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Die Sonne von Marathon.

Wasser und Wein, Touristen und Amerikafahrer in Griechenland.

Athen, im Mai.

Eine unerbittlich heiße Sonne, die auf uns brennt! Das Wasser kocht im Kühler des Autos. Aus dem beinahe klebrigen Asphalt der alänzenden Straße brodeln unangenehme Gerüche. Kein Wind in dieser Senke hinter Athen. Erst ein wenig weiter, wenn wir den Kamm der kleinen Hügelkette erreicht haben werden, könnte es sein, daß uns die frische Seebrise ereicht. Risse ziehen sich jetzt schon im Mai durch den kargen Lehmboden, über den noch vor einigen Wochen die Fluten mächtiger Regengüsse sich ergossen. Mit einer unerhörten Kraft hatte das Wasser alles, was in dem Boden an Keimen verborgen lag, zu neuem Leben auf­gerissen. Zwei Monate hindurch strotzten diese Felder von Grün und Blüten. Dann aber kamen die Ueber- gangstaye im April und im Anfang des Mai. Jene niederdrückenden Tage, die den deutschen Touristen so mitnehmen. Tage, in denen jede Sicht vermauert ist von einem undurchdringlichen festen Dunst, da die Luft schwer wie Rebel und heiß wie der Schirokko auf den Lungen liegt.

Dies ist schon die Sonne des Orients. Sie wird jetzt unaufhörlich Tag um Tag mit einem unbarmherzigen Feuer über dem Pentelikon auf­tauchen und über den sanften Hügeln von Salamis untergehen. Sie wird auch den letzten Hauch von Feuchtigkeit aus diesem Boden saugen, ihn steinhart machen und die Risse zu tiefen Gletscherspalten weiten. Schon ziehen die Bauern rechts und links von der breiten, mit fast brodelndem Asphalt be­deckten A u t o st r a ß e auf die kargen, goldgelben Felder, um die Gerste zu ernten. In den Wein­bergen kocht schon die Sonne die noch kleinen Trauben. Aber silbrig und glitzernd stehen die Oliven in kleinen Hainen vereint in der prallen Sonne. Rur noch aus Rinde scheinen sie zu bestehen, gebeugt von der Hitze, von den Stürmen, Jahr­hunderte alt. Grün leuchtet es, zwar -immerhin ein wenig verstaubt, nur dort, wo Wasser aus dem Boden quillt. Kein Wunder, wenn Quellen schon im Altertum heilig waren, da dieses Land noch bedeckt war mit schützendem Baumbestand, und der Wald ein unerschöpfliches Wasserreservoir darstellte. So fahren wir hinaus, da wo in den heiligen Hainen von Eleusis noch Quellen fließen, dahin, wo jetzt mit uns viele glänzende Privat­wagen fahren. Rach Eleusis, wo die vornehme Welt Athens sich unter den prächtigen uralten Bäumen lagert, wo man badet und diesen sonderbaren grie­chischen Wein trinkt, der für alle nordischen''Tou- risten fast ungenießbar ist ...

Rur den Griechen blieb es vorbehalten, ihre schweren, herrlichen Weine durch einen Zusatz von Bitterstoffen so zu vergällen, daß sich ein nordischer Gaumen sofort verzieht, wenn er damit in Berüh­rung kommt. Ein vorsichtiger und erfahrener Ober wird auch sofort den Gast fragen, ob er griechischen oder Exportwein haben will. Aber in kleinen Wirts­häusern abseits der großen Autostraßen wird man

kaum anderen als diesen vergällten Wein zu trin­ken bekommen. Wein und harten, aber aus­gezeichneten Käse und fast stets, wenn der Ort in der Nähe der Küste liegt, einen ebenso guten Fisch zusammen mit dem grauen Gersten- b r o t. Da haben wir schon beieinander, was dieses Land den breiten Massen bietet. Wir würden aber ein Unrecht tun, wollten wir die unendlichen Men­gen von Zwiebeln vergessen. Man braucht nur einmal in glühender Hitze mit den Hafenarbeitern vom Piräus zusammen in der elektrischen Schnell­bahn zwischen Piräus und Athen, die Siemens vorbildlich gebaut hat, zu sitzen und man wird wissen, ein wenig penetrant zwar, wovon sich die breiten Massen nähren...

