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Mittwoch, l?. 8ebruar 1955
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Nr.57 Viertes Blatt
Ser Schauplatz des Lawinen-Unglüüs von Et. Anlönien
Handball im Gau XII (Lahn Dillkreis)
Staffel II.
Unentsch. Verl. Tore Pkte.
Gew.
0 119:31 19:1
55:54 14:4
Staffel III.
Unentsch. Verl. Tore
©JtXfpoi:!
der
Wetzlar konnte
Ueberlegenheit erwuchs der
allem
Unentsch. Verl. Tore
die Heuchelheimer?
Leistung
Unentsch. Verl. Tore
und Holzheim kamen hier
die 2. Mannschaft des To.
— Tv. Heuchelheim
Tv. Dutenhofen
am
Nachdruck verboten!
5. Fortsetzung
Professor
nach, der
habe ich
die aber auf mehr haben.
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68:38 45:46 45:31 35:34 17:30 22:36
Tv. Garbenheim Tv. Wetzlar II Tv. Dutenhofen To. Nauborn Tv. Cleeberg To. Erda
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Gleichwertiges Können Mannschaften. Krofdorf noch nicht recht mit.
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Pkte. 18:2 14:6 10:10 10:10 4:16 0:20
Pkte. 6:2 4:4 2:6
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Spiele
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aus,
Burg-Gemünden Alsfeld
44:39 64:89 56:89 34:58
Gew.
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2 Können
Heuchelheim Lützellinden Münchholzhausen Niedergirmes Holzheim Krofdorf
Pkte. 17:3 14:6
daß der Sieger sich wohl Dienstag noch in der Luft befindet.
Die Meldeliste zeigt die erfolgreichsten deutschen Ballons mit ihren Führern, wobei Westdeutschland besonders stark vertreten ist. Da der Rauminhalt der Ballone zwischen 1600 und 2200 Kubikmeter schwankt, führte man entgegen den Bedingungen zum Gordon - Benett - Wettbewerb eine Neuerung ein. Man schritt nämlich zur Klasseneinteilung der Ballone und stellte die größten, also die leichtesten Ballone den kleineren insofern gleich, indem man die großen Ballone durch einen Ballast handicapt, der nicht ungerührt werden darf. Somit haben alle Ballone gleiche Chance. •
Mtv. Gießen II Grüningen Hausen Hochelheim II
Das bessere
deutlich nahe, ohne jedoch die beständigere Mannschaft zu gefährden. Garbenheim dürfte vor allem, als die kämpferisch beste Mannschaft, zu Recht auf dem ersten Platz stehen. Gut hielt sich Dutenhofen und Nauborn. Erda hat an Spielstarke eingebüßt.
Tv. Dorlar
To. Wißmar
Tv. Launsbach
To. Lollar
Tv. Ruttershausen
Tv. Staufenberg
Hier stehen noch
' S t a f f e l V.
Gew. Unentsch. Verl. Tore
Pkte. 7:3 6:6 5:7 4:8
8. Kapitel.
Im Schloß angekommen, führte Helma ihren Gast sofort in die Bibliothek. Die Bibliothek war eiy ovaler Raum, der von oben bis unten mit Büchern in eingelassenen Regalen bedeckt war. Die besonders wertvollen Bücher standen, peinlich genau sortiert, in Extraschränken hinter Glas.
Der Detektiv ging, immer im Schritt des alten Professors, die Reihen entlang und sah aufmerksam auf die Buchtitel, die auf den goldglänzenden Rücken der Bücher verzeichnet waren.
interessiert die seltenen Gewächse, die hier zu sehen waren.
„Wirklich — sehr viel Arbeit steckt hier in dem allen!" meinte er anerkennend. „Viele der Pflanzen kenne ich aus meinen Reisen in verschiedenen Erdteilen. Daß sie hier gedeihen, ist ein Kunststück."
Und er begann Helma einen großen und weitschweifigen Vortrag über naturwissenschaftliche Angelegenheiten zu halten, wobei er auch auf diesem Gebiet für Helma geradezu staunenswerte Kenntnisse entwickelte.
Nur war es ihr seltsam, daß er gegen seine sonstige Gewohnheit sehr laut und sehr umständlich sprach, wobei er wie in Gedanken immer wieder an irgendeiner Stelle der Anlagen Haltmachte und im Eifer des Gefechts sogar von einigen immergrünen Bäumen ein paar Spitzen abriß.
Aber so groß sein Interesse bisher gewesen, so schnell schien es zu vergehen.
