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Londoner Wünschen richten wird, geht schon aus der geographischen Lage des Landes hervor und aus seiner Situation als Mittelmeerstaat. Aber auch dadurch in Griechenland ein wenig gebunden, daß es Mitglied des Balkanbundes ist, daß es mit der Türkei einen sehr engen Vertrag geschlossen hat, und daß die Wiedererwerbung des Dodekanes, den Italien besetzt hält, einen wichtigen Raum in der Politik Athens einnimmt.

Bevor aber über die zukünftige Stellung und Haltung Veniselos' keine Klarheit herrscht, kann man für die fernere Zukunft keine Prognose stellen. Veniselos ist das große Fragezeichen vor der Zukunft des neuen Griechenland auch heute wieder.

Aeue Schwierigkeiten.

Athen, 13. Dez. (DNB.) Durch den Entschluß des früheren Ministerpräsidenten T s a l d a r i s , die Nationalversammlung einzuberu­fen, sind neue innerpolitische Schwierigkeiten in Griechenland entstanden. Tsaldaris, der der Regie­rung Demerdzis das- Recht, ohne Nationalversamm­lung zu arbeiten, verweigert, hat Anweisung ge­geben, die Unterschriften von 15 0 Ab - geordneten zu sammeln, die nach dem Ge­setz für einen Antrag auf Einberufung der Nationalversammlung notwendig sind. Demerdzis ist entschlossen, in diesem Falle vom König die Auflösung der Nationalversammlung zu fordern. Falls der König der Auflösung zu- stimmt, werden in Kürze Neuwahlen stattfin- den, falls der König jedoch die Auflösung verwei­gert, ist mit einer Regierungskrise zu rech­nen. Der König berief den Kultusminister zu sich und sprach ihm seine Verwunderung darüber aus, daß so viele kommuni st ische Lehrer an den staatlichen Schulen Unterricht er­teilen. Hier müsse sofortige Abhilfe geschaffen wer­den, da die Kommunisten als Erzieher der Jugend nicht geeignet seien.

Wiedereinführung der ägyptischen Verfassung.

England hat zugestimmt

Kairo, 12. Dez. (DNB.) Der Erlaß zur Wie­dereinführung der Verfassung von 192 3 ist vom König unterzeichnet worden. Wie verlautet, hat der britische Oberkommissar das Einverständnis Londons zur Wiedereinführung der Verfassung unverzüglich dem Ministerpräsidenten mitgeteilt. Mit dieser Ent­scheidung, so berichtet Reuter, hätten die ägyptischen Nationalisten und Liberalen ihren lan­gen Kampf mit dem König zu ihren Gun st en entschieden. Die nichtparlamentarische Regie­rung von Tewfik Nessim Pascha werde vorläufig an der Macht bleiben, sie werde aber eine Neu­wahl kaum überleben. Englands Stel­lung in Aegypten werde durch diese Entwick­lung noch schwieriger gestaltet, denn die na­tionalistische Partei setze dem gegenwärtigenVa­sallentum" Aegyptens erbitterten Widerstand ent­gegen. Weiter wird berichtet, daß die nationalistisch­liberale Einheitsfront beschlossen habe, den im Jahre 1930 in London ausgehandelten, aber seinerzeit von der Wafd-Partei abgelehnten Vertrag anzuneh­men. Die Hauptpunkte dieses Vertrages seien: 1. Aegypten wird ein unabhängiger Staat, der berechtigt ist, dem Völkerbund beizutreten. 2. England erhält gewisse Verantwortlichkeiten für die Verteidigung Aegyptens, die Belange von Ausländern und die Belange von Min­derheiten. 3. England hat das Recht, den S u - d a n zu verwalten.

Em Schlag gegen das ungar- ländische Deutschtum.

