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Kommunalpolitische Tagung in Alsfeld
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Landesverbandsführer sprechen wird. Dann gab der Vereinsführer eine gedrängte Uebersicht über die durch den Weltkrieg ausgelösten weltpolitischen Probleme. Die Idee oes Führers hat neue Erkenntnisse für die ganze Welt wachgerufen. Die Ostdeutschen werden keinen Augenblick zögern, pflichtbewußt am Aufbauwerk des Volkes rnitzu- arbeiten, dessen Wohl in keinen anderen Händen besser geborgen sein könnte als in denen des Führers.
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Darmstadt in Wetzlar eingefunden hatten. Der festlich geschmückte Eisenbahnzug passierte, nachdem unterwegs die in polizeilicher Hinsicht gemachten wenigen Ausstellungen an Ort und Stelle geprüft waren, zuerst den neuen Bahnhof Kinzenbach — den einzigen der Strecke — und machte in dem neugebauten Bahnhofsgebäude zu Lollar einen längeren Halt, wo sämtliche Beteiligte „von dem geschmackvollen inneren Ausbau des neuen Bahnhofsgebäudes angenehm überrascht waren." Nach der Rückkehr nach Wetzlar vereinigte sämtliche Teil- nehmer ein gemeinschaftliches Mittagessen im „Herzoglichen Hause". Diese sog. Kanonenbahn B e r l i n—K inzenba ch—M e tz wurde am 15. Oktober 1878 dem Verkehr übergeben. Täglich verkehrten in jeder Richtung nur zwei Züge, heute sind es an Werktagen sechs, an Sonntagen nur drei. Die Länge dieser Zweigbahn Lollar—Wetzlar beträgt 18 Kilometer. Für den direkten Verkehr nach Berlin mußte Wetzlar noch bis zum Jahre 1880 einen Bedarf an Fahrkarten in Gießen lösen.
Nun ruhte der Bahnbau im Kreise Gießen fast 20 Jahre. 1896 wurde die eingleisige Nebenbahn L o l l a r—G rünberg in Angriff genommen. Die Strecke G r ü n b e r g—L o n d o r f erbaute die Großherzoglich Oberhessische Eisenbahn-Direktion Gießen und eröffnete sie am 1. August 1896; die Strecke ßonbor f—L ollar erbaute die Königliche Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. und eröffnete sie am l.Juni 1902 Ihre Länge beträgt 26,75 Kilometer und ihre größte Neigung 1:70.
Zum Bau der Biebertalbahn, des „Bieberlieschens", erhielt die „Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Aktien-Gesellschast in Berlin" auf 90
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terstunden Päckereien ohne besondere Einlieferungs« gebühr an, auch die Annahmeschalter werden dem Bedürfnis entsprechend vermehrt.
Die Sendungen sollen aber nicht nur recht« zeitig zur Weihnachtsfeier eintreffen, sie sollen auch unversehrt und richtig in die Hände des Empfängers gelangen, um die Festfreude nicht zu beeinträchtigen. Dazu ist natürlich gute Verpackung und Verschnürung nötig; nicht mehr widerstandsfähige Pappschachteln oder gar nur schwache Papierumhüllungen sind zwar immer, erst recht aber im Weihnachtsverkehr eine völlig ungeeignete Verpackung. In den Bahnpost- und Kraftwagen müssen die Sendungen übereinander-
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Gießen hat es verstanden, im Laufe des ersten Jahrhunderts deutscher Eisenbahnen ein weitverzweigtes Netz von Bahnen durch seinen Kreis zu ziehen. Schon 1850 war es mit Kassel, 1852 auch mit Frankfurt verbunden. Durch die Eröffnung der Köln-Gießener Bahn im Jahre 1862 und der Lcchn- bahn im Jahre 1863 war Gießen schon ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt geworden.
