legionären die Möglichkeit zur Flucht verschaffte. Die französischen Behörden lassen gegenwärtig in den meisten marokkanischen Städten Nachforschungen in dieser Angelegenheit, die großes Aufsehen erregt haben soll, anstellen.
Lin spanischer Henker ermordet.
Der Henker, der die Todesurteile an den beiden wegen Beteiligung am spanischen Oktoberaufstand verurteilten Marxisten vollstreckt hatte, ist in Barcelona überfallen und ermordet worden. Die Täter sind wahrscheinlich in den Kreisen der Angehörigen einer Verbrecherbande zu suchen, die in der letzten Zeit zahlreiche Raubüberfälle verübt hat.
Wildwest in Barcelona.
Trotz der strengen polizeilichen Maßnahmen gegen das Banditenunwesen dauern die bewaffneten Ueberfälle in Barcelona an. So überfielen fünf Banditen ein Baugeschäft, hielten die Angestellten mit Pistolen in Schach und raubten das in der Kasse vorhandene Geld. Am gleichen Tage wurde ein Ausländer überfallen und ihm eine Brieftasche mit 17 000 Peseten geraubt. In beiden Fällen konnten die Täter entkommen.
Streif der Kraftdroschkenfahrer in TNexiko-Sladt.
Sämtliche Kraftdroschkenfahrer der mexikanischen Hauptstadt, mehrere Tausend Mann, traten in den Streik, obwohl die Kraftdroschkenhalter bei den Dermittlungsoerhandlungen über Lohn- und Arbeitsvertragsfragen weitgehendes Entgegenkommen gezeigt hatten. Der kommunistisch beeinflußte Generaloerband der Arbeiter und Landarbeiter, dem die Kraftdroschkenfahrer angehören, treibt auf den Generalstreik aller Transportarbeiter hin.
Großfeuer in einer Lederfabrik.
In einem fünfstöckigen Gebäude der Lederfabrik Hirschberg (Saale) norm. Heinrich Knoch & Co., in dem die Wasserwerkstatt, die Werkwalzerei, die Stoßerei, die Oelerei und der Trockenboden untergebracht waren, brach in der Nacht ein Groß- feuer aus. Die dort lagernden Lederhäute und die für die Bearbeitung benötigten Materialien, Oele und Fette, gaben dem Brande reiche Nahrung, und es entwickelte sich bald ein riesiges Feuer. Die Feuerwehrleute hatten durch Kälte und Schneegestöber außerordentlich schwere Arbeit. Unter großen Mühen gelang es schließlich, das Feuer auf das eine Gebäude zu beschränken; doch ist der Verlust durch die Vernichtung wertvoller Maschinen und Betriebsstoffe sehr groß. Heber die Ursache des Feuers ist bisher nichts bekannt geworden.
Verheerende Steinlawine in Kärnten.
In Steinfeld in Kärnten ging eine Steinlawine von außerordentlichem Umfang nieder. Das Elektrizitätswerk des Ortes wurde vollkommen zerstört. Der Pächter des Werkes ist unter den Trümmern begraben und dürfte t o t sein. Ein Pionierbataillon aus Klagenfurt ist an die Unglücksstelle abgegangen. Das ganze obere Drautal ist ohne Licht. Der Schaden wird auf mindestens 100 000 Schilling beziffert.
Zwei Brüher beim Schlittschuhlaufen in der Mosel ertrunken.
Auf dem Saumeis der Mosel in der Nähe von Mülheim (Kreis Bernkastel) liefen mehrere Kinder Schlittschuh. Plötzlich brach ein löjähriger Junge ein und versank. Sein jüngerer Bruder im Alter von zwölf Jahren eilte zu Hilfe und versuchte, ihn aus dem Wasser zu ziehen. Das Eis gab jedoch weiter nach, so daß auch der jüngere Bruder in die Fluten stürzte. Den übrigen Kameraden war es nicht möglich, die beiden Brüder aus dem Wasser zu ziehen. Beide Leichen konnten noch nicht geborgen werden.
