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Tageskalender für Sonntag.

,im Gegenteil, sich für den heutigen

Staat

Außer

die

schneit.

suche des Rindes und die Sterilität der Stuten

Der Stadttheater-Spielplan vom 15. bis 22. Dezember.

Aus dem Gießener Stadttheaterbüro wird uns

Die kleine

geschrieben:

Sonntag, den 15. Dezember, von 15 bis 18 Uhr, ^os-I außer Abonnement, das Weihnachtsmärchen:Der von W. Burggraf. Leitung: Karl

garten einen Gemeindeabend ab. Auf yeutige Anzeige sei hingewiesen.

GportamtKraft durch Freude".

Morgen: Skifahrt zum hoherodskopft

Abonnement.

Stadttheater Gießen.

Vorstellung des WeihnachtsmärchensDer

Muck" fällt heute Nachmittag wegen der

Vorbereitungen zum Tanzgastspiel Mary Wigman aus. Von 20 bis 22 Uhr einmaliges Tanzgastspiel der weltberühmten Tänzerin Mary Wigman mit ihrer Tanzgruppe. Die Vorstellung ist außer Abonnement.

Gemeindeabend der Lulhergemeinde.

Die Luthergemeinde hält am morgigen Sonntag, 3. Advent, 20 Uhr, in der Turnhalle am Oswalds-

NS.-G.Kraft durch Freude": Skifahrt zum Hoherodskopf, Abfahrt 7 Uhr ab Ludwigsplatz. Stadttheater: 15 bis 17.45 UhrDer kleine Muck', 19 bis 22 UhrDer Vogelhändler". .Gloria- Palast, Seltersweg:Es flüstert die Liebe". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Leichte Kavallerie . HeimatvereinigungSchiffenberg": 17 Uhr Fa­milienzusammenkunft mit Weihnachtsfeier auf dem Schiffenberg. Reichsfachgruppe Imker e. 23., Ortsfachgruppe Gießen: Versammlung im Hotel Hopfeld. Luthergemeinde: 20 Uhr Gemeinde­abend in der Turnhalle am Oswaldsgarten. . Turmhaus am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr Weih­nachts-Ausstellung oberhessischer Künstler.

wurde allen Mädels gedankt, die dazu beigetragen hatten, den Abend auszugestalten und zu ver­schönern.

Gesangverein und Liebbaberorcheffer.

SBK. Wie auf dem Gebiet der Vokalmusik der Gesangverein die Betätigungsform des mehrstimmi­gen Laiensingens ist, so ist das Liebhaberorchester die Form des gemeinsamen instrumentalen Musizie­rens, soweit es über die Kammermusik hinaus» geht. Beide sind vereint im Amt für Chorwesen und Volksmusik innerhalb der Reichsmusikkammer, das sowohl den Deutschen Sängerbund, den Reichs­verband der Gemischten Chöre wie auch die Volks­musik als Fachschaft umfaßt. Die Laienorchester können unter Umständen für die Gesangvereine höchst wertvolle Bundesgenossen sein. In vielen Fäl­len wird die Heranziehung von Berufsorchestern aus mancherlei Gründen nicht möglich sein, wenn der Gesangverein ein größeres Werk mit Orchester aufführen will. Nachdem über die Betätigung der Laienorchester bisher manche Unklarheit geherrscht hat, erließ die Reichsmusikkammer nunmehr in den letzten Tagen eine Verfügung, die die Tätigkeit der Laienorchester genau regelt. Aus dieser Verfügung geht hervor, unter welchen Voraussetzungen dis Mitglieder der Fachschaft Volksmusik öffentliche Konzerte veranstalten dürfen.Die Genehmigung", heißt es in der Verfügung u. a.,wird erteilt, wenn in dem betreffenden Ort keine Berufskapelle besteht und die musikalische Leitung der Kapelle in den Händen eines Berufsmusikers liegt." Außerdem darf eine Schädigung der Erwerbsmöglichkeiten der Be» rufsmusiker nicht eintreten, wobei zu berücksichtigen ist, daß jährlich zwei Konzerte auch ohne diese Vor­aussetzungen veranstaltet werden dürfen. Für dig Mitwirkung von Mitgliedern der Fachschaft Volks­musik mit Gesangvereinen gelten folgende Bestim­mungen: Eine im Rahmen eines Gesangvereins be­stehende Orchesterabteilung ist berechtigt, bei den Konzertveranstaltungen des Gesangvereins mitzu­wirken. Für die Mitwirkung eines anderen Laien» orchesters bei der Aufführung von Chorwerken ist die Genehmigung des Landesleiters der Reichs» musikkammer einzuholen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn der Verein durch Vorlage von Be­legen nachweist, daß die Hinzuziehung eines De- rufsorchesters nicht möglich ist. Dadurch ist die Stellung der den Gesangvereinen angeschlossenen Orchesterabteilungen genau geregelt. Sie haben also keinerlei Schwierigkeiten bei ihrer Arbeit zu befürchten. Auch die Mitwirkung eines anderen Or­chesters, etwa einer befreundeten Orchestergesell« schäft, wird unter gewissen Voraussetzungen gestattet. Mit dieser Verordnung sind die zahlreichen Un­klarheiten aus dem Wege geräumt, die bisher der Zusammenarbeit von Laienorchester und Gesang­verein im Wege standen.

