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mußten.

Kreis Büdingen.

'JlüdiDriid oerbolen!

8 tforneftung

noch nicht.

kannt. Den Kasienbericht, der mit einem Ueberschuß von ca. 50 RM. endete, erstattete der Kassierer Wilhelm Grieb. Die Kasse wurde von den Mitglie­dern Karl Faber und Ernst Z e i ß geprüft und für richtig befunden, worauf dem Kassierer, sowie dem Gesamtvorstand Entlastung erteilt wurde. Den Kontrollbericht über den Besuch der Singstunden gab der 2. Vereinsführer Wilh. Kleindienst be­kannt. Es wurde dann beschlossen, in diesem Jahre wieder einen Familienabend zu veranstalten. Der Dereinsführer gab noch einen kurzen Rückblick über das abgelaufene Jahr. Er sprach allen denen, die ihm im vergangenen Jahre mit Rat und Tat treu zur Seite standen, insbesondere dem lieben Dirigen­ten Georg Same s für seine unermüdliche Tätig­keit im Verein, den herzlichen Dank aus. Mit drei- fachem Sieg-Heil auf das deutsche Lied, unser ge­liebtes Vaterland und unseren Führer Adolf Hlt- ler , sowie dem Gesang des Deutschlandliedes und des chorst-Wesfel-Liedes fand die gutoerlaufene Ver­sammlung ihren Abschluß. Die Eintopfer- sparnisse vom Sonntag, die vom BdM. ge­sammelt wurden, brachten den Ertrag von 53,60

tz. Nidda, 14. Jan. In unserem Städtchen von etwa 2600 Einwohnern wurden im Jahre 1934 23 Ehen geschlossen (1933: 27) und 34 (22) Kinder geboren. Demgegenüber sind 30 (21) Sterbefälle

da er früher schon einmal sich ähnliche Unredlich­keiten hatte zuschulden kommen lassen, der Polizei übergeben.

cxd Ettingshausen, 14. Jan. Bei der Hol z- oersteigerung wurden gute Preise erzielt. Es kosteten pro Raummeter: Buchenscheite 8 bis 9 RM., Buchen-Stammknüppel 7 bis 8 RM., Buchsnknüppel 5,50 bis 6,50 RM., Kiefernknüppel 3 bis 4 RM., Fichtenknüppel 3 bis 4 RM., Buchenwellen erzielten je 50 Stück 8 bis 9 NM.

y Großen-Linden, 14. Jan. Gestern fand die Jahreshauptversammlung des Eisenbahn­oereins Großen-Linden und Umgegend im Saale des GasthausZur Linde" statt. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer, Reichs- bahnsekretär Daniel Spehrer, fand die Ehrung der Mitglieder Ludwig Hantel, Karl Junker und Wilhelm Weber statt, die 25 Jahre im Dienste der Reichsbahn stehen. Zur Erinnerung wurden den Jubilaren Gedenkblätter überreicht. Anschließend erstattete der Vereinsführer den Jah­resbericht. In drei Fällen hatte die Bezirksfürsorge hilfespendend eingegriffen, und mehreren in Not geratene Vereinsmitgliedern war Unterstützung

Gerlinde konnte nicht einen Finger rühren. Schweigend sah sie zu, wie Lotte den Deckel hob und...

Ah!"

Der kostbare Fehmantel lag darin, den Gerlinde gestern vorgeführt, und wegen dessen sie heute von Ria Velten so häßliche Worte gehört hatte.

Süßes, er schenkt dir diesen herrlichen Mantel. Linde, du Glückspilz, er ist in dich verliebt! Ach, du bist ja beneidenswert glücklich!" Sie überstürz­ten sich in ihren Beteuerungen.

Gerlinde aber stand unter ihnen steif wie em Pfahl. Plötzlich aber legte sie den Kopf auf bte Tischplatte und brach in lautes Schluchzen aus.

