rechner Wilh. Lehr II. erstattete, ergab einen Kassenbestand von 62,44 Mark und ein bares Vermögen von 376,33 Mark. Der seitherige Vorsitzende kann sein Amt nicht weiter versehen. An seine Stelle wurde Wilh. P a r r VI. von der Leitung des Sängerkreises Chattia ernannt. Ein Sieg-Heil auf das Vaterland und seinen Führer schloß den geschäftlichen Teil. Chorlieder und viele schöne Volkslieder hielten die Mitglieder dann in froher Stimmung noch lange beisammen. — Unser jüngster Schulungsabend war sehr gut besucht. Pg. Lehrer Eucker sprach über „Der neue Orden". Mit großer Aufmerksamkeit lauschten die Besucher den anschaulichen Ausführungen des Redners.
rl. G e d e r n, 14. Februar. Im Gasthaus „Zur Traube" fand gestern die Monatsversammlung des NSLV.-Bezirks Gedern statt. Obmann K a l b e r l a h (Niederseemen) behandelte Fragen des Schulungslagers, der Teilnahme der Junglehrer an Schulungskursen anderer Art und ihrer Dienstleistung in Arbeitslagern. Er sprach weiterhin über ben Grundsatz der Einschätzung der Kameraden nach Leistung in Beruf, Arbeitsgemeinschaft, Volksbildungsarbeit, Heimatforschung, wie auch in eigner Weiterbildung und ermahnte zur Pflichterfüllung in jeder Hinsicht zum Nutzen des Standes und Volkes. Dazu gehört auch das Einspringen aller Kameraden bei der Erhaltung der sozialen Wohlfahrtseinrichtungen des NSLB., insbesondere der einstigen „Ludwig- und Alice-Stiftung". Alle Kameraden, die noch keiner Lebensversicherung angehörten, traten ihr bei. Auch der Feuerversicherung der hessischen Erzieher gehören nunmehr fast alle Kameraden an. Kamerad Schnierle (Gedern) brachte den ersten Teil eines Vortrags über den deutschen Westen und warb anschließend für die Förderung des volksdeutschen Gedankens in der Schule und für den VDA. Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten des NSLB. und des Reichsbundes Volkstum und Heimat tagte noch die Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Heimatkunde unter Leitung von Lehrer Eitel (Gedern).
Kreis Büdingen.
tz. Nidda, 14. Febr. Die hiesige bäuerliche Werkschule und Beratungsstelle ver- anstaltete an einigen Tagen einen Lehrgang zur Pflege der in der Landwirtschaft gebrauchten Maschinen. Unterweisungen an der Hand von Lichtbildern und Filmen wechselten mit praktischer Schulung bei einem Schmiedmeister und in einer Maschinenreparaturwerkstätte dahier. In dieser Woche wird ein Fahrkursus abgehalten, wobei theoretische und praktische Ausbildung Hand in Hand gehen.
Kreis Alsfeld.
-ANieder-Ohmen, 14. Febr. Der hiesige Gesangverein „Eintracht" hielt in der Wirtschaft von Ziegenhain seine diesjährige Generalversammlung ab. Vereinsführer Heinrich Hoffmann gedachte zunächst des im vergangenen Jahre verstorbenen Sangesbruders Ernst Kratz. Dann folgte der Kassenbericht durch den Rechner Karl Böck. Nachdem dem Rechner Entlastung erteilt war, wurden noch verschiedene andere Fragen besprochen. Der Vereinsführer, sowie die übrigen Vorstandsmitglieder bleiben auf ein weiteres Jahr in ihrem Amte tätig. An verschiedene Mitglieder, die im vergangenen Jahre die Singstunden regel- mäßig besucht hatten, wurden silberne Ehrennadeln
Keine Schädigung des Bauern durch Erzeugungsschlacht!
In früheren Zeiten hat der Bauer in Deutschland bei der Verwirklichung der Aufforderung, seine Erzeugung zu steigern, nur ungünstige Erfahrungen gemacht. Preisstürze und Machenschaften einer gewissenlosen Spekulation brachten ihn um den Lohn seiner Arbeit. Heute liegen hie Verhältnisse ganz anders, da die nationalsozialistische Agrarpolitik alle Voraussetzungen geschaffen hat, um den Bauern auskömmliche Preise und feste Absatzverhältnisse zu sichern. Die für die verschiedensten Erzeugnisse eingeführten Festpreise sind so bemessen, daß sie einen gerechten Lohn für die Arbeit und eine Entschädigung für den Aufwand gewährleisten, die nationalsozialistische Marktordnung schafft gleichmäßige Abfatzver- hältnifse und ermöglicht im Verein mit der stark ausgebauten Vorratswirtschaft eine reibungslose Unterbringung der bäuerlichen Erzeugnisse. Die ausländische Konkurrenz wird aber durch die Regelung der Einfuhr (Reichsstellen) — soweit sie in mengen- und preismäßiger Beziehungen den deutschen Bauern schädigen könnte — fern gehalten. Alle diese aufgezählten Momente garantieren dem Bauern den Erfolg der Erzeugungsschlacht.
