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derselbe prompt:Wenn die Frau katholisch ist, kann ich ihr vielleicht helfen." Trotzdem ich dem Herrn sagte, daß er unter dieser Voraussetzung sich nicht um die Frau zu bemühen brauchte, trat die­ser Herr noch näher und fragte die stöhnend am Boden Liegende selbst, ob sie katholisch sei. Dann könnte er ihr vielleicht helfen. Er zog sich aber sofort zurück, als er merkte, daß sich die Umstehenden über dieses Verhalten heftig empörten. Inzwischen wurde die Verletzte durch einen Berliner Personenwagen ins Krankenhaus nach Frankfurt a.M. abtrans- portiert. Der vorgenannte katholische Herr, welcher ebenfalls per Motorrad mit einer Dame unterwegs war, gab trotz höflicher Anfrage seine Adresse nicht an. Er verweigerte die Angaben derselben, und auf Vorstellungen über sein Verhalten einer so schwer­verletzten Volksgenossin gegenüber antwortete er, daß ich das nicht verstehe und er mir auch hier­über keine Aufklärung geben könne." Wir möchten hier einmal an das Schriftwort erinnern, das uns von dem barmherzigen Samariter berichtet, der einen Zerschlagenen am Wegesrand findet und sich sofort

seiner annimmt, ohne nach seinem Glaubensbekennt­nis zu fragen. Wenn auch dieser katholische Herr das Fronterlebnis der kameradschaftlichen Hilfsbe­reitschaft vom Weltkrieg her nicht kennt, was wir auch zu seiner Entschuldigung annehmen wollen, dann sollte man eigentlich meinen, daß er seit dem Tage der Machtübernahme durch den Nationalsozia­lismus gesehen haben müßte, mit welch heißer Hin­gabe für Volk und Vaterland von den Männern und Frauen der Bewegung gearbeitet wird, wie z. B. die NSV. ihr großes Opferwerk jedem Volks­genossen zugänglich macht, unabhängig zu welcher Konfession er sich bekennt, ob er katholisch oder evangelisch sei.

Das Fahrzeug des katholischen Herrn, welches noch mit einer Dame auf dem Soziussitz besetzt war, trug die polizeiliche Kennummer II E 0 308, so daß wir in der glücklichen Lage sind, trotz der Aus- kunfsverweigerung den Namen des Besitzers fest­zustellen in der Person des katholischen Hilfsgeist­lichen, Kooperator, Hans Maier, Burglengenfeld bei Regensburg."

Wirtschaft.

Die Zndustne- und Handelskammer Gießen gib« Auskunft:

1038: Die Umsatzsteuer-Umrechnungssätze auf Reichs­mark für die nicht in Berlin notierten aus­ländischen Zahlungsmittel für Monat Juli 1935.

1039: Bekanntmachung KP 7 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle.

10-L: Einfuhrkontingentierung für Toiletten- und Waschseife in Niederländisch-Jndien.

Nhein-Mainische Börse.

IMttagsbörse fest.

Frankfurt a. M., 12. Aug. Bei recht kleinen Umsätzen lag die Börse auch zum Wochenanfang überwiegend fest. Für Spezialwerte lagen einige Aufträge vor, was auch aus die übrigen Marktge­biete des Aktienmarktes abfärbte. Der vor- zeitige Schluß auf die Neuzeichnung der 4,5jährigen Reichsbahn-Schatzanweisungen gab der Gesamtbörse etwas Anregung, da sich in dem großen Zeichnungs­erfolg eine Besserung des deutschen Kapitalmarktes in den letzten Jahren widerspiegelt. Deutsche Ren­ten wurden zunächst infolge der Geschäftsstille kaum beeinflußt und wiesen nur minimale Kursverände­rungen auf. Zinsoergütungsscheine bröckelten leicht ab auf 90,90 (90,95), dagegen blieben späte Reichs­schuldbuchforderungen weiter gefragt zu unv. 97,40. Kommunal-Umschuldung lagen unverändert.