Die ungarische Staatsanwaltschaft hat das Organ des ungarländischen Deutschtums, dasSonn­tag s b l a t t", von der Liste der periodisch erschei­nenden Schriften gestrichen, weil die Rechts­nachfolger des verstorbenen Deutschenführers V l e y e r es vergessen hätten, sich als verant­wortliche Herausgeber bei den Behörden anzumelden und weil außerdem die seinerzeit hinterlegte Kaution durch die Geldentwertung verloren gegangen sei. Wie man sieht, sind hier Gründe für die Beseitigung der deutschen Zei­tung gewählt worden, aus denen deutlich das Be­streben spricht, den ungarländischen Deutschen das zu nehmen, was sie geistig zusammenhält, was für sie völkisch und kulturell von hoher Bedeutung ist, und was sie immer wieder daran erinnert, zu welcher Volksgruppe sie gehören. Wir bedauern es, daß eine hohe ungarische Behörde ein so bedeutendes Blatt wie dasSonntagsblatt" zum Tode verurteilt hat, während eben erst die Italiener, denen man ganz gewiß nicht nachsagen kann, daß sie den Südtirolern gegenüber jemals ein freundliches Gesicht gezeigt hätten, wenigstens soviel Verständnis für die Be­dürfnisse der deutschen Minderheit gezeigt haben, daß sie das Weitererscheinen einiger Zeitschriften gestat­teten. Aber die ungarische Minderheitenpolitik ist ein Kapitel für sich: auf der einen Seite beklagen sich die Ungarn dauernd und mit Recht über die Be­handlung ihrer Volkssplitter in den Staaten der Kleinen Entente, auf der anderen zeigen sie sich gegenüber den fremden Volksgruppen innerhalb ihrer eigenen Grenzpfähle ebenso wenig weitsichtig.

Der deutsche Christbaum.

.Osservatore Romano" bleibt bei seiner Stellungnahme

Rom, 12. Dez. (DNB.) Gegenüber den deut­schen Katholiken machtOsservatore Roma­no" einen recht gewundenen Versuch, sich mit den Einwänden auseinanderzusetzen, die wegen seiner Stellungnahme gegen den Weihnachtsbaum erhoben worden sind. Das Blatt zitiert eine Zuschrift des Leiters der dcutschsprechenden Gemeinde in Rom, Bischof H u d a l. Hudal schreibt u. a., daß viele deutsche Katholiken, dieihren katholischen Glauben immer behalten haben und auch in Zukunft ebenso lauter behalten werden wie die Völker anderer Kultur, sich mit gutem Grund durch die Bemerkungen desOsservatore Romano" i n den jeder Nation heilig st en Gefühlen beleidigt fühlen müssen, d. h. in der A n h ä n g- lichkeit an alte nationale Sitten, die mit denen des christlichen Glaubens in eine so edle Verbindung gekommen sind, daß in fast allen deut­schen christlichen Familien beim Weihnachtsbaum auch eine kleine Krippe steht".

Osservatore Romano" versichert, er habe die deutschen Katholiken nicht beleidigen wollen, bleibt aber bei seiner unverständlichen und verletzenden Behauptung, daß die Christbaumsitteein Ueber- bleibsel heidnischer Naturbräuche" sei. Und in Ita­lien sei der Christbaum nicht nur exotisch, sondern

DieGeburtsstunde des deutschenDreselöls einer Sefriebigung auf diesem Gebiet zu schassen.

Tag der Kraftmaschinen für das Verkehrswesen. Einrichtung eines lieichsamtes für Werkstoffe.

