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Hochzeitsreise gratis.
. i<r. - K Behörden und Schulen zu tatkräftiger Mitarbeit
deutscher Jugend aufgefordert hatte, wurde die Besprechung mit dem n wird. | Lied der Hitler-Jugend geschlossen.
tatkräftig unterstützen
Oberheffen
und brachte zum Ausdruck, daß die DAF. diese große Tat
Der wir uns
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Reichsberufswettkampf soll beweisen, was bis jetzt schaffen konnten, und gleichzeitig die Mängel zeigen, die durch weitere Schulung behoben werden müssen.
Anschließend sprach der Kreiswalter der DAF., Pg. Wagner, und stellte fest, daß es für die schaffende Generation eine Freude sein muß, wenn sie sieht, mit welchem Eifer die deutsche Jugend an der Erhöhung ihrer beruflichen Leistung schaffe und mit welcher Freude sie sich dem friedlichen Wettstreit der Arbeit, dem Reichsberufswettkampf, stelle. Er betonte, daß im nationalsozialistischen Staat nur die Leistung ausschlaggebend ist und bleiben muß. Er forderte auf, daß alle berufstätigen Jungarbeiter sich an diesem Wettstreit beteiligen sollten
Der neue Leiter des Arbeitsamts Mainz.
LPD. Mainz, 12. Febr. Der Leiter des Arbeitsamts Hanau, Direktor von Porembsky, ist zum Leiter des Arbeitsamts Mainz berufen worden.
Generalversammlung der Gierverwerlungs-Genoffenschast Gießen.
Verschmelzung der EierverwertungS-Senoffenschasten Gießen und Geilshausen.
Oer Reichsberufswettkampf 1935
Arbeitstagung über die Durchführung im Kreise Gießen.
Der Berliner Gau der NS.-Gemeinschaft ,^ra(| durch Freude" veranstaltete kürzlich eine sogenannt- Verlobungsfahrtnach Marburg, an bet sich 700 Junggesellen und Junggesellinnen beteiligtes Die Stadt Marburg stellte demjenigen Paar ein- kostenfreie Hochzeitsreise in Aussicht das sich vor Antritt der Reise noch nicht kannte, aber während der Fahrt verlobte. Dies ist das „Gewinner"-Paar, das schon in Kürze seine Hochzeit feiern und die Gratis-Hochzeitsreise nach Marburg antreten will.
Haubüberfall auf eine $rou.
LPD. Frankfurt a. M., 12. Febr. Am Mon* tagabend wurde vor einem Hause in der Adalbert« straße eine Frau, als sie das Haus in der Absicht betreten wollte, einkassierte Gelder abzuliefern, von einem bisher unbekannten Mann von hinten überfallen. Der Täter entriß ihr ein Paket, in dem sich Kassenbücher und Belege befanden. Das einkassierte Geld, etwa 40 Mark, das sich in der Handtasche der Ueberfallenen befand, fiel nicht in die Hände des Räubers. Der Ueberfall geschah derart überraschend, daß die Frau die Annäherung des Täters nicht bemerkt hatte. Auf ihrs Hilferufe ließ der Täter von seinem Opfer ab und ergriff unerkannt die Flucht.
„Mein Lich soll dreimal leben", mehrere Duette, Klaviervorträge, Unterhaltungsspiele, Chöre des Kirchenchors, oberhessische Mundartgedickte und Ansprachen folgten in bunter Reihe,' so daß der im besten Sinne des Wortes frohe Abend nur allzu rasch entschwand. Er wird dank seiner eigenartigen Ausgestaltung und der liebenswürdigen Mitwirkung von Rudolf Dietz, dessen Urahnen z. T. auch aus Lich stammen, allen Teilnehmern noch lange in schöner Erinnerung bleiben.
Am Mittwoch vorher hatte der Kirchenchor im Anschluß an die Singstunde seine diesjährige Hauptversammlung abgehalten. Frl. Berk gab den ausführlichen Jahresbericht, der von emsiger und erfolgreicher Arbeit Mitteilung machte. Kaufmann H i l l e m a n n erstattete den günstigen
hing, Tierhaltung, Rassen usw. zu vertiefen und für die Durchführung zu sorgen.
