Hoffnungsgrün i
Ein Streifzug durch
Zwar wird auch heute noch zuweilen die Frage erhoben: „Was trägt man für Farben diesen Winter?" und in jeder Jahreszeit gilt die eine oder andere Farbe als besonders „modisch". Im allgemeinen kann aber heute jede Frau die Farbe tragen, die ihr am besten steht. Wenn man nun in der deutschen Kostümgeschichte zurückblättert, so wird man feststellen, daß in der Vergangenheit weit strengere Grundsätze für die Wahl der Farbe herrschten als heute. Zugleich aber zeigt sich, daß einem farbenfreudigen Zeitalter stets eine Epoche folgt, in der man sich auf wenige, gedämpfte Farben beschränkt.
Unsere Vorfahren liebten wohl reine Farben, aber sie vermieden jede schreiende Buntheit. Die Priesterinnen erschienen in weißen Kleidern, wie überhaupt das Weiß als die feierliche und heilige Farbe galt, während schwarz das Sinnbild dunkler Mächte war und Trauer symbolisierte. Die Frauen besetzten ihre einfarbigen leinenen Kleider mit Streifen von Purpur. Erst in der Ritterzeit wählte man eine prunkvollere Farbenpracht. So erblickten König Gunther und seine Genossen Brunhilde zuerst im schneeweißen Kleid, eine Erinnerung an die altgermanische Feiertracht; dann aber erschien sie vor ihnen in einem bunten Gewand. Die Fa^ benwirkung wurde im mittelalterlichen Kleid durch die Menge der verschiedenen Gewänder erzielt. Jeder Stoff und jedes Kleidungsstück hatte nur eine Farbe. Aber da Männer wie Frauen mehrere Kleider trugen, so sorgte man dafür, daß auch die Farbtöne der Untergewänder zu sehen waren. Das Oberkleid und der Mantel waren mit andersfarbi- oem Stoff gefüttert; dazu kamen der Pelz und der goldene Schmuck, so daß oft sechs Farben an dem Gewand der Frau sichtbar vereinigt waren. Mantel und Oberkleid wurden mit der Hand in die Höhe genommen, so daß auch die Farbe des Unterfutters und des Unterkleides zur Wirkung gelangten.
Die von den Vornehmen bevorzugten Farben waren lebhafte und reine Farben. Alle gebrochenen Töne, wie Braun, Grau, Violett, blieben dem niederen Stande vorbehalten; in solchen Mischfarben sind die Bauern auf bunten Darstellungen der Zeit fast durchweg gekleidet. Nur Grau wurde auch von den höheren Ständen getragen. Die symbolische Bedeutung der Farben wurde immer ausgesprochener. Die Farben drückten die Zugehörigkeit zu bestimmten Ständen oder bestimmte Gefühle aus. Rot vielfach als Auszeichnung der höchsten Stände, so war es die Farbe der Richter; weiß war die Farbe der Reinheit und der Heiligkeit. Gelb ist die Farbe der Weltlichkeit, weshalb die Prediger gegen sie zu Felde ziehen An den Meßgewändern bedeutet Weiß Unschuld und Freude, Rot Liebe und Opfer, Grün die Hoffnung, Blau Demut und Buße, Schwarz Tod und Trauer.
Daneben mußten die Farben in dieser Zeit der Minnesinger auch die verschiedenen Formen der Liebe widerspiegeln. In der Dichtung der Zeit treten uns diese ,,M i n n e f a r b e n" allenthalben entgegen. Grün ist der Liebe Anfang, Weiß die Farbe des glücklichen, aber reinen Liebhabers. Rot ist die brennende Liebe: „Rot außen, das heißt innen ein brünstig Herze haben". Der unglücklich Liebende kleidete sich in Grau oder Schwarz. Blau bezeichnete die treue Liebe. Diese einzelnen Farben wurden sinngemäß miteinander verbunden. In Grün und Blau kleidete sich der treue und bescheidene Verehrer, in Grün und Schwarz der Liebende, der nicht-erhört wird. Schwarz und Rot ist immer der Mord der schönsten Liebe, im Gegensatz dazu Blau und Rot die heiße treue Liebe glückseliger Minneleute. Bunt gemengt in verschiedenen Farben bedeutete Falschheit und Unbeständigkeit. Aus diesen farbigen Spielereien in der Tracht des späteü Mittelalters entwickelte sich dann in der Renaissance eine üppige Farbenphantastik. Der allegorische Wert der Färb'wurde aufgegeben, es herrschte nur noch die Freude an bunter Pracht und an dem tollen Gemisch der verschiedensten Töne. Schon im 14. Jahrhundert werden Klagen laut über d i e „geteilte" und gestreifte Kleidung, und in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kommen immer mehr die buntesten Regenbogenfarben an ein und demselben Kleidungsstück auf.
