Aus aller Welt
als Vertreter des
leutnant von Brau
segnen HMru
z
Furchtbares Explosions-Llnglück in einer Sprengstoff-Fabrik bei Wittenberg Bisher 22 Tote, 75 Schwerverletzte, 300 Leichtverletzte.
Am Donnerstag hat die M a r i n e v o l k s w o ch e bei unverändert schönem Wetter und starkem Besuch ihren Fortgang genommen. In Gegenwart des Reichsministers Rust, der auf dem Kreuzer „Königsberg" aus Ostpreußen eingetroffen war, erfolgte der Start der interessanten Segel-Pokal- Wettfahrt. Gegen Mittag setzte der Riesenmenschenstrom zum Stadteil Wik, wo die Schau- darbietungen und E x e rz i e r ü b u n g e n stattfanden, in verstärktem Maße wieder ein. Die Darbietungen der M a r i n e k r a f t f a h r e r auf dem Kasernenhof in der Wik zeigten, daß unsere blauen Jungen auf jedem Gebiet, auch auf scheinbar entfernter liegenden, ihren Mann zu stehen wissen. Eine neue Schaudarbietung war ein Manöver der 1. Räumboot-Halbflottille. Es war ein imponierendes Bild, wenn die kleinen Schiffe in schnurgerader Reihe oder in Kiellinie hintereinander angebraust kamen. Am Nachmittag wurden auch die Marine-Schwimm-Mei st erschaften in der Marine - Schwimmanstalt an der Seydlitz- brücke durchgeführt. Beim Kunstspringen waren Sprünge in hervorragender Form vom 12-Meter- Brett aus durchaus keine Seltenheit, so daß die be- geisterte Menge immer wieder reichen Beifall spendete.
Ein Erlebnis besonderer Art war abends der Zapfenstreich auf dem Flotten-Flaggschiff „Schleswig-Holstein", das sich wie das Panzerschiff „Deutschland", der Kreuzer „Königsberg" und die „Leipzig" durch ihre strahlende Lichterkette vom Wasser abhoben. Im Fackellicht hatte die Kapelle des Flotten-Flaggschiffes auf der Schanze Aufstellung genommen. Als der Badenweiler-Marsch gespielt war, leitete das Locken der Spielleute den Zapfenstreich ein. Feierlich ertönte der Choral „Ich bete an die Macht der Liebe" über das Wasser, und als nach abermaligem Locken der Spielleute die Nationalhymnen erschollen, erhoben sich überall die Hände zum Gruß. Es war ein prachtvolles Bild, das sich im nächtlichen Kieler Hafen mit seinen erleuchteten Schiffen bot.
schäftsgebaren des Rundfunks gewesen sei. Er hätte allen anderen ein Vorbild in der Sparsamkeit sein müssen, aber er habe seine eigenen Vorschriften nicht befolgt.
Auf Dr. Magnus treffe dasselbe zu. Er sei aber für die einzelnen Straffälle härter zu bestrafen, denn er sei der geistige Vater für die Gewährung unzulässiger Zuschüsse an Dr. Flesch gewesen.
Im Anschluß an die Urteilsbegründung verkündete der Vorsitzende noch den Gerichtsbeschluß, daß der Haftbefehl und der Haftverschonungsbeschluß für Dr. Flesch aufrechterhalten bleibe. Jedoch falle die Meldepflicht und die Aufenthaltsbeschränkung fort, da Fluchtverdacht nicht mehr gegeben sei.
Tausende aus der Manne-Volksivoche in Kiel
Schweden gewinnt die zweite Segel-Wettfahrt.
DasküustigeOssizierskorpsdrsVeurlaubleustandes der Reichslufiwaffe.
Ein Merkblatt.
lichstes Beileid und den Ueberlebenden der Katastrophe meine besten Wünsche.
Dr. Robert Ley, Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Reichsleiter der DAF.
DAF. flaggt halbmast.