Freilich muh der Bauer bestrebt sein, eine einseitige Steigerung feiner Erzeugung zu vermeiden. Die nationalsozialistische Regierung hat nie einen Zweifel darüber gelassen, dah sie keine Agrarprodukte abnimmt, die nur des privatwirtschaftlichen Vorteils wegen — ohne Rücksicht auf den Bedarf der deutschen Verbraucher — erzeugt worden sind.
Daher muß sich der Bauer bemühen, die Erweiterung seiner Produktion auf die verschiedenen Zweige seiner Wirtschaft gleichmäßig auszudehnen und nur das zu erzeugen, was wirklich gebraucht wird. Erst dann hat er die Gewähr für die ungestörte Unterbringung und Abnahme feiner Erzeugnisse unter den oben geschilderten günstigen Bedingungen, die durch die nationalsozialistische Bauernpolitik geschaffen worden sind.
Der Bauer muß sich stets vergegenwärtigen, daß eine gleichmäßige Produktionssteigerung auf verschiedenen Gebieten die Unverwertbarkeit von Ueber- schußmengen einzelner Produkte ausschließt.
Er muh sich deshalb bemüht fein, dah die deutsche Versorgungslage auf beinahe allen Gebieten eine Steigerung der Eigenerzeugung erfordert, woraus sich ohne weiteres die Schluhfolgerung ergibt, dah eine vielseitige Erzeugungssteigerung eine glatte Unterbringung gewährleistet und eine ungesunde Ueber- produktion unmöglich macht.
Weiterhin darf der Bauer nicht vergessen, daß eine ausgeglichene Produktionssteigerung in den verschiedenen Zweigen seines Betriebes die beste Versicherung gegen die unberechenbaren Einflüsse des Wetters und gegen Wetterschäden ist. Jeder Bauer wird wohl beobachtet haben, daß dasselbe Wetter auf die verschiedenen Arten von Kulturen und Früchte des Ackers nicht die gleiche Wirkung ausübt. Es ist daher auch ganz logisch, wenn stets diejenigen Betriebe am besten daran sind, die eine möglichst vielseitige Anbaupolitik treiben.
Schließlich muß noch der Bauer an eins denken: Deutschland ist heute ein armes Land, und die Kaufkraft der Bevölkerung verhältnismäßig beschränkt, weswegen auch jeder Preisbesserung für landwirtschaftliche Erzeugnisse bestimmte Grenzen gesteckt sind. Nun erhält aber der Bauer durch die eingeleitete Erzeugungsschlacht die Gelegenheit, eine weitere Steigerung seiner Einnahmen durch die Erhöhung seiner Leistungen — d. h. durch den Mehrabsatz von Produkten und bessere Ausnützung seiner Produktionsmöglichkeiten — zu erzielen.
Rlil der Durchführung der Erzeugungsschlacht ist also bei richtiger wirtschaftlicher Einstellung des Bauern eine entsprechende Erhöhung des Lohnes für die geleistete Arbeit und die Steigerung seiner Einnahmen unbedingt verbunden.
Der Bauer muß diese Möglichkeiten der Einnahmesteigerung in der Erzeugungsschlacht wahrnehmen. Bessere Einnahmen können ihm doch auch auf die Dauer die Ausnahme von Krediten ersparen und die Schaffung einer Sparfumme für die Ausrüstung und Versorgung seiner Kinder sicherstellen.
ausgegeben. Nach Erledigung der Tagesordnung blieb man noch einige Stunden gemütlich beisammen. — Am Samstagabend veranstaltete die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Döllschen Saale einen karnevalistischen Kappenabend. Unter Mitwirkung des Mainzer Ansagers Haut und feiner Humoristen nahm der Abend einen glänzenden Verlauf. Gesangs- und verschiedene karnevalistische Vorträge brachten die Lachmuskeln oft in Tätigkeit. Weiter wurde ein Theaterstück, sowie verschiedene Tänze vvrgesührt. Tanz beendete den Abend.
ss. Grebenau, 14. Febr. Nachdem die H o l z - hauerarbeiten in sämtlichen dem Hessischen Forstamt Grebenau unterstellten Gemeindewaldun-s
gen zu Ende sind, konnte ein großer Teil der Holzhauer in der ersten Notstandsmaßnahme 1 9 3 5 im Staatswald des Forstamts Grebenau eingestellt werden. Genehmigt sind bei dieser Maßnahme vom Arbeitsamt Gießen 3100 Tagewerke mit einem täglichen Förderungssatz von 3 Mk. Sämtliche Arbeiten erstrecken sich auf Wegebau. Bei dieser Maßnahme können etwa 40 bis 60 Arbeiter längere Zeit beschäftigt werden. Neben dieser Maßnahme sind Notstandsarbeiten in der Gemeinde Schwarz mit rund 1400 Tagewerken genehmigt worden. Auch hier handelt es sich ausschließlich um Wegebauarbeiten. Durch beide Maßnahmen ist es möglich, sämtliche Leute in unserer Gegend in Arbeit und Brot zu bringen.
