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d. I. auf dem Grenzbahnhof Eisenstein, und zwar nach tschechoslowakischer Ansicht auf tsche­choslowakischem Gebiet erfolgte. Dem Gesandten wurde weitere Untersuchung des Vorfalles zugesagt, der sich nach den bisherigen deutschen Er­mittlungen auf deutschem Boden abgespielt hat.

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Das griechische M a r i n e k r i e g s g e r i ch t verurteilte 33Aufstär^dischezumTode. Von den Verurteilten waren nur jw e i anwesend ; die anderen sind nach Italien geflüchtet. Das Gericht verhängte ferner gegen 36 Personen lebenslängliches

Gefängnis, 126 Angeklagte kommen mit geringeren Freiheitsstrafen davon. Staatspräsident Zaimis hat zwei zum Tode verurteilte aufständische Offiziere zur Zwangsarbeit begnadigt.

Die französische und italienische Regierung haben der südslawischen Regierung die Zurückziehung der gegen Ungarn gerichteten Klage in der Marseiller Angelegenheit empfohlen, die auf der am 20. Mai beginnenden Tagung des Völker­bundsrates steht.

Das Automobil .

Werkzeug kulturellen Fortschritts.

Die Delegierten der ausländischen AutomobiklubS beim Führer.

Berlin, 11. Mai. (DNB.) Die NSK. meldet: Einer Einladung des Führers des deutschen Kraft­fahrsports und Präsidenten der Obersten Nationalen Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt (ONS.) Korpsführer Hühnlein Folge leistend, hielt die Association Internationale des Automobile-Clubs Re- connus (AJACR.), die Vereinigung der inter­national anerkannten Automobil­klubs der Welt, deren Mitglied die ONS. ist, zum erstenmal seit ihrem 31jährigen Bestehen in diesen Tagen ihre Frühjahrstagung in Berlin ab. Die an der Tagung teilnehmenden Delegierten von Belgien, Bulgarien, Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Holland, Südslawien, Italien, Lettland, Norwegen, Oesterreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spa­nien, Tschechoslowakei und Ungarn sind bereits am Donnerstag in Berlin eingetroffen.

Am Samstag um 13 Uhr empfing der F ü h - r e r in der Reichskanzlei die ausländischen Gäste, um sie zu begrüßen. Die Delegierten wurden dem Führer von Korpsführer Hührllein vorgestellt, der tun über die Aufgaben und die Bedeutung der AJACR. sprach. Hierauf nahm der Führer das Wort und sprach von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung des Kraftfahrwesens, dessen Förderung sich ge­rade die Staatsführung des neuen Deutschland an­gelegen sein lasse. Er wies in diesem Zusammen­hang auf den einzigartig dastehenden Bau der Reichsautobahnen hin, die auch für die Wirtschaft neue Wege in die Zukunft weisen. Die zunehmende Motorisierung werde nach seiner Auffassung eine völlig neue Entwicklung ein» leiten, die ihren sinnfälligsten Ausdruck darin finden dürfte, daß die Wirtschaft nicht mehr an die Ge­gebenheiten des Massenverkehrs gebunden sei, son­dern der Verkehr sich in Zukunft in zweckmäßi­gerer und individuellerer Form der Wirt­schaft anpassen werde. Die Erfindung des Automobils fei eines der schönsten Ge­schenke an die Menschheit, weil es die Na­tur wieder von neuem erschließe, und bei einer wei­teren Fortentwicklung der Motorisierung des Ver­kehrs weitesten Volksschichten zugutekommen würde. Wenn, wie er hoffe, die AJACR. in vier bis fünf Jahren wiederum eine Tagung in Deutschland ab­halten werde, dann werde sie Gelegenheit haben, die umfassende Arbeit auf dem Gebiet des moder­nen Autostraßenbaues und der weiter entwickelten

deutschen Automobiltechnik in ihren Auswirkungen kennen zu lernen. In dieser Zeit großer Umwäl­zungen werde auch das Automobil zu einem Werkzeug der Ueberwindung der Klassengegensätze werden. Der Kraftfahr­sport habe in seinen Spitzenleistungen die Marken abgesteckt für den breiten Strom einer umfassen­den Motorisierung. Mit einem nochmaligen Dank und dem Wunsch für eine erfolgreiche internatio­nale Zusammenarbeit der Kraftfahrverbände schloß der Führer seine Begrüßungsansprache.