„Ich glaube, nun können wir wieder zuruck- gehen", meinte er, „sofern es Ihnen recht ist, gnädiges Fräulein! Sonst vergesse ich über der Bewunderung Ihres wirklich sehenswerten Parkes noch den'Hauptzweck meines Kommens: die Besichtigung der Bibliothek. Ich möchte von dem spanischen Gelehrten auch noch beraten werden, was man eventuell erwerben soll."
Sie gingen gerade an der Südmauer des Parkes entlang, die in Augenhöbe gezogen war und einen Blick auf die daneben pch hinziehende Landstraße freigab.
Da hörten sie das Geräusch eines Motors und
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„Hier in diesem Schrank muß das interessante Werk stehen, das ich mit Herrn Doktor de Sanzo besprach", sagte er.
Helma staunte:
„Wie gut Sie Bescheid wissen, Herr Professor!" „Nun, das ist doch keine Kunst, gnädiges Fräulein, man braucht doch nur nach den verschiedenen Epochen zu gehen. Ich kann Ihnen sogar genau die Stelle bezeichnen, wo das Werk stehen muß ..."
Er sprach nicht weiter, sondern sah erstaunt auf eine Lücke in der glänzenden Bücherreihe.
„Da müßte es stehen — aber es steht nicht da."
Helma folgte seinem ausgestreckten Finger: „Wirklich, es fehlt. Nun, Herr Doktor de Sanzo wird es gelesen und irgendwo anders hingestellt haben. Sie können ja inzwischen die Bibliotheksliste prüfen, die hier im Schreibtisch liegt."
„Ach nein", sagte Hopman schnell, „es liegt mir wirklich sehr viel daran, dies eine Buch in die Hände zu bekommen. Vielleicht kann man den Doktor bitten, herunterzukommen."
Ganz gegen seine sonstige höfliche Gewohnheit drückte er, ohne Helma weiter zu fragen, schnell auf die Klingel.
Das Stubenmädchen Fanny erschien bald darauf.
„Ach bitte", sagte Hopman in dem freundlich brümmelnden Altmännerton, „könnten Sie Herrn Doktor de Sanzo wohl bitten, sich hierher in die Bibliothek zu bemühen? Ich hätte ihn gern wegen der verschiedenen Sachen hier um Rat gefragt."
Das hübsche Mädchen schrak ohne jeden Grund zusammen.
„Herr Doktor ist ..." stammelte sie, dann wurde sie plötzlich sehr rot. „Jawohl", sagte sie schnell und ging leise hinaus.
Hopman sah ihr mit einem merkwürdigen Blick nach.
„Ihre Zofe scheint eine nervöse junge Dame zu sein", bemerkte er.
Helma nickte:
„Ja, seit dem Tode meines lieben Onkels ist sie ganz verwandelt; der Schreck muß ihr mächtig zugesetzt haben. Sie war vorher ein so lustiges, fröhliches Menschenkind und ist jetzt immer gedrückt und still, fast mürrisch."
„Na, vielleicht hat sie Liebeskummer", meinte Hopman, „das verändert den Charakter."
Er ging, die Hände auf dem Rücken, in der Bibliothek umher. Helma hatte sich in einem der tiefen Ledersessel niedergelassen, die auf vergoldetem Leder das Wappen der Herren von Gernsheim zeigten. Wehmütig gingen ihre Gedanken zurück in eine Zeit, in der sie hier mit dem Onkel zusammen gesessen und mit ihm gearbeitet hatte. War er doch gewohnt, sie als seine Sekretärin mit Diktaten und anderen Arbeiten zu betrauen. Wie gern hatte sie alles geran, um dem geliebten Pflegevater in jeder Hinsicht eine Hilfe zu sein.
Auch ihr junger Geist hatte sich durch diese Be- ichäftigungen gebildet, und sie hatte Interessen be-
4:7 (1:4). Die Gäste boten eine gute Leistung, was auch von der Platzmannschaft gesagt werden muß. Nachdem die erste Hälfte mehr oder weniger von den Gästen überlegen durchgeführt wurde und auch
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Zwei
Oie vorläufigen Schluß-Tabellen der Kreisklaffen.