Die Frauenkleidung behielt in den einzelnen Gewandstücken reine Farben bei und wirkte nur durch die Zusammenstellung verschiedener Stoffe. Die Herren aber hüllten sich von Kopf bis zu Fuß in grellfarbige Stücke, Streifen, Quadraten, Dreiecke ein; sie verteilten die Farben in die Quere, hatten oben eine gelbe Hälfte, die mit der unteren rechten übereinstimmte und ebenso wurde die linke Hälfte der Tracht oben und unten gleich. Man sieht auf Bildern Männer, die ein Beinkleid haben, dessen eine Hälfte gelb und die andere blau ist; am anderen Beinkleid laufen weiße, rosa, grüne, gelbe,
und Sterbeblau.
die Kostümgeschichte.
zinnoberrote Streifen nebeneinander her. Das Wams ist in lauter buntfarbige Quadrate und Dreiecke zerlegt. Diese „Farbenteilung" wird dann von der geschlitzten und gepufften Tracht der Landsknechtszeit noch überboten. Diese tollen Ge eilen, denen sich bald die Stutzer aller Stände anschlossen, schlitzten Hose, Wams und Aer- mel an den verschiedensten Stellen auf, so daß das andersfarbige Futter hervorleuchtete und herausgezogen wird. Man verbindet solche bunten Schlitze zu grellfarbigen Kreuzen und Sternen, auf Brust und Rücken werden gelbe Sonnen mit blutroten Strahlen dargestelll, die von einer geschlitzten Rosette ausgehen. Tausende von bunten Läppchen sind in Gestalt von Blumen und Kreuzen aufgenäht.
Dieser tolle Farbenfasching der Mode verlöschte unter dem düsteren Schatten der Gegenreformation, und an die Stelle der bunten Farbenphantastik trat im spanischen Kleid eine dunkle Eintönigkeit. Die Männer trugen nun schwarzes Wams und Beinkleid, schwarze Schuhe und schwarzen Hut, und auch die Damen mußten sich zu einem einfarbigen dunklen Oberkleid bequemen. Die Puritaner nahmen diese Farbenaskese in der Kleidung auf; sie lebte noch fort bis ins 17. Jahrhundert und klingt in den auf Schwarz und Weiß gestimmten Porträts der Holländer nach. An Festtagen liebte man allerdings eine
• 1
Der Arbeitseinsatz im Oktober im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen.
LPD. Von den Arbeitsämtern im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen wurden am 31. Oktober 1935 127 436 Arbeitslose gezählt, davon waren 14 571 oder 11,4 o. H. Frauen. Die Zahl der Arbeitslosen ist somit gegenüber dem Stand von Ende September um 8530 gestiegen. Gegenüber dem Stand von Ende Oktober des Vorjahres liegt die Zahl der Arbeitslosen gegenwärtig um rund 21 700 niedriger. Der Rückgang des Arbeitseinsatzes in den Saisonaußenberufen (Landwirtschaft, Industrie der Steine und Erde, Baugewerbe, Verkehrsgewerbe) und in den von der Saison abhängigen Berufsgruppen, wie z. B. im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe, war in Anbetracht der vorgeschrittenen Jahreszeit vorauszusehen. In der Forstwirtschaft setzte mit Beginn des Holzeinschlages eine lebhafte Nachfrage nach Holzhauern ein; von verschiedenen Arbeitsämtern konnte hierzu eine größere Anzahl arbeitsloser Volksgenossen vermittelt werden. In den konjunkturell beeinflußten Berufsgruppen, insbesondere in der Metallindustrie, war der Beschäftigungsstand auch weiterhin gut, trotz der leichten Zunahme der Zahl der Arbeitslosen, die — was allgemein für sämtliche Berufsgruppen gilt — zum Teil auf Entlassungen aus dem Heeres- und Arbeitsdienst zurückzuführen ist, da viele Entlassene sich erst gegen Monatsende arbeitslos meldeten und daher noch nicht in Arbeit vermittelt werden konnten. In den Verbrauchsgüterindustrien. u. a. in der Ledererzeugung und -Verarbeitung und im Bekleidungsgewerbe, konnte der Arbeitseinsatz verstärkt werden. Dagegen stieg die . Zahl der Arbeitslosen in den Angestelltenberufen leicht an.
