Ht.214 Zweites Blatt Sichen« Anzeiger (Seneral-Anzelger für Gverhche»,__________Jteiiag,tä.Stptcmbtr 1NLS
Politik der Kunst.
„Nichts ist mehr geeignet, den kleinen Nörgler zum Schweigen zu bringen, als die ewige Sprache der großen Kunst."
Adolfs Hitler.
Es ist eine ständige Hebung geworden, daß der Schöpfer und Führer des nationalsozialistischen Deutschlands auf den Parteitagen im Rahmen der Kulturtagung seine und die der Bewegung eigenen Anschauungen übet die großen bewegenden Fragen künstlerischer und allgemein kultureller Betätigung sowohl des schaffenden Menschen als der Gemeinschaft, des Staates, darlegt, die Gesinnungen und Ziele der Öffentlichkeit unterbreitet, mit denen das neue Deutschland diesen Lebensäußerungen einer Nation gegenübertritt. Von denjenigen, die gewöhnt sind, das nationale Leben in seinem ganzen Zusammenhang und nicht nach einem einzelnen Ausschnitt, etwa der Politik, der Wirtschaft, des Verkehrs, des Wohlstands oder der Armut zu betrachten und zu beurteilen, werden diese Kundgebungen des Führers immer mit größtem Interesse erwartet und ausgenommen: nicht nur, weil sich aus ihnen die interessante und eigenartige Persönlichkeit dieses Mannes, der in der Politik ein Künstler und in der Betrachtung der Kunst ein Politiker ist, immer wieder neu enthüllt und ergänzt, sondern weil die geistige und künstlerische Rechtfertigung des neuen Deutschlands weiten Kreisen des Volkes ein inneres Bedürfnis und eine Erhebung aus dem sorgenvollen Miterleben des Tages bedeutet.
Die diesjährige Kulturrede des Führers ist in ihrem wesentlichen Teile eine Auseinandersetzung mit denjenigen, die der künstlerischen und kulturellen Betätigung und Einflußnahme des Staates entweder teilnahmlos oder kritisch gegenüberstehen. Diese indifferente Haltung oder die Forderung nach staatlicher Indifferenz hat zwei Wurzeln: die liberale Staatslehre des neunzehnten Jahrhunderts, die sich im Kampf gegen den Feudalstaat der Vergangenheit entwickelt und durchgesetzt hatte, hatte das Mißtrauen in die geistige und kulturelle Führungseigenschaft des Staates geweckt und die Theorie aufgestellt, daß Geist und Kunst sich desto besser entfalten könnten, je weniger der Staat sich darum kümmert. Der nationalsozialistische Staat stellt dem gegenüber die Verpflichtung zu kultureller Betätigung, da er den Staat nicht mehr als eine politische Zweckorganisation auffaht, sondern als die große Lebens- und Daseinsform der Nation, deren einzelne Erscheinungsformen man wohl gliedern und getrennt verwalten aber nicht zerreißen kann. In dem Wort: „Kein Volk lebt länger als die Dokumente seiner Kultur" hat der Führer den nach nationalsozialistischer Anschauung unauflösbaren Zusammenhang aller völklichen Lebensänderungen, der politischen, wirtschaftlichen und künstlerisch-kulturellen als Kulturprogramm Deutschlands verkündet.
Wenn der Kampf um diese Anschauung, der unter Berufung auf die „Freiheit der Kunst" geführt au werden pflegt, im Grunde aber nichts anderes tft als das Verkennen eines neuen heraufwachsenden Staatsbegriffs, noch eine Zeit andauern wird und einen gewichtigen Anteil an dem Kampf der Um= weit gegen das neue Deutschland hat, so ist der andere Einwand gegen die kulturelle und künstlerische Betätigung des Staates ein rein materieller. Die wirtschaftliche Not und die Vordringlichkeit der einfachsten Lebensbedürfnisse machten es, so sagen nüchterne Haushalter, überflüssig und schädlich, große Mittel für Aufgaben aufzuwenden, die nur einem Teil des Volkes dienten, vom anderen als Luxus empfunden würden. Man erinnert sich dabei der schweren Jahre, die auf den Krieg folgten und in denen sich die Staatsverwaltungen allgemein dieser Theorie beugten und, zwar mit vielem Wehklagen, aber ohne Energie der Abhilfe, zu dem
Mittel griffen, in den zerrütteten Haushaltungsplänen des Staates zuerst die Posten für kulturelle und künstlerische Zwecke zu streichen.