An den Aktienmärkten ergaben sich durch­schnittliche Gewinne von 0,50 bis 1 v. H. Stark be­festigt waren Conti Gummi auf die Ausfuhrerfolge im ersten Halbjahr 1935 mit 161,25 (158). Linoleum- werte wurden von der Dividendenerklärung im Linoleum-Konzern beeinflußt und gewannen bis 1,75 v. H. Fest lagen außerdem ohne besondere Ur­sache Gebr. Junghans mit 89,75 (87,50). Am Elek- iromarkt waren AEG. stärker erhöht auf 42,25 (40,75), ebenso Siemens auf 187,65 (185,50), im übrigen zogen hier die Kurse bis 1 v. H. an, ins­besondere Tarifwerte. IG. Farben gewannen bei etwas größeren Umsätzen 0,40 v. H. auf 159,90. Montanwerte wurden stark vernachlässigt und lagen größtenteils nur knapp gehalten, nur Mansfelder Bergbau waren gesucht und etwa 1,75 v. H. höher, andererseits büßten Klöckner 0,75 v. H. und Hoesch 0,25 v. H. ein. Von sonstigen Werten eröffneten Reichsbank fest mit 189,40 (188), Deutscher Eisenhan­del mit 110 (108,50), ferner lagen Hapag 0,40 v. H., Daimler 0,50 v. H., AKU. 0,13 v. H. und Deutsche Erdöl 0,25 v. H. fester. Etwas niedriger setzten Aschaffenburger Zellstoff ( 0,90 o. H.), Eßlingen Maschinen ( 0,13 v. H.), Bank für Brauindustrie (0,25 v. H.) ein. Don Auslandsrenten waren Ungarn weiter fest, 4prozentige Goldrente 10,85 (10,50), 1913er und 1914er gewannen etwa 0,25 vom Hundert.

Im Verlaufe bewegte sich das Geschäft auf allen Marktgebieten in denkbar engsten Grenzen und an­gesichts der starken Geschäftsstille bröckelten die Kurse meist leicht ab. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen etwas uneinheitlich. Fester lagen Holzmann mit 95,50 (94,65), Feldmühle mit 122,50 (122), Goldschmidt mit 112 (111) und Thür. Liefe- rungen mit 124,50 (124), dagegen gaben Berger auf 121 (122), Muag auf 74 (74,75) und Moenus auf 88,90 (89,25) nach. AEG bröckelten auf 41,75 (42.25) und IG. Farben auf 159,75 nach 160 ab.

Der Rentenmarkt lag auch späterhin fast geschäftslos und kursmäßig ohne Aenderung. Höher lagen einige Umtausch-Obligationen, wie 1951er Stahlverein mit 95,50 (95) und 4,5prozentige Stahl­verein mit 94,13 (94), 6 v. H. RM.-Stahlverein gaben auf 102,13 (102,25) nach. Am Kassamarkt waren kurz- und mittelftistige Papiere etwas gesucht

und fester. Der Pfandbrief markt lag ruhig und zu­meist unverändert, Stadtanleihen notierten unein­heitlich und eher etwas niedriger. Von fremden Werten Anatolier I und II 40,35 (40,25).

Von unnotierten Werten stiegen Verein. Deutsche Metallwerke auf 130,50 (129), Wayß und Freytag auf 95 (94), Kleyer auf 105,50 (104,50).

Tagesgeld wieder leichter mit 2,75 (3) v. H.

Abendbörfe behauptet.

Die Abendbörse nahm angesichts des herrschenden Auftragsmangels einen ruhigen Verlauf. Die feste Grundtendenz blieb aber bestehen und auch die Kurse lagen im allgemeinen behauptet. Nur hier und da ergaben sich Veränderungen um Bruchteile eines Prozentes nach beiden Seiten. Etwas Nach­frage verzeichneten noch Autowerte, Daimler 100,25 (100,50), Adlerwerke Kleyer 106 (105,50). Ferner erhöhten sich Deutsche Linoleum auf 160 (159,50). Elektraaktien bröckelten mit Ausnahme von AEG. (42) durchweg um 0,13 bis 0,25 v. H. ab, RWE. gaben 0,40 v. H. nach auf 138 und Schuckert 0,65 v. H. auf 129,50. Siemens waren dagegen mit 187 (186,75) etwas höher. Südd. Zucker stiegen auf 203 (202). Montanpapiere lagen knapp gehalten, ferner gingen IG. Farben nach behauptetem Be­ginn (159,90) auf 159,75 zurück. Großbankaktien notierten je 0,13 v. H. freundlicher, Commerzbank 90,75, DD.- und Dresdner Bank je 90,40. Im übri­gen lagen Kassawerte geschäftslos.

