Ausgabe 
13.9.1935
 
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gibt, sondern, ganz nüchtern wissenschaftlich gespro- chen, auch im Menschendasein. Wenn viele Fürsten der Vergangenheit aus persönlicher Machtgier die Zuden als Geldoerleiher und Steuerpächter ein­setzten, so geschah das aus der bereits erprobten Beobachtung über ihre Ausbeutungsfähigkeit. Diese charakteristiiche parasitäre Eigenart, die nie auf schöpferische Arbeit, sondern nur auf Auswertung fremder Kräfte bedacht ist, ist Blutbedingtheit des Luden, niedergelegt in seinem Religionsgesetz. Wer dieses Wesen, und zwar unabänderliche Wesen des Judentums begriffen hat, der wird die wirtschaft­lichen, politischen und kulturellen Auswirkungen bei jedem Erstarken des jüdischen Einflusses als überall gleichbleibend feststellen können. Der Bolsche­wismus, im Großen und Weltpolitischen betrach­tet, ist die letzte Konsequenz, die sich aus dem Eindringen des Judentums in die Kultur und Politik der europäischen Staaten ergibt.

Als die Völker aus tausend Wunden bluteten, da stürmte sich dann mit innerer Notwendigkeit der jüdische Parasit auf diese Wunden und versuchte, wie Marx es theoretisch getan hatte, nun in der Tat diese Wunden immer weiter aufzureißen. Es ist des­halb Naturnotwendigkeit gewesen, daß in der bolsche, wistischen Bewegung überall und ausnahmslos der Jude als der Einpeitscher der Revolten gegen die europäische Kultur gestanden hat und heute noch steht.

Zionismus und Weltbolschewismus, so verschieden sie von außen sein mögen, sind zwei Druckmittel in der Hand einer alljüdisch geleiteten Weltpolitik, um die jüdischen Ziele durch kapitalisti­sche Methoden im demokratischen Westen, durch bol­schewistischen Terror im europäischen Osten, unter Aufhetzung der Soldaten und Arbeiter aller Völker zu verwirklichen und die Völker einem Zustand ent­gegenzuführen, dem das Judentum im Laufe der letzten 16 Jahre sich schon so nahe wähnte, daß es manchmal aus Unvorsichtigkeit die letzte Hülle fallen ließ.

Wil dem Siege der nalionalsozialistifchen Be­wegung hat das Judentum, nahe an der Welt­

herrschaft, seinen stärksten Gegenstoß erhalten und zugleich mit ihm ist der Bol­schewismus, der Gesamlmarxismus in Deutsch­land niedergeworfen und darf auf der Erde Hermanns des Befreiers, Friedrichs des Gro­ßen und Adolf Hillers niemals mehr aufer­stehen! Der Nationalsozialismus wird ent­gegen manchen Einflüsterungen von seinem Programm und seiner Haltung keine hand­breit weichen, wir hoffen, daß sich aus den Kämpfen unserer Zeit organisch umgrenzte Nationalstaaten entwickeln, und daß diese im eigenen wesen ruhenden Nationalstaaten ein System zur Sicherung alles dessen bilden, was wir mit Stolz europäische Kultur nennen, zur Sicherung der Lebensnotwendigkeiten der wei­hen Rasse, zur Abgrenzung der Lebensgebiete dieses weihen Menschentums gegenüber den wertvollen Rassen und Völkern anderer Erd­teile. wie immer diese anderen Völker ihr Schicksal gestalten mögen, so sind wir doch des stolzen Glaubens, daß mit der Riederschlagung des Kommunismus und der Ausschaltung des Judentums in Deutschland eine neue Epoche der Völkergeschichte begonnen hat, dann hat der Weltkrieg einen tieferen Sinn erhalten als reinigende Krise des Völ­kerlebens, als Verpflichtung zur tieferen Ver­antwortung gegenüber der Vergangenheit und Zukunft aller schöpferischen Völker, zur Festi­gung des Gefüges der Achtung der Ehre des eigenen Volkes und der anderen Rationen. Dann werden alle Schlacken schmelzen können, die uns eine vergangene schwere Zeit hinter­lassen hat, und aus Kampf und Bedrohung wird eine von Deutschland begrüßte und er­strebte Wiedergeburt unseres schwergeprüf­ten Europas ihren Anfang nehmen.