In der Arbeitslosenversicherung und in der Krisenfürsorge wurden am 31. Oktober 1935 insgesamt 72 584 Hauptunterstützungsempfünger gezählt. Anerkannte Wohlfahrtserwerbslose waren am gleichen Stichtag 25 802 (darunter 3349 Frauen) bei den Arbeitsämtern gemeldet. Die Gesamtzahl der Unterstützten ist demnach gegenüber, dem Stand von Ende September d. I. um 5207 gestiegen, und zwar hat die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und Krisensürsorge um 6261 zu-, die der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 1054 abgenommen. Die Gesamtzunahme der Zahl der Unterstützten war also gegenüber "der Zunahme der Zahl der Arbeitslosen (8530) wesentlich geringer. In der werteschaffenden Arbeitslosenhilfe ist die Zahl der beschäftigten Notstandsarbeiter nur um 217 auf 10 459 gestiegen. Beim Bau der Reichsautobahn waren Ende Oktober 5125 Volksgenossen (ohne Stammarbeiter) beschäftigt.
Ausgleich beim ^oggeumeblpreis
Fwd. Die Pressestelle der Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Am 1. November 1935 sind die Roggenmehlpreise auf den Stand vom August d. I. zurückgesetzt worden. Dadurch ist eine Preisdifferenz in Höhe von 2 Mark je Tonne entstanden. Wiederverkäufer, die das Mehl im Großhandel absetzen können, können auf Antrag den Differenzbetrag für die am 31. Oktober 1935 vorhandenen
Kleidung in glänzender Pracht. In den Bildern eines Rubens und in den Werken des Hochbarocks blühen starke Farben empor, und zwar find es die leuchtenden vollen Farben, die man liebt, ein feuriges Dunkelrot, ein gesättigtes Blau, ein brennendes Gelb und warmes Grün. Je kräftiger und satter die Farbe, desto besser, und in den schweren Samt- und Seidenmassen der Zeit Ludwigs XIV. offenbart sich ein Uebermaß des Farbenprunks, gegen das im 18. Jahrhundert die Gegenströmung einsetzt. Im Rokoko herrscht die silbrig graue Farbenskala vor. Nun finden wir wieder gebrochene zarte Töne, kalte Farben: ein feines Blaßrosa, ein mattes „Sterbeblau" sind die Farben der schönen Seelen, und mit dem Verblühen der Rokokoschönheit verblassen die Farben immer mehr, um in der Zeit der französischen Revolution zu dunklen Farben zu werden, wie einem Flaschengrün oder einem dunklen Grau, das nur selten durch eine helle Weste aufgehellt wurde. Der Klassizismus bringt dann mit der Bevorzugung antiker Wirkungen das Weiß als die edle Marmorfarbe griechischer Plastik, und in der Dekoration lehnt man sich an die Malereien von Herkulanum und Pompeji an, in denen ein dunkles Braunrot vorherrschte. Die Scheu vor der Farbe hatte so zu Anfang des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht. In der Kongreß zeit wagten sich dann in den Schuhen, Handschuhen, Hüten und Hauben wieder gelbe, grüne und braune Farben hervor. Aber von der Farblosigkeit der Biedermeierzeit kam man nur zögernd frei, während in der Frauen- und Kinderkleidung wieder lebhaftere Farben aufkamen.
Lagerbestände vergütet erhalten, soweit es sich um Roggenmehl handelt, das im Laufe des Monats Oktober zum Oktoberfestpreis bezogen worden ist. Für den Antrag ist eine besondere Form vorge- schrieben, die in der Fachpresse veröffentlicht wurde. Die Anträge müssen an den Vorsitzenden der Hauptvereinigung der Deutschen Getreidewirtschaft gerichtet werden. Die Stellung der Anträge ist bis zum 15. November 1935 befristet.
