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EINSEGNUNG

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Mittwoch, !3.Marz (935

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)

Nr. bl Zweites Blatt

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PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

Bouillonkartoffeln mit Brühwürst-

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Das dritte Kleid aus Samt erhält die < Wirkung durch feine Linienführung und sein terial

Am Sonntag wieder Eintopf!

Ratschläge für schmackhafte Gerichte.

für eine großstädtische Firma, die Kleidung für Trachtenvereine herstellt und verdient täglich bei 8 bis lOstündiger Arbeitszeit rund 5 Mark. Die mir bekannte Tochter eines Bauern, die als gelernte Näherin bei sich zuhause Arbeit annahm, aber täg­lich kaum auf 1,50 Mark kam, flickt und näht als sog. Störnäherin jetzt in der Stadt Weißzeug und verdient bei freier Verpflegung täglich 3 Mark.

Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert!" Das gilt auch für die Dorfschneiderin. Große wirtschaft­liche Werte sind dadurch zu erhalten, daß in Wäsche und Kleidung pfleglich und sparsam verfahren wird. Dazu bedarf es in erster Linie tüchtiger, schaffens­froher Schneiderinnen, die jeder Hausfrau werk­freudig an die Hand gehen. Früher durfte in man­chen Gegenden die Schneiderin, die die Aussteuer gefertigt hatte, im Brautzug unmittelbar hinter den

4 Pfund Kartoffeln, 6 Maggis Fleischbruhwurfel, 1 Eßlöffel (20 Gramm) Nierenfett oder Butter, Salz und Pfeffer nach Geschmack, einige Stengel feingehackte Petersilie. Zubereitung: Die Kartoffeln schälen, in dicke Scheiben schneiden, waschen und in reichlich Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, etwas abschöpfen, die Fleischbrüh­würfel darin auflösen und die so erhaltene Fleisch­brühe zurückgießen. Wenn die Kartoffeln gar sind, nach Pfeffer und Salz abschmecken, die Brühwürste dazutun, gleichfalls die feingehackte Petersilie und das Fett. Das Gericht noch einige Minuten ziehen

Verwandten des Hochzeitspaares schreiten und des Sonntags beim Kirchgang teilte sie den Stolz der Frauen und Mädchen, die von ihr gefertigte, gut sitzende Gewänder trugen. Diese Wertschätzung auf der einen und dieser Werkstolz auf der anderen Seite, sollten auf dem Lande wiederkehren.

Viele Bauernmädchen müssen sich wohl oder übel einem praktischen Beruf zuwenden Man lasse aber nicht immer nur die besten von ihnen nach der Stadt abwandern, sondern suche die sozialen Vor­aussetzungen für alle jene Berufe und Beschäftigun­gen zu schaffen, durch die sie dem Dors erhalten bleiben können. Der Beruf der Dorfschneiderin ver­trägt noch Zuwachs, er bedarf aber vielerorts einer sozialen und ideellen Hebung, ohne die auf die Dauer keine Höchstleistungen zu erzielen sind.

Zur Einsegnung zeigen wir heute fünf Kleider in verschiedenster Form und in verschieden­stem Material.

Das erste Kleid in sehr schlichter, blusig gezogener R a g l a n f o r m ist aus M a t t c r e p e. Der Gürtel, der Kragen und die kleinen Stulpen find aus dicker Kordel gearbeitet, die mit Mattcrepe (oder auch mit glänzender Seide) bezogen ist.

Das zweite Kleid ist aus feiner weicher Wolle. Seinen Ausputz bilden die stark markierten Ab­näher der Aermel und ein b r e i t e r G ü r t e l aus Kalbleder.

