d. I. auf dem Grenzbahnhof Eisenstein, und zwar nach tschechoslowakischer Ansicht auf tschechoslowakischem Gebiet erfolgte. Dem Gesandten wurde weitere Untersuchung des Vorfalles zugesagt, der sich nach den bisherigen deutschen Ermittlungen auf deutschem Boden abgespielt hat.
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Das griechische M a r i n e k r i e g s g e r i ch t verurteilte 33Aufstär^dischezumTode. Von den Verurteilten waren nur jw e i anwesend ; die anderen sind nach Italien geflüchtet. Das Gericht verhängte ferner gegen 36 Personen lebenslängliches
Gefängnis, 126 Angeklagte kommen mit geringeren Freiheitsstrafen davon. Staatspräsident Zaimis hat zwei zum Tode verurteilte aufständische Offiziere zur Zwangsarbeit begnadigt.
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Die französische und italienische Regierung haben der südslawischen Regierung die Zurückziehung der gegen Ungarn gerichteten Klage in der Marseiller Angelegenheit empfohlen, die auf der am 20. Mai beginnenden Tagung des Völkerbundsrates steht.
Das Automobil .
Werkzeug kulturellen Fortschritts.
Die Delegierten der ausländischen AutomobiklubS beim Führer.
Berlin, 11. Mai. (DNB.) Die NSK. meldet: Einer Einladung des Führers des deutschen Kraftfahrsports und Präsidenten der Obersten Nationalen Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt (ONS.) Korpsführer Hühnlein Folge leistend, hielt die Association Internationale des Automobile-Clubs Re- connus (AJACR.), die Vereinigung der international anerkannten Automobilklubs der Welt, deren Mitglied die ONS. ist, zum erstenmal seit ihrem 31jährigen Bestehen in diesen Tagen ihre Frühjahrstagung in Berlin ab. Die an der Tagung teilnehmenden Delegierten von Belgien, Bulgarien, Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Holland, Südslawien, Italien, Lettland, Norwegen, Oesterreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei und Ungarn sind bereits am Donnerstag in Berlin eingetroffen.
Am Samstag um 13 Uhr empfing der F ü h - r e r in der Reichskanzlei die ausländischen Gäste, um sie zu begrüßen. Die Delegierten wurden dem Führer von Korpsführer Hührllein vorgestellt, der tun über die Aufgaben und die Bedeutung der AJACR. sprach. Hierauf nahm der Führer das Wort und sprach von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung des Kraftfahrwesens, dessen Förderung sich gerade die Staatsführung des neuen Deutschland angelegen sein lasse. Er wies in diesem Zusammenhang auf den einzigartig dastehenden Bau der Reichsautobahnen hin, die auch für die Wirtschaft neue Wege in die Zukunft weisen. Die zunehmende Motorisierung werde nach seiner Auffassung eine völlig neue Entwicklung ein» leiten, die ihren sinnfälligsten Ausdruck darin finden dürfte, daß die Wirtschaft nicht mehr an die Gegebenheiten des Massenverkehrs gebunden sei, sondern der Verkehr sich in Zukunft in zweckmäßigerer und individuellerer Form der Wirtschaft anpassen werde. Die Erfindung des Automobils fei eines der schönsten Geschenke an die Menschheit, weil es die Natur wieder von neuem erschließe, und bei einer weiteren Fortentwicklung der Motorisierung des Verkehrs weitesten Volksschichten zugutekommen würde. Wenn, wie er hoffe, die AJACR. in vier bis fünf Jahren wiederum eine Tagung in Deutschland abhalten werde, dann werde sie Gelegenheit haben, die umfassende Arbeit auf dem Gebiet des modernen Autostraßenbaues und der weiter entwickelten
deutschen Automobiltechnik in ihren Auswirkungen kennen zu lernen. In dieser Zeit großer Umwälzungen werde auch das Automobil zu einem Werkzeug der Ueberwindung der Klassengegensätze werden. Der Kraftfahrsport habe in seinen Spitzenleistungen die Marken abgesteckt für den breiten Strom einer umfassenden Motorisierung. Mit einem nochmaligen Dank und dem Wunsch für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit der Kraftfahrverbände schloß der Führer seine Begrüßungsansprache.
