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§reitag,15.8ebruar 1935
185. Zahrgang
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Oer Führer eröffnet die Berliner Autoschau
Durch Leistung und Gemeinschaftsarbeit zur Motorisierung Deutschlands.
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Deutschland ist stolz aus seine Aulomobilindustrie
Das deutsche Volk ist zufriedener als zuvor, arm ist es an Gold, doch an Kräften reich, es ist fröhlich, weil nun d i e Arbeit wieder Sinn hat, es ist stolz, weil die solange unterdrückte Liebe zur Heimat wiedererweckt wurde, und es ist glücklich, weil es für alle endlich wieder ein großes Ziel ist: ein hochgemutes aber arbeitsames, ein wehrhaftes aber friedliebendes Vaterland. Fragt Männer und Frauen aller Stände, fragt jung und alt, fragt, wen ihr wollt, alle werden freudig antworten im Sinne der Worte des Führers: „Es ist herrlich, in einer Zeit zu leben, die den Menschen große Aufgaben stellt."
der Exportkasse einer Kürzung seiner Verdien st spanne zugestimmt hat, bezeugt
er damit den Dank für die wohlgelungene Ordnung auf dem Automobilmarkt. Was man im Auslande vergeblich versucht, was man dort als undurchführbar abgetan hat, in Deutschland unter nationalsozialistischer Wirtschaftsführung ist es gelungen.
Internationale Geltung haben unsere neuen Rennwagen erlangt. Bei den zwölf wichtigsten großen Rennen Europas im Jahre 1934 stiegen am Schluß d i e deutschenFahnen an den Siegermasten hoch. Siegreich auch unsere Sport- und Tourenwagen, die Adler, Opel, BMW., Röhr, Hansa- Lloyd, Hanomag, Stoewer, DKW., Wanderer, Mercedes, in zahlreichen Konkurrenzen.
Eine Aufgabe aber, die uns der Führer im Vorjahre gestellt hat, die Aufgabe, „den Wagen zu konstruieren, der zwangsläufig eine Millionen- schicht neuer Käufer erschließt", haben wir noch nicht lösen können — den Volkswagen bringt diese Ausstellung nicht. Eine Gemeinschaftsarbeit hat sich ergeben, deren große Tragweite noch gar nicht abzusehen ist. Wir haben bedeutende Mittel aufgebracht und die Konstruktion in bewährte Hände gelegt. Die Arbeit ist vorgeschritten, drei verschiedene Modelle sind im Bau, wir
Der Führer und Reichskanzler eröffnet dann die Ausstellung mit einer Ansprache, in der er folgendes ausführte:
Männer und Frauen!
Als ich am 11. Februar 1933 zum ersten Male die Ehre hatte, von dieser Stelle aus zu sprechen, befanden sich der deutsche Verkehr und die deutsche Verkehrswirtschaft in einem fast unaufhaltsam erscheinenden Niedergang. Während über 6 Millionen Menschen ohne Erwerb und eigenen Verdienst die immer kleiner werdende Zahl der noch produktiv Schaffenden auf das schwerste belasteten, ging eine Industrie nach der anderen dem Zusammenbruch entgegen. Besonders grauenvoll wirkte sich dieser in derVerkehrswirtschaft aus. Eine Industrie, die in anderen Ländern an der Spitze der produktiven Arbeit stand, schien in Deutschland langsam einzugehen. Der Verkauf von 46 000 Wagen in einem Jahr war noch nicht einmal genügend, den jährlichen Abgang von der an sich so bescheidenen Zahl unseres Kraftwagenbestandes auszugleichen. Von einer Vermehrung unserer Motorfahrzeuge konnte keine Rede mehr sein. Diese Entwicklung war aber zugleich ein beängstigendes Symptom für die immer mehr um sich greifende allgemeine Lähmung und schien geradezu denen recht zu geben, die planmäßig und bewußt im deutschen Volk einen Minderwertigkeitskomplex hochzüchten wollten. Nun mögen wohl alte Industrien und Erwerbszweige auch wieder absterben, allein es ist traurig, wenn ein Volk keinen Anteil mehr nimmt an einem sonst fast überall in junger und frischer Entwicklung begriffenen Wirtschaftsteil, und es ist doppelt schlimm, wenn dadurch eine solche zukunftsreiche Wirtschaftsbelebung nicht nur zum Stillstand kommt, sondern am Ende sogar noch zu- rückgeht.