Bindermarkt in Gießen.
Aus dem gestrigen Rinder-Nutzvieh- Markt in Gießen standen 605 Stück Großvieh, 165 Fresser und 115 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 390—510 Mark, 2. Qualität 290—380, 3. Qualität 170—280; Rinder, bis ^jährig 100—175, %= bis zweijährig 170—260, tragend 240—260; Kälber bis zu zwei Wochen 40, bis zu vier Wochen 60, bis zu sechs Wochen 78 Mark. — Marktverkauf etwas lebhafter, geringer Ueberftanb. — Nächster Markt am 26. November.
Bhein-Mainische Börse.
Blittagsbörfe: Aktien weiter schwach.
Frankfurt a. M., 12. Nov. Die Börse erfuhr am Aktienmarkt eine weitere Abschwächung, mqbei die Durchschnittsoerluste 1 v. H. betrugen. Auf allen Marktgebieten lag Angebot vor, das bei der starken Zurückhaltung kaum Aufnahme fand, zumal wirtschaftliche Anregungen fehlten. Die Feststellung des Konjunkturinstituts, daß sich in Deutschland die Produktion weiterhin auf hohem Stand bewegt, blieb ohne Eindruck. Stärkerer Kursdruck bestand wiederum für Bergwerkspapiere, wobei Hoefch 2,13 v. H., Stahlverein 1,65 v. H., Klöckner 1,40 v. H. und Mannesmann 0,90 o. H. einbüßten. Ferner waren einige Elektrowerte ziemlich matt, insbesondere Felten mit 97,75 (100,50), Siemens mit 159 (161), Licht & Kraft mit 125,25 (127) und AEG. mit 33,90—34 (35). IG. Farben notierten mit 145—144,75 (145,50), schwach lagen Scheideanstalt mit minus 1,50 v. H. und Äütgerswerke mit 107,75 (110,25). Zellstoffaktien lagen ebenfalls niedriger, Aschaffenburger 71,65 (73), Waldhof 106,50 (107,50). Außerdem fetzten sich die Rückgänge in Maschinen- und Motorenwerte fort, Daimler, BMW. und Moenus verloren je 1 v. H., Muag 1,75 v. H. Etwas schwächer lagen noch Holzmann mit 85 (86), Aku mit 52,25 (52,75); Reichsbank und Schiffahrtswerte sowie Metallgesellschaft und Schuckert waren die einzigen Werte, die sich behaupten konnten. Nach den ersten Notierungen zeigten sich teilweise geringfügige Erholungen, doch gaben die Kurse im Verlaufe wieder nach.
Der Rentenmarkt wurde do?1 der Schwäche am Aktienmarkt beeinflußt und brachte bei kleinem Geschäft nur knapp gehaltene Kurse. Kommunal- Umschuldung verloren 0,25 v. H., Zinsvergütungsscheine 0,10 v. H. und späte Schuldbuchforderungen 0,13 v. H., während Altbesitz mit 113 behauptet blieben. Fester lagen zertif. Gulden-Obligationen, Pounganleihe 86 (85,50), Eschweiler 88 (87,75).
In der zweiten Börsenstunde ließ das Angebot nach, die Kurse vermochten sich auf der ermäßigten
Basis größtenteils zu behaupten, vereinzelt ergaben sich Eryolungen von etwa 0,13 bis 0,25 v. H. Scheldeanstalt erhöhten sich um 1 v. H. auf 206, mann auf 75,50 nach 75,13, Stahlverein auf 74 25 nach 73,65 und IG. Farben auf 145 nach 144,75. Niedriger lagen nochmals Aku mit 52 nach 52,25, Moenus Maschinen mit 77 nach 77,50. Schwach lagen Rhein. Braunkohlen mit 208 (212) und Sudd. Zucker mit 200 (203), ferner ermäßigten sich Ehlingen Maschinen auf ca. 74 (1. K. 79) und Feinmechanik Setter auf ca. 77 Brief (1. K. 80). Konvertierte Harpener wurden heute erstmals mit 107,50 notiert. Arn Rentenmarkt blieben die Kurse im Verlauf behauptet, das Geschäft war klein Kom- munal-Umschuldung 88,60 nach 88,55. Liquidationspfandbriefe etwas gefragt und 0,13—0,25 v. H. höher, Stadtanleihen und Goldpfandbriefe lagen un- verändert. Von fremden Werten bröckelten Mexikaner etwas ab, Ungarn lagen behauptet. Tagesgeld war etwas gefragt zu 2,75 (2,50) v. H.
