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Schwierigkeiten in Argentinien

ttm den Gouverneur von Buenos Aires.

Buenos Aires, 13. März. (DNB. - Funk- fprud).) Eine erbitterte innerpolitische Fehde, die schon feit längerer Zeit in der argen­tinischen Provinz Buenos Aires schwebt, hat am Dienstag eine krisenhafte Zuspitzung erfahren, die schwere Beunruhigung in ganz Argen­tinien auslöst, schon deshalb, weil der Bundesstaat Buenos Aires einen der reichsten und be­deutendsten Bezirke von Argentinien darstellt. Der Gouverneur der Provinz Marti­nez de Hoz geriet schon vor geraumer Zeit mit dem linken Flügel seiner Partei, den National- demokraten in Streit. Die linken National- demokvaten verstanden es, die Volksmenge aufzu­wiegeln. Mit bewaffneter Hand wurde an­fangs Februar in der Provinzhauptstadt La Plata der Regierungspalast genom­men und der Gouverneur zum Rücktritt ge­zwungen. Erst am Tage daraus wurde er durch Truppen der Zentralregierung wieder in sein rechtmäßiges Amt eingesetzt. Die Folge dieser Vorgänge war eine Umbildung des Provin­zialkabinetts, bei der die Minister aus den Reihen der äußersten Rechten entnommen wurden, was neue Erbitterung schuf. Die Nationaldemvkra­ten beantragten darauf gemeinsam mit dem sozia­listischen Block beim Provinzialparlament die Ab­setzung des Gouverneurs. Im Senat ist der An- trag bereits durchgegangen.

Wie ein Auftakt zu kommenden Ereignissen wirkte es, als am Dienstagnachmittag der Regie- rungspalast in La Plata von einem Oberst Kinkelin mit 200 Legionären besetzt wurde. Kinkelin hat seinerzeit dem verstor­benen General Uriburu nahegestanden; er gilt heute sogar als einer der Führer der extremen Nationalisten. Wie er erklärte, erfolgte die Besetzung des Regierungspalastes zum Schutze des Gou­verneurs.

Die ganze argentinische Oeffentlichkeit zeigt sich sehr erregt über die Vorgänge, die allmählich über den Rahmen einer reinen Provinzialangelegen­heit weit hinausgewachsen sind, ernste innere Kon­flikte gelten als nicht ausgeschlossen.

Befremdende Behandlung deutscher Studenten in Dorpat.

Reval, 12. März (DNB.) Der akademische Ge­richtshof der Universität Dorpat hat den Ver­treter der Deutschen Studentenschaft beim sogenannten Studentenparlament Tantos für ein Jahr von der Universität Dorpat relegiert. Tantos hatte das Vorgehen der e ft - nifchen Vertreter der Studentenschaft als ver­ächtlich bezeichnet, weil diese, ohne die Vertreter der Minderheiten davon in Kenntnis zu setzen, im Namen der gesamten Studenten­schaft eine Denkschrift an die Regierung gerichtet hatte, in der die Einführung des numerus clausus für die Minderheiten an der Universität Dorpat gefordert wurde. Dieses Vor­gehen hatte in deutschen Kreisen stärkstes Be­fremden erregt. Die Angelegenheit wurde mcht auf dem üblichen studentischen Wege ausgetragen. Der akademische Gerichtshof in Dorpat hat stch auf den Standpunkt gestellt, daß Tantos in den Ver­tretern der estnischen Studentenschaft Beamten- personen der Universität beleidigt hätte.

Heichsminiffer Dr. Goebbels bei den SluSlandsjournalisten.

Berlin, 13. März. (DNB.) Am Dienstag ver- anstaltete der Verein der ausländischen Presse zu Berlin einen Bierabend tm Hotel Adlon, zu dem Reichsminister Dr. Goebbels, Staatssekretär Funk und weitere Herren des Pro­pagandaministeriums erschienen waren. Der Vor­sitzende des Vereins, Louis P. L o ch n e r, begrüßte besonders herzlich Reichsminister Dr. Goebbels, der seiner Freude Ausdruck gab, daß dieses zwanglose Zusammentreffen der Herren der Auslandpresse mit den Herren seines Ministeriums die Gelegenheit biete, frei und offen alle Probleme des neuen Deutschlands zu erörtern und so manches Mißver­ständnis aus der Welt zu schaffen. Dr. Goebbels betonte, daß er es gerade als seine besondere Aus­gabe ansehe, die schwierige Arbeit des Journalisten in jeder Hinsicht zu erleichtern. Im Verlaufe des Abends entwickelte sich eine rege und fruchtbare Aussprache zwischen Dr. Goebbels und den zahlreich erschienen Auslandjournalisten.

