Ausgabe 
14.2.1935
 
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Kunst und Wissenschast

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freundlichen Beifall danken.

Aus aller Welt

Gedenket der hungernden Sögel 1 Schuht die Tiere vsr der Wie!

geschlossen. Sinngemäß ist auch der Lobedabund der Chöre und Musikgilden der PflegschaftSing- und Spielkreise" im Reichsverbad der gemischten Chöre Deutschlands eingegliedert.) der Reichsverband hat einen Pauschalvertrag mit der Stagma (Staat­lich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musi­kalischer Urheberrechte) abgeschlossen. Die dem Reichsverband angeschlossenen Chöre sind dadurch in der Lage, auch zeitgenössische Werke ohne Son­derabgaben zu musizieren. Alle Sing- und Spiel­kreise Deutschlands gleichgültig, ob sie selbständig sind oder im Rahmen einer größeren Organisation bestehen werden aufgefordert, sich pflichtgemäß beim Reichsverband der gemischten Chöre Deutsch­lands e. V., Berlin W 57, Bülowstraße 10, anzu­melden.

INünchner Uraufführung:Hauptmann Fabian" von Alfred Günther.

Das dreiaktige SchauspielHauptmann Fa­bian" von Alfred Günther erlebte in den Münchner Kammerspielen in der alleinigen U r - aufführung für Deutschland eine freundliche Aufnahme. Der Dichter nennt sein Schauspiel einen Versuch der dramatischen Variation des kostbaren ThemasDie Marquise von O." Heinrich von Kleists, in der er nicht den absonderlichen und abenteuerlichen Fall, sondern nach seinen eigenen Wortendie unentrinnbare Formel für das Schick­sal Mann und Frau" sieht. Alfred Günther folgt Kleist in den Bahnen der Novelle bis zu dem Aus­gang des dramatischen Konflikts, den Kleistum der gebrechlichen Einrichtung der Welt willen" ver­söhnend zur Lösung gelangen läßt, während der Dramatiker den Konflikt tragisch dadurch ausklingen läßt, daß Hauptmann Fabian, der Graf der Novelle, seine Schuld mit dem Tode sühnt. So läßt der Dramatiker nicht das Schicksal der Marquise, son­dern die Tat des Grafen zum Mittelpunkt des

niedergeschlagen worden ist. Die Todesursache wird erst durch die Leichenöffnung festgestellt werden.

Schwere Bluttat eines Geistesgestörten.

Eine schwere Bluttat ereignete sich in Lübben (Spreewald). Vermutlich in geistiger Umnachtung versuchte der 50 Jahre alte Otto Bresse seinen 31 Jahre alten Sohn und dessen Schwägerin, dem jungen Ehemann wegen Erkrankung seiner Frau die Wirtschaft führte, mit einem Beil zu er­schlagen. Das Fräulein wurde an Kopf und Brust schwer verletzt und in bewußtlosem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Seinem Sohn brachte Bresse schwere Verletzungen am Arm bei, so daß auch er Aufnahme im Krankenhaus suchen mußte. Nach der Tat begab sich Bresse in sein Zimmer und verletzte sich dort mit einem Messer am Hals so schwer, daß er nach kurzer Zeit st a r b.

Alädchenmord und nächtliche Brandstiftung im Dorf.

Im Dorf Schwarme im alten Kreis Hoya (Han­nover) wurde ein Mord verübt. Als der Dauer Glander mit seiner Frau nachts von einem Be­such heimkehrte, fanden sie ihre 16jährige Tochter Anna im Bett liegend tot aus. Das Bett brannte, doch konnte das Feuer bald gelöscht werden. Nach den bisherigen Ermittlungen liegt Mord vor. Die Angelegenheit wird noch geheimnisvoller durch einen Brand, der gegen Morgen die große Scheune eines

Vieh fehlt Futter, und über dem Feuer geschmol­zener Schnee dient als Trinkwasser. Der spanische Minister für öffentliche Arbeiten ist wegen drin­gender Hilfsmaßnahmen angerufen worden.