Kreisfachberater Or. Lang
sprach hierauf über „Die wichtigsten Fragen der Geflügelhaltung", die er ausführlich behandelte. Dabei wies er auf die Bedeutung einer zweckmäßigen Propaganda hin. Die Reichsregierung hat ihrerseits durch die Maisaktion und nun durch die Weizenaktion dem Geflügelhalter eine Erleichterung zuteil werden lassen, die noch durch die Heraufsetzung der Zuschüsse für Küken und Junghennen verstärkt wird.
Gaufachberater Eckert teilte noch mit, daß er für 50 der besten Werber für die Geflügelzucht Prämien aus Reichsmitteln zur Verfügung stellt.
Aufsichtsratsvorsitzender Schwalm, Lollar
sprach zum Schluß dem bisherigen Direktor Grieb Dank und Anerkennung aus für feine wertvolle, während der Aufbauzeit der Genoffenfchast geleistete Arbeit und dankte auch den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern. Mit einem dreifachen Sieg- Heil auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen.
Die Eierverwertungsgenossenschaft Gießen e. G. m. b. H. in Gießen hielt am Sonntagnachmittag im „Aquarium^ eine ordentliche Generalversammlung mit dem Ziele der Verschmelzung mit der Eierverwertungsgenossenschaft Geilshausen ab. Anschließend an die Generalversammlung fanden drei fachliche Vorträge statt.
Im Namen des Vorstandes und des Aufsichtsrats begrüßte der Direktor der Eierverwertungsgenossenschaft, Grieb (Gießen), die Erschienenen, insbesondere den Gaufachberater Eckert (Worms), Bezirksbauernführer Bürgermeister Metzger (Röthges), Oberrevisor Hartmann, die Redner des Tages und die Genossenschaftsvertreter der aus dem Schot- tener Kreis hinzugekommenen Ortschaften. Er gab seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß der Geschäftsführer D i t t m a r wegen einer Erkrankung nicht persönlich Rechenschaft geben könne, da er es mustergültig verstanden habe, der Genossenschaft in Gießen einen guten Absatzkreis zu sichern. Direktor Grieb übergab dem
Aufsichtsratsvorsihenden Schwalm-Lollar
die Leitung der Versammlung. Oberrevisor Hartmann von der Volksbank Gießen erstattete den Geschäftsbericht, aus dem u. a. hervorging, daß der Mitgliederbestand sich aus 28 Einzelgenossenschaften und 3 Einzelmitgliedern zusammensetzt. Mit dem ersten Geschäftsjahr kann man allseitig zufrieden fein, zumal die Geschäftsführung es verstanden hat, die Geschäfte ziemlich auszudehnen.
Der Anfall der Lier von den Orfsgenoffen- fchaflen war gering, so daß rund 1 103 000 Sfürf zugekauft werden muhten. Wil den rund 188 000 Stück angelieferten Eiern wurden rund 1291 000 Stück umgeseht. Die Bilanz ergab einen Reingewinn von 1140 Wart.
Von diesem Betrage werden 500 Mk. dem Reservefonds, 500 Mk. der Betriebsrücklage und der Rest als Vortrag für das neue Geschäftsjahr zugeteilt. Die Versammlung stimmte der Genehmigung der Bilanz, der Beschlußfassung über die Gewinnverteilung und auch der Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates einstimmig zu.
Da der bisherige Direktor Grieb sein Amt wegen anderweitiger geschäftlicher Belastung aufgab, wurde Vorstandsmitglied Paul G ö r l a ch aus Eberstadt zum Direktor gewählt. An seine Stelle trat Erb (Beltershain) in den Vorstand ein. Für die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Wilhelm Schmidt (Großen-Buseck) und Fischer (Lich) wurden der Direktor der Molkerei Groß-Eichen, E. Greif, und Kreisfachberater Rudolf Hofmann (Freienfeen) in den Aufsichtsrat gewählt.