Die Dorfschneiderm

von Fanny Maerz

mit heißer Milch und etwas Butter glatt gerührt, mit Salz abgeschmeckt und dann in eine gut mit Butter ausgestrichene feuerfeste Form getan. Man gibt auf die untere Kartoffelschicht den Fleischbrei, breitet bann den Rest der Kartoffeln darüber und gibt über das Gericht noch ein gut mit etwas Milch zerquirltes Ei. Man kann die Kartoffeln auch mit Semmelmehl bestreuen und mit Butterflocken be­legen. Man backt das Gericht in gut heißem Ofen etwa 45 Minuten und gibt es in der Form recht heiß zu Tisch.

Bauernpfanne. Man verwendet hierzu Fleischreste, also gekochtes Suppenfleisch oder der­gleichen. 1 Pfund gekochtes ober gebratenes Fleisch wirb in kleine Stücke geschnitten unb in einen eisernen Topf getan, in bem man Butter ober Schmalz gut erhitzt hat. Sobalb bas Fleisch etwas gebräunt ist, tut man 1 Pfunb in Stücke geschnitte- nen Weiß- ober Wirsingkohl hinein, sowie einen guten Stich Butter unb läßt ben Kohl unter öfte­rem Umrühren auf kleiner Flamme langsam weich schmoren-, bann gibt man 1 Pfunb in Scheiben ge­schnittene, gekochte Kartoffeln hinein unb läßt auch diese noch gut durchschmoren. Man gibt zuletzt noch etwas Butter daran, damit das Gericht möglichst

Das vierte Kleid mit dem tief angesetzten Glocken- rock ist aus Crepe reversible gearbeitet. Seine S ch l e i f e n t e i l e sind an die Aermel an­geschnitten, bei ihnen kann die blanke Abseite nach rechts gebunden werden.

Das fünfte Kleid mit der Garnitur aus Spach­telspitze ist aus C o t e l 6, Marocain oder Samt.

H.

behandelt werden!

Wenn man ben Körper allgemein im Frühling auffrischt, bann vergehen auch oft diese lästigen Schmerzen. Die vielen Kopfschmerzen kommen auch oft von den Ermüdungsgiften, die im Körper kreisen! Möglichst viel frisches Obst unb Gemüse, Wande- rungen in ber frischen Luft unb sachgemäße Atem­übungen sind bie besten Helfer ber Aerzte.

Fußschmerzen stellen sich um diese Zett bei der Hausfrau gern ein unb werben von ihr meist falsch behanbelt. Absatzlose Pantoffeln verstärken nämlich bie Schmerzen, anstatt sie zu Hubern, benn das Gehen in absatzlosen Schuhen verteilt bas Gewicht falsch unb überlastet bie Fuß- unb Waben­muskeln l Kräftige Fußmassage morgens unb abenbs, stärkenbe Fußbäder, unb wenn es nötig ist, sogar ein paarmal sachgemäße Banbagen können hier Abhilfe schaffen! Dr- w-

bimsten. ...

Rindfleischpubding. Man kann zu biesem Gericht gut weichgekochtes Suppenfleisch verwen­den, sonst auch Reste von anberm Braten. Man läßt bas Fleisch burch bie Fleischmaschine gehen ober wiegt es ganz fein mit bem Wiegemesser.

flU6ineauk Näherin tollte ein °ngemesi°nes Em- tommen haben. Gerade m diesem Punkt bapert nicht selten auf bem Lanbe. Die Folge ist, oatz i sich körperlich unb seelisch viel zu r{a!$ JT^irb unb baß ihre Liebe zur Heimat schartig wiro. Wenn ich mich verbessern kann, gehe ich fort, viel- t'eidjHn bie Stabt als Weißzengnäherm ober tch lerne noch hinzu unb mache nach als M°be|chneche rin lelbftänbig.", denkt fo manche und bas ®otf oet tiert über kur, ober lang eine wertvolle Kraft. Ich kenne eine Schneibenn, bie kam noch vor sechs Jay ren in ihrem Heimatdorf °uf einen Tagesverdienst von 1 80 bis 2 Mark, bei durchschnittlich 12 bis* stündiger Arbeitszeit. Heute arbeitet |ie nur noch

