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13.6.1935
 
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Donnerstag, 13. Juni 1935

Nr.135 Erstes Blatt

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Zrankfurt am Main llßsn

berechnet und beabsichtigt war, und daß damit von höchster Stelle aus die künftige P r o f t l i e rung der englischen Politik Deutsch­land gegenüber angedeutet werden sollte.

Wir haben in Besprechungen mit Frontkämpfern bereits einige Erfahrung. Seit Reichsminister Ru­dolf Heß am 8. Juli vorigen Jahres von Königs­berg aus seinen bedeutsamen Appell an alle Front­kämpfer der Welt richtete, mit dem er dem deut­schen Volke aus dem Herzen sprach, ist zwar schon einige Zeit vergangen, aber in dieser Zwischenzeit ist das winzige Samenkorn der Verständigung auf­gegangen. Es war jedoch bisher noch so, daß die Schößlinge gewissermaßen unter ganzen Bergen

Ministerpräsident Göring und Botschafter von Ribbentrop erteilt haben. Der Stellvertreter des Führers hat vollkommen Recht, wenn er aus­spricht, daß der Frontkämpfergei st inder Außenpolitik die Befriedung Euro­pas fördern muß. Denn gerade der Front­kämpfergeist ist das Ergebnis ebenso erschütternder, wie großer Erfahrungen und gewaltiger Erleb­nisse 'die vor allem aber auch eindringlich lehren, daß es allein der Friede in Ehren ist, der die glückliche und segensreiche Entwicklung aller Völker gewährleistet.

politische Wandlungen.

Es ist zu bemerken, daß die öffentliche Meinung in England das deutsch-englische Flottengespräch nicht nur sehr aufmerksam verfolgt hat, sondern auch mit einer Einstellung, die von Tag zu Tag sach­licher, darum aber auch ruhiger und vernünftiger geworden ist. In der Tat, warum sollen sich zwei große Völker, deren Lebensraum sich nicht unbe­dingt kreuzt, sich nicht sachlich darüber unterhalten können, welche Machtmittel für den einen oder an­deren Teil notwendig sind, um den Lebensraum zu verteidigen? Es muß anerkannt werden, daß es gerade führende englische Staatsmänner ge­wesen sind, die noch in der allerjüngsten Vergangen­heit darauf hingewiesen haben, daß wehrlose und schwache Völker eine Gefahr für den Frieden sind. Die Versailler Politik, die fünfzehn Jahre lang nicht nur wie ein Fluch, son­dern wie die Hölle und das Verderben auf Europa gelastet hat, ging davon aus, daß das Ergebnis des großen Krieges in der politischen Machtverteilung Europas für alle Zeiten beizubehalten sei. Frank­reich konnte diese Politik in Versailles durchsetzen, weil Präsident Wilson Europa und europäische Verhältnisse nicht kannte, was aber für Frankreich ausreichte, um sich Wilsons Unterstützung zu sichern. Es widerspricht dem englischen Wesen und der eng­lischen Geschichte, den gegebene politischen und mi­litärischen Gegner völlig zu vernichten, weil Eng­land sehr wohl aus eigener Erfahrung weiß, daß das Lebensrecht und der Lebenswille eines wirklichen Volkes sich nicht brechen lassen. So war es auch England, das 1920 und 1923 die gefährlichen militärischen Abenteuer und Rechts­brüche Frankreichs im Ruhrgebiet und im Rhein­land nicht mitmachte, sondern im Gegenteil Frank­reich warnte, den Bogen zu Überspannen. Der eng­lische Staatsmann, der dies im Sommer 1923, als Poincare Sonntag für Sonntag seine wilden Drohreden gegen Deutschland hielt, mit besonderem Nachdruck aussprach, war Sir Stanley Baldwin. Dabei kommt gerade Sir Stanley Baldwin nicht in Verdacht, irgendwie deutschfreundlich zu sein, zumal er Zeit seines Lebens als Privatmann sowohl, wie als Staatsmann immer nur ein Engländer von echtem Schrot und Korn gewesen ist. Für einen Staatsmann wie Stanley Baldwin ist nicht nur im Unterbewußtsein das Gefühl lebendig:

Berlin. 12. 3unL (DNB.) Das Deutsche Nach­richtenbüro meldet:

Bekanntlich hat der Stellvertreter des Führers. Rudolf Heß, am 8. Juli vorigen Jahres in einer großen Rede in Königsberg den Frontkämp­fern der anderen Völker die Freundschafts­hand hingestreckt. Auf der Pfingsttagung der Bri­tish Legion, der großen englischen Frontkämpfer­organisation hat nun, wie bereits gemeldet, der englische Thronfolger in einer Rede zum gleichen Thema das Wort ergriffen.

