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in Marsch gesetzt hat, erachtet man eine solche Maßnahme in Washington noch nicht für not­wendig. Sollten jedoch die Ereignisse auf Kuba zu einer ernstlichen Gefährdung der amerikanischen Bürger führen, so würde man zwar nach Havanna Kriegsschiffe schicken, um den Amerikanern Zuflucht zu bieten, keinesfalls würde man jedoch sich in dre innerpolitischen Streitigkeiten auf Kuba in irgend­einer Weife einmifchen wollen.

Briefmarke zum Dolkstrauertag.

Scherl-Bildmaterndlenst.

Dom 15. Mörz ab gibt die Reichspost eine besondere Marke zum Dolkstrauertag heraus. Die neue Marke wird in den Werten von 6 und 12 Pf. ausgegeben und zeigt das Bildnis eines deutschen Soldaten im Stahlhelm. Sie wurde von dem bekannten national­sozialistischen Zeichner M j ö l n i r (Schweizer) ge- schaffen.

Senkung der Kirchensteuer.

Berlin, 12.März. (DBB.) Der Reichs- und preußische 2U i n i ff e r für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Hal einen Erlaß hcrausgegeben, wonach für das Rech­nungsjahr 1 9 3 5 eine allgemeine Sen­kung der Kirchensteuer vorzunehmen ist. In dem Erlaß heißt es: Das allgemeine Steuer­aufkommen, insbesondere das der Einkommen­steuer fei seit dem Jahre 1933 ständig gedie­gen, auch habe sich die Gesamtwirtschaftslage er­heblich gebessert, hiermit müsse auch eine erheb­liche Besserung des Kirchensteuerauf­kommens verbunden fein, da die Kirchensteuer als Zuschlags st euer erhoben wird. Die Re­gierungspräsidenten und Oberpräsidenten sind daher angewiesen, bei Genehmigung der Steuerbeschlüsse dafür Sorge zu fragen, daß der Kirchensfeuersah um ein $ünffel niedriger geholfen wird, als er im Vorjahre war. Ausnahmen sind nur tn Fällen ganz dringender Bol- st a n d e zugelassen und für den Fall, daß es sich um nicht aufschiebbare Bauvorhaben handelt, die der Förderung der Arbeitsbeschaffung dienen.

Der Lagerdienst der Referendare.

Berlin, 12. März. (DNB.) Reichsminister der Justiz, Dr. G ü r t n e r, hat eine Verordnung über den weiteren Ausbau des Gemeinschaftslagers Hans Kerrl erlassen. Danach bleibt die Sager» dienftpflicht für Referendare aus den Bezirken, in denen nach den bisherigen Be- ftimmungen eine Sagerdienftzett vorgeschrieben war, bestehen. Der Lagerdienst ist während des Vorbereitungsdienstes vor dem letz­ten Ausbild ungs abschnitt abzuleisten und wird auf den Vorbereitungsdienst an­gerechnet. Für die Uebergangszeit tritt das Lagerleben an die S t e l l e des nach Abgabe der Hauptarbeit noch abzuleistenden Vorbereitungs­dienstes. Da die Referendare sich in stetig zuneh­mendem Maße bei der SA., SS. und sportlichen Lehrgängen betätigen, soll der Lagerdienst in Zu- kunft mehr als bisher außer Gemeinschafts­erziehung und Kameradschaftspflege den aus mög­lichst allen deutschen Gauen zusammenkommenden Referendaren geistige Anregung und Schu­lung in Vorträgen, Schulungskursen und freier Gruppenarbeit der Referendare bieten. Es soll also eine ernste Beschäftigung der künftigen Rechtswah­rer mit den großen unser Volk bewegenden und für unser Volk bedeutungsvollen Fragen über das rein fachliche Arbeiten hinaus gesichert und den künftigen Rechtswahrern die Beeinflussung ihrer Berufs­arbeit durch die Grundfragen des Volkslebens zum Bewußtsein gebracht werden.