Der Breslauer Sindermord. Voruntersuchung gegen Höll eröffnet.

Aus Antrag der Staatsanwaltschaft hat der Unter­suchungsrichter beim Landgericht in Breslau gegen Herbert Höll wegen Verdachtes des Mordes und zugleich Sittlichkeitsverbrechens an den Geschwistern Otto und Erika Fehse die ge­richtliche Voruntersuchung eröffnet. Zugleich ist ge­gen den bisher in Polizeihaft befindlichen Höll Haftbefehl vom Untersuchungsrichter erlassen wor­den. Der Mord an den Kindern wurde am 6. Juni 1926, einem Sonntag, begangen und hat in der Breslauer Bevölkerung großen Schrecken ausge­löst. Bei Höll wurden, wie schon gemeldet, in seiner Dachkammer umfangreiche stenographische Aufzeich­nungen gefunden, in denen mehrmals der Vorname Erika vorkam.

Bluttat in Oberschlesien. Muller und Sohn unter Mordverdacht verhaftet.

In einer der letzten Nächte ereignete sich in Kon­stadt (O.-S.) eine ruchlose Bluttat. Der Besitzer des GasthausesZur Eisenbahn" wurde in der Küche seiner Wohnung tot aufgefunden. Der Ver­dacht der Täterschaft richtete sich sofort gegen den Sohn des Getöteten, der mit seinem Vater in der letzten Zeit in dauerndem Unfrieden lebte. Der junge Mann und die Frau des Gastwirts wurden verhaftet. Es wird angenommen, daß der Gastwirt im Verlaufe eines Streites von seinem Sohne

Wieder ein schweres Eisenbahnunglück in der Sowjetunion.

Nach einer Meldung aus Baku (Kaukasus) ereig­nete sich bei der Station Mineralnie-Wody ein schweres Eisenbahnunglück. Eine Lokomotive rannte wegen falscher Weichen st ellung mit einem Güterzug zusammen, der aus Tankwagen bestand. Infolge des heftigen Anpralls entgleiste ein Teil der Wagen und legte sich quer über das Nebengleis. In diesem Augenblick nahte der Expreß aus Baku und raste in voller Fahrt in die Wagen hinein. Nach den bisherigen Mel­dungen sind drei Lokomotiven und sechs Wagen zerstört. In der amtlichen Mitteilung wird'nicht gesagt, ob auch Menschenleben zu bekla­gen sind. Die politische Polizei hat zahlreiche Verhaftungen vorgenommen.

Grippe-Epidemie in Madrid.

Der diesjährige strenge Winter in Spanien und die nicht für so niedrige Temperaturen einge­richteten Wohnungen haben in Madrid eine Grippeepidemie zur Folge gehabt, die be­sonders unter den Schulkindern stark um sich ge­griffen hat. Es gibt Schulklassen, wo von 50 Kin­dern nur vier zum Unterricht kommen. Durchschnitt­lich fehlen etwa 30 bis 40 v. H. der Schüler. In den Ministerien, den Büros und Werkstätten ist der Personalausfall ebenfalls erheblich. Die feit vielen Tagen infolge der außergewöhnlichen Schneefälle vollständig von der Umwelt abge­schnittene nordspanische Stadt Reinosa befindet sich in größter Not. Bei einer Temperatur von 16 Grad Kälte beginnen die notwendigsten Lebens­mittel sowie die Kohlen knapp zu werden. Für das

reichen nach Holland gekommenen deutschen K o m m u n i st e n , die von hier aus neue kom­munistische Zellen in Deutschland zu bauen und in enger Zusammenarbeit mit den holländischen Kom­munisten im Lande ihrer Gastgeber politische Un­ruhen hervorzurufen suchen.

