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Das Gauiag-Abzeichen.

^toerbesch^

Für den Gautag-Hessen-Nafsau in D a r m st a d t am 1. und 2. Juni 1935 ist das Gau­tagsabzeichen aus Leder hergestellt worden. Es ist wohl eines der künstlerischsten Abzeichen, die bisher überhaupt geschaffen wurden. Es wurde von Schü­lern der Kunstgewerbeschule Offenbach a. M. ent­worfen, die dafür eine Prämie des Gauleiters er­hielten. Da das Abzeichen aus Leder heraestellt ist, wird sowohl der Lederindustrie als auch der Heim­industrie geholfen, da der Rand des Abzeichens mit einer Lederschnur umstochen ist, was nur durch Heimarbeit hergestellt werden kann.

Iahrestagung der Hochschulgesellschast.

Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen (Gießener Hochschulgesellschaft) hält am kommenden Samstag, 18. Mai, im Unwer- sitätsgebäude ihre Hauptversammlung und Fest­sitzung ab. Der Verwaltungsrat wird um 15 Uhr Zu seiner Sitzung zusammentreten, der um 17 Uhr die Hauptversammlung in der Kleinen Aula folgen wird. Um 17.30 Uhr wird im Großen Hörsaal die Festsitzung beainnen, in deren Mittelpunkt ein Vor­trag von Professor Dr. R e i n w e i n (Gießen) über Neue Fortschritte in der Behandlung von inneren Krankheiten" stehen wird. Das Collegium musicum der Universität unter Leitung des Universitäts-Mu­sikdirektors Professor Dr. Temesvary wird vor und nach dem Vortrage Kompositionen von I. S. Bach zu Gehör bringen.

Gießen auf der Ausstellung Oie Rhein-Mainische Wirtschaft" in Frankfurt.

Vom 24. August bis 8. September veranstalten die Verkehrsabteilung des Rhein-Mainischen Indu­strie- und Handelstages, der Landesverkehrsoerband Rhein- Main und die Messe- und Ausstellungsgesell­schaft in Frankfurt a. M. eine große Ausstellung Die Rhein-Mainische Wirtschaft". Die Ausstellung, die die Bedeutung des Rhein-Mainischen Wirtschasts- bezirkes für die gesamte deutsche Volkswirtschaft sinnfällig und umfassend vor Augen führen will, wird sowohl von namhaften Unternehmungen als auch von den einzelnen Städten beschickt. Auch die Stadt Gießen wird auf dieser Ausstellung mit einem Stand versehen sein und in der Hauptsache das Liebigmuseum, die Universität, Gleiberg und Schiffenberg betreffende Schaustücke ausstellen. Gerade eine Ausstellung aus dem Liebigmuseum ist für diese Schau sehr wertvoll, da ja von Liebig die Entwicklung der chemischen Industrie in bezug auf Volksernährung und Landwirtschaft ausging.

Abschiedsvorstellung des Stadttheater-Orchesters.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am heutigen Abend kommt die OperMadame Butterfly" von Puccini zum letztenmal zur Auffüh­rung. Gleichzeitig verabschiedet sich in dieser Spiel­zeit das gesamte Stadttheater-Orchester mit dieser Aufführung von seinen Theaterfreunden, um den Sommer über dem ehrenvollen Ruf und der künst­lerischen Verpflichtung als Bad Homburger Kur­orchester Folge zu leisten. Mit Bedauern sehen wir für den Sommer unsere tüchtigen und rührigen Musiker von uns Abschied nehmen, aber mit Freu­den wissen wir von ihrer neuen künstlerischen Tätig­keit und hoffen auf ein Wiedersehen im kommenden Theaterwinter.

Aerztetagung in Bad-Nauheim.

Am Sonntag, 16. Juni, findet in Bad-Nauheim die 73. Versammlung mittelrheinischer Aerzte statt.