58. Geburtstag Dr. Fricks.

Berlin, 12. März. (DRB.) Anläßlich des 5 8. Geburtstages des Reichsmini ft ers D r. Frick versammelten sich zahlreiche hervor- ragende Mitarbeiter des Ministers, um ihrem Chef ihre Glückwünsche darzubringen. In den Mittagsstunden fanden sich die Staatssekre­täre Pfundner, Trauert und Hier!, die mit ihren Ministerialdirektoren bzw. Arbeits­führern erschienen waren, ein. Unter den Erschiene­nen bemerkte man ferner General Dalue ge, Oberführer Hühnlein, Reichssportführer von Tschammer und Osten, den Kommandanten des Feldjägerkorps Fritsche, in Vertretung des SA.-Oberyruppenführers von Berlin-Brandenburg Gruppenführer U h l a n d , in Vertretung des dienstlich verhinderten Polizeipräsidenten von Ber­lin Polizeioizepräfident von Bredow, Oberst Dillenburger, ferner die Gauleiter Schwede und Simon und endlich zahlreiche persönliche Freunde des Hauses, darunter Dr. Buschkötter (Köln) und Professor Schuft er-Woldan (Ber­lin). Der Minister dankte für die ihm übermittelten Glückwünsche den Erschienenen herzlichst. Während draußen Wagen auf Wagen mit den Gratulanten vorfuhr, spielte zunächst das Blasorchester der Kriminalpolizei Berlin unter Leitung von Kriminalsekretär Gustav Schmidt. Dann folgte ein Konzert des Orchesters der Der- waltungspolizei unter Leitung von Ober» Musikmeister Teichcrt, der zu Ehren Dr. Fricks eineReichsmini st er -Frick - Fanfare" komponiert hatte, die als Abschluß des Konzerts zum erstenmal erklang und vom Minister mit Dank entgegengenommen wurde.

Völliger Zusammenbruch der griechischen Revolution - Begeisterte Menschenmengen huldigen den Führern der siegreichen Regierung.

Giegesjubel in Athen.

Athen, 13. März. (DNB.) Das ganze arie- chifche Volk feiert die Niederwerfung des Auf­standes, der das Land in ein Blutmeer zu tauchen drohte. An allen Straßenecken sind Lautsprecher aufgeftellt, die die Siegesfeier übertragen. Eine unabsehbare M e njd) enmenge bewegt sich durch die Straßen der Landeshauptstadt und führt Bilder von Tsaldaris, Kondylis und Metaxas mit. General Kondylis, der den Aufstand in Maze- donien niederwarf, ist im Flugzeug am Nachmittag in Athen eingetroffen und wurde von einer ungeheuren Volksmenge begeistert gefeiert. Don der Grenze der Stadt bis zum Hause des Ministerpräsidenten Tsaldaris bildete Militär Spalier. Immer wieder brachen die Volksmen­gen in begeisterten Jubel aus, als der siegreiche General im Wagen oorbeifuhr. Anläßlich der Feier sind sämtliche Geschäfte in Athen geschlossen. Allent­halben prangen die Straßen in Fahnen­schmuck. Sämtliche Soldaten und Offiziere der Athener Garnison beteiligten sich spontan am Emp­fang Kondylis'.

Riesige Menschenmengen veranstalten mit Pauken und Schreien, mit Freudenschüssen und Musik Kund­gebungen und ziehen durch die Hauptstraßen zu dem Königin-Sophie-Boulevard, wo sich die Privat­wohnung des Ministerpräsidenten Tsaldaris befindet. Die Menge führte zahlreiche Fahnen und Schilder mit sich mit den Aufschriften:Tod den Verrätern",An den Galgen mit Veni- selo s". Einige trugen Nachahmungen von Galgen mit der Ueberschrift:Hängt alle Schufte auf". Der Platz vor dem Hause des Ministerpräsidenten war schwarz von Menschen. Ministerpräsident Tsaldaris erschien in Begleitung des Kriegs­ministers Kondylis und des Ministers M e - taxas auf dem Balkon. Alle drei Minister hielten Ansprachen an die Menge, in denen sie ihrer Freude über die letzten Ereignisse und die innere Befriedung des Landes Ausdruck gaben. Die Menge, die die Minister mit begeisterten Zurufen begrüßte, zerstreute sich dann in voller Ruhe und Ordnung.

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iechifche Volk.