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Das Breslauer Sondergericht, das in Glatz tagte, verurteilte nach dreitägiger Verhandlung den 32jäh- rigen tschechoslowakischen Staatsangehörigen Rudosf Menzel wegen Vergehens gegen das S p r eng­st o f f g e s e tz und Vergehens gegen die Verordnung zum Schutze von Staat und Volk in Tateinheit mit Einbruchsdiebstahl im Rückfall zum Tode. Men­zel hatte in Schlesien über 30 Einbrüche begangen und u. a. die Einbrüche in den Postämtern Wartha und Ludwigsdorf ausgeführt, wobei er versucht

anderen Bauern in Asche legte. Bei diesem Feuer, das auf B r a n d st i f t u n g schließen läßt, wurden Spuren festgestellt, die vom Glanderschen Hof zu der Scheune führten. Spuren aus der Scheune heraus waren nicht festzustellen. Es wird vermutet, daß der Mörder sich in der Scheune umgebracht hat.

Drei Tage in der Gewalt chinesischer Piraten.

Das Abenteuer, das der englische Dampfer T u n g ch o w " mit 70 englischen Schulkindern an Bord zu bestehen hatte, war trotz des glücklichen Ausganges doch ernster, als es zunächst angenom­men wurde. Den chinesischen Piraten, die sich, wie das häufig geschieht, als Passagiere an Bord des Schiffes eingeschlichen hatten, gelang es tatsäch­lich, für drei Tage die vollständige Gewalt über das Schiff an sich zu reißen. Sie haben sogar versucht, das Schiff zu tarnen, um die Verfolger abzulenken. Die Schornsteine wurden neu gemalt und der ursprüngliche Schiffsname durch die japa­nische BezeichnungToyo Maru" ersetzt. Als bri­tische Marineflieger über dem Schiff auftauchten, hielten die Chinesen es für geraten, die Flucht zu ergreifen. Dazu bemächtigten sie sich einer Dschunke, in die auch die Beute verladen wurde.

FischdampferBlain mit 13 Blann verloren.

Der FischdampferMain", der, wie bereits be­richtet, feit seiner Ausreise aus Wesermünde ver­mißt wurde, muß als verloren gelten. Nach Telegrammen aus Stavanger (Norwegen) ist in der Nähe der Küste ein Rettungsboot des Fisch­dampfersMain" leer angetrieben worden. Auch bei Jaederen find Bootstrümmer ans Land gespült worden, die wahrscheinlich zu der untergegangenen Main" gehören. Der FischdampferMain" war 252 Bruttoregistertonnen groß. Die Besatzung, die aus 13 Mann bestand, stammt zum größten Teil aus Ostpreußen und ist feit Jahren im Dienst der Reederei gewesen.

Sechs norwegische Fischer ertrunken.

Eine Drontheimer Fischerflotte, die bei schönem Wetter ausgelaufen war, wurde auf hoher See vom Sturm überrascht. Die meisten Boote konnten unter großen Schwierigkeiten den Hafen wieder erreichen. Sechs Fischer fanden den T o d in den Wellen.

Glück und jähes Ende eines Jagers.

Der 29jährige Jagdhüter Karl Augst in Alten­kirchen (Westerwald) begab sich dieser Tage auf dis Fuchsjagd. Auf die Lockpfeife hin kamen dem Jäger bald zwei Füchse ins Schußfeld, von denen einer im Feuer blieb. Aus Freude über fein Jagdglück erlitt der Mann, der kurz vor der Hochzeit stand, einen Herzschlag, der feinem Leben ein Ende fetzte. Er wird am Tage seines 29. Geburtstages zu Grabe getragen.

Interessante Funde beim Bau einer Rheinbrücke.

Bei den Arbeiten im Senkkasten am Maxauer Rheinbrückenbau stieß man in einer Tiefe von 2 und von 7 Metern unter der Strornsohle auf Baumstämme, die zerkleinert und stück­weise durch die Schächte und Luftschleusen befördert werden mußten. In der gleichen Tiefe wurden auch bei der Gründung der Widerlager Baumstämme gesunden. Das Holz soll 1015 000 Jahre alt sein. Genauere Untersuchungen werden durch die geolo­gische Landesanstalt in Karlsruhe oorgenommen werden. Die Arbeiten an den Pfeilern und Wider­lagern werden in etwa drei Monaten beendet fein, wenn keine längere Unterbrechung durch Frost ein­tritt.

