Ausgabe 
14.2.1935
 
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Görings Staatsbesuch in Bremen

des dten-

sischen Botschafter Potemkin hatte, große Be­deutung bei. Nach demPetit Parisien" soll der sowjetrussische Botschafter vollkommen beruhigende Versicherungen erhalten haben. Frankreichs Stel­lung hinsichtlich des Ostpaktes bleibe unver­ändert und fest. Der Ostpakt sei einer der H a u p t t e i l e des geplanten diplomatischen Me­chanismus, den man nach dem Eingang einer deut­schen Antwort in Bewegung setzen werde. Der Excelsior" ist noch deutlicher: Laval habe angeb­lich dem sowjetrussischen Botschafter erneut die Ver­sicherung gegeben, daß die französische Regierung gemäß dem französisch-russischen Protokoll von Genf keine Sonderverhandlungen mit Deutschland aufnehmen werde, solange nicht der O st pakt abgeschlossen sei.

Zu dem Bündnis von Hitler-Jugend und Arbeitsfront zur Durchführung dieser einzigartigen Aktion tritt die Reichsregie­rung s e l b st hinzu. Das Ideal ihres tätigen Auf­baues ist das Ideal des deutschen Volkes und der deutschen Jugend: die Arbeit. Staat, Bewegung und Volk sind sich einig in der Freude an dem wiedererwachten Berufsethos und der Arbeits­freude einer Jugend, die in einer vergangenen Epoche nichts anderes als das Geldverdienen oder die Stempelstelle kannte. So ist es selbstverständlich, daß mit der Reichsregierung auch das gesamte deutsche Volk Anteil nimmt an der gewaltigsten Demonstration des Willens zur L e i st u n g , den die deutsche Jugend je abgelegt hat. Be­triebsführer, Handwerksmeister, Be­

rufsberater alle, die unmittelbar am Ar­beitsleben der jungen Generation beteiligt sind, werden dem Einsatz der Reichsminister nicht nach­stehen, sondern dem Bunde von Jugend und Staat ihre Betriebe als Wettkampf st ätten öffnen, ihre Lehrlinge nach nationalsozialisti­schen Grundsätzen ausbilden und den Adel der Leistung, der sich im Berufswettkampf zeigt, zu achten wissen.

Das ganze Deutschland soll es sein! Die Sehnsucht des deutschen Volkes ist der Friede. Dort, wo andere Jugendorganisationen

Im hauptmann-Prozeh in Flemington (USA.) ist der Angeklagte Hauptmann wegen 7N ordes er st en Grades" zum Tode ver­urteilt. Der Richter hat die Hinrichtung auf die am 18. Mär; beginnende Woche festgesetzt. Sie erfolgt auf dem elektrischen Stuhl.

Die Beratung der Geschworenen vor der Ur­teilsverkündung dauerte 11 Stunden. Der Vor­sitzende, Richter Trenchard, hatte den Geschwo­renen in einem mehr als einstündigen Vortrag die einzelnen Zeugenaussagen und die Behauptungen der Verteidigung nochmals zusammengefaßt. Richter Trenchard erklärte: Falls Sie finden, daß der Angeklagte den Mord bei dem Einbruch verübt habe, wäre es einMord im ersten Grade", ob­wohl die Tötung unbeabsichtigt gewesen sei. Falls ein berechtigter Zweifel daran besteht, daß der An­geklagte den Mord beging, muß er freigesprochen werden. Falls Sie den Angeklagten desMordes ersten Grades" schuldig erkennen, können Sie in Ihrem Wahrspruch die lebenslängliche Gefängnis­strafe empfehlen, falls jedoch bei den Geschworenen irgend ein vernunftgemäßer Zweifel an irgendwel­chen Aussagen besteht, dann müssen die Geschwo­renen solche Aussagen zurückweisen. Der Wahr­spruch der Geschworenen lautet:Schuldig des Mordes ersten Grades ohne mildernde Umstände." Sämtliche Geschworenen machten bei ihrem Eintritt in den Gerichtssaal einen stark erregten Eindruck. Der Obmann verlas den Wahrspruch mit zitternden Händen. Einige weibliche Geschworenen weinten.