Athen, 12. März. (DNB.) Der Präsident der Republik Zairnis hat an das griechische Volk einen Aufruf gerichtet, in dem es u. a. heißt:

Hellenen! Nach der Niederwerfung des Aufstan­des, der Griechenland von Grund auf zu zerstören drohte, und gegen den sich nicht nur das hellenische Volk, sondern auch die gesamte Weltöffentlichkeit gewandt hatte, ist es mein Wunsch, der Regie- rungdes Landes die Anerkennung der Nation dafür auszusprechen, daß durch ihre feste Haltung, durch ihre umsichtigen Maßnahmen und ihr rasches Zugreifen Bürgerkrieg und Selbstzerfleischung beschworen, das Vergießen von Bruderblut verhütet und Grie­chenland vorder nationalen Zerstücke­lung bewahrt worden ist, die mit so viel Ver- messenheit versucht worden ist. Als Chef der Streit­kräfte spreche ich meine Glückwünsche allen Offi­zieren und Mannschaften der Armee, der Flotte, der Flugstreitkräfte, der Gendarmerie uno der Polizei aus, die durch ihre Ergebenheit der gesetz­mäßigen Regierung gegenüber sowie durch ihre tapfere Anteilnahme an dem gemeinsamen Kamps gegen den Aufstand ein Blutvergießen vermieden haben. Hellenen, meine Eigenschaft als erster

Staatsbeamter und die Tatsache, daß ich während meines langen politischen Lebens Zeuge einer gro­ßen Reihe geschichtlicher Ereignisse in Griechenland gewesen bin, geben mir das Recht, an das Volk

Athen, 12. März. (DBB.) Denifelos hat an Bord desAweroff mit Admiral Derne- sticha» dem früheren Finanzminister M a r i s , vielen revolutionären Führern und venifelistischen Persönlichkeiten, die in den Aufstand verwickelt waren, Kreta verlassen. In Kreta hat man die Regierungsbehörden unter Befehl des Gouverneurs Apofkitis, der von den Aufständischen während der Revolution gefangengehalten worden ist, wieder in ihre Aemter eingesetzt. Bor ihrer Abreise von Kreta haben die aufständi­schen Führer die dortigen Staatskassen, Banken und Zollämter ausgeplündert.

Der KreuzerAweroff" hat Beniselos und die übrigen aufständischen Führer auf der zur Zwölf­inselgruppe gehörenden Insel K a ff o s an Land ge­setzt. Die geflüchteten Aufrührer befinden sich somit aus italienischem Hoheitsgebiet. Der KreuzerAweroff" wird in das Arsenal von Sala­mis zurückkehren und sich der Regierung zur Ver­fügung stellen.

Bon amtlicher italienischer Seife ist am Dienstagabend die Bachricht betätigt worden, daß Beniselos von Italien sofort inter­niert .wurde. Er wird als politischer Flüchtling betrachtet und soll dementsprechend nicht aus- geliefert werden. Lin griechisches Unterseeboot, das sich der Aufstandsbewegung angeschlosfen hatte, hat nach einer Mitteilung von unterrichteter italie­nischer Seite die zur Zwölfinsel-Gruppe gehörende italienische Insel Papnos angelaufen. Die ita- lienischen Behörden haben die aus acht Offizieren, einem Zivilisten und etwa 30 Mann bestehende Besatzung sofort auf der Insel interniert.

Griechische Flüchtlinge an der türkischen Küste.

I st a m b u 1, 13. März (DNB. Funkspruch). Nach der Niederlage der Aufständischen in Griechenland trafen an verschiedenen Orten der türkischen Küste Kleinasiens veniselistische Flüchtlinge ein. So kam am Ausgang der Dardanellen ein Motorboot mit einem griechischen Divisions­general, einem Oberst, mehreren anderen Offizieren und 26 Soldaten an. Sie waren vor IVe Tagen aus Kawalla geflüchtet, hatten das Aegä- ische Meer bei starkem Sturm überquert und waren zuerst auf der Insel Mytilene gelandet, die sie noch in den Händen der Aufständischen glaubten. Da aber diese Insel bereits wieder im Besitz der Regierung war, setzten die Flüchtigen ihre Fahrt nach der Türkei fort. Bei ihrer Ankunft waren sie völlig erschöpft. Von den Türken wurden sie entwaffnet und interniert.

der Hellenen den Aufruf zu richten, Ordnung zu bewahren, der Regierung zu gehor­chen und untrennbar zu bleiben in dem Vertrauen auf das Vaterland und seine Zukunft!"