Zum Antrag auf Verschmelzung mit der El erverwertungs genossen schäft Geilshausen führte einleitend
Oberrevisor Hartmann
aus, nachdem die Gründung der Eiergenossenschaften auch hier anfangs versuchsweise erfolgte, hat sich nun die Unzulänglichkeit einzelner Bezirke, die sie umfassen, hinsichtlich der Eiererfassung und -Verwertung ergeben. Einzelne Gebiete konnten 40 bis 60 Orte erfassen, andere kaum 15. Während Gießen ein großes Betätigungsfeld hatte, war das in der Rabenau klein geblieben. In Geilshausen war aber im Jahre vorher verhältnismäßig gut gearbeitet worden. Nachdem aber aus der Privatmolkerei Börger, deren Inhaber auch die Eierverwertung besorgte, eine große Genossenschaftsmolkerei entstanden ist, die heute schon etwa 9000 Liter und in Kurze sogar 12 bis 15 000 Liter Milch verarbeiten wird, waren die Verhältnisse nicht mehr ertragreich genug geworden. Kreisbauernführer D ö r r s ch u ck sah sich deshalb genötigt, eine Verschmelzung der Genossenschaften Gießen und Geilshausen vorzunehmen. Schon früher war die Aufteilung des Bezirkes der in Liquidation getretenen Genossenschaft in Schotten erfolgt. Dabei fielen u. a. Groß-Eichen und Mucke der Gießener, der südliche Teil der leistunas- fähigen Ortenberger Genossenschaft zu. Bei der Verschmelzung geht die Geilshausener Genossenschaft m. der Gießener Genossenschaft auf, so daß die Gießener Genossenschaft einen größeren Anfuhr- dezirk umfassen wird, der zu der Hoffnung berechtigt, daß sich diese Entwicklung zum Besten der
Hitlergeist in einer Schule.
Darmstadt, 12. Febr. (LPD.) Die Klasie I a2 der Ludwigs-Oberrealschule zu Darmstadt hat in den letzten Tagen ein Beispiel schönster K a - meradschaft und nationalsozialistischer Opferbereitschaft gegeben, bas der Öffentlichkeit unterbreitet zu werden verdient. Der in wirtschaftlich schlechten Verhältnissen lebende Vater eines Schülers war mit 150 Mark nichtgezahltem Schulgeld im Rückstand. Da bei der Notlage des Vaters an eine Tilgung der Schulden und an eine Weiterzahlung des Schulgeldes in absehbarer Zeit nicht zu denken war, erklärten sich die Mitschüler des bedürftigen Jungen bereit, durch Umlage unter sich den rückständigen Bettag aufzubringen. Dieser hochherzige Entschluß der Klasse ist um io höher zu bewerten, als die Schüler zum Teil selbst in sehr bescheidenen Verhältnissen leben. Anderseits konnte dem Jungen keine bessere Würdigung als diese Opferbereitsihaft seiner Kameraden zuteil werden. Die Direktton der Anstalt hat der Klasse die vollste Anerkennung ihres edlen Verhaltens ausgesprochen. Dieser Geist nationalsozialistischen Gemeinschaftsgeistes zeigt erneut den Willen der jungen Generation zum Sozialismus der Tat.
Altes Bauern- und Müllergeschlecht.
* Lauter, 12. Febr. Wie die Kolbenmühle bei Harbach (vergl. Nr. 27 des Gießener Anzeigers), so gehört auch die Bingmühle bei Lauter zu jenen alten Mühlen, deren Bestehen sich urkundlich sehr lang zurückliegend feststellen läßt. Dort befinden sich noch Urkunden über Mühle und Binghof, die zurückreichen bis zum Jahr 1647. Mühle und Hof waren damals fürstlich hessisches Lehns- gut, und im 18. und zum Beginn des 19. Jahrhunderts Lehnsgut der Universität Gießen. Der Johann Balthasar B r ä u n t n g von der Kolbenmühle heiratete eine Tochter des ehemaligen Besitzers der Bingmühle I. C. C n i p , und ihm wurde die Mühle und ein Teil des Hofes als Erblehen von dem Rektor der Universität Gießen Dr. H. B. I a u p im Jahre 1788 verliehen. Bräuning führte den Titel eines Müllermeisters, und die Universität ernannte ihn zum Erbhoflehnsbauem. Mit dem Recht des Hofes waren Joh. Jak. C o n n r a d j und Joh. Jak. Stock beliehen. Mühle und Hof hatten, wenn der Landesfürst zu Felde zog, einen halben Heereswagen mit zwei Pferden und einem Knechte Zu stellen. Wie umfangreich diese Kriegsfahrten waren, zeigte ein Aufstellung aus den Kriegen gegen Napoleon I. Auf der Bingmühle wurde ein altes Mühlenwappen aus dem Jahre 1721 gefunden; es zeigt ein durch Ornamente verziertes Mühlrad mit den Buchstaben I. C. K. (Joh. Cafp. Knip). Aus den Urkunden geht noch hervor, daß die oberhalb der Bingmühle gelegene Obermühle Lehnsgut der Universität Marburg war.