General-Litzmann-Straße in Bensheim
LPD. Bensheim, 14. Febr. Der Stadtrat von Bensheim hat beschlossen, eine Straße nach dem General Litzmann, dem Löwen von Brzeziny, zu benennen. Ferner soll eine weitere Straße zur Erinnerung an die Saarabstimmung Saar- Straße genannt werden .
Der letzte Leinenweber des Odenwaldes gestorben.
LPD. Birkenau, 14. Febr. Nach längerer Krankheit ist gestern morgen der Leinenweber Joh. Weber VI. gestorben. Weber war der letzte Leinenweber des Odenwaldes, der fein Gewerbe noch bis vor kurzem ausübte. Der 69 Jahre alt gewordene Handwerker war weit über feine Heimat bekannt; von überall her kamen Be-
"(Ein hübsches Geschenk für jeden Sammler find die IVohlfahrlsbriefmarken der schaffenden Stände.
sucher, die den Leinenweber bei feiner Arbeit sehen wollten. Vor einiger Zeit wurde der alte Leinenweber auch von einem Filmoperateur ausgesucht, um die aussterbende Zunft im Bilde festzuhalten. Der Webstuhl des Leinenwebers wird nun für immer stillstehen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
< Groß-Rechtenbach, 14. Febr. Zu Gunsten des Winter Hilfswerkes 1934/33 veranstaltete die Spielschar Weidenhause n im Saale der Gastwirtschaft Beppler einen Deutschen Abend. Ortsgruppenleiter Lang (Groß-Rechtenbach) begrüßte die Besucher und betonte, daß diese Veranstaltung wieder ein Baustein des Winterhilfswerkes fein möge. Volksschullehrer Schneider von Weidenhausen leitete dann das Gudrunspiel mit einer kurzen Ansprache ein, Das Spiel behandelte die Treue der deutschen Frauen. Lieder und Gedichte verschönten den übrigen Teil der Veranstaltung. Ein weiteres Spiel, das dis Aufopferung der deutschen Frauen zeigte, sand ebenfalls reichen Beifall der Zuschauer. Ortsgrup- penleiter Lang schloß dann die Feier in der üblichen Weise. Das Horst-Wessel-Lied und das Deutschland-Lied beendeten die eindrucksvolle Kundgebung.
Kreis Warburg.
< Sichertshausen, 14. Febr. Bei der Holzversteigerung der hiesigen Waldge- nossenschaft wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheite 18 Mark, Buchenknüppel 15, Eichenknüppel 12, Kiefernknüppel 7,50 je zwei Raummeter. Buchenreisig kostete 9 Mark, Eichenreisig 7 je zehn Raummeter. Buchenschnittstämme kosteten pro Festmeter 20 Mark, Eichen-Wagnerholz 12 bis 15. Fichtenstangen 1. Klasse 1 bis 1,35 Mark, 2. Klasse 0,70 bis 0,80, 3. Klasse 0,40 bis 0,50, 4. Klasse 0,25 bis 0,30, 5. Klasse 0,15 bis 0,25, 6. Klasse (Bohnen- stangen) 0,10 bis 0,13 Mark.
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Am Samstag, dem 16. Februar:
ockbierfest
I^eichsbund Volkstum und Heimat^ Samstag, den 16. syebruar 1935, 20« Uhr, im Katholischen Vereinshaus:
HeitererFamilienabend unter Mitwirkung des hessen-nass. Mundart- dichters Rudolf Dieb und unseres Volkstanzkreises unter Leitung von K. Benk. 876d
Eintritt s. Mitgl. 25 Pf., für Nichtnutglieder 50 Ps.
Alle Aufw.-Gläubiger unserer Kasse, deren Bücher noch nicht vorgelegen haben, bitten wir, dieselben ols 15. Vlärz 1935 zur Abstempelung vorzulegen.
Nach diesem Datum werden die kleinen Beträge unter Abzug von Kosten und Porti durch die Post zugesandt. 880D
Großen-Linden, 10. Februar 1935.
Spar- und Dorschußverein AG.
________ Frankfurter Straße Nr. 68.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Großen-Linden für das Rechnungsjahr 1935 liegt vom Samstag, 16. Februar, an acht Tage lang auf der Bürgermeisterei Großen-Linden zu jedermanns Einsicht offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 8870
Großen-Linden, 15. Februar 1935.
Bürgermeisterei Großen-Linden; Lang.
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Samstag, den 16 Februar.-
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Samstag, den 16. Februar 1935, die
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. * § ■ ... ... Warum trägst Dum näßt?
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