Abendbörfe ruhig.
An der Abendbörfe erfuhren die Kurse bei sehr stillem Geschäft im Vergleich zum Berliner Schluß nur geringfügige Veränderungen, eine Erholung nach den Abschwächungen von heute mittag trat nirgends ein. Mannesmann bröckelten noch etwas ab auf 75 (75,50), ferner Daimler auf 87 (87,50), Bemberg auf 100,50 (101) und Elektr. Lieferungen auf 107,65 (108,40). IG. Farben blieben mit 144,25 behauptet. Stahlverein notierten mit 73,90 bis 74 (74,13), Hoefch waren mäßig höher mit 83 (82,65). Am Rentenmarkt konnten sich die Mittagskurse behaupten, nur zertifizierte Gulden-Obligationen neigten nach unten, so u. a. Young-Gulden mit 85,50 bis 85,75 (86).
U. a. notierten: Altbesitz 113, JG.Farben-Bonds 122, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122,50, 4 v. H. Rumänen 4,75, 4 v. H. SBB. 185,50, Adca 69,50, Eommerzbank 82,75, DD.-Bank 82,50, Dresdner Bank 82,50, Reichsbank 177,50, Harpener 107, Kali Westeregeln 120,50, Mannesmann 75, Hoefch 83, Rheinstahl 101,50, Stahlverein 73,90 bis 74, AKU. 51,90, AEG. 33,90, Bekula 140,65, Bemberg 100,50, Daimler 87, Scheideanstalt 206, Deutsche Linoleum 136, Licht & Kraft 126, Elektr. Lieferungen 107,65, IG. Farben 144,25, Junqhans 76, Metallgesellschaft 103,50, RWE. 119.65, Schuckert 116, Siemens 160, Thür. Lieferung 123, Hapag 14,75.
Frankfurter Obff- und Gemüsernackt.
Frankfurt a. M., 12. Nov. Die Zufuhren von allen Gemüse arten waren sehr stark, dagegen sind Zwiebeln sehr knapp angeboten. Hierfür war die Nachfrage sehr groß, im übrigen nahm das Geschäft einen schleppenden Verlauf. Der vorgeschrittenen Zeit entsprechend bewegen sich die Preise in sehr niedrigen Grenzen. U. a. notierten: Blumenkohl 15 bis 40, Eskarol 3 bis 8, Feldsalat 25 bis 30, Karotten 3 bis 5, gelbe Kartoffeln 3,30 bis 3,50, Kopfsalat 4 bis 8, Kohlrabi, ober 3 bis 4, do. unter 3 bis 5, Meerrettich 35 bis 45, Rosenkohl 15 bis 20, Rotkraut 4 bis 6, Sellerie je nach Größe 5 bis 24, Spinat 3 bis 6, Schwarzwurzel 16 bis 22, Haus-Tomaten 25 bis 28, Freiland-Tomaten I 15 bis 20, II 6 bis 12, Weißkraut 3 bis 4, Wirsing 3 bis 5, Zwiebeln 6,5 bis 7,5.
Obst- und Südfrüchte: Aepfelangebot reichlich, besonders aus Süddeutschland, Birnen weniger stark angeboten. Gutes Obst fand gute Nachfrage, bei einzelnen Sorten zogen 'die Preise etwas an. Ausl. Trauben, Nüsse und Kastanien gute zugeführt, Mandarinen erstmals in geringen Mengen am Markt. Für Trauben liegen die Preise etwas höher, sonst lagen sie bei schleppendem Geschäft unverändert. U. a. notierten: Aefel I 25 bis 30, II 18 bis 22, Wirtschaftsäpfel 12 bis 18. Goldparmänen I 25 bis 30, II 20 bis 24. Boskop I 25 bis 30, Anhalter 15 bis 20. Apfelsinen, Kiste 176, 226 Stück 20 bis 22 Bras. Birnen I 22 bis 30, II 16 bis 22, Kochbirnen 10 bis 15. Mollebusch I 22 bis 27, II 16 bis 20. Bananen, Kiste 25 Pfd. I 6,50 bis 7 Kamerun, II 5 bis 6 Kam. Erdnüsse 56, Haselnüsse 34 bis 45 ital. Mandarinen 27 bis 30 ital. Kastanien 12 bis 18 do. ital. 18 bis 22. Trauben 40 bis 44 holl., 28 bis 32 ital., 30 bis 35 span., 32 bis 37 bulgar. Walnüsse 33 bis 45 ital. Paranüsse 40 bis 45. Zitronen 4 bis 5.