Tv. Hochelheim Tv. Hörnsheim Tv. Atzbach Tv.Gr.-Rechtenk To.Dornholzhau Tv. Krofdorf Spv. 05 Wetzlar
Die Besetzung der Plätze ist nur als vorläufig anzusehen. Mit Hochelheim wurde die beständigste Mannschaft Meister. In den bevorstehenden Aufstiegspielen wird sie die Staffel würdig vertreten. Eine überaus gleichmäßige Leistungsverteilung finden wir bei den nächsten Mannschaften Hörnsheim, Atzbach und Groß-Rechtenbach. Daß Dornholzhausen und Krofdorf ebenfalls nicht schwächer sind, haben die Mannschaften in der Runde bewiesen. Spv. 05
Heuchelheim Holzheim Albach
VfB. Reichsbahn Lang-Göns
sich nicht durchsetzen. Staffel II.
den jetzigen Stand keinen Einfluß
Dorlar dokumentiert deutlich seine Ueberlegenheit durch das großartige Torverhältnis. Der zweite Platz ist gleichfalls schon fest an Wißmar vergeben, während Launsbach den 3. Platz sicher hat. Die drei weiter folgenden Mannschaften der hinteren Tabelle sind sich ziemlich gleichwertig.
blickten unwillkürlich auf.
In rasender Fahrt fuhr ein Auto an ihnen vorüber, in dem hinter den noch geschlossenen Scheiben eine zusammengeduckte Gestalt saß.
„Der hat's aber eilig", meinte der
Auf das Dorf St. Antönien im schweizerischen Kanton Graubünden ging von dem 2400 Meter hohen Kühnihorn eine mächtige Lawine nieder, die zwei Gehöfte völlig zerschmetterte und ihre Bewohner unter Haustrümmern und Schneemassen begrub. Sieben Menschen fanden so den Tod.
schäft kämpfte aber unverdrossen.
Preisklasse II.
Staffel I.
Nach anfäyglich klarer ,
Heuchelheimer Mannschaft in Holzheim ein nahezu gleichwertiger Gegner. Trotzdem muß man den Meister als die beste Mannschaft ansehen. Holzheim erkämpfte sich einen sicheren zweiten Platz überlegen vor Albach. Albach ist recht unbeständig geworden. Die Mannschaft des VfB. Reichsbahn vermochte in den ersten Spielen der Runde nicht zu überzeugen und kam erst im letzten Teil mehr zur Geltung. Langgöns griff erst spät in die Spiele ein und litt unter der längeren Pause. Die Mann
lächelnd.
Helma sah noch einmal dem Wagen schon in einer Staubwolke verschwand.
„Komisch", sagte sie, „diesen Wagen früher nie hier in der Gegend gesehen. Wir kennen doch alle Automobile hier aus der Nachbarschaft — aber dies ist mir fremd. Es kommt in den letzten Wochen so oft hier durch — und immer in gleich rasender Fahrt."
„Vielleicht ein Geschäftsreisender, der hier den Kreis abgrast", was Hopmcms Antwort.
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einen gefährlichen Sturm besitzt.
Kreisklasse III.
Helma lächelt.
Kriminalroman von Klothilde von Stegmann.
Urheberrschtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.).
Homberg
Die Gruppe hat in Burggemünden eine Mannschaft von beachtenswertem Können, die vor
Mit zwei Arbeitstagungen in Marburg Samstag und in Friedberg am Sonntag fand die
Eine gute . , , , ,
Mannschaft, indem sie als Kreisklassenverein die nächstfolgenden Gegner der Bezirksklassenvereing recht klar abhängen konnte. Die Mannschaft wird in der höheren Klasse sicher ihren Mann stellen, verraten die folgenden
Anfangs führend, kam . . .
Wetzlar im letzten Teil der Runde Garbenheim be-
„Das ist es allerdings, Herr Doktor Hopman! Aber ich habe mir gedacht, daß Sie mit allem schon einen bestimmten Zweck verbinden werden. Haben Sie irgendeinen Verdacht?"
„Den habe ich!" versetzte der Detektiv. „Aber seien Sie nicht böse, wenn ich noch nichts erkläre. Ich bin immer dafür, die Fäden erst richtig in der Hand zu haben, ehe ich sie aufzeige."
Er nahm hastig seine Brille vor die Augen, und seine Gestalt fiel wieder zusammen. Denn in der Ferne sah man einen Mann in einer Baumkultur arbeiten. , , _ ...
Ach das ist Charles! meinte Helma. „Er ist nämlich nicht nur Diener, sondern auch Gärtner für die Treibhaus- und Pflanzenkulturen, wahrend ein anderer Gärtner wieder andere Obliegenheiten hat. Das Besitztum meines Onkels ist so groß, daß wir viele Gärtner beschäftigen müssen. Da mein Onkel aber sehr sparsam war, so verlangte er von den Gärtnern, daß sie auch noch andere Dienste versehen. Der eine zum Beispiel ist Gartner- Chauffeur, der andere, wie Charles, Gartner und Diener bei meinem Onkel gewesen. Er serviert auch, wenn Gäste da sind."