Aber in Eleusis wandeln nur die gepflegtesten Er­scheinungen der ausländischen Kolonie und die reich­sten der griechischen Gesellschaft. Die Mädchen aus den breiten Schichten dieses Volkes, das einen stark albanisch-slawischen Einschlag aus den vielen Völkerwanderungen über dies Land hin be­sitzt, sind anmutig, trotz einer frühzeitigen Korpu­lenz, und von starker Rasse. Unter den Frauen der reichen Stände dagegen sieht man häufig jene klas­sischen Profile, jene bestechend vornehmen Typen, die unzählige Verzückte des Nordens be­sungen haben.

Ihren höchsten Glanz wird die Athener Gesell­schaft aber erst gegen Herbst entfalten, wenn die reichen Griechen aus Alexandrien, aus Malta, aus Zypern und all den verstreuten Siedlungen in die Heimat kommen. In den Zeiten der Konjunktur nach dem Kriege, da alles, was intelligent und strebsam war, in den Hafenorten, nach London und den Vereinigten Staaten zog wo in der Welt sitzen keine Griechen im Tabak- und Zigarrenhan­del? illuminierte sich diese zerstreute Hauptstadt Athen, trugen alle Schiffe im Piräus Festwimpel und Lampions zu Ehren der heimkommen­den A m e r i k a f a h r e r, die die im Ausland ge­sammelten Reichtümer der Heimat zutrugen. Es ist eine eiserne Pflicht für jeden jungen Mann, erst dann zu heiraten, wenn er seinen Schwestern das H e i r a t s g u t erarbeitet hat Sitte ist hier weit­aus stärker als Gesetz!

Diese Jahre 'sind längst vorbei, aber immer noch ist trotz der entsetzlichen Devisenschwie­rigkeiten der Kapitalzustrom groß. Athen ist heute sicherlich die billigste Großstadt Europas. Alle Kräfte werden jetzt auf die Ko­lonisation des eigenen kargen Bodens konzentriert. Wasser halten und Wasser schaffen! Dies ist die Hauptaufgabe in diesem Lande. Eine unendlich an­spruchslose und zähe Bevölkerung kann überall da angesetzt werden, wo sich Wasser findet. Vielleicht, daß dann wieder einmal aus den kahlen Bergen von Hellas jene wild und wasserreichen Waldberge werden, die die Sänger und Dichter einer unerhör­ten Kunstepoche unsterblich gemacht haben ...

Wirtschaft.

Die Induftrie-

und Handelskammer Gießen

gibt Auskunft:

759: Kleinverbraucher sind von der Meldepflicht der Verbrauchszahlen 1934 an die Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle befreit.

760: Wiederaufnahme des Postanweisungs-, Nach­nahme-, Postauftrags-, Postüberweisungs- und Gebührenzettelverkehrs nach Luxemburg ab 15. Mai.

761: Warenproben mit Handelswert und mit zoll­pflichtigem Inhalt im Verkehr mit Britifch- Jndien fortan zugelassen.

762: Zahlungsverkehr mit dem Ausland. Fester Umrechnungskurs im deutsch - schweizerischen Verrechnungsverkehr (100 frs. = RM. 80,80).

763: Aenderung der Zollerhebung in Belgien in­folge der Währungsabwertung.

765: Bezahlung von Unterlieferungen an Frankreich.

766: Richtpreisanordnung XIX für unedle Metalle vom 10. Mai 1935.

767: Bedeutende Frachtermäßigung für Mineralöle und -fette.

768: Die Umrechnungskurse im Postverkehr mit Danzig.

769: Vorübergehende zollfreie Einfuhr ausländischer Fahrzeuge im Reiseverkehr mit Frankreich.

