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nächste Zeit werde aber noch umwälzende Neuerungen auf diesem Gebiete bringen.
Anschließend fanden Fernsehvorführungen statt, lieber den Ultrakurzwellensender Witzleben begrüßte die Ansagerin des Fernsehsenders die Gäste der Eröffnungsfeier. Es wurde der Tradition Potsdams entsprechend ein Teil des Ufa- Tonfilms „Flötenkonzert in Sanssouci" vorgeführt; Otto Gebühr selbst gab in der Uniform des großen Königs vom Fernsehsender aus die Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht von Leuthen wieder, und schließlich wurden Tonfilmaufnahmen des historischen Ereignisses vom 21. März 1933 in Potsdam gezeigt. Der Präsident der Reichspostdirektion Potsdam, Geheimer Postrat Dr. T r i l o f f, sprach der Presse den Dank der Deutschen Reichspost aus für das allseitige Interesse an der Fortentwicklung des Fernsehens.
Die Vorführungen des Fernsehsenders wurden, wenn sich auch vereinzelt kleine Störungen zeigten, in Ton und Bild ausgezeichnet übermittelt. Die Einrichtung dieser zweiten öffentlichen Fernsehstelle zeigt, daß die Deutsche Reichspost unentwegt an der technischen Fortentwicklung auf diesem Gebiete arbeitet und rechtfertigt die Erwartung, daß durch die Zusammenarbeit der Reichspost mit der deutschen Industrie in absehbarer Zeit auch die Empfangsapparate einfacher gestaltet und zu er - schwinglichen Preisen abgesetzt werden können.
Großes Grubenunglück in Schantung. — 400 Arbeiter ertrunken.
Tsingtau, 14. Mai. (DRV. Funkspruch.) Am Montag ereignete sich in einem Bergwerk bei Tszet- schwan an der Zweiglinie der Schantung-Bahn nach Boschan etwa 80 Kilometer östlich von Tsinangku ein schweres Grubenunglück. Infolge eines Wassereinbruches ertranken an 400 chinesische Arbeiter und ein japanischer Ingenieur. Das Wasser stieä in den Stollen einen Meter je Sekunde, da d i e Pumpen infolge Kurzschlusses außer Betrieb gesetzt wurden. Man glaubte bereits die ganze Belegschaft in Stärke von 600 Mann verloren, aber glücklicherweise gelang es Freiwilligen, in einem Nachbarstollen nach längerer Zeit 200 Bergleute zu retten. Das Bergwerk wird von einer chinesisch-japanischen Gesellschaft geleitet.
TNassenvergiftung russischer Arbeiter durch
Methylalkohol. — 14 Tote, zahlreiche Erblindete.
In Belgorod bei Kursk, südlich von Moskau, wurden 51 Arbeit nach dem Genuß von Methylalkohol ins Krankenhaus eingeliefert. 14 Arbeiter sind sofort g e ft o r b e n, der größte Teil der übrigen ist erblindet und liegt in hoffnungslosem Zustande darnieder. Es ist eine Untersuchung eingeleitet worden, um festzustellen, auf welche Weise die Arbeiter in den Besitz des Methylalkohols gekommen sind.
Schwere Sturmschäden in Ostchina. — 20 Tote.
Ostchina wurde in den letzten Tagen von einem schweren Sturm heimgesucht, der 20 Tote forderte. Am schwersten betroffen wurde die Hauptstadt der Provinz Kiangsu, Tschönkiang, wo zwölf Personen getötet wurden und drei Dampfschiffe sowie 200 Dschunken unter gingen. Ein britisches Kanonenboot wurde losgerissen, und viele Häuser wurden zerstört. Auch in Sutschu ist der Sachschaden sehr groß. Die Fernsprech- und Telegraphen
wund en. Die übrigen Fahrgäste, die im Wagen saßen, mußten die Fensterscheiben zerschlagen, um ins Freie zu gelangen. Dabei zogen sich einige Autoinsassen Schnittwunden zu. Die drei Schwerverletzten wurden nach Anlegen von Notverbänden in das Erfurter Krankenhaus gebracht, die anderen sechs konnten in ihre Wohnorte gebracht werden. Der Omnibus ist völlig verbrannt.