Zum Bau der Main-Weser-Bahn, die den Main mit der Weser, Frankfurt mit Kassel, verbinden sollte, wurde schon am 6. Februar 1845 ein Staatsvertrag abgeschlossen, demzufolge das Kurfürstentum Hessen, das Großherzogtum Hessen und die Freie Stadt Frankfurt die Bahn zu erbauen hatten. In vier Jahren war das große Werk vollbracht. Das Jahr 1849 sah die erste Strecke, K a s - j e l—W abern , in einer Länge von 33,9 Kilometer in der Vollendung, 1850 erfolgte der Anschluß bis Gießen, im gleichen Jahre auch der Ausbau der südlichen Strecke Frankfurt— Butzbach. Die Verbindung zwischen Gießen und „ Butzbach machte langsame Fortschritte; 1851 wurde "B utzba ch—L a n g - G ö n s und erst 1852 das letzte Stück bis Gießen dem öffentlichen Verkehr übergeben. Wie staunten die zahllosen Menschen, die z. T. von weither zur Weihe gekommen waren, als die ersten Dampfungetüme auf der 198 Kilometer langen Main - Weser - Bahn vorübersausten. Ein Wunder menschlicher Erfindungskunst fuhr durch das Land! Doch manche falteten die Hände zum stillen Gebet, da sie in dem dampfenden Eisenbahnzug Zauber- und Teufelswerk erblickten. Nun kamen die alten Postkutschen in Wegfall, die vielen Post- pferde konnten versteigert werden. 1866 ging der kurhessische und der Frankfurter Anteil, 1880 auch derjenige von dem Großherzogtum Hessen auf Preußen über. Die wichtigsten Stationen der Main- Weser - Bahn sind Frankfurt, Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach, Gießen, Marburg und Kassel.
In der Zo-.t der Erbauung der Main-Weser-Bahn lauchten auch schon Pläne zum Bau der Bahnen Gieße n—K oblenz und Gieße n—D illen - bürg— Siegen aus. Zum Bau einer Lahnbahn ' hatte sich 1850 ein Central-Eomitä mit dem Sitz in Limburg gebildet. In demselben Jahre wurden auch schon Vermessungen und Nivellierungen zwecks Baues der Lahnbahn vorgenommen. 1853 begannen die Vorarbeiten und Veranschlagungen der 'ir)iN-Lahn-Bahn, die die Köln-Mindener-Eisenbahn- Gesellschaft übernommen hatte. Im August 1856 fand eine Lokal-Revision der Projekte der Deutz- Gießener-Eisenbahn statt. Doch Anfang 1858 brach infolge allerlei Schwierigkeiten die Köln-Mindener ' Gesellschaft die Projektierungsarbeiten der Dillbahn ab. Am 19. März 1858 fragte die Stadtverwaltung Gießen bei der Nachbarstadt Wetzlar an, was an diesen Gerüchten Wahres sei und was die Stadt tun wolle, da das Königlich Preußische Gouvernement, müde der Schwierigkeiten, die Fortsetzung des Bahnbaues durch das Dilltal und die Verhandlungen mit dem Herzoglich Nassauische Gouvernement abgebrochen habe. Es wurde damals Ichon der Plan einer Hinterlandbahn von Siegen nach Marburg erwogen, zum großen Schaden" für Wetzlar und Gießen. Beide Städte unternahmen Schritte, um die Fortsetzung der Bahnarbeiten durch das Dilltal zu erreichen. Es geschah 1860.
Inzwischen hatten die Projektierungsarbeiten der Lahn bahn, die die Herzoglich Nassauische Regierung baute, auch im Kreise Wetzlar bis nach Gießen hin gute Fortschritte gemacht. Im Februar 1861 sand die landespolizeiliche Lokal-Revision des Lohn-Eisenbahn-Projektes statt.
Der Bau und die Eröffnung der Bahn von Köln nach Gießen erfolgte in Teilstrecken: 1859 Deutz—Eitorf, 1860 Eitorf—Wissen, 1861 Wissen—Bürbach und 1862 Bürbach—Gießen. Diese letzte Strecke wurde am 14. Januar 1862 dem Verkehr übergeben.