Der Rentenmarkt verzeichnete nur wenig Kurs­notierungen, Altbesitz bröckelten gegen den Berliner Schluß 0,13 v. H. ab auf 111,65. Etwas höher lagen IG. Farben-Bonds mit 132 (131,65). Von Aus­landsrenten gingen Ungar. Goldanlerhe auf 10,50 (10,75) zurück. 3,50 v. H. Schweizer Bundesbahn blieben mit 172 unverändert.

U. a. notierten: Altbesitz 111,65, IG. Farben- Bonds 132, 5,50 v. H. Rhein. Hyp. Liquid. 101,50, 4 v. H. Ungarn Gold 10,50, 4 v. H. Rumänen 5,13, 3,50 v. H. SBB. 172, Commerzbank 90,75, DD.-Bank 90,40, Buderus 107,90, Harpener 117,50, Klöckner 101,50, Mannesmann 93,50, Rheinstahl 116,50, Stahlverein 87, AKU. 63,40, AEG. 42, BMW. 128, Bekula 141,50, Conti Gummi 160,75, Daimler 100,25, Deutsche Erdöl 114,65, Scheide­anstalt 240, Deutsche Linoleum 160, Deutsche Stein­zeug 120,50, Licht & Kraft 137,75, IG. Farben 159,90 bis 159,75, Geftürel 131,75, Goldschmidt. 112, Holzmann 95, Junghans 90, Lindes Eismaschinen 131, Metallgesellschaft 114,25, Moenus 89, Rheag 145, RWE. 138, Schuckert 129,50, Siemens 187, Waldhof 120, Südd. Zucker 203, Reichsbahn-VA. 123,75, AG. für Verkehrswesen 87,75, Norddeut­scher Lloyd 18.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 12. Aug. Am Großmarkt für Getreide und Futtermittel blieben Futtermittel aller Art stark gefragt, insbesondere hochwertige Mischfutter. Boll- und Nachmehle zogen im Preise an. Kleie war wegen des schwachen Mehlgeschäfts kaum angeboten. Von Futtergetreide fehlte Futter- gerfte vollkommen, während sehr starke Nachfrage bestand. Neuer Hafer war noch ohne Geschäft, alter Hafer liegt wegen des hohen Preises gegenüber dem bald zu erwartenden neuen Hafer vernach­lässigt. Industriegerste war stärker an geboten. Brau­gerste hatte bis jetzt nur kleines Geschäft. Am Brot­getreidemarkt wird Kontingents-Weizen für Liefe­rung ab 16. August bis Ende September von den Mühlen verhältnismäßig gut ausgenommen, da­gegen findet das stärkere Roggenangebot kaum In­teresse. Mehle liegen weiter still, es wird zu Tages­preisen nur der dringendste Bedarf gedeckt. Auch Raggenmehle waren kaum gefragt, obwohl jetzt die ab 15. August gültigen Preise bekanntgeworden sind; man wartet allgemein ab.

5,

je

96, davon 16 Ochsen, 3 Bullen, 59 Kühe und 18 Färsen. Schafe 8. v E._ _

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 544 Viertel Rindfleisch, 84 ganze Kälber, 11 ganze Hämmel, 349 halbe Schweine. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 7680, c) 6674, Bul­lenfleisch b) 7078. Kuhfleisch b) 6068, c) oO bis 60. Färsenfleisch b) 7680, c) 6674. Kalb­fleisch b) 7484, c) 6872. Hammelfleisch b) 75 bis 78. Schweinefleisch b) 7580. Fettwaren. Speck hiesiger Schlachtung, roh unter 7 Zentimeter 7580, Flomen 8083. Geschäftsgang: nut Aus­nahme von Schweinefleisch ruhig.

Ankauf volljähriger hessischer Pferde für den Truppendienst.

LPD. Zum Ankauf von warmblütigen volljähri­gen Reit- und Zugpferden sollen, wie amtlich mit­geteilt wird, im Freistaat Hessen die nachstehenden öffentlichen Märkte abgehalten werden:

am 16. August, 11 Uhr, in Alzey,

17. Oktober, 9 Uhr, in Darmstadt,

24. 11 Utjr, in Staufenberg,

25. 9 Uhr, in Alsfeld.