Das wagt er mir zu bieten dieser fremde Mensch, der mich gar nicht kennt, und den ich nicht kenne. Einen Pelzmantel wagt er mir zu schicken ... Was denkt er von mir?"

Kind, beruhige dich doch!" tröstete die blonde Erna, obgleich sie sich gestehen mußte, daß sie Ger­linde S^inbrück überhaupt niete begriff. Sie hatte ihrer Meinung nach selig sein müssen

Gerlinde aber beruhigte sich nicht. Vielleicht war auch zuviel auf sie einqestürmt in den wenigen Tagen, nachdem ihr Leben vorher so ganz ruhig und gleichmäßig verlaufen mar *

Hier kann nur Fraulein Scholz helfen , sagte Lotte endlich. Selbst ihr Mundwerk war jetzt am Versagen. v _ f. .

Inzwischen aber geschah etwas anderes. Gerlinde wurd- in die Direktion gerufen. Sie erschrak furcht­bar. Dann aber raffte sie sich auf, spülte das ver­weinte Gesicht mit eiskaltem Wasser und stürzte hinaus. t

Der Abteilungschef aus der Pelzwarenabteilung hatte natürlich den außerordentlichen Vorgang ge­meldet. .. .. .

Liebes Fräulein Steinbruck", empfing sie der Pr'ovagandachef, der sie damals engagiert hatte, mit freundlichem Gesicht,Sie haben ja schon aller­hand erlebt, seit Sie bei uns hier eingetreten sind.

Gerlinde lächelte. Das fand sie allerdings auch.

Zunächst das große Glück mit dem Auto und jetzt ich meine heute schenkt Ihnen ein Kunde von uns diesen herrlichen Pelzmantel. Ich hoffe, daß Sie sich recht gefreut haben. Das kommt doch wirklich nicht aNe Tage vor."

Gerlindes Gesicht aber hatte sich im Moment ver­wandelt:

,Verzeihen Sie, bitte, vielmals, aber ich kann em solches Geschenk nicht annehmen. Niemals!" kam es fest von den feinen Mädchenlippen.

Donnerwetter!" Der Propagandachef pfiff durch die Zähne. Das Mädchen fing an, ihm zu impo- > nieren. Jede andere hätte wahrscheinlich einen Luft­sprung gemacht vor Freude, und diese hier lehnte kategorisch ab. , , .

Ich hoffe, daß Sie sich die Angelegenheit noch ein- l mal überlegen. Es ist nicht nur einer unserer besten

Kunden, den wir dadurch, daß Sie ablehnen, ver-

> Holzheim, 13. Jan. Am Samstag fand die Holzversteigerunq im hiesigen Gemeind^ und Markwald statt. Die Preise waren ziemlich hoch. Der Durchschnittspreis betrug für zwei Raum­meter Buchenscheitbolz 23 RM., Buchenknuppel 16 RM., 50 Buchenwellen 7 bis 10 RM. Am Sams­tagabend fano die diesjährige Generalversammlung des GesangvereinsHarmonie" im Ver­einslokal bei Gastwirt und Dirigent Sarnes statt. Nach ein"M schön vorgetragenen Chor eröffnete der Vereinsführer, Landwirt Heinrich Jung, die Ver­sammlung. Dann gedachte der Vereinsführer der Verstorbenen des vergangenen Jahres, wobei sich alle Anwesenden von ihren Plätzen erhoben. Den Jahresbericht gab Schriftführer Denhardt be-

Was soll ich denn mit einem Auto? ROMAN VON KÄTHE METZNER.

Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.).

Der Abteilungschef war zum zweiten Male an diesem Tage sprachlos. Endlich wagte er einzu­werfen:

Wann dürfen wir den Mantel dem gnädigen Fräulein zusenden?"

Jetzt lächelte Gersheim wie ein Junge.

Nein, nicht so... Sie haben ja gesehen, daß die Dame feinen Wert mehr auf diesen Mantel legte. So möchte ich ihn derjenigen schenken, für die er fast gearbeitet zu sein scheint: der jungen Dame, die ihn gestern und auch heute vorsührte."

