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seien von der Nordarmee genommen. Ma, der Ka- oalleriegeneral, Hummels Patient, sei auf einer Mauleselbahre von Turfan nach Korla gebracht worden, wo er eben mit seinem Stabschef, Gene­ral Li, eingetroffen sei.

Während der Belagerung von Urumtschi vor einem Monat hätte Ma ein Panzerauto der Nord­armee genommen. Dieses unbeholfene Fahrzeug, das von weißrussischen Mechanikern in Urumtschi gebaut war, sei von einem chinesischen Fahrer über Dawancheng und Toksun nach Su-baschi gebracht worden. Dort sei der Benzinvorrat zu Ende ge­gangen, das Panzerauto zerstört und zurückgelassen worden.

Heute, am 12. März, kam dieser Fahrer in unser Gefängnis und plauderte aus der Schule. Er be­teuerte, daß Khara-fckar gefallen fei und Sheng Shih-tsais siegreiche Armee in ein paar Tagen in Korla einziehen würde. Ma Chung-yins geschlage­nes Heer hätte schon heute begonnen, haufenweise nach Korla hereinzuströmen. Möglicherweise setzen sie ihre Flucht sogleich nach Kutscha fort ein Glück, daß wir diese wilden hungrigen Haufen nicht auf unserer Rückfahrt getroffen haben! Wenn die Hauptmasse von Mas Heer, was jeden Augenblick eintreten konnte, Korla überschwemmte, war all­gemeine Plünderung zu erwarten.Da ist es das beste für euch, eure Tore verriegelt zu halten", meinte der Fahrer.Wenn die Nordarmee auf der Verfolgung hinter Ma kommt, wird es kritisch für euch, denn ihr werdet als Feinde betrachtet wer­den", fügte er hinzu. Der Mann war nicht dumm. Er überschaute die Lage.

Wir fragten ihn, ob er gehört habe, wie es den fünfhundert jungen türkischen Rekruten ergangen sei, die wir bei Chi-ko-sching-tse gesehen hatten, ebenso den Hunderten, von deren Aufbruch zu Mas Heer wir in Turfan Zeuge waren. Er antwortete:

Sie sind alle von der Nordarmee gefangenge­nommen und bis auf den letzten Mann niederge­macht worden."

Später hörten wir, daß diese Auskunft falsch war. Die Rekruten waren zwar gefangengenommen wor­den, wurden aber gleich in ihre Dörfer heimge­schickt.

Am Abend meldeten sich zwei andere Soldaten in voller Bewaffnung. Sie hatten Befehl von Hwang, das Abladen aller vier Lastwagen zu über­wachen und auf zwei von ihnen nachts zu schlafen.

Nun war es so, daß der größte Teil unserer Reisekasse, mehrere tausend Silberdollar in dicken Rollen, in zwei Geheimfächern im Boden des Wagens Nr. 1 verwahrt wurde. Wenn Ma alle Autos nahm, wurden wir also das Silber los. Wie konnte man es bei der Wachsamkeit der Soldaten retten?

Das ganze Gepäck wurde heruntergenommen und in Stapeln auf den Hof gestellt. Die Soldaten sahen, daß alles ordentlich zuging, und ihre Auf­merksamkeit erlahmte. Als es dunkel geworden war, lud Georg die beiden Wachen in den Raum der Fahrer ein, bewirtete sie mit Tee und Zigaretten und erzählte ihnen haarsträubende Abenteuerge­schichten. Ein paar Motore wurden angelassen,um zu sehen, ob auch alles in bester Ordnung ist, wenn Ma sie übernimmt". Natürlich sollte der Lärm nur den Krach übertönen, der sich »nicht vermeiden ließ, als die Geheimfächer aufgebrochen wurden. Nach­dem dies geschehen war, wurden die Silberrollen nach und nach in einen Gerümpelraum vor unserer Küche getragen, der keinen Fußbodenbelag hatte. Bei Lampenschein wurde das Geld in einer Grube mitten im Raum vergraben. Die Grube wurde dann wieder zugeschaufelt, der Erdboden wurde eben ge­treten und ein zerrissener Strohteppich darübergelegt.

Das Manöver glückte, der Motorenlärm ver­stummte, und statt dessen hörte man im Hof das langgezogene und tiefe Schnarchen der Wächter. Ich habe den Verdacht, daß es Schnaps war, was Georg ihnen gegeben hat, nicht nur Tee!