Berlin 12. Dez. (DNB.) Am Donnerstag fand im Langenbeckhaus eine Tagung der an der Lösung des Problems der inländischen Kraftver­sorgung beteiligten Kraft st offerzeuger und Motorbauer statt, die von der Brennkraft- tcchnischen Gesellschaft und der Deutschen Gesell­schaft für Diefelölforschung veranstaltet wurde. Ge­neraldirektor Fabian gab einen Ueberblick über das bisher schon Erreichte. Die heimischen Brenn­stoffe würden für unseren Bedarf vollkommen aus- reichen, selbst bei größeren Ansprüchen als denen, die der Kraftverkehr zur Zeit stellt, wenn wir nur einen einheitlichen Motor besäßen, der allen Bedingungen gerecht würde. Bisher habe die Technik diesen noch nicht geschaffen. So müsse man sich nun bemühen, in d i e Mannigfaltigkeit der Kraftmaschinen eine Vereinfa­chung zu bringen, um die möglichst g ü n st i g e Ausnutzung der Kraftmaschinen zu erreichen. Nachdem man sich über die Gaskraftmaschi­nen, die gasförmige Kraftstoffe aller Art für Fahrzeuge ausnutzen sollen, vor einem Jahre aus­gesprochen habe, und die Kohlen st aubkraft- maschine soweit inzwischen zur Entwicklung ge­kommen sei, daß sie als ortsfeste Maschine schön in der Praxis eingeführt werden konnte, sollen sich die Verhandlungen diesmal im wesentlichen auf Kraftmaschinen für flüssige Brenn­stoffe, die nach wie vor die Grundlage des Kraftverkehrs bilden, erstrecken.

Ministerialdirektor Dr. Brandenburg führte als Ehrenvorsitzender u. a. folgendes aus: Wir befinden uns in einer Stunde, die man vielleicht als die Geburtsstunde des deutschen Dieselöls bezeichnen kann. Die Zollerhöhung für Dieselöl ist nicht aus fiskalischem Interesse erfolgt, sondern mit

der Absicht, hinter der erhöhten Zollmauer eine rentable Produktiondesdeutfchen Dieselöls zu ermöglichen. Erfreulicherweise hat die Autoindustrie die Zollerhöhung als zweckmäßig und notwendig anerkannt, und so kann diese Tagung im Zeichen des Friedens vor sich gehen."

Der Präsident des Staatlichen Materialprüfungs­amtes Berlin-Dahlem, Dr. Seidel, teilte im Auf­trage des Reichserziehungsministers mit, daß dieser sich entschlossen habe, alle in dem Reichsamt ver­einigten wissenschaftlichen Institute, insbesondere die deutschen Hochschul- und For­schungsinstitute mit für die Lösung der Kraftstoffprobleme einzusetzen. Die Neuregelung des Werkstoffprüfungswesens werde der ge­meinsamen Arbeit sehr förderlich sein. Sämtliche be­stehenden Werkstoffprüfungsämter der ehemaligen Länder wurden zu einer Arbeitsgemein­schaft vereinigt. Ein Reichsamt für Werkstoffprü­fung werde eingerichtet werden. Neue Material­prüfungsämter würden in Breslau, Aachen und Saarbrücken gebildet werden, weitere an der Wasser­kante und in Ostpreußen. Daneben würden entspre­chende Institute für die einzelnen Fachgebiete aus­gebaut werden. Alle diese Einrichtungen und die an ihnen wirkenden Konstrukteure und Erfinder wür­den die Gemeinschaftsarbeit mit der Industrie kräftig pflegen.

Nach einer Reihe von Fachvorträgen stellte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Mineral- ölforfchung, Professor Dr. Ubbelohde, fest, daß sich auf dem Boden der wissenschaftlichen Ge­meinschaftsarbeit auch diesmal wieder wirtschaftlich auseinanderstrebende Ansichten der verschiedenen Beteiligten zusammenfinden konnten.

Der Wille zum Md eine Lebensfrage der Ration.

Gründung des Ehrenführerringes im Reichsbund der Kinderreichen.