Suppentopf von Hammelfleisch und Gemüse, für 4 Personen. 1 Pfund Hammel­fleisch, 1 Pfund Wirsingkohl, 1 Pfund Gelbrüben, 1 Pfund Kartoffeln, 2 Eßlöffel Fett, 1 Zwiebel, 2 große Tomaten, Salz, Prise Peffer unb Zucker, 10 Tropfen Maggis Würze. Das Fleisch in kleine Würfel schneiben, in bem heißgemachten Fett an­braten, bie feingehackte Zwiebel, bie abgeschälten, in feine Scheiben geschnittenen Gelbrüben ebenfalls mit bem Fleisch burchbünsten lassen unb bann bie in Scheiben geschnittenen Tomaten, ben in 8 Stücke zerteilten Wirsingkohl dazugeben, salzen, etwas pfeffern unb Prise Zucker beifügen, so viel heißes Wasser barüber gießen, baß Fleisch unb Gemüse qut bavon bebedt finb, unb nun bas Gericht zuge­deckt auf kleinem Feuer kochen lassen. V- Stunde

lassen. .. , .

Schweinefleisch mit Mohrrüben unb Kartoffeln. Zubereitungszeit 2 bis 2'/s Stun­den; 6 Personen. 2 Pfund Schweinefleisch brat man langsam auf allen Seiten schön braun an. Unterdessen putzt man bie Mohrrüben unb schnei­det sie in schöne Streifchen, schält Kartoffeln, wascht sie unb schneidet sie in Scheiben. Dann legt man das Fleisch in eine Kasserolle, gibt eine Lage Mohr­rüben barauf, salzt unb pfeffert, bann kommt eine Lage Kartoffelscheiben, hierauf wieber Mohrrüben unb so fort, bis bie Kasserolle gefüllt ist; bie letzte Lage müssen jeboch Mohrrüben fein. Inzwischen hat man 2 Maggis Fleischbruhwürsel in '/- Liter kochendes Wasser ausgelöst, gießt die Fleischbrühe über Fleisch und Gemüse, oerschlieht die Kasierolle gut und läßt das Gericht 1-/- bis 2 Stunden gar

Frühjahrsmüdigkeit der Hausfrau.

Der Mensch ist keine Maschine, die ununterbrochen laufen kann. Einmal kommt doch ber Zeitpunkt, roo die Rüber sich langsamer brehen, bas Arbeiten schwerer fällt unb bie ganze Kraft zu erschlaffen scheint. Gerabe jetzt in der U e b e r g a n g s 3 e i t zwischen Winter unb Frühling, ba packt" es uns! Man wacht morgens mübe auf, man bekommt ben ganzen Tag bas schläfrige Gefühl nicht aus bem Körper, man istfrühlings- mübe"!

Eine Hausfrau barf nicht mübe fein!" wirb energisch erklärt, unb tapfer beißen unsere Frauen die Zähne zusammen unb versuchen, ber Frühjahrs- mübigkeit Herr zu werben. Aber bie Kopfschmerzen wollen nicht weichen, unb das Kreuz tut so weh, die Füße brennen leichter als sonst! Die Maschine ist halt ein bißchen gestört, sie müßte aufgefrischt werben!

Frühlingsmübigkeit ist keine Krankheit, sie ist eigentlich ein ganz natürlicher Vorgang: ber Körper hat im Laufe des Winters allerhand Giftstoffe auf­sparen können aus Mangel an Vitaminen unb Sauerstoff. Folglich muß ber Körper entgiftet werben: auch bie fleißige Hausfrau darf sich bem nicht entziehen. Sie muß basGroß- Reinemachen" beim eigenen Körper beginnen, bann kommt es auch bem Haushalt zugute!