Das Todesurteil wurde am Mittwoch kurz vor

Die Sicherung vor -en Gefahren -es Lustkrieges. Französische Generale begrüßen ein Locarnoabkommen zur Lust.

Berlin an. Am Ausgang der Böttcherstraße, in der die Zusammenkunft stattgefunden hatte, vor dem Bahnhof und auf dem Bahnsteig hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden, die dem Mini­sterpräsidenten mit stürmischer Begeisterung ein herzliches Lebewohl zurief.

15 Jahre deutscher Freiheitskampf, trotze Gedenkfeier zum 15. Jahrestag der Programmverkündung der NSDAP.

München, 14. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Traditionsgau München-Oberbayern der NSDAP., von dem aus die nationalsozialistische Freiheitsbewegung ihren Vormarsch in Deutsch­land antrat, wird den Tag der 15jährigen Wie­derkehr der Verkündung des nationalsozialistischen Programms durch den Führer am 24. Februar in feierlicher Form begehen. Vormittags um 11 Uhr wird in einer nationalsozialistischen Weihe-

Lin her Tonhalle in München Gauleiter Adolf Wagner sprechen. Um 20 Uhr findet * ni Af b r ä " h a u s - F e st s a a l, &er Stätte, wo der Führer am 24. Februar 1920 das Programm oer« . ^tmcilsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei verkündete eine große Kundgebung statt unter dem Motto:15 Jahre deutscher Frei­heit s k a m p f". Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Pg. Rudolf H e ß, wird von dieser Stelle um 20 Uhr die Vereidigung aller politischen Leiter Deutschlands, der Führer der HI., des Jungvolks, des BdM. und des Arbeitsdienstes, die nach dem 2 4. Februar 1933 ernannt worden sind, vornehmen. Von 20.30 Uhr ab findet im gleichen Saal die große Parteigründungsfeier statt, die Zeugnis dafür ablegen wird, daß die unerschütterliche Treue derer, die in den frühesten Anfängen der Be­wegung dem Führer gefolgt sind, heute die Treue des ganzen deutschen Volkes geworden ist. Teil- nahmeb.erechtigt an der großen Kundgebung im Hofbrauhaus-Festsaal sind die Parteigenossen die gleichzeitig im Besitz des Blutordens und des Goldenen Ehrenzeichens der Partei sind.

Zührertagung des TiSDStB. in München.

widerte, daß es die Pflicht der nationalsozialistischen Führer fei, immer wieder ins Volk zu gehen und in den Frontabschnitten das Vertrauen der deutschen Männer und Arbeiter zur Idee des Füh­rers zu festigen. Nur bei dieser Wechselwirkung von Vertrauen von Volk und Führer könne der Natio­nalsozialismus seinen dauernden Bestand sichern. Der wirkliche nationalsozialistische Führer müsse sich klar darüber sein, daß er der erste Diener des Staates sein muß. Nur dadurch zeige er den Wert einer kraftvollen Persönlichkeit.

Dem Ministerpräsidenten wurde dann in der Guldenkammer des alten Rathauses der Ehren- trunk der freien Hansestadt Bremen geboten. Dann begab sich der Ministerpräsident zurAktien- gesell schäftWeser", wo er zunächst die Werftanlagen besichtigte und mit besonderem Jnter- Zse die technischen Einrichtungen sich erklären ließ. Die Maschinenhalle war mit den Belegschaf­ten der bremischen Betriebe und Werkstätten bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Ministerpräsident

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ergreifen könne. In Fachkreisen sei man überzeugt, daß es niemals zu einem unbeschränk­ten Luftkrieg kommen werde, und zwar sowohl aus technischen Gründen wie auch aus der Erwägung heraus, daß man die S y m p a - thiender übrigen Weltnickt gern ver- scherzen wolle. Der Londoner Luftpaktplan sei nicht etwa als ein Einverständnis der Wehrlosig­keit gegenüber Luftangriffen, sondern als eine Vorbeugungsmaßnahme aufzufassen.

England erprobt neue Kampf­flugzeuge.