gab seiner Freude Ausdruck, den Führer und Reichskanzler zum drittenmal an dieser Stelle begrüßen zu können. Nach einem Hinweis auf die Tatsache, daßvor50Jahren im Frühjahr 1885, Carl Benz den ersten Kraftwagen der Welt zum Lausen gebracht hatte, fuhr der Redner fort: Die deutsche Automobilindustrie kann in diesem Jubiläumsjahr d e n Re ko r d d e s A b - s atz e s aufweisen, brachten doch die letzten zwölf Monate eine Umfatzhöhe, wie sie bisher Nicht erreicht worden ist. Die Ersatzbeschaffungsmaßnahmen der Regierung hatten die Wirkung, daß unsere Werke auch im Winter gut b e s ch as t i gt waren, ja, der De z e m b e r, sonst stets der schwächste wurde in bezug auf Auftragseingänge einer der besten Monate des ganzen 3.af)re5.J)er Januar 1935 ergab an Zulassungen für Personen kraftwagen das Viereinhalbfache für Last- waaen das Fünffache des Januar s 1 9 o 3. Von einem Jnlandabsatz von 44 ^0 Automobilen im Jahre des Tiefstandes 1932 auf , 1.59 000 imJahre 1934, das bedeutet eine Verdreiemhalbfachung von 36 000 Motorrädern auf ^ 000 kann es ein glänzenderes Zeugnis geben für die Kraft n tionalfozialistifcher Wirtschaftsführung?
Es ist uns gelungen, die Ausfuhr von Lastwagen um rund 4 v. h-, die von Per- fonenwagen um 24 v. h. zu steigern; doch das genügt uns nicht. Wir wissen, daß wir tn Konstruktion und Qualität führend find in der Welt, man gibt das draußen zu, aber was nützt uns bloße Anerkennung, von schönen Worten kann kein Schornstein rauchen. Wir brauchen g e st e i g e r t e A u s f u h r, um ausländisches Rohmaterial kaufen zu tonnen. Daher ist die Aulomobilindustrie zur S e l b st h i l f e geschritten. Sämtliche Fabriken, auch die nicht oder wenig exportierenden, haben einmütig beschlossen, bedeutende Wittel in eine Ex portkasse zu zahlen, die den exportierenden Werken ermöglichen soll, dem Wettbewerb auf dem Weltmarkt zu begegnen. Treu steht der deutsche Automobilhandel seiner Industrie zur Seite; indem er zugunsten
haben gute Hoffnung, daß der große Wurf gelingen wird, aber es wäre leichtfertig, ohne genügend lange und scharfe Erprobung mit den Konstruktionen herauszukommen. Gelingt technische und wirtschaftliche Bezwingung der Riefenaufgabe, fo wird der Volkswagen nicht allein breite Schichten unseres Volkes erfassen, er wird auch ein Exportobjekt von größter Bedeutung werden.
Seien Sie überzeugt, mein Führer, daß Sie uns nicht kleinmütig finden werden, daß wir den sehnlichen Wunsch haben, unseren Dank für die ftarfe Förderung durch Bewältigung der schwierigsten aller Aufgaben zu erweisen, daß wir mit allem Eifer arbeiten und auch im Dollbewußtsein der wirtschaftlichen Verantwortung.
In unserem Lande wurde der Kraftwagen erfunden. Die Namen Daimler und Benz gehören zu den großen Verkehrspionieren der Menschheit! Das deutsche Volk selbst besitzt im Durchschnitt eine außerordentlich hohe t e d) - nische Fähigkeit und Veranlagung. Unsere Ingenieure gehören und gehörten zu allen Zeiten zu den tüchtigsten und fähigsten Technikern der Welt. Der deutsche Arbeiter wird gerade in seinem Oualitätswert von keinem anderen Arbeiter übertroffen. Der Wagemut unserer Unternehmer hat uns auf vielen anderen Gebieten die größten wirtschaftlichen Einrichtungen aufgebaut. Auch die Art unserer Besiedlung läßt von vornherein auf ein großes Verkehrsbedürfnis schließen.
Die deutschen Reichsbahnen z. V. waren vergleichsweise nicht nur die größten, sondern auch weitaus mustergültigsten Anlagen. Warum soll nun unser Volk, das in seinen Eisenbahnen, in seinen Schiffahrtslinien und seit den letzten V/z Jahrzehnten auch in seiner Luftpost eine außerordentliche Intensität des Verkehrs entwickelt hat, gerade mit dem Verkehrsmittel in einem entwürdigenden Rückstand bleiben, das es einst selbst erfunden hat?