Die Internationale Vereinigung der anerkannten Automobilklubs war am Samstagabend Gast des Führers des deutschen Kraftfahrsportes Korpsfübrer Hühnlein. Dabei hielt Reichs- und preußischer Verkehrsminister Freiherr von Eltz-- b e n a ch eine Rede, in der er u. a. ausführte: Sie, meine Herren, liefern in Ihrer Organisation das schöne Beispiel einer echten Interna- ti o n a l i t ä t. Ich glaube kaum, daß es bei Ihren Beratungen über die Festsetzung internationaler Sportformeln oder andere Dinge ohne harte Schwierigkeiten abgeht, aber die für Sie selbstver­ständliche Zugrundelegung der Gleichberech­tigung eines jeden Mitgliedes und der faire G e i st, welcher die Männer vom Sport in allen Ländern beherrscht, sorgen dafür, daß schließlich immer ein gentleman-agreement zu- standekommt. Sie haben die Erfahrung gemacht, daß aus dem Arbeitsgebiet, welches Sie mit diesem Geist der Gleichberechtigung und der Fairneß be­treuen, Fortschritte von ungeahnter Größe gemacht worden sind, und ich habe die Hoffnung, daß in einigen Jahren alle Staatsmän­ner Europas ebenso herzlich beglückwünscht werden können, daß sie die europäische Kulturge­meinschaft durch ein wirkliches gentleman- agreement über alle Gefahren hinweg gerettet haben. Das neue Deutschland ist kein Freund bürokratischer Formulare, mit denen sich ein Kraftfahrer ausstaffieren muß, bevor er sich an das Steuer eines Automobiles setzt, ober gar über eine Landesgrenze fährt. Die meisten dieser Papiere beruhen auf einem veralteten Polizeigeist und tragen die Farbe des Mißtrauens. Das junge Deutschland möchte jedem seiner ausländischen Nach­barn im freien und stolzen Vertrauen freundschaftlich die Hand reichen und mit ihm in demselben Geist wirklicher Jnternationalität Zusammenarbeiten, wel­cher Ihre Verhandungen beseelt.

Die Eröffnung her AusstellungIran und Volk".

Düsseldorf, 11. Mai. (DNB.) Am Samstag­mittag fand im Planetarium, das mit den Fahnen des Reiches und der NS.-Frauenschaft sowie mit frischem Grün ausgeschmückt war, die feierliche Er­öffnung der ReichsausstellungFrau und V o l k", der ersten Frauenausstellung dieser Art im Dritten Reich, statt. Die Eröffnungsfeier wurde mit einemFestgruß" des Niederrheinischen Cornett-Quartetts eingeleitet. Hierauf begrüßte die Gaufrauenschaftsleiterin Frau Blaß- Düsseldorf die Gäste. Alsdann nahm

Reichsinnenminister Dr. Frick, stürmisch begrüßt, das Wort. Der Minister wies darauf hin, daß der deutsche Muttertag nichts Aeußerliches sein solle wie in der vergangenen Zeit. Es gelte, nicht ein lautes Fest zu feiern, sondern einen Tag der Einkehr zu erleben, aus dem man Dankbarkeit, Vertrauen, Kraft und Erfolg ge­wänne. In feinen weiteren Ausführungen, in denen sich der Minister mit der rassischen, biologischen und erzieherischen Aufgabe der Frauen und Mütter be­schäftigte, hob Dr. Frick auch die ausschlaggebende Bedeutung der Frau und Mutter in wirt­schaftlicher Beziehung sowohl für die ein­zelne Familie wie für das Volksganze hervor. Die Frage, ob dem deutschen Volk in Zukunft eine wirtschaftliche, völkisch-politische und kulturelle Höherentwickelung oder ein Niedergang bevorstehe, werde zum großen Teil entschieden durch seine Frauen. Staat und Bewegung würden alles tun, um die Frauen und Mütter und das Fami - lienlebenzu schützen undzu stärken. Dr. Frick wandte sich weiter sehr entschieden gegen die böswilligen Behauptungen über unsereKriegs­lüsternheit" und betonte, daß ein rassenhygienisch eingestellter Staat immer bestrebt sein werde, einenKrieg zu vermeinden, weil dieser in jedem Falle, auch bei siegreichem Ausgang, gerade die wertvoll st en jungen M ä nner, die für den Fortbestand als Stammväter neuer tüchtiger Geschlechter unersetzbar seien, dem Volk entreiße. Darum sei es unsinnig zu glau­ben, haß eine Regierung wie die Adolf Hitlers, die das 5£olf als das wertvollste Gut auf der Erde an­sehe, dieses Volk leichtfertig der Vernichtung preis­geben könnte. Dr. Frick gedachte weiter der unzäh­ligen deutschen Frauen, denen das Schicksal das Glück eigener Familie und eigner Kinder versagt habe. Sie alle, die im Rahmen der Volksgemein­schaft ihren Platz ausfüllten, hätten Anspruch aufAchtungundAuskommen. Gerade zum Muttertag solle dies anerkannt und zum Ausdruck gebracht werden, daß ihr mütterliches Emp­finden und Wirken in vielen Berufen niemals entbehrt werden könne. Zum Schluß

