unbekannt sind) zu Un­recht remis gegeben.

6

5

2

8

7

4

3

1

2

7

6

5

3

1

8

4

a b c d e f g h

abedef g h

Weiß zieht und gewinnt

Eine schöne Gewinnführung versäumt

Die folgende interessante Stellung ereignete sich in einem Klubturnier der Abteilung Westen in Berlin (Weiß Wagner, Schwarz Samisch). Schwarz am Zuge spielte LaöXfl? und verschenkte damit die im Auge gehabte Gewinnfortsetzung, die zu einer bemerkenswerten Zugzwangsstellung ge­führt hätte.

5

8

7

6

b

d

8

6

7

5

4

3

2

1

2

1

4

3

Schwarz zieht und gewinnt

Z ! H

t g b

WWW

Lösung bet Ausgabe von H. Röschlaub

Weih. Ke8, Tel, Lh7, Sc8, 867. Be2 (6). Schwarz: Ke6, Ld2, Ba6, d4, d5. d6, f3 (7). Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt.

1. e2eil (droht sowohl eXd5+ als auch L!545 1. döXei (auf dXe3 e. p. würde 2. Se2! folgen nebst entweder Sd4# ober Lf4#) 2. 8c3d5! (droht Sc7=£) 2. . . . KeßXdS 3. Lh7g8#, oder falls 2. . . Ld2a5 3. 8d5k4ch. Da die Existenz des Bauern sS einen Sinn haben muh, sehr leicht zu lösen!

Lösung des Endspiels von Heuri Riuck

Weih: Ke8, De3, Le7 (8). Schwarz: Kb». Ob2 (2). Deitz zieht und gewinnt.

1. De3+ Kh8g8 2. Dbß+ Db2g7 (Kg8h8 8. Le7+) 3. Dgßf5!, irtft Schwarz geht durch Zug. zwang zugrunde. Aus Dg7h8 folgt 4. vkök7ch, auf Dg7b7 4. Df5f84=, auf Kg8h8 4. Le7 und auf Dg7 4, Df5f7+ nebst Le7+, und Schwär, muh die Dame geben.

*

Professor L. W e b e r, Gießen, sendet folgende Lösung zu der Studie von Rinck:

1. DH6 + Kg8. 2. Df8 + Kh7. 3. Df5 + KH6.

4. Lf8 4- Dg7. 5. Df6 + und gewinnt. Kg8.

4. Df7 + Ixh8. 5. Lf6 + und gewinnt. Kn8. 4. Lf6+ u.g. - Kg7. 4. Dg5 + Kh7. 5. DH5 + Kg7. 6. Ld6! Kg8. 7. Dd5 + Kh7. 8. Dh5 + Kg8. 9. Df7+Kh8. 10. Kf8! D bei. 11. D*. Da das einzige Feld, auf dem Schwarz Schach bieten könnte, näm­lich b8 von Weiß beherrscht wird, und auf Dg7+, folgt Dg7ch. Versucht Schwarz nach dem 6. Zug die Dame heranzuziehen, etwa auf f6, f2, g2, b7, so hilft das auch nicht. Es folgt immer 7. Le5+. Auf 6. Df6 folgt 7. Le5, Kg8. 8. Dg4 + (nicht Lf6, weil sonst Patt) und gewinnt.

Oie Narrenkappe.

Der zuverlässige Pilot.

Zwei ältere Damen hatten sich entschlossen, einen Flug über die Stabt mitzumachen. Bevor sie bas startbereite Flugzeug bestiegen, fragten sie noch vorsichtigerweise ben Piloten:Sie werben uns boch auch sicher wieber zurückbringen?"

Aber gewiß, meine Damen", meinte ber,bis jetzt habe ich noch nie jemanben oben gelassen!"

*

Der rettende Kahn.

