GeneralmusikdirettorHermann Stange
Zum
ernannt worden.
Kunst und Wissenschaft
Stunden
e n s
Wien und
Aus aller Welt
der Schwe- hatten. Das
andere Instanzen für Dienstleistungen stern des Roten Kreuzes zu erstatten
Internationalen Bruckner-Gesellschaft der Stadt Freiburg i. B.
q end e Arb eit geleistet hat. Die Plakate, von denen die 25 besten zu einer A u s st e l l u n g in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gebracht wurden, zeugen von dem künstlerischen Schaffenswillen der deutschen Jugend.
Ministerpräsidenten wegen der rigorosen Maßnay- men gegen das Deutschtum vorstellig werden. Der Ministerpräsident ließ aber durch seinen Kanzleichef der Abordnung erklären, daß man sich wegen der Prüfung der Angelegenheit an die zuständigen Ministerien wenden solle. Auch vom Staatspräsidenten wurde die Abordnung nicht
Führers und Reichskanzlers wohnte Reichsverkehrs- und Reichspostminister Freiherr von Eltz-Rübenach der Feier im Altarraum auf dem Ehrenplatz unmittelbar vor dem Hochaltar bei. Außerdem bemerkte man auf den Ehrenplätzen Vertreter der Ministerien, der Wehrmacht sowie einen Vertreter des Saarbevollmächtigten B ü r ck e l. Ferner nahm fast das gesamte Diplomatische Korps an der Feier teil.
Amerikas Achillesferse.
Alaska, Hawai und Panamakanal werden gesichert.
Washington, 12. Febr. (DRV.) Im Heeres- ausschuß des Unterhauses begann die Beratung über die Errichtung von sechs neuen Flugzeug st ü tz p u n k t e n. Der Abg. Wilcox betonte, daß die Vereinigten Staaten in einem Krieg mit einer östlichen Macht die Besetzung Alaskas befürchten müßten; denn Alaska sei ein wahres Minerallager, während Japan keinerlei mineralische Bodenschätze besitze. Der frühere stellvertretende Kommandeur der Luftflotte, Mitchell, erklärte, daß das Problem Amerikas der Stille Ozean fei. Sollte Japan Alaska erreichen, dann kann es auch Reuyork erreichen. Japan wird sich nicht durch Hawai ablenken lassen, sondern ü n m i t t e l b a r nach Reuyork fliegen, was u n - gefähr 20 Stunden beanspruchen dürfte.
Der Vorsitzende des Marineausschusses gab ein von der Bundesregierung bereits gebilligtes Marinebauprogramm bekannt, das 38,098 Millionen Dollar vorsieht. Davon sollen u.a. 15 Millionen Dollar zur Verstärkung des Flottenstützpunktes Pearl Harbour (Hawai) benutzt werden, 10 Millionen Dollar für ein großes schwimmen- desTrockendock in Pearl Harbour, 2 Millionen Dollar für Munitionslager der Marine in Balboa und Cocosolo (Panamakanalzone) und 6 Millionen Dollar für die Ausrüstung von Kriegsschiffen.
Dor der Großen Strafkammer in Lübeck fand der Prozeß gegen den Ludwig E h r t m a n n statt, der beschuldigt wird, von Geldern des Lübecker Vaterländischen Frauenoereins 218 000 Mark veruntreut zu haben. Der jetzt 74jährige Angeklagte ist seit 1922 Kassenführer des Vaterländischen Frauenvereins in Lübeck gewesen und hat seit 1924 ständig Gelder von den Verwaltungsausschüssen für sich entnommen. Ferner hat er Gelder veruntreut, die das Allgemeine Krankenhaus undikopstge
Generalmusikdirektor Hermann Stange ist „ Leiter des Berliner Philharmonischen Orchesters
Urteil lautete wegen Verbrechen der schweren Untreue auf eine Zuchthausstrafe von acht Jahren und zehn Jahren Ehrverlust.
Riesenfeuer in einer japanischen Flugzeugfabrik. — 800 Flugzeugmotoren vernichtet.
In den Flugzeugwerken Janagawa in der japanischen Provinz Fukuoka, die das japanische Heer mit Flugzeugen und Flugzeugmotoren beliefern, brach aus unbekannter Ursache ein Feuer aus, das bald riesige Ausmaße annahm. Von den insgesamt 17 Fabrikgebäuden brannten 13 vollkommen nieder. 800 Flugzeugmotore, die zum Einbau fertig waren, wurden vernichtet. Auch der sonstige Schaden ist außerordentlich groß. Er dürfte mehrere Millionen Yen betragen. Es wurde eine strenge Untersuchung eingeleitet.