23 e rH n, 14. Febr. (DNB.) Das Herz von Berlin j scheint am Donnerstagvormittag auf dem riesigen Ausstellungsgelände der Reichshauptstadt am Kaiserdamm zu schlagen. Nach letzten unermüd- | liehen nächtlichen Arbeiten ist hier heute auf 70 000 Quadratmeter Fläche die größte Autoschau jder Welt fertiggestellt worden. Die ganze Umgebung weist auf "einen großen Tag hin. Zu Hunderten" und tausenden schlängeln sich die Automobile auf den vielen Zufahrtsstraßen nach dem Messe- gelände, verstopfen zeitweilig die Straßen, um dann im Nu die großen Parkplätze ringsherum zu füllen. Die Nummernschilder an den Fahrzeugen zeigen, daß sie aus allen Landen Deutschlands und vielen ! ausländischen Staaten kommen. Das größte Interesse richtet sich naturgemäß auf die Autohalle I, in der d e r Eröffnungsakt abgehalten wird. Die Außenseite ist vollkommen hinter Tannengrün (versteckt. Herrliche Blumenausschmückungen zieren I das Innere der Ehrenhalle, die in riesigem Ausmaß von der eigentlichen Ausstellungshalle abge- i schlagen ist und ein Musterbeispiel architektonischer | Schöpfung darftellt. An der Stirnseite erhebt sich ! das Podium für die Ehrengäste und für das Red- | nerpult. Den Hintergrund bildet ein roter Tuchvorhang, und ein silbernes, etwa 20 Meter breites j Hoheitszeichen scheint über dem Ganzen zu schweben.
Diese Halle ist zugleich auch als Ehrenhalle des deutschen Konstrukteurs und Arbeiters gedacht. An den Wanhseiten der Ehrenhalle sind "sämtliche Siege und Weltre- korde aus dem Jahre 1934 verzeichnet, und auf einer besonderen Platte stehen die großen historischen Siege, die bisher der deutsche Automobilsport errungen hat.
Inzwischen füllt sich immer mehr der Ehrenraum mit Taufenden geladener Gäste. Man bemerkt fast sämtliche R e i ch s m i n i st e r, die Botschafter von Frankreich, England, Italien, Polen und Spanien, sowie fast sämtliche Gesandte; ferner samt- | liehe Reichs- und Gauleiter, den Reichsfuh- rer der SS. Himmler, den Chef des Stabes der SA. Lutze, den Reichsorganifationsleiter Dr. Ley, Reichsjugendführer Baldur von Schirach, die Reichsstatthalter, weiter den Chef der Heeresleitung General von Fritsch, den Chef der Marineleitung Admiral Rae der, den Chef des Kraftfahrwesens der Reichswehr Generalleutnant Lutz, den Generaldirektor der Reichsbahn Dr. Dorpmüller, den Generalinspektor des deutschen Straßenwesens Dr. Todt, sowie führende Persönlichkeiten der Wirtschaft und Industrie.
Der Führer und Reichskanzler wird bei seiner Ankunft von dem Präsidenten des Reichsverbandes der deutschen Automobilindustrie, All- m e r 5 und dem Korpsführer des NSKK., Hühnlein begrüßt. Unter den Klängen des Präfentiermarsches "schreitet der Führer die NSKK.-Formatio- nen ab und unterschreitet unter den Klängen der „Kreuzritter-Fanfaren" den Raum zu feinem Platz auf dem großen Podest.
Der Präsident des Reichsverbandes der deutschen Automobilindustrie, Geheimrat Dr. Atlmers,
Wenn ich damals von dieser Stelle aus die Entschlossenheit des neuen Regimes verkündete, dem langsamen Verfall unseres Kraftverkehrs Einhalt zu gebieten, dann war ich mir darüber klar, daß eine solche Wendung nur im Rahmen einer allgemeinen Wiederbelebung unserer Wirtschaft gelingen kann. Aber wenn die Gesundung unseres Kraftverkehrs und der an ihm beteiligten Wirtschaft nur in Verbindung mit einer allgemeinen Belebung stattfinden kann, darf man auch umgekehrt nicht vergessen, daß diese allgemeine Wiederherstellung unseres wirtschaftlichen Lebens mißlingen müßte, ohne die einzelnen Teilmaßnahmen zur Heilung wirtschaftlicher Schäden auf den verschiedenen zahlreichen Einzel- gebieten.
Wenn mir nach knavp zwei Jahren in der Förderung des deutschen Automobilwesens so große und durchschlagende Erfolge aufzuweisen vermögen, dann soll man erkennen, daß dies nicht einem Zufall oder einer Hexerei zu verdanken ist, sondern einem sehr umfassenden Angriff gegen bestimmte Ursachen des früheren Verfalls auf diesem Wirtschaftsgebiet einerseits und einer Reihe weiterer Maßnahmen, deren Wirkung aus dem Gefamtzufammenhang dieser Aktion rein psychologisch schon nicht wegzudenken ist.