Gießener Dochenmarktprelfe.

* Gießen, 14. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische), ungezeichnete 10 bis 11, Wirsing, das Pfund 8 bis 12, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 12, Gelbe Rüben 8 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 7 bis 8, Grünkohl 10 bis 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 30 bis 50, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis : 30, Kürbis 5 bis 7, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf.. : der Zentner 3,20 bis 3,40 Mk., Aepfel, das Pfund 10 bis 30 Pf., der Zentner 10 bis 30 Mk., Birnen, das Pfund 12 bis 25 Pf., Nüsse 45 bis 55, jungt - Hähne 90 Pf. bis 1,10 Mk, Suppenhühner 80 bU

und dafür über Deutschlands Grenzen hinaus be­kannt find. Jede Glocke, die hinausgeht, muß ein fertiges Meisterstück sein, muß den Meister loben, wenn es im Lande erklingt. Und wenn sie einmal ein sogenanntes Galeriestück liefern mußten, nach fremden Vorschriften gestaltet, oder einem schlechten Stil entsprungen, so erinnern sie sich dessen mit einem Schauder. Wenn ihnen freie Hand gelassen wird, kommt stets der echte Wille zur Formung an | der Glocke zum Vorschein.

Jede Zeit sucht die ihr gemäße Form zu er» reichen. Jede Zeit hat auch ein eigenes Verhältnis zur Glocke. Schiller greift mit seinem Lied von der Glocke ins bürgerliche Leben, läßt die Glocke künden, was drunten tief dem Erdensohne das wechselnde Verhängnis bringt. Und Jahrzehnte später dichtet Konrad Ferdinand Meyer in natur- froher Weise:In den Lüften schwellendes Ge- dröhne, leicht wie Halme biegt der Wind die Töne ..." Und ein Moderner nennt sie:Ihr eifer» nen bellenden Hunde der Luft!" Dessen ungeachtet stehen noch an den heute gegossenen Glocken die alten Bibelsprüche. Doch auch sie sind in der Aus­wahl anders geworden. Die Zeit klingt mit.

Die meisten Glockensprüche sollen Unheil be­schwören, andere preisen und loben. Die schönste Schrift ist die handgeschnittene. Mönche Glocken gibt es, die allein schon durch ihr prächtiges Ge­wand erfreuen. Bei Rinckers wurde 1933 eine zer­sprungene Glocke aus Mecheln (Flandern) umgeao^ sen, die im Jahre 1555 gegossen und ein Musterbei- kleine Muck w