unterstrich Dr. Frick die Aufgaben und Bedeutung der nationalsozialistischen Frauenführung, der nicht nur das Recht zu gebilligt werde, maßgebend an der für Frauen- und Müttertum wichtigen Gesetzgebung mitzuwirken, sondern deren Hauptwirken der Er­ziehungsarbeit an den deutschen Mädchen und Frauen gelte.

Die Reichsfrauenführerin Frau Scholh - klink betonte, daß die Aufgaben des deutschen Frauen­werkes vielseitig und gewaltig seien. Das Wesent­lichste sei aber, daß sie immer nur vom Volks­ganzen aus gesehen gelöst werden mühten. Wir sind uns darüber klar", so sagte sie,daß das deutsche Volk bei den ungeheuren Aufgaben see­lischer Art, die an es gestellt werden, ein Frauen­geschlecht braucht, das straffste Selbstzucht, geistiges Format und natürliche Lebensart als Fundament für diese Aufgaben mit sich bringen muß. Darum haben wir allen, die mit uns arbeiten wollen, von Anfang an zur Pflicht gemacht, daß das, was sie tun, ganz getan werden muß. Einzelgänger müssen sich zusammenfinden und erkennen, daß einer ohne den anderen nichts ist, und daß, wenn wir in Deutschland einen neuen Adel wollen, wir schon einander achten und schätzen müssen. Das ist aber nur möglich, wenn die nationalsozialistischen Frauen mit einer kampfgewohnten Beharrlichkeit ihre For­derungen auch in den nächsten Jahrzehnten ver­treten. Diese Ausstellung soll nicht eine selbstbe­wußte Leistungsschau der Frau sein, sondern eintz Darstellung dessen, was aus unserem Willen, un­serer Einordnung in das Aufbauwerk des Führers bis heute schon Tat werden konnte. Sie wird deshalb auch für uns ein Mahnruf sein. Sie wird uns vieles erkennen lehren, was noch besser ge­macht werden muß. Diejenigen, denen sie gefällt, sollen uns helfen, unsere Gedanken weiterzu- tragen. Diejenigen aber, denen etwas nicht gefällt, sollen den Mut und die Kraft besitzen, uns bes­sere Wege zu zeigen. Sie sollen nicht hinten­herum schimpfen. (Erneuter Beifall.) Denn der Sinn dieser ganzen Ausstellung ist nichts anderes als das, was überhaupt der Sinn unseres Natio­nalsozialismus ist, nämlich uns immer mehr zur letzten Wahrhaftigkeit vor uns selbst, vor unserem Volk und vor unserer eigenen Kraft zu erziehen." Frau Scholtz-Klink erfüllte dann eine Ehrenpflicht im Gedenken an eine Frau, die ihr Leben im Kampf der NS.-Frauenschaft gelassen habe, an Katharina Grünwald, die auf dem Reichsparteitag 1929 von Kommunisten er» schossen wurde. Ganz besonders gedachte sie auch des verstorbenen Staatsministers Hans S ch e m m , der als einer der ersten Männer die NS.-Frauen- schaft unterstützt habe.

Der geheimnisvolle Diebstahl der Genter Altar-Tafel.

Das GemäldeJohannes der Täufer" wiedergefunden. Einzelheiten wie aus einem Kriminalroman.