Die Automobilfabrikation nimmt mit ihren Nebenindustrien eine sehr entscheidende Schlüsselstellung ein. Die durch sie in Verkehr gesetzten Werte erreichen in den meisten Staaten hohe Prozentsätze der in der Wirtschaft fließenden Gesamtsummen. Warum gerade in Deutschland die Entwicklung dieser Industrie so ungünstig verlief, ist auf "ben ersten Blick schwer verständlich.
Die Gründe kennen, heißt hier die Voraussetzung schaffen für die Beseitigung dieses unmöglichen Zustandes. Wenn der Weltkrieg durch seine Ab chließung Deutschlands von den übrigen Volk-m sowohl als durch die Stellung ganz besondrer und andersgearteter Aufgaben uns zum ersten Male aus dem Rahmen, dem Fluß der internationalen Entwicklung dieses Verkehrsinstrumentes h e r a u s r i ß , dann war es nach ihm der Vertrag von Versailles, der durch ferne moralische, politische und -wirtschaftliche Erdrosselung Deutschlands die nachfolgenden Bedingungen für den Zusammenbruch unserer Automu- bilwirtschaft schuf. Unkluge Maßnahmen der Regierungen taten im Bunde mit einer zur Primitivität hinsteuernden marxistischem Weltanschauung das übrige, um Produktion und Käufer zu bedrücken und abzuschrecken.
Ich habe Ihnen, meine Herren der Kraftver- kehrswirtfchaft, daher vor zwei Jahren meine Muffaffungen über dieses Problem offen mitgeteilt und angegeben, was meiner Ansicht nach zur lieber* Windung dieses Zusammenbruches wird geschehen müssen. Es waren eine Anzahl von Maßnahmen, teils wirtschaftlichen, teils psychologischen Charakters, die — und dies möchte ich heute besonders laut betonen — nur bei gemeinsamer Inangriffnahme und Durchführung eine Behebung dieser Not schaffen konnten.
Wenn das erste, was getan werden mußte, die Beseitigung der zum Teil geradezu unvernünftigen behördlichen Hemmungen sowie die Abschaffung einer Anzahl wahrhaft verkehrsmörderischer Beladungen war, dann war aber nicht minder wichtig die allgemeine Wiederherstellung des $ e l b ff o erfreuens unseres Volkes und in diesem besonderen Fall die wirkungsvolle demonstrative Hervorhebung und Unterstreichung dieser uns gestellten Aufgabe sowie die sichtbare Feststellung der volkswirtschaftlichen Bedeutung derselben.
Ich hielt es daher damals für notwendig, daß parallel der Entlastung des Kraftwagenverkehrs von den staatlichen Bedrückungen eine bewußte Förderung desselben in der Form eines pfycho- logisch wirksamen Anreizes durchgeführt werden muß. Die Stärkung des Automobilfpor - - tes gehört in das Kapitel der Wiedererweckung des Interesses der Nation an diesem wunderbaren Instrument modernster Derkehrstechnik der Menschheit. Aber ebenso ist dann notwendig der Bau eines Straßennetzes, das ja eine der Voraussetzungen für eine wirklich zukunftsreiche Modernisierung unseres Verkehrs überhaupt ist. Ein Kraftwagenbestand von 2 bis 3 Millionen Wagen führt unter Zugrundelegung unseres bisherigen in Trassierung und Material ungeeigneten Straßennetzes eher zu einem Verkehrsverfall als zu einer Verkehrsverbesserung.
Wenn wir bedeuken, daß in der deutschen Auto- mobilinduslrie und in den Zubehör- und Reparaturwerkstätten sowie im Baugewerbe, das für Fabriken und Garagen tätig ist, jährlich schon jetzt über 600 000 Menschen beschäftigt sind, und wenn wir zu ihnen noch rechnen die rund 400 000 direkt oder indirekt am Bau der Reichsautobahnen und am Ausbau unserer Straßen Beschäftigten, dann ergibt dies eine Zahl von rund einer Million Menschen, die heute in dieser Wirtschaft ihr Brot verdienen.
Bei einem Andauern der früheren Verhältnisse würden vielleicht keine 20 v. H. von dieser Zahl Arbeit und Auskommen finden, d.h. die gesamte Krafts verkehrswirtschaft, einschließlich den Straßenbau, entlastet dasReich umwinde st ens4 bis 500 Millionen Mark dank der heutigen Ent<
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