Dem Berliner Vertreter Reuters, der den Stell­vertreter des Führssrs um seine Meinung zu der Rede des Prinzen von Wales gefragt hat, wurde vom Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, folgendes mitgeleilt:Ich begrüße setbsiverständ- lich die Worte des Prinzen von Wales. Wenn die englischen Frontkämpfer nach Deutschland kommen wollen, so können sie natürlich gewiß sein, daß sie von den deutschen Frontkämp­fern als Kameraden ausgenommen werden. Wenn der Frontkämpfergei st heute in der Außenpolitik der verschiedenen Länder mehr und mehr zum Durchbruch kommt, so wird ein großer Schritt zum europäischen Frieden getan sein."

General Göring erklärte zu der Rede des Prin­zen von Wales:Die Rede des Prinzen von Wales kann man in der Tat begrüßen. Sie ist geeignet, den Weltfrieden aufrecht zu erhalten."

Botschafter von Ribbentrop hat sich auf Anfrage des Berliner Vertreters von Reuter wie folgt geäußert:Die Worte des Prinzen von Wa­les auf der Tagung der britischen Frontkämpfer werden in Deutschland überall ein warmes Echo finden. Britische Frontkämpfer werden daher von den deutschen Frontsoldaten und von dem deut­schen Volk in seiner Gesamtheit aufs herzlichste begrüßt werden. Erfahrungen mit Zusammen­künften von Frontkämpfern haben uns ge­zeigt. daß es keinen besseren Weg zur Förderung freundschaftlicher Ver­ständigung gibt als eine offene und ehrliche Fühlungnahme zwischen den Männern, die an der Front gestanden haben. Ich bin überzeugt, daß der Geist, der in den meisten Frontkämpferver­bänden der verschiedenen Länder herrscht, sich als

Vorbesprechungen zum französischen Ministerrai.

Paris, 12. Juni. (DNB.) Ministerpräsident Laval hatte am Mittwoch weitere Besprechungen mit Ministerkollegen, sowie mit dem Gouverneur der Bank von Frankreich, dem Direktor der Staats­eifenbahngesellschaft und dem Senatspräsidenten. Wie verlautet, wird der morgige M in ist errat keine bestimmten Finanzmaßnahmen beschließen, sondern lediglich die Grundlinien der Finanz- und Wirtschaftspolitik der Regierung festlegen. Es soll dabei vor allem darauf geachtet werden, daß nicht irgendwelche Bestimmungen erlassen werden, die sich

Heß, Göring und Ribbentrop begrüßen die Erklärung des Prinzen von Wales

Bombenflugzeuge in England eintref­fen, um den Besuch englischer Militärflugzeuge in Frankreich in vergangenen Jahren zu erwidern. Hohe Offiziere der französischen Luftflotte würden im Zusammenhang mit dem Flugzeugbesuch nach England kommen.

Neue Flugzeuge für die englische Küstenverieidigung.

Ein TYP für lange Neberwaiserfahrten.

London, 13. Juni. (DNB. Funkspruch.) Das englische Luftfahrtministerium hat eine beträcht­liche Anzahl neuer zweimotoriger Flug­zeuge für die Küstenverteldigung in Auf­trag gegeben. Es handelt sich um einen Tiefdecker mit einziehbarem Fahrgestell, der nach dem Vor­bild der VerkehrsflugzeugstypsAvrv" gebaut ist. Der Auftrag spielt, wie dieTimes" meldet, eine wichtige Rolle in dem englischen Rüstungsprogramm und zeugt von dem Beschluß des Luftfahrtministe­riums, die Luftstreitkräfte der Küstenverteidigung durch einen neuen Flugzeugtyp zu verstär­ken, der lange Ueberwasserfahrten machen kann. Das Flugzeug eignet sich in erster Linie für Erkundungszwecke.

Englands Thronfolger bei seiner Erklärung sür^eine B^egnung deutscher und englischer Frontkämpfer.

Vortrupp der Kameradschaft!

(Äon unserer Berliner Redaktion.)

Was nützt es England?