Warnung vor lleberschreitung der Höchstpreise.
LPD. Frankfurt a. M., 12 Nov. Wie der Polizeipräsident mitteilt, sind hier verschiedene Händler wegen ungerechtfertigter Erhöhung der Preise für Kartoffeln bzw. wegen Nichteinhal- tung der vorgeschiebenen Verbraucherhöchst preise angezeigt worden. Gegen die Beschuldigten wurden bei der zuständigen Preisüberwachungsstelle Ordnungsstrafen beantragt. Ein Lebensmittelhändler, der 10 Pfund gelbe Kartoffeln zu 45 Pf. verkauft hat, erhielt 50 Mark Ordnungsstrafe. Der Polizeipräsident warnt daher nochmals vor Ueberschreitung der Höchstpreise.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
Banknoten
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt bejchlosjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a.M. |
Berlin
Frankfurt a. M
Derlin
Schluß« turs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« turs
Schlußk. Mittag« börse
Schluß« turs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« lurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
11.11 |
12.11
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12-11.
Datum
11.11
12-11 -
11.11
1211
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 6'/z% Young Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
100,4
97,5
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113
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97
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107,65
28,5
1,25
9,3
9,3
10,7
4% vesgl. Serie 11 ............
5% Nu man. vereinh. Rente v. 1903 4)4%Rumän.vereinh.Nentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2)4% Anatolier.............
Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Berkehrswesen Akt. .. O
Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... O
Deutsche Bank und Disconto»
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............0
Reichsbank ................ 1L
A.E.G......................u
Bekula.................... io
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ........... 8)4
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elekrrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co...............4
Siemens L Halske............7
LahmeyerLCo. ............7
Buderus ................... 4
Deutsche Erdöl ..............4
Harpener...................0
Hoefch Eisen—Köln-Neuessen .. 8
Ilse Bergbau ............... 6
Ilse Bergbau Genüsse........ 6
Klöcknerwerke ............... 3
Mannesmann-Röhren........0
11,25
5,9
8,5
4,8
39
15
16,5 , 75
1 Oll,25
83,25
82,5
82,5
177,5
35
141,5
107,75
127
100,5
120
128 120
116 161
121
97 101,25 105,65
85
152,5 125
82 76
5,9
8,4
4,75
39
14,75
16,5
74,5 107,75
82,75
82,5
82,5
177,5
33,9 140,65 107,65
126
98,75 121,25
119,65
116
160
120,5
96
105
107
83
150
123,5
80,9 75
8,5
4,8
39,25
15
28
16,4
75
108
83,25
82,5
82,5
177,4
34,65
141,4
108
127
100,25
120,75
127
120
116,25
159,9
121,75
96,5
100,5
107,75
84,25
150,5
125
82
76
12
8,5 4,75
39,25
14,9 28,5
16,13 74,65 107,5 82,75
82,5
82,5 177,75
34 140,75 108,4
126 99,25
120,75 126,5 119.9
115,75 160,5
120
96,13 100,5 107,4 82,65
151
124,5
81 75,25
4*/*% Deutsche Reichspostschahan- weisungen von 1934, 1.......
6% ef)em.8% Hess. Volk'sstaat 1929 (rückzcchlb. 102%)............
4-4% ehern. 8% Hessische Landes' ban! Darmstadt Gold N. 12....
5)4% ehe in. 4^4% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4)4% ehem. 8% Darmsk. Stumm.
Landesb.Goldschuldverichr. 91.6 Oberhcssen Provinz-Anleihe mil Ausloi.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Am leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4)4% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
5)4% ehem. 4*4% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriese.......