Zahlreiche Todesopfer des Methylalkohols im Staate Neuyork.

Der von gewissenlosen Schmugglern im Staate Neuyork abgesetzte Methylalkohol hat weitere Todesopfer gefordert. So starben in Utica 17, in Gloversville bisher 32 Personen. Weitere 20 Personen, an denen die Symptome des schleichen­den Todes festgestellt werden konnten, wurden in besonders errichtete Baracken gebracht, wo die Aerzte sich bemühen, die Eingelieferten am Leben zu erhalten.

»iehung, Maehner, gab die Lager des Sku- Dentenbunbes bekannt, die in den am 15. Fe­bruar beginnenden Ferien stattfinden sollen. Einem zentralen Schulungslager in der Reichsführer­schule der NSDAP, in Bernau werden in je« dem Gau örtliche Sckulungslager fol­gen, eine Erziehungsarbeit, Die im Juli und August in den großen Ferien fortgesetzt werden wird. Be­sondere Bedeutung erlangte die Tagung durch die Anwesenheit des Beauftragten des Stellvertreters des Führers für Hoch- und Fachschulfragen, Pg. Dr. Wagner, der auch zu den schwebenden Fra­gen der Studentenschaft selbst das Wort ergriff. In einem Schlußwort konnte Pg. Derichsweiler mit Befriedigung die Geschlossenheit des NSDStB. fest­stellen, die schon in diesem Semester dem Bund ent­scheidende Arbeit ermöglichte. Ein Heil auf Führer und Bewegung beschloß die Tagung.

Deutsche Bach-händel-Schüh-Feier 1935. Auftakt in Halle.

Die Reichsmusikkammer teilt mit: Der größte Sohn der Stadt Halle ist Georg Friedrich Händel, der hier am 23. Februar 1685 das Licht der Welt erblickte. Als Auftakt zurDeutschen B a ch - Händel-Schüg-Feier 19 35", die von der Reichsmusikkammer anläßlich der Jubiläen dieser drei Großmeister deutscher Tonkunst durchgeführt wird, begeht die Stadt Halle Händels Geburtstag mit einer großen Feier vom 22. bis 24. Februar. Der Vorabend des 250. Geburtstages bringt ein Konzert,Die Ccicilien-Ode", der Festworte von Alfred Rosenberg vorausgehen. Händels Ge­burtstag, der 23. Februar, wird durch eine gemein­same Feier aller Schulen eröffnet. Dann findet ein Empfang der Feftgäste durch den Oberbürgermeister statt, bei dem Präsidialrat Heinz I h l e r t, Ge­schäftsführer der Reichsmusikkammer, eine Gedenk­rede halten wird. Anschließend wird eine Händel- Aus st ellung in der Moritzburg eröffnet und eine Gedenktafel an Händels Geburtshaus enthüllt. Abends wird derMessias" im Dom aufgeführt. Der 24. Februar bringt einen Festakt der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er wird aus­gezeichnet durch die Gedächtnisreden der Professoren Edward Deut von der Universität Cambridge und Max Schneider von der Universität Halle. Im Zeichen deutsch-englischer Freundschaft steht auch der Tee-Empfang des Deutsch-Englischen Kultur­austausches am Nachmittag. Die festlichen Tage beschließt eine Aufführung der Händel-OperOtto und Theophano" im Stadttheater Halle unter Leitung von Generalmusikdirektor Vondenhoff und Dr. Hanns Niedecken-Gebhard. Die Händel-Feier in Halle wird besucht von der ge­samten deutschen Presse. Alle namhaften Zeitungen Englands und Amerikas schicken ihre Vertreter. U. a. wird Mr. R. H. Nichols das berühmte Londoner Foundling-Hospital vertreten, zu dessen Gunsten Händel in hochherziger Weise in London jährlich eine Aufführung seinesMessias" ver­anstaltete.