Die Internationale Vereinigung der anerkannten Automobilklubs war am Samstagabend Gast des Führers des deutschen Kraftfahrsportes Korpsfübrer Hühnlein. Dabei hielt Reichs- und preußischer Verkehrsminister Freiherr von Eltz-Rü- b e n a ch eine Rede, in der er u. a. ausführte: Sie, meine Herren, liefern in Ihrer Organisation das schöne Beispiel einer echten Interna- ti o n a l i t ä t. Ich glaube kaum, daß es bei Ihren Beratungen über die Festsetzung internationaler Sportformeln oder andere Dinge ohne harte Schwierigkeiten abgeht, aber die für Sie selbstverständliche Zugrundelegung der Gleichberechtigung eines jeden Mitgliedes und der faire G e i st, welcher die Männer vom Sport in allen Ländern beherrscht, sorgen dafür, daß schließlich immer ein gentleman-agreement zu- standekommt. Sie haben die Erfahrung gemacht, daß aus dem Arbeitsgebiet, welches Sie mit diesem Geist der Gleichberechtigung und der Fairneß betreuen, Fortschritte von ungeahnter Größe gemacht worden sind, und ich habe die Hoffnung, daß in einigen Jahren alle Staatsmänner Europas ebenso herzlich beglückwünscht werden können, daß sie die europäische Kulturgemeinschaft durch ein wirkliches gentleman- agreement über alle Gefahren hinweg gerettet haben. Das neue Deutschland ist kein Freund bürokratischer Formulare, mit denen sich ein Kraftfahrer ausstaffieren muß, bevor er sich an das Steuer eines Automobiles setzt, ober gar über eine Landesgrenze fährt. Die meisten dieser Papiere beruhen auf einem veralteten Polizeigeist und tragen die Farbe des Mißtrauens. Das junge Deutschland möchte jedem seiner ausländischen Nachbarn im freien und stolzen Vertrauen freundschaftlich die Hand reichen und mit ihm in demselben Geist wirklicher Jnternationalität Zusammenarbeiten, welcher Ihre Verhandungen beseelt.
Die Eröffnung her Ausstellung „Iran und Volk".
Düsseldorf, 11. Mai. (DNB.) Am Samstagmittag fand im Planetarium, das mit den Fahnen des Reiches und der NS.-Frauenschaft sowie mit frischem Grün ausgeschmückt war, die feierliche Eröffnung der Reichsausstellung „Frau und V o l k", der ersten Frauenausstellung dieser Art im Dritten Reich, statt. Die Eröffnungsfeier wurde mit einem „Festgruß" des Niederrheinischen Cornett-Quartetts eingeleitet. Hierauf begrüßte die Gaufrauenschaftsleiterin Frau Blaß- Düsseldorf die Gäste. Alsdann nahm
Reichsinnenminister Dr. Frick, stürmisch begrüßt, das Wort. Der Minister wies darauf hin, daß der deutsche Muttertag nichts Aeußerliches sein solle wie in der vergangenen Zeit. Es gelte, nicht ein lautes Fest zu feiern, sondern einen Tag der Einkehr zu erleben, aus dem man Dankbarkeit, Vertrauen, Kraft und Erfolg gewänne. In feinen weiteren Ausführungen, in denen sich der Minister mit der rassischen, biologischen und erzieherischen Aufgabe der Frauen und Mütter beschäftigte, hob Dr. Frick auch die ausschlaggebende Bedeutung der Frau und Mutter in wirtschaftlicher Beziehung sowohl für die einzelne Familie wie für das Volksganze hervor. Die Frage, ob dem deutschen Volk in Zukunft eine wirtschaftliche, völkisch-politische und kulturelle Höherentwickelung oder ein Niedergang bevorstehe, werde zum großen Teil entschieden durch seine Frauen. Staat und Bewegung würden alles tun, um die Frauen und Mütter und das Fami - lienlebenzu schützen undzu stärken. Dr. Frick wandte sich weiter sehr entschieden gegen die böswilligen Behauptungen über unsere „Kriegslüsternheit" und betonte, daß ein rassenhygienisch eingestellter Staat immer bestrebt sein werde, einenKrieg zu vermeinden, weil dieser in jedem Falle, auch bei siegreichem Ausgang, gerade die wertvoll st en jungen M ä nner, die für den Fortbestand als Stammväter neuer tüchtiger Geschlechter unersetzbar seien, dem Volk entreiße. Darum sei es unsinnig zu glauben, haß eine Regierung wie die Adolf Hitlers, die das 5£olf als das wertvollste Gut auf der Erde ansehe, dieses Volk leichtfertig der Vernichtung preisgeben könnte. Dr. Frick gedachte weiter der unzähligen deutschen Frauen, denen das Schicksal das Glück eigener Familie und eigner Kinder versagt habe. Sie alle, die im Rahmen der Volksgemeinschaft ihren Platz ausfüllten, hätten Anspruch aufAchtungundAuskommen. Gerade zum Muttertag solle dies anerkannt und zum Ausdruck gebracht werden, daß ihr mütterliches Empfinden und Wirken in vielen Berufen niemals entbehrt werden könne. Zum Schluß
unterstrich Dr. Frick die Aufgaben und Bedeutung der nationalsozialistischen Frauenführung, der nicht nur das Recht zu gebilligt werde, maßgebend an der für Frauen- und Müttertum wichtigen Gesetzgebung mitzuwirken, sondern deren Hauptwirken der Erziehungsarbeit an den deutschen Mädchen und Frauen gelte.