Weimar, 13. Dez. (DNB.) In der vollbesetzten Weimar-Halle fand die Gründung des Ehren­führerringes der Kinderreichen im Reichsbund der Kinderreichen statt, deren Vorsitz Reichsftatthaltsr Sandel übernommen hat. Der Führer des RDK., Wilhelm S t ü w e , konnte un­ter starkem Beifall der Versammlung eine Anzahl der Mitglieder des Ehrenführerringes begrüßen. Reichskriegsminister v. Blomberg, der auch

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Die Mitglieder des Ehrenführerrings der Kinder­reichen erhalten dieses Ehrenabzeichen. Es zeigt das Abzeichen des Reichsbundes der Kinderreichen, von einem goldenen Eichenkranz umgeben. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Mitglied des Ehrenführerringes ist, übersandte tele­graphisch seinen Gruß und verband damit den Wunsch, daß das WortKinderreich" zum selbstverständlichen Ehren- und Beinamen jedes erbgefunben Deutschen im Dritten Reich werden möge" Reichsinnenminister Dr. Frick, ebenfalls Mitglied des Ehrenführerringes, wurde vertreten durch Ministerialdirektor im Reichs­ministerium des Innern, Dr G ü t t

Der Vundesführer des RDK.

erklärte, der Begriffkinderreich" fei kein bloßer Zufallsbegriff oder ein solcher der Fürsorge, be­zeichne aber auch keine Steuerklasse und dürfe noch weniger mit Armut gleichgesetzt werden, sondern ei völkischer Art, ein Pflichtbegriff für einzelne, eine Lebensfrage für ein Volk. Denn

solange der Wille zum Kinde lebe, fei ein Volk unüberwindlich, aber ein Volk ohne ausreichenden Nachwuchs sei dem Tode verschrie­ben, Völkisch unerwünschter Nachwuchs, der rassisch untüchtig, erbkrank, ober sittlich vorbelastet aus un- georbneten unb asozialen Familien kommt, bebeute feinen Reichtum, fonbern eine schwere Belastung. Der RDK. sei baher ein Bunb b e r Auslese. Er kämpfe außerdem um bas volle Ansehen ber kinderreichen Familie, um bie Wieberherstellung ber tiefen Achtung vor ber Mutter unb ber Bebeutung ber Dollfamilie.

Der Leiter des Rasfenpolitischen Amtes ber RSDAP. Reichsamtsleiter Dr. Groß wies auf bie Gegensätze zwischen ber Auffassung früherer Zeiten unb unserer heutigen Auffassung hin. Früher habe man Staats- unb Wirt­schaftspolitik getrieben, wobei bas Volk Ne­bensache gewesen sei. Heute habe man begriffen, daß beibe ohne bas Volk sinnlos sind. Diese Erkenntnis mache den Kern ber deutschen Re­volution aus. Die guten und leistungsfähigen An­lagen zu heben unb für ben Fortbestcmb des Volkes weiterzugeben, sei Pflicht eines jeden erbgesunden Deutschen, gleich ob Mann ober Frau. Dazu sei jedoch eine Umstellung des Denkens unb Fühlens notmenbig.

Reichsstatthalter unb Gauleiter Sauckel hielt ben deutschen Müttern unb Vätern das Grund­gesetz vom ewigen Kampf der Bejahung des Lebens gegen die Verneinung vor und verglich diese beiden Grundsätze mit ben solbatischen Begrif­fen der Tapferkeit unb ber Feigheit. Wie ber feige Soldat aus ber solbatischen Gemeinschaft ausgeschal­tet wirb, so ft e r b e bie Familie, bie zu feige werbe, Kinber zu haben. Wenn bas deutsche Volk bie bevölkerungspolitische Krise, burch die es jetzt hinburchgehen muß, überstehe, bann habe es bas nur ber Tatsache zu verdanken, baß beutsche Eltern ihren Kindern zum mindesten dasselbe zuge­mutet hätten wie sich selber, das heißt, daß sich bie beutschen Eltern nicht irgenbeiner Rentner­psychose verschrieben hätten, aus ber heraus sie die Frage, ob Kinber und wie viel Kinder, nach ber Möglichkeit beantworteten, ihnen Aussteuer, Studi- um ober Geschäft geben zu können. Der Reichs- statthalter rief das deutsche Vdlk auf, auch ben Aufbau aus Fleisch unb Blut nicht zu vergessen. Die im Ehrenführerring bes RDK. zusammenge­schlossenen deutschen Männer hätten keinen anderen Wunsch, als in ihren Kindern und im Ringen um ihre Kinder dem deutschen Volke den Beweis zu geben, daß sie nichts anderes beseele als der Wille, der deutschen Nation den Weg zu ebnen in eine stolze Zukunft.