L o n d o n, 13. Febr. (DNB.) In M a r t l e s h a m H e a t h werden in nächster Zeit mit s e ch s n e u e n Kampfflugzeugtypen interessante Ver­suche angestellt werden. Die neuen Modelle stellen ein Zwischending dar zwischen dem bisher schnell­sten Typ, dem Gontlet-Doppeldecker, der in einer Höhe von 5000 Meter eine Stundengeschwindigkeit von 370 Kilometer erreicht, und demK a m'p f - f l u g z e u g der Zukunft" mit einer Geschwin­digkeit von annähernd 480 Kilometer, dessen Er­scheinen gegen Ende dieses Jahres erwartet wird. Nur eines der sechs neuen Flugzeuge ist ein E i n d e ck e r. Man meint in britischen Militär­kreisen, daß dem Doppeldecker wegen seiner größeren Manövrierfähigkeit, die auf seine gedrun­gene Gestalt und seine kleineren Tragflächen zurück­zuführen sei, der Vorzug gebühre. Man glaubt sogar, daß die bisherige Ueberlegenheit der Ein­decker in der Schnelligkeit durch eine geeignete Bau­art übertroffen werden könne. Andererseits macht sich auch eine Bewegung zugunsten des Eindeckers bemerkbar, die mit der Vorliebe für einzieh­bare Untergestelle und Räder zusammen­hängt. Von den Doppeldeckern findet besonders einer Beachtung, bei dem der Motor hinter dem Sitz der Flieger eingebaut ist. Der Pro­peller ist mit ihm durch eine lange Metallwelle ver­bunden. Zweck dieser Anordnung ist, dem Flugzeug­führer ein möglichst weites Gesichtsfeld zu sichern. Alle sechs Flugzeugtypen sollen als T a g - und Nachtkampfmaschinen verwendet werden

Arbeit, Leistung, Friede!

Der Aufruf zum zweiten Reichsberufswettkampf -er -eutschen Jugend.

s i n t e n anzugreifen." Am Tage der Ankunft des französischen Außenministers Laval in Rom habe der König dem abessinischen Geschäftsträger aufs neue die Versicherung gegeben, Italien denke nicht daran, sich in Abessinien auf ein Aben­teuer einzulassen; Italien und Abessinien würden stets Freunde bleiben. Drei Tage später habe Mussolini dem abessinischen Geschäfts­träger den Willen der Regierung bestätigt, an dem zwischen Italien und Abessinien seit 1928 bestehen­den Freundschaftsvertrag nichts zu ändern.

Oer Ostpakt

und die Londoner Abmachungen.

Paris, 14. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Presse mißt einer Unterredung, die der französische Außenminister Laval am Mittwoch mit dem rus-

Mitternacht gefällt. Der Richter wollte schon ange­sichts der Uneinigkeit der Geschworenen nach Hause gehen, um dort zu warten, als plötzlich der Sheriff ankündigte, daß der Spruch der Geschworenen nach fünfmaliger Abstimmung zustandegekom- men sei. Die Türen des großen Saales wurden geschlossen. Staatsanwalt und Verteidiger nahmen ihre Plätze ein, und kurze Zeit darauf betrat Hauptmann mit seinen Wächtern den Saal. Er war bleich, sein Gang war unsicher. Er nahm in der ersten Bankreihe Platz. Frau Hauptmann erschien einen Augenblick später. Dann traten die zwölf Geschworenen ein. Auf die Frage nach dem Inhalt des Wahrspruches antwortete der Obmann mit zitternder Stimme:Schuldig, schuldig ' Mordes er st en Grade s". Es folgte Ti stille. Dann sprach Richter Trenchard die ent­scheidenden Worte:Bruno Richard Haupt­mann, Sie sind des Mordes ersten Grades für schuldig befunden worden, und nach dem Gesetz müssen Sie zu einer vom Gericht bestimmten Zeit die Todesstrafe erleiden."

Im Augenblick der Urteilsverkündung schwankte Hauptmann leicht und machte eine Bewegung, als ob er sprechen wolle, dann drehte er sich langsam um und begab sich, von seinen Wächtern begleitet, nach seiner Zelle. Frau Hauptmann brach in Tränen aus und schluchzte laut. Der Verteidiger Lloyd Fischer sprach ihr Mut zu und versicherte, daß er den Fall zu einem glücklichen Ende führen werde. Man erwartet, daß der Verteidiger Berufung gegen das Todesurteil einlegt. Die Berufungsver­handlung würde jedoch nicht vor Mai stattfinden.