In der Arktis ist es außergewöhnlich warm.
In der Arktis herrschen außergewöhnliche Witte- rungsverhältnisse. So ist beispielsweise auf Franz- Josephs-Land, was bisher nicht beobachtet wurde, T a u w e t t e r eingetreten. Auch von anderen Gegenden, so den Inseln Waigatsch und Matotschkin- Scharr werden Temperaturen etwas über Rull gemeldet. Die sowjetrussischen Wetterstationen drücken die Ansicht aus, daß in allerkürzester Zeit in Europa ein Witterungsumschwung eintreten werde.
Ein Tümmler in der Ostsee gefangen.
Einem Fischer in Warnemünde gelang es, von seinem Schiff aus in der Ostsee einen über 15 0 Pfund schweren Tümmler zu fangen. Der Tümmler, auch Braunsfisch oder Meerschwein genannt, ist der Delphin der Nord- und Ostsee. Er gehört zoologisch zur Unterordnung Zahnwale der Ordnung Wale. So gern ihn die Reisenden um das Schiff spielen sehen, so verhaßt ist er bei den Fischern, da er die ausgelegten Netze zerreißt. Das Tier, das 2 Meter lang ist, soll nach Berlin gesandt werden, um dort zu Tran verarbeitet zu werden.
hohe französische Auszeichnung für die mutige Rettungstal deutscher Seeleute.
unterziehen. Die Operation, die IV2 dauerte und von Professor Dr. Grahe ausge-
Für das Deutschtum im Memettand.
Eine studentische Protestkundgebung in der Berliner Universität.
Berlin, 12. Febr. (DNB.) Dienstag vormittag fand im Vorhof der Berliner Universität eine studentische Protestkundgebung gegen die Vergewaltigung des Memellandes statt. Viele Hundert Studenten und Professoren nahmen an der Kundgebung teil. Ein Student hielt vom Balkon eine Ansprache. Seit zwölf Jahren vollziehe sich im Memelland unter den Augen der Kulturmächte, die ihm die Autonomie verbürgt hätten, gröbster R e ch t s b r u ch. Die deutschen Schulen würden zerschlagen, die Kinder ihrer Muttersprache beraubt und die Abgeordneten des Memellandes von ihrer Wirkungsstätte vertrieben. Demgegenüber gelte es, in friedlichem Kampfe nicht mit kriegerischen Mitteln anzukämpfen. Jeder deutsche Student sei dazu berufen, diesen friedlichen Kampf zu führen. Der Protest der Studenten wende sich an die U n t e r z e i ch n e r m ä ch t e der Memelautonomie, die für den Bestand der deutschen Kultur des Memellandes einzustehen hätten. Die Kundgebung fordere Wiederherstellung des verbrieften Rechtszustandes im Memelland. Sein Volk und seine Führer aber sollten das Bewußtsein haben, nicht verlassen in ihrem Kampfe zu stehen, sondern wissen, daß das Herz des deutschen Volkes mit ihnen schlage.
Vor verschlossenen Türen.
Eine hohe Auszeichnung wurde der wackeren Besatzung des Motorrettungsbootes des Lloyd- dampfers „D r e s d e n" im Auftrage der französischen Regierung zuteil. Dampfer „Dresden", der sich auf einer „Kraft-durch-Freude"-Fahrt befand, kam am 16. Mai v. I. auf Notrufe einem französischen Marineflugboot zu Hilfe, das bei steifem Nordwest 30 Meilen nördlich von Dünkirchen auf einer Sandbank gestrandet war. Der 1 Besatzung des Rettungsbootes gelang es, die fünf- 1 töpfifle Besatzung des Flugbootes trotz heftiger
führt wurde, ist völlig gelungen.