Am schlimmsten aber ist es mit ben Kreuz- schmerzen! Sie haben nämlich bie verschieden­sten Ursachen unb sind nicht immer ber berühmte Hexenschuß. Kreuzschmerzen werben nicht nur burch örtliche, im Kreuz unb seiner unmittelbaren Um­gebung gelegenen Ursachen ausgelöst, fonbern sie kommen auch sehr oft von Organen, bie mit bem Kreuz selbst gar nichts zu tun haben. Der Mensch kann nämlich nicht scharf unterscheiben, von welcher Stelle Schmerzen kommen, bie Organe betreffen, bie im Becken liegen! Deshalb kommt es oft vor, baß die Kreuzschmerzenausstrahlenbe Schmerzen" finb, unb baß man nach tieferen Grünben forschen muß, als nach einem akuten Muskelrheumatismus, ben der VolksmundHexenschuß" nennt, unb ben man durch Wärme meist schnell wieder heilen kann.

Auch bie Ischias schmerzen, bie durch eine Entzündung des Ischiasnerven bedingt werden, und die so besonders gern im Frühling auftreten, können Ursachen ber Kreuzschmerzen sein! Ganz junge Menschen, bie noch wachsen, haben öfter Schmerzen am Steißbein, bei alten Leuten haben biese Schmer­zen ihren Grunb in rheumatischen Knvchenveränbe- rungen!

Aber bie Kreuzschmerzen, die die Frühjahrs­müdigkeit besonders bei ber Frau hervorruft, bie haben meist tiefere Gründe. Sie sind das erste Warnungssignal für einen allgemeinen Schwäche- 3 u ft a n b bes Körpers. Die Muskeln finb schlapp geworben, Verlagerung unb Entzünbung der Gebär­mutter unb ihrer Umgebung können bie Ursache fein! Hier muß ber Frauenarzt zu Rat gezogen werben, durch Diathermie, Massagen usw. kann man ba helfen allerbings muß jeber Fall inbivibuell

Wieviel wiegt unser Baby?

Das Geburtsgewicht ist nicht ausschlaggebend.

Ein Kmbchen ist geboren worben, mit einem kräftigen Schrei hat es bie schöne Welt begrüßt. Dann hat man es gebabet unb nun kommt bas wichtigste: Baby wirb gewogen!6V2 Pfunb wiegt bas Bübchen, unb 52 Zentimeter lang ist es, von Kops bis Fuß gemessen!"

Ist bas Normalgewicht? Muß ein Kind nicht acht Pfunb wiegen, wenn es gefunb fein soll? Unb ist es mit seinen 52 Zentimetern nicht sehr klein?"

Der Arzt beruhigt bie ängstliche Mutter.Ein Ge­wicht von 6% Pfunb ist ganz normal unb vollkommen ausreichenb. Selbst wenn bas Kinb nur 5 Pfund gewogen hätte, wäre ich noch zufrieben, auf jeden Fall ist mir das lieber als die 12-Pfund-Kinderl Unb zu klein ist ber Junge auch nicht: bie Normal- burchschnittsgrvße liegt bei 50 Zentimeter, es for.t« men Schwankungen vor von 48 bis 55 Zentimeter! Ist ein Neugeborenes nur 48 Zentimeter groß, sa muß bie Mutter nicht gleich benken, baß bas Kind einZwerg" bleibt. Die Geburtsgröße hat mit bem späteren Wachstum nichts Ausschlaggebenbes zu tun! Größe unb Gewicht bes Säuglings hängen meist von ber Körperkonstruktion ber Eltern ab. Auch bie Ernährung ber schwangeren Frau spielt hier eine Rolle. Frauen, bie währenb ber Schwan- gerschaft benken, sie müßten für zwei essen, werben meistens sehr schwere Kinber bekommen bas macht ber Mutter bei ber Geburt mehr Kummer, unb bem Säugling ist nicht bamit gebient!