In einem Manöver war ein großer Wald als fingierter See" bezeichnet worden, durfte also nicht betreten werden. Ein ehrgeiziger Unteroffi­zier, ber die ihm gestellte Aufgabe aber unter allen Umständen lösen wollte, schlich mit feiner Patrouille dennoch durch das verbotene Gelände, wurde aber von einem Stabsoffizier ertappt, ber ihm einen ordentlichen Rüffel verabfolgte.Was fällt Ihnen denn ein, wissen Sie nicht, baß bas ein fingierter See ist?"Zu Befehl, Herr Major", erwiderte ber Unteroffizier gefaßt,aber wir sitzen in einem fingierten Kahn."

»

Die Erbmasse.

In einem Aufsatz über bas ThemaWas ich von Eltern unb Großeltern erbte" schreibt Elschen:Von Vater hab ich bie Statur; bis blauen Augen von ber Mutter, unb von der Großmutter bas Grübchen am Kinn. Dom Großvater könnt' ich nichts erben, da er schon gestorben war, als ich geboren wurde."

*

was ist das? I

Der amerikanische Ozeanflieger Charles Lind- bergt) gibt in feinemWir zwei" betitelten Buch, bas er über fein Werben unb feinen Flug geschrie­ben hat, ein nettes Scherzrätsel wieber, Das die amerikanischen Heeresflieger geprägt haben. Es heißt:Wenn du einen brauchst unb hast keinen, wirft bu niemals wieber einen brauchen!" Die Lösung: ber Fallschirm.

Die Versammlung mürbe in üblicher Weise mit breifachem Sieg-Heil auf ben Führer geschlossen. In biefem Jahre würben hier 18 Konfir- m a n b e n (10 Knaben unb 8 Mäbchen) aus ber Schule entlassen, in Oberkleen waren es 17 Konfirmanben (12 Knaben unb 5 Mäbchen). In bie Schule aufgenommen würben hier 6 Knaben unb 1 Mäbchen.

ss. Grebenau, 15. Mai. In ber Turnhalle würbe von ber Gaufilm stelle ber Film W ilhelm Teil" vorgeführt. Die Turnhalle war gut besetzt. Mittags fanb eine Vorführung für sämt­liche Schulen bes Grünbchens statt. Bei Ausfüh­rung von Reparaturarbeiten an ber hiesigen Was­serleitung würben im Garten bes früheren Junker- schen Hofgutes zwei Grabsteine aus b e m Jahre 1713 gefunden. Da nicht weit von dieser Fundstätte früher ein Kloster gestanden hat, darf man wohl annehmen, baß ber heutige Garten frü­her einmal der Friedhof bes Klosters gewesen sein kann.

Kirche und Schule.

Theologische Prüfung.

(LPD.) Unter bem Vorsitz bes Landesbischofs ber Ev. Lanbeskirche Nassau-Hessen Lic. Dr. Dietrich fanb biefer Tage in ber Landeskirchenkanzlei zu Darmftabt bie zweite theologische Prüfung statt, bie von 22 Kanbibaten bestauben mürbe. Am 26. Mai wird ber Lanbesbischof bie 22 Kanbibaten in ber Christuskirche zu Mainz orbinieren. Die Namen ber Kanbibaten finb: Klaus Bischoff aus Schotten; Ernst D a m e r a u aus Hohenstein bei Danzig; Dr. Walter Esche riröber aus Worms; Hans Geißler aus Beuern, Kreis Gießen; Wilhelm Maurer aus Heppenheim a. b. B.; Adolf Fai - fing aus Walbgirmes; Wilhelm Hebberich aus ßangmaben; Han s Iüngel aus Mainz; Karl Konrab aus Bergheim (Oberh.); Karl Laun - Hardt aus Friebderg; Kurt Maier aus Mann­heim; Johann Mathes aus Frei-Laubersheim; Ernst Staiger aus Nierstein a. Rh.; Wilhelm Stühlinger aus Reinheim i. Odw.; Dr. Richard Giesche aus Bab-Nauheim; Julius Cronen­berg aus Stabecken (Rheinh.); Paul Dietz aus Weilburg a. L.; Hans Herr aus Wiesbaden; Kurt Kirmes aus Wiesbaden; Heinrich Klemann aus Leun bei Wetzlar; Erich Peter aus Wies­baden; Ernst Velten aus Bad Homburg v. d. H.

Preußen.

