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Kirchliche Nachrichien
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2(nton Gabele liest aus seinem Zeitroman „Pfingsten". 11.15: „Paul Neugebauer aus Runxendorf." Aus dem gleichnamigen Buch von Ludwig Manfred Lommel. 11.30: Kantate von Johann Sebastian Bach. „Nach dir, Herr, verlanget mich." 12: Mittagskonzert I der Dresdner Philharmonie. 13: Ein Arbeiter erzählt aus seinem Leben. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Kinderfunk. 15: Paulchen Neugebauer persönlich! 15.30: Deutsche Freiballon-Meisterschaft des Jahres 1935 in Darmstadt. Funkbericht aus der Gondel eines gestarteten Ballons mittels Kurzwellensender — Sprecher: Dr. Paul Laven. 16.05: Fußball-Länderspiel Deutschland — Holland. 2. Halbzeit. 16.50: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. 18.30: Um das goldene „Stimm"-Band. 19.15: Eine halbe Stunde Lachen mit Georg Ducker. 19.50: Sportbericht. 20.05: 4. Volkskonzert der Museums- Gesellschaft. 21 bis 21.25: „Vom wackeren Lanzer in Krieg und Frieden." Eine heitere Funkfolge. 21.30: 14. Meisterkonzert des deutschen Rundfunks. 22: Nachrichten.
Montag, 18. Februar.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch. — Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I des Philharmonischen Orchesters Mannheim. 13: Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15.30: Jugendfunk. BdM.-Sport im Winter. 16: Nachmittagskonzert des Landesorchesters Gau Württem- berg-Hohenzollern. 18: Jugendfunk. 18.15: Bücher- funk. 18.30: „Sven Hedin, ein Freund des deutschen Volkes." Ein Lebensbild des schwedischen Forschers zum 70. Geburtstag. Aus persönlicher Erinnerung. Von Dr. Alfons Paquet. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung 1935. Ein Funkbericht. 20: Nachrichten. 20.10: „Äm Glücksrad!" 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk.
gebeteten eine Freude machen, erstand einen Rosenstrauß, eine Torte und einen Ring mit einem allerdings falschen Edelstein. Damit begab er sich in die Wohnung der Nini, wobei er ungeachtet seiner Glatze mit jugendlichem Uebermut vor sich hersummte: „Ich bin der Schmetterling, der von Blume zu Blume flattert...!"
Nini war leider nicht zu Hause, aber das Dienstmädchen bat .ihn, doch in das Wohnzimmer einzutreten und auf ihre Rückkehr zu warten. Lächelnd ließ Ottavio sich im bequemen Lehnstuhl nieder und blickte um sich. Da fiel sein Blick plötzlich auf einen Rosenstrauß, der auf dem Tisch stand, und auf eine Visitenkarte mit den Worten: „Der schönen Nini mit liebevollen Glückwünschen von Antonio M.
Ottavio wurde schwarz vor den Augen. Verdacht und Eifersucht überwältigten ihn. Besonders, als er gar noch ein Etui entdeckte, das dem seinen mit dem neuerstandenen Ring nicht unähnlich war! In wilder Hast öffnete er es, und wirklich: es enthielt einen Ring — das genaue Gegenstück zu dem seinen. Außer sich vor Wut, hatte Ottavio nur den einen Wunsch: den Ring zu vernichten! Unglücklicherweise griff er dabei aber zu einem durchaus unangebrachten Mittel: er steckte ihn in den Mund, und in seiner blinden Hast verschluckte er ihn...
Wenige Augenblicke später sah man den unglücklichen Helden unter Zurücklassung des Rosenstraußes und des Kuchens in das nächste Hospital eilen, halb erstickt und von nervösen Magenkrämpfen befallen. Das ist die Geschichte vom verschlungenen Ring. Sie ist übrigens nicht die einzige ihrer Art. Man denke an jenen eifersüchtigen Setzer in Ungarn, der alle Bleibuchstaben verschlang, die den Namen seiner ungetreuen Geliebten Mitzi bildeten.
Rundfunkprogramm
Sonntag, 17. Februar.
6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.20: Gymnastik. Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. Deutsches Schatzkästlein. 10.15: Chorgesang.
8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hoch- amt mit Predigt.
Mittwoch, den 20. Februar.
Hungen. 7.15 Uhr: Messe.
Neu apostolische Gemeinden, Gießen. Händelstraße 1 — Ederstraße 13. Sonntag, den 17. Februar.