M ünche n, 13. Febr. (DNB.) Wie derVölkische B-obachter meldet, ocrfammelten sich zum Abschluß des Wintersemesters 1934/35 in München die ® a u. l^d-nt-nb und führen, um durch ihr- Ar­beitsberichte das Ergebnis der Semesterarbeit klar, zustellen. Das zu Ende gehende Semester war eine Zeit eines völligen Neuaufbaues des Studenten- bundes Es galt, organisatorisch Außerordentliches zu leisten, und der herzliche Dank des Reichsamts, leiters Derichsweiler an seine Mitarbeiter im ganzen Reiche bewies feine Zufriedenheit mit dem Geleisteten. Die Arbeitstagung legte die endgültigen Richtlinien der Erziehungsarbeit für die kommende Zeit fest. Der Hauptstellenleiter für politische

Hauptmannwegen Mordes ersten Grades" zum Tode verurteilt.

Keine mildernden Umstände Hinrichtung für März festgesetzt. Berufung gegen das Urteil?

Berlin, 13. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr.Go eb­be l s, der Reichsminister für Wissenschaft, Er­ziehung und Volksbildung, Rust, der Reichs- minisier des Innern, Dr. Frick, der Reichs­minister für Ernährung und Landwirtschaft, Darre, der Reichsarbeitsminister, Seldte, der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, und der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, veröffentlichen zum 2. Reichs­berufswettkampf folgenden Aufruf:

Das Ideal des deutschen Volkes ist die Ar­beit, fein Wille d i e Leistung und feine Sehn­sucht der Friede. Wir rufen die deutsche Jugend zum zweiten Reichsberufswetkkampf vom 18. bis 23. Wärz 1935.

Wir sind uns der Gefolgschaft unserer jungen Kameraden gewiß. Heil Hitler!

Die Pressestelle des Reichsberufs­wettkampfes schreibt zu dem Aufruf:

Durch den freiwilligen Einsatz der Jugend wird der bevorstehende Reichsberufswettkampf getragen. Er ist keine Maßnahme der Regierung, sondern seine Triebkräfte ergeben sich aus dem beruflichen E r t ü ch t i g u n g s w i l l e n der deutschen Jugend. Seine Durchführung liegt in der Hand verantwortungsbewußter Jugendfüh­rer. Die Reichsregierung aber bekennt sich zu den fruchtbaren Kräften, die aus der Jugend heraus ein Werk schöpferisch gestalten, das in Der gesamten Welt nicht seinesgleichen findet. Führende Mitglieder der Regierung und die Leiter der beiden Organisationen, die als Träger des Be­rufswettkampfes bekannt sind, rufen die Jugend zum Wettkampf. Im ganzen Reich aber haben die Wettkampfleitungen ihre Vorbereitungen getroffen, und die Jungarbeiterschaft selbst steht dank der zusätzlichen Berufsschulung der Win­termonate gerüstet zum Kampf um die beste be­rufliche Leistung. Der Aufruf der Reichsregierung ist ein lebendiges Zeugnis für die Harmonie zwischen Jugend und Staat, deren Gegensätzlichkeit durch die nationalsozialistische Be­wegung und ihre Staatsführung erstmalig über­wunden wurde. Dieser Staat ist selbst Jugend. Er bekennt sich freudig zu ihrem freiwilligen Einsatz- und Arbeitsdrang, der sich aus der Selbftführunq der Jugend ergibt. Er unterstützt diese Jugend aber auch mit allen Mitteln, schafft die Voraussetzungen, auf denen die Zukunft der Nation zum Nutzen und Segen des gesamten Volkes ihre Arbeit aufbauen kann.

Breme y, 13. Febr. (DNB.) Die Hansestadt Vremen stand am Mittwoch im Zeichen des Staats­besuches des preußischen Mmisterpräsidenten. Auf dem Domshof hatten Abteilungen der Landes- polizei, des Deutschen Luftsportverbandes, des Ar- bettsdienstes, des NSKK., der SS., SA und des N-s.-Frontkämpferbundes Aufstellung genommen. Gegen />10 Uhr traf Ministerpräsident Göring em, stürmisch begrüßt von der Menge. Der Mini- sterprasideut schritt die Fronten der Formationen av und begab sich dann zum Empfang ins Rathaus, wo Relchsstatthalter und Gauleiter 'Carl R ö v e r den Gast willkommen hieß. Bremens regierender Bürgermeister H e i d e r erinnerte an die Zeit, wo kurz vor der Machtübernahme durch den National- sozialismus Hermann Göring in Bremens Mauern