Wirtschaft.

Oie Industne- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

1345: Geltungsdauer der allgemeinen Genehmigun­gen im Jahre 1936.

1346: Die Gültigkeitsdauer der rumänischen Kom­pensationsbewilligungen.

1347: Umsatzsteuerumrechnungssätze für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungs­mittel für die Umsätze im Monat November 1935.

1348: Bekanntmachung KP 74 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

Schweinemarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 93 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 16 bis 19 Mk., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 19 bis 23 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 23 bis 26 Mk., 10 bis 12 Wochen alte 26 bis 30 Mk.

Während der Weihnachtswoche nur ein Echlachtviehmarkt.

In der Weihnachtswoche wird in Frankfurt a. M. nur e i n Schlachtviehmarkt Hauptmarkt für alle Schlachtviehgattungen am Montag, 23. Dezem­ber, abgehalten.

Am Montag, 30. Dezember, findet der Schlacht­viehmarkt Hauptmarkt für Rinder und Schweine, sowie Nebenmarkt für Kälber und Schafe unver­ändert statt.

Aus Anlaß des Neujahrsfestes wird der Schlacht­viehmarkt von Donnerstag, 2. Januar 1936 Hauptmarkt für Kälber und Schafe, sowie Neben­markt für Schweine und Rinder auf Freitag, 3. Januar 1936 verlegt.

Mein-Mainische Börse.

lUiltagsbörse sehr ruhig.

Frankfurt a. M., 11. Dez. Die Börse lag bei Eröffnung wieder ausgesprochen geschäftslos. Der Ordermangel drückte sich beim berufsmäßigen Bör­senhandel in stärkster Zurückhaltung aus, zumal da wirtschaftliche Anregungen fehlten. Die Kursfest­stellung gestaltete sich schleppend.

Am Aktienmarkt war die Entwicklung bei sehr kleinen Umsätzen uneinheitlich. Matt lagen von Spezialwerten Reichsbankanteile mit 175,50 (176,50) und Siemens mit 166 (167,90), auch IG. Farben waren nach behauptetem Beginn (147,65) auf 147,25 gedrückt. Sonst eröffneten im einzelnen Gesfürel 0,50 v. H. niedriger, RWE. 0,25 v. H. höher. Von Montanwerten Hoesch plus 0,50 v. H., Stahlverein plus 0,25 v. H., dagegen Rheinstahl minus 0,50 v. H. Kunstseide Aku lagen mit 53,40 (53,25), Muag mit 69,75 (69,50), Bank für Brauindustrie mit 114

(113,50) und Nordd. Lloyd mit 16,75 (16,40) etwas freundlicher, Scheideanstalt eröffneten mit unv. 214. Auf den übrigen Marktgebieten herrschte Geschäfts­stille. Nach den ersten Notierungen blieb die Zu­rückhaltung bestehen und irgendwelche Veränderun­gen traten zunächst nicht ein.

Am Rentenmarkt war die Haltung teilweise schwächer, so gingen Altbesitz auf einiges Angebot auf 110,70 (111) und Kommunal-Umschuldung auf 88 (88,20) zurück. Späte Reichsschuldbuchforderun­gen mit 97 und Zinsvergütungsscheine mit 90,90 lagen unverändert. Zertif. Dollar-Bonds lagen bei kleinen Umsätzen behauptet, gegen die höheren Vor­börsenkurse aber etwas schwächer. Von Auslands­renten zogen Mexikaner bei geringem Geschäft wei­ter etwas an, 5 v. H. äußere Gold 14,25, später 14,13 (13,75), 5proz. innere Silber 5,90 (5,75), 4proz. Gold unv. 8,50, 4,5proz. Irrigation ca. 8 (7,65).

Im Verlaufe dauerte die starke Geschäftsstille fort, und am Aktienmarkt gaben die Kurse teilweise weiter nach, so Siemens auf 165 nach 166, Aku auf 53 nach 53,40, Stahlverein auf 73,50 nach 73,90. Auch die später notierten Werte lagen zu­meist nicht ganz behauptet, etwas höher lagen Licht & Kraft mit 132,13.