Beim Spielen von Sondmassen verschüttet. — Ein Knabe getötet.
In Charlottenburg ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Auf einem unbebauten Grund- stück bauten mehrere Knaben einen Unterstand. Plötzlich gaben die oberen Sandmassen nach und begruben einen 13jährigen Schüler. Die Feuerwehr konnte den Knaben zwar bald bergen, doch hatte er so schwere Verletzungen erlitten, daß er im Krankenhaus bald nach seiner Einlieferung st a r b. Einige andere Jungen erlitten leichtere Verletzungen und konnten in ihre Wohnungen entlassen werden.
Feuersbrunst zerstört ein rumänisches Städtchen.
lieber Nacht ist die kleine rumänische Stadt Targu Sulita durchweinen sich schnell ausbreitenden Brand fast völlig vernichtet worden. Das Feuer zerstörte 160 Häuser und mehrere Getreidemagazine. Der Schaden wird auf 100 Millionen Lei geschätzt. Todesopfer sind bei dem verheerenden Brand nicht zu beklagen.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Im Bereich der Einfuhr polarer Luftmassen kam es in der Nacht zum Dienstag in Deutschland zu verbreiteten Ausstrahlungsfrösten. Inzwischen ist vom Norden her starke, anhaltende Tiefdruckstro- mung bis zu den deutschen Küstengebieten vorge- drungen, die sich auch bei uns vorübergehend bemerkbar machen wird. Sie wird die Zufuhr frischer Polarluft Herstellen.
Aussichten für Mittwoch: Nach starker Bewölkung, zum Teil mit Niederschlägen, wieder mehr wechselnde Bewölkung, mit vereinzelten Schauern, bei lebhaften, von Norden und Nordosten eindringenden Winden neue Abkühlung.
Aussichten für Donnerstag: Zunehmende Aufheiterung bei zunehmenden Winden von Norden und Nordosten her, Neigung zu vereinzelten Schauern.
Lufttemperaturen am 13. Mai: mittags 11,9 Grad Celsius, abends 4,8 Grad; am 14. Mai: morgens 2 Grad. Maximum 13 Grad, Minimum —1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Mai: abends 14,7 Grad; am 14. Mai: morgens 10,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 13,9 Stunden.
Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyrivt für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 35: 10688. Druck und Verlag- Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf« Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr« Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Verbindungen sind außer Betrieb gesetzt. 700 Häuser sind einge stürzt und Tausende von Bäumen entwurzelt.
Oberst Lawrence schwer verunglückt.
Der durch sein abenteuerliches Leben bekannte englische Oberst Lawrence, der während des Weltkrieges als Führer der aufständischen Araber berühmt wurde und bei den afghanischen Wirren eine ungeklärte Rolle spielte, verunglückte am Montagvormittag mit seinem Motorrad in der Grafschaft Dorset und mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Er hat einen Schä- delbruch erlitten. Im Jahre 1927 hatte Lawrence seinen Namen in Shaw geändert und hatte bis vor kurzem als gemeiner Sol - bat in der britischen Luftstreitmacht Dienst getan.
Flammentod eines alten Mannes.
In Mühlburg bei Bad Kreuznach fand man einen 70jährigen Invaliden in seinem Schlafzimmer mit schweren Brandwunden t o t auf. Die eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß der Greis des Nachts (ein Bett verlassen hat und dabei mit der brennenden Petroleumlampe in Berührung gekommen fein muß, so daß das Nachtgewand Feuer fing und der alte Mann den Tod in den Flammen fand.
holländisches Personenauto in einen Fluß gestürzt. Alle vier Insassen tot.