Auch mit dieser Anschauung hat sich der Führer auseinandergesetzt und gründlich mit ihr gebrochen. Ganz abgesehen davon, daß die fördernde und produktive Tätigkeit des Staates auf allen Gebieten der Kunst, vor allem denen des Theaters und des taatlichen Monumentalbaues, selbst wieder auf wirtschaftlichem Gebiete produktiv wirkt und die aufgewandten Staatsmittel in das dienende Gewerbe und Handwerk zurückfließen läßt, ist sich der nationalsozialistische Staat auch des geheimnisvollen Zusammenhanges bewußt, der zwischen der künstlerischen und wirtschaftlichen Blüte einer Nation, zwischen dem rein materiellen und dem seelischen Leben des einzelnen besteht. „Glücklich die Nation, deren Kunst so hoch ist, daß sie für jeden einzelnen noch eine letzte Befriedigung als Ahnung übrig läßt." Der Weg, die materielle Verelendung eines Volkes noch dadurch zu.unterstreichen und fühlbarer zu machen, daß man ihm auch die kulturellen und geistigen Güter einspart, führt jedenfalls nicht nach oben. Das sparsame neue Deutschland hat einen anderen Weg eingeschlagen, der es
ihm bis jetzt erlaubt hat, die wirtschaftlichen Nöte des Volkes mit Erfolg zu bekämpfen und es doch an jenen „Ahnungen" höherer Güter und Werte teilnehmen zu lassen, ohne die es im Kampfe um das nackte Dasein versumpfen würde.
Die kulturpolitische Vorlesung des Führers ist auch dem A u s l a n d e als Lektüre dringlich zu empfehlen. Die zwei behandelten kritischen Einwände gegen das natwnalsozialistische Deutschland, die angebliche Kulturfeindlichkeit und die mangelnde Sparsamkeit, sind auch dort die gangbarste Scheidemünze der deutschfeindlichen Propaganda. Viele Ausländer haben zwar in den letzten Jahren bei ihren Besuchen in Deutschland erkennen können, daß die düstere Emigrantenprophezeiung, sie trügen das Deutschland der Denker und Dichter mit sich in die Fremde und ließen ein ödes Brachland der Kultur und des Geistes hinter sich, eine lächerliche Selbstüberschätzung war. Aber aus der Rede des Führers kann man, wenn man will, im Auslande erkennen, daß das politische und wirtschaftliche Gesicht Deutschlands, das vom Nationalsozialismus neu geformt ist, auch jene geistigen Züge trägt, die Deutschlands Stellung unter den großen Kulturvölkern begründet hat.
Achtung! Bückeberg-Fahrer!
Bauern und Bäuerinnen, die den Staatsakt auf dem Bückeberg miterleben wollen und bereit sind, hierin in Tracht teilzunehmen, werden gebeten, dieses sofort der Landesbauernfchaft Hessen-Nassau, Frankfurt a. 2U., Bocken- Heimer Landstraße 25, unmittelbar mitzuteilen. Dis Trachlenträger, die sich rechtzeitig melden, erhalten bei den Festlichkeiten auf dem Bückeberg einen bevorzugten Platz. Es wird nochmals auf die Sonderzüge zum Bückeberg hingewiefen, auf die eine 75prozentige Fahrpreisermäßigung gewährt wird. Meldungen habe* bis späte st e n s zum 15. September bst den Stellen zu erfolgen, die in der vorigen biesbr züglichen Pressenotiz angegeben waren.
heil Hitler!
3.B.: gez. (9.TB. Müller.
Die Kulturtagung in Nürnberg.