75. Geburtstag des Jnfektenforfchers Prof. Dr. Seih in Darmstadt.
Der weltbekannte Jnsektenforscher Professor Dr. A. S e i tz in Darmstadt begeht am 24. Februar seinen 7 5. Geburtstag. Auf seinen Studienreisen in allen Zonen der Erde, davon 600 nach Uebersee, die ihn zu einem der weitestgereisten Gelehrten machten, erwarb er sich einen universalen, einzigartigen Ueberblick über die Geographie und Biologie der Falterwelt unseres Planeten, und es war daher nicht verwunderlich, daß ihm von wissenschaftlicher Seite des Auslandes nahegelgt wurde, ein Werk über alle bekannten Falter der Erde herauszubringen: eine fast unlösbare Aufgabe. Aber nach sorgfältiger Vorbereitung entstand der in drei Sprachen erscheinende Atlas „Die Groß-Schmetterlinge der Erde" (17 Doppelbände), ein klassisches Nachschlagewerk, an dem seit 29 Jahren unter Mitarbeit der Spezialisten aller Länder der Erde gearbeitet wird. Bis heute konnten etwa 48 000 Falter, darunter ungeahnte Farben- und Formschönheiten, in vielfarbiger Lithographie naturgetreu abgebildet werden. Einzelne Arten wurden nur in einem Stück gefunden, andere wieder sind der Kultur zum Opfer gefallen und ausgestorben, so daß nur noch dies Werk von ihrem früheren Vorkommen Kunde geben kann. Heute ist der geniale Gelehrte noch rastlos an dem in Kürze bevorstehenden Abschlüsse seines Lebenswerkes tätig.
Fünftes Internationales Bruckner-Fest in Freiburg.
In der Zeit vom 25. Mai bis 2. Juni 1935 wird in Freiburg i. B das 5. Internationale Bruckner-Fest stattfinden, veranstaltet von der
Oie Todesstrafe gegen Hauptmann beantragt.
Im Hauptmann-Prozeß hielt der Generalstaatsanwalt seine Schlußansprache an die Geschworenen. Der Anklagevertreter richtete scharfe Angriffe gegen Hauptmann und ver- uchte, die Behauptungen und Beschuldigungen der Verteidigung eingehend zu widerlegen. Das Gesamtbeweismaterial deute auf Hauptmanns Schuld hin, 0 erklärte er. Es läge nicht der geringste Beweis vor, daß Violet Sharpe, Betty Gow oder son- tige andere Personen irgendwie an dem Verbrechen beteiligt seien. Er bezeichnete Hauptmann als den „öffentlichen Feind Nr. 1" und ersuchte die Geschworenen, keine Milde zu zeigen. Selbst wenn die Anklagebehörde keine weiteren Beweise hätte als die Aussage Londons, daß er Hauptmann das Lösegeld ausgezahlt habe, so würde das genügen, um Hauptmann des „Mordes ersten Grades" zu überführen. Als der Generalstaatsanwalt seine Rede mit der Aufforderung an die Geschworenen schloß, Hauptmann wegen Mordes zum Tode zu verurteilen, sprang ein im Zuhörerraum sitzender Geistlicher namens Vincent Burns auf und rief in den Saal, daß ein Mann in feinem Kirchenbezirk gestanden habe, das Verbrechen begangen zu haben. Der Vorsitzende ersuchte nach einer Besprechung mit dem Generalstaatsanwalt und den Verteidigern die Geschworenen, den Zwischenfall unbeachtet zu lassen.
Vorbildliche Opferbereitfchaft.
Einen Beweis vorbildlicher Opferbereitschaft gab die 2365 Mann starke Gefolgschaft der Bayerischen Stickstoffwerke in Piesteritz im Kreise Wittenberg, die sich aus eigellem Antrieb bereiterklärte, eine volle Schicht zu Gunsten des Winterhilfswerkes zu arbeiten und den Gesamtschichtlohn von 13 073,84 Mark dem Winterhilfswerk zur Verfügung stellte — Das Gesamtpersonal der Reichsbahndirektion Halle hat von November 1934 bis Ende Januar 1935 insgesamt rund 155150 Mark für das Winterhilfswerk gespendet. Wegen Untreue zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
kal mit Widmung gestiftet.
Diesmal war der SOS-Ruf richtig.
Der Kreuzer „21 u ft r a H a", auf dem sich der Herzog von Gloucester befindet, hat von der Besatzung des durch stürmisches Wetter beschädigten amerikanischen Schoners „Seth Parke r", der nach mehreren Notrufen allgemeiner Art, die man als schlechten Scherz auffassen mußte, schließlich einem SOS-Ruf ausgesandt hatte, neun Mann übernommen. Der Kapitän, der Funker und drei weitere Leute sind an Bord geblieben. Der Kreuzer wird dem Schoner solange Bei- tand leisten, bis ein von Pago-Pago auf Samoa lbgesandter amerikanischer Marine- chleppdampfer eintrifft.
Von einem Schleifstein erschlagen.