Die Reichsfrauenführerin Frau Scholh - klink betonte, daß die Aufgaben des deutschen Frauenwerkes vielseitig und gewaltig seien. Das Wesentlichste sei aber, daß sie immer nur vom Volksganzen aus gesehen gelöst werden mühten. „Wir sind uns darüber klar", so sagte sie, „daß das deutsche Volk bei den ungeheuren Aufgaben seelischer Art, die an es gestellt werden, ein Frauengeschlecht braucht, das straffste Selbstzucht, geistiges Format und natürliche Lebensart als Fundament für diese Aufgaben mit sich bringen muß. Darum haben wir allen, die mit uns arbeiten wollen, von Anfang an zur Pflicht gemacht, daß das, was sie tun, ganz getan werden muß. Einzelgänger müssen sich zusammenfinden und erkennen, daß einer ohne den anderen nichts ist, und daß, wenn wir in Deutschland einen neuen Adel wollen, wir schon einander achten und schätzen müssen. Das ist aber nur möglich, wenn die nationalsozialistischen Frauen mit einer kampfgewohnten Beharrlichkeit ihre Forderungen auch in den nächsten Jahrzehnten vertreten. Diese Ausstellung soll nicht eine selbstbewußte Leistungsschau der Frau sein, sondern eintz Darstellung dessen, was aus unserem Willen, unserer Einordnung in das Aufbauwerk des Führers bis heute schon Tat werden konnte. Sie wird deshalb auch für uns ein Mahnruf sein. Sie wird uns vieles erkennen lehren, was noch besser gemacht werden muß. Diejenigen, denen sie gefällt, sollen uns helfen, unsere Gedanken weiterzu- tragen. Diejenigen aber, denen etwas nicht gefällt, sollen den Mut und die Kraft besitzen, uns bessere Wege zu zeigen. Sie sollen nicht hintenherum schimpfen. (Erneuter Beifall.) Denn der Sinn dieser ganzen Ausstellung ist nichts anderes als das, was überhaupt der Sinn unseres Nationalsozialismus ist, nämlich uns immer mehr zur letzten Wahrhaftigkeit vor uns selbst, vor unserem Volk und vor unserer eigenen Kraft zu erziehen." Frau Scholtz-Klink erfüllte dann eine Ehrenpflicht im Gedenken an eine Frau, die ihr Leben im Kampf der NS.-Frauenschaft gelassen habe, an Katharina Grünwald, die auf dem Reichsparteitag 1929 von Kommunisten er» schossen wurde. Ganz besonders gedachte sie auch des verstorbenen Staatsministers Hans S ch e m m , der als einer der ersten Männer die NS.-Frauen- schaft unterstützt habe.
Der geheimnisvolle Diebstahl der Genter Altar-Tafel.
Das Gemälde „Johannes der Täufer" wiedergefunden. — Einzelheiten wie aus einem Kriminalroman.