spiel mittelalterlicher Gieß- und Schmuckkunst war. Volck. Von 19 bis 22 Uhr, außer Abonnement, Der Schmuck wirkte wie eine Filigranarbeit und der Operettenschlager:Der Vogelhändler" von Karl wurde beim Umguß genau so herrlich wieder hin- Zeller, in der völlig neuen Bearbeitung der Mün- gebracht. Kürzlich stellte man ein Glockengeläut für chener Fassung. Musikalische Leitung: Paul Wal- Erbach im Odenwald her: eine Amerikanerin aus ter, Spielleitung: Paul Wrede, Tänze: Thery einer vor drei Menschenaltern ausgewanderten, längst im Orte vergessenen Familie stiftete sie. Die, Glocke in einem Orte bei Gelnhausen, die beim | Einläuten des Saarabstimmungssieges zersprang, wurde durch eine neue ersetzt, die in Sinn gegossen wurde. Außerdem lagert das Metall, etwa 17 000 Kilogramm, für ein Geläute von sieben Glocken für Völklingen im Saarland, wozu Kommerzienrat H. R ö ch l i n g den Glockenstuhl stiften wird.

Um Glocken rankt sich ein Kranz von Sogen und Legenden. Einst wurden die Glockengießer auch Stuckgießer genannt, denn sie gossen auch Geschütze. Manches Brauchtum beim Glockenguß hat sich durch Jahrhunderte hin erhalten. An manchen Orten findet man noch kleine Weiher, die einst als Glockenguß­gruben dienten. Denn in alter Zeit hatte der Glockengießer keine feste Werkstatt: er zog umher und goß die Glocken am Ort. Für den Ort war dies ein Fest, und an dem Tage wurde Brot oder der sogenannte Glockenweck verteilt, und weiterhin zur Erinnerung an jedem Jahrestag. Dem Glockengießer schenkte man kunstvolle Erinnerungsblätter und dankbare Anerkennungen. Davon haben die Rinckers in Sinn eine ganze Menge einheimsen und an­sammeln können. J. H.

Das lehrt uns schon ein Rückblick in die Ver­gangenheit, als der lichtgeschmückte Tannenbaum erst dabei war, sich aus der bunten Lichterpyramide vor Jahrhunderten zu entwickeln. Und selbst die früher vorherrschende Krippe mit dem Christkinde mochte nicht aus die bunten Farben verzichten. Ein! Morgen 'früh, pünktlich um 7 Uhr, fährt'ein Om- Weihnachtsgesangelem aus dem 16. Jahrhundert nj&U9 der NSG.Kraft durch Freude" nach Breun- kann sich nicht genug tun, die Krippe recht bunt geshain. (Abfahrt Ludwigsplatz.) Verpflegung ist darzustellen, denn das schönste Kind liegt ja tn iljr: mihubringen. Auf dem Hoherodskopf werden Ski- Dein Haupt ist Gold und kraus dein Haar, kurse für Anfänger und Fortgeschrittene durchge- Die Lippen rot, die Augen klar. führt.

Dein Leib schneeweiß wie Elfenbein, Die Kosten betragen für Fahrt und Skikursus»

Da Saphir eingefasset fein. Gebühr 3 Mark.

Dein' Händ' sind Hyazinthen voll, Alle Volksgenossen können an dieser Fahrt teil»

Sie riechen über die Maßen wohl ...!" nehmen. Alle Teilnehmer müssen Inhaber der

einsetzte*. Doch, da er seine 5 Monate weg hat, | ... drehen sie das Zeitungsblatt um mit dem Gefühl, daß Gottes Wege eben wunderbar sind.

Worauf weitsichtige Leser nach dem Schnupf­tuch greifen und sich den Kneifer putzen. Denn unter den Namen in der Spendenliste für das Winterhilfswerk findet er P. Jos. Mobs, der am 16. Oktober 1935, also nicht ganz zwei Wochen vor der Gerichtsverhandlung, 500 Mk. angewiesen hat." Der Verteidiger des Ange­klagten hat auch beim Sondergericht nicht ver­gessen, auf diese hochherzige Handlung hinzu­weisen, so daß der Richter wirklich kein Motiv zur Tat finden konnte. Aber wir glauben das Motiv zu kennen, aus dem die Seifenfabrik 500 Mark an das Winterhilfswerk überwiesen hat.