Großes Aufsehen rief im April 1934 in der gan­zen Welt der Diebstahl einer Bildtafel des berühmten Genter Altars der Brü­der Hubert und Jan Van Eyck hervor. Trotz der fieberhaften Nachforschungen, die die belgische Poli­zei im Zusammenwirken mit den internationalen Polizeibehörden anstellte, blieb man bis vor kurzem völlig im Dunkel. Jetzt endlich scheint man auf eine Spur gekommen zu sein, die die Vermutungen der Polizei bestätigt, daß das Altarbild nicht aus Belgien entfernt worden ist. Die Genter Staatsanwaltschaft erläßt eine öffentliche Bekannt­machung, aus der heroorgeht, daß der Urheber des Diebstahls fest gestellt worden ist. Es handelt sich um einen inzwischen verstorbenen Bel­gier, dessen Namen nicht bekannt gegeben wird. Der Teil des Gemäldes, der Johannes den Täu- f e r darstellt und die Rückseite der Altartafel bildete, fei schon gefunden worden, während die vordere Bildseite, die dieunbestechlichen Richter" zeigt, noch nicht gefunden werden konnte. Die Staatsanwalt­schaft hat eine Belohnung von 25 000 Franken ausgesetzt für Mitteilung, die zur Auf­findung des Bildes führen. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, daß auch dieser restliche Teil des Altarbildes nicht vernichtet wurde, sondern sich noch in der Nähe von Gent befindet. Die gestohlene Altartafel gehörte, wie erinnerlich, zu den Teilen des Genter Altars, die sich bis zum Jahre 1920 in Ber­lin befanden und die auf Grund des Versailler Vertrages der belgischen Regierung übergeben wor­den sind. Die Tafel ist 1,50 Meter hoch und 65 Zen­timeter breit. Der große Flügelaltar gilt als das monumentalste Beispiel mittelalterlicher Altarmale­rei und stellt in prachtvollen Einzelbildern das menschliche Seelenheil vom Sündenfall bis zur Er­lösung dar. Seit der französischen Revolution waren verschiedene Teile außerhalb Gents. Das gefundene Gemälde, das Johannes den Täufer darstellt, ist in der Kathedrale in Gent wieder aufgestellt worden.

Die bis jetzt bekannt gewordenen Einzelheiten über die teilweise Aufdeckung des Gemäldtzdieb- stahls muten w i e ein amerikanischer Kriminalroman an. Der inzwischen verstor­bene Täter richtete einige Wochen nach dem Dieb­stahl einen anonymen Brief an die bischöfliche Be­hörde in Gent, in dem er die Rückgabe des Ge­mäldes gegen eine Summe von einer Million Franken anbot. Im Einvernehmen mit der

Staatsanwaltschaft ging der Konservator des Gen­ter Altars, Kanonikus van der Gheyn, angeb­lich auf das Angebot ein. Es entwickelte sich in- den nächsten Monaten zwischen ihm und dem Dieb eine eifrige Korrespondenz, die seitens des Kanonikus auf Wunsch des Diebes in den Klein­anzeigen einer Brüsseler Tageszeitung geführt wurde. Der Dieb hatte wohl den Eindruck, daß man seinen Versicherungen über den Verbleib des Bildes keinen Glauben schenke, und so schrieb er eines Tages an den Kanonikus, daß er zur Be­hebung aller Zweifel eine der Tafeln am G e - päckfchalter des Brüsseler Nordbahn­hofs abgegeben habe. Dem Brief war der Ge­päckschein beigefügt. In Begleitung von Beamten der Eisenbahn und der Staatsanwaltschaft begab sich der Kanonikus nach Brüssel, und sein Erstaunen war nicht gering, als er das Bild tatsächlich dort vorfand. Es bestand jetzt kein Zweifel mehr, daß der anonyme Briefschreiber der Dieb war, der übrigens sein Angebot erneuerte und auch für das andere Gemälde, dasDie gerechten Rich - t e r" darstellt, die Summe von einer Mil­lion Franken forderte. Plötzlich wurde der geheimnisvolle Verkehr zwischen den beiden Par­teien unterbrochen und zwar, wie sich jetzt heraus­stellte, durch den Tod des Diebes. Dieser ist im November gestorben. Seine Identifizierung wurde durch einen Zufall herbeigeführt. Als nämlich im Januar die Nachlaßpapiere eines Genter Bürgers geordnet wurden, fand die Steuerbehörde einige geheimnisvolle Zettel, in denen der Name des Kanonikus van der Gheyn häufig oorkam. Die­ser wurde verständigt, und sein Erstaunen war groß, als er in dem Besitzer dieser Papiere den anonymen Briefschreiber wieder erkannte. Die so­fort in der Wohnung des Verstorbenen angestellten Nachforschungen nach dem Verbleib des zweiten Gemäldes biteben völlig ergebnislos. Der Vorstor- bene hat fein Geheimnis mit ins Grad genommen. Bei dem Dieb handelt es sich um einen Genter Bürger, der sich in schwierigen finan­ziellen Verhältnissen befunden haben soll. Seine Frau war vollkommen ahnungslos und konnte nicht die geringsten Aufschlüsse über die Handlung ihres Mannes geben. In Gent hofft man zuversichtlich, daß auch das zweite Gemälde noch vorhanden ist, und daß es eines Tages wieder ge­funden wird.