Arn Rentenmarkt erholten sich Altbesitz ge­ringfügig auf 110,75 nach 110,70, dagegen gaben späte Schuldbuchforderungen auf 96,90 (97) nach. Gefragt waren Zinsoergütungsscheine zu 91 nach 90,90. Kommunal-Umschuldung gingen teilweise unter 88 v. H. um. Von Goldpfandbriefen erhöhten sich Rheinsche Hyp. auf 96,50 (96,25) Liquidations­pfandbriefe lagen nicht ganz einheitlich. Von An­teilscheinen befestigten sich Pfälz. Hyp. auf 9,75 (9,50). Stadtanleihen lagen im ganzen ziemlich un­verändert, schwächer jedoch 4,5proz. Heidelberg v. 26 mit 87,75 (88,50). Von Umtausch-Obligationen gaben 4,75 (1951er) Stahloerein auf 93,25 (93,90) nach. Zertif. Dollar-Bonds unterlagen einigen Schwankungen, per Saldo gngen sie weiter zurück. Mexikanische Anleihen bröckelten später etwas ab, besonders 5proz. äußere Gold auf etwa 13,90 nach 14,25.

Tagesgeld war gefragt und wurde auf 3 (2,50) v. H. erhöht.

Abendbörse ruhig.

Die Abendbörse nahm gleich dem Mittagsver­kehr auf allen Marktgebieten einen außerordent­lich ruhigen Verlauf. Die Mehrzahl der zur Notiz gekommenen Papiere hatte keinen Umsatz zu ver­zeichnen, die Kurse erfuhren gegen den Berliner Schluß nur Abweichungen um Prozentbruchteile. Auch der Rentenmarkt war sehr still und unver­ändert. Trotz etwas höheren Kursen aus Paris konnte sich infolge starker Zurückhaltung in Mexikanern kein Geschäft entwickeln, 5proz. äußere Gold bröckel­ten auf 13,65 (14) ab. Von Liquidationspfandbrie-

Die Verjährung Ende 1935.

Immer, wenn ein Jahr zu Ende geht, sollte man sich noch mal darüber klar werden, ob man For­derungen hat, die vielleicht mit dem Abschluß des Jahres verjähren. Denn wenn zu Ende eines Jahres eine bestimmte Zeit nach Entstehen des Anspruchs abgelaufen ist, so ist der Schuldner be­rechtigt,die Leistung zu verweigern" (§ 222 Ab­satz I des Bürgerlichen Gesetzbuches). Seit alten Zeiten gilt als längste Dauer die Verjährungsfrist von 30 Jahren. Aber die Bedürfnisse des moder­nen Derkehrsleben haben zu einer wesentlichen Verkürzung dieser Frist geführt.

Ansprüche, die aus dem täglichen Leben ent­stehen, unterliegen einer zwei-, drei- oder vier­jährigen Frist.

Das Bürgerliche Gesetzbuch führt die einzelnen An­sprüche, die nach zwei Jahren verjähren, auf; nur einige der wichtigsten sollen hier genannt werden: Ansprüche der Kaufleute, Fabrikanten und Hand­werker, ferner die Forderung aus Lieferung von Waren, aus,Ausführung von Arbeiten. Weiter ver­jähren in 2 Jahren die Ansprüche der Frachtfuhr­leute, Schiffer, Lohnkutscher, Boten und der Gast­wirte. Dazu kommen die Ansprüche auf Gehälter und Löhne einschließlich der Auslagen, auf Hono­rare sämtlicher Aerzte, Hebammen, Rechtsanwälte usw. (§ 196 Ziffer 117.) Die Ansprüche aber, die aus Leistungen entstehen, die für den Gewerbe­betrieb des Schuldners erfolgt sind, verjähren nach 4 Jahren.

Am 31. Dezember dieses Jahres also verjähren alle Ansprüche, die zuerst genannt sind, wenn sie im Jahre 1933 entstanden. Ansprüche auf Rück­stände von Zinsen aus Kapital, Miete und Pacht verjähren in 4 Jahren.

Alle die Verjährungsfristen der aufgezähllen Ansprüche beginnen am Ende des Jahres zu laufen, in dem der Anspruch entstanden ist. Ist Lie Verjährungfrist abgelaufen, so können also die Forderungen nicht mehr eingetrieben werden.

Wenn der Gläubiger dennoch den Schuldner auf Zahlung verklagt, und dieser die Einrede der Ver­jährung geltend macht, so wird die Klage ab­gewiesen werden, und der Gläubiger hat noch dazu die Kosten zu zahlen.