Die ganze Strecke der Köln-Gießener-Eisenbahn hatte eine Länge von 165,99 Kilometer. Jenseits Dillenburg umfährt sie in mächtigem Bogen den Hickengrund. Bei Würgendorf überschreitet sie in einer Höhe von 416,07 Meter die Wasserscheide zwischen Lahn und Sieg. Ihre Höhenlage beträgt in Gießen 165,84, bei Würgendorf 416,07 und bei Köln nur noch 45,11 Meter. Ihre größte Neigung beträgt 1:80. Gebaut durch eine Eisenbahn-Gesellschaft, ging sie 1880 in Verwaltung und Betrieb der Preußischen Staatseisenbahnen über.
Auch Der Bau und die Eröffnung der L a h n« bahn erfolgte in Teilstrecken: Am 14. Oktober 1862 erhielt die Strecke Limburg—Weilburg, am 10. Januar 1863 das Reststück bis Gießen die Weihe. Ihre Höhe fällt von Gießen mit 165,07 Meter auf 72,32 Meter bei Niederlahnstein. Ihre größte Neigung macht 1:250 aus. Infolge Einverleibung des Herzogtums Nassau in Preußen ging die Lahnbahn 1866 in den Besitz der Preußischen Staatsbahnen über. In ihrer ganzen Länge von 116 Kilometer fährt sie durch das herrliche Tal der Lahn, die sie auf 20 Brücken überschreitet; zwischendurch verkriecht sie sich 18 mal im dunklen Schoß der Erde in Tunnels. Anfänglich fuhren nach und von Limburg täglich nur vier Züge, zwei vormittags, zwei nachmittags. Allenthalben wurden die zahlreichen Postpferde verkauft, in Wetzlar allein 38 Stück.
Es war weiter eine „Lenne-Lahnbahn" projektiert,die vonAltena überAltenhunden—Laasphe und Biedenkopf gehen sollte. Um ihren Endpunkt an der Lahn bemühten sich Marburg, Gießen und Wetzlar. Der Handelsverein Gießen wandte sich 1871 an das deutsche Reichskanzleramt mit der Bitte, diese Bahn über Rodheim in Gießen ausmünden zu lassen, damit die westfälischen Kohlen von hier mit der Main-Weser-Bahn weiter nach dem Süden transportiert werden könnten. Das Biebertal besäße solche Schätze von hochprozentigen Eisenerzen, die mittels Fuhrwerks wegbefördert werden müßten, „daß es in ganz Hessen, ja vielleicht in ganz Deutschland keine zweite Straße gäbe, die durch Transporte so belastet wäre, wie die Straße Gießen—Rodheim." Im Biebertal ergaben, wie Bergmeister Riemann (Wetzlar) in einem Gutachten hervorhob, sechs Eisensteingruben im Jahre 1869 639 426 Zentner Erze. Bei einer Bahnverbindung Biedenkopf—Laasphe zu den an der oberen Lahn gelegenen Hüttenwerken könnten noch weitere zehn Gruben in Betrieb genommen werden. In dieser Bahnfrage trug indessen Marburg den Sieg davon.
Das Jahr 1869 brachte dem Kreise Gießen zwei Bahnen: Am Westrand des Vogelsberges enlang läuft die eingleisige Hessische Staatsbahn von der Lahn bis an die Kinzig. Das erste Stück Gie - ß e n—H ungen wurde 1869, das übrige Stück Hunge n—G e I n h a u f e n 1870 in Betrieb genommen. Sie hat eine Länge von 69,73 Kilometer, ihre größte Neigung macht'1:80 aus. Die wichtigsten Stationen sind: Gießen, Lich, Hungen, Nidda und Büdingen.