Deutschlands Kamps gegen den Volkstod.

Oer Reichsärzteführer kündigt ein Gesetz gegen Mischehen an.

Mit häufigen, begeisterten Beifallskundgebungen folgte der Kongreß der programmatischen Rede, die insbesondere auch auf die zahlreichen anwesenden Ausländer einen nachhaltigen Eindruck machte. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgte sodann der Kon­greß den Ausführungen des Hauptamtsleiters und Neichsärzteführers Dr. W a g n e r, der u. a. aus­führte: Wenn wir heute nach 2Vz Jahren national­sozialistischer Regierung die Stellungnahme der Welt zu dem deutschen Geschehen betrachten, so er­gibt sich die Tatsache, daß in den ehrlichen Kreisen des Auslandes eigentlich nur noch ein einziges Gebiet unserer Aufbauarbeit auf UnverständniG stößt: das ist die deutsche Bevölkerungs- und Rassenpolitik. Wo weite Kreise der Welt heute noch im Wahn von der G l e i cy h e i t befangen sind, erkennt Deutschland heute die natur­gegebene Ungleichheit der Menschen wieder an.

Die Gleichheitslehre behauptet fälschlich, daß We­sen und Wert aller Menschen im Grunde völlig gleich seien, und sie hat auf politischem Gebiet zu den Wahnsinnsformen der parlamentarischen De­mokratie geführt. Kulturell führt sie zwangsläufig zur Zerstörung der Grundlagen jeder Kultur. Bio­logisch gesehen führte die Gleichheitslehre zur bevor­zugten Förderung und Erhaltung des Schwächlichen und Untüchtigen und damit zur Degeneration der Völker. Die Gleichheitslehre leugnete auch die Ras­sengrenzen, in Europa insbesondere die Grenze zwischen Europäern und Juden. Die Folge war eine zunehmende Vermischung mit dem uns völlig artfremden jüdischen Blute.

Der Ratlonalsozlalismus erkennt die natur­gegebene und gottgewollte Ungleichheit der Wenschen als Grundlage allen Kultur­lebens wieder an und zieht daraus feine Folge­rungen. Politisch bestehen sie im Führer- gedanken, biologisch In der Bekämpfung der Degeneration innerhalb eines Volkes durch bewußte Förderung der tüchtigen und ge­sunden Teile gegenüber den untauglichen und der Ablehnung der Rassenverml- f ch u n g durch Ausschaltung jedes rassefrem­den Einflusses.

Naturgemäß zerfallen die rassenhygieniscben Maßnahmen, die die Degeneration überwinden sol­len, in positive und negative. Positive Maßnah­men dieser Art sind alle, die der Auslese dienen. Jede Maßnahme, die Gesunde und Begabte sozial fördert, kann aber nur dann als Auslese im bio­logischen Sinne gelten, sofern sie über die indivi­duelle Förderung hinaus gleichzeitig die M ö g - lichkeit zur Frühehe und zur kinder­reichen Familie schafft.

Die negativen rassenhygienischen Maßnahmen haben das Ziel, die Fortpflanzung des un­tauglichen Teiles des Volkes etnzu- schränken und in Fällen schwerer Belastung

völlig zu verhindernd Im einzelnen wird dieses Ziel durch die im Aufbau befindliche Ehebera­tung, durch demnächst gesetzlich einzuführende amtliche Ehezeugnisse und in besonderen Fällen durch Eheverbote erreicht werden. Für die Fälle schwerer Belastungen hat das Deutsche Reich mit seinem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses die Sterilisierung eingeführt.

Aus der Anerkennung der naturgegebenen Un­gleichheit ergibt sich für den Ratlonalfozialls- mus als zweite biologische Folgerung zwangs­läufig der Grundsatz der Reinerhaltung des Blutes und der Ausschaltung jedes rassefremden politischen, geistigen und wirt­schaftlichen Einflusses in der Ration. Deshalb wird der nationalsozialistische Staat in Kürze durch ein Gesetz zum Schuhe des deutschen Blutes die weitere Bastardie­rung durch neue Wischehen mit Juden verhin­dern. Auch die Zurückdrängung jüdischen Ein­flusses in Wirtschaft und öffentlichem Leben wird im Rahmen der praktischen Wögllchkeiten unerbittlich weiter verfolgt werden.

