Ausgabe 
15.2.1935
 
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rechner Wilh. Lehr II. erstattete, ergab einen Kas­senbestand von 62,44 Mark und ein bares Ver­mögen von 376,33 Mark. Der seitherige Vorsitzende kann sein Amt nicht weiter versehen. An seine Stelle wurde Wilh. P a r r VI. von der Leitung des Sän­gerkreises Chattia ernannt. Ein Sieg-Heil auf das Vaterland und seinen Führer schloß den geschäft­lichen Teil. Chorlieder und viele schöne Volkslieder hielten die Mitglieder dann in froher Stimmung noch lange beisammen. Unser jüngster Schu­lungsabend war sehr gut besucht. Pg. Lehrer Eucker sprach überDer neue Orden". Mit gro­ßer Aufmerksamkeit lauschten die Besucher den an­schaulichen Ausführungen des Redners.

rl. G e d e r n, 14. Februar. Im GasthausZur Traube" fand gestern die Monatsversammlung des NSLV.-Bezirks Gedern statt. Obmann K a l b e r l a h (Niederseemen) behandelte Fragen des Schulungslagers, der Teilnahme der Junglehrer an Schulungskursen anderer Art und ihrer Dienst­leistung in Arbeitslagern. Er sprach weiterhin über ben Grundsatz der Einschätzung der Kameraden nach Leistung in Beruf, Arbeitsgemeinschaft, Volksbil­dungsarbeit, Heimatforschung, wie auch in eigner Weiterbildung und ermahnte zur Pflichterfüllung in jeder Hinsicht zum Nutzen des Standes und Volkes. Dazu gehört auch das Einspringen aller Kamera­den bei der Erhaltung der sozialen Wohlfahrtsein­richtungen des NSLB., insbesondere der einstigen Ludwig- und Alice-Stiftung". Alle Kameraden, die noch keiner Lebensversicherung angehörten, traten ihr bei. Auch der Feuerversicherung der hessi­schen Erzieher gehören nunmehr fast alle Kamera­den an. Kamerad Schnierle (Gedern) brachte den ersten Teil eines Vortrags über den deutschen Westen und warb anschließend für die Förderung des volksdeutschen Gedankens in der Schule und für den VDA. Nach Erledigung geschäftlicher An­gelegenheiten des NSLB. und des Reichsbundes Volkstum und Heimat tagte noch die Arbeitsgemein­schaft für Geschichte und Heimatkunde unter Leitung von Lehrer Eitel (Gedern).

Kreis Büdingen.

tz. Nidda, 14. Febr. Die hiesige bäuerliche Werkschule und Beratungsstelle ver- anstaltete an einigen Tagen einen Lehrgang zur Pflege der in der Landwirtschaft gebrauchten Ma­schinen. Unterweisungen an der Hand von Licht­bildern und Filmen wechselten mit praktischer Schulung bei einem Schmiedmeister und in einer Maschinenreparaturwerkstätte dahier. In dieser Woche wird ein Fahrkursus abgehalten, wobei theoretische und praktische Ausbildung Hand in Hand gehen.

Kreis Alsfeld.

-ANieder-Ohmen, 14. Febr. Der hiesige GesangvereinEintracht" hielt in der Wirtschaft von Ziegenhain seine diesjährige Gene­ralversammlung ab. Vereinsführer Heinrich Hoff­mann gedachte zunächst des im vergangenen Jahre verstorbenen Sangesbruders Ernst Kratz. Dann folgte der Kassenbericht durch den Rechner Karl Böck. Nachdem dem Rechner Entlastung er­teilt war, wurden noch verschiedene andere Fragen besprochen. Der Vereinsführer, sowie die übrigen Vorstandsmitglieder bleiben auf ein weiteres Jahr in ihrem Amte tätig. An verschiedene Mitglieder, die im vergangenen Jahre die Singstunden regel- mäßig besucht hatten, wurden silberne Ehrennadeln

Keine Schädigung des Bauern durch Erzeugungsschlacht!

In früheren Zeiten hat der Bauer in Deutsch­land bei der Verwirklichung der Aufforderung, seine Erzeugung zu steigern, nur ungünstige Erfahrungen gemacht. Preisstürze und Machenschaften einer ge­wissenlosen Spekulation brachten ihn um den Lohn seiner Arbeit. Heute liegen hie Verhält­nisse ganz anders, da die nationalsozialistische Agrarpolitik alle Voraussetzungen geschaffen hat, um den Bauern auskömmliche Preise und feste Absatzverhältnisse zu sichern. Die für die verschiedensten Erzeugnisse eingeführten Fest­preise sind so bemessen, daß sie einen gerechten Lohn für die Arbeit und eine Entschädigung für den Aufwand gewährleisten, die nationalsozialisti­sche Marktordnung schafft gleichmäßige Abfatzver- hältnifse und ermöglicht im Verein mit der stark ausgebauten Vorratswirtschaft eine reibungslose Unterbringung der bäuerlichen Erzeugnisse. Die ausländische Konkurrenz wird aber durch die Rege­lung der Einfuhr (Reichsstellen) soweit sie in mengen- und preismäßiger Beziehungen den deut­schen Bauern schädigen könnte fern gehalten. Alle diese aufgezählten Momente garantieren dem Bauern den Erfolg der Erzeugungsschlacht.