Wie meinen Herr Baron? Verzeihung, habe ich recht verstanden? Der jungen Dame, die..."

Ja, derselben. Wie heißt sie?"

Fräulein Fräulein Steinbrück." Der Abtei- lun'qschef war ganz nervös. Das hatte er noch nicht erlebt, solange er bei der Firma war. So etwas

Buß, EP. (zweimal), 2. P. (zweimal), 3.P. (zwei­mal): Otto Kreuder, EP., 1. P. Japaner: Walter Horst, EP. (dreimal), 1. P. (dreimal), 2. P. (drei­mal) 3. Preis (zweimal). Alaska: Hch. Röder, EP. (zweimal) 1. P-; Minna Oswald, EP.; Konrad Biedenkopf, l.P-, 2. P- (zweimal): H. Keller, 2.P. Ga Buß, 3. P. Marburger Feh: Paul Friedrich, 1 Preis. Gelbsilber: Karl Wagner, 1. P. (zweimal), 2 Preis. Schwarzloh: Ehr. Stühler, EP. (zwei­mal) 1 D 2. P. (zweimal); Karl Henkel, 1. Preis; Karl Repp, 1-P-, 2. P. Russen: Karl Repp, 2. P. (zweimal). Angora: Walter Horst, EP., l.P. (drei­mal), 2. P-; Christian Stühler, 2. Preis.

Ergebnisse der Jugendgruppe: Ha­vanna: Hans Buß, 3. P. Alaska: Heinz Röder, I.P.; Hermann Hagen, 1. P., 2. P.; Otto Schön­hals, 2. P. Marburger Feh: Hans Buh, 2. Preis. Schwarzsilber: Hans Buß, l.P. Braunsilber: Emil Buß, l.P. (zweimal). Schwarzloh: E. Buß, l.P. Deutsche Widder: Walter Wagner, 3. P. Hermelin: Emmi Horst, l.P. (zweimal).

Landkreis Gießen.

= Wieseck, 14. Jan. Die hiesige Orts­bauern schäft hielt am Samstagabend im Saale der Wirtschaft Keller die erste Winterversammlung ab, um Aufklärung über die vom Reichsnährstand eingeleitete Erzeugungsschlacht zu erhalten. Nach herzlichen Begrüßungsworten durch den landwirt­schaftlichen Ortsfachberater Rodenhausen sprach Landwirtschaftsassessor Dr. Lutz von der Bäuer­lichen Werkschule Gießen über das Thema:Die zweite Welle der Erzeugungsschlacht." Er führte u. a. aus: Die Erzeugungsschlacht will eine Er­

höhung der Erträgnisse des deutschen Bodens und damit eine Verbesserung des deutschen Kulturlandes überhaupt. Wenn dann noch durch die Maßnahmen des Arbeitsdienstes die Millionen Hektar ungenutzt liegenden Sumpf- und Moorgeländes innerhalb der Reichsgrenzen anbaufähig gemacht sein werden, wird das deutsche Volk schollenährig geworden sein. Eine solche voll ausgenutzte Landwirtschaft wird nicht nur eine Stärkung des Binnenmarktes bedeu­ten, sondern auch das stärkste Rückgrat der erneut im Aufblühen begriffenen deutschen Industrie sein. Bis zur Machtübernahme durch die neue Regierung wurden der deutschen Volkswirtschaft alljährlich ge­waltige Geldmittel zur Einfuhr ausländischer Futtermittel entzogen, die oft eine Milliarde Mark überschritten. Viele dieser vornehmlich eiweißhal­tigen Futterstoffe können durch einheimische ersetzt werden. Mehr als seither müssen die Wiesen, die Mütter des Ackers, in Pflege genommen und neben einer richtigen Regelung der Wasserverhältnisse eine planmäßige Düngung durchgeführt werden. Auch dem Klee- und Luzernebau muß der Bauer mehr Aufmerksamkeit widmen. Um die Grünfuttermittel in Zeiten des Ueberflusses vor dem Verderben zu retten und deren Nährwert zu erhalten, sind Silo­anlagen notwendig, bei deren Errichtung seitens der Reichsregierung Zuschüsse gewährt werden. Nötig ist auch eine richtige Fütterung, da nur vom Lei­stungsfutter Erträge zu erwarten sind. Mehr und mehr muß der deutsche Bauer auch wieder den An­bau von Oel- und Gespinstfaserpfanzen betreiben. Während noch um 1870 250 000 Hektar mit Flachs bebaut waren, sind,es jetzt noch kaum 3000. Der Redner erntete für seine klaren Ausführungen rei­chen Beifall. In der Aussprache wurde noch man­che Frage geklärt. Nach herzlichen Dankesworten an Redner und Versammlung wurde die Tagung durch Ortsbauernführer Rodenhausen in üb­licher Weise geschlossen.

