Ausgabe 
15.3.1935
 
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Oberhessen.

bracht. Da diese Aufführung ein würdiger Auftakt zum Heldengedenktag ist, nehmen alle Gliederun­gen der NSDAP, geschlossen teil.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 14. März. Am gestrigen Mittwoch veranstaltete die Wiesecker Gas-Versor­gung im Saale des Gasthauses Braun einen heiteren Werbeabend für neuzeitliche und spar- same Küchensührung. Schon vor Beginn des Vor­trages war der Saal überfüllt, über 350 Haus­frauen waren erschienen. Der seitherige Geschäfts­führer B e t h eröffnete den Gas-Abend und führte gleichzeitig den neuen Betriebsleiter S t e d i n g ein. In allgemein verständlicher Plauderei zeigte sodann Frau Ockel den Besuchern, wie man auf Gas schmackhaft und billig die Speisen zubereiten kann. Sie gab in humorvoller Weise, zum Teil frei nach Busch", eine Menge Ratschläge und Hausfrauenkniffe bekannt, die darauf hinzielten, der Hausfrau die Arbeit in der Küche zu erleich­tern. Die weiteren Ausführungen waren der Brenner, und Gasherdkonstruktion, der guten Be- Handlung des Gasherdes, der Zeit- und Fetterspar- nis sowie der zweckmäßigen Warmwasserbereitung gewidmet. Weiterhin wies die Rednerin auf die durch die Reichsregierung geförderten Arbeits- befchaffungsmaßnahmen des Installationshandwerks, des Fachhandels und des Gaswerks hin, die bis zum 31. März 1935 bei Einkauf von Gasgeräten und Jnstallationsarbeiten Vergünstigungen in Form von Barzuschüssen und Gas-Gutschriften gewähren. Tausende von Litern Gas, Gaskocher und andere nützliche Gebrauchsgegenstände wurden verlost.

v Lollar, 14. März. Die Sammlung des Dolksbundes für das Deutschtum im A u s l a n d, die von Mädchen der Berufsschule und von Konfirmanden vorgenommen wurde, er­brachte in unserer Gemeinde einen Reinertrag von 65,56 Mark, der dem Winterhilfswerk zugeführt wird. Die erste Sammlung im Januar hatte 37,03 Mark erbracyt.

Steinbach, 14. März. Der Evange­lische Frauenchor und die Evangelische Frauenhilfe hatten am Mittwochabend ihre Mitglieder und deren Angehörige eingeladen zum Schlußabend, der herkömmlicher Weise im Saale desEinhorn" abgehalten wurde. Nach einem Er­öffnungsmarsch der Musik begrüßte der Leiter der Vereine, Pfarrer D ö l l, die Mitglieder und Gäste und wünschte ihnen einen Abend der Erhebung und der Freude. Mit dem gemeinsamen Gesang von .Lobe den Herrn" klang die Begrüßung aus. Hierauf brachte Frau Anna Krämer, 2. Vor­sitzende der Frauenhilfe, dem Leiter die Glückwün­sche der Frauenhilfe zu seinem 2 5. Amtsjubi» l ä u m dar, und Frau Helene Keßler, Vorsitzende des Frauenchors, gratulierte in einem Gedicht für den Frauenchor. Beide Vereine überreichten gemein­sam ein Ehrengeschenk. Pfarrer D ö l l dankte herz­lich für die Glückwünsche und das Geschenk, die schönste Ehrung, die er sich wünschen möchte, sei die Treue der Mitglieder zu Kirche und Vaterland. Der Frauenchor sang nun unter Leitung seines Dirigenten Musikmeisters SchleuseGott grüße dich" undDas Herbstlaub fällt". Nach dem Dor- trag des GedichtesFrauenlob" folgte der gemein­same. Gesang des Liedes:Schönster Herr Jesu." Die Musik leitete dann durch ein Musikstück über zu dem vaterländischen Festspiel:Germania und ihre Kinder." Die unselige Zerrissenheit der Ver- gangenheit mit dem Streit und der Zwietracht er­stand noch einmal vor unseren Augen, um so Herr- kicher stand dann im Schlußbild das einige Deutsch­land,Germania und ihre Kinder", geeint durch den Führer. Das Spiel mündete in den Gesang des Deutschlandliedes, woraus der Leiter das Sieg- Heil dem Führer ausbrachte. Das Horst-Weffel- Lied, gemeinsam gesungen, schloß das Festspiel, das großen Beifall fand, den die Verfasserin redlich ver- bient hatte. Nach einem Musikstück der Kapelle sang der Frauenchor:Schlaf mein holdes Bübchen" undWem Gott will rechte Gunst erweisen". Nach gemeinsamem Gesang und einem weiteren Musik­vortrag folgte der Einakter:Fremde Leute sagen", ein heiteres Spiel von Neudeck. Flott gespielt er­regte das Spiel stürmische Heiterkeit der dankbaren Zuhörerschaft. Nach zwei Musikvorträgen und dem gemeinsamen LiedeWeist du wieviel Sternlein stehen", wurden Schattenbilder gezeigt. Einige Volkslieder gefielen sehr. Der Schluß war das SchattenbildWHW.", das zu einer Sammlung für das Winterhilfswerk aufforderte, die fast 15 Mark ergab. Nach einer Darbietung der Musik sang der Frauenchor noch:Wenn ich den Wandrer frage" undO du klarblauer Himmel" und als scherzhafte Ueberleitung zum inoffiziellen Teil den Kanon:

CAFFEE. Diese Gesänge, wie auch alle Darbietungen des Chores, fanden wohlverdienten Beifall. Nach der Kaffeepause, die in gewohnter Weise eingerichtet war, hielt der Leiter die Schluß­ansprache. Er dankte zunächst allen, die mitgewirkt hatten, dem Chor, den Darstellerinnen, den Dichte- rinnen, der Leiterin der Spiele, und warb dann für die Vereine. Die Treue zu evangelischem Glau­ben und zum deutschen Volk und seinem Führer soll so gepflegt werden, daß wir uns von niemanden darin übertreffen lassen wollen. Das sei das Ziel der Vereinsarbeit gewesen und solle es bleiben. Mit dem gemeinsamen Gelang des LiedesNun ruhen alle Wälder" schloß der Abend. Zu dem 25. Amtsjubiläum von Pfarrer D ö l l fei noch berichtet, daß die Kirchenoorstände von Steinbach und Albach als Vertreter die beiderseitigen ausführenden Mit­glieder, Bürgermeister a. D. Krämer und Bür­germeister Lenz, entsandt hatten, die im Austrage der Kirchenvorstände ihren Pfarrer beglückwünschten und ein Ehrengeschenk, einen Sessel, überreichten. Dazu passend hatten die Vereine ein Tischchen ge­schenkt.

Lang-Göns, 14.März. Der Krieger­verein hielt im Gasthaus ,Lum Gambrinus" seine Jahresversammlung ab. Der erste Vorsitzende Karl Kd. Nern begrüßte die Erschienenen und gedachte der verstorbenen Kameraden, des ehrwür­digen Generalfeldmarschalls von Hindenburg und des verstorbenen Führers des Kyffhäuserbundes General der Infanterie von Horn. Darauf erstat­tete der Schriftführer Wilh. Euler Bericht über die Tätigkeit des Vereins. Der Rechner Fr.- f e r gab den Kassenbericht bekannt, der einen Ueberschuß von 80 Mark aufwies. Bürgermeister Wenzel wies in einer kurzen Ansprache auf die Kameradschaft der Frontsoldaten hin. Nach einer weiteren Aussprache und dem Gesang alter Sol­datenlieder wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschloffen.

* Lang-Göns, 15. März. Am Samstag, 16. März, findet in unserem Ort die Aufführung des Totentanzspiels von Alois Lippl (dem Verfaffer derPfingstorgel", die vor einiger Zeit im Gießener Stadttheater mit großem Erfolg auf­geführt wurde) statt. Das Spiel wird von der be­kannten Laienspielschar der NS.-Gemeinschast ,Kraft durch Freude" Alsfeld unter Leitung des Pg. Kraus aufgeführt. Das Totentanzspiel wurde bis jetzt in Mainz und in einigen rheinhessischen Dör­fern mit großem Erfolg von derselben Gruppe ge°

kreis Schotten.