Freilich muh der Bauer bestrebt sein, eine ein­seitige Steigerung feiner Erzeugung zu vermei­den. Die nationalsozialistische Regierung hat nie einen Zweifel darüber gelassen, dah sie keine Agrarprodukte abnimmt, die nur des privat­wirtschaftlichen Vorteils wegen ohne Rück­sicht auf den Bedarf der deutschen Verbraucher erzeugt worden sind.

Daher muß sich der Bauer bemühen, die Erwei­terung seiner Produktion auf die verschiedenen Zweige seiner Wirtschaft gleichmäßig auszudehnen und nur das zu erzeugen, was wirklich gebraucht wird. Erst dann hat er die Gewähr für die unge­störte Unterbringung und Abnahme feiner Erzeug­nisse unter den oben geschilderten günstigen Bedin­gungen, die durch die nationalsozialistische Bauern­politik geschaffen worden sind.

Der Bauer muß sich stets vergegenwärtigen, daß eine gleichmäßige Produktionssteigerung auf ver­schiedenen Gebieten die Unverwertbarkeit von Ueber- schußmengen einzelner Produkte ausschließt.

Er muh sich deshalb bemüht fein, dah die deutsche Versorgungslage auf beinahe allen Gebieten eine Steigerung der Eigenerzeugung erfordert, woraus sich ohne weiteres die Schluhfolgerung ergibt, dah eine vielseitige Erzeugungssteigerung eine glatte Unterbrin­gung gewährleistet und eine ungesunde Ueber- produktion unmöglich macht.

Weiterhin darf der Bauer nicht vergessen, daß eine ausgeglichene Produktionssteigerung in den verschiedenen Zweigen seines Betriebes die beste Versicherung gegen die unberechenbaren Einflüsse des Wetters und gegen Wetterschäden ist. Jeder Bauer wird wohl beobachtet haben, daß dasselbe Wetter auf die verschiedenen Arten von Kulturen und Früchte des Ackers nicht die gleiche Wirkung ausübt. Es ist daher auch ganz logisch, wenn stets diejenigen Betriebe am besten daran sind, die eine möglichst vielseitige Anbaupolitik treiben.

Schließlich muß noch der Bauer an eins denken: Deutschland ist heute ein armes Land, und die Kauf­kraft der Bevölkerung verhältnismäßig beschränkt, weswegen auch jeder Preisbesserung für landwirt­schaftliche Erzeugnisse bestimmte Grenzen gesteckt sind. Nun erhält aber der Bauer durch die ein­geleitete Erzeugungsschlacht die Gelegenheit, eine weitere Steigerung seiner Einnahmen durch die Er­höhung seiner Leistungen d. h. durch den Mehr­absatz von Produkten und bessere Ausnützung seiner Produktionsmöglichkeiten zu erzielen.

Rlil der Durchführung der Erzeugungsschlacht ist also bei richtiger wirtschaftlicher Einstel­lung des Bauern eine entsprechende Erhöhung des Lohnes für die geleistete Arbeit und die Steigerung seiner Einnahmen unbedingt ver­bunden.

Der Bauer muß diese Möglichkeiten der Einnahme­steigerung in der Erzeugungsschlacht wahrnehmen. Bessere Einnahmen können ihm doch auch auf die Dauer die Ausnahme von Krediten ersparen und die Schaffung einer Sparfumme für die Ausrüstung und Versorgung seiner Kinder sicherstellen.

ausgegeben. Nach Erledigung der Tagesordnung blieb man noch einige Stunden gemütlich beisam­men. Am Samstagabend veranstaltete die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" im Döllschen Saale einen karnevalistischen Kappen­abend. Unter Mitwirkung des Mainzer Ansagers Haut und feiner Humoristen nahm der Abend einen glänzenden Verlauf. Gesangs- und verschiedene karnevalistische Vorträge brachten die Lachmuskeln oft in Tätigkeit. Weiter wurde ein Theaterstück, so­wie verschiedene Tänze vvrgesührt. Tanz beendete den Abend.

ss. Grebenau, 14. Febr. Nachdem die H o l z - hauerarbeiten in sämtlichen dem Hessischen Forstamt Grebenau unterstellten Gemeindewaldun-s

gen zu Ende sind, konnte ein großer Teil der Holz­hauer in der ersten Notstandsmaßnahme 1 9 3 5 im Staatswald des Forstamts Grebenau eingestellt werden. Genehmigt sind bei dieser Maß­nahme vom Arbeitsamt Gießen 3100 Tagewerke mit einem täglichen Förderungssatz von 3 Mk. Sämtliche Arbeiten erstrecken sich auf Wegebau. Bei dieser Maßnahme können etwa 40 bis 60 Ar­beiter längere Zeit beschäftigt werden. Neben dieser Maßnahme sind Notstandsarbeiten in der Ge­meinde Schwarz mit rund 1400 Tagewerken ge­nehmigt worden. Auch hier handelt es sich aus­schließlich um Wegebauarbeiten. Durch beide Maß­nahmen ist es möglich, sämtliche Leute in unserer Gegend in Arbeit und Brot zu bringen.