* Albach, 14. Jan. Am gestrigen Sonntag ver­anstaltete der Kaninchenzuchtverein im Saale der Gastwirtschaft Will seine dritte lokale Ausstellung. Die Leitung lag in Händen des 1. Vorsitzenden Karl Hermann, der am Nach­mittag in Anwesenheit von Vertretern der Behörde, d-r Schule und zahlreich erschienenen Gästen aus Albach und den umliegenden Ortschaften bte Aus­stellung eröffnete und im Namen bes Vereins seinen Dank aussprach für bte von ben Mitglie­dern gut beschickte unb von Einwohnern unter­stützte Ausstellung. Anschließenb hielt ber Mitbe-

Unb bu willst ihn nicht behalten? Linde, du bist ein Schaf!" Giselas Augen flammten.Siehst du denn nicht, daß er in dich verliebt ist? Er schenkt dir noch mehr. Alles, was du willst. Küken, dann denk an deine arme Schwester!"

Nein, Gisa, denk wie du willst! Ich nehme (eine Geschenke an von einem fremden Manne. Die Rosen hätten mich gefreut und der Brief auch ... Gerlinde atmete tief. Sie ahnten ja nicht, rote sehr sie sich über die Rosen unb ben Brief gefreut hatte.

Nein, Gerlinbe, niemals nimmst bu so etwas an niemals! Ober ich würde mein Kind nicht mehr kennen." Jetzt war die Mutter nicht die blasse, versorgte Frau, jetzt war sie die einstige Komtesse von Nyssen, in der der ganze Stolz ihres Blutes lebendig war.

Gerlindes Augen leuchteten. Wir vornehm die Mutter jetzt aussah, wie schön in ihrem Stolz!

Ihr kommt bestimmt nicht weiter. Ich weiß nicht, woher ihr beide das habt. Bettelarm und stolz rote die Grafen Daß Muttchen eine geborene von Nys­sen ist, dafür können mir nichts kaufen, unb davon finb mir bisher noch niemals satt geworden, wenn Linde ietzt nicht das Geld verdiente als Mannequin und sie nun dieses fabelhafte Glück gehabt hätte", haftete Gisela heraus.

Mutter unb Gerlinde wechselten einen Blick, den Gisela aber wohl erhascht hatte.

Sihr braucht euch nicht heimlich anzuaucken. Macht, was ihr wollt. Uebrigens, ich habe auch eine Ueberraschung. Untere Meisterin hat mir ein En­gagement in der Verdi-Diele verschafft. Ich tanze dort vom Ersten an jeden Abend drei Soloein­lagen. So das itt mein Anfang!"

In der Verdi-Diele? Hat das Haus einen guten Ruf?" fragte die Mutter schon wieder ängstlich. .

..Ja, Muttchen. Da kannst bu ganz ruhig sein. Dort verkehrt sehr gutes Publikum", antwortete Gisela.