Wirbelsturmkatastrophe in Texas. — Zehn Tote, vierzig Verletzte.
Weite Teile von Texas wurden von einem furchtbaren Wirbelsturm heimgesucht, der nicht nur erheblichen Schaden anrichtete, sondern auch zahlreiche Todesopfer verursachte. So wurde aus Grapeland gemeldet, daß dort etwa 30 Häuser eingestürzt sind. 10 Neger wurden getötet, 40 weitere zum Teil erheblich verletzt. Auch die Städte Leon, Trinity und die Hauptstadt des Staates, Houston, haben schwer gelitten.
Meterhoher Schnee in Nordafrika.
In der Gegend von Oran in Algerien haben außergewöhnlich starke Schneefälle eingesetzt. Eisenbahnzüge und Autobusse sind zum Teil eingeschneit. Bei Tlemcen liegen zwei Personenzüge und fünf Autobusse fest. Berittene Helfer haben die Fahrgäste abgeholt und sie in den umliegenden Gehöften untergebracht. Teilweise liegt der Schnee zwei Meter hoch. Mehrere Eingeborenenhütten sind unter der Schneelast zusammengebrochen.
Furchtbare kesselexplofion in einer Mühte. — Drei Tote, mehrere Verletzte.
In Bihar-Keresztes an der ungarisch-rumänischen Grenze ereignete sich in einer Mühle eine Kesselexplosion. Zwei Maschinisten wurden im wahren Sinne des Wortes in Stücke gerissen. Dem Eigentümer der Mühle wurden beide Füße abgerissen, so daß er binnen kurzem infolge Verblutung verstarb Mehrere Angestellte der Mühle erlitten mehr ober weniger schwere Verletzun - g e n.. Wegen eines Schnee st urmes konnte die Rettungsmannschaft des benachbarten Dorfes nicht zu Hilfe eilen.
Die Colorado-Talsperre fertiggestellt.
Der Bau der großen Talsperre am Colorado-Fluß im nordamerikanischen Felsengebirge ist beendet. Das riesige Staubecken, das eine Länge von 180 Kilometer hat und erst nach Ablauf von drei Jahren gefüllt sein wird, ist dazu bestimmt, die Städte von Südkalifornien mit Wasser zu versorgen und große Gebiete fruchtbar zu machen. Ferner wird es elektrische Kraft liefern und der Gefahr von Ueberschwemmungen ein Ende machen. Die Kosten des Baues beliefen sich auf 385 Millionen Dollar.
Bau eines Straßentunnels durch den Mont Blanc?
Mehrere französische Abgeordnete aus dem Departement Ober-Savoyen haben in der Kammer eine Entschließung eingebracht, durch die die Regierung aufgefordert werden soll, mit Italien über den Bau eines Straßentunnels durch den Mont Blanc zu verhandeln. Die Antragsteller begründen ihren Schritt mit der Förderung des Fremdenverkehrs und dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und außerdem damit, daß vom internationalen Gesichtspunkt aus ein solches Unternehmen dem Ausbau der großen transkontinentalen Verbindungen und der Völkerannäherung dienen würde.
Austehen erregende Funde eines amerikanischen Südpolforschers.
Der amerikanische Südpolforscher Lincoln Ells- worth, der kürzlich eine Forschungsreise nach dem S üb p o l angetreten hatte, ist nach Montevideo zurückgekehrt. Auf dem Rückweg passierte er im Flugzeug Buenos Aires und teilte hierbei dem Vertreter eines dortigen Abendblattes mit, daß er am Südpol Jahrtausende alte Fossilien sowie Vege- tation und seltene Tiere angetroffen habe. Er plane im März eine erneute Polarreise.
Großfeuer in der Universität Oxford.
Durch ein Großfeuer wurde der Westflügel des theologischen Seminars der weltberühmten Universität Oxford zerstört. Das Feuer war im Zimmer eines Studenten ausgebrochen. Den gemeinsamen Bemühungen der Feuerwehr und der Studenten gelang es, die Haupthalle des Seminars zu retten. Ebenso konnten Tausende von wertvollen Büchern den Flammen entrissen werden.