Wir erwähnen den Fall, um deutschen Rich­tern an Hand eines klassischen Schulbeispiels zu zeigen, wie man sich oft über ein Problem unnütz den Kopf zerbrechen kann. Aufbauende Meckerer gibt es nämlich nicht, selbst wenn sie mit dem größten Betrag auf der Spendenliste stehen."

Auf Grund dieser Ausführungen kann bei dem unbefangenen Leser der Eindruck erweckt werden, als habe sich das Sondergericht durch den Nachweis einer Spende für das Winterhilfswerk über 500 Mark kurz vor der Verhandlung des Sondergerichts irgendwie beeindrucken lassen, und es sei mit Rücksicht hierauf zu der Feststellung gelangt, es fehle ein eigentliches Motiv für die Handlung des Angeklagten.

Demgegenüber muß feftgefteöt werden, daß nach dem von dem Verteidiger in der Hauptverhandlung gebrachten Nachweis und nach den der Justizpresse« stelle vorliegenden schriftlichen Unterlagen die er­wähnte Spende über 500 Mark für das Winter- Hilfswerk sich durchaus im Rahmen der Spenden der Firma P. I. Möbs für das Winterhilfswerk, die HI., die SA. und SS. hält und auch nicht hin­ter diesen Spenden der Firma in den vorhergehenden Jahren zurückbleibt. Es ist denn auch im Urteil des Sondergerichts auf die Zahlung der 500 Mark kurz vor der Verhandlung in keiner Weife abge­stellt. Die hier in Betracht kommenden Sttafzumef- sungsgründe lauten vielmehr:

Der Angeklagte ist zusammen mit seinen Brüdern Inhaber einer Seifenfabrik und ge­nießt das beste Ansätzen. Er hat den Welt- frieg mit Auszeichnung mitgemacht, wurde zweimal verwundet uno zum ©ernennten be­fördert. Aus den von ihm überreichten Bele­gen geht hervor, daß er mehrfach in großzügi­ger Weife das Winterhilfswerk mit namhaften Beträgen unterstützt, Gliederungen der NSDAP., z. B. die SS. und HI., Geldspenden zugewendet hat und ihnen durch Zurverfü­gungstellung seines Autos behilflich war. Er macht einen ruhigen Eindruck und kann wohl nicht als Staatsfeind gelten, so daß ein eigent­liches Motiv für feine Aeußerungen nicht ge» gefunden werden kann. Offenbar hat er unter Dem Einfluß des genoffenen Weines Bemerkun­gen gemacht: die er bei klarer Ueberlegung niemals geäußert hätte, obwohl er nach An­gaben der Zeugen nicht betrunken ober ange­trunken war. Die Aeußerungen sind auch nicht in einer besonders gehässigen Art vorgebracht worden, andernfalls die Zeugen sich wohl ge­weigert hätten, sich weiterhin mit ihm zu unter­halten, vielmehr ist ihnen erst später klar ge-

Jm schlesischenChristkindliede" ist der Engel KdF.-Jahressportkarte sein. Wer dieselbe noch nicht weiß, das Christkind aber bunt gekleidet: sie fahren besitzt, muß sie zum Preise von 30 Pf. erwerben, in einem schönen Wagen der ist mit lauter Gold FortbildUNgSkursUS dkS ReichS- und Silber beschlagen . Voll von buntem Glanz, _ , o- z x

der ganz sommerlich-sinnbildlich vom harten, weiß- t>CrP0n0C5 OCt VCUt|u>Cn <£tCrär$tC.

16 bis 17.30 Uhr Waldlauf und Gymnastik auf dem Universitätssportplatz. Stadttheater: 15 bis 17.45 UhrDer kleine Muck". 20 bis 22 Uhr Tanz- qastspiel von Mary Wigman. Gloria-Palast, Seltersweg:Es flüstert die Liebe". Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Leichte Kavallerie". Turmhaus am Brandplah: 17 bis 19 Uhr Weih­nachts-Ausstellung oberhessischer Künstler.

