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B e rli n, 12. Juni. (DNB.) Die am Dienstag im Reichsanzeiger veröffentlichte vierte Liste der Aus - üraerung staatsfeindlicher Emigran- e n hat folgende Begründung erhalten.
hänge von nationalen und sozialen Voraussetzungen ab und sei in Blut und Charakter des Volkes begründet. ,,, . , .
Die atigemeitfe Wehrpflicht in Deutschland fei ausschließlich ein Wittel zum Schuh und zur Verteidigung der eigenen Grenzen.
Ein Berufsheer widerspreche dem innersten Wesen des deutschen Volkes. Die allgemeine Wehrpflicht dagegen sei gleichzeitig eine Schule für die Nation, in der Disziplin, Kameradschaft und praktische Volksgemeinschaft gelernt und der Charakter der jungen Generation geformt werde.
Generaloberst von Blomberg sprach die Ueberzeugung aus, daß die deutsche Wehrmacht sich des Vertrauens ihres Schöpfers, des Führers des neuen Deutschlands, würdig erweisen werde.
Nationalsozialistischer Geist und echte Volks- gemeinschast würden in der allgemeinen Wehrpflicht, die auf der Grundlage des nationalsozialistischen States aufgebaut werde, zur herrschenden Geltung gelangen. Das Heer diene der Gegenwart und betrachte sich als Wegbereiter der deutschen Zukunft.
Der Beschluß Hitlers, den Weg für die allgemeine Wehrpflicht freizumachen, sei die Erfüllung des Wortes des verewigten Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten: „Der Dienst im Heere ist ein Ehrendienst am deutschen Volke!"
Der Sinn der allgemeinen Wehrpflicht
Erklärungen des Reichskriegsministers an eine schwedische Zeitung.
l i t i k Stellung. Er ging zunächst nochmals auf die Abwertung des Danziger Gulden, sowie auf die Anfang Juni erfolgte neue Attacke auf die Danziger Währung ein. Er betonte gegenüber falschen Ge- rüchten, daß Polen in keiner Weise die Absicht aum Ausdruck gebracht habe, eine Unifizierung der Währungen zu verlangen.
wenn bestimmte kreise es gerne sehen würden, wenn gerade eine nationalsozialistische Regierung die Eigenstaatlichkeit Danzigs gegen Silberlinge verkaufen würde, so halte sich die Danziger Regierung an den im Danziger Rathaus angebrachten Spruch „Die goldene Freiheit ist für kein Geld verkäuflich." Sie fei fest entschlossen, den Danziger Staatsbürgern ihren Danziger Gulden zu erhalten. Die Danziger Regierung habe sich nur ungern zur Einführung der Devisenbewirtschaftung entschlossen, da diese für die Freie Stadt Danzig als Hafen, und Umschlagsplatz zwangsläufig auch erhebliche wirtschaftliche Nachteile mit sich bringe. Jetzt gelle es, durch eine planvolle Dlrlschafts-, Währungs- und Finanzpolitik für die Danziger Währung wieder ein festes Fundament zu schaffen, koste es, was es wolle. Der Danziger Senat wisse sich mit der polnischen Regierung darin einig, daß ein Abgleiten des Danziger Gulden auch für Polen fchwerwiegende wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen müßte.
Das Sparprogramm der Danziger Regierung
Erklärungen des Senatspräsidenten vor dem Dolkstag.
Deutschland.
2. Bertold (Bert) Brecht, marxistischer Schriftteller, der in der Nachkriegszeit durch seine tendenziösen Theaterstücke und Gedichte für den Klassen- kampf Propaganda machte. Nach der nationalsozialistischen Erhebung sind in der Emigrantenpresse und in Broschürenform zahlreiche deutschfeindliche Artikel und Gedichte von ihm erschienen. Seine Machwerke, in denen er u. a. den deutschen Front- oldaten beschimpft, zeugen von niedrigster Gesinnung.