Reichsverband der Reichsbahn-Mähigkeitsvereine.
Unter dem Vorsitz des Direktors bei der Reichsbahn ß i e b e t r a u tagten in Kassel Vertreter der Reichsbahndirektionen und Verbände der Reichs- ba Hn-Mäßigkeitsoereine. Der als Vorkämpfer gegen den Alkoholismus bekannte Direktor des Deutschen Vereins gegen den Alkoholismus, Professor Dr. C o n s e r, berichtete über die erfolgreichen Verhandlungen mit der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft. Direktor Liebe- trau berichtete, daß der Reichsverband der Reichsbahn-Mäßigkeitsvereine von der Hauptverwaltung als selbständiger Verband mit den Vergünstigungen der anerkannten Selbsthilfeeinrichtungen aufgenöm- men werden würde. Daraufhin wurde mit einmütiger Zustimmung der Versammlung der Reichs- verband der Reichsbahn-Mäßigkeitsvereine gegründet. Die Ziele des Verbandes sind: Aufklärung über die Gefahren des Alkoholgenuffes, insbesondere mit
Rücksicht auf die Betriebssicherheit, Erzeugung von Süßmost und Beschaffung von billigen und guten alkoholfreien Getränken für das Eisenbahnpersonal und* Einrichtung aloholfreier Kantinen. Trinkerfürsorge betreibt der Verband nicht. Er ist aber bestrebt, alkoholkranke Eisenbahner den dafür bestimmten Stellen zuzuführen.
Büchertisch.
— Durchbruch anno achtzehn. Roman von Erhard Wittek. (Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart-O. Preis kar. 3,20 Mark, in Ganzleinen gebunden 4,80 Mark.) — 606 — Von jedem Schreibtifchhurrapatriotismus ist dies Buch himmelweit entfernt, aber es ist voll von einem wahren, nationalen Geist und von dem Sozialismus der Front, der heute in der ganzen Volksgemeinschaft lebendig geworden ist. Es führt eine unmittelbare Linie von der Jugendbewegung, aus der heraus die Siebzehn- oder Achtzehnjährigen in den Krieg zogen, zu der Haltung der deutschen Jugend von heute. Drum gehört dieses Buch in die Hände der ganzen jungen Generation. Im Mittelpunkt des Werkes aber steht dieses: Das große Erlebnis, was ein Führer vermag, wenn er ein Führer ist, aus innerer Berufung, aus ständigem Einsatz, aus Verantwortung und Willen. So erfüllt dies Buch nicht nur die Mission der Wiederherstellung des Bildes des deutschen Offiziers, es läßt uns vielmehr zugleich begreifen, was Führertum heißt und warum die Erhebung des neuen Deutschland zugleich die rücksichtslose Durchsetzung des Führergedankens bringen .mußte. Dem Verfasser ist die echte Ergriffenheit feiner jungen Jahre zu einem echten und ernsten Künstlertum gereift, um defsentwillen jein Buch der bleibende Besitz der Nation werden wird, den es um seines Inhalts willen verdient.