Danksaguna der Srou Schemm.

Bayreuth, 12. März. (DNB.) Frau Schemm teilt mit: Tiefbewegt von den zahllosen Beweisen herzlicher Teilnahme bitte ich alle, die mir mein schweres Schicksal haben tragen helfen, meinen innigsten Dank entgegenzunehmen.

Frau Babette Schemm zugleich im Namen der übrigen trauernden Hinterbliebenen.

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Die Pressestelle des Hauptamtes für Er­zieher und des NSLB. teilt mit: Der tra-

lstchs Tod ttnfgreg Hauplamisleiters ) ans Schemm zeigt uns, wie viele tausende deutsche Erzieher und Volksgenossen ihre innige Liebe dieser Jdealgestalt eines deutschen Erziehers geweiht hatten. Es ist unmöglich, für die rührenden Beweise inniger Anteilnahme einzeln Dank zu sagen. Es soll aber in dem Gelöbnis zu dem letzten Vermächtnis Hans Schemms bestehen: Die Treue zu halten, die er uns gehalten, und treu unserem Führer zu sein, damit Hans Schemm mitten unter uns bleibe.

Kunst und Wissenschaft.

Der Erfinder der Kunze-Knorr-Vremse gestorben.

In Mauderode bei Nordhausen st a r b im Alter von 80 Jahren der Ministerialrat a. D. und Geh. Oberbaurat Dr.-Jng. h. c. Bruno Kunze. Kunzes Lebenswerk war die Ausgestaltung und Verbesse­rung der Luftdruckbremse, die eine ent­scheidende Erhöhung der Sicherheit im Eisenbahn­verkehr brachte. 1918 wurde die moderne Güterzug. Druckluftbremse Kunzes allgemein bei der Eisen­bahn eingeführt. Sie brachte große betriebliche Vor­teile und Ersparnisse. Kunze entwickelte auch das Prinzip der Schnellbahnbremse, führte den Brems­druckregler ein und erfand die in aller Welt be­kannte Kunze-Knorr-Bremse. Seine Ver- dienste wurden durch die Verleihung des Ehren­doktors und anderer hoher Würden anerkannt.

Der Diener Bildhauer Edmund Hellmer f.

In Wien starb der bekannte Bildhauer Edmund Hellmer. Hellmer war einer jener Künstler, die

Neun Wiener Skiläufe«

In den Niederen Tauern ereignete sich bei Schlad- ming (Steiermark) ein schweres Lawinen- unglück. Tleun Teilnehmer und Teilnehmerinnen eines Skilehrganges aus Wien wurden dabei ge­

lötet. Am INontagnachmiltag üblen 25 Teilnehmer eines Skilehrganges des deutschen Schulvereins Südmark aus Wien zwischen der Neuerhoffalpe und der Ursula-Alpe, plötzlich löste sich ein Schnee­brett und verursachte eine Staublawine. 13 Teil­nehmer des Kursus wurden mitgerissen, neun von

Don unserem Son

Leipzig, 11. März 1935.

Seitdem Adolf Hitler die Parole ausgegeben hat, die deutsche Rohstoffversorgung soweit nur irgend möglich aus dem eigenen Lande sicher­zustellen, hat mit einem Schlage eine wahre Revo­lution auf diesem Gebiete eingesetzt. Unsere Wissen­schaftler und Techniker haben sich sofort mit größter Energie an die Lösung der hier vorliegenden Pro­bleme gemacht und in erstaunlich kurzer Zeit ist mehr erreicht worden, als selbst die kühnsten Opti­misten für möglich gehalten hätten. Wie außer­ordentlich rasch diese Entwicklung fortschreitet, davon kann man sich diesmal auf der Messe an zahllosen Stellen überzeugen in der kurzen Zeit von nur einem Jahre, das uns von der vorigen Frühjahrsmesse trennt, ist wieder eine ganze Reihe von wichtigen Neuerungen und Verbesserungen der bisherigen Verfahren erreicht worden.