Groß-Kundgebung in Gießen

am heutigen Samstag, 14. Dezember.-Beginn: 20.15 Llhr.

Ls spricht:

Gauleiter Sprenger

Die Volkshalle ist geheizt! Eintritt frei!

Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß sämtliche Gliederungen und angeschlossenen Verbände dafür zu sorgen haben, daß ihre Mitglieder geschlossen an dieser Kundgebung teilnehmen.

Die auswärtigen Ortsgruppen sorgen sich für andere Iahrgetegen- heiten, soweit die fahrplanmäßigen Züge nicht benutzt werden können. Sämtliche fahrplanmäßigen Züge sind an diesem Abend verstärkt.

Alle Volksgenossen der Stadt und des Kreises Gießen, auch diejenigen, die nicht Mitglieder einer Gliederung oder eines angeschlossenen Ver­bandes der Partei sind, werden nochmals zu dieser Kundgebung eingeladen.

Kreisleitung Gießen der 7IGOAP.

worden, daß in den Worten des Angeklagte^ eine Beleidigung des Führers zu erblicken fei.

Es ergibt sich hieraus, daß die in dem Bericht der ZeitschriftDas Schwarze Korps" gezogenen Schlüffe, soweit sie sich auf die deutschen Richter int allgemeinen und die im Sondergericht tätigen Richter im besonderen beziehen, der Grundlage ent* behren."

Die Wärmestube der Sanitätskolonna wieder eröffnet.

Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in unserer Stadt, die sich schon in vieler Hinsicht um die Allgemeinheit sehr verdient gemacht ha^ eröffnet mit dem heutigen Tage wieder ihre Wär­mestube, die jedermann aufsuchen kann. Da neben einigen Tageszeitungen auch Zeitschriften aufliegen, wird den Besuchern Gelegenheit gegeben sein, sich während des Aufenthaltes in der Wärmestube auch geistig zu unterhalten. Es ist sehr erfreulich, daß ich die Freiwillige Sanitätskolonne auch in diesem Winter wieder zu diesem Hilfswerk entschloß, das von manchem Volksgenossen sehr begrüßt werden wird. Der Sanitätskolonne gebührt für diese Maß­nahme Dank und Anerkennung.

Oer Nikolaus bei der Kreisjugend- waltung der OAF.

Am Sonntag, am gleichen Tage, an dem bet dritte Reichsberufswettkampf eröffnet wurde, kam wie man uns berichtet der Nikolaus zu der werktätigen Jugend. Die Mädels hatten diesmal eingeladen und auch olle Vorbereitungen getroffen und in vorbildlicher Weife Kuchen und Derlofungs- gegenftänbe gestiftet. Der große Festfaal in bet Schanzenstraße 18 war reich geschmückt unb dis Junggenossen und »innen waren herbeigeeilt, um bi« Nikolausfeier mitzuerleben.

Die Kreisjugenbreferentin. Elif. Wall, begrüßt« alle Erschienenen, besonbers ben Bannführer bet HI., Erich S ch r e i b e r, ben Kreiswalter ber DAF. Wagner, bie Gaureferentin, Gretel Reichert, ben Kreisjugenbwalter Dr. Rich. S ch m i b t, fernet bie zahlreichen Gäste. Gerabe bie Anwesenheit von Reichsheerangehörigen und Arbeitsdienstpflichtigen zeigte bie Einheit ber neuen Jugenb. Unb bann gings los!