Der Landeskirchenrat ber Evange­lischen Lanbeskirche Nassau-Hessen hat laut Mitteilung vom 10. Dezember 1935 bie im Urteil ber Dienststrafkammer vom 1. April 1935 ausgesprochene Amtsenthebung bes Pfarrers Lic. Fricke an ber Dreifaltigkeitsgemeinbe Frank­furt a. M. mit Wirkung von 1. Dezember 1935 ab aufgehoben unter gleichzeitiger Abberufung bes Pfarrverwalters Monnarb.

Aus aller Wett.

Deutsche Ranga-Parbat-Expedition auf 1937 verschoben.

Zum zweiten Male müssen bie Pläne deutscher Bergsteiger, den 8125 Meter hohen Nanga Par- b a t im westlichen Himalaja zu besteigen, auf ein Jahr verschoben werden. Im März 1935 wurde die für dieses Jahr vorgesehene Expedition um ein Jahr zurückgestellt, und nun kommt bie Nachricht, daß die englische Regierung der für 1936 geplanten deutschen Nanga-Parbat-Expedition die Einreisegenehmigung nach Kaschmir nicht mehr er­teilen kann, da die beschränkten Transport- unb Versorgungsmöglichkeiten in biefem fianbe weitere Expebitionen für bas Jahr 1936 nicht mehr zulasten. Am Nanga Parbat sollen nach der im übrigen freundlich gehaltenen englischen Antwortnote nach wie vor bie Deutschen ben Vorrang haben, aber erst 1937 werben bie Vorbereitungen ihre Verwirk­lichung finben können.

Weister des beutschen Kraftfahrsportes beim Führer.

Am Donnerstagmittag empfing ber Führer in ber Reichskanzlei bie Meister bes beutschen Kraft» fahrsports, bie ihm vom Korpsführer Hühnlein, dem Führer bes beutschen Kraftfahrsports, vorge» stellt wurden. Der Führer beglückwünschte bie ein­zelnen bekannten Kraftsahrsportler, unter benen sich u. a. ber Europameister Carraciola, der deutsche Bergmeister Hans Stuck, ber beutsche und Europameister für Motorräder (250 ccm) Geiß, sowie die Führer ber beutschen Motorrad-National» mannschaft befanben, bie zum britten Male im Kampf gegen 12 Nationen siegreich geblieben war unter ihnen der Rekordmann Henne zu ihren Erfolgen. Im Anschluß an den Empfang waren bie Meister des deutschen Kraftfahrsports Gäste des Führers in feiner Wohnung.

Hochzeit bes Slabsführers Lauterbacher.