— Das Langemarckbuch der Deutschen Studentenschaf t. Im Auftrage der Deutschen Studentenschaft herausgegeben von Karl August Walther. (K. F. Koehler, Verlag, Leipzig). In Ganzleinenband 5.80 Mark. — (642) — Schlicht und wuchtig wie das steinerne Ehrenmal von Lange- marck gibt auch dieses Buch Kunde von den Taten bester deutscher Jugend, die den Tod fand, auf daß Deutschland lebe, kündet von ihrem grenzenlosen Opfermut und sucht den Sinn des furchtbaren Geschehens zu deuten. Staatsmänner, Heerführer, deutsche Dichter und Mitkämpfer sind dem Rufe der Deutschen Studentenschaft gefolgt: Hitler, Seldte und Admiral v. Schröder mit markigen Kern- fprüchen, General von der Goltz, Werner Beumel- burg, Walter Bloem, Hans Friedrich Blunck, Baldur von Schirach, E. G. Kolbenheyer, Will Vesper und viele andere mit fesselnden Beiträgen. Das Buch ist gewidmet Adolf Hitler, dem Soldaten des Weltkrieges, dem Manne, der Deutschlands Jugend neuen Glauben und neue Zukunft schenkte, der dem Volke ein Vaterland und eine heilige Heimat gab So ist dieses Buch lebendiger Ausdruck des Geistes wahrer Volksgemeinschaft, wie sie auf den Schlachtfeldern in West und Ost, in Nord und Süd, vor allem aber auf Flanderns blutgetränkter Erde geboren wurde. Es ist das Bekenntnis einer ganzen Ge neration, das Bekenntnis der deutschen Frontkämpfer, geschrieben mit dem Herzblut der Lebenden und der Toten, das Buch vom deutschen Frontsoldaten schlechthin.
Weiterbericki
des Reichsweiterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die vom Atlantik ausgehende und über Nordeuropa hinwegführende Wirbeltätigkeit setzt sich weiter fort. Dementsprechend gewinnt auch die mit ihr verbundene Westströmung über dem Kontinent weiter Raum und verfrachtet milde Ozeanluft nach Deutschland. Das jetzt auch bei uns aufgefommene Tauwetter wird sich daher verstärken, die Neigung zu Regenfällen wird zunehmen.
Aussichten für Donnerstag: Wolkig bis bedeckt mit verbreiterten Niederschlägen (auch im Gebirge vielfach Regen), bei lebhaften südwestlichen Winden weiterer Temperaturanstieg.
Aus fichten für Freitag: Bei lebhaften westlichen Winden Fortdauer der milden und unbeständigen Witterung mit Neigung zu Regenfällen.
Lufttemperaturen am 12. Februar: mittags —2 Grad Celsius, abends —0,5 Grad; am 13. Februar- morgens 2,1 Grad. Maximum 2,5 Grad, Minimum
1 — 4,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Februar: abends —0,6 Grad; am 13. Februar: morgens —0,3 Grad Celsius. — Niederschläge 1 mm.
Wintersport.
Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —3 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Ski und Rodel gut.
Vogelsberg, hoherodskopf: Nebel, — 4 Grad, 60 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Sauerland. Winterberg: Nebel, —3 Grad, 62 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodels ehr gut.
Schwarzwald. Feldberg: Schneefall, — 11 Grad, 180 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
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Es muss wieder werden, wie es einst war!
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Deutscher Bauer, Du mußt wieder dasselbe leisten wie Deine Dä!er. Milliarden deutschen Dolkrsvermögens wandern jährlich ins Ausland für Futter, Fett und Kleidung. Brauchen wir diese Milliarden Reichsmark nicht im eigenen Land? Eigener Anbau macht Deutschland frei und schifft für viele Volksgenossen Arbttl und Brot. 100 000 deutsche Arbeiter mit ihren Familien leben von der Industrie, die diese Rohstoffe verarbeitet.
hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyrtol, für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12 195. Druck und Verlag: Brühl'sche llnioerfitäts Buch- and Steindruckerei
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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
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157612 219391 273453 343030 370751
2 Gewinne zu 20000 M. 385614
2 Gewinne zu 5000 M.------
6 Gewinne zu 3000 M.
20 Gewinne zu 2000 M.
83992 180835 259968
20 Tagespramien.
Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II:
57063 71223 95985 114961 122612 195945
319892 342752 349669 388298
Im Gewinnrade verblieben: 520 Tagesprämien zu je 1000 Mark, 2 Gewinne zu je 10 0000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 2 zu je 50000, 6 zu je 30000, 10 zu je 20000, 46 zu je 1C000, 178 zu je 5000, 350 zu je 3 )00, 834 zu je 2000, 1756 zu je 1000, 4212 zu je 500, 16946 zu je 300 Mark.
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