Im Hörsaal des Balneologischen Universitäts- Institutes halten folgende Professoren Vorträge: Professor Gänßlen (Frankfurt a. M.) über Moderne Behandlung der Blutarmut"; P/ofessor Reinwein (Gießen) überErkennung und Behandlung desKomadiabeticum"; Professor Mar­tini (Bonn) überKreislauftherapie bei akut fieberhaften Erkrankungen"; Professor S ch e l l o n g (Heidelberg) überBehandlung des akuten kar­dialen Lungenödems". HeberNeuere Bestrebun­gen in der Schmerzbekämpfung" wird Professor Kirschner (Heidelbera) sprechen. Professor A. W. Fischer (Gießen) folgt mit einem Vortrag überNieren- und Blasentuberkulose". Zum Schluß spricht Professor von Jaschke (Gießen) über Stillschwierigkeiten und ihre Bekämpfung in der Praxis".

Daneben finden Führungen durch die Bade- und Kuranlagen, das Balneologische Universitäts-Insti­tut und das W. G. Kerckhoff-Institut statt.

Für die Frauen der Teilnehmer ist eine Auto­fahrt nach dem idyllischen oberhessischen Bad Salzhausen vorgesehen.

Billige Ostlandfahrt.

Wer möchte nicht die deutsche Ostmark kennen- lernen? Jenes Land mit den weiten Räumen, be­deckt vom wogenden Meer der Brotfrucht, dunklen Laubwäldern, oder blitzenden Seen? Brennpunkte deutscher Geschichte locken: das Ordensschloß der Marienburg, das treue Danzig, die Krönungsstadt Königsberg, das Tannenbergmal des größten deut­schen Feldherrn, dazu das blaue Ostmeer mit Dünen und ragender Steilküste, das Land des Bernsteins. Ein kerndeutsches Volk wohnt dort, hält an der Ost­mark die Wacht. Sie zu stärken, gilt es; ihnen soll die unlösliche Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes mit feiner Ostmgrt fmMllig vor Augtzrr ge­

führt werden. Das ist der tiefe innere Sinn der heurigen Pfingfttagung des Dolksbundes für das Deutschtum im Ausland (VDA.). Aus allen deut­schen Gauen werden sie kommen, begeisterte Jugend, erprobtes Alter, Tausende und aber Tausende wer­den unter dem blauen Wimpel des VDA. erneutes flammendes Bekenntnis ablegen zur Volksdeutschen Einheit. Welcher volksbewußte Deutsche möchte da­bei fehlen? Jeder kann teilnehmen; durch sach­gemäße Organisation, zahlreiche Sonderzüge mit größtmöglicher Ermäßigung sind die Kosten für die Ostlandfahrt auf das geringste Maß gesenkt. Es dürfte selten wieder eine so billige Möglichkeit ge­ben, Ostpreußen kennenzulernen.

Der hessische Sonderzug fährt Mitt­woch, 5. Juni, abends in Frankfurt a. M. ab und kommt Sonntag, 16. Juni, zurück. Dazwischen liegen 10 Tage reichsten Erlebens, eindrucksvollster Kundgebungen, unvergeßlichen Schauens: Marien­burg, Königsberg, Danzig, Zoppot, Tannenberg, Masuren sind Glanzpunkte der Fahrt. Jeder Volksgenosse kann an der Fahrt teil­nehme n. Die Anmeldungen müssen aller­dings sofort, spätestens bis 15. Mai bei der nächsten VDA.-Gruppe, oder beim Landesverband Hessen des VDA., Darmstadt, Landgraf-Philipps- Anlage 7, Fernruf 2208, vorgenommen werden. Dort wird auch jede gewünschte Auskunft gern erteilt. Möchten recht viele Volksgenossen den Ruf des Ostens hören und sich der Bekenntnisfahrt in die Ostmark anschließen.

Verhängnisvolle Spielerei

Oberhefsische Gesellschaft für Na­tur- und Heilkunde. Morgen, Mittwoch­abend, gemeinsam mit der Ortsgruppe des Deutschen Biologen-Verbandes Versammlung im Hörsaal des Zoologischen Instituts. (Siehe heutige Anzeige.)

** Der Eichgärtenweg ist wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten vom 13. Mai ab auf die Dauer von 3 Wochen von der Wolfstraße bis zum nächsten Querweg für den gesamten Fahrzeugver- kehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten.