Am liebsten haben bie Aerzte bie 6-Pfunb-Kinber. Die schwereren Säuglinge nehmen bann nämlich in ben ersten Lebensmonaten nicht entsprechenb zu, so baß ber Sechspfünber ben Zehnpfünber bald eingeholt hat. Die schweren Säuglinge bleiben län­ger auf ihrem Geburtsgewicht stehen!

Wenn nun bas Kind nach seiner Geburt in den ersten Tagen abnimmt, so ist bas ganz natürlich. Währenb ber ersten fünf Lebenstage werben Ab­nahmen bis zu einem Dreioiertelpfunb verzeichnet (oft finb es aber nur 100 bis 200 Gramm!). Kinber, bie mehr abnehmen, haben eben vielKinbspech" im Darm gehabt, deshalb ist auch der erste Stuhl­gang dunkel gefärbt. Nach diesen ersten fünf Ta­gen soll die Zunahme allerdings einsetzen. Deshalb muß auf ber Waage genau kontrolliert werben! Im ersten Monat nimmt bas gesunde Baby wenn es bei ber Geburt nicht ausgesprochen viel gewogen hat ca. 200 Gramm zu? mit zwei Mo­naten ist bie Gewichtszunahme (vom Geburtsgewicht an gerechnet) burchschnittlich 900 bis 1000 Gramm, bann steigt bas Gewicht entsprechenb. Die Haupt­sache ist bas regelmäßige Zunehmen. Nimmt ein Kind eine Woche lang mal nicht zu, so ist das nicht gleich ängstlich. Es wirb es in ber nächsten Woche' ausgleichen. Auch Abnahme von ein paar Gramm brauchen die junge Mutter nicht gleich zu ängstigen! Jede Darmstorung eines Kleinkin­des muß ernst genommen werden! Bei Durchfall unb grünem Stuhlgang sofort Milch unb Zucker fortlassen unb nur Wasserhaferschleim geben ober Fencheltee. Der Arzt muß gleich zugezogen werben!

Mit einem Jahr soll unser Baby zwischen 16 unb 20 Pfunb wiegen was barüber ist, ist vom liebel, benn berüberernährte" Säugling macht bem Kinberarzt oft mehr Sorgen als das zu ma­gere Kind. Unter 15 Pfund barf ein Jahreskind nicht wiegen!

Mein Junge hat mit einem Jahr mehr gewogen als mein Mädel, dabei wog das Mädelchen bei der Geburt IV2 Pfund mehr als der Junge!"Auch bas ist normal: Jungens wiegen bis zum Puber- tätsalter immer etwas mehr als ein Mäbel, auch ' bei gleicher Größe. Vor allen Dingen muß sich jede Mutter eins zur Regel machen: nur bie gute , Babywaage gibt genaue Auskunft! Ein Schätzen" bes Gewichtes hat gar keinen Sinn, , benn beim Baby kommt es auf jebes Gramm an! . Dr. W.

Handweberei ohne Webstuhl.

Daß in deutschen Landen seit Jahr und Tag die Handweberei wieder zu Ehren kommt, braucht wohl kaum mehr gesagt zu werden. In Stadt und Land werden bereits viele Stoffe verwendet, dis mit der Hand gewebt finb; bie Auswahl ist reich, fei es, daß man sie für irgend welche Ausstattungs­zwecke ber Wohnungseinrichtung, fei es, daß man sie zur Herstellung von allerlei Kleidungsstücken haben will.

Aber eins ist noch viel zu wenig bekannt: Daß man sich allerhand Stoffe selbst weben kann, sogar wenn man keinen der bekannten großen Webstühle besitzt. Es gibt Webrahmen verschiedener For­men, die vollauf genügen, um darauf Stoffe bis zu 80 Zentimeter Breite anzufertigen, bie man dann zu den verschiedensten Zwecken verwenden kann. Auch Kissenplatten, Streifen für Handtaschen zu jedem Kleid eine in der passenden Farbe! Fuß­kissen, Tischdecken, Vorhangschals, Umschlagtücher kann man mit Hilfe der Webrahmen arbeiten, und nicht zuletzt sei der zartett und derben Stoffe ge­dacht, die man zur Herstellung ber verschiebenartig- ften Kleibungsstücke gebraucht.