Kampfrede für die Bewegung Adolf Hitlers a le v v Hertte gegenüber einem der treue- ften Kampfer des Führers gelobe der Bremer, daß die Treue zu Deutschland und seinem Führer fein Panier fein falle. Ministerpräsident Göring er-

Deutschland.3' Mächte aus - die Gebiete 3 Ostpreußens Grenzen zu läufig besch biet, das zu hüt" nahmen, nien nahm, o der sie dann länder, Fran wurde deut heraus«^ die den W mungsrecht de sonst in Ser; knauserig, wei noch schädigen

Urach zu ihnen über die Begriffe Vaterland und Volk und ihre überragende Größe. Es war immer so in der Geschichte, daß, wenn die Führung des Volkes stark ist, auch das Volk stark wird. Denn nur die Führung bestimmt das Schicksal der Nation und damit übernimmt sie eine riesige Ver­antwortung vor Gott und dem Volk und, was wichtiger ist, vor der Zukunft des Volkes. Der Füh­rer hat im deutschen Volke die urewige Idee wieder erweckt, daß Volk zu Volk und Blut zu Blut gehört, daß der letzte und ärmste unserer deutschen Arbeiter uns hunderttausendmal mehr gelten muß, als der höchste Ausländer, der nicht unseres Blutes ist. Es gibt nur eine Rettung, nur eine Auferstehung Deutschlands, wenn die bei­den Lager verschwinden, die sich Jahr­zehnte zerfleischt haben. Wir Nationalsozialisten haben vor Gott und vor der Zukunft des Reiches die Verantwortung für das Schicksal Deutschlands übernommen. Zwei Jahre liegen hinter uns und es ist von uns allen gearbeitet worden wie noch nie. Heute dürfen wir mit Stolz das Haupt erheben, denn wir haben Deutschland wieder frei gemacht. Zum Schluß forderte Göring die Ar­beiterschaft auf, darüber zu wachen, daß das Band des Vertrauens, das Führer und Gefolgschaft zusammenschließt, niemals zerreißt. Werdet nicht klein, seht über die alltäglichen Sorgen hinaus und sehet das Große, das in den beiden letzten Jahren geschaffen wurde und das was es noch zu schaffen gilt. Wir alle gehören zusammen, vertraut dem Führer und uns denn Euer Schicksal ist das unsere.

Nach der Kundgebung fuhr Ministerpräsident Göring mit Reichsstatthalter Röver unter dem Jubel der Bevölkerung nach Bremerhaven zur Besichtigung des LloyddampfersEuropa" An Bord wurde er von dem Betriebsführer des Norddeutschen Lloyd, Dr. F i r l e , und Kommodore Scharf herzlich willkommen geheißen. Dann be­grüßte der Ministerpräsident die Mannschaft des Schiffes sowie die Rettungsmannschaft der Dresden". Stark müsse wieder die Handels­flotte werden, die eine ruhmreiche Tradition habe. Der deutsche Seemann sei ein wichtiges und wert­volles Glied des deutschen Volkes. Hinter der stolzen Flagge der Handelsflotte stehe eine stärkere und größere, die Fahne des Deutschen Reiches. Der Norddeutsche Lloyd hat von jeher Hervorragendes geleistet und feine Pflicht erfüllt. Die beiden letzten Rettungen aus Seenot durch deutsche Seeleute waren ein Zeichen der Stärke der deutschen See- fahrt. Er hoffe, daß die deutsche Flotte in stetigem Aufbau Schiff an Schiff reiht.

Die letzten beiden Stunden seines Besuches in der Freien Hansestadt Bremen verbrachte Ministerpräsi- dent Göring im engsten Kreise von Vertretern der Partei, des bremischen und oldenburgischen Staates und der Bremer Wirtschaft im Klub zu Bremen Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Clubs Pg. Thiele antwortete der Ministerpräsident m einer längeren Rede, in der er mahnende Worte an Die bremischen Wirtschaftsführer richtete.