Wie kann man aber nun die Verjährung ver­hüten? Der Gläubiger kann sich vom Schuldner ein Schuldanerkenntnis verschaffen, das schon dadurch gegeben ist, wenn der Schuldner eine Abschlags­zahlung leistet oder Zinsen zahlt. Ebenso ist die Bitte um Stundung oder Erlaß der Forderung ein Schuldanerkenntnis. Zur Sicherung läßt man sich

fen kamen Hamburger mit 101,25 (100,75) zur Notiz.

U. a. notierten: Altbesitzanleihe 110,50, 1951er Stahlverein 93,65, IG. - Farben - Bonds 123,75, Reichsbahn-VA. 123, 4proz. Rumänen 4,80, 5proz. innere Mexikaner 5,75, 5proz. äußere Mexikaner 13,65, Adca 68,25, Commerzbank 84,13, DD-Bank 83, Dresdner Bank 83,50, Reichsbank 175, Harpener 101,50, Mannesmann 77,40, Rheinstahl 102, Laura- hütte 20, Stahlverein 73,75, Aku 52,75, Bekula 134,25, Bemberg 101,50, JG.-Chemie Basel voll- einbez. Stücke 165, do. 50proz. einbez. 141,75, Conti-Gummi 156, Scheideanstalt 212,50, Deutsche Linoleum 137,25, Licht und Kraft 131,75, Eßlingen Maschinen 78, JG.-Farben 147,25, Gesfürel 123,50, Goldschmidt 105, Holzmann 86,50, Junghans 78,50, Mainkraftwerke 87, Metallgesellschaft 110, Moenus Maschinen 78,75, RWE. 129,75, Schuckert 118,25, Hapag 15, 2'/iproz. Anatolier I und II 39,20.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 11. Dez. Der Getreidegroß­markt lag durchweg still. Brotgetreide war etwas reichlicher als bisher angeboten, dagegen fehlte auch weiterhin Angebot in Futtergetreide. Am Futtermittelmarkt blieb die Lage unverändert. Mehle liegen still, Weizenmehl bleibt besser ge­fragt.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilo) in RM.: Weiezen W 13 205, W16 208, W 19 212, W 20 214. Roggen R 12 168, R 15 171, R18 175, R19 177, Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste nicht notiert; Sommergerste für Brauzwecke 225 bis 230; Hafer nicht notiert. Weizenmehl W13 28,05, W16 28,30, W 19 28,30, W 20 28,65; Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50, alles plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,10 bis 17,25, Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W 13 10,65, W 16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen

aber als Gläubiger die Schuldanerkenntnis, z. B. die Bitte um Stundung oder Erlaß, schriftlich geben; sonst kann später der Schuldner die Einrede der Verjährung geltend machen, und der Gläubiger hat nichts in den Händen, womit er den Beweis führen kann, daß die Verjährung durch ein Schuld­anerkenntnis unterbrochen worden ist.

Die Unterbrechung der Verjährungsfrist wird nicht angerechnet, die Frist beginnt neu zu laufen.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, eine Unterbrechung der Verjährung herbeizuführen, nämlich durch Zahlungsbefehl, Anmeldung im Kon­kurs, Stellung des Antrages auf Zwangsvoll­streckung. Der Paragraph 209 des Bürgerlichen Ge­setzbuches zählt noch andere Möglichkeiten auf. Es muß auf jeden Fall beachtet werden, daß die Zu­sendung einer Rechnung keine Unterbrechung der Verjährungsfrist bewirkt. Will ein Gläubiger sich also jetzt noch vor finanziellem Schaden bewahren, so muß er seinem Schuldner mit irgendeiner der er­wähnten Möglichkeiten beizukommen versuchen. Es muß noch beachtet werden, daß die Verjährung nicht ausgeschlossen oder erschwert werden kann. Vertrag­liche Vereinbarungen darüber sind ungültig.

Wenn ein Gläubiger nach Ablauf der Verjäh­rungsfrist auf Zahlung seiner Forderung klayt, und der Schuldner macht die Einrede der Verjährung nicht getend, dann darf sie auch von Amts wegen nicht verwertet werden.