Nudolf-Dietz-Abende in Lich.
— Lich, 11. Febr. Der Evangelische Kirche n ch o r veranstaltete gestern im Parkhotel für feine Mitglieder und deren nächste Angehörige einen „frohen Abend". Der Chor, unter Leitung seines Chormeisters Lehrer i. R. K. Stein, sang zu Beginn „Lobe den Herrn" von I. S. Bach. Nach einer Sonatine von Diabelli (vierhändig gepiekt von Lehrer Kuhn und Stein) begrüßte der Vorsitzende, Dechant Kahn, die zahlreich erschienenen Mitglieder und ihre Angehörigen, besonders den Gast des Abends, den bekannten Heimat- und Mundartdichter Konrektor i. R. Rudolf Dietz aus Wiesbaden, gedachte in üblicher Weise des verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der Evangelischen Kirchenchöre im Dekanat Gießen, Pfarrer <5 t a u - bad)-- Watzenborn, der in der vorletzten Vakanzzeit der hiesigen zweiten Pfarrei öfters in unserer Kirche predigte, erinnerte an die Aufgaben der Kirchenchöre im Dritten Reich und brachte auf den Führer ein begeistert aufgenommenes dreifaches Sieg-Heil aus
Rudolf Dietz sprach dann zunächst über die deutschen Mundarten und ihre Bedeutung und machte den charakteristischen Unterschied verschiedener Mundarten an der Wiedergabe eines Verses aus dem Scheffelschen „Der Trompeter von Säk- hngen" klar. Der Dichter trug dann aus seinen 1001 Mundartgedichten einen kleinen Teil vor, zunächst ernsten und dann heiteren Inhaltes. Alles Dargebotene hatte volkstümlichen Charakter, nichts ist gesucht und gemacht; dieses Urteil eines' bedeutenden Mannes über den nassauischen Mundart- dichter erwies sich auch an diesem Abend als richtig Die Zuhörer dankten für diese von sonnigem Humor durchwehten Gedichte mit immer neuem und starkem Beifall und einem wahrhaft befreienden Lachen Sie bedauerten nur, daß der Dichter um die mitten nächtige Stunde feine Mappe schließen und sich verabschieden mußte. Um die weitere Ausgestaltung des Abends machten sich noch mehrere Mitglieder, reren Namen auf Wunsch nicht genannt werden 1 ollen, verdient. Gemeinsam gesungene Lieder, u. a. i auch ein von R. Dietz auf Lich gedichtetes' Lied 1
Am vergangenen Sonntag fand in Gießen eine Besprechung über die Vorarbeiten zum 2. Reichsberufswettkampf statt, zu der die Vertreter der Behörden, Schulen, Kreisleitung der NSDAP, und der Deutschen Arbeitsfront, die Mitarbeiter des Sozialamtes im Bann 116 der HI. und des Untergaues 116 des BdM., die Jugendwalter der DAF. und die Sprecher der Jugend in den Bettieben erschienen waren.
Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer eröffnete der Kreisjugendwalter der DAF., Jg. Fri^ - a e s, die Besprechung und wies in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung der mit der Hitler- Jugend durchgeführten zusätzlichen Berufsschulung hin. Er konnte mit Befriedigung feststellen, daß seither auf diesem Gebiet schon Großes geleistet wurde, aber noch weiter an die vollständige Erfassung der gesamten berufstätigen Jugend in dieser Schulung zur Berufsleistung herangegangen werden muß.
Genossenschaft und der Bauernschaft auswirken wird.