6)4% ehem. 4)4% Rheinische Hyp-Bank-Ligu.-Goldpfe. ...
4)4% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstall, Pfandbriefe R. 19 4)4% ehem. 7% Pr. Landespfand
briesanst., Gold Komm. Obl.Vl Steuergutich.Berrechnungsk. 34-38
4% Oesterrelchische Goldrente.... 4,20% Ocsterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
5% abgesn Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1......... ...........
Frankfurt a. M.
DerNn
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlüß- kurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
ls.11
12-11 -
11-11
12.11
Marisfelder Bergbau.......
.. 5
117,5
117
117,75
116,5
Kokswerke................
.. 6
—
112,4
112
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
212
208
210
208
Rheinstahl ................
.. 4
102
101,5
102,25
101,25
Bereinigte Stahlwerke......
.. O
75,25
74
75,13
74,13
Ltavi Minen .............
.. O
18,5
18,5
18,5
18,25
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
125,5
126,5
125,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
-
120,5
121,25
120,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
—
176,25
178
177
I. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
145,5
144,25
145,5
144,25
Scheideanstalt.............
.. 9
206,5
206
Goldschmidt ..............
.. 5
102,5
102
102,5
102
Rütgerswerle .............
.. 6
110,13
107,75
109,5
108,5
Metällgesellschaft...........
4
103,5
103,5
104
104
Philipp Holzmann.........
.. 4
86
85
85,25
84,5
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
115,5
114,25
Cementwerk Karlstadt.......
6
130
129,25
—
Schultheis Pahenhofer .....
.. 4
—
—
100,5
100,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
52,75
51,9
52,9
51,75
Bemberg.............
.. 5
103
100,5
101,25
101
Zellstoff Waldhof ..........
.. 5
107,5
106,5
108
107
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
73
71,65
73,25
72,25
Dessauer Gas .............
.. 7
—
—
124
124
Daimler Motoren..........
.. O
88
. 87
88,13
87,5
Deutsche Linoleum.........
.. 8
136,25
136
136
136
Orenstein & Koppel ........
.. O
74
73
Westdeutsche Kaufhof.......
.. O
23,65
23,5
23,25
23,25
Chade ....................
7*/.
294,5
292
295,25
292
Accu mulatoren-Fabrik......
. 12
168,5
168
168,9
168
Conti-Gummi.............
.. 8
155
154,25
155
154,25
Gritzner................
.. O
27
27
27/5
27,13
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
87,75
87,75
-
Süddeutscher Zucker .......
. 10
203
200
203
200,13
11 .November
12 November
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Dries
Geld
Dries
Buenos Aires
0,673
0,677
0,673
0,677
Brüssel.....
42,03
42,11
42,01
42,09
Rio de Jan. .
0,141
0,143
0,141
0,143
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,66
54,76
54,64
54,74
Danzig.....
46,80
46,90
46,79
x 46,89
London .....
12,24
12,27
12,235
12,265
Heljingsors..
5,395
5,405
5,395
5,405
Paris ......
16,365
16,405
16,365
16.405
Holland ....
168,69
169,03
168,75
169,09
Italien.....
20,20
20,24
20,20
20,24
Japan ......
0,715
0,717
0,714
0,716
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,46
61,58
61,44
61,56
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,10
11,12
11,10
11,12
Stockholm...
63,09
63,21
63,07
63,19
Schweiz ....
80,84
81,00
80,84
81,00
Spanien....
33,94
34,00
33,91
33,97
Prag.......
Budapest ...
10,265
10,285
10,265
10,285
Neuyork ...
2,486
2,490
2,486
2,490
Derlin,12.November
Geld
Dries
Amerikanische Noten..............
2,438
2,458
Belgische Noten..................
41,88
42,04
Dänische Noten .................
54,43
54,65
Englische Noten .................
12,20
12,24
Französtsche Noten...............
16,315
16,375
Holländische Noten...............
168,33
169,01
Italienische Noten................
19,46
19,54
Norwegische Noten ..............
61,28
61,52
Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten..............
—
—-
Schwedische Noten...............
62,90
63,16
Schweizer Noten.................
80,66
80,98
Spanische Noten.................
33,55
33,69
Ungarische Noten................