Oft komme es vor, daß der Schuldner zahlt und nichts weiß von einer Verjährung feiner Schuld. Aber nachträglich fällt es ihm ein. Nun verlangt er von feinem Gläubiger fein Geld zurück mit dem Hinweis, er hätte gar nicht zu zahlen brauchen, weil der Anspruch der Gläubiger verjährt sei. Das geht aber nicht so, wie der Schuldner denkt. Ausdrück­lich bestimmt das Bürgerliche Gesetzbuch im Pa­ragraphen 222 Absatz II:Das zur Befriedigung eines verjährten Anspruchs Geleistete kann nicht zu- rückgefordert werden, auch wenn die Leistung in Unkenntnis der Verjährung bewirkt worden ist!

Aus bestimmten Gründen kann die Verjährungs­frist auch gehemmt werden. Die Hemmung ist aber nur ein Ruhen, die Frist läuft nach Fortfall des Hemmungsgrundes weiter. (§ 205 des BGB.)

Der Hemmung liegt der Gedanke zugrunde, daß die Verjährung gegen den Gläubiger nicht laufen soll, solange irgendwelche Dinge vorliegen, die ihn hindern, seinen Anspruch geltend zu machen. Das wäre z. B. dann der Fall, wenn er durch Stillstand der Rechtspflege an der Rechtsverfolgung gehindert ist, oder wenn höhere Gewalt eine solche Verhinde­rung veranlaßt hat. (§§ 202204 des BGB.)

m. M. 18,30, Treber nicht notiert, Trockenschnitzel 8,80, Großhandelspreis ab Fabrikstation, Heu 8,50 bis 9,00, Weizen- und Roggenftroh, gebündelt, 3,50 bis 3,70, dasselbe, drahtgepreßt, nicht notiert.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 12. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 199 Rinder (40 Ochsen, 4 Bullen, 140 Kühe, 15 Färsen), 842 Kälber, 312 Schafe, 560 Schweine. Es kosteten: Kälber 45 bis 75 Mark, Hämmel 42 bis 48, Schafe 35 bis 45, Schweine 51 bis 57 Mark. Markt­verlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt.

Schweinemarkt in Schotten.

* Sch otten, 11. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 180 Ferkel und Läu- ferfchweine zum Verkauf. Es kosteten vier Wochen alte Tiere 11 Mark, fünf bis acht Wochen alte 18 bis 20, zehn Wochen alte und ältere Ferkel 22 bis 24, Läuferfchweine 35 bis 40 Mark pro Stück. Bei flottem Geschäft wurde ausverkauft.

Schweinemarkt in Nidda.

<55 Nidda, 11. Dez. Zum heutigen Schweine­markt waren 298 Ferkel und Läuferfchweine auf- getrieben. Da zahlreiche Käufer erschienen waren, entwickelte sich lebhafter Handel, bei dem der Markt geräumt wurde. Man bezahlte für Ferkel bis zu 6 Wochen alt 15 bis 18 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 20 bis 25 Mark, 8 bis 12 Wochen alte 26 bis 30 Mark, Springer bis zu 50 Mark pro Stück. Auf dem Rindermarkt konnte die Viehverwer- tungsgenosfenfchaft von 30 Kühen etwa die Hälfte absetzen, wobei zwischen 250 bis 500 Mark pro Stück bezahlt wurden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 13. Dezember.

Treis a. d. Lda. 20 Uhr: /Missionsgottesdienst mit Lichtbildern von Missionar Michelfelder, Bafel.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

_________Berlin,11 .Dezember

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt vesch loffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frantsurt a. TR.

Berlin

5ran!furl a.M.

Berlin

Krankfurt a. M.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß« kurs

Schluß!. Mittag- börse

Schluß« kurs

Schluß!. Abend- börsc

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend« börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

10-12.

11.12

10-12- 111 12.

Datum

10 12

11.12-

10-12.

11 -12.

Datum

10-12.

11 12-

10-12.

11-12-

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Retchsanl. von 1934 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4x/,% Deutsche ReichSpostschatzan Weisungen von 1934, I.......

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4y«% ehem.8% Hessische Landes- bank Darmstadt Gold R. 12....

6Vt% ehe in. 4^% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui

4,/1% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverichr. R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­

leihe Serie 1 mit Auölos.-Rechten

4y2°/o ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6y2% ehem. 4y2% Franks. Hyp..

Bank-Liqu.-Psandbriese.......

5 V2% ehem. 4 54% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4%% ehem. 8% Pr.Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4y2% ehem. 7% Pr.Landespfand briefanst., Gold Komm. Obl.VI

Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38

4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 454% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie I...................