Die Mutter seufzte heimlich. Warum konnte nur nicht einmal alles gut und ruhig sein? Jetzt hätte man aufatmen können. Ein wenig sorgloser wieder leben. Unb nun: Gisela machte ihr mehr Sorge, als sie es Gerlinde anvertrauen konnte.

Ja, unb rote soll ich es mit bem Auto machen, Muttchen? Vielleicht ist sein Angebot höher, als ber wirkliche Wert bes Wagens ist? Ich will mir nichts fch-'nten lassen, auf keine Weife." Gerlinbe sah bte Mutter fragenb an.

ßinbe, mit bir kann man sich überhaupt nicht mehr verstehen. Mach, was bu willst, aber bas eine kann ich bir schon jekt sagen: Zu febem kommt nur einmal das große Glück. Wenn du es jetzt nicht festhältst, bann ist es weg, und du guckst hinterher , eiferte Gisela schon wieder.

Die Schwester aber schwieg. Sie suhlte, Gisela hatte unbewußt die Wahrheit gesprochen. Sie konn­ten sich auch nicht mehr verstehen. Das, was Gisela Glück nannte, war für Gerlinde kein Glück.

(Fortsetzung folgt!)

Gedenkt der hungernden Tiere!

RNchsbund Volkstum unb Heimat Landschaft Rheinfranken-Vassau-hesfen Fachamt Tierschutz.

NIVEA

mild, leicht schäumend, ganz wundervoll im Geschmack

Eine Stunde vor Geschästsschluß brachte ein Boy einen herrlichen Strauß dunkelroter Rosen und ein riesenhaftes Paket in benSptegelfaal , wo die Mannequins gerabe probierten.

Für Fräulein Steinbrück", sagte er mit ver­schmitztem Lächeln unb überreizte Gerlinbe einen Bries, ber markige, vornehme Schriftzuge hrug.

Eine kleine Aufmerksamkeit für bie nutz­losen Bemühungen heute mittag, unb bte er­gebensten Grüße. m

Günter Freiherr von Gersheim.

Gerlinbe hatte das Kuvert geöffnet und starrte fassungslos auf die Zeilen.

Die Kolleginnen umbängten sie unb schauten ih über bie Schulter.

Kinber, bie Welt geht unter! Lotte Mehnert war außer sich.Gersheim ist m unsere Süße DßL$ör auf, Lotte!" Zum ersten Male sahen bie Mädchen die sonst so sanfte Gerlinde erregt.

Einen Augenblick waren sie verdutzt, doch bann lachten sie um so schallenber. ,

Unb unsere Süße in ihn. Oh, gestern n ch konnte sie nicht begreifen, baß ... Unb heute t

Lotte nahm eine Schere, unb schwups, ehe Ger­linbe es verhinbern konnte, hatte sie bie Schn bes großen Pakets zerschnitten. Das war \a ein Karton ber eigenen Firma?

RM. für bas Winterhilfswerk ein.

j) Lich, 14.Jgn. Der Alicefrauenverein L i ch bereitete am Samstag ber Bevölkerung einen erhebenben Abend eigener Art des Frohsinns unb der Heiterkeit in der bis auf ben letzten Platz be­setzten Turnhalle. Nach einleitenden Musikvorträgen der Kapelle Schmidt unb verschiebenen Gesangs­vorträgen des Frauenchores Lick unter Leitung von Frl. M. Jäger wurde unter Der Spielleitung der Prinzessin Elisabeth von Solms- Hohensolms-Lich der SchwankKathrinche von Garbenteich will heiraten", ein Spiel drolligster Einfälle, ungezwungener Heiterkeit und Laune zur Aufführung gebracht. Das Kathrinche in feiner Naivität (allen Lichern noch in lebhafter Erinnerung von dem im Sommer 1933 im Schloßgarten statt­gefundenen Volksfest, und damals, wie heute in natürlicher, herzgewinnender Weise von der Prin­zessin Elisabeth dargestellt) brachte schon durch sein originelles Aeußere, insbesondere jedoch durch seine zwergfellerschütternden Einfälle und Einwände immer wieder die Lachmuskeln der Zuschauer in Bewegung. Auch bie übrigen Darsteller wußten ihren Rollen bie rechte Note zu geben, so baß am Schlüsse bes Spieles allen Mitwirkenben reicher Beifall zuteil würbe. Der Ortsgruppenamtsleiter ber NSV., Pg. Lehrer Nickel, richtete im Anschluß an bie Aufführung noch eine kurze Ansprache an bie Besucher, in ber er ben Spielern ben Dank im Namen ber NSV. aussprach unb gleichzeitig noch einmal auf ben 13. Januar, ben Abstimmungstag im Saarlanb, hinwies. Als Treuegelöbnis erklang bte gemeinsam gesungene erste Strophe bes Saar- liebes. Der Reinertrag ber Veranstaltung fließt bem Winterhilfswerk zu.