Zwei alte Tanten, die beiben Junggenossinnen Joh. Schmitz unb Elfr. Wilke, benen ber Kalk schon verbächtig in ben Knochen saß, befangen ihr« Hunbe und Katzen. Aber kurz darauf stellten sich di« beiden verjüngt vor als jugendfrische Tänzerinnen, die reichen Beifall für ihre Darbietungen ernteten. Sodann spielte bie Junggenossin Jrmgarb Schalch auf bem Klavier bieWasserspiele" von Smith, wofür man auch reichlich Beifall spendete. Anschlie­ßend stellten sich zwei fahrende Gesellen es waren die Jgn. W. W e b e r und Marg. irinfaus in Hosenrollen vor und lieferten luftige Lieder auf der Hand- unb Munbharmonika. Bei bem LiebHorch, was kommt von brausten rein" polterte der Nikolaus in den Saal, mit Säcken schwer beloben. Als erstes würbe bie Kreijugenbreferentin burch ben Kakao ge­zogen. Auch verschiedene andere mußten mit feiner Nute Bekanntschaft machen, auch ber Kreisjugend- walter, ber sich sehr kameradschaftlich für einen guten Verlaus bes Abenbs einfetzte. Ein Knusperhäuschen, bas unter der Leitung von Frl. Erika Heinrichs angefertigt wurde, erregte allgemeine Bewunderung und wurde amerikanisch versteigert. Zum Schluß

Aus Der proviuzialhaupistadt.

Dom bunt geschmückten Lichterbaum.

V. A. Auch unser treuer, alter Weihnachtsbaum I hat seineModen". So hat sich in ben letzten Jahr» zehnten die auf ben ersten Blick vielleicht künstle» I rifch erscheinende Sitte herausgebildet, ben weih»! nächtlichen Tannenbaum nur mit weißsilberigem Schmucke zu putzen. Und gewiß bringt der matte Goldglanz der Kerzen, der auf grünen, weißblinken­den Zweigen liegt, die Illusion eines beschneiten Waldbaumes im Licht der Sterne unb des Mondes vor unsere Augen. So geschmackvoll vielleicht solch ein Weihnachtsbaum ist, so wenig hält sein Aus­sehen aber vor bem alten Sinnbilbsgedanken bes Weihnachsbaumes ftanb. Denn sollte er eine Win- terlanbschaft in bie Stube verpflanzen? Ober sollte er nicht vielmehr ben Sommer mit feiner Buntheit in bas winterliche Haus hineinretten und uns zur Julzeit ben Glauben an das wiederkehrenbe, blu­menlockende Licht im Herzen erhalten? Ganz ge­wiß ist es also ein rechter Gedanke unserer Vor­eltern gewesen, wenn sie den Tannenbaum bunt schmückten, wenn sie mit farbigen Kugeln und Ket­ten an Stamm und Geäste die Erinnerung unb Vorfreude an blühende Bäume hervorriefen, und wenn sie durch vergoldete Aepfel die Vorstellung spätsommerlich reifender, goldgelber Früchte erweck­ten.

Diese vielen bunten Dinge, bie man ehebem zu­meist noch baheim in ben Adventswochen aus Pa­pier, Zischgold und Holz, aus wirklichen Früchten und Hausgebackenen Küchlein wie Zuckerwerk her­stellte, gestattete der Phantasie eine unbegrenzte Be­tätigung. Heute sind es vorherrschend die Glasbläser des Thüringer Waldes, die in mühselig-arbeitsfroher Heimarbeit uns für geringes Entgelt den Baum­schmuck darreichen, der in Gold unb Blau, in Grün, Rot, Silber unb vielen Farbtönen als eine rechte Zierbe bes bunten Lichterbaumes bie Kinberherzen au entzücken vermag. Denn beim schlichten Gemüt siegt bas buntfrohe Weihnachtsbäumlein über ben noch so ästhetisch unb majestätisch aufgeputzten, aber doch winterlich kalten Silberbaum.

kalten Winter sich abheben soll, muß beshalb auch Am 7. und 8. Dezember fand wie man uns em rechter Weihnachtsbaum sein, damit er seine heute berichtet in den Instituten unb Kliniken Aufgabe erfülle: I ber Veterinär-Medizinischen Fakultät ber Univer-

Denn Fruchte und Blumen und Spiel und fität Gießen ein Fortbildungskursus des Reichs- _. . Gewand, verbandes der Deutschen Tierärzte unter sehr starker

Die fallen Hermeder aus freundlicher Hand. Beteiligung statt. Es wurden Vorträge mit Demon-