*

* Adlerwerke, vorm. Heinrich Kleyer A. - G., Frankfurt a. M. lieber die Bilanz­sitzung vom 11. Mai wird jetzt folgendes mitgeteilt:

Für 1934 ergibt sich ein Betriebsüberschuß von (alles in Mill. RM.) 5,5 (3,7), Anlageabschreibun­gen 2,6 (2,0), andere Abschreibungen 0,1 (0,4), Wertberichtigung 0,4 (), Besitzsteuern 0,9 (0,5), so daß ein Nettoüberschuß von 1,6 (0,8) verbleibt. Der GD. am 8. Juni wird vorgeschlagen, davon 1,5 der neu zu bildenden gesetzlichen Reserve in Höhe von 10 v. H. des Grundkapitals zu über­weisen. Durch diesen Vorschlag wird im ersten Jahre nach der Sanierung der Weg für künftige Dividendenzahlungen geebnet. Nach den Bestim­mungen über die Kapitalherabsetzung i. e. F. darf eine Dividende erst nach Neubildung der Reserve mit 10 v. H. des Grundkapitals bezahlt werden, was jetzt erreicht ist. Der Jahresumsatz 1934 wird mit 64,2 (47,7) beziffert.

Aeußere Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Vom Reichsminister für Ernährung und Land­wirtschaft und vom Reichsinnenminister ist eine Lebensmittelkennzeichnungsverordnung herausgege­ben worden, in der im einzelnen verschiedene Lebens­mittel aufgeführt werden, die der Kennzeichnungs­pflicht unterliegen, sofern sie in Packungen oder Behältnissen an den Verbraucher abgegeben werden. Ohne die vorgeschriebene Kennzeichnung dürfen diese Lebensrnittel in den Packungen oder Behält­nissen nicht feilgehalten, verkauft oder sonst in den Verkehr gebracht werden. Die Kennzeichnung hat der Hersteller oder derjenige anzubringen, der Lebensmittel aus dem Zollausland einführt. Falls ein anderer das Lebensmittel unter seinem Namen

oder seiner Firma in den Verkehr bringen will, hat dieser andere die Kennzeichnung anzubringen. Auf den Packungen oder Behältnissen müssen u. a. an einer in die Augen fallenden Stelle in deutscher Sprache und deutlich sichtbarer, leicht lesbarer Schrift angegeben sein: Der Name oder die Firma dessen, der das Lebensmittel hergestellt hat, der Inhalt nach handelsüblicher Bezeichnung, der Inhalt nach deut­schem Maß ober Gewicht zur Zeit der Erfüllung oder nach Stückzahl. Die Vorschriften dieser Ver­ordnung gelten auch für die aus dem Ausland ein­geführten Lebensmittel. Die Verordnung tritt am 1. Juni 1935 in Kraft.

Nhem-Mainifche Mittagsbörse.

Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 13. Mai. Die Börse eröff­nete zum Wochenanfang in sehr stiller und unein­heitlicher Haltung. Die Kundschaft beteiligte sich kaum am Geschäft, nur in wenigen Spezialwerten lagen kleine Orders vor, die Kulisse übte starke Zurückhaltung. Besondere Anregungen lagen nicht vor, immerhin wurde die Verlängerung des Lee- Higginson-Kredits mit Befriedigung vermerkt, ins­besondere wegen der Ermäßigung des Zinsfußes von 4 auf 3,5 o. H.

Am Aktienmarkt hielten sich die Kursverän­derungen von wenigen Ausnahmen abgesehen meist innerhalb eines Prozentes. Stärker gedrückt waren AG. für Verkehrswesen mit minus 2,25 v. H. auf 86, da über die Dividendenaussichten noch jede Mitteilung fehlt. Etwas lebhafteres Geschäft hatten am Chemiemarkt IG. Farben, die zunächst um 1 v. H. auf 146 stiegen, später aber angeboten wa­ren und noch unter das Wochenschlußniveau auf 144,75 zurückfielen. Deutsche Erdöl erhöhten sich um 1 o. H. und Metallgesellschaft um 0,25 v. H. Arn Elektromarkt lagen einige Spezialwerte weiter fest, so Rhein. Elektro mit 127,50 (126,50) Elektr. Liefe­rungen mit 107,50 (106), Licht & Kraft mit 124,50 (123,75), Lahmeyer mit 123 (122) und Schuckert mit 109,25 (108,75). Siemens blieben zu 160 behauptet, während AEG. 0,40 v. H. und Felten 0,25 v. H. ver­loren. Montanaktien lagen uneinheitlich und über­wiegend etwas schwächer, so Harpener, Stahlverein und Laurahüte bei Rückgängen bis 0,90. Fest lagen Ilse Genuß mit plus 1,50 v. H. und Mansfelder mit plus 2 v. H. Buderus und Mannesmann zogen bis 0,50 an, Rheinstahl lagen behauptet. Von Zellstoff­werten gewannen Aschaffenburger 0,90 v. H., Wald­hof lagen gehalten. Im übrigen eröffneten u. a. Junghans 1,25 v. H., Daimler 0,25 v. H. und AKU. 0,13 v. H. höher, andererseits Bemberg 0,75 v. H., Hanfwerke Füssen 0,25 o. H. niedriger. Holzmann, Feinmechanik Setter und Nordd. Lloyd blieben be­hauptet.