** Sine Werbung der NS. - Kriegs­opfer - Versorgung wird zur Zeit von der Ortsgruppe Gießen durchgeführt. Es handelt sich darum, die Ortsgruppe durch den Beitritt aller Kriegsbeschädigten, Kriegerhinterbliebenen und Frontsoldaten weitgehend zu stärken, damit den Auf­gaben der NS.-Kriegsopferveriorgung wirksame För­derung aus dem Kreise der Kriegsteilnehmer zuteil werden kann. Der Beitritt ist frei. Näheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich.

** Preußisch - Süddeutsche Staats­lotterie. Die Ziehung der 2. Klasse der laufen­den (45./271.) Lotterie findet am 22. und 23. Mai statt. Schluß der Erneuerung 15. Mai.

** Kraftfahrzeug-Innung der Pro­vinz O b e r h e s s e n. Dieser Tage fand, wie uns verspätet berichtet wird, im Caf6 Leib in Gießen ein sehr gut besuchter Lehrfilm-Vortrag über die Knorr-Bremse statt. Mit den Meistern, Gesellen und Lehrlingen des Kraftfahrzeughandwerks waren An­

gehörige des Reichsheeres, SA., SS., Reichsbahn und Reichspost der Einladung zu dem lehrreichen Vortrag gefolgt. Landesinnungsmeister Pg., mann begrüßte die Versammlung mit herzlichen Worten und dankte den Veranstaltern des Lehrvor- trages für die gute Gelegenheit, auf diesem Wege den Schatz des beruflichen Wissens bereichern zu: können. Der Redner betonte, er werde auch in Zu­kunft bestrebt sein, derart aufklärende und für jeden an der Motorisierung Deutschlands mitarbeitenden Volksgenossen lehrreiche Filmvorträge in Gießen zu veranstalten. Auf diesem Wege habe jeder Ange­hörige des Kraftfahrzeughandwerks gute Gelegen­heit, fein fachliches Wissen zu bereichern, um dann allen Ansprüchen der Kraftfahrer gerecht werden zu können. Mit einem Treugelöbnis zu Führer und Reich schloß der Redner seine sehr beifällig aufge­nommenen Ausführungen.

** Leichenländung. Gestern mittag wurde in der Nähe des Bootshauses des früheren Vereins Rudersport eine männliche Leiche aus der Lahn ge» ländet. Der Mann, dessen Personalien bekannt sind, wurde schon seit acht Tagen vermißt. Offensichtlich liegt Freitod vor.

** Unfall einer Greisin. Gestern wurde die 78 Jahre alte Frau Wilhelmine Dietz, Bahn­hofstraße 5 wohnhaft, mit Verbrennungen am rech- ten Bein und einem Oberschenkelbruch in das Krankenhaus eingeliefert. Die bedauernswerte Frau ist das Opfer eines Unfalles in ihrer Wohnung ge» worden.

Kreis-Werwngssmgen desSängeckeises Gießen

Oberheffen

SorgSMMltzS, SM &£ MkVSndsWdW ÖU*

* Klein-Linden, 13. Mai. Um die Mitglie­der mit den Schönheiten der näheren Umgebung be­kanntzumachen, hatte der Turnverein Klein- Linden 1889 durch seinen Wanderwart Ernst Weigel für den letzten Sonntag eine Tageswan­derung angesetzt. Der Weg führte die Teilnehmer durch die Frühlingspracht der blühenden Bäume über Allendorf (Lahn) nach Münchholzhausen, dann durch den taufrischen Hochwald hinauf zum Stop­pelberg bei Wetzlar, von wo aus es den Mitglie- dern 6et herrlichstem Wetter vergönnt mar, eine prachtvolle Fernsicht zu genießen. Unter den blühen­den Bäumen des Kirschenwäldchens wurde längere Rast gemacht und bann der Abstieg nach Wetzlar

Stadttheater Gießen. Heute 20 Uhr Wiederholung und letzte Aufführung der Oper: ^Madame Butterfly" von Puccini; Leitung haben

Der Sängerkreis Gießen im Gau XII (He ffen - Darmstadt) des Deutschen Sängerbundes veranstaltet sein Kreis- Wertungssingen am 19. Mai, 26. Mai und 23. Juni in drei Gruppen. Das Wertungssingen be­ginnt stets um 9.30 Uhr, der Aufmarsch zur öffent­lichen Kundgebung erfolgt um 13.30 Uhr, die kriti­sche Besprechung schließt sich ab 15 Uhr an. Im ein­zelnen ist über die Einteilung der Vereine für das Wertungssingen folgendes zu berichten:

Gruppe III am 19. Mai in Wieseck, Saal­bau Hormann. Leitung: Sangesbruder Schäfer Sängeroereinigung 1925; Referent Mufikober- lehrer H. Samper, Darmstadt. Es singen in dieser Gruppe: Gesangverein Heiterkeit-Sängerkranz Großen-Buseck; Gesangverein Ruttershausen; Lie­derkranz Treis a. d. Lda.; Liederkranz Odenhau­sen a. d. Lahn; Gesangverein Daubringen; Sänger­vereinigung Alten-Buseck; Germania Lindenstruth; Gesangverein Staufenberg; Liederkranz Climbach; Sängervereinigung Lollar; Eintracht Wieseck; Turn- und Gesangverein Lollar; Sängerkranz Bersrod; Germania Großen-Buseck; Polyhymnia-Liederkranz Beuern; Gesangverein Mainzlar; Sängeroereini­gung Wieseck.

Gruppe I am 2 6. Mai in Heuchelheim, Turnhalle. Leitung: Sangesbruder B e p l e r, Lie­derkranz. Referent: Musikdirektor K n e t t e l, Bin-

mit Schußwaffen.

Die Kriminalpolizeistelle Gießen teilt folgenden Polizeiberickt mit:

Der 16jäyrige G. und der 16jährige Sch., die seit einem Vierteljahr befreundet sind, trafen sich Sonn­tag nachmittag mit einem 14jährigen Mädchen B., das noch sein elfjähriges Schwesterchen bei sich hatte, nach oorausgegangener Verabredung an der Ecke Goethe-Stephanstraße. Die beiden Jungens hatten am Vormittag schon eine Radtour mitein­ander gemacht. Als sie sich trennten, sagte G. zu dem andern:Heute Mittag bringe ich einmal die Dinger mit". Gemeint waren damit ein Armee­walzenrevolver und eine Mauserpistole, die der vor einigen Jahren verstorbene Vater des G. aus dem Felde mit nach Hause gebracht hatte. Ohne daß die Mutter etwas davon merkte, packte der Junge die beiden Waffen in eine Aktentasche und nahm sie Sonntagnachmittag mit. Nachdem sich die vier, wie verabredet, an der Ecke Goethe-Stephanstraße getroffen hatten, gingen sie zuerst nach dem Kugel­berg und von da nach dem Nizza in den dort links der Schiffenberger Straße gelegenen Wald. Es wird etwa 17 Uhr gewesen sein. Sie setzten sich zwischen einem Tannenschlag und einer Schonung ins Gras und unterhielten sich. Bei dieser Gelegenheit nahm Sch. die Waffen aus der Aktentasche und spielte daran herum. Durch das unvorsichtige Hantieren ging plötzlich ein Schuß aus dem mit zwei Pa­tronen geladenen Walzenrevolver los. Die Kugel drang dem G., der dicht neben den anderen saß und sich gerade etwas nach dem Mädchen herum­gedreht hatte, in den Rücken. Sch. veranlaßte so­fort, daß die Rettungwache verständigt wurde, die dann auch alsbald erschien und den Schwerver­letzten nach Anlegung eines Notverbandes in die Klinik überführte. Vorher hatte Sch. die beiden Waffen unter dem Laub im Walde versteckt, sie konnten aber noch in der Nacht aufgefunden wer­den. Die Beteiligten versuchten zuerst die Sache so hinzustellen, als sei plötzlich aus dem Hinterhalt ein Schuß gefallen, wodurch G. verletzt worden sei. Es liegt Fährlässigkeit vor.

Reichstreubund Gießen.