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Unser Bild zeigt Reichsleiter R o s e n b e r g bei der Verleihung der Preise für dichterische und wissenschaftliche Leistungen. In der ersten Reche von rechts nach links: Reichsführer SS. Himmler, Stabschef der SA. Lutze, Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, der Führer, Ministerpräsident Göring, Gauleiter Adolf Wagner, weiter die Reichsminister von Blomberg, FreiherrvonNeurath, Graf Schwerin von Krosigk und S e l d t e.
(Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)
„Oie Heilige und ihr Narr."
Lichtspielhaus.
Agnes Günther, geborene Breuning aus Stuttgart, gestorben 1911 im Alter von 48 Jahren als Frau eines Marburger Theologen, hat den großen Bucherfolg des erst nach ihrem Tode erschienenen zweibändigen Romans, der schon vor etwa einem Jahrzehnt die hundertste Auflage erreichte, nicht mehr erlebt. Der Film hat sich die ungewöhnliche Verbreitung und Beliebtheit des Buches zunutze zu machen versucht und, wie man sich erm- nern wird, vor einigen Jahren bereits eine stumme Fassung herausgebracht. Nach einem Drehbuch von Peter Francke hat die Ufa nun auch die Tonfilmbearbeitung — mit entschieden erheblichen Mitteln — folgen lassen. Daß die Verfilmung eines Romans, zumal wenn es sich um ein bekanntes, ja volkstümlich gewesenes Buch handelt, stets problematisch bleibt, ist oft gesagt und an vielen Beispielen erörtert worden. Die restlose Auslosung eines Romans in bewegte Bilder ist grundsätzlich überhaupt nicht denkbar; es wird immer etwas Anderes, nicht immer etwas Neues, selten etwas Besseres dabei zustande kommen. Im vorliegenden Fall ist von der ursprünglichen Fassung nicht allzu viel Übrig geblieben: ein paar Umrißlinien der Handlung und der wichtigsten Figuren, — obwohl auch innerhalb des Personenkreises gewisse Verschiebungen eingetreten sind. Anderseits merkt man dem Film im ganzen die Romanvorlage sehr deutlich an, wenn auch das Drehbuch und die Spielleitung (Hans Deppe) sichtlich bemüht waren, vom epischen Fluß des Buches loszukommen, den Stoss zu konzentrieren, Uebergänge zu schaffen und zeitliche Abstände unaufdringlich zu überbrücken. Auch ist die Regie augenscheinlich auf die Ausgestaltung von plastischen Bildwirkungen und stimmungsvollen Szenen bedacht gewesen. Sehr schön die Landschaftsaufnahmen von Bordighera. Der Auftakt (Seelchen, die kleine Prinzessin Rosmarie, läuft am Heiligen Abend heimlich aus dem Schloß in den Wald, um das Ehristkind zu suchen) gibt der Handlung einen lebhaften dramatischen Antrieb; später fließt die Fabel ruhiger dahin, wie es dem Charakter des Buches entspricht. Man könnte sich denken, daß gerade die innerlichen, die seelischen und teilweise Übersinnlichen Vorgänge, die der Roman schildert, mit den optischen Mitteln des Films plastischer und eindringlicher hätten erfaßt werden können: doch findet sich dergleichen nur einmal flüchtig angedeutet als episodisches Motiv. Sv wirkt die Bilderfolge, im ganzen gesehen, realistischer und wiederum auch in einem bestimmten Sinn romanmäßiger als das Buch, von dessen Stil und Umwelt uns heute doch
manches trennt. Die äußeren Vorgänge sind von der Kamera schärfer betont, die Geschichte einer unglücklich-glücklichen Liebe und die Geschichte von der bösen Stiefmutter, überspielen die zarteren und wichtigeren Partien der Vorlage, welche von der inneren Entwicklung „Seelchens" handeln.