Etwa gleichzeitig kam an einer anderen Stelle der kleinasiatischen Küste ein zweites Motorboot an, auf dem sich der von Beniselos eingesetzte Gou­verneur der Insel Mytilene, einige Marineoffiziere vom KreuzerAweroff" und der aufständische Platzkommandant befanden. Sie muß­ten die Insel verlassen, da auf die Nachricht vom erfolgreichen Vormarsch der Regierungstruppen in Mazedonien und Thrazien die Streitkräfte der I n f e l, die zeitweilig Partei für Beniselos genommen hatte, wieder zur Regierung ubergegangen waren. Sie hatten nach Athen gefunkt, daß sie sich der Regierung wieder zur Ver­fügung stellten. Die Insel Mytilene war bekanntlich von Mannschaften des KreuzersAweroff" besetzt worden.

Die geschlagenen Rebellen.

General Kamenos über die Ursachen der Niederlage in Thrazien.

Sofia, 12. März. (DNB.) General Karne- n o s, der, wie wir gestern schon gemeldet haben, mit seinen Begleitern in Karlowo interniert wer­den soll, schilderte einem Pressevertreter den Zu­sammenbruch der Revolution in Mazedonien und Thrazien. Die Uebermacht der Regie­rungstruppen, so erklärte er, sei zu groß gewesen. Er selbst habe Aushebungen in­nerhalb der Zivilbevölkerung vorge­nommen, jedoch habe es an Ausrüstungs­material gefehlt. Die Revolutionäre hätten sich schließlich gezwungen gesehen, vor der vier­fachen Uebermacht den Rückzug über b i e Struma nach der bulgarischen Grenze anzutre- ten, wobei sie unter den B o mbenslugzeu- ge n der Regierungstruppen stark zu leiden gehabt hätten. Als die Niederlage der Aufständischen offen­kundig geworden sei, habe er mit den Offizieren seines Stabes zunächst die Absicht gehabt, über Dedeagatsch nach der Insel Kreta zu flüchten. Dies sei indessen durch das verspätete Eintreffen des KreuzersAweroff" vereitelt worden. General Kamenos wandte sich gegen die Nachrichten, daß sein Stab über 60 Millionen Drachmen mit nach Bulgarien genommen habe. Alle geflüchteten Offiziere verfügen zusammen nur über 185 000 Drachmen, die ihr persönliches Besitz- tum darstellten.

General plastiras wieder in Marseille

Paris, 12.März. (DNB.) Der griechische Ge­neral Plastiras, der in Italien auf den Sieg der Aufständischen gewartet hat, um nach Griechen- land zurückkehren zu können, befindet sich seit der Mitternachtsstunde von Montag auf Dienstag wie­der in Marseille. Er lehnte cs ab, irgendwie zu den Vorgängen in Griechenland Stellung zu nehmen.

Beniselos von italienischen Behörden interniert Auf eine Insel des Dodekanes! geflüchtet.

neu, in die die deutschen Namen in Südtirol umge­ändert werden sollen. Unter den neuveröffentlichten Namen befindet sich auch der Name Hitler, für den Senator Tolomei zwei italienische Formen vor­schlägt, und zwar Dalia Capana (von der Hütte) ober Casolari.

Prof. Giankevicius plädiert im Memel-Prozeß.