Großes Aufsehen rief im April 1934 in der ganzen Welt der Diebstahl einer Bildtafel des berühmten Genter Altars der Brüder Hubert und Jan Van Eyck hervor. Trotz der fieberhaften Nachforschungen, die die belgische Polizei im Zusammenwirken mit den internationalen Polizeibehörden anstellte, blieb man bis vor kurzem völlig im Dunkel. Jetzt endlich scheint man auf eine Spur gekommen zu sein, die die Vermutungen der Polizei bestätigt, daß das Altarbild nicht aus Belgien entfernt worden ist. Die Genter Staatsanwaltschaft erläßt eine öffentliche Bekanntmachung, aus der heroorgeht, daß der Urheber des Diebstahls fest gestellt worden ist. Es handelt sich um einen inzwischen verstorbenen Belgier, dessen Namen nicht bekannt gegeben wird. Der Teil des Gemäldes, der Johannes den Täu- f e r darstellt und die Rückseite der Altartafel bildete, fei schon gefunden worden, während die vordere Bildseite, die die „unbestechlichen Richter" zeigt, noch nicht gefunden werden konnte. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 25 000 Franken ausgesetzt für Mitteilung, die zur Auffindung des Bildes führen. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, daß auch dieser restliche Teil des Altarbildes nicht vernichtet wurde, sondern sich noch in der Nähe von Gent befindet. Die gestohlene Altartafel gehörte, wie erinnerlich, zu den Teilen des Genter Altars, die sich bis zum Jahre 1920 in Berlin befanden und die auf Grund des Versailler Vertrages der belgischen Regierung übergeben worden sind. Die Tafel ist 1,50 Meter hoch und 65 Zentimeter breit. Der große Flügelaltar gilt als das monumentalste Beispiel mittelalterlicher Altarmalerei und stellt in prachtvollen Einzelbildern das menschliche Seelenheil vom Sündenfall bis zur Erlösung dar. Seit der französischen Revolution waren verschiedene Teile außerhalb Gents. Das gefundene Gemälde, das Johannes den Täufer darstellt, ist in der Kathedrale in Gent wieder aufgestellt worden.
Die bis jetzt bekannt gewordenen Einzelheiten über die teilweise Aufdeckung des Gemäldtzdieb- stahls muten w i e ein amerikanischer Kriminalroman an. Der inzwischen verstorbene Täter richtete einige Wochen nach dem Diebstahl einen anonymen Brief an die bischöfliche Behörde in Gent, in dem er die Rückgabe des Gemäldes gegen eine Summe von einer Million Franken anbot. Im Einvernehmen mit der
Staatsanwaltschaft ging der Konservator des Genter Altars, Kanonikus van der Gheyn, angeblich auf das Angebot ein. Es entwickelte sich in- den nächsten Monaten zwischen ihm und dem Dieb eine eifrige Korrespondenz, die seitens des Kanonikus auf Wunsch des Diebes in den Kleinanzeigen einer Brüsseler Tageszeitung geführt wurde. Der Dieb hatte wohl den Eindruck, daß man seinen Versicherungen über den Verbleib des Bildes keinen Glauben schenke, und so schrieb er eines Tages an den Kanonikus, daß er zur Behebung aller Zweifel eine der Tafeln am G e - päckfchalter des Brüsseler Nordbahnhofs abgegeben habe. Dem Brief war der Gepäckschein beigefügt. In Begleitung von Beamten der Eisenbahn und der Staatsanwaltschaft begab sich der Kanonikus nach Brüssel, und sein Erstaunen war nicht gering, als er das Bild tatsächlich dort vorfand. Es bestand jetzt kein Zweifel mehr, daß der anonyme Briefschreiber der Dieb war, der übrigens sein Angebot erneuerte und auch für das andere Gemälde, das „Die gerechten Rich - t e r" darstellt, die Summe von einer Million Franken forderte. Plötzlich wurde der geheimnisvolle Verkehr zwischen den beiden Parteien unterbrochen und zwar, wie sich jetzt herausstellte, durch den Tod des Diebes. Dieser ist im November gestorben. Seine Identifizierung wurde durch einen Zufall herbeigeführt. Als nämlich im Januar die Nachlaßpapiere eines Genter Bürgers geordnet wurden, fand die Steuerbehörde einige geheimnisvolle Zettel, in denen der Name des Kanonikus van der Gheyn häufig oorkam. Dieser wurde verständigt, und sein Erstaunen war groß, als er in dem Besitzer dieser Papiere den anonymen Briefschreiber wieder erkannte. Die sofort in der Wohnung des Verstorbenen angestellten Nachforschungen nach dem Verbleib des zweiten Gemäldes biteben völlig ergebnislos. Der Vorstor- bene hat fein Geheimnis mit ins Grad genommen. Bei dem Dieb handelt es sich um einen Genter Bürger, der sich in schwierigen finanziellen Verhältnissen befunden haben soll. Seine Frau war vollkommen ahnungslos und konnte nicht die geringsten Aufschlüsse über die Handlung ihres Mannes geben. In Gent hofft man zuversichtlich, daß auch das zweite Gemälde noch vorhanden ist, und daß es eines Tages wieder gefunden wird.