Da ist etwa die T r e i b st o f f r a g e. Sie wird ja keineswegs nur dadurch gelöst, daß unsere Che­miker die Gewinnung deutscher Treibstoffe in einem rapid steigenden Umfange ermöglichen die heutige Technik muß nun auch d i e Moto- ren zur Verfügung stellen, die mit den neuen Treibstoffen betrieben werden können. Das hat sie getan diese Messe beweist es. Wir sehen zahlreich e neue Konstruktionen von

enkscheldend an der Gestaltung des Wiener Stadt­bildes mitgewirkt haben. Zahlreiche Denkmäler, so vor allem das sehr bekannte Goethe-Denkmal am Ring, das Johann-Strauß-Denkmal im Stadtpark, das monumentale Kaiserin Elisabeth-Denkmal im Dolksgarten und die beiden großen Brunnen an der Wiener Hofburg, die symbolisch die österreichi­sche Macht zu Wasser und zu Land darstellen, und ein Türkensiegesdenkmal stammen von seiner Hand. Außerdem gibt es an den verschiedensten Plätzen Wiens kleinere Statuen aus seiner Werkstatt.

Der Erfinder der Pupin-Spule gestorben.

Professor Michael Pupin ist in Neuyork, 76 Jahre alt, an Arterienverkalkung gestorben. Pupin war international bekannt als Erfinder auf dem Gebiet der drahtlosen Telegraphie und Telephonie und der Röntgensttahlen. Die bekannteste Erfindung ist wohl die Pup in spule, eine in lange Fern- sprechleitungen einaeschaltete Induktionsspule zur Verminderung der schwächenden Wirkung der Lei­tungskapazität, wodurch erst das Telephonieren auf weite Strecken möglich wurde. Professor Pupin wurde 1858 in Jdvoer in Ungarn geboren. Seit 1874 lebte er in Amerika, wo er 1901 als Professor an die Columbia-Universität in Neuyork berufen wurde.

Eine Schwester Dietrich Eckarts gestorben.

In München ist die einzige noch lebende Schwe- ster Dietrich Eckarts, die Arztwitwe Maria Hasselwander, im Hause ihrer Tochter plötz- lick und unerwartet im Alter von 71 Jahren ver- scyieden.

iiick in der Steiermark.

ums Leben gekommen.

ihnen wurden getötet. Bier Personen konnten ge­rettet werden. Bon Schladming aus ging noch am Abend eine Rettungsmannschaft an die Hnglücks- sielle ab.

Bei den ums Leben gekommenen Personen han­delt es sich durchweg um Diener. Sechs Leichen konnten bisher geborgen werden. Alle jüngeren Danner der Orte Schladming und Pichl im Ennstal sind zur Hnglücksstätte aufgebrochen, um an den Bergungsarbeiten teilzunehmen. Heber den Her­gang des Unglücks konnte noch kein genaues Bild gewonnen werden. Den Leiter des Skilehr­ganges scheint keine Schuld zu treffen, es fei denn, daß er die Hebungen abhielt, obwohl zu der Zeit, als er mit feinen Leuten zu den Hebungen ging, ein furchtbarer Sturm herrschte. Die Niederen Tauern gelten übrigens als ein ideales Skigelände und als verhältnismäßig lawinenficher. Die Angehörigen der Verunglückten wurden von den Behörden über das furchtbare Ereignis verständigt.

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Das Unglück in den Niederen Tauern ist die drittgrößte Lawinenkatastrophe seit Bestehen des Skisportes in Oesterreich nächst dem Unglück auf dem Sonnblick 1928, das zwölf Todes­opfer und den auf dem Schneeberg 1910, das 13 Todesopfer forderte. Die Lawine, die das Unglück verursachte, war eine sogenannte Grundlawine, nicht besonders breit, aber sehr tief. Wenn alle Leichen geborgen sind, sollen sie in feierlichem Lei- chenzuge zur Totenkammer in Schladming gebracht werden.

Vergasermotoren, die auf den Betrieb mit deut sch em Spiritus und deutschem Ben­zol eingestellt sind, wir finden Dieselmotoren, die deutsches Braunkohlenteeröl und deutsches Steinkoh­lenteeröl verarbeiten. Auch Leuchtgas kann ohne weiteres als Treibgas verwendet werden, man kann aber das Gas auch an Ort und Stelle mit Hilfe eines Gasgenerators aus Holz, Anthrazit ufw. er­zeugen. Diese Entwicklung schreitet offensichtlich sehr rasch vorwärts. Ein großes staatliches Kraftwagen- unternehmen will jetzt nicht weniger als 600 Omni­busse auf Treibgas umbauen, das städtische Gas­werk Leipzig lieh zu dieser Messe Personenwagen und Omnibusse laufen, die nicht mehr mit Benzin, sondern mit städtischem Leuchtgas betrieben werden. Das alles ist das Ergebnis der chemisch-technischen Arbeit von wenigen Monaten. Diese Messe zeigt uns, daß wir in einem einzigen Jahre geradezu erstaunlich weit in der Richtung auf die Schaffung einer rein deutschen Treibstoffgrundlage vorgeschrit­ten sind.