Beim Ankauf werden die Anforderungen zugrunde- gelegt, die für den Remonteankauf maßgebend sind. Da die Pferde für den sofortigen Truppengebrauch erforderlich sind, wird allgemein ein scharfer Maß­stab angelegt werden. Schimmel und tragende Stuten sind vom Ankauf ausgeschlossen.

Die angekauften Pferde werden sofort abgenom­men und den Truppenteilen unmittelbar überwiesen. Die Bezahlung erfolgt gegen Quittung mittels Scheck. Der Verkäufer ist verpflichtet, jedem verkauften Pferd eine neue, starke rindlederne Trense mit glattem, starkem, einfach gebrochenem Gebiß mit zwei mindestens zwei Meter langen Stricken unent­geltlich mitzugeben. Die Verkäufer werden ersucht, die Schweife der Pferde nicht übermäßig zu be­schneiden und die Schwanzrübe nicht zu verkürzen.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M 12. August. Auftrieb: Rinder 1092 (gegen 760 am letzten Montagsmarkt), darunter 163 Ochsen, 91 Bullen, 479 Kühe, 359 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 1 Ochse, 3 Bul­len, 7 Kühe, 5 Färsen. Kälber 437 (348), Schafe 33 (33), Schweine 2812 (3666). Notiert wurden vro 1 Ztr. Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 (am 5. August 42), b) 41-42 (42), c) 3740 (39-41), d) 3336 (3238). Bullen a) 42 (42), b) 4142 (42), c) 3940 (4142), d) 3538 (3840). Kühe a) 4042 (42), b) 3439 (3641), c) 2733 (2835), d) 2026 (2227). Färsen a) 42 (42), b) 40 bis 42 (4142), c) 3639 (4041), d) 3135 (3639). Kälber Sonderklasse, andere a) 6567 (6567), b) 5864 (5764), c) 5057 (5056), d) 4249 (4048). Lämmer und Hämmel b2) Weidemast 3840 (3940). Schafe nicht notiert. Schweine al) 54 (54), a2) 54 (54), b) 54 (54), c) 54 (54), d) 54 (5354) 3/4) (5054). Sauen 0) 54 (54), §2) (5053). Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, Ueberftanb. Kälber rege, ausverkauft. Hämmel und Schafe ruhig, Ueberftanb. Schweine sehr flott, ausverkauft. Ueberftanb: Rinber

Es notierten: Weizen W 9 210, W13 214, W16 218; Roggen R12 160, R15 163, R18 167, R19 169, Großhanbelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets; Hafer H 13 170, H 14 172 ab Station. Bei Wafferverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr; Weizenmehl W13 27,70, W 16 28,15; Rog- aenmehl Type 997 R 13 23,80, Type 815 R 13 24,30, Type 997 R15 24,20, Type 815 R15 24,70, plus 50 Pf. Frachtausgleich; Weizennachmehl 17,25, Wei­zenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W13 10,92, W 16 11,13, Raggenkleie R 13 10,20, R 15 10,44, Mühlen­preise ab Station. Trockenschnitzel 10,25, Weizen- unb Roggenstroh, brahtgepreßt ober gebünbelt, 2,40 bis 2,50. Kartoffeln: gelbfleischige lange c runbe 4,60, weißfleischige, rot- unb blauschalige 4,20, alles hiesiger Gegenb. Tenbenz stetig.

Der deutsche Außenhandel

nach Erdteilen und Ländern im ersten Halbjahr 1935.