Im übrigen gilt gerade für dieses in der Praxis oft so schwierige Gebiet mehr denn irgendwo das Führerwort, daß bei grundsätzlichen Fragen, die für Jahrhunderte gelöst werden müssen, nicht das Tempo der Entwicklung, sondern dieZähig- k e i t in der unerbittlichen Verfolgung des einmal als richtig erkannten Zieles entscheidend ist.

Unsere Bevölkerungspolitik stützt sich nicht allein auf wirtschaftliche und gesetzliche Maßnahmen, son­dern in erster Linie auf die neue seelische Haltung der Nation. Indem wir ihr wieder Vertrauen Aur Führung und zur Zukunft gaben, indem wir Den Willen weckten, die Schwierigkeiten zu meistern, die sich dem Glück und der Zukunft, unseres Volkes entgegenstellen, schufen wir die Vor­aussetzungen für die Auswirkung jener gesetzlichen Maßnahmen, die durch sachliche Unterstützung das gleiche Ziel einer Geburtensteigerung anstreben und bis zu einem erheblichen Grade auch schon erreicht haben.

Zur Ehaltung des Volksbestandes ist eine Er­höhung der Geburtenhäufigkeit gegen­über dem Stand von 1933 um mindestens 4 5 d. H., d. h. eine Geburtenzahl von 1,4 Millionen im Jahre, und zwar dauernd, erforderlich. Der Nationalsozialismus hat den völkischen Lebenswillen des deutschen Volkes wieder erweckt. Wir National­sozialisten wissen, daß es uns unter der Führung Adolf Hitlers auch gelingen wird, den Kampf, bei dem es um Sein oder Nichtsein geht, siegreich zu beenden und damit zum ersten Mal in der Ge- schichte aller Zeiten und Völker ein Volk vom Rande des biologischen Todes zurückzureißen und einer neuen, glücklichen, völkischen Zukunft entgegen­zuführen.

AationalsoziaMsche und bolschewistische Agrarpolitik.

Gesundete Landwirtschafi sichert die Dolksernährung. - Reiches Agrarland unter der Geißel des Hungers.

Als letzter Redner sprach Reichsleiter und Reichs­bauernführer R. Walther D a r r 6 überDas Prin­zip der nationalsozialistischen Agrarpolitik gegen­über dem Prinzip der bolschewistischen Agrarpolitik". Er führte u. a. aus: Als der Nationalsozialismus im Jahre 1933 die Verantwortung im landwirt­schaftlichen Sektor unserer Wirtschaft übernahm, wurde, ohne zu zögern, eine gründliche Reform ein­geleitet, welche einen hoffnungsvollen Gesundungs­prozeß der deutschen Landwirtschaft bewirkt hat. Die Voraussetzung für das Gelingen dieser Reform in der Landwirtschaft war die Durchsetzung des Wil­lens der Führung bis in die letzten Gliederungen des Landvolkes, also bis in die einzelnen Bauern- böfe, hinein. Mit der Organisation des Reichsnähr­standes war es möglich, sofort den Krebsschaden aller Volkswirtschaften, die Börsenspekulation im Lebens­mittelhandel zu zerschlagen.

Die Schlüsselstellung, um sowohl die für die Er­nährung notwendige Gesundung der landwirtschaft­lichen Produktion herbeizuführen, als auch dem Konsumenten einen ausreichenden Schutz zukommen

zu lassen, lag also auf dem Gebiet derRegelung der Markte. Der Landwirt hat auf solche Weise Die Stetigkeit seines Absatzes qesichert, und sein Volk hat die Gewähr einer gesicherten Ernährungs- wirtschaft. Die Marktordnung bedeutet eine unter staatlicher Aufsicht stehende Regelung und Ordnung der Lebensmittelverteilung. Unsere nationalsoziali- stlsche Marktordnung enthält sich grundsätzlich eines Eingriffes in die Privatinitiative auf dem Hofe. Dem Konsumenten gegenüber liegt der Schutz darin, daß die Regelung der Märkte gestattet, auch wirk- lich die Lebensmittel dorchin zu dirigieren, wo sie benötigt werden, um damit die Preispolitik der Regierung überhaupt erst zu garantieren.