3. Dr. Isaak David Briszyner, ein naturali- ierter Ostjude, der in Deutschland als Arzt eine gutgehende Praxis gefunden hatte. Nach der nationalen Erhebung ging er nach Lettland und beteiligte sich insbesondere durch Veröffentlichungen in dem Hetzblatt „Europa-Ost" an den deutschfeindlichen Umtrieben gewissenloser Emigranten.
4. Dr. Hermann B u d z i s l a w s k i, jüdischer Redakteur, wirkte früher an Skandalblättern mit, wie „Nachtexpreß" und „Tribüne". Jetzt ist er Hauptschriftleiter der in Prag und Zürich erscheinenden berüchtigten Wochenschrift „Die neue Weltbühne", in der von ihm am laufenden Band Hetzartikel erscheinen.
5. Peter Bussenmeyer, war früher Redaktionsmitglied der „Frankfurter Zeitung" und betätigte sich vor dem Umschwung in staatszersetzendem Sinne in der Kommunistischen Partei. Er ging nach Südamerika und wurde von dem deutschfeindlichen „Argentinischen Tageblatt" in Buenos Aires ausgenommen. In seinen Zeitungsartikeln streut er Verleumdungen und entstellende Nachrichten über die kulturellen und politischen Bestrebungen Deutschlands aus.
6. Siegmund Crumenerl, Funktionär der ehemaligen SPD., hat seinen Sitz nach Prag verlegt und treibt von dort aus als Propagandist Landesverrat gegen Deutschland.
7. Gustav Fehrl, ehemaliger Reichstagsabgeordneter und zweiter Bundesvorsitzender des ehemaligen „Reichsbanners". Er beteiligt sich an führender Stelle an der Hetze der Emigranten gegen das Reich und schreibt gehässige Artikel für die Emigrantenpresse.
8. Dr. Nachum G o l d m a n n, Ostjude, ist 1920 in Deutschland eingebürgert worden. Nach der nationalen Erhebung verließ er Deutschland und trat als Vertreter internationaler jüdischer Jnteressen- verbände in zahlreichen Versammlungen als Hetzredner gegen Deutschland auf. Insbesondere macht er für den Boykott deutscher Waren Propaganda.
9. Max Gruschwi-tz ist von früher her als Herausgeber eines Breslauer Skandalblattes und durch den 'häufigen Wechsel seiner politischen Gesinnung bekannt. Er wanderte nach Oesterreich aus und betätigte sich gegen Deutschland als Journalist und Verfasser von Rundfunkoorträgen.
10. Eduard Wilhelm Gustav Günther, genannt Albert Günther, der sich in Paraguay aufhält, treibt gehässige Propaganda gegen Deutschland und läßt keine Gelegenheit oorübergehen, ohne die neue deutsch Staatsform und ihre Führer verächtlich zu machen. Sein staatsfeindliches Treiben hat unter den Deutschen in Südamerika erhebliche Unruhe verursacht.
11. Dr. Kurt häntzschel, Exponent früherer linksdemokratischer Kreise und ehemaliger leitender Ministerialbeamter. Nach feifler Entlassung aus dem Reichsdienst wurde er „politischer Direktor" beim „Neuen Wiener Journal", einem Blatt, das während der Zeit, als häntzschel dort seine Tätigkeit ausübte, in den politischen Leitartikeln besonders gehässige Angriffe gegen Deutschland richtete.
12. Dr. Werner Hegemann hat in der langen Reihe literarischer Schädlinge nach 1918 mit an erster Stelle gestanden. Seine angeblich geschichtskritischen Schriften gehen auf eine Herabsetzung und Beschimpfung der deutschen Geschichte aus. Nach der nationalsozialistischen Revolution hat sich Hegemann in den Dienst der Emigrantenhetze gestellt.