9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, den 20. Februar.
20.30 Uhr: Gottesdienst.
Oefsenllicher Sonntagsdienst.
Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.
Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02.
Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500.
Aerzte: Dr. Geyer, Dr. Mehl.
Zahnarzt: Dr. Schott.
Apotheke: Pelikan-Apotheke.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 17. Februar. Septuagesimä.
Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Studienrat Dr. Unverzagt. — Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde; Pfr. Ausfeld; 17: Pfr. Bechtolsheimer; musikalische Abendfeier; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfr. Bechtolsheimer; 20.15: Bibelstunde; Pfr. Anthes. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Anthes. — Petruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrus- gemeinde; Pfr. Trapp. — Wieseck. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Alten Buseck. 9.30: Gottesdienst. — Großen-Buseck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 9: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst und Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst und Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte für die Sicherung der Ev. Kirche in den Grenzgebieten; 11: Kindergottesdienst (1. Abteilung). — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Daubringen. 13.30: Gottesdienst. — Lollar. 13.30: Gottesdienst. — Klein- Linden. 10: Gottesdienst; 11: Klein-Gottesdienst. — Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Hausen. 10: Gottesdienst. — Lich. 10: Propst Knodt. 13: Kindergottesdienst; 14: Stiftsdechant Kahn. — Nieder-Vessin- gen. 10: Sttftsdechant Kahn. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 17: Kindergottesdienst. — Virklar. 13.30: Hauptgottesdienst. — Münzenberg. 10.30: Gottesdienst. — Trais-Münzenberg. 8.45: Gottesdienst. — I
zu führen. Als die Ingenieure und Arbeiter bereits bestellt waren, um die Arbeiten aufzunehmen, erfuhr der Bürgermeister von Cuellar von der Absicht der Dalladolider Stadtväter und widersetzte sich zusammen mit der gesamten Bürgerschaft diesem „Raub". Tausende braver Bürger aus Cuellar und den umliegenden Dörfern ohne Unterschied des Standes eilten nach dem Wallfahrtsort, um die heiligen Wasser vor dem bösen Eingriff der Techniker zu schützen. Die Geschäfte, Werkstätten, Fabriken und sogar die Cafes stellten ihren Bettieb ein, damit ihre Arbeiter, Angestellten und Inhaber an dem Protestzug nach El Henar teilnehmen konnten, wo man die Ankunft der Dalladolider Ingenieure erwartete.
Die hatten offenbar von der drohenden Haltung der Bewohner gehört und konnten durch ihr Fernbleiben noch rechtzeitig einer gewiß nicht glimpflich verlaufenen Bestrafung durch das verärgerte Volk entgehen. An Ort und Stelle wurde durch einen Rechtsanwalt von Cuellar eine Protestnote ausgenommen, deren energischer Ton der Stadtverwaltung von Valladolid die Lust an einer weiteren Verfolgung ihrer Pläne vergehen machen dürfte. Die heiligen Quellen von El Henar werden also vorläufig durch keine moderne Leitungsanlage nach Valladolid fließen.
Der verschlungene Ring.
(a. d.) Rom.
Es handelt sich dabei nicht um einen Ring von verschlungener Schlangenform, sondern um einen, der verschlungen wurde. Und das ging folgendermaßen zu: Ottavio S., ein wohlbeleibter Vierziger, hatte sich sterblich in die schöne und junge Nini verliebt. Zu ihrem Namenstage wollte er seiner An-
Das tapfere Schneiderlein.
(l-o) Kowno.
Schneidermeister B., wohnhaft in der Mickiewicz- Straße in Kowno, hält auf Ordnung. Und es verdient mitgeteilt zu werden, wie er kürzlich einem faulen Kunden Käufermoral beibrachte. Hatte sich da bei ihm ein junger Kavalier aus teurem englischen Stoff einen wunderschönen Anzug bauen lassen. Er war über den tadellosen Sitz hochbeglückt; nur das Bezahlen vergaß er ... Meister B. meinte von Lobsprüchen allein nicht leben zu können und -sann auf Rache.
Als der Kunde, froh über die neue Kluft, durch die Straße flaniert, tritt der Schneider aus der Tür. Freundliche Begrüßung, unbefangenes Gespräch über das Hundewetter: Schnee mit Regen gemischt. Ei, da solle der junge Herr doch nur gleich in seine Werkstatt mit hinaufkommen, da habe er einen guten Schnaps, der gar herrlich wärme. Wer kann so freundlicher Einladung widerstehen?