So hat die RSDAP. in einer eigentümlichen Synthese von Individualismus in der Produk­tion und einer planmäßig geordneten Vertei­lung der Lebensmittel gegenüber den konsu- menten nicht nur in knapp zwei Jahren die deutsche Landwirtschaft der Gesundung ent­gegenführt, sondern auch unmittelbar dem deut-

Oie Preisträger.

Der Dichter Hanns Johst (rechts) erhielt den neu geschaffenen Preis für Kunst der NSDAP. Den Preis für Wissenschaft erhielt der Rassenforscher Professor Dr. Hans F. K. G ü n t h e r (links). (Scherl-Bilderdienst-M.)

schen Volksgenossen im Lager der Konsumenten die Rahrung zu erschwinglichen Preisen ge­sichert.

Wie sehr diese Dinge tatsächlich eine Frage des Prinzips sind, nach welchem regierungsseitig gear­beitet wird, beweist uns heute in einem krassen Ge­genbeispiel die Sowjetunion. Denn die Sowjetunion geht an die Probleme der Lebens­mittelversorgung des russischen Volkes von einem genau entgegengesetzten Standpunkt aus heran, wie der Nationalsozialismus. Der Natio­nalsozialismus ist bauernfreundlich, der Bolsche­wismus ist grundsätzlich bauernfeind­lich und zerstört sein Bauerntum plan­mäßig; der Nationalsozialismus fordert die bäuerliche Wirtschaft, der Bolschewismus versucht die Produktionsgebräuche der Industrie auf das Landvolk zu übertragen, indem es sog. Kollek­tivwirtschaften, d. h. staatliche oder halb­staatliche R i e s e n g ü t e r an die Stelle der bäuer­

G

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Des Führers Hammerschlag bei der feierlichen Grundsteinlegung zur neuen Kongreßhalle im Süd­osten der Lmtpold-Arena:Stehe fest und rede als ewiger Zeuge!" Hinter dem Führer die Blutfahne. (Scherl-Bilderdienst-M.)

lichen Wirtschaften setzt. Auf dem Gebiet des Le­bensmittelhandels schaltet der Nationalsozialismus Wucher und Spekulation aus und beschränkt sich im übrigen auf die Kontrolle sowohl bezüglich der Ver­sorgung der Bevölkerung als auch bezüglich der Preise; die sowjetrussische -Regierung dagegen hat den Lebens Mittelhandel verstaatlicht, um ihn zu einer phantastisch ergiebigen Einnahme­quelle für den Staat auszubauen, d. h.

der Bolschewismus erhebt den Lebensmlttelwucher zum Staats- Prinzip. Das Ergebnis der bolschewistischen Welhode ist hunger, hunger und abermals hunger. Erst feit einem Jahr hat der russische Arbeiter überhaupt die Möglichkeit, zusätzliche Lebensmittel im staatlichen Geschäft zu kaufen. Bis dahin war er auf seine kümmerliche Lebensmittelration angewiesen und muhte, um diese zu erhalten, einen Teil seiner freien Zeit mit Schlangenstehen vor den Lebensmittelge­schäften verbringen. Um sich 10 Kilogramm Schwarzbrot kaufen zu können, muh der rus­sische Arbeiter bei durchschnittlichem Lohn 12V« Stunden arbeiten, der deutsche Arbeiter da­gegen nur 4 bis 5 Stunden. Für 1 Kilogramm Rindfleisch muh der russische Arbeiter den Lohn von 15 Arbeitsstunden hergeben: für 1 Kilo­gramm Wurst muh er den Lohn von 9 Arbeits­stunden aufwenden: für 1 Kilogramm Butter gar 32 Arbeitsstunden: 1 Liter Wilch kostet 2 Arbeitsstunden: 1 Wandel Eier 14 Arbeits- stunden und für einen Zentner Kartoffeln muh der russische Arbeiter 60 Arbeitsstunden auf­bringen.