„Ein sehr vielseitiger Mann, dieser Herr Harles. Haben Sie ihn schon lange? Ist er ein Engländer oder hat man ihm den Namen Charles nur so gegeben?" ... . , —. .
„Nein, er ist wirklich ein Engländer. Mein Onkel nahm ihn in Kairo in Dienst, weil fein eigener Diener aus Familienqründen heimkehren mußte. Dieser Charles ist wirklich außerordentlich geschickt. Vor allem hat er Kulturen ausländischer Pflanzen angelegt die sonst hier in unserem Klima sehr schwer gedeihen. Er hat eine glückliche Hand. Wollen Sie sich die Anlagen einmal ansehen?
„Gern?"
Charles, der Diener, arbeitete mit Gartenschere und Geräten, als die beiden herankamen. Er war jetzt nicht in der Dienerlivree, sondern trug eine leichte Arbeitskleidung, wie sie für Gartenarbeiten zweckmäßig ist.
Mit freundlichem Gruß schlürfte der Professor an ihm vorbei und sagte:
„Lassen Sie sich nicht stören, wir wollen nur einmal hier Ihre schönen Anlagen besehen!"
Charles verbeugte sich und fuhr in seiner Arbeit fort. Langsam schlenderte der Professor neben Helma durch die Wege, die zwischen den kleinen Bäumchen und Pflanzen angelegt waren. Er hielt hier unb da inne, beugte sich nieder und betrachtete
_________ _ . Gießener setzte sich sicher durch und holte sich überlegen die Spitze. In den letzten Spielen kamen allerdings die folgenden Mannschaften gut auf, und hauptsächlich Hausen und Grüningen zeigten dann gute Leistungen. Hochelheim II hielt sich ebenfalls recht gut.
Schachgroßwettkampf Siegerland — Gießen.
In Dillenburg wurde an 16 Brettern zwischen den Schachvereinen „Groß-Schachverein Siegerland" und „Schachklub Gießen 1858" ein Wettkampf ausgetra^n, an dem etwa 40 Personen teil5 nahmen. Die iJTiben Gegner hatten in früheren Jahren wiederholt Kämpfe ausgetragen, die stets zugunsten von Gießen endeten. Diesmal behielten die Siegerländer mit 12:4 Punkten die Oberhand. Nur drei Partien standen für Gießen günstig, davon endeten zwei remis, während die dritte von Gießen gewonnen wurde.
Eisschießen im Gießener Eisverein.
In Aschaffenburg sanden am Sonntag die Süd- westdeutschen Meisterschaften im Eisschießen statt. Hierzu trat der Gießener Eisverein mit seiner ersten Mannschaft an, die auch den Titel zu verteidigen hatte. Gießen hatte in Aschaffenburg den schärfsten Gegner und verlor das Spiel im letzten Gang durch ausgesprochenes Schußpech und mußte noch Kronberg den 2. Platz überlasten. Dafür konnten sich die Gießener am Einzelschießen schadlos halten. Die Meisterschaft gewann Pfeffer mit 16 Punkten und Schonebohm kam mit 12 Punkten bei Punktgleichheit mit dem 3. auf den 4. Platz.
Leichtachletikführer-Tagungen in Marburg und Friedberg.
kommen, die junge Mädchen ihrer Kreise sonst nicht so leicht erwarben.
Nun saß sie hier und vielleicht bald zum letzten Male. Vielleicht wurde wirklich dieser schöne Bibliotheksraum zerstört, wenn Horst mit seinen Bücherkisten ankam und Platz schaffen mußte.
So hing sie ihren Gedanken nach und beobachtete nicht, daß Hopman immer wieder seine altmodische große Uhr zog und dann nach der Tür blickte. Es war schon eine geraume Zeit verstrichen, seit das Stubenmädchen Fanny die Bestellung an den spanischen Doktor de Sanzo ausgerichtet.
Endlich hörte man zögernde Schritte draußen auf dem Gang vor der Bibliothek.
Aber statt des erwarteten spanischen Gelehrten erschien Fanny. Sie hatte die Augen niedergeschlagen, und ihre Stimme zitterte, als sie leise meldete:
„Ich kann Herrn Doktor de Sanzo nicht finden. Ich habe überall nachgesehen. Der Diener Fritz sagte mir, daß der Herr Doktor in Touristenkleidung und mit Rucksack fortgegangen ist. Er hätte geäußert, er wolle den schönen Herbsttag noch zu einer Wanderung auf die Gernroder Kuppe benutzen und würde erst in der Nacht zurück sein. Er hätte angenommen, daß das gnädige Fräulein auch Verschiedenes mit Herrn Professor Schröder zu besprechen habe, und hätte nicht stören wollen."