General-Litzmann-Straße in Bensheim

LPD. Bensheim, 14. Febr. Der Stadtrat von Bensheim hat beschlossen, eine Straße nach dem General Litzmann, dem Löwen von Brzeziny, zu benennen. Ferner soll eine weitere Straße zur Erinnerung an die Saarabstimmung Saar- Straße genannt werden .

Der letzte Leinenweber des Odenwaldes gestorben.

LPD. Birkenau, 14. Febr. Nach längerer Krankheit ist gestern morgen der Leinenweber Joh. Weber VI. gestorben. Weber war der letzte Leinenweber des Odenwaldes, der fein Gewerbe noch bis vor kurzem ausübte. Der 69 Jahre alt gewordene Handwerker war weit über feine Heimat bekannt; von überall her kamen Be-

"(Ein hübsches Geschenk für jeden Sammler find die IVohlfahrlsbriefmarken der schaffenden Stände.

sucher, die den Leinenweber bei feiner Arbeit sehen wollten. Vor einiger Zeit wurde der alte Leinen­weber auch von einem Filmoperateur ausgesucht, um die aussterbende Zunft im Bilde festzuhalten. Der Webstuhl des Leinenwebers wird nun für immer stillstehen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

< Groß-Rechtenbach, 14. Febr. Zu Gun­sten des Winter Hilfswerkes 1934/33 veranstaltete die Spielschar Weidenhau­se n im Saale der Gastwirtschaft Beppler einen Deutschen Abend. Ortsgruppenleiter Lang (Groß-Rechtenbach) begrüßte die Besucher und be­tonte, daß diese Veranstaltung wieder ein Baustein des Winterhilfswerkes fein möge. Volksschullehrer Schneider von Weidenhausen leitete dann das Gudrunspiel mit einer kurzen Ansprache ein, Das Spiel behandelte die Treue der deutschen Frauen. Lieder und Gedichte verschönten den übrigen Teil der Veranstaltung. Ein weiteres Spiel, das dis Aufopferung der deutschen Frauen zeigte, sand ebenfalls reichen Beifall der Zuschauer. Ortsgrup- penleiter Lang schloß dann die Feier in der üblichen Weise. Das Horst-Wessel-Lied und das Deutschland-Lied beendeten die eindrucksvolle Kund­gebung.

Kreis Warburg.

< Sichertshausen, 14. Febr. Bei der Holzversteigerung der hiesigen Waldge- nossenschaft wurden folgende Preise erzielt: Buchen­scheite 18 Mark, Buchenknüppel 15, Eichenknüppel 12, Kiefernknüppel 7,50 je zwei Raummeter. Bu­chenreisig kostete 9 Mark, Eichenreisig 7 je zehn Raummeter. Buchenschnittstämme kosteten pro Fest­meter 20 Mark, Eichen-Wagnerholz 12 bis 15. Fichtenstangen 1. Klasse 1 bis 1,35 Mark, 2. Klasse 0,70 bis 0,80, 3. Klasse 0,40 bis 0,50, 4. Klasse 0,25 bis 0,30, 5. Klasse 0,15 bis 0,25, 6. Klasse (Bohnen- stangen) 0,10 bis 0,13 Mark.

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Am Samstag, dem 16. Februar:

ockbierfest

I^eichsbund Volkstum und Heimat^ Samstag, den 16. syebruar 1935, 20« Uhr, im Katholischen Vereinshaus:

HeitererFamilienabend unter Mitwirkung des hessen-nass. Mundart- dichters Rudolf Dieb und unseres Volkstanz­kreises unter Leitung von K. Benk. 876d

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Alle Aufw.-Gläubiger unserer Kasse, deren Bücher noch nicht vorgelegen haben, bitten wir, dieselben ols 15. Vlärz 1935 zur Abstempelung vorzulegen.

Nach diesem Datum werden die kleinen Beträge unter Abzug von Kosten und Porti durch die Post zugesandt. 880D

Großen-Linden, 10. Februar 1935.

Spar- und Dorschußverein AG.

________ Frankfurter Straße Nr. 68.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Großen-Linden für das Rechnungsjahr 1935 liegt vom Samstag, 16. Februar, an acht Tage lang auf der Bürger­meisterei Großen-Linden zu jedermanns Einsicht offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 8870

Großen-Linden, 15. Februar 1935.

Bürgermeisterei Großen-Linden; Lang.

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. * § ... ... Warum trägst Dum näßt?

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