Am Rentenmarkt hielt sich das Geschäft in sehr engen Bahnen. Altbesitzanleihe, späte Reichs­schuldbuchforderungen und Kommunal-Umschuldung lagen unverändert, Zinsvergütungsscheine waren weiter gefragt und auf 89,90 bis 90 v. H. (89,85) erhöht. Von fremden Werten eröffneten Anatolier I und II mit 37,90 (37,65) und 5 v. H. innere Me­xikaner mit 6 (5,95).

Angesichts der herrschenden Geschäftsstille bröckel­ten die Kurse im Verlaufe überwiegend ab, zumal in manchen Werten etwas Angebot herauskam. IG. Farben hielten sich bei 144,75 behauptet, dagegen verloren Stahlverein 0,75 v. H., Daimler Motoren 1 v. H. und die übrigen Papiere meist 0,25 bis 0,50 v. H. Scheideanstalt kamen 2 v. H. niedriger zur Notiz, andererseits lagen Deutsche Linoleum 1,25 v. H., Rhein. Braunkohlen 2,25 v. H. und Chade D 3 Mark fester.

Am Rentenmarkt gingen Altbesitzanleihe um 0,25 v. H. auf 115,65 zurück, sonst ergabqp sich bei den variablen Werten keine bemerkenswerten Aenderun- gen. Der Pfandbriefmarkt zeigte bei stillem Geschäft meist unveränderte Kurse. Stadlanleihey bröckelten überwiegend etwas ab. Industrie-Obligationen la­gen ruhig, aber meist gut gehalten. Fremde Werte waren fast ohne Geschäft.

Im Freiverkehr gingen Adlerwerke Kleyer auf den dividendenlosen Abschluß auf 89,50 bis 90 (91) zurück.

Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.

Abendbörse sehr still. *

Nachdem im Mittagsschlußverkehr auf die aber­malige Ermäßigung des Prioatdiskontsatzes um 0,13 v. H. auf 3 v. H. auf den meisten Markt­gebieten eine laichte Erholung eingetreten war, herrschte an der Abendbörse starke Geschäftslosigkeit. Aufträge der Kundschaft fehlten vollkommen, auch die Kulisse verblieb in ihrer starken Zurückhaltung. Infolgedessen ergaben sich gegen den Berliner Schluß überwiegend leichte Rückgänge, die aller­dings nur Bruchteile eines Prozentes betrugen. Die Tendenz war nur knapp behauptet.

IG. Farben ermäßigten sich auf 145 nach 145,40, ferner Rheinstahl um 0,75 v. H. auf 107,25, Scheide­anstalt um 0,50 v. H. auf 219,50. Gut behauptet btieben nur Schiffahrtswerte. Der Kassamarkt lag ebenfalls still, von Bankaktien ermäßigten sich Commerzbank auf den Berliner Stand von 93,40 (93,50).

Der Rentenmarkt blieb von der Diskontermäßi­gung unberührt und stagnierte nahezu vollkommen, allerdings konnten sich die Kurse hier besser be­haupten. Zinsvergütungsscheine lagen mit 90 v. H. (89,95) noch mäßig höher. Auslandsrenten lagen still und kursmäßig behauptet.