„Nun, dann kann man es nicht ändern. Ich werde mich auch so in der Bibliothek zurechtfinden", sagte der Professor Schröder gleichmütig.
Das junge Mädchen verschwand.
9. Kapitel.
Kaum aber war sie hinaus, da ging mit dem Professor eine eigentümliche Veränderung vor. Er riß sich die Brille ab — in seinen Augen war ein stahlhartes Leuchten.
Schweigend setzte er sich an den Tisch, trennte ein Papier aus seinem Notizbuch, auf das er hastig eine Reihe Worte schrieb. Dann nahm er ein zweites Blatt und schrieb nochmals.
„Gnädiges Fräulein", fragte er leise, „wie lange fährt man mit einem Auto zur Bahnstation?"
„Eine halbe Stunde braucht man."
„Dann hat das Auto, das wir am Park entlang fahren sahen, den Zug in die Hauptstadt erreichen wollen. Tun Sie mir einen Gefallen, gnädiges Fräulein, und lassen Sie mir ein Telegramm durch Fanny befördern."
„Aber gern!" sagte Helma verwundert und schellte wieder. — Bald darauf erschien Fanny; sie warf einen scheuen Blick auf Helma und dann auf den alten Herrn, als erwarte sie irgend etwas. Aber Hopman, nun ganz wieder Professor Schräder, sagte harmos:
„Liebes Kind, wollen Sie mir bitte diese De- vesche mit Erlaubnis des gnädigen Fräuleins schnell zur Post heruntertragen? Ich werde Sie Ihnen vorlesen, denn am Ende findet sich der Postbeamte in meiner Schrift nicht zurecht."
(Sortierung folgt!)
ballon-Meisterschaft soll erstmalig im Rahmen einer großen Veranstaltung der Versuch gemacht werden, in einer recht ungünstigen Jahreszeit an Ballon und Führer größte Anforderungen zu stellen. Die-se Erschwerung der Konkurrenz wird ohne weiteres zu der gewünschten Auslese unter den deutschen Freiballon-Fliegern führen. Der Sieger des Darmstädter Wettbewerbs darf ohne weiteres am diesjährigen Gordon-Benett-Rennen, das wie nun feststeht, wieder in Warschau gestartet wird, teilnehmen. Als Mindestforderung zur Erringung des Meistertitels ist eine Strecke von 750 Kilometer zurückzulegen, oder bei Windstille 20 Stunden in der Luft zu bleiben. In Teilnehmerkreisen rechnet man damit,
| vom Gau fach amt für Leichtathletik durchgeführte Neuorganisation im Gau XII Nordhessen ihren Ab- | schluß. Höhepunkte der Wettkampfzeit 1935 werden vier Veranstaltungen bilden: 2. Juni: Olympiaprüfungen in Kastel: 30. Juni: Olympiaprüfungs- Wettkämpfe des Nachwuchses in Marburg; 7. Juli: Gaumeisterschaften in Kassel; 21. Juli: Deutsche Juniorenmeisterschaften in Kassel.
Zugendfußball im VfB./R.
Am Sonntag weilte die erste Jugend der Sportfreunde Wetzlar bei der Jugend von VfB. zu Gast. In der ersten Halbzeit waren die VfBer die weitaus Besseren und konnten dank guter Zusammenarbeit eine 3:0-Führung erringen. Nach der Pause kam Wetzlar stark auf und erreichte noch ein verdientes Unentschieden 3:3. Die zweite Jugend wartete vergebens auf die erste Jugend von Lollar.
Oie deutsche Freiballon-Meisterschaft.
Wettbewerb
um die Teilnahme am Gordon-Benett-Rennen 1935.
Am kommenden Sonntag wird in Darmstadt die Deutsche. Freiballon-Meisterschaft zum ersten Mal ausgetragen. Das Meldeergebnis von 18 Ballonen, wovon allerdings zwei als Postballone außer Konkurrenz starten, wurde bisher von keinem in- oder ausländischen Wettbewerb erreicht.
Bisher war es unseren deutschen Amateur-Ballon- sliegern nie gelungen, in einem ausländischen, oder gar beim Gordon-Benett-Wettfliegen erfolgreich ab5 i Zuschneidern Und hier liegt die Bedeutung des ! Darmstädter Wettbewerbs: Mit der Deutschen Frei-
kreisklasse I.
Staffel I.
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Verl.
Tore
Pkte.
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Gew.
Unentsch.
Verl. Tore
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5 36:53
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