Köln, 11. Dez. Im festlich geschmückten großen Saal bes Gürzenich ber Hanseftabt Köln f'anb heute nachmittag bie Trauung des Stabsführer der Reichs- jugenbführung, Hartmann Lauterbacher, statt. Als Trauzeugen waren Reichsminifter Dr. Goebbels unb Reichsjugenbführer v. S ch i r a ch erschienen. Ehrenformationen ber nationalsozialisti­schen Jugenb unb zahlreiche Vertreter aus Partei unb Staat nahmen an ber Feierstunbe teil, bie bas Gebiet 11 Mittelrhein mit ber stanbesamtlichen Trauung verbanb. Die Feierstunbe würbe einge­leitet burch eine Hochzeitskantate, bie von Dichtern unb Komponisten ber mittelrheinischen HI. geschaffen war. Nachbem bie Formalitäten ber stanbesamtlichen Trauung burch ben Oberbürger­meister ber Stabt Köln, Dr. Riesen, erfüllt waren, nahm ein Hitlerjunge mit einer Traditionsfahne hinter ben Stühlen bes Brautpaares Aufstellung unb ein Trommler bes Jungvolks bot von feiner Trommel bie Ringe bar. Der Reichsjugenb­führer hob bann in einer kurzen Ansprache her­vor, baß von Köln aus ber Kampf um die deut­schen Jungarbeiter, bie heute zu vielen Hundert- taufenben in ber HI. ftünben, ausgenommen wor­den sei. Stabsführer Lauterbacher habe sich in die­sem Kampf besondere Verdienste erworben und bei seiner Arbeit seine Frau, die damals mit einer be­sonderen Aufgabe im BDM. betraut gewesen sei, kennengelernt. Daher habe es seinen besonderen Sinn, wenn er in einem Saal ber Stabt Köln ge­traut werbe. Die Feier enbete mit einem Sieg-Heil auf ben Führer unb bem Fahnenlieb ber Hitler- Jugenb. Nach ber Trauung fuhren bas junge Paar unb bie Ehrengäste nach Gobesberg, wo eine schlichte Hochzeitsfeier abgehalten würbe.

Strenger Winter in Spanien.

In mehreren spanischen Provinzen herrschen zur Zeit außerordentlich niedrige Temperatu- ren. In Avila sank bas Thermometer auf 7 Grab unter Null. An vielen Orten finb große Schnee» mengen niebergegangen, so baß z. T. jebe 23er» binbung mit ber Außenwelt abgeschnitten und ber Verkehr lahmgelegt würbe. Der Abaja-Fluß ist vollständig z u g e f r o r e n und dient als Verkehrs- straße. Auch bie Wasserleitungen sinb in Avila zum großen Teil eingefroren, so daß bie Bevölkerung an Wassermangel leibet. In ber Nähe von Viella sinb 60 Arbeiter, bie mit Ausbesserungsarbeiten auf einer Lanbstraße beschäftigt waren, von ihrem Heimatort abgeschnitten, ba bie Schneebecke be- sonders im Tale von Aran eine beträchtliche Höhe erreicht; bie Rettungsarbeiten finb eingeleitet.

Große Aeberfchwemmungen in Mazedonien.

eineprotestantische Mobe". Unter Italienern sei es besser, der Krippe ben ausschließlichen Vorzug zu geben, da ber Baurn nicht die katholische Tra­dition barstelle. Dies müsse offen gesagt werden, ohne daß unsere lieben deutschen Brüder in Christo und im Papst Grund haben können, sich zu härmen und beleidigt zu fühlen."

Giudenienbund und Korporationen.

Eine Anordnung Derichsweilers.

Die Nationalsozialistische Korrespondenz teilt mit:

Nachdem die studentischen Korporationen von feiten der Partei als nationalsozialistische Er­ziehungsgemeinschaften nicht anerkannt wer­den, hat sich ein großer Teil von studentischen Der- bänden und Korporationen aufgelöst. Von die­sen Korporationen sind wiederum eine größere An­zahl Kameradschaften des Studentenbundes geworden. Es liesteht aber nach wie vor an den Hochschulen eine Reihe von Korporationen, die be­wußt ihr altes korporations studenti­sches Brauchtum beibehalten will. Der Stu­dentenbund will diese Korporationen an ihrem Eigenleben nicht behindern. Es ist jedoch unmöglich, so heißt es in einer Anordnung des Reichsstudenten- bundführers Derichsweiler, daß in Zukunft ©tubentenbunbmitglieöer derartigen noch bestehen­den Korporationen angehören. Es wird deshalb angeordnet:

1. Eine gleichzeitige Mitgliedschaft zu noch be­stehenden ober suspendierten studentischen Korpo­

rationen ist für Mitglieder bzw. Anwärter des Studentenbundes untersagt.