In einer Stahlwarenfabrik in Au (Sieg) war der Schleifer Siebigteroth mit dem Schleifen von Messern beschäftigt, als sich plötzlich von dem schweren Schleifstein Stücke lösten. Ein abspringendes Stück schlug dem Mann gegen den Unterleib. Die Verletzungen waren derart schwer, daß sofort der Tod eintrat.
Sühne für den Raubmord im Biebricher Schloßpark.
In Wiesbaden begann unter großem Andrang des Publikums der Prozeß gegen den 28jährigen Heinrich Rost aus Wiesbaden-Biebrich wegen Raubmordes. Rost hatte, wie gemeldet, am 31. Dezember v. I. die bei ihrer Schwester zu Besuch weilende Elisabeth Peischl im Biebricher Schloßpark überfallen, sie mit einem Beil erschlagen und beraubt. Das Schwurgericht verurteilte Rost zum Tode und lebenslänglichem Ehrverlust.
Raubmörder John zum Tode verurteilt.
In dem Görlitzer Prozeß gegen den Raub- mörder.Kurt John aus Stolzenberg bei Geibs- dorf wegen Ermordung des Kraftwagenvermieters Kurt Pietsch aus Seidenberg erkannte das Gericht gemäß dem Anträge des Oberstaatsanwaltes auf die T 0 d e s ft r a f e und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Der Vorsitzende des Gerichtes führte u. a. aus, der Angeklagte sei ein Mensch von seltener Herzenskälte und Herzlosigkeit und ein gemeiner asozialer Egoist, der den Mord
K 0 w n 0 , 12. Febr. (DNB.) Im Zusammenhang mit der Ausweisung von vier Mitgliedern des Hauptvorstandes des Deutschen Kulturverbandes aus Kowno wollte am Dienstag eine Abordnung der Deutschen Li tau- beim Staatspräsidenten und beim erpräsidenten wegen der rigorosen Maßnah-
empfangen.
Belgien will an den Verhandlungen über einen Lustpatt teilnehmen.
Brüssel, 12. Febr. (DNB.) Das belgische Außenministerium hat folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: Die belgische Regierung, die über die Schlußfolgerungen, zu denen die kürzlichen Besprechungen englischer und französischer Minister über das 'Problem der europäischen Sicherheit gelangt sind amtlich unterrichtet worden ist, hat ihre Botschafter in London und Paris beauftragt, den beiden Regierungen die Genugtuung zu übermitteln, mit der Belgien das Einvernehmen, das hinsichtlich der Festigung des Friedens zwischen England und Frankreich hergestellt worden ist, ausgenommen hat. Baron Cartier de Mar- chienne (Botschafter in London) und Baron G a i f f i e r (Botschafter in Paris) haben gleichzeitig mitgeteilt, daß die belgische Regierung bereit ist, an der Verhandlung überein Abkommen teilz unehmen, das in Westeuropa eine unverzügliche militärische Beistandsleistung im Falle eines Luftangriffes sichern soll.
Blutige Zusammenstöße in Wien.
Wien, 12. Febr, <DNB.) In Wien kam es am Dienstagabend zu blutigen Zusammenstößen, bet denen ein Toter und zwei Schwerverletzte zu beklagen waren. Im Gemeindebezirk O t t a k r i n g auf dem Nepomukberger Platz versuchten z w e t - hundert Personen marxistischer Parteizugehörigkeit eine Versammlung unter freiem Himmel abzuhalten. Es kam zu einem he tigen Zusammenstoß mit Polizei. Ein junger Kom- muni ft, der eine rote Fahne trug wwer- etzte sich seiner Festnahme und gab mit seinem Revolver Feuer, wobei er einen Wachtmann und einen Kriminalbeamten schwer verletzte. Als er sah, was er angerichtet hatte, stürzte er sich m einen Hausflur und erschoß sich selbst. Auch in der Wiener Handelsakademie kam 6s zu Kuno- geb ungen marxistischer Studenten. Diese warfen auch Flugzettel in größeren Mengen aus den Fenstern des Schulgebäudes auf Ofl? Straße. Polizei drang in das Gebäude ein und verhaftete zahlreiche Studenten. In einigen Wiener Arbeiterbezirken wurden anläßlich des Jahrestages der Februarrevolte Sowjetsterne abgebrannt. Man konnte ferner die Tätigkeit eines geheimen Senders feststellen, der vermutlich im Gemeindebezirk Floridsdorf arbeitet und der marxistische P r 0 p a g a n d a r e d e n verbreitet. In der großen Floridsdorfer Majchinen-
vorsätzlich ausgeführt habe.
Raubmord an einer alten Frau.