Berlin, 14. Juni. (DNB.) Dr. Ley hat so- eben folgende Verfügung erlassen: „Mit tiefer Trauer steht has ganze schaffende Deutschland an den Bahren der Opfer des Reinsdorfer Explosionsunglücks. Die Deutsche Arbeitsfront roirb ihre Verbundenheit durch die Tat beweisen. Als äußeres Zeichen unserer innigen Kameradschaft mit dieser schwer heimgesuchten Gefolgschaft ordne ich an: Sämtliche Dienststellen der DAF. setzen sofort die Arbeits- frontfahne bis einschließlich des Beisetzungstages der Opfer halbmast. Zum Dienstanzug wird auf fünf Tage Trauerflor angelegt.
Dr. Robert Ley, Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Reichsleiter der DAF.
vorläufig können außerdem Offiziere d. v. werden:
a) Ehemalige aktive und Reserve-Offiziere der alten Wehrmacht (Heer und Marine), die über entsprechende Sonderausbildung verfügen, falls ihre Eignung feststeht. Sie müssen sich nach erfolgter Ernennung zum Reserveoffizier bei der Fliegerund Luftnachrichtentruppe zur Ableistung von drei Hebungen, bei der Flakartillerie zur Ableistung von zwei Hebungen verpflichten.
b) Dor längerer Zeit aus dem Reichsheer oder der Reichsmarine ausgeschiedene aktive Offiziere mit entsprechender Sonderausbildung, falls ihre Eianung feststeht. (Einstellung nur bei Flakartillerie uno Lustnachrichtentruppe.) Verpflichtung zur Ableistung von 2 Hebungen innerhalb 4 Jahren, in Ausnahmefällen innerhalb 6 Jahren nach erfolgter Ernennung zum Reserveoffizier ist erforderlich.
c) Ehemalige Soldaten der alten Wehrmacht (Heer und Marine) sowie der neuen Wehrmacht, ohne Offizierdienstgrad aber mit dem Dienstgrad eines Portepee-Hnteroffiziers (Alter in der Regel nicht über 40 Jahre), falls auf Grund 8- bis 12wöchiger Hebung bei der Flakartillerie oder Luftnachrichtentruppe ihre Eignung festgestellt wird und sie sich verpflichten, nach Ernennung zum Offizier d. B. im 1. und 2. Jahr je eine Hebung von vier Wochen Dauer abzuleisten.
d) Bei der Fliegertruppe Persönlichkeiten, die bis Ende 1934 eine abgeschlossene fliegerische Ausbildung bei Ausbildungsstellen der Luftfahrt erhalten und sich dauernd in fliegerischer Hebung gehalten haben. Flugzeugführer müssen mindestens den Flugzeugführerschein BI besitzen. Persönlichkeiten ohne militärische Vorbildung dürfen das 35. Lebensjahr, ehemalige Soldaten ohne Offizierdienstgrad in der Regel das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Nach sechsmonatiger militä» rischer und fliegerischer Ausbildung und Ableistung der 3 Reserveübungen für die Ungedienten bzw. dreimonatiger militärisch-fliegerischer Ausbildung und Ableistung von 1—3 Reserveübungen für die ehemaligen Soldaten, müssen sie sich zur Ableistung von 4 weiteren Hebungen innerhalb 8 Jahren nach erfolgter Ernennung zum Reserveoffizier verpflichten.
Anträge sind schriftlich nur an das für den Wohnort des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando zu richten.
Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurden darauf durch Generalleutnant von B r a u ch i t f ch , Bundesleiter Dr. Steinacher und Dr. Ern st Kränze für die Wehrmacht, für den VDA. und für das Auslandsdeutschtum niedergelegt.