Fwd. Die Gesamteinfuhr war im ersten Halbjahr 1935 um 7,5 v. H. niedriger, als in der gleichen Dorjahreszeit. An der Abnahme waren fast ausschließlich überseeische Länder beteiligt. Während der Warenverkehr aus Ueberfee um 28,8 v. H. zu- rückging, nahm er aus Europa um 7,7 v. H. zu. Die Steigerung der Einfuhr aus Europa entfällt allein auf das erste Vierteljahr, im zweiten Viertel­jahr ist gegenüber dem gleichen Vorjahresabschnitt auch bei der europäischen Ländergruppe eine Ab­nahme der Einfuhr (minus 5,6 v. H.) zu verzeich­nen. Umgekehrt hat sich der Rückgang der Einfuhr aus Ueberfee im zweiten Vierteljahr verlangsamt. An der Steigerung der Einfuhr aus Europa vom ersten Halbjahr 1934 bis zum ersten Halbjahr 1935 war die Mehrzahl der Länder beteiligt. Zugenom­men hat im Zusammenhang mit dem Ausfall der Futtermittelernte des Vorjahres die Einfuhr aus Sowjetrußland, Dänemark, Norwegen unb Jugo­slawien. Beträchtlich höher jeboch war der Waren­bezug aus Schweben, Rumänien, Frankreich, Italien unb der Schweiz, aus denen hauptsächlich mehr Roh­stoffe eingeführt wurden. Außer den vorgenannten Ländern, mit denen fast durchweg Verrechnungs­abkommen bestehen, hat die Einfuhr auch aus Großbritannien und Spanien zugenommen. Gesun­ken ist in der Hauptsache nur die Einfuhr aus den Niederlanden, Belgien-Luxemburg, der Tschechoslo­wakei, Litauen und Griechenland. Im Warenver­kehr mit Ueberfee war der Einfuhrrückgang gegen­über den USA. mit 135,4 Millionen Mark weitaus am größten. Gestiegen ist die Einfuhr nur aus we­nigen Ländern, und zwar in erster Linie aus Bra­silien und der Türkei.

Die Ausfuhr war im ersten Halbjahr 1935 um rund 6 v. H. geringer als im Vorjahre. Der Ab­nahme im Warenverkehr mit Europa um 11,6 v. H. tanb dabei eine Zunahme der Ausfuhr nach Heben ee um 13,2 v. H. gegenüber. Der Anteil von Heber» ec am reinen Warenverkehr erhöhte sich dadurch von 22,8 v. H. im ersten Halbjahr 1934 auf 27,5 v. H. im ersten Halbjahr 1935. Innerhalb Europas ist die Ausfuhr verhältnismäßig am stärksten nach Sowjetrußland zurückgegangen (minus 54,4 v. H.). Absolut waren die Abnahmen jeboch im Verkehr mit den Golbblockländern (Nieberlanbe minus 61,8, Frankreich minus 31,4, Schweiz minus 28,8 Mill. Mark) am größten. Diese Abnahmen traten über­wiegend im ersten Vierteljahr 1935 ein. Von April bis Juni sind die Rückgänge durchweg geringer, teil­weise lag die Ausfuhr im zweiten Vierteljahr über dem Stand des gleiechen Vorjahresabschnittes. Zu­genommen hat der Warenabsatz insbesondere nach den ost- und südosteuropäischen Ländern. Im Wa­renverkehr mit Ueberfee hat die Ausfuhr nach der Mehrzahl der asiatischen Länder zugenommen. Ge­

stiegen ist insbesondere der Absatz nach der Türkei (plus 30,5 v. H.), China (plus 26,1 v. H.)und Bri» tifch-Jndien (plus 8,9 ,v. H.). Auf dem amerikani­schen Kontinent hat die Ausfuhr nur nach süd- unb mittelamerikanischen Ländern zugenommen. Beson­ders erhöht war der Absatz nach Brasilien unb Chile. Rückläufig waren die Bezüge Argentiniens, Uruguays und in Nordamerika der USA und Ka­nadas.

Die Handelsbilanz schließt im ersten Halb­jahr 1935 mit einem Einfuhrüberschuß von 164,6 Millionen Mark gegen 214,2 Millionen Mark im ersten Halbjahr 1934 ab. Die Aktivierung (Ab­nahme des Passiosaldos) wurde im Warenverkehr mit Ueberfee erzielt. Während die Handelsbilanz mit dieser Ländergruppe im ersten Halbjahr 1934 mit 635,5 Millionen Mark passiv war, betrug der Einfuhrüberschuß von Januar bis Juni 1935 nur 308,1 Millionen Mark. Im Warenverkehr mit Europa hat sich der Ausfuhrüberschuß erheblich verringert, der im ersten Vierteljahr vorhandene Passivsaldo ist jedoch verschwunden.

Von einer Windhose in den Vhein geschlendert und ertrunken.