In Erisdorf bei Riedlingen (Oberschwaben) wurde die etwa 60 Jahre alte ledige, allein in ihrem Hause wohnende Kreszentia König mit eingeschlagener Schädeldecke im Bett tot aufgefunden. Die Haustür stand offen. Das Fenster war eingedrückt und alle Behältnisse in der Wohnung waren durchwühlt, ebenso der kleine Kramladen, den die Frau innehatte. Der Mörder konnte durch einen Förster in einem Walde in der Umgebung festgenommen und der Staatsanwaltschaft übergeben werden. Es handelt sich um den mehrmals vorbestraften Bruno W e i ß h a u p t aus Erisdorf; Weißhaupt hat die Tat bereits gestanden.
Aus Eifersucht die Braut erstochen.
In Ortelsburg (Ostpreußen) ermordete der 26 Jahre alte Otto Katzerowski seine Braut. Er stach das Mädchen mit einem Messer nieder. Das Mädchen war auf der Stelle tot. Zwischen beiden war es bereits am Abend vorher auf einem Maskenball zu Auseinandersetzungen gekommen, wobei der Bräutigam aus Eifersucht feine Braut wiederholt bedroht hatte. Der Mörder stellte sich inzwischen der Polizei.
Traurige Folgen eines Familienstreites.
Als ein 50jähriger Zimmermeister in Kassel abends betrunken nach Hause kam, geriet er mit seinem erwachsenen Sohn in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzungen zog der Vater ein Messer und ging damit auf seinen Sohn ein. Dabei kam der Vater zu Fall und stürzte so unglücklich, daß das Messer ihm in die rechte Brust- seit drang. In hoffnungslosem Zustand wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er am anderen Morgen seinen Verletzungen erlegen ist.
Auf dem Wege zum Krankenhaus tödlich verunglück.
Als der Arbeiter Karl Hümmerich in Neuwied mit seinem Fahrrad unterwegs war, um seine im Krankenhaus liegende Frau zu besuchen, wurde er von einem ihn überholenden Kraftwagen erfaßt und zur Seite geschleudert. Hümmerich zog sich bei dem Sturz so schwere Verletzungen zu, daß er in das Krankenhaus, in dem seine Frau lag, eingeliefert werden mußte. Hier st a r b er kurz nach seiner Einlieferung. Den Kraftwagenführer trifft an dem Unfall keine Schuld.
Lastkraftwagen vom O-Zug erfaßt. — Vier Tote.
Kurz vor dem Bahnhof Hermania südlich von Reppen bei Frankfurt a. O. durchbrach ein Lastkraftwagen die geschlossene Schranke und wurde von dem O-Zug 32 Beuten O.-S.—Berlin übersah r e n. Der Ueberweg war gesichert. Die Schuldfrage konnte noch nicht geklärt werden. Vier Personen wurden getötet, und zwar der Führer des Kraftwagens Fabig, eine Frau Schwarz und ihr Sohn sowie ein Arbeitsdienstmann, dessen Name noch nicht festgestellt werden konnte.
Einsturzunglück in einer Brauerei. — Zwei Tote, ein Schwerverletzter.
Ein schweres Einsturzunglück ereignete sich in der Brauerei Behrens in Pappenheim (Mittelfranken). Acht Arbeiter waren damit beschäftigt, den sog. Eisgalgen abzuleeren. Aus noch nicht geklärter Ursache stürzte plötzlich unter donnerähnlichem Getöse ein Teil des Gerüstes ein und begrub drei Arbeiter unter den Eismassen. Obwohl sofort mit den Rettungsarbeiten begonnen wurde, konnten nach halbstündigen Bemühungen der 22jährige Hilfsarbeiter August Schwarz und der 17jährige Brauereilehrling Fritz E i t n e r, beide aus Pappenheim, nur noch 10 t geborgen werden. Dec Hilfsarbeiter Friedrich Meyer wurde mit schweren Verletzungen geborgen.
Ein Spionagebüro in TNarokko ausgehoben.
In Taza (Marokko) wurde die 36jährige aus Rußland gebürtige Tänzerin Irene de Sirrens, die durch ihre Ehe französische Baronin geworden war, wegen berufsmäßiger Spionage verhaftet. Besonders wird ihr vorgeworfen, in Taza ein Büro unterhalten zu haben, das zu allen Garnisonstädten Nordafrikas Beziehungen hatte und den Fremden-
Geheimrak Sommer über Goethe und feine Ahnen.