Die ,.Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft in Gießen", di- 1864 konzessioniert war, erbaute die eingleisige Bahn von Gießen bis Fulda, von der Lahn bis an die Fulda. 1869 konnte die Strecke Gieße n—G rünberg, zwei Jahre später die Strecke bis Fulda den Personen- und Güterverkehr aufnehmen. Ihre Länge beträgt 105,91 Kilometer. 1875 erwarb sie der Hessische Staat.
Nach dem glorreichen Ausgang des Krieges gegen Frankreich tauchte der Plan einer strategischen Bahn Serif n—M e tz auf, die über Lollar projektiert war. Im Sommer 1874 begannen die Ans- führungsarbeiten von Lollar nach Wetzlar. Am 10. Juli 1878 erfolgte die landespolizeiliche Abnahme dieser Linie, wozu sich Vertreter der Königlichen Regierung zu Koblenz, der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Frankfurt und Kassel, sowie des Großherzoglich Hessischen Finanzministeriums zu
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gestapelt, an Unterwegsorten oft in verkürzter Haltezeit ein», aus- oder umgeladen werden, sie müssen also einem gewissen Druck gewachsen sein. Die Aufschrift muh recht haltbar angebracht werden, die Anschrift des Empfängers vollständig und deutlich fein, auch die Anschrift des Absenders darf auf keiner Sendung fehlen. Obenauf in jede Sendung ist außerdem ein Doppel der Aufschrift xu. legen, damit die Sendung auch dann ihr Ziel erreicht, wenn die äußere Aufschrift verlorengehen sollte. Wenn die Postkunden in dieser Weise verständnisvoll Mitarbeiten, wird sich der Weihnachtsverkehr zu ihrer Zufriedenheit und zur Genugtuung der Postbeamtenschaft glatt und reibungslos abwickeln.
Jahre die Konzession für Personen- und Güterver-1 ------
Das Weihnachtspaket
wie Beiträgen der Bücher, Wcrren- eingangsbücher, Revisionen, Em- ricktung u.überwachung vonBuch- süyrungen,Aufstellung v.Bilanzen und Anfertigung von Steuererklärungen werden sorgfältig und gewissenhaft ausgefübrt. Schr. Ang. urrr.05102 a.d. Gieb»Ans. erbeten.
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geschäftlicher Fragen eine Uebersicht über die in 'wiefern Jahre geleistete Arbeit, die erfolgreich verlaufen ist. Nach der organisatorischen Aufbauarbeit soll im folgenden Jahre die propagandistische Werbung für die Ostprovinzen durch geeignete Dorträge in größerem Rahmen erfolgen. Als größere Veranstaltung zu Beginn des kommenden Jahres ist )ie feierliche Überreichung der Ehrenzeichen für \e Abstimmungsteilnehmer vorgesehen, bei der der
Das Urteil
in dem Oevisenprozeß Heymann.
LPD. Mainz, 12. Dez. In dem Devisen- strafverfahren gegen die Inhaber der betrügerischen jüdischen Weinfirma Heymann, Mainz, verurteilte die Große Strafkammer den 59jährigen Karl Heymann und den 58jährigen Heinrich Heymann wegen fahrlässigen Devisenvergehens in zwei Fällen zu je 5 0 0 Mark Geldstrafe bzw. zehn Tagen Gefängnis. Im übrigen wurden sie freigesprochen. Julius Heymann wurde auf freien Fuß gefetzt, Karl und Heinrich Heymann bleiben wegen Deraehen gegen das W e i n g e f e tz noch in Haft. Karl und Heinrich Heymann haben einem Inländer zugunsten eines Ausländers Zahlungsmittel ausgehändigt.