Worms, 12. Aug. (LPD.) Wie der Polizei­bericht meldet, forderte eine Windhose im An­schluß an ein schweres Gewitter, bei dem u. a. in Roxheim einstöckige Notwohnungen zerstört und gefährdete Wohnungen wegen Einsturzgefahr ge­räumt werden mußten, auch ein Opfer auf dem Rhein. Mit ihren Eltern weilte die siebenjäh­rige Veronika Keßler aus Neckargemünd auf einem zu Berg fahrenden R h e i n k a h n. Sie wurde bei dem Unwetter aus dem Kreise der Freunde mit dem Dach der Schifferhütte emporgeriffen und in den Rhein g e schleudert. Obwohl ein Schiffer trotz der Ge­walt des Wetters dem Kinde nachsprang, konnte dieses den Fluten nicht entrissen werden. Seine Leiche wird noch gesucht. Bei der gleichen Wind­hose wurden im Ried viele Fenster eingedrückt, Bäume entwurzelt und Lichtleitungen zerstört. Bei Bürstadt ist bas Obst fast restlos abgeschüttelt worben.

Wasser auf Obst führt zum Tod.

LPD. P f u n g ft a b t, 12. August. Der Schü- ler Walter Steinmetz hatte Pflaumen ge- g e f f e n unb bei dem heißen Wetter kurz darauf Wasser getrunken. Schnell stellten sich starke Schmerzen ein, der Junge wurde sofort nach Darm- stabt ins Krankenhaus transportiert, wo er jedoch trotz aller ärztlicher Kunst unter großen Schmerzen starb.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejch lossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a.M.

Berlin

Jronffurt a. M

Berlin

Schluß- furd

Schluß!. Abend» bärfe

Schluß« kurs

Schluß». Mittag« hörte

Schluß« furd

Gchlußk. Abend« börse

Schluß­kurs

Gchlußk. Mittag«

Oatum

10.8.

128

10-8

12.8.

Datum

10 8

12.8.

10-8

12.8.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1984 6Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit

AuSlos.«Rechten .............

97,5 103

11.75

100,4

98

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101

93

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115,5

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101,25

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97 107,3

29 1,45 10,5 10,5 10,5 11,9

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111.65

100,4

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93

128,5

115,65

96,65

101,13

101,5

97

97

107,3

30

1,45

10,5

10,5

10,65

11,9

101,13

98

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100,4

97,5

115,5

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97

97

107,3

30,5

1,5

10,7

10,6

10,7

11,75

101,25 98,13

104

111,75

115,5

101,9

97

97 107,3

31,5

1,7 10,75

10,6 10,8

4% desgl. Serie II ............

11,75

6,13

8,65

5,2

40,25

16,5

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87,65

119,5

90,5

90

90,25

188

40,75

142,25

119

137

109,25

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142,75

137,65

129,5

185,5

137,5

107,25

114,5

117,5

105,5

175

133,25 102

93,5

11,75

6,25

8,65

5,13

40,5

16,9

18

87,75

119

90,75

90,4

90,4

189,4

42

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119,25

137,75

109

131,75

145

138

129,5

187

137,75

107,9 114,65

117,5

105

175

132,5

101,5

93,5

6,4

8,5

5,2 40,25

16,65

28,25

17,9

87,5

119

90,5

90

90,25 188,25

40,9 141,13

118,9

137 109,25 130,5

144

137,75 129,65 185,75 136,75

107,5 114,75

117,4

105,5

170 133,25 101,75

93,65

6,2

8,7

5,2

40,6

16,65

27,5

18,25

87,5

119,5 90,75

90,25

90,25

189

42

141,65

119 138

109,5

132

145,5

138,4

130,13 186,75

137,75

108 114,5

117,75 105

133

101,5 93,75

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.l913

4% Rumänische vereinh. Rente .. 2^4% Anatolier

41/l% Deutsche Reichspostschatzan.

Weisungen von 1934, 1.......

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........o

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bonk ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank...... o

Reichshank ....... n?

A.E.G......................o

Bekula.................... io

Elektr. LieferungSgekellschaft... 6 Licht und Kraft ........... gy,

Felten & Guilleaume......... 0

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 5

Rhein. Wests. Elektr..........6

SchuckertLCo.......... 4

Siemens & Halske............7

LahmeyerLCo........... 7

6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ............

4K% ehern. Hessische LandeSbank Darmstadt Gold R. 12.......

bVi% ehern. Hess. Landes-Hypo« thekenbank Darmstadt Lioui ...

4ki% ehem. 8% Darmsi. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

*¥t% ehe m.8% Fraists.Hhp.«Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

ifc% ehem. 4y,% Franks. Hyp^

Bank»Ligu.»Pfandbriefe.......

6¥i% ehem. 4y,% Rheinische Hyv.-Bank-Liau.-Goldpfe.....