In der Werkstatt aber sieht sich der Gent alsbald von den fünf Gesellen und Lehrlingen umringt, die ihm voll Diensteifers Pelz und Mütze — und dann trotz seines Sträubens leider auch den neuen Anzug: Rock, Weste und Hose entreißen, bis er fluchend in Unterhosen dasteht. Erscheint Meister B. mit der Likörflasche und erklärt mit dürren Worten, daß er den Anzug nur gegen bar wieder ausliefern werde. Gibt ihm einen tüchtigen Schluck zum Trost und zur Erwärmung, und entläßt den Zähneklappernden dann, mit dem Pelz über der Unterhose, auf die unwirtliche Straße ...
Die verschluckten Zähne.
(wp) Prag.
Kürzlich spielte sich in einer Prager Klinik folgender heitere Zwischenfall ab: eine ungefähr vierzigjährige Dame stürmte aufgeregt in das Ordinationszimmer des leitenden Arztes. „Herr Professor, ich muß augenblicklich operiert werden ... Ich habe nämlich mein Gebiß verschluckt!" Auf die verwunderte Frage des Professors, wie denn das möglich sei, der Fall komme ihm nicht ganz geheuer vor, erklärte die Dame empört: „Aber Herr Professor, gestern abend vergaß ich, mein Gebiß aus dem Mund zu nehmen, und als ich heute früh aufwachte, war es verschwunden. Ich muß es im Schlaf hinuntergeschluckt haben!" Der Arzt entschloß sich, die Dame zu operieren und ließ alles vorbereiten. Die Dame saß schon im Operationssaal, als in der Klinik ein Briefträger erschien und ein Telegramm abgab. Es war für die Dame mit dem verschluckten Gebiß und kam von ihrem Mann. Sein Inhalt lautete zur Ueberraschung aller: „Komme nach Hause. Gebiß unter dem Bett gefunden."
Die Wirkung des Telegramms war erstaunlich: Mit einem Schlage war die Dame geheilt. Die Schmerzen, die das „verschluckte" Gebiß verursacht hatten, härten sofort auf. Zu der schnellen Heilung soll übrigens auch die große Heiterkeit, in die die Aerzte und das Personal im Operationssaal ausbrachen, bedeutend beigetragen haben ...
Kampf um heilige Quellen.
(v. gss.) Madrid.
In der Nähe von Cuellar entspringen bei dem Wallfahrtsort El Henar einige Quellen, deren Wasser wegen seiner unvergleichlichen Heilkraft außerordentlich geschätzt wird. Um das Wasser auf bequeme Weise nutzbar zu machen, hatte die Stadtverwaltung von Valladolid auf Grund einer eingeholten ministeriellen Erlaubnis beschlossen, die Quellen durch eine Rohrleitung bis in die Stadt
Hungen. 9.45: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Langd. 11.15: Gottesdienst. — Wirberg. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Beltershain. 13: Gottesdienst; Kollekte. — Ober-Gleen. 9.30: Kindergottesdienst; 10.10: Hauptgottesdienst. — Kirtorf. 13: Hauptgottesdienst; 14: Kindergottesdienst.
Montag, den 18. Februar.
Kirtorf. 20 Uhr: Gustav-Adolf-Frauenverein.
Mittwoch, den 20. Februar.
Münzenberg. 20 Uhr: Mädchenabend. — Ober- Gleen. 19.15: Bibelstunde. — Kirtorf. 20.30: Bibelstunde.
Donnerstag, den 21. Februar.
Münzenberg. 20 Uhr: Frauenabend.
Evangelische Stadtmission.
Sonntag, den 17. Februar.
13.30 Uhr: Sonntagsschule; 20.15: Evangelisa- tionsvortrag.
Mittwoch, den 20. Februar.
20.30: Bibelstunde.
Katholische Gemeinden.
Samstag, den 16. Februar.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.
Sonntag, den 17. Februar. Septuagesimä.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda.
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Die Beerdigung findet Dienstag. 19. Februar, nachmittags, 2‘/2 Uhr statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.
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Marie Lenz, geb von Düring Philipp Otto Lenz, Pfarrer Elfriede von Düring, geb Andree Sechs Enkel, zwei Urenkel.
Darmstadt, Gießen, Münzenberg, Lich, Wilhelmshaven, Bremen, den 15 Februar 1935
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