Sodann sprach Bundesleiter Dr. Steinacher. Hindenburg sei seit dem Jahre 1917 Ehrenführer und Ehrenvorsitzender des VDA. gewesen. Er habe in den entscheidenden Jahren die Aufgabe des VDA. geschützt und erhalten, wofür ihm Dank gebühre. Heute nehme der VDA. Abschied von seinem Ehrenführer. Sodann gedachte Dr. Steinacher der Toten, die in Ostpreußen und darüber hinaus vom hohen Norden bis zum Schwarzen Meer gefallen find. Anschließend brachte Dr. Steinacher, nachdem die Ehrenkompanie das Gewehr präsentiert hatte, auf den Führer und das ganze deutsche Volk ein dreifaches Siegheil aus. Es folgte das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied.
Unter klingendem Spiel zogen die Jungen und Mädel zurück nach Hohenstein, um von dort aus ihre Wanderfahrt durch das schöne Ostpreußen fortzusetzen.
Schwedische und finnische Auslauschschüler besuchen Deutschland.
Die Deutsche Pädagogische Auslandstelle im Deutschen Akademischen Austauschdienst hat auch in diesem Sommer einen umfangreichen Aus- tauschdienst mit den nordischen Lände r n durchgeführt. Nachdem vor einigen Tagen eine Gruppe von 150 finnischen Schülern und Schülerinnen in Berlin eingetroffen ist, kamen jetzt im Sonderzug aus Saßnitz rund 4 0 0 schwedische Austauschschüler an. Eine weitere Gruppe von 100 Teilnehmern hatte sich vom schwedischen Gesamttransport bereits in Saßnitz abgezweigt, um nach Hamburg, Lübeck, Bremen und Stettin zu fahren. Die Schüler und Schülerinnen verbrachten einen Tag gemeinsam in Berlin. Sie legten einen Kranz am Ehrenmal nieder und waren mit Angehörigen der HI. und des BdM. zusammen. Dann ging die Fahrt in die verschiedensten Gebiete des Reiches, u. a. nach Württemberg, weiter; ein kleiner Teil bleibt in Berlin selbst.
Afrikaflieger Schwabe in TNünchen gelandet.
Auf dem bei München gelegenen Flugplatz Ober« wiesenfeld landete der Afrikaflieger Karl Schwabe Damit ist der dritte Afrikaflug des deutschen Sportfliegers beendet. Die Landung vollzog sich in aller Stille, nur der Sohn des Fliegers war anwesend.
Kein Wasser auf Gurkensalat trinken!
Ein 35jähriger Mann in Kassel brach auf dec Straß« plötzlich bewußtlos und mit Anzeichen einet:
und der Gewinnsucht zu erheben sei. Entlastend sei aber für ihn die Tatsache, daß die zuständigen Auf- sichtsorgane Bredow, Magnus und K n ö p f k e seiner offensichtlichen Hemmungslosigkeit nicht nur nicht entgegengetreten seien, sondern ihn z. T. die gebratenen Tauben geradezu in den Mund geschoben hätten.
Bei Dr. Bredow seien irgendwelche eigennützigen Motive nicht festgestellt worden. Wo er sich schuldig gemacht habe, sei das aus allzugroßer Nachgiebigkeit und Schwäche geschehen. Strafverschärfend sei aber zu berücksichtigen, daß er der eigentliche Leiter des ganzen deutschen Rundfunks und als solcher ganz besonders verantwortlich für das Ge-
Volksdeutsches Gedenken am Tannenberg-Denkmal.
Hohenstein, 13. Juni. (DNB.) Die Ost- landtagung des VDA. fand ihren Ausklang in einer Gedenkfeier im Tannenberg- Denkmal, der Ruhestätte des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg, der seit 1917 Schutz- und Schirmherr des VDA. war.