Der Kameradschaftsabend des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten, Ortsgruppe Gießen, am vorigen Samstag imAquarium" galt in erster Linie der Berichterstattung über die Reichstagung am 4. und 5. Mai in Saarbrücken. Vereinsführer Bill begrüßte die Kameraden und ihre Ange­hörigen und hob sodann die große Bedeutung die- er ersten Tagung des Reichstreubundes an der Westgrenze des Reiches hervor. Bei dieser Tagung, an der etwa 30 000 Kameraden aus allen Teilen des Reiches teilnahmen, war die Ortsgruppe Gie­ßen mit rund 100 Mitgliedern und Angehörigen vertreten. Dereinsführer Bill gab hierauf einen Ueberblick über den Verlauf der Tagung, wobei er über die Fahrt, den außerordentlich herzlichen Empfang, die Kundgebung und die dabei gehal­tenen Ansprachen eingehend berichtete. Er schloß eine Ausführungen mit einem Treugelöbnis zum Bundespräsidenten Schwede, zum Reichs­wehrminister und zum Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht, dem Führer und Reichskanz­ler Adolf Hitler. Kamerad Friedrich ergänzte die Darlegungen durch die Besprechung beruflicher und organisatorischer Fragen. Kamerad Ritte.r, der als Transportführer tätig war, dankte für die Unterstützung der Kameraden bei der Erfüllung biefer Aufgabe. Im Namen ber Fahrtteilnehmer vom Bunb heimattreuer Schlesier bankte ber Ver­einsführer Kostorz vcm ber Gießener Ortsgruppe den Kameraben vom Reichstreubunb für bie Ver­mittlung biefer Fahrtgelegenheit. Der Kamerab- chaftsabenb würbe mit breimaligem Sieg-Heil auf den Führer unb Reichskanzler Abolf Hitler unb dem Gesang ber ersten Verse bes Deutschlanb- unb des Horst-Wessel-Liebes beenbet.

Gießener Dochenmarkkpreise

* Gießen, 14. Mai. Auf bem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfunb 1,50 Mk ßanbbutter 1,40 bis 1,42 Mk., Matte 25 Pf., Käse,' das Stück 5 bis 10, Eier (inlänbische) 8 bis 9, Wir- ing (gelb), bas Pfunb 18 bis 20, (grün) 25 bis 30, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 28 bis 35, Gelbe Rüben (alte) 15 bis 18, (neue), bas Bünbel 25, Rote Rüben, bas Pfunb 10 bis 15, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 15 bis 20, Spargel 40 bis 65, Mischgemüse 15 bis 20, Tomaten 90 Pf. bis 1 Mk.' Zwiebeln 25, Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 45, Rhabarber 10 bis 15, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mk., Aepfel, bas Pfunb 40 bis 60 Pf., Honig 45, Blumenkohl 65 bis 70, Salat 12 bis 30, Salatgurken 50 bis 60, Oberkohlrabi 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich, bas Bünbel 20 bis 55, Rabieschen 10 bis 15 Pf.

vornottzen.

TageskalenberfürDienstag. NSG. "Kraft burch Freube": 18 bis 20 Uhr auf bem Uni­versitäts-Sportplatz Sport- unb Spielnachmittag. Stabttheater Gießen: 20 bis 22.45 Uhr:Madame : Butterfly". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die : Katze im Sack".

Ein tragischer Unglücksfall.