Kreis Schotten.

LPD. Schotten, 14. Jan. In bem Kreisort Efchenrob hat sich in ben letzten Tagen die Grippe so stark ausgebreitet, baß bie Schule zunächst auf brei Tage geschlossen werben mußte. Mehr als zwei Drittel ber Schulkinber sind erkrankt. Bei ben .Holzhauern ist ber Ausfall an Arbeitskräften burch bie Krankheit so groß, bag mehrere Holzhauerrotten zusammengelegt werben

burch ben Verein zuteil geworben. Als Verbinbungs- mann zwischen der Eisenbahnfürsorge unb NSV. hat ber Vereinsführer ben Reichsbahnbetriebs­assistenten Pg. Heinrich G ü m b e l ernannt. Die Mitglieberzahl hat sich seit bem Vorjahre von 324 auf 331 erhöht. Vier Mitglieber finb im Jahre 1934 gestorben. Ihr Anbeuten wurde in üblicher Weise geehrt. Der Kassenbericht ergab ein günstiges Bild. Als Ausflugsort ist in diesem Jahre Bad Ems vorgesehen. Dem Winterhilfswerk wurde ein an­sehnlicher Betrag überwiesen. Das Mitglied Lud­wig Langsdorf dankte im Namen der Ver­sammlung dem Vorstand für seine mühevolle Ar­beit. Der Vereinsführer hob in seinem Schlußwort die gewaltigen Leistungen der Eisenbahnen in unse­rem deutschen Vaterlande hervor. Hierbei erinnerte er noch einmal an die ungeheure Inanspruchnahme des Materials unb ber Bediensteten während des Weltkrieges. In zäher Arbeit sei nach den Repa­rationslieferungen von Lokomotiven und Eisenbahn­wagen und den Verschleiß des noch verbliebenen Betriebsmaterials mit dem Wiederaufbau begonnen worden. Heute fei die deutsche Reichsbahn, dank der unermüblichen Tätigkeit aller Bebiensteten wie­der das vorbildliche und sicherste Verkehrsunter­nehmen geworden. Die Eisenbahnvereine hätten hierbei schon seit der Gründung ihre Aufgabe, sozial zu wirken und ihre Mitglieder im nationalen Sinne zu erziehen, stets mustergültig erfüllt. Mit einem Sieg-Heil!" auf den Führer und das VaterlaM) unb mit bem Gesang bes Deutschlanb- unb Horst- Wessel-Liedes sand bie Versammlung ihren Abschluß.

letzen könnten, sondern ich glaube, Sie könnten auch einen Mantel gebrauchen." ,

Ich brauche keinen Pelzmantel. Niemals! Es ist mein letztes Wort. So leib es mir tut, Herr Doktor, Ihnen wibersprechen zu müssen, aber ich glaube, bafj das Verletztsein eher auf meiner Seite liegt. Wie kommt ein fremder Herr dazu, mir solche Geschenke zu machen?" Gerlinde sprach jetzt ganz flüssig.