U. a. notierten: Altbesitzanleihe 115,90, 6 v. H. Stahlverein 101,65, Reichsbahn-VA. 123, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 167, 3,50 v. H. do. 157, 4 v. H. Rumänen 4,35, 5 v. H. innere Mexikaner 6, 5 v. H. äußere Gold 13,65, Adca 83,75, Com­merzbank 93,40, DD.-Bank 94,25, Dresdner Bank 94,25, Harpener 104,75, Mannesmann 79,50, Rhein­stahl 107,25, Stahlverein 80,40, AKU. 54,13, AEG. 38,25, Bekula 135,40, Conti Gummi 148,50, Scheide­anstalt 219,50, Deutsche Linoleum 163, Licht & Kraft 124,25, IG. Farben 145,25 bis 145, Gessürel 120,25, Goldschmidt 98,50, Hanfwerke Füssen 81,50, Holz­mann 92,50, Junghans 90, Metallgesellschaft 98,25.

$ranffurter SdjladitmehmarfL

Frankfurt a. M., 13. Mai. Auftrieb: Rin­der 1203 (gegen 867 am letzten Montagsmarkt), darunter 250 Ochsen, 85 Bullen, 665 Kühe, 203 Fär­sen. Zum Schlachthof direkt: 3 Kühe. Kälber 699 (673), Schafe 25 (12), Schweine 3800 (3802). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 (am 6. Mai 42), b) 41 bis 42, (41 bis 42), c) 38 bis 40 (37 bis 40), d) (); Bullen a) 42 (42), b) 39 bis 41 (41 bis 42), c) 35 bis 38 (37 dis 40), d) 30 bis 34 (); Kühe a) 40 bis 42

(41 bis 42), b) 34 bis 39 (37 bis 40), c) 27 bis 33

(32 bis 36), d) 20 bis 26 (24 bis 31); Färsen a) 42 (42), b) 41 bis 42, c) 39 bis 40 (39 bis 40), d) (35 bis 38); Kälber a) 57 bis 60 (60), b) 49 bis 56

(51 bis 59), c) 40 bis 48 (42 bis 50), d) 30 bis 39

(32 bis 41); Lämmer und Hümmel b2) Weidemast 39 bis 40 (40); Schafe nicht notiert; Schweine al) (), a2) 48 bis 50 (48 bis 51), b) 46 bis 50 (46 bis 51), c) 45 bis 50 (46 bis 50), d) 42 bis 48 (42 bis 49), e) 39 bis 43 (38 bis 46), f) (), gl) 41 bis 46 (43 bis 48), g2) 35 bis 40 (38 bis 42). Marktverlauf: Rinder lebhaft, Kühe ruhig, lieber» stand; Kälber ruhig, ausverkauft; Hümmel und Schafe ruhig, Ueberftanb; Schweine ruhig, nahezu ausverkauft. Ueberftanb: Rinder 134, darunter 15 Ochsen, 1 Bulle, 116 Kühe, 2 Färsen, Schafe 9, Schweine 38.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 1222 Viertel Rindfleisch, 198 halbe Schweine, 101 ganze Kälber, 18 ganze Hümmel, 4 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70, Bullenfleisch b) 68 bis 74, Kuhfleisch b) 54 bis 60, c) 40 bis 52, Färsenfleisch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70, Kalbfleisch b) 74 bis 82, c) 68 bis 72, Hammelfleisch b) 75 bis 78, Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren. Roher Speck unter 7 cm 60 bis 65, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf mittel­mäßig.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. Mai. Für Brotgetreide bestand nur wenig Nachfrage, besonders Roggen blieb vernachlässigt. Das Mehlgeschäft war sehr klein. Im Hinblick auf den neuen Mehlschlußschein bestand stärkere Zurückhaltung, da man erst die Auswirkung der neuen Verordnung abwartet. In­folgedessen hält der Handel mit Neuanschaffungen zurück. Von Futtermitteln blieben ölhaltige Artikel, sowie Kleie stark gesucht, ohne daß entsprechendes Angebot vorlag. Von Futtergetreide war Eosin- Weizen und Futterroggen reichlich angeboten.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 210, W13 214, w 16 218; Roggen R9 170, R13 174, R15 178, Großhandelspreis der Mühlen des ge­nannten Preisgebiets; Futtergerste G9 172, G il 175, G12 177, Hafer H13 170, H14 172, Groß­handelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Weizenmehl W 13 27,70, W 16 28,15; Roggenmehl, Type 997, R13 23,80, R 15 24,20, Type 815 R 13 24,30, R 15 24,70, plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,25; Weizenfutterfehl 13,50; Weizenkleie W13 10,92, W16 11,13, Roggenkleie R13 10,20, R15 10,44, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation; Soya- schrot mit Monopolzuschlag 13; Palmkuchen m. M. 13,30; Erdnußkuchen m. M. 14,50, Fabrikpreise ab südd. Fabrikstation; Treber 18,50; Trockenschnitzel 9,70 bis 10,20; Heu 10; Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 4,80 bis 5.

Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3,40 (3,30), gelbfleischige hiesiger Gegend 3,10 (3). Ten­denz fest.

Schweinemarkt in Alsfeld.

§ Alsfeld, 13. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 466 Ferkel aufgetrieben, darunter 224 Hündlerschweine. Es wurden bezahlt: für sechs bis acht Wochen alte Tiere 25 bis 30 RM., acht bis zehn Wochen alte 30 bis 35 RM., für Läuferschweine 35 bis 40 RM. Der Handel war im allgemeinen güt. Es verblieb ein Ueberftanb von etwa 80 Tieren.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt 0.2)1.

Berlin

Frankfurt <t M

Berlin

Schluß- furd

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

11.5.

13-5

11-5-

13.5-

Datum

11.5

13-5.

11.5.

13-5.

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

100,05

100

100,25

97

100,25

97

4% desgl. Serie 11 ............

9,75

4,5

9,75

4,75

10

96,75

96,75

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

4,8

6¥z% Doung-Anleihe von 1930 ..

101,75

102

102,13

4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913

6,75

7

7

7

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

4% Rumänische veretnh. Rente ..

4,25

4,35

4,45

4,5

Auslos.-Rechten .............

115,9

115,9

115,75

116

2%% Anatolier ...............

37,65

38,25

37,75

37,9

4/t% Deutsche ReichSpostschatzcm.

Weisungen von 1931, I.......

100,5

98,25

96,25

100,5

92

120,75

100,5

98

96,25

100,5

92

121,5

100,4

98,25

100,5

98

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................12

32,75

32,75

32,65

28

32,65

27,5

6% ehem.8°/-> Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

4%% ehem. Hessische Landesbank

Darmstadt Gold R. 12........

35

88,25

35

86,75

35

87,75

34,9

87

6y,% ehem. Hess. LandeS-Hypo. thekenbank Darmstadt Liaui ...

4*/a% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.GoldschuIdverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten .............

110

93,5

94,75

94,75

161,9

111

93,4

94,25

94,25

161,9

110

93,65

94,75

94,75

161,9

111

93,4

94,25

94,25

161,65

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

116,5

115,75

116,13

116

A.E.G......................0

38,65

38,25

38,65

38,4

4H% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6yz% ehern. 4ya% Franks. Hyp.-

Bank-Ltgu.-Pfandbriefe.......

96

96

96

96,25

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5

135,75

106

135,4

107,5

135,9

105,75

135,25

107,25

100,8

100,7

Licht und Kraft ........... 6y,

Felten L Guilleaume.........0

123,75

95,25

124,25

95,13

124

95,5

124,13

95,25

6¥i% ehern. iya% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

AYi7o ehem. 8% Pr. Landespkand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

101,13

96,75

101,13

96,75

101,5

96,75

101,4

96,75

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ...... 5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co......... 4

121

126,5

108,75

160

122

120,25

127,5

108,65

160,5

123,4

120,4

126

108,5

159,25

122,5

120,4

128

109

160

122

4ya% ebcm. 7% Pr. Landespfand-

briefanst., Gold Komm. Öbl.VI

Steuergutsch.Verrechnungsk. 35-39

96,75

96,75

96,75

96,75

LahmeyerLCo...... 7

106

106

106

106

4% Oesterreichtsche Goldrente....

28

27,5

28

27

Buderus ....... ...... 0

Deutsche Erdöl .............. 4

96,5 108

96,4

108

96,9

108,25

96,75 108

4,20% Oesterreichische Silberrente

1,25

1,2

Gelsenkirchener...........". ö

4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8

7,75

7,95

7,75

8

7,75

8

7,75

Harpener...................ö

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

106,25

104,75

106,65

96,75

152

127,5

92

104,75

96,25

154,5

127,9

91,65

0,75

4'i% desgl. von 1913..........