Die Technik ber Webearbeit ist sehr einfach z u erlernen, mit einigem Geschick ist man balb so weit damit gediehen, daß man ohne Fehler unb in notroenbiger Gleichmäßigkeit bie Kette zu spannen, das Schiffchen zu führen vermag. Die Musterung bzw. bie Farbenzusammenstellung bleibt hierbei wie bei jeder anderen Handarbeit, Sache bes persön­lichen Geschmackes, wenn man sich nicht von Mustern unb Anweisungen leiten lassen will, bie in genügen- ber Anzahl unb Vielfältigkeit aus entsprechenden Zeitschriften sowie burch bie Lieferfirmen der Web­rahmen zu haben finb. Auch beim Weben kann also bie eigene Fantasie uns zu neuen Karo-, Strick- und Streifenmustern verhelfen, die alle in der gewöhn­lichen ßeinenbinbung herstellbar finb. Auch die Rippenbindung ist mit ben einfachsten Rahmen ausführbar, währenb man z. B. für Korperbinduii* gen eine vierschaftige Einrichtung gebraucht, die je­doch zu ben einfachen Webrahmen dazu gekauft werben kann. Da bie Möglichkeiten des einfachen Rahmens aber bereits sehr vielseitig find, wird er in vielen Fällen vollauf genügen. Beiderwand, Gewebe in Schwedentechnik, Ornament, unb Bilb- meberei in bescheidenen Grenzen, eine Nuppentech« nif für Teppiche, Kissenplatten, Truhenbecken usw., ja sogar bas Knüpfen von Smyrnabrücken ermöglicht der einfachste Webrahmen, der nur für*

Mancherorts nimmt die Dorfnäherin eine sehr geachtete Stellung ein und hat ihr gutes Auskom­men, besonders in ausschließlich bäuerlichen Ge­meinden, wo die Hausfrau nach wie vor ihren Stolz in einen soliden, pfleglich Ahon e en y0utiionrarronein m 11 » 1 u y u, u«. tv-

Wäschebestand setzt und bie Kleibung im Zuschnitt ß n (^ür 4 Personen.) Zutaten: 4 Brühwürste,

noch einen ausgesprochen lanblichen Charakter tragt. ) ©«wnHoin r Wnnnia KfpHrhhrühmürfeL Leider qH>t es aber nicht mehr allzunie, Schneide, rinnen die nach Trachten nähen können, und wenn man heute mehr denn je bestrebt .st, das, was an einer bobenftänhigen Kleidung schon und pratNd) roar wieber aufleben zu lassen unb zu erhalten, la must auch der beruslichen Ausbildung und der ver,ältlichen Veranlagung der Dorsschneiderm weit mehr Bedeutung als bisher b-igemesien werden. Es kommt auf die charakterlichen Eigenfchaf en einer Schneiderin an. Wenn sie sich oerwach,en suhlt mit ihrer ländlichen Heimat und Freude am ünversälschten Bauerntum hat, so wird 0e nwit ms« Niger einem städtischen Modee.ns ub n der Kl-n fL"'schmÜck?zweckmä'Ks 6°'"m°ttrach. bewahren.

^i7herN°Einslüh frost' denn bei Neuanschassum rin in ihrem Fach, wenn in ihr Ar S r realen, sittlichen unb malerischen Wert einer veque men schmucken Trachtenkleibung wirksam ift,. unö sie ist Indem noch -ine P-rsonlichke.wenn sie -s versteht, unter ihrer Kunbschaft ben Smn unb bas Verstänbnis für diese bodenständige Kleidung ch