Doktor Hermann, der Propagandachef, staunte immer mehr. Dieses kleine Mannequin hatte nicht nur bas Aussehen, sondern auch die Art einer jungen Dame aus den allerersten Kreisen.

Es war ihm unmöglich, hier noch ein Wort zu sagen. Im stillen mußte er dem jungen Mädchen, vor dem seine Achtung gewaltig wuchs, recht geben.

,Ich kann Ihre Entscheidung nicht beeinflussen, Fräulein Steinbrück. Ich kann Ihnen nur ben Rat geben, sich alles noch einmal zu überlegen. Vielleicht beschlafen Sie bie. Sache erst mal, ehe Sie etwas Voreiliges tun." Damit war für ihn bie Unterrebung beendet. .

Vielen Dank", sagte Gerlinbe teife unb ging ba- °°,.iin fonberbares Geschöpf", murmelte der Mann. ..Aber wenn unsere Mäbels alle so viel Charakter hätten, stäube es besser um sie."

Gersheims Brief steckte Gerlinbe mit einem legen Seufzer in ihr Täschchen. Und die Rosen? Si» über­legte, doch dann sagte sie sich, baß die Mutter die Blumen so liebte; unb rocnn sie ihr alles erzählte, mürbe sie wohl auch verstehen.

Doch den Mantel ...? Soviel Ne Kolleginnen auch drängten. Gerlinde blieb bart. Keinen Blick warf sie mehr dahin. So hänofe ihn Lotte weg unb gab Fräu­lein Sckolz den Schlüssel zu bem Schwank, in bem sie den kostbaren Mantel verwahrt hatte.

Mit Gerlinde bat sich nvt einem Schlage olles aeänbert", saoten die fünf Mannequins aus bem Modehaus Merkur.Bei uns ist es interessant ge­worden. Jeden Tag vgssiert was."

Nur Gerlinde selbst dachte anders. Gewiß, sie baffe viel erlebt. So viel wie nie zuvor. Aber in ihr hatte sich nichts geändert.

Oder doch? Wollte sie es sich selbst nicht einge­stehen, daß her Blick von Gersheims Augen ihrem Herzen Ne Ruhe genommen hatte?

Ihr Herz hatte gefühlt daß seine Augen traurig blieben, auch wenn sein Mund lachte. Und ihr Herz litt unter diesem seltsom"n Widerspruch, wenn ihr Verstand auch baoeoen stritt unb immer roteber sagte, daß sie dieser fremde Mann nicht interessiere, unh daß sie sehr böse auf ihn sei.

Als sie an diesem Abend heimkam, war die Schwester anwesend.

.Siehtt bu, Muttch-n, ick habe immer gefaat: Wir erobern uns bie Wett, ßinbe so. ich so jebe auf ihre Weise", saote Gifela ungestüm.

"Dann aber rourh» sie immer ersteunter, als Ger­linde ihnen bas Erlebnis bes heutigen Tages er­zählte.

grünber, Ehrenmitglied Ludwig Gerhard, einen Vortrag über ben wirtschaftlichen Wert ber Klein- tierzucht. Für bie Bewertung ber Kaninchen war Preisrichter Ullrich- Gießen gewonnen. Sein Urteil hatte folgenbes Ergebnis: Belg. Riefen: Karl Hermann 1. unb 3. Preis. Groß-Chin­chilla : Heinrich Hahn 1. unb 2. Preis; ßubroig Neeb II. 2. unb 3. Preis. Rheinische Schecken: Wilhelm Stumpf Ehrenpreis. Japaner: ßubroig Arnolb 2. Preis. Schwarz-Silber: Wilhelm Stumpf Ehren- unb zwei 2. Preise; Wilhelm Schmibt unb Jakob Burk je einen Ehrenpreis; Wil­helm Will unb Karl Schmibt je einen 1. Preis; ßubroig Becker 1. unb 3. Preis; Karl Happel zwei 2. Preise; H. Koch 3. Preis. Hollänber : Michael Then 3. Preis. Das Diplom bes Reichsverbanbes deutscher Kleintierzüchter erhielt Wilhelm Stumpf für beste ßeiftung.