rl. Gedern, 13. März. Die hiesige Jung- m ä d e l s ch a r veranstaltete einen sehr gut be­suchten und recht gelungenen Elternabend. Ihre Bühnenstücke vomDornröschen", von ,Länsel und Gretel" und anderen lustigen und lehr­haften Sachen hatten sie ohne jede Mithilfe von Erwachsenen eingeübt und spielten sie echt kinder- tümlich. Frisch erklangen ihre Lieder und Spxech- chöre, und ihr kleines Kinderorchester machte gro­ßen Eindruck. Mit dem Lied der Hitlerjugend schloß der Abend. Der volksdeutsche Schu­lungsabend, den die Ortsgruppe des VDA. im Speisesaal des hiesigen Schlosses veranstaltete, war leider über den Kreis der Angehörigen des Arbeitsdienstlagers hinaus zu wenig besucht. Leh­rer S ch n i e r l e sprach über volksdeutschen Kampf im allgemeinen und den besonderen der Südttroler. Lehrer Becker behandelte die Bedeutung des Aus­landsdeutschtums für die jeweiligen Gastländer und für unser Reich. Lehrer I n t e r t h a l unterrichtete über die Geschichte des Auslanddeutschtums. Zum Schluß zeigte Lehrer S ch n i e r l e an Hand wert­voller Urkunden die zum Teil heute noch lebendigen Beziehungen unserer engeren Heimat zum Aus- landsdeutfchtum. Die Vorträge wurden von Lie­dern und Musikstücken umrahmt.

Preußen.

Oer Führer als Ehrenpate.

LPD. Herborn, 14. März. Der Führer und Reichskanzler bat bei dem neunten lebenden Kind des Dfenarbeiters Willi Lupp in Breit­scheid die Ehrenpatenschaft übernommen. Wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

LPD. Frankfurt a. M., 14. März. Das Schöffengericht erkannte gegen den Joh. Schmidt wegen Steuerhinterziehung auf 10 000 Mark Geldstrafe. Der Angeklagte, der zeit- wellig drei Cafös in Frankfurt betrieb, hatte in den letzten zehn Jahren an Umsatz- und Krisenlohn­steuer etwa 40 000 Mark hinterzogen.

kreis Wetzlar.

* Rodheim a. d. Bieber, 14. März. Der diesige 31jährige Zimmermann Wilhelm Kraus- köpf zog sich einen Unterschenkelbruch zu und mußte zur ärztlichen Behandlung nach Gießen gebracht werden.

Läger und Hund im Reichsiagdgeseh.

Don Siudirnrai Ernst Hölzel.

Der § 34 des Reichsjagdgssetzes tontet:Für größere Jagdbezirke kann dem Jagdausübungs­berechtigten die Verpflichtung auferlegt werden, Jagdhunde zu halten."

Das Reichsjagdgesetz selbst ist bekanntlich nur ein Rahmengesetz, das noch durch besondere Dürchfüh- rungsbestimmungen und Verordnungen zu ergänzen ist. Die Durchführungsbestimmungen fehlen noch, daher ist noch nicht bekannt, in welcher Weise oben­genannter Paragraph sich in der Praxis auswirken wird. Der geistige Vorläufer des RJG., das Preu­ßische Jagdgesetz vom 18. Januar 1934 sah den Zwang zur Hundehaltuna bei einem Revier von 4000 Morgen Mindestgröße vor. Es wäre aber weit gefehlt, wenn ein Jäger nun in einer solchen Fest­setzung eine Anerkennung dafür sehen würde, daß er ohne Hund weidmännisch jage, wenn sein Revier eine geringere Größe hat. Es ist hoch erfreulich, daß das Gesetz überhaupt einmal den Gedanken festgelegt hat, daß zum weidgerechten Jagen der Hund gehört. Früher, als die Zahl der Jäger viel geringer war als heute, war der Hund als Gehilfe des Jägers eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Das Bild hat sich wesentlich geändert. Die Gründe sind verschiedener Art. Einmal fehlte einer großen Zahl der Jäger der neueren Zeit die jägerische Er­ziehung von Grund auf, und die Führung des Hundes war ihnen unbekannt. Ferner war mit der Haltung des Hundes in mancher Stadtwohnung soviel Unangenehmes verbunden, daß der Jäger deswegen darauf verzichtete. Schließlich gab es eine große Zahl, die vor den Unkosten scheute, die An­schaffung, Fütterung, Versteuerung usw. eines Hun- des immer mit sich bringen. Wie oft sah man, daß das Feld für die besten Waffen, das schönste Auto

u. 8. da mar, während der billigste Hund noch zu teuer erschien. Dabei muß einmal ganz offen aus­gesprochen werden, daß die Jagdausübung ohne Hund in der Mehrzahl der Fälle mit weidgerechter Jagd nichts mehr gemein bat und in vielen Fällen Aasjägerei ist. Wer die Hühner selbst heraustritt, versagt sich nicht nur einen jagdlichen Genuß, son­dern weiß ganz genau, daß jedes nicht tödlich ge­troffene, z. B. geflügelte oder geständerte Stuck, für ihn verloren ist, aber dafür einem mehr oder weniger qualvollen Ende entgegengeht. Jeder ehr­liche Weidmann weiß ebenso gut, wie viele Hasen auf derSuche" angeflickt werden oder sogar mit zerschossenen Läufen abgehen, ohne daß der Jäger ihrer habhaft werden kann, wenn ihm der Hund fehtt. Wie mancher Bock, wie mancher Hirsch sind elend und qualvoll verludert, well kein brauchbarer Hund zur Stelle war.