Gaufachberater Eckert-Worms unterstrich die Ausführungen des Vorredners mit dem Hinweis, daß die Eierverwertungs-Genoffen- fchaft in Gießen an dritter Stelle in der Landesbauernschaft steht und den höchsten Reingewinn erzielt hat, womit die Anerkennung für die Gießener Genossenschaft durch den Vorsitzenden des Eier- verwertungs - Landesverbandes ausgesprochen ist, auf die Gießen sehr stolz sein kann. Durch die vielen Bestimmungen war die Geschäftsführung nicht immer leicht. In Kürze werden Sonderaktionen im ganzen Gaugebiet durchgeführt werden, um die Genossenschaften durch straffere und umfangreichere Erfassung der Produzenten zu unterstützen.
Der Antrag auf Verschmelzung mit der Eier- verwertungs-Genossenschaft Geilshausen, wobei, wie ausdrücklich bemerkt wurde, Gießen die übernehmende und Geilshausen die aufzulösende ist, fand einstimmige Annahme.
Gaufachberater Eckert sprach bann über Zweck und Ziel der genossenschaftlichen Eierverwertung, wobei er einleitend auf die ben Gründungen vorausgegangenen Verfügungen hinwies. Der Grundsatz ist: Die Genossenschaften ersoffen, der Handel verteilt. Die Marktverwertung im Eierhandel hat sich glänzend angelassen, dem Verbraucher konnte um rund 2 Pfennig billiger das Ei zugeführt werden, und in Zukunft sind weitere Vorteile für ihn zu erwarten.
In Zukunft brauchen alle Eier, die nicht kisten- mahig verpackt werden, nicht mehr standardisiert zu werden und können vom Erzeuger zum Verbraucher abgeführt werden. Das Standard- Ei ist damit wirklich zum Standard-, zum Qualitäts-Ei emporgehoben. In Zukunft steht nur der Händler unter Kontrolle, die sehr streng gehandhabt werden wird.
In Zukunft können auch Eiermengen über 5000 Stück frei durch alle Wirtschaftsgebiete verkauft werden, Mengen bis zu 10 000 Stück brauchen nur nachträglich dem Landeswirtschaftsverband gemeldet und Mengen über 20 000 Stück können nur mit Genehmigung des Verbandes verschickt werden. Der Zwang der Uebernahmescheine für den Händler bleibt bestehen. Infolge dieser Verordnungen muß der Geflügelhalter um so mehr dahin gebracht werden, seine Eier der Genossenschaft abzuliefern; denn die Genossenschaften sind nicht für den Händler, sondern für den Sauern geschaffen, um ihm zu anständigen Preisen und stetem Absatz zu verhelfen. Die deutsche Geflügelwirtschaft liegt zu 87 o. H. in bäuerlichen Händen und nur 13 v. H. bei den Zucht- und anderen Geflügelfarmen. Dennoch haben die Farmer 147 Stück Eier pro Tier und Jahr heranbringen können, während der Bauer nur 83 Stück erzeugen kann.
Wir haben im letzten Jahr noch 60 bis 80 Millionen gegenüber 200 Millionen Mark in den früheren Jahren für Auslandseier ausgegeben.
Darum muß der Bauer die Erträgnisse feiner Tiere um 25 bis 30 v. H. bei der gleichen Anzahl der vorhandenen Tiere steigern. Zur Förderung der Ge- flügelzucht hat der Reichsernährungsminister die Verbilligung für Eintagsküken und Junghennen auf die dreifache Höhe des Vorjahres heraufgefetzt. Leider ist ein Rückgang der Anzahl der Hennen um 6 Millionen zu verzeichnen, der wieder aufgeholt werden muß. Aber auch die bäuerlichen Bestände müssen verbessert werden. Gleichzeitig muß der Eierverbrauch gesteigert werden. So müssen Züchter und Verbraucher mithelfen, daß im Sinne der Er- zeugundsschlacht die großen Werte aus der Ge- flügelwirtschaft so gesteigert werden, daß wir zur Nahrungsfreiheit und damit zur Freiheit des Volkes kommen. — Die
Kreisfachberaterin $r(. Or.Lan,-Gießen umriß kurz „Die Aufgaben der Ortsfachberater in der E r z e u g u n g s f ch l a ch t", öic darin bestehen, die in den Beratungsstunden erteilte Aufklärung über Fütterung, Stalleinrich-
Kaffenbericht. Der Vorsitzende machte die erfreuliche Mitteiluna' daß an einem Sonntag in der Passionszeit (jedenfalls am Reminiszere) der Friedberger Kirchenchor die Matthäuspassion von Schütz in unserer Kirche a cappella aufführen wird. Der Chorleiter sprach über das Dekanatsfest in Burkhardsfelden, dessen Chor in diesem Jahr sein 50 jähriges Jubiläum feiern kann, und über das dreifache Jubiläumsjahr 1935 in kirchenmusikalischer Ansicht (Schütz, Bach, Händel). Im Laufe des Sommers ist wieder ein Ausflug geplant. Zum Schluß bat der Vorsitzende um noch tatkräftigere Unterstützung des Kirchenchors, dankte feinem verdienstvollen Chorleiter, Lehrer i. R. Stein, und schloß die Versammlung mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer des Deutschen Reiches.