100,65

97,25

101,25

111

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96,25

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93

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9,35

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100,4 97,13

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4% Desgl. Serie 11 ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinh.Rentev.i913 4% Rumänische vereinh. Rente .

2*4% Anatolier............

Hamburg-Amertka-Pakei .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 8

Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto«

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................ 12

A.E.G......................c

Bekula.................... 10

Gleite. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6%

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co...............4

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Co..............7

Buderus ................... 4

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-Röhren........0

5,9

8,65

4,75 39,13

15

16,4

84,13

83

84 176,5

35,4

134 110,5 131,5 105,25 123,75

130 119,25 167,9 120,5

94,25

105 102,5

80,5

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125,5

79 78,13

5,9

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4,8

39,2

15

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85 113,75 84,13

83 83,5

175

35,5 134,25

110 131,75 105,25 123,5

129.75 118,25

165 120,5

94,25 104,75

101,5

81

157

125,5

79

77,4

8,8

4,9 39,25

15 25,13 16,5 85,25

113 84,13

83

84

176

35,5 134,5

110 131,25 105,25 123,75

129,75 119,5 167,25

94,4 105,25 102,5 80,75

157 125,75 79,5 77,9

8,8

4,9 38,75

15,13

16,65

85,4 113,75 84,13

83

83,5

175

35,4 134,75

110

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106 123,75

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94,5 105,13

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80,65

157,75

125,9

79

77,13

Mansselder Bergbau......... 6

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen ..... 12

Rheinstahl .................. 4

Bereinigte Stahlwerke........o

Ltavi Minen ...............o

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7yt

I. G. Farben-Jnbustrte.......7

Echeideanstalt............... 9

Goldschmidt ................ 5

Rütgerswerke ............... 6

Merallgekellschaft............. 4

Philipp Holzmann ........... 4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Cementwerk Karlstadt......... 6

Schultheis Patzenhofer ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 5

Zellstoff Waldhos ............ 5

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... 8

Orenstein L Koppel .......... 0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade.................... 71/

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Conti-Gummi...............8

Gritzner.....................

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker ........ 10

117,75

210

102,75

73,65

17,75

126

187

147,65

214

105

110

86,5

117,25

128

53,25

101

115,5

77

89,4.

137,5

25,25

288,5

157

25,75

87

200

117,5

210,5

102

73,75

17,65

188

147,25

212,5

105

110

86,5

117,25

128

52,75

101,5

115,75

77,25

89,9 137,25

25.25

285,5

156

26,13 87

200

117,75 113,75

211 102,5 73,75 17,65

126 117,25

187

147,65

104,75 112,13

110

86

100,75

53,9 100,75 115,9

76,5

122 89,75 137,13 74,75

25,4

287,5

167 156,5

25,13

200

117,5

113 210.75 102,4 73,9 17,65

125 116,5

188

147,25

105,25 111,25

110

100,4

53 101,5

116 77,75 121,25

90

137 74,5 25,13 285,5

156

26,5

198

10-Dezember

11 .Dezember

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

I Brief

Buenos Atre.

0,682

0,686

0,681

0,685

Brüssel ....

41,87

41'95

41,88

41,96

Rio de Ian. .

0,139

0,141

0,139

0,141

3,047

3,053

3,047

Kopenhagen.

54,72

54,82

54,66

54,76

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,255

12,285

12,24

12,27

Helsingsors..

5,395

5,405

5,395

5,405

Paris ......

16,39

16,43

16,405

16,445

Holland ....

168,18

168,52

168,33

168,67

Italien.....

19,98

20,02

19,98

20,02

Japan ......

0,715

0,717

0,714

0,716

Jugoslawien

5,644

5,656

5,644

5,656

Oslo..... :

61,53

61,65

61,46

61,58

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

Stockholm...

11,11

63,17

11,13

63,29

11,105

63,11

11,125

63,23

Schweiz ....

80,50

80,66

80,52

80,68

Lpanien....

33,97

34,03

33,97

34,03

Prag.......

Budapest ...

10,28

10,30

10,29

10,31

Reuyork ...

2,486

2,490

2,486

2,490

Geld

Brief

2,438

2,458

41,74

41,90

54,47

54,69

12,205

12,245

16,355

16,415

167,91

168,59

61,30

61,54

62,94

63,20

80,34

80,66

33,61

33,75