Wesentliche Fortschritte sind, wie die Messe zeigt, auch auf dem Gebiet der K u n st h a r z e und Kunstpreßstoffe erreicht worden, die bekannt­lich aus deutschem Rohmaterial hergestellt werden können. Die Messe zeigt ein überraschend mannig­faltiges Angebot der verschiedensten Kunstharze

sie ersetzen den Harigummi und verringern da­her unsere Kautschukeinfuhr, sie werden als Isolier» material, ferner zu Kapselungen für Hotoren usw. verwendet und ersetzen in durchaus vollwertiger Weise Metalle, die wir bisher einführen mußten. Ein neuer Kunststoff, der auf der Messe gezeigt wird, findet besonders viel Interesse: er besteht zu 90 v. H. aus Braunkohle, hat ausgezeichnete Jsolierungseigenschaften und ist geradezu erstaun­lich billig.

Di« Notwendigkeit, Deutschland auch in bezug auf Textilroh st offe vom Ausland so unabhängig wie möglich zu machen, hat dazu geführt, daß die Kunsts pi nnf aser in ihren verschiedenen Ab­arten eine ständig wachsende Bedeutung erlangt hat und diesmal auf der Messe eine noch größere Rolle als im Vorjahre spielt. Eine groß angelegte Aus­stellung auf der Textilmesse zeigt wunderbare Stosse aus allen Gebieten der Textilindustrie, die durch Verwendung von Kunstspinnfasern entstanden sind. Neu sind beispielsweise buntbedruckte Vistra- Musseline, die 70 v. H. Vistra und 30 v. H. Wolle enthalten. Sehr interessant ist auch die Aus­stellung von Erzeugnissen, die aus der Floxfaser ein Zellulose--Produkt, das ungefähr die Eigen­schaften der Baumwolle besitzt hergestellt werden. Die neue Kunftspinnfaser wird mit Baumwolle ober Wolle vermischt; ein auf diefe Weise hergestelltes Seinen (60 v. H. Flachs und 40 v. H. Flox) hat die angenehme Eigenschaft, daß der Stoff völlig knitterfrei wird. Viel Interesse fanden noch die auf der Textilmesse gezeigten Herrenanzug st offe aus Wollstra, die einen ausgezeichneten Ein­druck machten.

Man muß sich natürlich trotz aller Erfolge auf diesem Gebiet darüber klar sein, daß noch mancher­lei Schwierigkeiten zu überwinden sind vor allem inb d i e Preise der Erzeugnisse aus Kunstspinn- aser teilweise noch reichlich hoch, aber das wird ich wohl schon in absehbarer Zeit ändern. Die Qualität der neuen Erzeugnisse ist heute bereits so weit gesteigert worden, daß sich wenigstens die Mischgewebe von den Fabrikaten aus Naturfasern nur noch unwesentlich unterscheiden. Das Aus­land zeigte sich diesmal für die Kunstspinnfaser- Erzeugnisse sehr interessiert, denn mit der Vistrafaser ist sozusagen eine neue Mode entstanden, der man in Paris und anderen Modezentren große Aufmerksamkeit schenkt. Dr. H. W o l t e r e ck.

Iler leistungsfähige Zucht- und masttiere steigern die Erträge in der Schweine­haltung.

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Bringe die guten Anlagen und Eigenschaften zur vollen Entwicklung!

Dazu gehört:

L Setze Ferkel frühestens mit 8 Wochen ab.

2. Gib Ferkeln und Läufern Bewegung in frischer Luft.

I. Bringe alle Schweine, auch die Mast­schweine, in trockenen, zugfreien und hellen Ställen unter.

Der Stratosphären-Flieger ProfPccar

itx Freude-auch am Nebensächlichen!

Die Hauptsache bleibt selbstverständlich der sprichwörtlich gute Tabak von

Ecksteins

o. Mdst., dick u. rund, 3'/s Pf. Die Zigarette, bei der alles richtig ist, sonst würden von ihr nicht Milliarden geraucht!

Wenn aber eine Beigabe so ganz anders ist, so fesselnd wie unser SammelwerkDie Nachkriegszeit von 1918 bis 1934 wird niemand daran vorbeigehen. Es Ist außerordentlich Interessant, die Chronik einer Zelt aufzuschlagen, die man miterlebt hat.