Somno, 12. März. (DNB.) Im Prozeß gegen die Memelländer wurden am Dienstag die Plä­doyers der Verteidiger fortgesetzt. Der litauische Staatsrechtler Professor Stankevicius, der die Neumann-Leute verteidigt, betonte den litau­ischen Standpunkt, wenngleich er die deutsch-litau­ischen Beziehungen versöhnlich auffafjte. Er wies darauf hin, daß die Zeugen offenbar unter dem Druck der Polizei widersprechende Aussagen gemacht hätten. Die Autonomie habe von den verbotenen beiden Parteien schon deshalb nicht bekämpft werden können, weil schließlich erst durch die Autonomie die Selbständigkeit und das Deutschtum überhauvt nur erhalten worden seien. Die finanziellen und kulturellen Beziehungen, die von früher her zwischen Deutschland und dem Memelgebiet bestanden hätten, seien nicht von heute auf morgen zu lösen. Die Anklageschrift beschäftige sich aber zu zwei Dritteln mit Vorgängen aus der Zeit vor Gründung der beiden verbotenen Par­teien. Die Bewegung habe spontan von Deutsch­land auf das Memelgebiet übergegriffen. Es fei bemerkenswert, daß zuerst die Jugend von ihr erfaßt worden fei. Wie sehr man mit die­sem Ueberschäumen der Jugend habe rechnen müssen, ergebe sich daraus, daß der damalige litauische Gouverneur ein deutsches Mit­glied des Direktoriums gefragt hat, ob es nicht möglich fei, diese Bewegung in einer neu ju gründenden Partei aufzufangen. Die Anregung zur Gründung der jetzt angeklagten Parteien sei demnach von einem litauischen Gouverneur ausgegangen. Besonders unter­strich Professor Stankevicius, daß ein bewaffneter Aufstand geheim vorbereitet würde, nicht aber durch eine öffentliche Propa­ganda, wie sie die Jugend dauernd für die beiden Parteien im Memelgebiet getrieben hätte. Von einer Uniformierung zu reden, fei ebenfalls abwegig, da selbst nach der Anklage die Anzüge der Parteimitglieder von verschiedener Farbe und verschiedenem Schnitt gewesen seien. Es sei völlig unsinnig zu glauben, ein 70 Millivnen-Vvlk, mit dem die ganze Welt rechne, würde seine ganze Kraft auf eine kleines Nachbarvolk konzentrieren. Die Wiedergeburt Litauens fei im übrigen erst mit Unterstützung Deutschlands m ö g « I i ch gewesen, während Rußland das litauische Volkstum aufs schärfste unterdrückt habe. Die in der Anklage aufgeworfenen Fragen weltanschau­licher Natur hätten mit den Angeklagten überhaupt nichts zu tun.

Fernsprechverkehr zwischen Berlin nnd Tokio.

Am Dienstag ist der Fernsprechverkehr zwischen Berlin und Tokio eröffnet wovden. Als erste Ge­spräche sind Begrüßungsansprachen zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen und dem Reichs- vostminister und dem japanischen Minister des Auswärtigen und dem japanischen Derkehrsminister ausgetauscht worden. Außerdem wurden Anspra­chen gewechselt z wischen dem Reichsleiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP, sowie dem Präsidenten der Reichswirtschaftskammer einerseits und dem Vertreter des Internationalen Kultus­institutes in Tokio und dem Präsidenten des Ver­bandes der japanischen Handelskammer anderer­seits. Der japanische Botschafter Vicomte Musha - k o j i unterhielt sich mit dem früheren japanischen Botschafter in Berlin Dr. Nagai. Anschließend sprach der deutsche Botschafter von Dirks en. Dann sprach der Präsident der deutsch-japanischen Gesellschaft Admiral Behncke mit dem Präsi­denten der japanisch-deutschen Gesellchaft in Tokio, Prof. Dr. Tatfukichi ° Jrisawa. Es folgten Volkslieder aus Tokio und Berlin. Mit den Na­tionalhymnen der beiden Länder fand die Feier ihren Abschluß.

Die Eröffnung des Fernsprechverkehrs fand in festlichem Rahmen im Zentralfern sprech-

Scherl-Bildmaterndlenst.

amt von Tokio statt, das mit den Flaggen bei­der Länder geschmückt war. Die Verständigung mit Berlin war ausgezeichnet. Die gehaltenen Reden, in denen die guten Beziehungen zwischen Japan und Deutschland hervorgehoben wurden, haben in Tokio Anerkennung und Zustimmung ge­funden. Die Presse weist auf die Bedeutung des Telephonverkehrs hin, der die politischen, kulturel­len und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder vertiefe.

Unser Bild zeigt die Gesprächsteilnehmer in Ber­lin. Ganz links sieht man Rcichsverkehrsminifter Fhrn. E1 tz von Rübenach, rechts neben ihm Außenminister Frhrn. vonNeurath und Reichs­leiter Alfred Rosenberg. Neben dem Reichs­verkehrsminister fitzt der japanische Botschafter Vicomte M u s h a k o j i.

Die Ztatianifierung

der deutschen 7!amen in Südtirol.

Bozen, 12. März. (DNB.) Nunmehr ist der zweite Teil des von dem Senator Tolomei zu­sammengestellten Verzeichnisses von 5 00 00 italianifierten Namensformen erfchie-