Bei der Ortschaft St. Michielsgestel (Nordbrabant) ereignete sich ein schweres K r a f t w a g e n Unglück, bei dem vier Personen ums Leben kamen. Ein Personenkraftwagen stürzte bei dem Versuch, einen großen Autobus zu überholen, in den neben der Straße herlaufenden Dommel-Fluß und versank sofort im Wasser. Um den Kraftwagen bergen zu können, mußte erst ein Kranwagen herbeigeholt werden, was eine Dreiviertelstunde in Anspruch nahm. Inzwischen waren die vier Insassen erstickt. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Unverantwortlicher Leichtsinn. — Ein Autobus in Flammen. — Drei Schwerverletzte.
Bei Weißensee (Thür.) ereignete sich ein schweres Brandunglück, das durch unverantwortlichen Leichtsinn verursacht wurde. Als ein Omnibus neuen Brennstoff aufnehmen wollte, setzte ein Mitreisender in unmittelbarer Nähe des offenen Tanks ein Streichholz in Brand. Im gleichen Augenblick entzündete sich das Benzin, und wenige Sekunden später ergriffen die Flammen den ganzen Wagen. Der Krastwagenführer, der sich neben dem in Brand geratenen Tank befand, erlitt ebenso wie zwei andere Mitfahrende schwere Brand-
Die Sangcmartffämpfer in Marburg.
Am vorigen Samstag und Sonntag trafen sich in Marburg fast 3000 ehemalige Angehörige des „Grünen Korps" (26. Reservekorps), um der schweren Kampftage bei Langemarck zu gedenken. Nach Begrüßungsworten des ehemaligen Korpsführers Amtsgerichtsrat Dr. Braß (Köln) sprach der letzte Kommandierende General des „Grünen Korps", Generalleutnant a. D. v o n W a 11 e r , der den treuen Zusammenhalt des Korps heroorhob.
Scherl-Bildma tem dienst
Amtsgerichtsrat Dr. Braß gab unter lebhaftestem Beifall bekannt, daß der Führer auf das Treuegelöbnis des „Grünen Korps" mit einem Telegramm geantwortet habe, in dem er den Tagungsteilnehmern kame?adschaftliche Grüße übermittelte. Eine für alle Tagungsteilnehmer unvergeßliche Weihe- ftunbe war die Heldenehrung im Schloßparktheater, die unser Bild zeigt.
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die Lieferung von 2100 cbm Stücksteinen, 1000 cbm Walzschotter, 100 cbm Basaltsplitt, 400 cbm Schlämmsand, 28 m Zementrohre;
die Ausführung von 1050 cbm Erdaushub, 400 qm Fahrbahnaufbruch, 7150 qm Stijckbau, 10 500 qm Vorprofilierung, 400 Fuhrwerksstunden, 4 Quer» durchlüffen sowie 3600 qm Gräben- und Bankettregulierung. 2830D
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Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 10. Mai 1935.
Provinzialdirektion Oberhessen Tiefbau.
steigt dem Onkel MoUig in die Nase, wenn er in die Küceh tritt. Und das Wasser läuft ihm im Munde zusammen, sieht er die tüchtige Hausfrau die schönsten Gerichte auf dem neuen Roeder-Gasherd kochen und braten. Das war doch ein guter Grift, als er zu der Firma Häuser am Oswalds- garten ging und den schönen Herd in die Küche stellen ließ. Seitdem ist ein ganz anderer Zug im Hause, denn die Liebe geht nun einmal durch den Magen. Sollte die Laune noch so rosig sein, ein gutes Mittagsmahl, gekocht auf dem Roeder-Gasherd, macht sie noch rosiger. Das sollten auch Sie sich zu Herzen nehmen und Sie sollten es nicht versäumen, sich solch ein notwendiges Möbelstück anzu- sehaffen. Kommen Sie ruhig einmal in unsere umfangreiche Ausstellung. Sie finden dort die neuesten Modelle praktischer Gas- und Küchenherde. Sie sind auch nicht all zu teuer. Wir erwarten Sie.
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Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme
beim Heimgange meiner lieben Frau, unserer guten
Mutter sagen wir unseren herzlichsten Dank.
Johannes An und Kinder.