13. Dr. Rudolf hilferding, in Wien gebürtiger Jude, wurde 1920 in Deutschland eingebürgert und von den marxistischen Parteien zum Reichs- ’ und Staatsminister erhoben. Nach der nationalsozialistischen Revolution begab er sich ins Ausland. ; Er gehört zum Führerkreis der emigrierten SPD. , in Prag, der als Mittelpunkt der Hetze gegen das
Stockholm, 12. Juni. (DNB.) Unter der Überschrift „Der Dienst im Heere ist ein Ehrendienst am deutschen Volke. — Die Einführung der Wehrpflicht ist keine Erhöhung der Kriegsgefahr" veröffentlicht „Nya Daglight Allehanda" eine längere Unterredung mit dem Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg. Danach erklärte der Reichskriegsminister u. a., der Sinn der allgemeinen Wehrpflicht, die am 16. März in Deutschland eingeführt worden sei, liege darin, daß das deutsche Volk nunmehr in seiner Gesamtheit die Verteidigung seiner Ehre und Sicherheit auf sich genommen habe. Diese Entscheidung habe einer Entwicklung entsprochen, die für alle offensichtlich und darum keine Ueberraschung gewesen sei.
Trotz des verlorenen Krieges und des darauf folgenden poliiifchen Zusammenbruches sowie des einseitigen Friedensdiklales, das den allgemeinen Waffendienst verboten habe, feien die gesunde Kraft und der gesunde Kern des Volkes ungebrochen geblieben. Und diese Kräfte hätten nunmehr in Adolf Hitlers Reich lebendige Gestalt erhalten.
Der Äteichskriegsminister sprach sodann von dem im Volke wurzelnden und das gesamte Volk umfassenden Wehrgedanken Scharnhorsts, der nirgends so wie in Deutschland zum Volks- bewußt sein geworden sei. Eine Wehrordnung
1. Max Abraham, ein jüdischer Kantor und rühriges Mitglied früherer marxistischer Kampfverbände. Noch nach der nationalen Erhebung, am 26. Juni 1933, fiel er einen SA.-Angehörigen in der Dunkelheit an und verletzte ihn. Er kam daraufhin ins Konzentrationslager und wurde vom Schöf- engericht wegen gefährlicher Körperverletzung mit echs Monaten Gefängnis bestraft. Nach Verbüßung der Strafe ging er ins Ausland und verfaßte dort eine Broschüre mit dem Titel „Juda verrecke. Ein Rabbiner im Konzentrationslager." Die Hetzschrift enthält üble Greuelnachrichten über angebliche Erlebnisse Abrahams im Konzentrationslager, der übrigens nie jüdischer Rabbiner war. Auch in einem ffenttichen Vortrag in Prag hetzte er gegen
neue Deutschland bekannt ist.
14. Dr. Kurt Hiller, jüdischer Schriftsteller, desertierte aus dem deutschen Heeresdienst. Im Ausland verbreitete er durch laufende Veröffentlichungen in der Prager Hetzzeitschrift „Die neue Welt- bühne" die niedrigsten Verleumdungen über Deutschland.
15. Werner Hirsch spielte in der Nachkriegszeit eine Rolle als kommunistischer Agitator und verantwortlicher Redakteur verschiedener kommunistischer Zeitungen, insbesondere als Redakteur der Berliner „Roten Fahne". Jetzt tritt er in Rußland als einer der größten Hetzer gegen Deutschland auf. Er schreibt über seine Erlebnisse in Deutschland lügenhafte Zeitungsartikel und Broschüren.
16. Dr. Max hodann war früher Assistenzarzt des inzwischen verstorbenen Dr. Magnus Hirschfeld und betätigte sich in gleichem Sinne als Perkünder sexualer Irrlehren, die auf eine Demoralisierung des deutschen Volkes und besonders der deutschen Jugend hinzielten. Besonders volksschädigend wirkten sich feine zahlreichen Vorträge in Stadt und Land gegen den Geburtenzwang, sowie sein Einsetzen für die Straffreiheit der Abtreibung aus. Jetzt schreibt er Hetzartikel für die Emigrantenpresse und hält deutschfeindliche Vorträge. Seine pseudowissenschaftlichen Vorträge stoßen auch im Ausland auf schärfsten Widerspruch.