Aus aller Well.

Deutsche Volksheilkunde" in Nürnberg.

Die großen Veranstaltungen der deutschen Na­turärzte und der deutschen Volksheilbeweguna in Nürnberg wurden mit der Eröffnung der Aus­stellungDeutsche V o l k s h e i l k u n d e" ein­geleitet. Die Schirmherrschaft für die Ausstellung hat Gauleiter S t r e t ch e r übernommen. In feiner Erüffnungsanfpracye beleuchtete der Gau­leiter die Mißstände, die noch heute auf dem Ge­biet des Heilwesens unzweifelhaft vorhanden seien und kündigte an, daß es jedes Jahr in Nürnberg eine solche Ausstellung geben solle. Er betonte, es müsse wieder das Gefühl für das Natürliche ge­weckt werden. Der Einfluß des Fremdrassigen, der jahrzehntelang auch auf dem Gebiet des Heilwesens geherrscht habe, müsse verschwinden. Nachdrücklich wandte sich Streicher dagegen, daß die Anhänger der natürlichen Heilweise Die Schulmedizin und ihre Anhänger bekämpften.

Schweres Bootsunglück auf einem osthotstelnischen See. Drei Personen ertrunken.

Auf dem Krummensee bei Malente (Ostholstein) ereignete sich ein schweres Bootsunglück. Drei Männer, Angestellte und Arbeiter der Deutschen Werke in Kiel, die in dem Erholungsheim Bruhns Koppel wohnten und dort eben erst angekommen waren, waren mit einem starkbeschädigten Boot, das schon lange unbenutzt am Ufer gelegen hatte, auf den See hinausgefahren; als Ruder bedienten sie sich dabei eines einfachen Brettes. Etwa 60 Me­ter vom Ufer entfernt lief das lecke Boot plötzlich voll Wasser und sank mit der Besatzung ab. Die Hilferufe verhallten schnell. Zuschauer am Ufer glaubten anfangs an einen Scherz, bis auch ihnen Das Unglück zur Gewißheit wurde. Alle Drei Män­ner im Alter von 46 bis 52 Jahren finD ertrun­ken. Um sie trauern Die Ehefrauen und 15 Kinder; einer Der Verunglückten hat 7, einer 5 unD Der Dritte 3 Kinder. Bisher konnte nur eine Leiche geborgen werden.

Beraubung eines Eisenhahnpostwagens auf der Strecke kohlfurtPenzig.

Durch Uebörfall auf den Blockwärter Der Blockstelle Rothwasser auf Der Strecke Kohlfurt Penzig (NieDerschlesien) gelang es nachts Drei mas­kierten Räubern, Den von Kohlfurt kommenden Eilzug anzuhalten. Sie erkletterten Den Postwagen, gaben mehrere Schüsse ab unD hielten die Postbe­amten mit vorgehaltenen Schußwaffen in Schach. Es wurden mehrere Kisten mit insgesamt 48 000 Mark geraubt. Das gestohlene Geld besteht in Der Hauptsache aus HartgelD. Für Die Ermittlung Der Täter finD insgesamt 2000 Mark und außerdem 10 v. H. des wiederherbeigeschafften Geldes unter Ausschluß des Rechtsweges ausgesetzt. Die Bevölke­rung wird gebeten, bei Der Aufklärung Dieser Tat unD bei Der Ermittelung Der Täter nach besten Kräf­ten mitzuwirken.