Die weite Fläche im Innern des Denkmals war von Zehntausenden von Mädchen und Jungen des VDA. mit ihren Wimpeln und Bändern erfüllt. An hohen Masten flatterten Fahnen, rechts und links loderten aus Opferschalen Flammen zum Himmel. Nach dem Einmarsch der Ehrenkompanie des Allensteiner Infanterieregiments mit den Hin- denburgfahnen unter den Klängen des Badenweiler Marsches begann der Festakt. Dabei sprach der kommandierende General im Wehrkreis I General-
Wieder Ruhe in Wittenberg.
Wittenberg, 14. Juni. (DNB.) In den späten Abendstunden ist in Wittenberg wieder vollständige Ruhe eingekehrt. Die Erregung, die sich unmittelbar nach der ersten Explosion der Bevölkerung bemächtigt hatte, wurde sehr bald durch das sofortige Eingreifen der PoUzei beschwichtigt, und die Bevölkerungskreise aus Wittenberg und der näheren Hmgebung beruhigten sich allmählich wieder. Da sehr viele Arbeiter aus den betroffenen Betrieben und den anliegenden Arbeitsstätten nach der ersten Explosion ihre Arbeitsplätze verlassen hatten und sich nicht sofort wieder einfanden, war es zunächst verhältnismäßig schwer, einen Heberblick über die Zahl der Opfer zu gewinnen. Don den etwa 300 Leichtverletzten konnte der größte Teil nach Anlegung von Notverbänden wieder in die Wohnungen entlassen werden. Die ärztliche Betreuung der Verletzten ging verhältnismäßig glatt vonstatten, da sehr bald nicht nur sämtliche Aerzte aus Wittenberg aufgeboten waren, sondern auch au5 der näheren und weiteren Hmgebung, so auch aus Berlin und Leipzig Aerzte herbeigerufen wurden. In den umliegenden Ortschaften und m Wittenberg selbst haben die Explosionen im wesentlichen nur Sachschaden angerichtet. Personen sind hier nicht zu Schaden gekommen.
MeiWgramme.
Berlin, 13. Juni. (DNB.) Reichsmimster Dr Goebbels hat an den Betriebsführer der Westfälisch-Anhaltinischen Sprengstoffabrlk in Nemsdorf bei Wittenberg nachstehendes Beileids- telegramm gerichtet:
Zu dem furchtbaren Explosionsungluck m Rems- tai bei dem is viel» brav, toeitex itit L-dm
Entstehungsursache noch unbekannt.
Wittenberg, 13. Juni (20.30 Uhr). (D3tB.) heute gegen 15 Uhr ereignete sich in Reinsdorf bei Wittenberg bei der Firma Westfälisch-Anhaltinische Sprengstossabrik (Wasag) ein E x p l o s i o n s u n - glück, bei dem ein Teil des Betriebes stark beschädigt wurde. Die Ursache ist bisher nicht festzustellen. Nach der ersten Explosion entstand ein B r a n d, in dessen Verlauf sich w e i t e r e E x p l o- stonen ereigneten. Die letzte Explosion erfolgte um 18 Uhr. Die Brandstelle war erst gegen 20 Uhr zugänglich. Nach den letzten Feststellungen wurden bisher 2 2 Tote geborgen. Weitere 30 Arbeiter werden noch vermißt. Es besteht leider wenig Hoffnung, daß diese Vermißten noch lebend geborgen werden können. Außerdem wurden bisher 75 Schwerverletzte und 300 Leichtverletzte gezählt. Bei den Leichtverletzten handelt es sich aber vielfach um ganz leichte Verwundungen, fo daß viele schon morgen oder übermorgen wieder ihrer Beschäftigung nachgehen können.
Der erste Eindruck in Wittenberg.
Zu dem Unglück meldet uns unser Sonderbericht, erftatter folgende Einzelheiten: Gleich die erste Detonation kurz vor 15 Uhr, der ein mächtiger Donnerschlag folgte, hatte in dem acht Kilometer entfernten Wittenberg eine außerordentliche Wirkung. In der näheren Umgebung des Werkes und sogar in den nach Reinsdorf zu liegenden Straßen gingen die Schaufensterscheiben einiger großer Geschäfte in Trümmer, aus den höheren Stockwerken fielen verschiedentlich Scherben auf die Straßen und verletzten einige Passanten. Durchgehende Pferdefuhrwerke vergrößerten noch die Verwirrung. ..