Weihnachten steht vor der Tür und wieder gilt es, Weihnachtspakete zu verschicken; wird es doch nur wenige Haushalte geben, in denen alle Angehörigen die Zeichen der Liebe und des Gedenkens persönlich überbringen können. Wohl in jeder Familie werden ferne Verwandte, Freunde und Bekannte mit einer Weihnachtsgabe bedacht und hoffentlich wird auch fo manchem arbeitslosen oder bedürftigen Volksgenossen eine Weihnachtsfreude bereitet werden. Selbstverständlich sollen die Geschenke den Weihnachtstisch schmücken; sie müssen also rechtzeitig dem Empfänger zugehen. Hierfür hat die Deutsche Reichspost wieder in weitestem Umfange Vorsorge getroffen; ihre Verkehrsmittel und ihr Personal sind jedem Paketansturm gewachsen. Außergewöhnliche Postverbindungen auf der Bahn und auf Landwegen sind eingerichtet und die Wagen und Zustellkräfte vermehrt worden. Bei aller Vorfreude sollten die Absender von Paketen, Postgütern und Päckchen aber auch bedenken, daß Witterungsverhältnisse (plötzliche Schneefälle, Eisbildung usw.) den Verkehr namentlich auf der Landstraße erheblich behindern und daß gerade vor dem Fest leicht Verspätungen auftreten können. Darum sollte man feine Weihnachtspäckereien nicht erst in allerletzter Stunde einliefern.
Die Postanstalten nehmen schon, um die Einlieferung zu erleichtern, während des Weihnachtsverkehrs nach Möglichkeit auch außerhalb der Schal-1
waltungsinspektor Dippel! (Alsfeld) über die Rechnungslegung der Gemeinden
nach der Deutschen Gemeindeordnung.
Der Vortragende erläuterte die einschlägigen Bestimmungen der Gemeindeordnung unter besonderer Hervorhebung der Abweichungen gegenüber dem seitherigen Recht. Als besonders bemerkenswert wurde erwähnt, daß die Rechnung nach dem 1. April 1935 von dem Bürgermeister zu legen und die Entlastung von der Aufsichtsbehörde auszusprechen ist. In seinen weiteren Ausführungen über das eigentliche Rechnungswesen erörterte der Redner in eingehender Weise die gesamte Handhabung des Rechnungsverfahrens und des Kastenwesens der Gemeinden auf Grund der Urkunden und Belege.
Alsdann sprach Kontrollbeamter Funk (Alsfeld) von der Landesversicherungsanstalt Hessen über
die wichtigsten Bestimmungen der Invalidenversicherung.
Der Redner betonte die engen Beziehungen zwischen der Gemeindeverwaltung und der Invalidenversicherung. Er wies dabei auf die Wichtigkeit der Aufklärungsarbeit der Bürgermeister hin, besonders bei dem Umtausch der Öuittungskarten und bei der Stellung der Rentenanträge. Die Bürgermeister könnten durch geeignete 'Ueberwachung in vielen Fällen verhüten, daß erworbene Anwartschaften zum Schaden der Versicherten und der Gemeinde verlorengingen. Redner behandelte sodann die hauptsächlich für den Erwerb und den Verlust der Anwartschaft von Rentenansprüchen zu beachtenden Vorschriften.
Die an den Vortrag sich anschließende rege Aussprache bewies das starke Interesse für diesen Verhandlungsgegenstand. Unter Mitteilungen gaben Kreisobmann Dr. Dölsing und die Sachbearbeiter des Kreisamts verschiedene Verfügungen und Anweisungen der Landesregierung aus den einzelnen Zweigen des Verwaltungswesens bekannt. Der Kreisobmann schloß die mehrstündige, von regem Interesse begleitete Arbeitstagung, mit dem Treugelöbnis für den Führer.
kehr, von Preußen am 2. Juni 1897 und von Hessen am 15. Dezember 1897. Ihre Eröffnung erfolgte am 19. August 1898. Durch ihre Verbindung mit dem erzgesegneten Biebertal erhielt Gießen nur eine winzige Teilerfüllung der großen Wünsche hinsichtlich der obenerwähnten Lenne-Lahnbahn. Diese dampfbetriebene Kleinbahn mit einer Spurweite von einem Meter folgt dem Tal des Bieberbaches und liegt mit wenigen Ausnahmen bis zum Ende auf der Rodheimer Landstraße. Sie steigt nur 40 Meter an (Bieber 197,81 Meter).