Aus aller Well.
„Deutsche Volksheilkunde" in Nürnberg.
Die großen Veranstaltungen der deutschen Naturärzte und der deutschen Volksheilbeweguna in Nürnberg wurden mit der Eröffnung der Ausstellung „Deutsche V o l k s h e i l k u n d e" eingeleitet. Die Schirmherrschaft für die Ausstellung hat Gauleiter S t r e t ch e r übernommen. In feiner Erüffnungsanfpracye beleuchtete der Gauleiter die Mißstände, die noch heute auf dem Gebiet des Heilwesens unzweifelhaft vorhanden seien und kündigte an, daß es jedes Jahr in Nürnberg eine solche Ausstellung geben solle. Er betonte, es müsse wieder das Gefühl für das Natürliche geweckt werden. Der Einfluß des Fremdrassigen, der jahrzehntelang auch auf dem Gebiet des Heilwesens geherrscht habe, müsse verschwinden. Nachdrücklich wandte sich Streicher dagegen, daß die Anhänger der natürlichen Heilweise Die Schulmedizin und ihre Anhänger bekämpften.
Schweres Bootsunglück auf einem osthotstelnischen See. — Drei Personen ertrunken.
Auf dem Krummensee bei Malente (Ostholstein) ereignete sich ein schweres Bootsunglück. Drei Männer, Angestellte und Arbeiter der Deutschen Werke in Kiel, die in dem Erholungsheim Bruhns Koppel wohnten und dort eben erst angekommen waren, waren mit einem starkbeschädigten Boot, das schon lange unbenutzt am Ufer gelegen hatte, auf den See hinausgefahren; als Ruder bedienten sie sich dabei eines einfachen Brettes. Etwa 60 Meter vom Ufer entfernt lief das lecke Boot plötzlich voll Wasser und sank mit der Besatzung ab. Die Hilferufe verhallten schnell. Zuschauer am Ufer glaubten anfangs an einen Scherz, bis auch ihnen Das Unglück zur Gewißheit wurde. Alle Drei Männer im Alter von 46 bis 52 Jahren finD ertrunken. Um sie trauern Die Ehefrauen und 15 Kinder; einer Der Verunglückten hat 7, einer 5 unD Der Dritte 3 Kinder. Bisher konnte nur eine Leiche geborgen werden.
Beraubung eines Eisenhahnpostwagens auf der Strecke kohlfurt—Penzig.
Durch Uebörfall auf den Blockwärter Der Blockstelle Rothwasser auf Der Strecke Kohlfurt— Penzig (NieDerschlesien) gelang es nachts Drei maskierten Räubern, Den von Kohlfurt kommenden Eilzug anzuhalten. Sie erkletterten Den Postwagen, gaben mehrere Schüsse ab unD hielten die Postbeamten mit vorgehaltenen Schußwaffen in Schach. Es wurden mehrere Kisten mit insgesamt 48 000 Mark geraubt. Das gestohlene Geld besteht in Der Hauptsache aus HartgelD. Für Die Ermittlung Der Täter finD insgesamt 2000 Mark und außerdem 10 v. H. des wiederherbeigeschafften Geldes unter Ausschluß des Rechtsweges ausgesetzt. Die Bevölkerung wird gebeten, bei Der Aufklärung Dieser Tat unD bei Der Ermittelung Der Täter nach besten Kräften mitzuwirken.
Tierbändigerin von einem Tiger angesprungen und verletzt.