Kreis Dehlar.

LPD. Wetzlar, 15. Mai. Der 34 Jahre alte Metallarbeiter Hermann Becker aus Burg-Solms, ber hier im Walzmerk ber Stahlmerke Röchling- Buberus an ber Walzenstraße beschäftigt mar, mollte einen glühenben Eisenknüppel, der sich an einer Schutzvorrichtung der Walze gesteckt hatte, mit einer Stange reicher auf bie Walzbahn bringen. Dabei schlug ihm ber Eisenknüppel so hef­tig in die rechte Seite, daß er gegen ein Eisengerüst geschleudert wurde. Außer erheblichen Brand­wunden hat er so schwere innere 93er» letzungen davongetragen, daß er noch im Laufe des Nachmittags im Wetzlarer Krankenhaus ver­starb.

Bei der Kaffenrevision verhaftet.

LPD. Osthofen, 15. Mai. Bei einer Kassen» Prüfung ber Gemeinbekasse mürbe ber Gemeinberechner I. S. von Bürgermeister Dr. Milbner vorläufig feines Amtes ent­hoben unb unter bem bringenben Verdacht einer Amtsunterschlagung von der Polizei ver­haftet. Die meitere Untersuchung ber Angelegen­heit ist im Gange.

Rundfunkprogramm

Freitag, 17. Mai.

6 Uhr: Frühkonzert I. 6.45: Gymnastik. 7: Früh­konzert II. 8.10: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche unb Haus. 11.30: Sozialdienst. 1. Gegen Krankheit versichern! 2. Wir geben Auskunft! 11.45: Bauern- funf. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. An­schließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Wirt­schaftsbericht. 1. Wie arbeitet ein Vertreter. 2. Stel­lengesuche ber DAF. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. 16: Kleines Konzert. Balladen von Carl Loeme. 16.30: Kohlenzeche... Grubenfahrt in ein modernes Bergreerk. 16.45: Was leistet der Arbeits­dank? Ein Gespräch mit Dberfelbmeifter Gauob­mann Roth vom Arbeitsgau 25 Hessen-Süd. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Jugendfunk. Hallo Jung- mäbels! Wir machen einen Lagerzirkus. 18.45: Das Leben spricht! 19: Unterhaltungskonzert. Märsche, Walzer, Märsche. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde ber Nation.In Friesland stieg ber Tod ans Land", Funkballade. 21.05: Operetten-Dialoge. Musik und kleine Dialog^enen. 22: Nachrichten. 22.15: Wetterbericht, Nachrichten aus dem Sende­bezirk unb Sportbericht. 22.35: Die Sportschau der Woche. 23: Die Welt ist groß bie Welt ist klein. Marco Polos Jahresreisen unb der Rekordflug der englischen Australienflieger. 24 bis 2: Unterhal­tungskonzert des städtischen Orchesters Ulm a. d. D.

Samstag, 18. Mai.

6 Uhr: Frühkonzert I. 6.45: Gymnastik. 7: Früh­konzert II ber Orchestergemeinschaft der Landes- musikerschaft Schlesien. 8.10: Gymnastik. 9: Nach­richten. 9.15: Konzert. 10: Nachrichten. 11.30: Sozialdienst. 1. Soziale Wochenschau; 2. Arbeits­anzeigen. 11.45: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nach­richten. 14.15: Quer durch bie Wirtschaft. 14.45: Senbepause. 15 bis 15.45: Jugendfunk, Aus ben Kampftagen ber SA. 16: Der frohe Samstagnach- mittag mit NSG.Kraft burch Freube". 18: Stimme ber Grenze. 18.20: Stegreiffenbung. 18.35: Wir schalten ein. Das Mikrophon unterreegs. 19: Präsen­tier- unb Parademärsche ehemaliger deutscher Regi­menter. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Bunter Abend bes Reichssenbers Frankfurt mit dem Reichsverband deutscher Rundfunkteilnehmer. 22.30: Nachrichten. 22.40: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Wetter­und Sportbericht. 22.45: Tanzmusik zum Wochen­ende. 24 bis 2: Nachtmusik.