17. Karl Höltermann, der ehemalige Reichsbannerführer, ist im Ausland und — während der Abstimmungszeit — auch im Saargebiet als Or-
von Gestrüpp verborgen blieben. Denn die Franzosen, die als Frontsoldaten den Weg nach Berlin gefunden haben, sind zuhause nicht eben mit großen Ehren aufgenommen worden.
Um so erfreulicher ist es, daß nun der englische Kronprinz grundsätzlich seiner Ansicht Ausdruck verleiht, daß gerade die ehemaligen Frontkämpfer am besten geeignet seien, den Weg zueinander zu finden. Denn, so steht am Rande zu lesen, sie alle haben es ja erfahren, wie ritterlich der andere kämpfte, was er zu leiden und durchzumachen hatte, und was für ein Kerl er in Wirklichkeit ist. Frontsoldaten brauchen sicb keinen entnervenden Pazifismus vorwerfen zu lassen. Sie wissen, daß sie ihrenMann gestanden haben, und daß sie wieder ihren Mann stehen würden, wenn es sein müßte. Frontkämpfer sein heißt, alles verstehen, aber auch alles verzeihen können.
Die Angehörigen der British Legion, die demnächst in Deutschland weilen werden, werden bei unsalsVortruppderkünftigenFreund- schäft, als eine Art Mission d e s guten Willens, ausgenommen werden. Sie finden ein Land vor, dessen Gebräuche und Einrichtungen ihnen in mancher Hinsicht fremd und ungewohnt Vorkommen werden; genau so, wie wir als Englandfahrer manches ungewohnt finden. Die englischen Frontkämpfer werden sich diese Verschiedenartigkeit der bestehenden Einrichtungen vor Augen halten und weniger das Aeußere, als das Innere ansehen, den inneren Wert, die gute A b - sicht, den gediegenen Zweck dessen, was getan oder gelassen wird.
Es gibt englische Politiker — und auch in den „Times" wurde oft davon gesprochen — die der Ansicht sind, es bestünde alle Aussicht, mit Deutschland zu einem befriedigenden Arrangement zu kommen, aber für eine herzliche Freundschaft werde kein Platz sein, weil zu vieles unausgesprochen und unauslöschbar zwischen beiden Ländern stünde. Nun, wir wollen darüber nicht rechten. Aber es ist noch immer möglich gewesen, zwei verwandte Völker, zwei stammesgleiche und rassisch einheitliche Nationen wieder zusammenzubringen, wenn sie durch widrige äußere Umstände und durch Mißverständnisse auseinandergekommen waren. Denn nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die G e g e n w a r t und noch viel mehr die Zukunft muß in der politischen Rechnung eine gebührende Rolle spielen. Das Dritte Reich ist nicht mehr das Deutschland von 1911, und das Britisch Empire ist nicht mehr das (Staatengefüge von 1914. Ueberall wächst die Iugend heran und verlangt nach neuen Gesichtspunkten, nach neuen Anschauungen und nach neuen L e - bensmöglichkeiten. Zwei so große und starke Volker können es sich nicht leisten, wegen einmal vorgefaßter Meinungen für alle Zeiten gegeneinander zu stehen.
,,News Chronicle" sagt sehr mit Recht: „Die Er- bitetrung, die eine Art von Feindschaftskult zur vaterländischen Handlung gemacht hat, hat an sich niemals unter den Soldaten Wurzel gefaßt." Und wir können hinzu- fügen, daß die Soldaten es auch nicht zugeben würden, daß durch feindselige Einstellung gewisser kleiner Volksteile für die Zukunft der bisherige Zu- stand erhalten bleiben soll.
Großer Eindruck in Ungarn.