Pflegschaft Sing- und Spielkreife.

Die Reichsmusikkammer teilt mit: Der Reichsver­band der gemischten Chore Deutschlands (Fachver­band D II der Reichsmusikkammer), dem alle ge­mischten, Kirchen-, Frauen- und Jugendchöre des Reiches angehören müssen, hat eine Pflegschaft Sing- und Spiel kreise" eingerichtet, die die kulturelle Beratung und organisatorische Zu­sammenfassung aller Singgemeinden, Singsck)aren, Musikantengilden, Spielkreise usw. übernimmt, bei denen das deutsche Volkslied die Grundlage ihrer Arbeit bildet und Singen und Jnstrumentalspiel in untrennbarem Zusammenhang miteinander gepflegt wird. (Die reinen Jnftrumentaloereine sind bekannt­lich im Reichsverband für Volksmusik zusammen-

Geschehens werden. Es würde die Aufgabe einer eingehenderen Kritik fein, die von Günther in feinen Begleitworten aufgeworfene Frage zu beantworten, ob das Problem, das Novelle und Drama behan­deln, in der Dramatisierung oder in der Erzählung Kleists die Losung gefunden hat. Die Urauf­führung in den Kammerspielen sah in den Haupt­rollen die ersten Kräfte dieser Bühne, Carola Behrens als Marquise, Erich Musil als Graf Fabian, Lola Chlud als Gräfin Nen6e und Elisabeth Flickens child als Gräfin Clara, Fritz Reiff und Hedwig Mangel als Vater und Mutter der Marquise. Die Inszenierung lag in den Händen von Friedrich Dornin, für Bühnen­bilder und Kostüme zeichnete Eduard Sturm. Mit den Darstellern konnten sich am Schlüsse der Urauf­führung auch der Autor und der Spielleiter mehr­mals vor dem Vorhang zeigen und für einen

hatte, die Geldschranke mit Dynamikpatronen ztt sprengen. Die Sprengstoffe hatte er sich durch Ein­bruchsdiebstähle in Steinbrüchen verschafft. Men­zel, der schon eine Reihe von Zuchthaus- und Ge­fängnisstrafen hinter sich hat und u. a. bei einem Einbruch eine Person, die sich ihm entgegenftellte, durch mehrere Messerstiche verletzte, wird von den tschechoslowakischen Behörden wegen 25 Einbruchs­diebstählen gesucht. *

Bundesrat Schultheß, der Leiter des eid­genössischen Volkswirtschaftlichen Departements, hat dem Bundesrat feinen Rücktritt erklärt. Bun­desrat Schultheß, der feit über 20 Jahren im Amt ist, hatte bekanntlich bereits vor einigen Monaten für das Frühjahr feinen Rücktritt angekündigt.

Memels Trauertag.