Einen hochinteressanten Vortrag über „Erbbiologische Werte in Ahnenfamilien Goethes" hielt Geheimrat Professor Dr. Robert Sommer von der Universität Gießen in Frank- urt auf Einladung der dortigen Genealogischen Gesellschaft. Der Vortragende verstand es ausgezeichnet, an Hand der Ahnentafeln Goethes nachzuweisen, daß das Genie Goethe hervorragend von einen Ahnen beeinflußt worden ist, die bis zu Lukas Cranach, bis zu der berühmten Familie S 0 l d a n , die Dutzende von schriftstellerisch Tätigen hervorgebracht hat, bis zu Hegel und auch bis zu Schlegel sich einwandfrei feststellen lassen. Damit will Professor Sommer aber nicht der These von der Talentvererbung das Wort reden, vielmehr steht er auf dem Standpunkte, daß die Genie- entstehung unabhängig von der Talentvererbung vor sich gehen kann. Neben den begabten Ahnen findet sich in der Ahnenreihe Goethes aber auch eine ganze Reihe von „Wildlingen", die in die begabten Familien hineingeheiratet haben, und hier durchaus fruchtbringend und blutauffrischend in Erscheinung traten. Das Nachwirken dieser Kräfte glaubt Professor Sommer deutlich in „Dichtung, und Wahrheit" zu erkennen. So wirkten alle Goethes, Textors und besonders auch L i n d Heime r s , letztere speziell durch ihre Verbindung mit der Familie S e i p, in glücklichster Weise zusammen, um das Genie Goethe ein erhabenes Erbe antreten zu lassen. Aber auch untereinander von Generation zu Generation zeigt es sich an zahlreichen Beispielen und Eigenschaften, daß die erbbiologischen Werte der Ahnenfamilien Goethes sich fruchtbringend ausgewirkt Haden.
Hans Friedrich Blunck in Stuttgart schwer erkrankt.
Der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Dr. Hans Friedrich Blunck, der auf dem schwäbischen Dichtertag schwer erkrankt ist, mußte sich im Katharinen-Hospital in Stuttgart einer Operation
Brandung und wildbewegter See glücklich zu bergen. — Dieser Tage versammelten sich die echs Mitglieder der Besatzung des Rettungsbootes unter Führung des Kapitäns Petermöller der „Dresden" im Verwaltungsgebäude des Norddeut- chen Lloyd, wo ihnen der französische Konsul mit Worten herzlicher Anerkennung die f r a n z ö - ische silberne Rettungsmedaille er- t e r Klasse und Kapitän Petermöller das Offizierskreuz des Ordens für Verdienste zur See überreichte. Außerdem wurde der ehemaligen Be- atzung der „Dresden" ein wertvoller silberner Po-
fabrik drohte ein Streik. Die Arbeiter konnten jedoch von ihrem Vorhaben abgebracht werden.
Auf die vom Stern- und Hafferl-Werk nach Ried im Innkreis führende 25 000-Volt- lei tun g wurde am Samstag nächst Zwei- mühlen bei Eberschwang ein Anschlag verübt, wodurch die Stadt Linz und die nördlich angrenzenden Gemeinden beinahe drei Stunden im Dunkel lagen. Diese Dunkelheit benutzten die Kommunisten, um Flugzettel zu streuen. Nächst Zweimühlen hatten die Täter ein Bündel Gras über die Hochspannungsleitung geworfen und den Strom dadurch ausgeschaltet. In Eberschwang geriet der Automat in Brand, und dem Transformatorenwärter Heger fuhr beim Umschalten eine Stichflamme ins Gesicht. Heger wurde zu Boden geschleudert, erlitt jedoch keine bedeutenden Verletzungen. Von Ried und Eberschwang ausgeschickte Patrouillen begingen die Leitungsstrecke und behoben das Uebel.
Meine politische Nachrichten.
Der französische Außenminister Laval, der am Dienstag seine Tätigkeit am Quai d'Orsay wieder aufgenommen hat, empfing hintereinander d i e Botschafter Italiens, Belgiens und Japans sowie den rumänischen Gesandte n in Paris. Beim Besuch des italienischen Botschafters ist der italienisch-abessinische Zwischenfall wahrscheinlich Gegenstand der Unterredung gewesen.
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Aus Anlaß der Wiederkehr des Krönungstages Seiner Heiligkeit des Papstes zelebrierte am Dienstagvormittag der apostolische Nuntius Cesare O r s e n i g 0 in der Berliner St. Hedwigskathedrale ein feierliches Pontifikalamt. Als Vertreter des