Im Zirkus Krone ereignete sieh bei einem Gastspiel in Neunkirchen (Saar) ein schwerer Unfall. Ein Tiger sprang Die 19jähriae Tierbändigerin Ci11 y an unD verletzte sie so schwer, Daß sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden muhte. Das Tier war bei einem Sprung über feine Herrin zu kurz gesprungen und traf mit voller Wucht Die Tier
bändigerin, die durch Prankenschläge am Kops er» heblich getroffen wurde. Dies ist der erste Unfall der bekannten Tierbändigerin. .
Waldbrand bei Aschaffenburg. —
Ein alter Wann in den Flammen umgekommen.
Bei Holzkirchhausen, unweit von Aschaffenburg, entstand in einem Waldstück ein Brand, dem etwa sieben Tagwerk Kiefernwald zum Opfer fielen. Die Einwohnerschaft von Holzkirchhausen, von Neubrunn und Helmstadt samt dem Arbeitsdienst des Lagers Neubrunn verhütete durch ihr Eingreifen eine weitere Verbreitung des Brandes. Bei dem Brand wurde der 68 Jahre alte Sozialrentner Georg Schraut von Helmstadt ein Opfer der Flammen. Die Leiche war stark verkohlt, wies allerdings auch einen Bruch der Halswirbelfäule auf. Nach Aussage seines Sohnes hatte sich Schraut eine Pfeife angezündet, und das weggeworfene Streichholz soll die Ursache des Brandes gewesen sein. Bei Dem Versuch, das rasch um sich greifende Feuer zu ersticken, sei Schraut von den Flammen ersaßt worden. Seine Leiche wurde beschlagnahmt. Der Sohn wurde vorläufig in Haft genommen.
Riefenfeuer in einer Münchner Gummifabrik. — Zahlreiche Verletzte. — Großer Brandschaden.
In der Gummifabrik Metzeler AG. in München entstand ein Brand, der rasch großen Umfang annahm. Sämtliche Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr und vier Löfchzüge der Münchener Berufsfeuerwehr mußten aufgeboten werden. Etwa 20 Tonnen Rohgummi find den Flammen zum Opfer gefallen. Das vierstöckige Hauptgebäude Der Fabrik wurde bis zum Dachstuhl vom Feuer ergriffen, ebenso der anschließende Regenerationsraum. Vernichtet wurde ferner das Chemikalienlager und das Lager an Fertigfabrikaten, technische und sanitäre Gummiwaren. Bei der Bekämpfung Des Brandes wurden 26 Personen teils Durch Schnittwunden verletzt, teils durch Rauch vergiftet. Unter den Rauchoergifteten befinden sich einige schwere Fälle durch Schwefeldämpfe. Betriebsleiter Generaldirektor Maul schätzt Den Schaden auf etwa eine Million RM. Im ganzen wurden 14 Löschzüge und 56 Strahlrohre eingesetzt, was Das Ausmaß Dieses Riesenbrandes kennzeichnet. Die Brandbekämpfung war sehr schwierig, hauptsächlich auch deshalb, weil das Feuer wegen der hell auf- brennenden Gummivorräte im Innern Des Gebäudes nur von außen her angegriffen werden konnte. Das Hauptgebäude mit feiner Einrichtung fiel Dem verheerenden Element fast ganz zum Opfer.' Der Rettungsdienst mußte sechs Verletzte ins Krankenhaus überführen und zahlreichen leichter Verletzten erste Hilfe leisten. Die Entstehungsursache wird auf die Entzündung von Rohgummiballen im Trockenraum zurückgeführt. Der Betrieb kann trotz der großen Zerstörungen nach Mitteilung Der Metzeler AG. aufrechterhalten werden.
Verheerende Feuersbrunst in einem pommerschen Dorf.
Von einem schweren Brandunglück wurde das Bauerndorf Rankwitz bei Ufebon (Pommern) heimgesucht. Auf dem Gehöft der Landwirtin Göring brach Feuer aus, das durch starken Wind begünstigt rasend schnell auf die Nachbargrundstücke Übergriff. In kurzer Zeit standen zehn Gebäude, meist Ställe und Scheunen, in Hellen Flammen. Alle
JLtUJmfcn bieten bsibes!
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