rog. Großen-Buseck, 14. Jan. Der Ge­sangvereinHeiterkeit-Sängerkranz" Großen-Buseck hielt im Vereinslokal bei Gastwirt Wilhelm Wagner seine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer Wilhelm Seipp berichtete zu­nächst über bie Rechnungsablage. Die Kasse, bie von bem Rechner ßubroig Schneiber in muster­gültiger Weise geführt würbe, wies einen guten Bestand auf. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Da von den beiden Vereinsdienern Heinrich Kloos und Wilhelm Pfeiffer letzterer fein Amt nieder­gelegt hatte, wurde Heinrich Kloos für das Dieneramt allein verpflichtet. Der Verein zählt gegenwärtig 63 aktive Sänger. Der Chorleiter, Konrad Nicolai, sprach im Verlause bes Abenbs

über bie Bebeutung bes Gesangs unb forberte alle Mitglieber auf, auch für bie Zukunft regelmäßig , unb pünktlich bie.Gesangsstunben zu besuchen. Mit | dem Gesang bes 'Saarliebes unb mit breimaligem Sieg-Heil!" auf ben Führer unb Volkskanzler Adolf Hitler schloß ber Dereinsführer bie Ver­sammlung. Der Turnverein 1899 Gr o - ßen-Buseck hielt seine Generalversammlung ab. Nach bem gemeinsam gesungenen ßiebTurner auf zum Streite" begrüßte ber Vereinsführer Größer die Teilnehmer. Er gedachte kurz der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder, des Reichspräsidenten von Hindenburg unb ber Gefallenen bes Weltkrieges. Schriftführer Damm berichtete fobann über bie Arbeit bes vergangenen Jahres. Oberturnwart Stephan richtete ben Appell an bie Turner, sich immer regelmäßig an ben Turnftunben zu beteiligen. Schatzmeister Henß gab ben Rechnungsbericht bekannt, ber in Orbnung befunben würbe. Sobann mürbe Turnbruber Karl Hahn als Stellvertreter bes Vereinsführers, ferner als Diet- unb Jugenbwart vom Vereinsführer ernannt. In feiner kurzen An­sprache legte Karl Hahn bie Arbeit ber DT. klar. MitSieg-Heil!" auf Volk unb Führer würbe bie Versammlung geschlossen.

§ Mainzlar, 14. Jan. Die am vergangenen Sonntag von ber NSV. burchgeführte Eintopf- [ammlung ergab in unserem Orte ben Betrag von 43 Mark. Am Sonntagnachmittag hielt ber hiesige Männergesangverein bei Gastwirt Friebrich Koch seine Generalversammlung. In ber Aussprache würbe ber mangelhafte Besuch ber Ge sangstunben, sowie bie finanzielle ßage bes Vereins besprochen. Mit bem festen Willen, bas Stück Kul­turgut, bas burch bie Pflege bes ßiebes unb ber Sangeskunst von bem Verein geleistet wirb, auch fernerhin zu erhalten unb weiter zu förbern, behielt ber seitherige Vorsitzenbe ßubroig ßemp weiterhin bie Führung.

+ Treis (ßumba), 14. Jan. Heute früh geriet bas Benzinauto Olex beim Begegnen mit einem Personenauto in ber Nähe ber Kirche ins Gleiten unb fuhr mit aller Gewalt gegen das Rathaus, wobei bte Sübwanb einge­drückt würbe. Die Schulbfrage ist noch nicht ge­klärt. Dieser Tage täuschte ber Geselle eines hiesigen Bäckers, umbieUnterschlagungvon Kunbengelbern zu verbecken, einen R aub - überfall vor, ber ihn zwischen Mainzlar unb hier betroffen haben sollte. Bei ber polizeilichen Vernehmung gab er ben Schwinbel zu unb würbe,