Budapest, 12. Juni. (DNB.) Die Aeußerungen des Prinzen von Wales auf der Jahresversammlung der britischen Frontkämpfervereinigung über die Notwendigkeit einer deutsch-englischen Verständigung haben in der gesamten hiesigen Oeffent- lichkeit einen außerordentlich ft arten Gin» druck hervorgerufen. Sämtliche Blätter betonen an leitender Stelle die weittragende außenpolitische Bedeutung der Erklärung des Prinzen von Wales, die hier als eine programmatische Stellungnahme der neuen Regierung Baldwin zu Deutschland angesehen wird. Die Blätter heben hervor, daß die deutsche Regierung im Lause der letzten Monate wiederholt den gleichen grundsätzlichen Gedanken einer unmittelbaren Fühlungnahme der ehemaligen Frontkämpfer -als die beste Grundlage der Völkerverständigung vertreten habe. Diese englische Geste sei um so bedeutungsvoller, als sie nach der Verkündigung des deutschen Wehrgesetzes und gleichzeitig mit den deutsch-englischen Flottenoerhandlungen erfolge.
ganisator der Emigrantenbewegung und Förderer aktiver deutschfeindlicher Bestrebungen hervorgetreten. _
18. Hans Joel, Redakteur, verbreitet Greuel- märchen in Spanien. Wegen seiner politischen Betätigung ist er bereits mit den spanischen Sicher- heitsbehörden in Konflikt gekommen.
19. Friedrich Kummer war Chefredakteur beim Deutschen Metallarbeiteroerband. Nachdem er in Deutschland sein Tätigkeitsfeld verloren hatte, ging er nach Belgien und gründete ein sog „Jn- ormationsbüro", das eine bestimmte Presse mit Lügenmeldungen über Deutschland versorgt. Kummer gehört auch dem Verband der „Deutschen Journalisten im Ausland" an, in dem die führenden Hetzer der Emigrantenbewegung organisiert inb.
20. Kurt Levy, genannt Lenz, jüdischer Schriftsteller, ehemaliger marxistischer Funktionär. Er wanderte nach dem nationalsozialistischen Um- chwung nach Paris aus und schreibt Hetzartikel ür die Emigrantenpresse. Er betätigt sich an führender Stelle in dem sog. „Deutschen Klub" in Jaris, der als Sammelpunkt der Emigrantenhetzer gegen Deutschland anzusehen ist.
21. Heinz Liepmann, jüdischer Schriftsteller, treibt in aller Welt üble Greuelhetze durch seine Schriften und in öffentlichen Vorträgen. In Holland wurde er wegen Beleidigung des verewigten Reichspräsidenten mit Gefängnis bestraft und nach Belgien abgeschoben.
22. Erika Mann, Schwester des Klaus Mann, der wegen seines deutschfeindlichen Verhaltens bereits durch Bekanntmachung vom 1. 11. 1934 der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt worden ist. Erika Mann ist Leiterin eines im Ausland umherziehenden Kabaretts und geistige Urheberin der in. diesem Unternehmen gezeigten würdelosen Darbietungen, die auf eine Verunglimpfung Deutschlands abgestellt sind und schon wiederholt auch bei ausländischen Besuchern scharfe Ablehnung erfahren haben.
23. Dr. Siegfried Marck, Jude, der früher Universitätsprofessor in Breslau war. Er schreibt für die Emigrantenpresse irreführende und herab- etzende Kritiken über die Zielsetzung der deutschen Regierungsmaßnahmen. Besonders ist er durch einen öffentlichen Vortrag in Paris aufgefallen, wo er unter Mißbrauch seines Rufes als ehemaliger deutscher Universitätsprofessor gehässige Angriffe gegen das Reich richtete.