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D Lich, 12. Febr. Auf Einladung des Verkehrs- und Verfchönerungsvereins sowie des Volksbildungsvereins Lich, der seine Hauptversammlung mit diesem Abend verband, war der bekannte hessen-nassauische Heimatdichter Rudolf Dietz aus Wiesbaden bei diesen Vereinen erschienen, um durch Darbietungen aus eigenen Werken zu unterhalten. Der Saal des Gasthauses „Zum Löwen" war erfreulicherweise bis auf den letzten Platz gefüllt, Spätlinge mußten sogar wieder umkehren. Lehrer Hild, der verdiente Führer beider Vereinigungen, eröffnete den Abend mit der Begrüßung der Anwesenden besonders des Gastes, berichtete über die Entwicklung bes Volksbildungsvereins im abgelaufenen Jahre und gab der Hoffnuna Ausdruck, daß die segensreiche Einrichtung, insbesondere die reiche, gut verwaltete Bücherei, noch viel mehr als seither in Benutzung genommen werde, damit man in Wirklichkeit von einem Volksbildungsverein sprechen könne. Der eigentliche Unterhaltungsabend wurde dann emgeleitet durch die gemeinsam gesungene, eigens für diese Veranstaltung geschaffene Lokal- Hymne „Lich nach der Weise vom „Rolandsbogen". Danach nahm der Gastredner das Wort. Zunächst machte er die Hörer mit der Geschichte seiner Familie bekannt, die ihren Ursprung in unferm Städtchen hat und bis in den Anfang des 30jähri-
Zurückgeht. Danach folgte ein Vortrag !r?^.-Asi^kwrten 'm allgemeinen mit besonderer der hessen-nassauischen. Dann gab Der 72jahrige in jugendlicher Rüstigkeit Proben seines eigenen Schaffens, zum Teil mit Lichtbilder«
Der Sozialamtsleiter des Bannes 116 der HI., Jg. Becker, wies in feinen Ausführungen daran hin, daß die HI., wie im Vorjahre schon, den Reichsberufswettkampf durchführe, um immer wieder zu zeigen, daß sie mit besonderem Nachdruck au die berufliche Ausbildung der deutschen Jugend hinarbeitet. Die Welt solle wieder aufhorchen, wenn sie davon hort, daß Millionen deutscher Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen sich freiwillig, getragen von dem Kampfgeist der Hitler-Jugend, diesem friedlichen Wettstreit der Arbeitsleistung stellt.
Es soll wieder der Ausdruck des Schaffens am jungen deutschen Menschen für die deutsche Zukunft fein, der nicht an Krieg oder Aufrüstung denkt, sondern an den friedlichen Wettstreit der Arbeitsleistung.
Er betonfe, daß die HI. dem Wort des Reichsjugendführers: „Das Ideal der Hitler-Jugend ist der Reichsberufswettkampf" folgen und sich mit ganzer Kraft für das Gelingen dieser Großtat einsetzen werde.
Inzwischen erschien der stellvertretende Gau- jugenbroalter der DAF., Jg. R i e s e-Frankfurt a. M., der die gesamte Organisation und die Vorarbeiten zum Reichsberufswettkampf genau erörterte und dabei nochmals auf die große Bedeutung der Veranstaltung hinwies. Er betonte, daß die Zusammenarbeit zwischen DAF. und Hitler-Jugend die denkbar beste sein muß, um so mit vereinten Kräften alles zu schaffen.
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