Die erste Explosion hatte mehrere Brande zur Folge, die in verschiedenen Zeitabschnitten met= tere Detonationen hervorriefen. Schon nach 20 Minuten kamen die ersten Verletzten - Transporte aus dem Werk. Es schien sich vorwiegend um Verletzungen durch Steine und Konstruktionsteile zu handeln. Sämtliche privaten Kraftwagen der Stadt wurden aufgeboten, alle Aerzte, auch aus der weiteren Umgebung, alarmiert. Als das Paul-Gerhordt-Stift in Wittenberg überfüllt war, wurden die Verletzten bereitwillig in Prwat- wohnimgen aufgenommen. Die Transportfähigen wurden in die Nachbarstädte, zum Teil bis nach Halle gebracht. Der größte Wert wurde darauf gelegt, die Familien der Verletzten so schnell wie möglich zu benachrichtigen. Das war deshalb sehr schwierig, weil der größte Teil der Gefolgschaft in der weiteren Umgebung von Wittenberg, selbst in den Nachbarkreisen wohnt.
Etwa nach einer Stunde tarnen die ersten Reinsdorfer Arbeiter ganz verstört nach Wittenberg. Wie immer in solchen Fällen tauchte eine Fülle von unbegründeten Gerüchten auf, doch vermochten die Sicherheitsorgane, Polizei, die SA. und Technische Nothilfe, die Bevölkerung zu beruhigen und davon zu überzeugen, daß für sie keine Gefahr mehr bestand. Die Geschäfte in Wittenberg jchlos- Ub im Lauis des Nachmittag?,
An der LlnglückssMe.
Eine erste Besichtigung der Unglücks- ft ä 11 e , die in weitem Umkreise aus Gründen der Vorsicht abgesperrt ist, ergab, daß die verbreiteten Gerüchte weit übertrieben waren. Es ist auch nicht etwa das ganze Werk, sondern nur ein einzelner Teilbetrieb von dem Unglück betroffen worden. In den anderen Fabrikteilen und Anlagen ist glücklicherweise nur Gebäudeschaden zu verzeichnen. Der Gesamtbetrieb des Werkes erleidet im wesentlichen keine Unterbrechung, es bedarf in der Hauptsache lediglich einiger Restaurierungsarbeiten an dem äußeren Bild der Gebäude. Die Unfallstelle selbst ist noch in den späten Nachtstunden in dichten Rauch gehüllt, aus dem ab und zu noch Feuerschein hervordringt.
Nach der ersten Explosion trat sofort die Wer k- seuerwehr in Tätigkeit und nahm sich der Verwundeten an. In kürzester Zeit trafen auch die Wehren aus Wittenberg und der Umgegend ein, ferner Sanitätsmannschaften, Aerzte sowie SA.- und SS.-Mannschaften, die zum größten Teil gar nicht mehr einzugreifen brauchten und sofort in weitem Umkreis Absperrungen Vornahmen sowie die Bevölkerung der näheren Umgebung, die verständlicherweise zunächst stark besorgt war, be- rühigte. Inzwischen zog die Schutzpolizei Postenketten und sperrte die Straßen um das Werk herum ab, damit niemand in die Gefahrenzone kam und der Verkehr für die Mannschaften und Rettungswagen reibungslos verlaufen konnte.
DNB. Heber das künftige Offizierkorps des Beurlaubtenstandes der Reichsluftwaffe wird folgendes Merkblatt veröffentlicht, das in den einleitenden Abschnitten die bereits bekannten Bestimmungen über die Auswahl des Offizierkorps und ihre Voraussetzungen enthält. Der weitere Teil besagt u. a., daß Offiziere d. B., die zum fliegenden Personal der Fliegertruppe gehören, die Verpflichtung haben, ich durch luftsportliche Betätigung in fliegerischer Hebung zu halten.