Kurz nach Mitternacht trat der Ministerpräsident mit dem fahrplanmäßigen Zuge die Rückreise nach

Paris, 14. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Seit den Londoner Vorbesprechungen über ein Luftsicherheits- abkommen beschäftigt sich die öffentliche Meinung in Frankreich stärker mit Der Frage Des Luftschutzes. 9mExcelsior" findet sich eine Aeußerung Des Luft­ministers General Denain, Der es begrüßt, Daß in LonDon zum erstenmal Die Völker de'sonDere Maßnahmen zur Beschwörung Der L u f t g e f a h r erwogen hätten. Von BeDeutung sei, daß Frankreich Dabei als ersten Partner EnglanD gefunden habe. Die schlimmsten Be­fürchtungen, die die Hauptstädte Der einzelnen Län­der wegen der Fortschritte auf dem Gebiete Der Bombenflugzeuge hegen könnten, würden beseitigt werden können durch Luftabkommen, Deren 9nhalt um so bestimmter lauten müsfe, als Der Einfluß Der Luftwaffe ausschlag - gebenDer geworben sei.

DerFigaro" besprich! eine mit Genehmigung des Marschalls Petain abgegebene Erklärung Des Generals D u chdn e, Der Den Posten eines G e - ralinspekteurs Der VerteiDigung zur Luft bekleidet. General Duchene wies auf Die Plötzlichkeit eines etwaigen Luftangriffes hin und empfahl vor allem Vorbeugungsmaß­nahmen zur Verhütung einer Panik. Man könne nicht Daran denken, Hunderte Milliar­den für Den Bau von betonierten UnterftänDen für die Allgemeinheit auszugeben: Der wirkliche Luft­schutz beruhe vielmehr auf Der Vorbereitung des Abtransportes Des Teiles der Be­völkerung Der großen StäDte, Der Dort pickst unbedingt bleiben muß, nach benachbarten Ortschaften, Die weniger zentral liegen.

Holland und der Lustkrieg.

Haag, 14. Febr. (DNB.) Bei Der Verabschie­dung Des Haushaltsplanes Des Ministeriums für UanDesoerteiDigung nahm Minister Dr. Deckers im Parlament noch einmal zu Der Frage Stellung, ob HollanD gegen Luftangriffe zu ver- t e i D i g cn sei. Er wanDte sich entschieDen gegen d'e von mehreren KammermitglieDern vertretene Auffassung, Daß man gegen Luftangriffe ovl o le wehrlose Zivilbevölkerung machtlos sei, unD Daß man höchstens Zwangsmaß­nahmen gegen Die Bevölkerung Des anDeren LanDes

nur eine äußere Disziplin und solDatische Kenntnisse anerzogen bekommen, hat Die Deutsche JugenD aus sich heraus eine JugenDbewegung aufgebaut. Die Die 9ugenD führt. Nicht auf Den Schlacht- felDern wirD Diese nationalsozialistische Jugend ihre Probleme lösen. Zu einem solchen Wettkampf taugt sie nicht. Anden friedlichen Stätten der Arbeit, an den Werkbänken der Betriebe, erprobt sie und mißt sie sich im Wettkampf. Ihr Leistungs- und Kampfwille gilt aus freiwilligem Einsatz heraus den Werken des Friedens und Auf­baues. Gibt es einen gewaltigeren Ausdruck des Friedenswillens einer Nation als Den Friedens­willen Der JugenD, Der' aus Den Sägen unD Häm­mern Der zum frieDlichen Wettkampf angetretenen Jungen unD MäDel spricht? Gibt es eine stärkere Sicherheit für anDere Nationen als Die Sehnsucht einer Deutschen JugenD nach Frieden unD Den Willen zum inneren Aufbau?

Die Deutsche Reichsregierung ist sich Der Gefolg­schaft Der Deutschen JugenD, ihrerjungen Kame­raden", gewiß. Ihr Wille zum FrieDen findet in Dem Wettkampf Der Jugend an Der Werkbank ihren bereDten Widerhall. Deutsche JugenD, rüste zum Wettkampf! Zeige unD beweise Dein Können! Die Welt schaut auf d i ch möge sie Dir in Deinem frieDlichen Wettkampf, in Deiner Geschlossenheit unD Deinem Verantwortungsbewuht- sein Folge leisten.

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