Für diese Zentralfigur des Romans hat man in Hansi Knoteck durchaus die gegebene Darstellerin gefunden; während sie seinerzeit als Kitty in „Schloß Hubertus" noch verhältnismäßig blaß und konventionell wirkte, gibt sie hier eine Rosmarie, in der man, obwohl sie nicht blond, sondern dunkel ist, die kleine Heldin des Romans wiederzufinden glaubt: sehr zart, zerbrechlich, empfindsam und beseelt. Hans Stüwe gibt den Grafen Thorstein, sympathisch und von ernster Männlichkeit, aber stellenweise etwas nüchtern. Lola C h l u d als die Fürstin Charlotte ohne Zweifel treffend, obwohl sie um die Rolle dieser kalten, von Haß und Eifersucht verzehrten, an Verfolgungswahn leidenden Frau wahrhaftig nicht zu beneiden ist. Friedrich Ulmer spielt den Fürsten mit einer reservierten Mischung aus standesherrlicher Autorität und milder Väterlichkeit. Vom Ensemble seien noch S ch r ö - der-Schromm, Pledath und die kleine Petra Unkel erwähnt, die Rosmarie als Kind darzustellen hat.
Der Film, mit dem das Lichtspielhaus gestern seine Winterspielzeit begann, wird begleitet von einem Lustspiel und einem vielseitig-interessanten Bildbericht unter dem Titel „Olympia-Vorbereitungen in Deutschland", der u. a. Ausschnitte aus einigen der letzten großen Länderkämpfe unserer Sportler bringt. Außerdem die Wochenschau.
—r—
Oer Hecht.
Ein Angler-Erlebnis in Ostpreußen
An einem Sonntagmorgen im Mai 1925 lernten wir uns kennen. Ich angelte mit einer einfachen Wurmangel in einem großen, tiefen und teilweise verwachsenen Torfstich. Plötzlich ein Ruck, daß ich ganz erschreckt zusammenfuhr, und schon ging der Hecht dahin mit der Hälfte meiner Angel. Ich hatte damals keine Erfahrung auf dem Gebiete der Angelei; auf Grund dieses Erlebnisses beschloß ich doch, mal bei einem erfahrenen Petrijünger in die Lehre zu gehen, und bald hatte ich mir allerhand Wissen angeeignet. Ziemlich häufig sah ich den Räuber jagen, hörte ihn abends, wenn ich auf Entenjagd "roar, hochschnellen und klatschend auf das Wasser zurückfallen. Er hatte sich ungefähr vierzig Schritte vom Ufer unter einem im Wasser
stehenden Weidenbusch seinen Stand ausgesucht, und vom Lande war ihm mit der Angel nicht beizukommen.
Nach dem strengen Winter 1928/29, als bei uns in Ostpreußen die kleinen Gewässer bis auf den Grund ausfroren, zog ich, obwohl ich viel Luftlöcher in das Eis gehackt hatte, im Frühjahr fast zwei Zentner tote Fische aufs Land. Damals glaubte ich, daß auch mein alter Freund tot wäre, aber als es etwas wärmer wurde, da wurde er am Weidenbusche wieder ganz vergnügt.
Im Mai wollte ich ihn überlisten. Ich schaffte ein Boot auf das Torfloch und fuhr ganz langsam vor dem Winde treibend an seinem Stand vorbei. Zwei-, dreimal warf ich meinen Spinner aus und zog ihn jedesmal leer wieder ein, beim vierten Male sah ich einen recht beachtlichen Wirbel auf der Wasseroberfläche, und gleichzeitig erfolgte der Anbiß. Aber der Hecht hatte Glück, die Rolle war nicht festgestellt, und surrend sauste beim Anhieb die Schnur von der Rolle. Er war frei. Ich wollte nicht länger stören und verdrückte mich.
Vier Wochen ließ ich den alten Raubritter in Ruhe, dann versuchte ich an einem trüben, regnerischen Tage ein anderes Verfahren. Ich machte in sechs bis sieben Meter Entfernung von seinem Stand mein Boot fest, saß erst einmal eine geschlagene Stunde ganz ruhig und warf dann meinen Blinker aus. Langsam lenkte ich zu der Stelle hin, wo ich den Hecht vermutete. Biß, Anhieb und schon begann das Toben. Rechts, links ging die wilde Tour, und da war es zu Ende. Die Schnur rührte sich nicht, so viel ich auch zog. Als ich mit dem Boot hinfuhr, mußte ich feststellen, daß die vorderen Haken in einer alten Baumwurzel saßen. Wieder war der Räuber frei.