Unö siehe, auf (Erben in trauriger Zeit, trationen über folgende Themen gehalten: Pro-

Wann s wintert im ©arten, wann s friert und esfor Dr. K ü st:Neues über die Trichomonaben-

Schultheis. Dienstag, 17. Dezember, von 20 bis 23 Uhr, Erstaufführung von Verdis Mesiter- oper:Maskenball". Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: ber Intendant. Die Vor­stellung gilt zugleich als 12. Vorstellung im Diens­tag-Abonnement. Mittwoch, 18. Dezember, von 15 bis 18 Uhr, bas Weihnachtsmärchen:Der kleine Muck". Leitung: Karl Volck. Außer Abonnement. Von 19.30 Uhr bis gegen 22.30 Uhr:Der Waffen- schmieb", komische Oper von Lortzing. Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Heinz Weiser. Die Partie bes Grafen fiiebenau singt Gustav Bley. Die Vorstellung gilt zugleich als 12. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. Frei­tag, 20. Dezember, bleibt bas Theater geschlossen! Samstag, 21. Dezember, außer Abonnement, von 15.30 bis 18.30 Uhr, das Weihnachtsmärchen:Der kleine Muck" von W. Burggraf. Leitung: Karl Volck. Sonntag, 22. Dezember, beginnt bas Weihnachtsmärchen um 15 Uhr. Spielleitung: Karl Volck. Außer Abonnement. Von 19 bis 21.15 Uhr zum letzten Mal bas luftige Volksstück:Holzappel" von H. A. Weber. Spielleitung: ber Jntenbant.

tierärzteführer Ministerialdirigent Dr. Weber burch feinen Besuch aus, ber im Anschluß an ben Kursus die Institute und Kliniken der Veterinär­medizinischen Fakultät besichttgte. Zu dem Kursus sowie zur damit verbundenen Tagung des Reichs­verbandes der Deutschen Tierärzte, Gau Hessen- Nassau, die von dem Gauobmann Dr. Wirth ge­leitet wurde, waren außer den Dozenten der Fakul­tät auch der Gauobmann für Kurhessen Dr. 23 e i e r und die Regierungsvertreter Dberoeterinarrat Dr. Küthe (Darmstadt) und Oberregierungsrat Dr. Schipp (Wiesbaden) erschienen.

3u der Sondergerichtsverhandlung gegen Franz Möbs.

Die Iustizpressestelle Darmstadt er- sucht uns um die Veröffentlichung folgender Zeilen:

Zu dieser Verhandlung und dem ergangenen Sonoergerichtsurteil hat die Zeitschrift der SS. Das Schwarze Korps" in seiner Ausgabe vom 5. b. M. Stellung genommen. Es wirb in Be­ziehung auf bie Begründung bes Urteils u. a. aus­geführt:

Das Gericht befaßte sich mit dem Franz Mobs aus Gießen, ber wegen schwerer Belei- btgung bes Führers zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten verurteilt würbe. Straf» mildernb kam in Betracht, baß sich der An­geklagte bisher nicht staatsfeindlich betätigte, im Gegenteil sich für den heutigen Staat ein­setzte unb bas Motiv der Tat unbekannt ist.

Die wackeren Gießener werden diesen Schieds- vruch mit Genugtuung gelesen haben. Wenn ie auch nicht recht verstehen wollen, wieso )er Mobs, ber den Führer schwer beleidigte,

Erblühet gar herrlich ein himmlischer Baum: «Professor Dr. Bolz:Narkose bei Haustieren"^ Es zieren ihn Aepfel mit goldenem Saum!" Professor Dr. Zwick:Infektiöse Anämie des

Dornotizen Pferdes", Professor Dr. Standfuß:Bedeutung

SiÄS.»"?iJÄ NSDAP., Kreis Gießen: 20.15 Uhr große Kund-1 Pathologischen Anatomie der weiblichen Gefchlechts- gebung in der Volkshalle, es spricht Gauleiter organe des Rindes".

Sprenger NS.-G.Kraft durch Freude":! Den zweiten Teil des Kursus zeichnete der Reichs-