Wenn nun in Rußland fortgesetzte Mißernten, die bei einer derartigen Wirtschaft eigentlich ja an der Tagesordnung sind die Regierung ver­anlassen, mehr als die Hälfte der Ernte einzutrei­ben, oder wenn die dem Kollektivlandarbeiter ver­bleibende Hälfte der Ernte nicht ausreicht, um sich und seine Familie zu ernähren, dann sind diese armen Menschen gezwungen, zu versuchen, i n d e n staatlichen Läden etwas Lebensmittel zu kau­fen, wo sie, vorausgesetzt, sie haben überhaupt die Mittel dazu, dem brutal st en staatlichen Lebensmittelwucher ausgesetzt sind. Das

Ergebnis des bolschewistischen Prinzips auf dem Gebiet der Lebensmittelversorgung ist also: Preis­gabe der Bauern! Als Folge: Zusammenbruch der landwirtschaftlichen Produktion, daraus folgert die Unterernährung des Gesamtvolkes.

Während also Rußland von der Sozialisierung des Bodens und der landwirtschaftlichen Produk­tion spricht, schafftes Hungersnot und einen Staatskapitalismus, wie er grausamer nicht ge­dacht werden kann. Wir dagegen bejahen die Pri­vatinitiative, bejahen das Eigentumsrecht der bäuer­lichen Arbeit und schaffen praktischen So­zialismus durch Sicherung der Ernährung des Volkes vermittels einer Ordnung des Lebensmittel­marktes. Der Nationalsozialismus baute in zwei Jahren eine fast völlig vernichtete Landwirtschaft wieder auf und sicherte trotz großer sonstiger Schwierigkeiten die Ernährung des Volkes ausrei­chend, der Bolschewismus brachte es fertig, e i n reiches Agrarland, welches früher seinen Ueberschuß noch ausführte, restlos zu zerstö­ren und in 18 Jahren feiner Regierungszeit d i e chronische Hungersnot in immer größer werdendem Umfange gewissermaßen staatlich zu stabilisieren. Wahrlich, der gesunde Menschenverstand braucht nicht lange zu wählen, um bei den Verglei­chen beider Systeme, des nationalsozialistischen und des bolschewistischen, zu wissen, wohin er sich zu wenden hat.

Der Führer dankte jedem Redner unmittelbar nach dem Vortrag persönlich durch Händedruck für die geleistete Arbeit. Der Stellvertreter des Führers vertagte sodann gegen 9 Uhr den Kongreß auf Freitag vormittag.

Manöverbeginn in der bayrischen Ostmark.

Alexandersbad, 12. Sept. (DNB.) Zu den vom 13. bis 18. Sept, in der bayerischen Ostmark statt­findenden Schulungsübungen des 9. Armeekorps unter seinem Korpskommandeur Generalleutnant D o l l m a n n fanden sich auf Einladung des Korps­kommandos 50 Pressevertreter aus den hessischen, thüringischen, braunschweigischen und hannoverschen Heimatgarnisonen der übenden Truppe in Alexan­dersbad im Fichtelgebirge ein, wo ihnen die Manö­verleitung ein gemeinsames Standquartier zur Ver­fügung gestellt hat. Der ersten Uebung, die sich über den 13. und 14. September erstreckt, liegt der Ge­danke zugrunde, daß eine östlich des Uebungsge« ländes stehende rote Armee unter General­major Lüdtke angreift, während eine ungefähr auf der Linie Grafenwöhr-Vilseck stehende blaue Partei unter Generalmajor von G o ß- l e r hinhaltenden Widerstand zu leisten hat. Die Bevölkerung nimmt an dem vorbereitenden Auf­marsch der Truppen lebhaften Anteil und hat für die eingelegten Ruhetage eine Reche Veranstaltun­gen, insbesondere Kultur- und Volkstumsabende, zu Ehren der seltenen Manöoergäste in Aussicht genommen.

Ein grausiger Fund.

In einer Hecke an der Landstraße SiesbachWil­zenberg (Birkenfeld) fanden Hitlerjungen einen d e r- ko hlten Menschenschädel. Im Frühjahr dieses Jahres hatte man die große Hecke zum Teil abgeholzt, teils abgebrannt, wobei wohl auch der Schädel in Mitleidenschaft gezogen worden fein mag. An der Stirn, oberhalb des linken Auges, konnte man ein kleines, runoes Loch feststellen. Man nimmt an, daß es von einer Kugel herrührt. Bei einer polizeilich durchgeführten Grabung an dieser Stelle wurden noch mehrere gut erhaltene mensch­liche Knochen gefunden, die mit dem Feuer nicht in Berührung gekommen sind.

Reichshandwerksmeister Schmidt bei der Grund­steinlegung der Kongreßhalle. (Scherl-Bilderdiensts

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