Am 15. Februar 1920 gellten die Hellen Klänge der französischen Clairons durch die Straßen Me­mels: sie klangen in den Ohren der treudeutschen Memelländer, die sich ein Jahr zuvor bei einer Probeabstimmung mit überwältigender Mehrheit für das Verbleiben ihres Heimatgebietes beim Reich ausgesprochen hatten, wie das Geläut von Todesalocken. Denn in Versailles hatte man beschlossen, daß so sagt es der Artikel 99 Deutschland zugunsten der alliierten und assoziierten Mächte auf alle Rechte und Ansprüche auf die Gebiete zwischen der Ostsee, der Nordostgrenze Ostpreußens und den ehemaligen deutsch-russischen Grenzen zu verzichten habe. Was hier weit­läufig beschrieben wurde, war das Memelge­biet, das zunächst die Siegerstaaten in ihreOb­hut" nahmen. Genau so wie man uns die Kolo­nien nahm, die dem Völkerbund zugeteilt wurden, der sie dann wieder alsMandate" an die Eng­länder, Franzosen und Japaner gab, genau so wurde deutsches Land aus dem Reiche herausgebrochen. Und das in einer Form, die den Wilsonfchen Grundsätzen vom Selbstbestim­mungsrecht der Völker direkt widersprach. War man sonst in Versailles mit Volksabstimmungen nicht knauserig, wenn man glaubte, dadurch Deutschland noch schädigen zu können, so behandelte man die Me­melländer wie Wilde aus dem innerafrikanischen Busch. Drei Jahre saßen die fremden Soldner im Lande, bann war der Augenblick gekommen, das Gebiet an Litauen auszuliefern. Ein ab­gekartetes Spiel war ber (Einfall ber litaui­schen Banden. Dennoch wirkte der Rückzug der schwerbewaffneten Franzosen und Engländer vor den Horden, die sich alsEiserner Wolf" bezeichne­ten, geradezu schmählich. Zum' zweiten Male wur­den die Memelländer in die Sklaverei verkauft. Leibeigenen gleich müssen sie sich heute wegen Ver­gehen verantworten, die sie niemals begingen. Li­tauische Willkür und Laune ist die Triebfeder des Kownoer Prozesses und der fortgesetzten Vergewal­tigungspolitik, deren Grundstein in Versailles ge­legt wurde.

Neuwahlen

zum Danziger Volkstag.

Danzig, 13. Febr. (DNB.) Die nationalsozia­listische Fraktion des Danziger Volkstages hat einen Antrag auf Auflösung d e s Danziger Volkstages eingebracht. An der Annahme des Antrages besteht kein Zweifel, da die NSDAP, im Danziger Volkstag über die absolute Mehr­heit verfügt. Für die Neuwahlen ist der 7. April in Aussicht genommen. Senatspräsident Greiser hatte in einem Schreiben an die Fraktion mitgeteilt, daß es angesichts der Haltung der Zentrums- Partei nicht möglich sein werde, die in Genf vom Senatspräsidenten bereitwilligst zugesicherten unmittelbaren Verhandlungen mit der Zentrumspartei wegen der von dieser Partei vor­gebrachten Beschwerden zu einem Ende zu führen, das dem Willen der Danziger Bevölkerung entspricht. Der Senat sehe sich nicht in der Lage, dem Wunsche der Zentrumspartei nach Abänderung einer Reihe von Gesetzen nach­zukommen, wenn er nicht seine eigene Aufbauarbeit stören und den Willen der Mehrheit der Danziger Bevölkerung sabotieren wolle. Bei dieser Sachlage erscheine es dem Senat notwendig, den Willen der Danziger Bevölkerung durch Volkstagsneuwahlen eindeutig vor aller Welt feftftellen Zu lassen.

Kleine politische Nachrichten.

Die WochenschriftDer Reichswart" ist auf Befehl des Führers dis auf weiteres verboten worden wegen eines in ihrer Nummer vom 3. Februar unter der ÜberschriftWir sind doch ganz allein" erschienenen Artikels, der sich in aufreizenden und zum Teil direkt böswilligen Aus­lassungen gegen die Aufbauarbeit der Regierung wandte. Bezeichnend ist, daß der Verfasser dieses Artikels ganze 20 Jahre alt ist.

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Wie das Reichs- und preußische Ministerium des Inneren mitteilt, ist dis Ende Dezember 1 9 34 folgende Anzahl von Ehr en kreuzen des Weltkriegs verliehen worden: Für Front­kämpfer 1 204 737, für Kriegsteilnehmer 142 522, für Witwen 48 640, für Eltern 45 602. Die Gesamt­zahl der bis Ende 1934 verliehenen Ehrenkreuze beträgt hiernach 1 441 501.

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Die holländische Regierung beabsichtigt die Errichtung eines Internierungslagers für alle diejenigen in Holland befindlichen Aus­länder, die die öffentliche Ordnung und Sicher­heit gefährden. Dabei handelt es sich um die zahl-

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DIE DEUTSCHE WELTMARKE

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