24. Walter Mehring, jüdischer salonbolschewistischer Schriftsteller, schreibt Hetzartikel in der Prager Emigrantenpresse. '
25. Creszentia Mühsam ist die Witwe des aus der Münchener Rätezeit bekannten jüdischen Anarchisten Erich Mühsam. Sie verbreitete in Prag Lügengeschichten über das Martyrium ihres Mannes in deutschen Konzentrationslagern und über feine angebliche Ermordung. Ihre unwahren Berichte gaben der Emigrantenpresse neuen Stoff zur Greuelhetze und wurden unter ihrem Namen auch
Die ausgesioßenen Hoch- und Landesverräter Oie Begründung zur vierten Ausbürgerungs-Liste.
Danzig, 12. Juni. (DNB.) Der Danziger V o l k s t a g trat am Mittwochnachmittag zusammen, um die Erklärung des Senatspräsidenten Greiser über die Maßnahmen der Danziger Regierung entgegenzunehmen.
Senatspräsident Greiser betonte zunächst mit großer Offenheit, daß manche harte Maßnahmen der letzten Zeit van einem Teil der Bevölkerung nicht verstanden worden seien, weil die tieferen Ursachen in der überaus schwierigen Struktur der Freien Stadt Danzig lägen. Politik in der augenblicklichen Situation zu machen, bedeute daher für die Nationalsozialisten und Frontsoldaten an der Spitze des Staates Verzicht auf Po- p u I a r i t ä t und lediglich Hingabe an die Gesamtheit mit der nationalsozialistischen Einstellung des Dienens am Dolksganzen zur Herbeiführung einer gesicherten und besseren Zukunft.
Der Senatspräsident ging dann auf die Außenpolitik ein, wobei er besonders hervorhob, daß neben den völkischen Beziehungen zu Deutschland auch die Beziehungen zum Völkerbund und zur Nachbarrepublik Polen von gegenseitigem Verständnis getragen seien. Der besondere Dank des Senatspräsidenten galt dem hohen Kommissar des Völkerbundes in Danzig, sowie dem ständigen Berichterstatter für Danziger Fragen in Genf, dem englischen Lordsiegelbewahrer» Eden.
Präsident Greiser nahm dann eingehend zur Währungsfrage und zur haushaltpo-
in Broschürenform veröffentlicht.
26. Erich Ollenhauer, Funktionär der SPD., gehört zu den Führern der landesoerraterilchen Bestrebungen in der Emigrantenzentrale Prag.
27. Franz Pfemfert, früher Mitglied der Kommunistischen Reichstagsfraktion, war Herausgeber der Hetzzeitschrift „Die Aktion". Seine Veröffentlichungen zeugen von besonders gehässiger Gesinnung. Die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit wird auch auf die Ehefrau, eine jüdische Schriftstellerin, ausgedehnt, die an den deutschfeindlichen Bestrebungen ihres Mannes maßgebenden Anteil hat.
28. Victor Schiff, im Jahre 1921 in Deutschland eingebürgerter Jude, war Redakteur des Berliner „Vorwärts". Seit der nationalen Revolution steht er im Dienst deutschfeindlicher Blätter und zieht in seinen Artikeln in verlogener Weise die Bestrebungen Deutschlands'in den Schmutz. Er tritt gelegentlich auch als politischer Hetzredner aus.
29. Josef Schneider, kommunistischer Schrift- steller und ehemaliger Adjutant von Max Holz. Er hält sich in Moskau auf und verfaßt Hetzschriften. Auch in diesem Falle ist Veranlassung gegeben, die Aberkennungsmaßnahme auf die Ehefrau zu erstrecken. ,pi.f, _,
30. Artur Seehof, kommunistischer Schriftsteller, Jude, ist Mitarbeiter an verschiedenen deutschfeindlichen Zeitschriften. Die gegen den Friedenswillen Deutschlands gerichteten Verdächtigungen machen seine oölkeroerhetzende Tätigkeit besonders verwerflich. , .
31. Justin Steinfeld, ebenfalls ludisch-kom- munistischer Schriftsteller, der fortlaufend hetz- artikel für die Emigrantenpresse schreibt.