Wenn bas Jagdgesetz ganze Arbeit leisten wollte, konnte es an ber Frage -der Hundehaltung nicht vor- überaehen. Es kommt aber nicht darauf an, daß überhaupt ein Hund gehalten wird, sondern darauf, daß der Hund wirklich die Aufgaben erfüllt, die ihm in der Praris gestellt werden. Die Aufgaben des Hundes zerfallen vor allem in zwei Gruppen, in feine Arbeit vor dem Schutzs also das Aufsuchen -des Wildes, und die nach dem Schuß, also das Bringen und vor allem das Derlorensuchen solcher Stücke, die nach dem Schuß sich noch dem Schützen zu ent­ziehen wußten und nun irgendwo krank in einer Deckung stecken. Gerade an der letzten Leistung, dem Verlorensuchen, hat der Gesetzgeber besonders In- tereffe. Denn sie muh verlangt werden aus Grün- den des Tierschutzes wie auch der Volkswirtschaft.

Ein fteiwilliger Zusammenschluß von Jägern, der

Verband zur Prüfung von Gebrauchshunden zur Jagd" hatte es sich seither zur Aufgabe gestellt, dem deutschen Weidmann einen Hund durch scharfe Auslese auf Prüfungen heranzuziehen, der all diesen Aufgaben gerecht wurde. Dieser Verband ist heute als Fachschaft .Lagdgebrauchshundewesen" dem Reichsoerband für 'das deutsche Hundewesen" (RDH.) eingegliedert. Zwischen dem RDH. und dem Reichsjägermeister ist nun in den letzten Tagen ein Abkommen getroffen worden, dessen Kenntnis für alle Jäger von größter Bedeutung ist, aber offen­bar noch wenig beachtet wurde. Es muß vom Stand­punkt des Jägermeisters aus verlangt werden, daß die zur Jagd verwendeten Hunde wirklich brauch­bar im Sinne einer weidgerechten Jagdausübung sind. Daher ist bestimmt, daß die Gauiägermeister mindestens einmal im Jahr jeden Hund, der sich im Besitze eines Forstbeamten, Jagdaufsehers, Eiben­jagdbesitzers und Jagdpächters befindet, zu prüfen haben. Diese Prüfung wiederholt sich jedes Jahr! Aber noch etwas sehr wesentliches kommt hin­zu. Der Hund muß von seinem Besitzer selbst vorgeführt werden, d. h. die Prüfung er­streckt sich auf Herr und Hund. Darüber werden die Abrichter von Jagdhunden froh sein. Denn nun müssen doch die Erwerber ihrer Hunde sich selbst mit den Grundlagen der Hundeführung vertraut machen.

Wie war es seither? Nur ein Fall zur Beleuch­tung: Ich vermittelte vor einigen Jahren den Ver­kauf eines auf Anlageprüfung hoch bewerteten Hundes, der gut abgefüyrt war. Wenige Tage dar­auf bekam ich von dem neuen Besitzer einen Brief, in dem der Hund als das größte Mistvieh dieses Jahrhunderts dargeftellt wurde. Darauf Tele- ?ramm:Sofort zurück." Der Hund, der mich nicht annte, kam an. Ich nahm Flinte und Hund und ging hinaus. Hühnerjagd, großartige Suche, bestes Dorstehen, erfolgreiche Derlorensuche in klatsch­nassen Kartoffeln nach geflügeltem Huhn, sauberes Bringen. Auf dem Heimweg begegnet mir ein Gie­ßener Jäger, der einen Hund sucht. Am Folgetag führe ich als für den Hund ganz Fremder ihm den Hund in seinem Revier vor, er führt ihn selbst und erwirbt ihn einige Tage daraus, ohne daß der Abrichter und Verkäufer noch einmal in Erschei­nung getreten war. Im nächsten Jahr macht der Hund auf der Gebrauchsprüfung mit 120 Punkten die höchst mögliche Punktzahl für Feldarbeit, wo er angeblich ganz versagt hatte.