00 Steinfurth, 13. Mai. Am Sonntag- nachmittag ereignete sich an ber Eifenbahn­brücke über bie Main-Weferdahn ein tragi­scher Unglücks fall, bem ein blühenbes Men­schenleben von 30 Jahren zum Opfer fiel. Die Frau bes hiesigen Rosenzüchters Heinrich R o - fenbetf er wollte mit dem Fahrrab zum Zahnarzt nach Bab-Nauheim. Durch bas Gefälle ber Straße unb ben starken Seitenwinb gelang es ber Frau nicht, bie fast rechtwinklige Kurve auf bie zu schmale Bahnbrücke zu nehmen, unb sie rannte gegen bas an biefer Stelle kaum 1 Meter hohe Gelänber. Durch bie Wucht bes Anpralles würbe sie über bas Gelänber etwa 9 Meter in bie Tiefe auf ben Bahnkörper gesch leu- b e r t, birekt auf bie Stirnseite einiger bort lie­gender Holzschwellen, so baß sie gräßlich verstüm­melt unb mit gebrochenen ©Hebern liegen blieb. Die sofort herbeigerufenen Sanitätswachen von hier unb Bab-Nauheim brachten bie Sterbenbe noch zum Krankenhaus, wo ber Tob inzwischen eingetreten war. Die Verblichene hinterläßt außer ihrem Mann unb einem 9jährigen Mäbchen einen erst 7 Wochen alten Säugling. Die Brücke ist in ihrem jetzigen Zustcmbe bei bem regen Verkehr völlig unzulänglich, zumal sie mit bem Straßen­zug eine 8-Kurve bilbet, ein zu nichtiges Schutz- gelänber hat unb in ber Mitte ber Brücke unmög­lich zwei Autos einanber vorbeifahren können.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linben, 13. Mai. Am Sonntag­nachmittag würbe bie im 87. Lebensjahre stehenbe Frau Marie Lotz, geb. Faber, eine ber ältesten Frauen unserer Gemeinbe, zu Grabe getragen. Drei Monate vor ihrem Tobe, am 6. Februar b. I., konnte sie noch mit ihrem Manne bas seltene Fest ber eisernen Hochzeit begehen. Am Sonn- tagabenb hielt bie Evangelische Frauen- h i l f e im Saale ber Kleinkinberschule ihre bies- jährige S ch l u ß f e i e r ab. Der Vorsitzende, Pfar­rer Bremmer, erstattete ben Jahresbericht. An den Vereinsabenben bes verflossenen Winters wür­ben gemeinsam bie BücherDer Streiter Gottes", eine Erzählung aus dem Leben Luthers von Schröer, undBerta Strattmann" von Klara Heite- fuß gelesen. Ferner gelangten einige Gebote unseres Lutherschen Katechismus zur Besprechung. Die Kol­lekten der Abende wurden dazu benutzt, notwendige Anschaffungen und Reparaturen für die Kleinkinder­station vorzunehmen. Der Schlußabend erfuhr eine besondere Bereicherung durch Gedichtvorträge eini­ger Mädchen unb Chorbarbietungen bes Mäbchen- unb Frauenchors ber evangelischen Kirchengemeinde. Um das gute Gelingen des Abends hatten sich na­mentlich die beiden Schwestern der Kranken- unb Kleinkinberstation verbient gemacht. Den Sommer über finben bie Zusammenkünfte ber Mitglieber monatlich nur einmal statt.

gen. Es fingen in biefer Gruppe: Germania Heu­chelheim; Bauerscher Gesangverein Gießen; Teuto­nia Heuchelheim; Sängeroereinigung Lieberkranz- Heiterkeit Gießen; Sängervereinigung Entracht-Har- monie Klein-Linben; Einheit Allenborf (Lahn); Sängerlust Oppenrob; Frohsinn-Quartettverein Gie­ßen; Germania Burkharbsfelben; Heiterkeit Anne- rob; Liebertafel Launsbach; Germania Wißmar; Großscher Männerchor Gießen; Lieberkranz Heu­chelheim; Konkorbia-Harmonie Röbgen; Arion Klein-Linben; Gesangsabteilung bes Vereins beut» scher Lokomotivführer Gießen; Harmonie Reis­kirchen.

Gruppe II am 2 3. Juni in Großen-Lin- ben, Turnhalle. Leitung: Sangesbruber Wen­zel, Germania. Referent: Mustkbirektor Döbert, Bensheim. Es fingen in biefer Gruppe: Viktoria Garbenteich; Eintracht Watzenborn-Steinberg; Ein­tracht Grüningen; Eintracht Hausen; Eintracht Leih­gestern; Sängervereinigung Albach; Eintracht Stein­bach; Frohsinn Lang-Göns; Germania Watzen­born-Steinberg; Germania Großen-Linben; Sän­gerkranz Watzenborn-Steinberg; Germania-Lieber- kranz Kirch-Göns; Frohsinn Garbenteich; Lieber­kranz Leihgestern; Harmonie Großen-Linben; Ju- genbfreunb Watzenborn-Steinberg; Germania Stein­bach; Gesangverein Abam Jsheim Grüningen; Ger­mania Lang-Göns. z

genb bie schöne Gelegenheit geboten, sich an einem gerade ftattfinbenben Frühlingsfest zu erfreuen. Mit ber Bahn würbe bann ber Rückweg angetreten. ' freudig bewegt von ben schönen Eindrücken ber Wanberuna erreichten bie Wanberer gegen Abend ' wieder unser Dorf. Die nächste Wanberung finbet am Himmelfahrtstag statt unb führt nach Kloster

Arnsburg.