4y;% ehern. 8% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4H% ehern. 7% Pr. LandeSpfand-

vriefanst., Gold Komm. Chi.VI Steuergutich.Berrechnungsk. 85-89

4% Oesterretchtsche Goldrente....

4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische ©olbrente .......

Buderus .......... O

Deutsche Erd«...............

Gelsenkirchener........... 0

Harpener .................. O

Hoesch EisenKöln-Neueste« .. O

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........8

Klöcknerwerke .............

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4y,% desgl. von 1918..........

6% äbgest. Goldmerikaner von 99

4% Türkische Bagd<u>bahn.Anleihe

Serie l.....................

Frankfurt a. M.

Bersin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend­börse

Schluß« kurs

Schluß!. Mittag» börse

10.August

12. August

Amiliche Notierung

Geld | Brief

Datum

10.8.

12.8

10.8.

12 8-

Geld

»rief

Mansfelder Bergbau......... 8

Kokswerke .............. 6

Phönix Bergbau............. O

Rheinische Braunkohlen .....12

Rhetnstahl ................ 8y,

Bereinigte Stahlwerke........ 0

Ctavt Minen ...............O

Kaliwerke Aschersleben........ 5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%

3. G. Färben-Industrie ....... 7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................O

Rütgerswerke ............... 4

MetaUgeiellschaft............. 4

Philipp Holzmann ...........O

Zementwerk Heidelberg ......5

Cementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Pa-enhoser ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg...................O

Zellstoff Waldhos ............O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ......... 7

Daimler Motoren....... O

Deutsche Linoleum ......... 6

Orenstein L Koppel ..........O

Westdeutsche Kaufhof.........O

Chade................. 0

Accu mu I atoren-Fabrik....... 12

Conti-Gummi .............. 8

Griyner....................q

Mm.Urastwerke Höchst 4

Süddeutscher Zuck« ......... fl

117,25

225,25

116,65

87,25

17,9

159,5

240

111

120,5

115

94,65

123

133

63,65

118,25

119,5

90

98,5

157,25

29,5

Ä

I 36i!

1 198

118,5

225

116,5

87

18

135,5

159,75 240

112

114,25

133

63,4 118 120

89,5

100,25 160

30,13 286 185

160,75

36,25

101,5 203

117,9 122,4

224,75 116,4

87,13

18 135,13 130,5

199,75

159,5

111 120,75 113,65

112

63,5 118,25 119,25

90 135,75 98,25

157

88,65 30,13

286,75

160

2

188

118 122,75

225 116,75

87 18

136 130,5 200,25

159,9

112

120,9 114,5

95

112,65 63,25

119,9

89,5 136,75

100,5 159,5 89,13

30,4 286 175,25

160

37,4

20

Buenos Sitte- Brüssel .... Rio de Ian. Sofia.....

Kopenhagen Danzig ....

London.... HelsingforS. Paris .....

Holland ... Italien ....

Japan .....

Ingoilawten Oslo.....

Wien......

Lissabon ... Stockholm.. Schweiz ...

Spanien...

Prag......

Budapest .. Neuyork ...

0,663 41,89 0,139 3,047 54,96

46,93 12,31

5,425

16,415

167,58

20,33 0,724

5,684

61,87 48,95

11,16 63,46

81,12 34,03

10,29

2,479

0,667

41,97

0,141

3,053

55,08

47,03

12,34

5,435

16,455

167,92

20,37

0,726

5,696

61,99

49,05

11,18

63,58

81,28

34,09

10,31

2,'83

Banfnoten.

0,663 41,87 0,139 3,047

54,96 46,93

12,31 5,425

16,415

167,58

20,33 0,724

5,684

61,87 48,95

11,16 63,46

81,14 34,01

10,29

2,478

0,667 41,95 0,141 3,053 55,08 47,03 12,34

5,435

16,455 167,92

20,37 0,726 5,696 61,99 49,05 11,18

63,58 81,30 34,07 10,31

2,482

Berlin,12.August

Geld

Sriej ~

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten ...............

Englische Noten ......... .......

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, 4 IOC Schilling Rumänische Noten......... .....

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Rete* ................

2,43

41,72

54,91

12,275

16,365

167,16

19,46

61,66

63,24

80,91

33,65

2,45 41,88 55,13 12,315 16,425 167,84

19,54 61,90

63,50 81,23

33,79