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Neues für den Büchertisch.
— Paul Ernst: Ein Credo. Aufsätze und Betrachtungen. In Leinen gebunden 8,50 Mark. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München, 1935. — (387) — „Das letzte der Persönlichkeit ist immer ein Glauben, aus ihm fließt jede ihrer Aeußerungen" — dieses Wort Paul Ernsts steht dem neuen Buch voran; es setzt ein mit einer Reihe autobiographischer Berichte, in denen der Dichter zu verschiedenen Zeiten seines Schaffens sich über sein Leben und Werk Rechenschaft gab. Jeder dieser zum Teil noch unveröffentlichten Aufsätze, die aus den Jahren von 1909 bis 1932 stammen, liest sich wie für unsere Tage geschrieben. Dabei beschränken sich diese Betrachtungen nicht auf den Bezirk der Dichtung allein, sie greifen über auf alle Gebiete des geistigen Lebens: auf Malerei und Musik, auf Architektur und Philosophie, auch befassen sie sich nicht nur mit den Fragen der deutschen Kultur, sondern nehmen ihren Stoff aus den Kulturen vieler Völker und Zeiten. Indem Paul Ernst sein vielfältiges eigenes Schaffen ständig durch prüfende gedankliche Untersuchungen begleitete, gab er zugleich die Fundamente einer neuen Kunstanschauung. So wird das fast unbekannte Vorwort zu einem großen nationalen Epos „Das Kaiserbuch", dem für die soeben erscheinende Volksausgabe dieser Dichtung besondere Beachtung zukommt, zu einer grundlegenden Untersuchung über die Möglichkeiten des deutschen Epos. Andere Betrachtungen, die sich mit dem neuen Drama und dem kommenden Theater befassen, greisen unmittelbar ein in die Auseinandersetzungen unserer heutigen Zeit, die diesen entscheidenden Problemen ernsthaft
nachgeht und sie von Grund aus zu lösen versucht. Das Kernstück des Bandes stellen indessen die Aufsätze dar, die aus innerstem Wissen heraus eine Deutung des religiösen Suchens der Gegenwart geben und eine Erneuerung des Christentums aus tragisch-heroischem Lebensgefühl heraus anstreben.
— E. G. Kolbenheyer: Lebenswert und Lebenswirkung der Dichtkunst in einem Volke. Eine Rede. Kart. 80 Pfennig. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München, 1935. — (404.) — In dieser Rede, die als Ergänzung des Vortrages „Unser Befreiungskampf und die deutsche Dichtkunst" bereits 1932/33 in vielen deutschen Städten gehalten wurde, hat es sich Kolbenheyer zur Aufgabe gemacht, den Lebensbeziehungen zwischen Volk und Dichtkunst nachzugehen und Wert und Wirkung des dichterischen Kunstwerks für das Dasein einer völkischen Gemeinschaft zu ergründen. Kolbenheyer kommt zu dem Schluß, daß die Freiheit der Schaffensbedingungen streng unterschieden werden muß von der Freiheit der Schaffenswirkung! Frei sein kann und darf immer nur die schöpferische Handlung, der eigentliche Schaffensakt, während das Geschaffene, also das fertige Kunstwerk, dem Ueberindividuellen angehört, auf dieses einen biologischen Einfluß ausübt und mithin seine Freiheit verliert. Das bedeutet im Grunde nichts anderes, als daß der Künstler niemals der Kunst, sondern immer nur der Wirkung der Kunst zuliebe schöpferisch tätig sein darf.
— Gustav Renker: Dichter um Heinrich Mark. Verlag von Friedrich Reinhardt in Basel. Leinen 4,80 Mark. — (366) — Renker, der
Verfasser vieler Bergromane, schlägt diesmal zartere Töne an und führt uns in die Welt der Schriftsteller. Der Verleger Heinrich Mark und seine Frau haben oberhalb Locarno ein schönes Haus gebaut, das in Gastfreundschaft allen ihren Verlagsautoren offensteht. Wir lernen eine Anzahl eigenwilliger, gut charakterisierter Menschen kennen und erleben ihre interessanten Schicksale mit. Eine Gestalt vor allem nimmt unsere ganze Anteilnahme gefangen: der Weltreisende und Abenteurer Reinhold Fäßler. Nach einer schweren Enttäuschung sorgt die mütterliche Verlegersgattin dafür, daß er liebevolle Aufnahme in der Familie eines Försters und Naturdichters findet. Die Schilderung, wie sich nun zwischen dem äußerlich rauhen, aber fein empfindenden Fäßler und der noch ganz jungen Försterstochter eine zarte Liebe anspinnt, gehört zum besten, was Renker geschrieben hat. Auch die andern Gestalten sind lebendig gesehen.
— Paula (3 r o g g e r : Der Lobenstock. Erzählung. Biegsam gebunden 2,40 Mark. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München, 1935. — (336.) — Hoch in den Bergen der Steiermark lebt Genosev, die stille und zarte Tochter aus dem Zwölfbotenwirtshaus, dem Lärm der Welt entrückt durch die verzehrende Krankheit, der sie, eines frühen Todes gewiß, von Kindheit an verfallen ist. Doch ihr widerfährt das Glück, nach vielerlei Ungemach des Leibes und der Seele den Weg ins Leben wiederzufinden, als sie eines schönen Tages die Badersippe der Lobenstocks aufsucht, die als einzige, Namen und Ruf einem wundertätigen geheimnisvollen Heilkraut verdanken. Da sinkt unversehens das streng gehütete Wissen mit dem alten Bader ins Grab. Durch den Zauber eines Traumes verlockt, gelingt es indessen Genofeo, die in heißer Liebe zu dem jungen Baderssohn entbrannt ist, in
einer fast unbetretenen Einöde des Gebirges baS wirksame Kräutlein wieder zu entdecken. Ihr Glaube nun an dessen heilenden Wirkung und ihre Hoff» nung, bald für immer mit dem fernen Geliebten vereint zu sein, lassen sie alsbald zum blühenden Weibe genesen. Als aber nach Jahr und Tag ihrer in Leidenschaft und Geduld starken Liebe keine Antwort zuteil wird, macht sie sich auf den Weg, dem Geliebten das Wunderkraut zu bringen und mit ihm glücklich zu werden. Zu ihrem Schmerze findet sie ihn jedoch an der Wiege des ersten Kindes, das ihm seine inzwischen gewonnene Fran vor wenigen Tagen geschenkt hat. Schweren Herzens überwindet sich Genosev und reicht ihre Hand einem braven Manne, der schon lange um sie warb, bewährt sich als Frau und Mutter und birgt gleichwohl fortan im tiefsten Grund ihrer 'Seele die Erinnerung an die verlorene Liebe ihrer Jugend.
— Maria Veronika Rubatscher: Das lutherische Jogge le. Roman aus dem Marterbuch der deutschen Seele. 190 Seiten. Gebunden 4 Mark. Eugen Salzer Verlag, Heilbronn. — (371) — Die Geschichte führt in die erbitterten Glaubenskämpfe des 16. Jahrhunderts in der deutschen Grenzmark. Den „vergessenen und verkannten Be- kennern Christi" hat Maria Vdronika Rubatscher in der sagenhaften Gestalt des „lutherischen Jakobs" ein Denkmal zu setzen sich bemüht. Dem Leser wird freilich das Eindringen in die vergangene Welt dieses Buches durch den etwas geflissentlich anmutenden Chronikstil und einen starken mundartlichen Einschlag nicht erleichtert. Eine Worterklärung am Schluß gibt die notwendigsten Hilfen.
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