> $ Alten-Buseck, 13. Mai. Am Sonntagnach-

; mittag hatte bie Schwester ber Kleinkinber- > schule zu einer Frühlingsfeier unserer Kleinsten ; eingelaben. Schwester Berta begrüßte bie zahl- > reich erschienenen Gäste, Eltern unb Freunbe ber > Klemen, mit herzlichen Worten. Mit einem passen- . den Frühlingslieb würbe bie Feier eingeleitet. Dann , zeigten bie kleinen Schauspieler ihre Künste. Es war außerorbentlich reizvoll, wie anmutig bie Kleinen in ihren bunten Kleibchen unb Kostümen die verschiebenen Blumen unb Vögel barstellten. Sinnvolle Frühlingsspiele, Reigen unb Gesänge wechselten in bunter Reihe ab. Zum Schluß bankte unser Ortsgeistlicher, Pfarrer Naumann, auch im Namen aller Anwesenben, ber Schwester Berta für ihre große Mühe unb für all bie Liebe, mit ber sie dieses gut gelungene Kinberfest zur Ausführung gebracht hatte. Mit großer Begeisterung nahmen bie Kleinen bann noch bie gefpenbeten Brezeln in Emp- fang, unb bie strahlenben Kinberaugen bewiesen, baß es für sie ein rechter, froher Frühlingstag ge­wesen war.

§ Mainzlar, 13. Mai. Die hiesige Spar­kasse hatte ihre Mitglieber am Samstagabenb in das Lokal bes Gastwirtes Heinrich Vogel IV. zur Generalversammlung eingelaben. Der Vor- sitzenbe bes Aufsichtsrates L. Vogel eröffnete bie Versammlung. Anschließenb folgte bie Rechnungs­ablage burch ben Rechner Wilh. DH. Schlapp. Die Geschäftslage zeigte guten Fort chritt unb Auf­stieg. Die burch Auslosung ausge djiebenen Vor- ftanbsmitglieber Heinrich Pflüger unb Fr. Becker würben einstimmig wiebergewählt. Die Versammlung würbe mit breifachem Siegheil auf den Führer geschlossen. Am selben Abenb fanb gleichzeitig in ber WirtschaftZum Schwanen" ein Kamerabschaftsappell ber SAL. unb ber Krieger kamerabschaft Mainzlar (im Kyffhäuserbunb) statt. Kamerabschaftsführer Wag- n e r machte u. a. auf ben Beginn bes Vereins­schießens am Sonntag auf bem hiesigen Schieß- ftanb unb auf bie Reichskriegertagung in Kassel aufmerksam.

+ Treis a. b. L., 13. Mai. Die Krieger- kamerabschaftGermania" hielt gestern abenb bei Kamerab Nickel ihre Hauptversammlung ab, bei welcher ber Vorsitzenbe, nachbem bes ver- ftorbenen Kameraben Heinrich Schaaf in üblicher Weise gebacht war, ben Jahresbericht erstattete unb an Stelle bes verstorbenen Rechners bie Abrechnung vortrug. Der Verein zählt 47 Mitglieber. Es würbe beschlossen, ben Schießstanb Herrichten zu lassen unb bas Vereinsschießen roieber in Schwung zu bringen, lieber bie Drbnung bes Schießwesens berichtete Schießleiter W. Euler. Nach Erlebt- gung einiger geschäftlichen Angelegenheiten würbe zum Besuch bes Reichskriegertages bes Kyffhäuser» Verbanbes in Kassel vom 6. bis 8. Mai aufgefor­dert unb mehrere Anwerbungen erzielt.

s Lang-Göns, 14.Mai. Auf einem von der hiesigen NS. - Frauenschaft veranstalteten Abenb sprach gestern in ber Turnhalle die bekannte Gaureferentin der Abteilung Auslanbsdeutschtum, Ruth Sch u h m a ch e r, über unsere früheren Kolo- men Die Rebnerin, bie selbst mehrere Jahre in Deutsch-Süb-West gelebt hat, verstand es, in zu ÄNLtzg gcheMu Wortöü Äs ßiftög» » fetiM

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