Es hat England nicht viel genützt, daß es sich nach dem Kriege immer wieder von Frankreich ins Schlepptau nehmen ließ, so daß es zeitweilig schei­nen mußte, als ob England in einem gewissen Ab­hängigkeitsverhältnis zu Frankreich stünde. So ist es noch unvergessen, wie in Genf vor Jahr und Tag der verstorbene französische Außenminister B a r t h o u den englischen Außenminister Sir John Simon mit groben Worten anfuhr, weil Eng­land nicht von der Zweckmäßigkeit der Politik Barthous gegen die Abrüstung und gegen Deutsch­land überzeugt war. Heute wird es keinen Staats­mann und keinen Politiker in Europa und anders­wo geben, der nicht die englischen Zweifel an der Politik Barthous für berechtigt hält, um so mehr, als, wenn diese Politik von Frankreich fortgesetzt worden wäre, heute niemand sagen kann, welches Unglück für Europa daraus hätte entstehen müssen. Es ist aber auch kein Zweifel daran zu­lässig, daß das englische Volk unb feine führenden Staatsmänner d e n Frie - den aufrichtig wollen, daß sie auch bereit waren und sind, dafür Opfer zu bringen Vielleicht erklären sich mancherlei Irrungen und Wirrungen, mancherlei Mißverständnisse sowie mancherlei ver­fehlte Schachzüge daraus, daß England sich nach dem Kriege daran gewöhnt hatte, das November- Deutschland immer dort zu finden, wo die Linie des schwächsten Widerstandes war. Auf dieser Lime ist das Deutschland Adolf Hitlers nicht mehr zu finden nicht deshalb, weil Nationalsozialismus etwa Militarismus und Imperialismus bedeutet, sondern deshalb, weil Nationalsozialis­mus nichts anderes ist als L e b e n s r echt und Lebenswille eines Volkes von 66 M i l- Honen. Die Engländer, die selber aus lahrhun- bertelanger Erfahrung wissen was Lebensrecht und Lebenswille für ein Volk bedeuten, haben da­für mehr Verständnis, als für eine Politik der Schwäche und Nachgiebigkeit.

Das englische Volk hat nunmehr begriffen, daß tn Deutschland eine gründliche politische Wandlung einqetreten ist. Je mehr sich diese Erkenntnis.durch­setzt, desto mehr läßt sich feststellen, daß im eng­lischen Volke die Neigung wachst über Brucken und Gräben, sowie über Mißverständnisse hinweg sich mit dem deutschen Volke gründlich auszuspre­chen. Hat das Gespräch aber erst einmal begonnen, so kommt es darauf an, wer es fortsetzt, wie es fortgesetzt wird, ob von berufsmäßigen Mei- nungsmachem oder von Männern, die schweigend bewiesen haben, daß sie das Wort Nation oder Vaterland nicht nur auf den Lippen tragen. So ist es auch im englischen Volke allgemein ^stan­den und beifällig begrüßt worden, als sich bei einer Veranstaltung der englischen Frontkämpfer der Prinz von Wales erhob, um im echt eng­lischen Geist, also mit schlichten und klaren Worten für eine unmittelbare Aussprache mit den deutschen Frontkämpfern einzutreten. Die Frontkämpfer des Großen Krieges, die sich zu diesem ge­waltigen Erlebnis noch immer freudig bekennen, sind nicht nur Soldaten gewesen, sie sind heute noch und für immer die vornehmsten, die wichtigsten und die wertvollsten Vertreter ihres Volkes. Daß der Ruf des Prinzen von Wales bei den deut­schen Frontkämpfern und damit auch beim deutschen Volke sofort Widerhall und Ver­ständnis gefunden hat, das zeigen die Antworten, die der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß,

Am Dienstag hat Str Samuel Hoare, der neue englische Außenminister, sein verantwortungsvolles Amt in Downing Street angetreten. An demselben Tage wurde die Rede des englischen Kron­prinzen veröffentlicht, die richtunggebend fein kann für eine neue Epoche der britischen Politik überhaupt. Es ist nicht anzunehmen, daß der Prince of Wales seine Ansprache an die Bri­tish Legion, die englischen Frontkämpfer, nur zur Schilderung seiner persönlichen Ansicht benutzt hat. Er spricht zu selten über hohe Politik, als daß mar annehmen könnte, es habe sich nur um einen reinen Zufall gehandelt. Vielmehr kann man sicher fein, daß der große Effekt dieser Rede von vornherein

Deutschen sind alle geheilt. Wir wünschen ihr Aufbrechen ebensowenig wie eine Lockerung der freundschaftlichen Bande, die uns noch mit unseren früheren Verbündeten verknüpfen."

S t a r" erklärt, die Soldaten, die gegen Deutschland .kämpften, seien die geeigneten Männer für d i e Ueberbringung einer Botschaft. Niemand könne das besser zum Aus­druck gebracht haben, als der Prinz von Wales. Er würde dem Gedanken die Krone aufsetzen, wenn er die Abordnung der Legion auf ihrer Reise nach Deutschland begleiten würde.