2. Die Austrittserklärungen haben bis zum 1. Januar 1936 zu erfolgen. Die Hochschul­gruppenführer haben bis zum 15. Januar 1936 Vollzugsmeldung zu erstatten.

3. Nichtbetroffen durch diese Anordnung werden selbstverständlich die aus den Korporatio­nen gebildeten Kameradschaften, die ja Teil des Studentenbundes find. Ebensowenig werden dadurch betroffen Korporationen, deren Eingliede­rung als Kameradschaft in den Studentenbund in Aussicht genommen, aber noch nicht vollzogen ist.

Das theologische Prüfungswesen in der Altpreutzischen tlnion

Berlin, 12. Dez. Der Landeskirchenaus- schuß ber Altpreußischen Union hat eine Verordnung über bas theologische Prüfungswesen unb bie Uebertragung bes geistlichen Amtes erlassen, bie wesentlich zur Klärung in der Evangelischen Kirche beiträgt In Zukunft bestehen die theolo­gischen Prüfungsämter bei den Kon- fiftorien aus ben vom Lanbeskirchenausschuß benannten geistlichen Mitgliebern des Konsistoriums, ben burch ben Provinzialkir­chenausschuß aus ben Pfarrern ber Kir­chenprovinz ernannten Mitgliebern, ben vom Lanbeskirchenausschuß beauftragten or­dentlichen Professoren und Dozenten der Theologie. Den Vorsitzenden des Prüfungs­amtes bestimmt der Lanbeskirchenausschuß. Dieses Gesetz, das das theologische Prüfungswesen fest­legt, bringt ben Willen bes Landeskirchenausschusses zum Ausbruck, die Mißverständnisse auf diesem Ge-

3nfolge starker Regenfälle sind viele Dörfer in öer Gegend von Werrin (Mazedonien) über* f ch w .e m m t. Zur Rettung der Einwohner wurde Militär entsandt. Arn Berge Athos wurden 20 Häuser von den Fluten zerstört. Sämtliche 23er» binbungen sind unterbrochen, so baß die geplante Reise des Königs in diese Gebiete vorläufig ver­schoben werden muß.

kleines Kind im Schlaf erstickt.

In Speyer wurde dieser Tage bas neun Wo» chen alte Kinb ber Eheleute Wilhelm Krebs erstickt aufgefunden. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur noch ben Tob feststellen. Das Un» gluck ist darauf zurückzuführen, daß vom Kamin aus ein Balken des Fachwerks ber Küchenwand in Brand geraten war und unbemerkt unter dem 23er* putz schwelte. In den Morgenstunden drang das dabei sich entwickelnde Gas zur Küche durch, in öer das Kind schlief Um 4 Uhr noch hatte die Mutter nach dem Kind gesehen, ohne von der 7 itv- »amx x- i nierFen, und gegen

7 Uhr fand ber Vater bas Kinb bereits tot vor.

Schwere Bluttat in ber Reuyorker Universität. Zwei Professoren erschossen.

für Zahnheilkunde der Columbia-Uni» rs tat, m Neuyork, das sich in dem sog. Medical- verkehrsreichen oberen Broadway befindet, hat sich eine Aufsehen erregende Blut- t a t ereignet. Der 55jährige Victor Küssow, ber in bem College als Mechaniker beschäftigt gewesen, ärnf kürzlich entlassen worben war, erschoß die Professoren Arthur Rowe und Paul Wibera den Sjtlfsprofeffor William Rpfhft Xat beging der Mörder

Gelb ft m o r b. Die Schießerei verursachte in dem College eine ungeheure Aufregung. Mehrere Stu­dentinnen wurden ohnmächtig.