Ganz auf hessischem Gebiet liegt die ehemalige Hessische Staatsbahn H u n g e n—M ücke , eine eingleisige Nebenbahn von 24,84 Kilometer Länge. Die Hessische Bauabteilung Nidda erbaute die Strecke Hunge n—L aubach und eröffnete sie am 1. Juni 1890. Die Königliche Eisenbahn-Direktion Frankfurt erbaute die Linie ß a u b a ch—M ücke, die am 1. April 1899 ben Verkehr aufnehmen konnte. Ihre höchste Steigung erreicht sie bei Freienseen mit 277,90 Meter.
Die Butzbach-Licher-Eisenba h n-Aktien« Gesellschaft in Berlin, die für jede von ihr in Oberhessen zu erbauende Bahn die Konzession auf 50 Jahre erhielt, erbaute im Jahre 1904 die eingleisige Bahn B u h b a ch—L i ch , 19,20 Kilometer lang, 1907 die Linie L i ch—G rünberg mit 18,98 Kilometer Länge, 1908 die Linien Griedel—Bad- Nauheim und Butzbach—Oberkleen. Noch heute ist die Gesellschaft im Besitz dieser Bahnen.
Bei diesem schon vor beinahe 30 Jahren abgeschlossenen Eisenbahnnetz wird es angesichts des jetzigen Baues der Reichsautobahnen bis in weite Zukunft hin wohl sein Bewenden haben.
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} Alsfeld, 13. Dez. Am gestrigen Donnerstag hielt die Kreisabteilung Alsfeld im Deutschen Gemeindetag unter dem Vorsitz des Kreisobmanns, Bürgermeister Dr. 23 ö (fing, ihre letzte diesjährige Arbeitstagung ab, bei der fast alle Bürgermeister des Kreises Alsfeld anwesend waren. Als erster Referent der Tagung sprach Bürgermeister Dr. Hamm (Gießen) über
Zweck und Organisation
des Landesverkehrsverbandes Rheln-Naln.
Der Redner betonte, es sei notwendig, daß sich auch die kleinste Gemeinde an den Bestrebungen zur Hebung des Fremdenverkehrs beteilige, da die Gemeinden eine unlösbare Schicksalsgemeinschaft bilden. Die Hebung des Fremdenverkehrs könne nur in langsamer, steter Arbeit erfolgen. Vor übereilten Werbungsmaßnahmen sei zu warnen. Es sei dabei falsch, einfache, gute, ländliche Gaststätten modernisieren zu wollen. Neben der wirtschaftlichen Seite des Fremdenverkehrs, der erhebliche Summen in die Wirtschaft bringe, habe dieser auch eine ideelle Seite, indem sich die einzelnen deutschen Volks- stämme dadurch näher kennenlernen. Der Redner erläuterte sodann die Organisation des Landes- Verkehrsverbandes Rhein-Main, der in beftimmte Gebiete eingeteilt ist, an deren Spitze je ein Gebietsreferent stehe. Das Gebiet Oberhessen umfasse die sechs Kreise der Provinz Oberhessen und den Kreis Wetzlar. Die örtliche Propaganda fei Sache des Verkehrsoereins. Dem Landesoerkehrsverband liege die Hebung des Fremdenverkehrs im Vogelsberg ganz besonders am Herzen. Als besondere Aufgaben der örtlichen Verkehrswerbung bezeichnete Dr. Hamm den technischen Verkehr, die Schönheit des Ortes und die Leistungen des Gastwirtegewerbes. Der Redner bat um Unterstützung der Bestrebungen des Landesverkehrsverbandes durch die Bürgermeister und regte den Beitritt der Gemeinden zu dem Verbände an. Von Interesse war dabei die Mitteilung, daß der Landesverkehrsverband seine Arbeit im engen Zusammenschluß mit der Landesbauernschaft leistet.
Als nächster Referent der Tagung sprach 23er-
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