Nach Wochen versuchte ich es mit lebendem Köder. Vorsichtig band ich einen Frosch an den Haken und ließ das Zeug ins Wasser. Wieder und wieder, kein Blß erfolgte. Ich nahm den Frosch los, und wie er nach einem eleganten Kopfsprung wieder an die Oberfläche kam, da nahm ihn der Hecht. Jetzt gab ich es auf, aber immer, wenn ich an feinem Stand vorüberfuhr, bot ich ihm den Blechfisch an. Der Erfolg jedoch war negativ.
Jetzt bekam ich doch Angst, daß mir der Räuber sämtliche Fische fortholte, und da ich außerdem noch die Geduld verlor, wollte ich ihn schießen. Wollte, aber ich bekam ihn nie vor den Lauf.
Ein Jahr war wieder neraangen, und der Räuber mußte schon eine ansehnliche Größe erreicht haben. Daß er noch vorhanden war, merkte ich an dem Lärm, den er machte.
Eines Morgens zog ich los, um Wasserratten zu schießen, denn die Tiere zerfraßen mir meine Netze. Außer der Kleinkaliberbüchse hatte ich, wie immer,
meinen schwerer 44er-Revolver mit. Ich saß wohl eine Stunde, doch zeigte sich keine Ratte. Also stand ich auf und spähte über meine Schilfdeckung. Auf einmal blieb mein Blick an einer Baumwurzel haften, die ich in dem ziemlich flachen Wasser vorher noch nicht bemerkt hatte. Und diese Wurzel war mein alter Freund, der getarnt in dem seichten Wasser stand und sich sonnte. Er stand spitz zu mir; der Revolver ging langsam hoch, eine Handbreit unter feinen Kopf hielt ich wegen der Strahlenbrechung im Wasser, und dann knallte es dröhnend aus der „Handkanone". Auf den Schuß drehte der Hecht sich um, die Schwanzflosse zitterte, dann roars vorbei. Mitten in den mächtigen Schädel hatte die 11-mm-Kugel ihren Weg gefunden. Zu Hause allgemeines Staunen Über den „Haifisch", 12'/-- Pfund zeigte die Waage. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn ich den Riesen mit der Angel gefangen hätte, war aber auch so zufrieden, daß Die anderen Fische vor dem Räuber jetzt sicher waren.
0. J.
(Suter Empfang auch im Wagen.
Jetzt, wo man mühelos in jeden Wagen einen Radioapparat einbauen lassen kann — wenn man nicht einen Wagen besitzt, bei dessen Bau schon die Einbringung des Apparates vorgesehen wurde —> versucht man auch den Empfang im Wagen möglichst störungsfrei au gestalten. Als Störquellen kommen hauptsächlich Anlasser, Scheibenwischer und Zündung in Frage, von denen praktisch nur die Störungen der Zündvorrichtung beseitigt werden müssen, da die beiden anderen Störungsquellen nur zeitweise auftreten.
Die moderne Zündkerzenentstörung besteht in einer Spezial-Widerstandstype, die auf die Zündkerze selbst aufgeschraubt wird, nachdem das Zuführungskabel von der Zündkerze abgeschraubt worden ist. Man verbindet bann bas anbere Enbe bes Wiberstanbes mit bem Zuführungskabel. Es ist nötig, baß jebe Zünbkerze am Motor einzeln entstört wirb. Außerbem muß aber ber Motor im ganzen entstört werden, und so wird noch ein gleicher Widerstand am Verteiler des Motors angebracht, und zwar möglichst nahe an der Zuleitung zum mittleren Verteilerknopf. Man durchfchneidet die Zuleitung und isoliert die beiden Kabelenden. Der Widerstand wird auf den beiden blanken Enden feftgeflemmt.
Da ber Widerstand» durch eine warme- unb dl- beständige, glasierte Porzellan-Isolierschicht gegen äußere Beschädigungen geschützt ist, hält er fast unbegrenzt lange, ber Ankauf lohnt sich also {ebenfalls.