Tierbändigerin von einem Tiger angesprungen und verletzt.

Im Zirkus Krone ereignete sieh bei einem Gast­spiel in Neunkirchen (Saar) ein schwerer Unfall. Ein Tiger sprang Die 19jähriae Tierbändigerin Ci11 y an unD verletzte sie so schwer, Daß sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden muhte. Das Tier war bei einem Sprung über feine Herrin zu kurz gesprungen und traf mit voller Wucht Die Tier­

bändigerin, die durch Prankenschläge am Kops er» heblich getroffen wurde. Dies ist der erste Unfall der bekannten Tierbändigerin. .

Waldbrand bei Aschaffenburg.

Ein alter Wann in den Flammen umgekommen.

Bei Holzkirchhausen, unweit von Aschaffenburg, entstand in einem Waldstück ein Brand, dem etwa sieben Tagwerk Kiefernwald zum Opfer fie­len. Die Einwohnerschaft von Holzkirchhausen, von Neubrunn und Helmstadt samt dem Arbeitsdienst des Lagers Neubrunn verhütete durch ihr Eingrei­fen eine weitere Verbreitung des Brandes. Bei dem Brand wurde der 68 Jahre alte Sozialrentner Georg Schraut von Helmstadt ein Opfer der Flammen. Die Leiche war stark verkohlt, wies allerdings auch einen Bruch der Halswirbelfäule auf. Nach Aussage seines Sohnes hatte sich Schraut eine Pfeife angezündet, und das weggeworfene Streichholz soll die Ursache des Brandes gewesen sein. Bei Dem Versuch, das rasch um sich greifende Feuer zu ersticken, sei Schraut von den Flammen ersaßt worden. Seine Leiche wurde beschlagnahmt. Der Sohn wurde vorläufig in Haft genommen.

Riefenfeuer in einer Münchner Gummifabrik. Zahlreiche Verletzte. Großer Brandschaden.

In der Gummifabrik Metzeler AG. in München entstand ein Brand, der rasch großen Umfang annahm. Sämtliche Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr und vier Löfchzüge der Münchener Be­rufsfeuerwehr mußten aufgeboten werden. Etwa 20 Tonnen Rohgummi find den Flammen zum Opfer gefallen. Das vierstöckige Hauptgebäude Der Fabrik wurde bis zum Dachstuhl vom Feuer er­griffen, ebenso der anschließende Regenerationsraum. Vernichtet wurde ferner das Chemikalienlager und das Lager an Fertigfabrikaten, technische und sani­täre Gummiwaren. Bei der Bekämpfung Des Brandes wurden 26 Personen teils Durch Schnitt­wunden verletzt, teils durch Rauch vergiftet. Unter den Rauchoergifteten befinden sich einige schwere Fälle durch Schwefeldämpfe. Betriebsleiter Generaldirektor Maul schätzt Den Schaden auf etwa eine Million RM. Im ganzen wurden 14 Löschzüge und 56 Strahlrohre eingesetzt, was Das Ausmaß Dieses Riesenbrandes kennzeichnet. Die Brandbekämpfung war sehr schwierig, hauptsächlich auch deshalb, weil das Feuer wegen der hell auf- brennenden Gummivorräte im Innern Des Gebäu­des nur von außen her angegriffen werden konnte. Das Hauptgebäude mit feiner Einrichtung fiel Dem verheerenden Element fast ganz zum Opfer.' Der Rettungsdienst mußte sechs Verletzte ins Kran­kenhaus überführen und zahlreichen leichter Ver­letzten erste Hilfe leisten. Die Entstehungsursache wird auf die Entzündung von Rohgummiballen im Trockenraum zurückgeführt. Der Betrieb kann trotz der großen Zerstörungen nach Mitteilung Der Metze­ler AG. aufrechterhalten werden.

Verheerende Feuersbrunst in einem pommerschen Dorf.

Von einem schweren Brandunglück wurde das Bauerndorf Rankwitz bei Ufebon (Pommern) heimgesucht. Auf dem Gehöft der Landwirtin Gö­ring brach Feuer aus, das durch starken Wind be­günstigt rasend schnell auf die Nachbargrundstücke Übergriff. In kurzer Zeit standen zehn Gebäude, meist Ställe und Scheunen, in Hellen Flammen. Alle

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