Dies nur ein Beispiel zur Erhellung, weswegen auch die Jäger geprüft werden müssen. Hundefüh- ren will gelernt sein, und wer Jäger sein will, muß es lernen. Der Jungjäger wird in Zukunft in der Jägerprüfung darin geprüft. In der Prüfung des Gaujägermeisters ist nur zu erklären:Der Hund ift verwendbar (oder nicht)." Es kann also unter Umständen feine Abschaffung und fein Ersatz ver­langt werden. Woher der Ersatz aber kommt, d. h. wer nun dem deutschen Jäger den leistungsfähigen Hund liefert, darum kümmert sich der Jägermeister nicht. Und hier liegt das wichtige Gebiet der Zucht- und Prüfungsvereine.

Die Vereine der FachschaftJagdgebrauchshunde- wesen" (also z. B. derHubertus" Gießen) haben in Zukunft ihre Prüfungen weiter abzuhalten und dabei die Hunde nach ihren Leistungen zu klassi­fizieren, also erste bis dritte Preise zu vergeben und dadurch eine Auslese zu treffen, die vom Züch­ter ausgewertet werden kann. Ein Hund, der eine solche Prüfung besteht, ist im Prüfungsjahr und Folgejahr von der Prüfung beim Jägermeister be­freit. Der Gauiägermeister nimmt als Gast an den Prüfungen dieser Vereine teil, um einen Ueberblick über das Material zu bekommen. Damit wird end­lich dem Leistungsgrundsatz Rechnung getragen, so wie Gebrauchshundeleute es immer gefordert ha­ben. Den Gebrauchshundevereinen erwächst samt den Züchtern eine außerordentliche wichtige Auf­gabe, nämlich dem deutschen Jäger den Hund zu geben, mit dem er in der Lage ist, die Anforderun­gen des RJG. zu erfüllen. Zu prüfen sind aber nicht nur Vorstehhunde als Gebrauchshunde, son­dern auch Spezialhunde wie z. B. Schweißhunde, Bracken, Dachshunde, Terriers, Saufinder und »patter. Es wird gut fein, wenn sich die Jäger bald auf diese Gedanken einstellen und bei Neuanschaf- fungen nicht fragen:Was kostet der Hund?" son­dernWas haben die Elterntiere geleistet?" und bei älteren, fertigen HundenLeistet er das, was der deutsche Gebrauchshund leisten muh?" Denn versagt der Hund, so kann alles Geld umsonst ge­wesen fein. Durch wirklich geeignete Jäger und vollwertige Hunde zum weidgerechten Jagen muß der Weg führen.

Bekanntmachung.

In der Generalversammlung am 22. September 1934 wurde das neue Einheitsstatut angenommen und das Geschäftsanteil eines Genossen auf 100, Reichsmark festgesetzt. Die seitherige Haftsumme von 1500, RM. wird auf 1000, RM. herabgesetzt.

Sämtliche Beschlüsse erfolgten einstimmig.

Gläubiger, die diesen Beschlüssen widersprechen wollen, werden aufgefordert, sich zu melden. (1489V

Allendors a. d. Lumda, den 13. März 1935.

Spar- und Vorfchußvereln Allendors an der Lumda e. G. m. b. h.

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am Jreitag, dem 22. Mär, 1935. vormittags 9 Uhr, in der Dollichen wirtschaft zu Nieder-Ohmen aus verschiedenen Fvrstvrten.

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Brennholz mit blau unterstrichenen Nummern kommt nicht zum Verkauf. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Bean­standungen nicht berücksichttgt werden. Weiteres Brennholz wird in der Försterei Nieder-Ohmen nicht versteigert. Nähere Auskunft durch Herrn Förster Landmann und die unterzeichnete Stelle. Per­sonen, die ihre 1934er Domanialgesälle bis zum 8. Marz 1935 nicht bezahlt haben, kann der Zuschlag nicht erteilt werden. Bei Zahlung nach dem 8. März 1935 empfiehlt sich Quittungsvorlage auf dem Forst- amt und nicht in dem Versteigerungslokal.

Grünberg, den 13. März 1935.

Hessisches Forstamt Nieder-Ohmen.

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30. Ziehungstag 14. März 1935

0n der heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinne zu 1000000 M. 332168

2 Gewinne zu 1OOOO M. 62972

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274018 288259 291324 293487 295135 297565

304288 307764 313313 314968 323759 325516

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