32 Paul Westheim, jüdischer Journalist, be- faßt sich besonders damit, in der Emigrantenpresse an der deutschen Kulturpolitik in herabwürdigender und zersetzender Weife Kritik zu üben.
33. Dr. Friedrich Wolf, jüdischer Arzt und Kommunist, hat einen „Aufruf an die Saarbevolke- rung" für die Prager Zeitung „Gegenangriff ver- fafct; der schwerste Beschimpfungen Deut chlands enthält. Auch in anderen Emigrantenzeitschriften sind Hetzartikel von ihm erschienen.
34. Dr. Artur Wolff, jüdischer Rechtsanwalt, der sich früher in der Hauptsache als Verteidiger kommunistischer Verbrecher betätigte. Jetzt tritt er im Ausland als Hetzredner und Verfasser deutschfeindlicher Zeitungsartikel hervor. Er versucht, das Ausland gegen uns einzunehmen, indem er das deut che Volk der Kriegslüsternheit bezichtigt.
35 Dave Yaskiel. Dieser jüdische Kaufmann hat in London eine Zentrale für den Vertrieb deutschfeindlicher Bücher und Zeitschriften eingerichtet und nimmt als Verbreiter von Hetzliteratur niedrigster Art eine monopolartige Stellung em.
36. Dietrich Freiherr von Zedlitz-Neu- kirch trat in Oesterreich unter dem Pseudonym „Baron von Nimmersatt in verschiedenen öffentlichen Versammlungen als Hetzredner gegen Deutschland auf.
Die Antworten der engsten Vertrauensmänner unseres Führers, seines Stellvertreters Rudolf Heß, des Ministerpräsidenten Göring und des Botschafters von Ribbentrop, auf die Rede des Prinzen von Wales zeigen, in vollstem Einverständnis mit der Meinung des ganzen deutschen Volkes, daß die deutsche Frontkämpfer-Generation, die das Fundament des neuen Deutschland bildet und der auch die deutsche Jugend in prächtigem Eifer nachstrebt im Dienste des Vaterlandes, den Besuch der Frontkämpfer Englands mit herzlicher Freude willkommen heißen wird. Das deutsche Volk dankt den Ministern Heß und Göring, sowie dem Botschafter von Ribbentrop aber auch für die umgehende Antwort auf die Worte des englischen Thronfolgers, weil aus dieser sofortigen Antwort klar ersichtlich ist, wie ernst und nachdrücklich der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und mit ihm das ganze deutsche Volk jede Gelegenheit sofort benutzen, die geeignet ist, nicht nur das deutsche Volk, sondern die ganze Welt auf dem Wege zu einem endgültigen Frieden der Ehre und der vollen Gleichberechtigung einen weiteren Schritt voran zu bringen.
König Georg von England erkrankt.
London, 12. Juni. (DNB.) König Georg von England, der sich zurzeit auf feinem Schloß in Sandringham befindet, leidet an „Brauch i a l k a t a r r h. Die Aer^te haben ihm eine mindestens zweiwöchige Ruhe verordnet. König Georg hat seine Verpflichtungen für die nächste Zeit abgesagt. Der Umstand, daß die Königin heute von Sandringham nach London zurückkehrt, wo sie an den am Donnerstag stattfindenden Hofball teilzunehmen beabsichtigt, wird in London als sicheres Zeichen dafür ausgelegt, daß das Befinden des Königs zu ernsten Beunruhigungen keinen Anlaß gibt. Schon in der vorigen Woche hatte sich der König eine leichte Erkältung zugezo- gen und war seitdem regelmäßig unter ärztlicher Beobachtung. In Hofkreisen wird darauf hingewiesen, daß der Gesundheitszustand des Königs vermutlich mehr unter den anstrengenden Pflichten der vergangenen sechs Jubiläumswochen, als durch den Bronchialkatarrh gelitten hat. Man ist überzeugt, daß er sich nach einer längeren Ruhepau e wieder völlig erholen wird.