7,9

14

7,8

13,65

«fr

7,85

14

7,85

13,75

Ilse Bergbau ............... g

Ilse Bergbau Genüsse........8

Aöcknerwerke...........

151,5

127

91,5

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

128,5

91,25

9e®

23»25

re,5

80,13

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend- börse

Gchluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

11-5.

13.5.

11.5.

13-5.

Mansfelder Bergbau.........

8

107,5

108,5

107,5

108,75

Kokswerke..................

6

117,75

117,25

Phönix Bergbau ............

0

Rheinische Braunkohlen .....

12

220

223

220

222

Rhetnstahl................8 y2

108

107,25

108,13

108

Vereinigte Stahlwerke........

0

81,25

80,4

81,4

80,5

Otavi Minen ...............

0

18,6

18,75

18,65

18,75

Kaliwerke Aschersleben........

5

122

122

122

121,75

Kaliwerke Westeregeln........

5

120,5

121,25

121

121,75

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

166

165

166

3- G. Farben-Jndustrie.......

7

145

145

145,25

145,4

Scheideanstalt...............

9

222

219,5

Goldschmidt ................

0

98,5

98,5

99

98

Rütgerswerke...............

4

114,13

114,13

113,75

Metallgesellschaft.............

*

98

98,25

98,5

98,25

Philipp Holzmann...........

Zementwerk Heidelberg ......

Cernentwerk Karlstadt.........

r

92,5

116,75

92,5

92,75

92,75

Schultheis Patzenhofer .......

4

110,65

109,25

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

54,65

54,13

55,25

54,5

Bemberg...................

0

112

111,25

112,25

111

Zellstoff Waldhof............

0

115,25

114,9

115

115

Hellstoff Aschaffenburg .......

0

84

84,65

4,25

85

Dessauer Gas ...............

7

125

125,25

Daimler Motoren............

0

92,5

91,75

92,25

91,4

Deutsche Linoleum...........

6

162

163

162,5

162,5

Orenstein L Koppel ..........

0

88,65

87,5

Westdeutsche Kaufhof.........

0

35,75

35,5

35,9

35,25

Chade ......................

Accumulatoren-FuLrik.......

0

288

291

290

291,5

12

»

162,5

162

Conti-Gummi...............

8

149,25

148,5

149,25

148

Gritzner............

0

36,5

-

-

36,5

Mainkraftwerke Höchst a.M..

4

92

92

-

Süddeutscher Zuck«

e

16&Ö

168,5

1 NM

168*6

Devisenmarkt Berlin -

- j

rankfurt a.M.

11.Mai

13-Mai

Amtliche

Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Buenos Atre

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel....

41,98

42,06

41,98

42,06

Mo de Jan.

0,199

0,201

0,199

0,201

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

53,94

54,04

54,28

54,38

Danzig....

46,85

46,95

46,85

46,95

London....

12,08

12,11

12,155

12,185

HelsingforS.

5,33

5,34

5,365

5,375

Paris .....

16,38

16,42

16,37

16,41

Holland ...

168,18

168,52

168,23

168,57

Italien....

20,53

20,57

20,53

20,57

Japan.....

0,710

0,712

0,715

0,717

Jugoslawien

5,649

5,661

5,649

5,661

Oslo.....

60,71

60,83

61,09

61,21

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

10,965

10,985

11,03

11,05

Stockholm..

62,29

62,41

62,68

62,80

Schweiz ...

80,39

80,55

80,33

80,49

Spanien...

33,95

34,01

33.94

34,00

Prag......

10,36

10,38

10,35

10,37

Budapest ..

Neuyork...

2,486

2,490

2,486

2,490

Banknoten.

Berlin, iZ.Mai

Geld

Bries

Amerikanische Noten.......

2,438

2,458

Belgische Noten...........

41,82

41,98

Dänische Noten ..........

Ä Ä « Ä

54,07

54,29

Englische Noten ..........

12,12

12,16

Französische Noten........

Holländische Noten........

......

16,31

167,81

16,37

168,49

Italienische Noten.........

e ä ä ä ä

20,01

20,09

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

60,88

61J2

Rumänische Noten........

_

Schwedische Noten........

62,46

62,72

Schweizer Noten..........

80,10

80,42

Spanische Noten.................

UiwW Lioteu

33>47

33^1