Für die aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Unteroffiziere:
1. Soldaten, die bei der Fliegertruppe und Luftnachrichtentruppe nach freiwilliger 4^jähriger Dienstzeit ausscheiden und auf Grund ihrer Leistungen und Persönlichkeit bei der Entlassung aus dem aktiven Dienst zum Reserveoffizier-Anwärter und überzähligen Unteroffizier der Reserve ernannt worden sind, leisten nur die 2. und 3. Reserveübung von je 4 Wochen Dauer im 1. und 2. Reservejahr ab. Pflichtübungen als Offizier d. B. = 2 Hebungen innerhalb 4, in Ausnahmefällen innerhalb 6 Jahren nach erfolgter Ernennung zum Offizier d. B., die erste Hebung von 6 Wochen, die zweite Hebung von 4 Wochen Dauer.
2. Unteroffiziere, die nach zwölfjähriger Dienstzeit aus der Reichsluftwaffe ausscheiden, können, sofern ihnen nach 10^jähriger Dienstzeit die Eignung zum Reserveoffizier-Anwärter zugesprochen worden ist, zur Ernennung zum Offizier d. B. vorgeschlagen werden. Sie müssen sich verpflichtet haben, bei der Fliegertruppe (fliegendes Personal) bis 8 Jahre nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst alle 2 Jahre eine Hebung von 4 Wochen Dauer bei der Fliegertruppe (Flugzeug- und allgemeines Personal), der Flakartillerie und Luftnachrichtentruppe innerhalb 4 Jahren, in Ausnahmefällen innerhalb 6 Jahren 2 Hebungen, die erste Hebung von 6 Wochen, die zweite Hebung von 4 Wochen Dauer, abzuleisten.
Für die aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Offiziere:
Die aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Offiziere der Fliegertruppe, Flakartillerie und Luftnachrichtentruppe können zu den Offizieren d. B. ihrer Waffengattung überführt werden, sofern Eignung in jeder Hinsicht noch vorhanden ist und die ausscheidenden Offiziere sich zur Ableistung der erforderlichen Hebung verpflichten.
Reichskriegsministers, der zu feinem Bedauern der Tagung nicht habe beiwohnen können. Nachdem der Redner auf die Wiedergewinnung der deutschen Wehrhoheit hingewiesen hatte, erinnerte er an die Schlachten von Tannenberg in den Jahren 1410 und 1914. Das Blut der besten Söhne des deutschen Volkes habe diese Erde getrunken, sie sei geweihter Boden. 1924 habe hier der Sieger von Tannenberg, der Führer der feldgrauen Millionen im Weltkriege, Generalfeldmarschall von Hindenburg, den Grundstein gelegt zu diesem Mahn- und Ehrenmal. Seine Türme blickten als Wahrzeichen soldatisch-heldischen Geistes weit hinaus in das Land. 1927 habe von dieser Stelle Hindenburg als Reichspräsident die Kriegsschuld- lüae widerrufen und bei dieser Gelegenheit an das in Parteien zerrissene deutsche Volk die Mahnung zur Einigkeit gerichtet. Die Vorbedingung zur Erfüllung seiner Worte sei im Frühjahr 1933 unter Adolf Hitler geschaffen worden. Am 27. August desselben Jahres habe der Dolkskanzler Adolf Hitler in feierlichem Staatsakt den Sieger von Tannenberg ehren lassen. Ein Jahr später habe das deutsche Volk an dieser Stelle den letzten Ab- schied von dem verewigten Feldmarsckall, dem Vater des Vaterlandes, genommen. Alle sollten sich stets das Wort des verewigten Feldmarschalls als Richtschnur für ihr Leben nehmen: Die Treue ist das Mark der Ehre. Alle sollten treu sein gegen ihr Volk, ihre Heimat und sich selbst. Die Kränze, die jetzt an der Gruft niedergelegt würden, ehrten auch die Millionen Deutscher, die in aller Welt im Kampf für das Deutschtum ihr Leben