WieS t a r" zu wissen glaubt, soll die Erklä­rung des Prinzen von Wales vorher maß» gebenben politischen und diplomati­schen Stellen vorgelegt worden sein. Die Geste des Prinzen habe daher das volle G e - wicht der amtlichen Billigung hinter sich gehabt, trotz der Tatsache, daß der Prinz sie m seiner persönlichen Eigenschaft gemacht habe. Die ritterliche Haltung des Prinzen gegenüber früheren Gegnern sei nichts Neues.

Im übrigen verzeichnen die Abendblätter mehr oder weniger ausführlich die Kommentare der deutschen und französischen Presse zur Rede des Prinzen.

in der Folgezeit als unrichtig Herausstellen und dann wieder aufgehoben werden müßten. Zunächst dürfte gegen die Doppelverdiener eingeschritten und wahrscheinlich auch eine neue Handhabung der So­zialversicherung eingeführt werden. Außenpolitisch wird der morgige Ministerrat wahrscheinlich die englische Mitteilung über die deutsch-englischen Flot­tenverhandlungen prüfen und die französische Ein­stellung dazu in großen Linien festlegen. Dieser Standpunkt wird dann der Londoner Regierung in einer Antwortnote mitgeteilt werden.

Kriegsminister Fabry besichtigt die Ostbefestigungen.

Paris, 13.Juni. (DNB. Funkspruch.) Kriegs­minister Fabry wird heute im Anschluß an den Ministerrat zur Besichtigung der franzö­sischen Ostbefestigungen abreisen. Er wird, wie die Blätter ankündigen, bei dieser Gelegenheit mit den Mitgliedern der Heeresausschüsse von Senat und Kammer zusammentreffen, die sich gegenwärtig in der Befestigungszone aufhalten.

Französische Bombenflugzeuge in England.

London, 13. Juni. (DNB. Funkspruch.) Wie der Luftfahrt-Korrespondent des ,Laily Telegraph" meldet, werden am Montag vier französische

eine große Hilfe für die Bemühungen der verschie­denen Regierung erweisen wird, endgültig Frieden und Zusammenarbeit in | Europa herbei,uküb«»«

Crtiäruug despräsideitten derZritishLegion

London, 12.Juni (DNB.)Star" veröffent­licht eine Unterredung mit dem Präsidenten der British Legion, Sir Frederik Mau­rice, die von den Aeußerungen des Prinzen von Wales über Deutschland ausgeht.An der Kon­ferenz der British Legion in dieser Woche so sagt Maurice haben französischeFront- Kämpfer teilgenommen. Ich sehe nicht ein, war­um nicht auch die Frontkämpfer Deutsch­lands in ähnlicher Weise vertreten fein sollen. In Erfüllung unseres Wunsches nach Stärkung der Freundschaft nehme ich an, paß auch sie im nächsten Jahre unter uns fein werden. Der Zweck des Besuches unseres Vorsitzenden und unse­res früheren Vorsitzenden in Deutschland besteht darin, festzustellen, wie wir die Freund­schaft fördern können. Erst nach ihrer Rückkehr werden wir wissen, welchen Plan die Le­gion annehmen wird. Höchstwahrscheinlich wird die Legion regelmäßige Austauschbesuche

zwischen britischen und deutschen Frontsoldaten ein­richten. Es sollte klar zum Ausdruck gebracht wer­den, daß dieser Schritt der Legion keine politische Bedeutung hat. Die Vertreter der französischen Frontkämpfer haben sich nicht gegen unsere Vor­schläge ausgesprochen, wenigstens nicht auf der Konferenz."

DerVeisallmderenglischenpreffe

London, 12. Juni. (DNB.) Die Aeußerungen des Prinzen von Wales über Deutschland werden in der englischen Presse weiterhin stark be­achtet. Auch die Mittwochabendpresse nimmt zu dieser freundschaftlichen Geste eingehend Stellung.

E v e n t n g News" schreibt:Wir hoffen auf­richtig, daß die Anregungen des Prinzen von Wales, daß in naher Zukunft eine Abordnung der British Legion Deutschland besuchen und dem ehe­maligen Feinde die Hand der Freundschaft entgegenstrecken soll, in die Tat umgefetzt wird. Eine ständige Quelle internationaler Schwierig­keiten ist die Tatsache, daß die Meinung einer Nation über die Nachbarstaaten nur zu oft durch politische Propaganda und nicht durch Erfahrungen und wechselseitige Beziehungen geformt wird. Die Wunden des Krieges zwischen uns und den