Die Segelwettfahrten um den Internationalen Marinepokal auf der Kieler Föhvde wurden mit der zweiten Wettfahrt fortgesetzt. Mit strahlendem Sonnenschein und nicht allzustarkem Nordwest waren die besten Segelbedingungen gegeben. Die Schweden, die schon am Vortage nur eine Sekunde hinter dem siegreichen deutschen Boot eingekommen waren, konnten diesmal knapp gegen Polen und Dänemark als Sieger über die Ziellinie gehen. Schon vom Start kamen die schwedischen Offiziere am besten weg und vergrößerten ihren Vorsprung auf dem ersten Rund- gang ganz beträchtlich. Nach der Wettfahrt legte Dänemark gegen Polen Protest ein, da Polen, als beide Boote auf gleicher Höhe lagen, nicht rechtzeitig ausgewichen war. Der Protest wurde Zugunsten Dänemarks entschieden, so daß Dänemark somit auf den zweiten Platz vor Polen kam. Auf der Kreuzstrecke konnten sie den Vorsprung halten. Polen hatte sich unter Land an dem anfänglich an zweiter Stelle liegenden deutschen Boot „211 a i r" vorbeigeschoben. Beim Wenden zum zweiten Rund- ganq kollidierte die „Atair" mit der Tonne und mußte bestimmungsgemäß ausscheiden. Der Kampf um die Führung zwischen Schweden und Polen ging bei der zweiten Rundung der Dreiecksbahn weiter. Erst kurz vor dem Ziel gelang es den Schweden mit „Bellatrix" an den Polen vorbeizukommen und mit einer Zeit von 1:54:19 siegreich zu bleiben. Holland, das gestern wegen Havarie hatte aufgeben müssen, wurde im letzten Augenblick noch von „Riegl" (Dänemark) abgefangen. Das Ergebnis der zweiten Wettfahrt: 1. „Bellatrix" (Schweden), 2. „Riegl" (Dänemark), 3. „Polaris (Polen), 4. „Aldebaran" (Holland), 5. „Atair" (Deutschland) ausgeschieden. — Nach den zwei Wettfahrten liegen Deutschland und Schweden vor Polen und Dänemark. Die dritte Wettfahrt bringt, wenn sie mit einem Siege der beiden erstgenannten Nationen endet, schon die Entscheidung.
lassen mußten, spreche ich Ihnen meine wärmste und aufrichtigste Teilnahme aus. Die Opfer dieser Katastrophe sind als Soldaten der Arbeit auf dem Felde der nationalen Ehre gefallen. Das deutsche Volk wird ihr Andenken hoch und heilig halten. Den Hinterbliebenen bitte ick mein tiefes Mitgefühl, den Verletzten meine oeften Wünsche zur baldigen Wiederherstellung übermitteln zu wollen.
Reichsminister Dr. G o e b b e I s."
Dr. Ley hat an den Betriebsführer der Westfälisch-Anhaltinischen Sprengstoffabrlk in Reinsdorf bei Wittenberg folgendes Telegramm gerichtet:
„Mit tiefer Erschütterung höre ich von dem großen Hnglück, dem so viele brave deutsche Arbeiter zum Opfer gefallen sind. Sie sind für Deutschland gestorben, bas ganze Deutschland trauert um s i e. Was die Deutsche Arbeitsfront zur Abwendung der durch das Unglück entstandenen schlimmsten Not tun kann, soll geschehen. Ich habe zunächst die Heberweisung von 50 000 Mark verfügt. Bitte übermitteln Sie den Angehörigen der Opfer mein aufrichtigstes, herz-


