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100-Lahr-Keier der Stadt Homberg

zungen.

Kreis Wetzlar.

Oberheffen

Höhepunkt des Konzerts bildeten die Märsche mit Fanfarentrompeten und Kesselpauken. Sämtliche Darbietungen fanden dankbare Aufnahme bei den

Ls gebt nur einen Adel, den Adel der Arbeit. Treuhänder dieses Adels ist die Deutsche Ar­beitsfront! Auch du gehörst In diese Front aller Schaffenden.

öJL-tfpont

Handball während der pfinMeierlage

Führungen durch Lich und Kloster Arnsburg ge­dacht. Ein origineller Festzug mit verschiedenen Trachtengruppen führt am zeitigen Nachmittag zum Volksfest auf die Hardt. Alles in allem verspricht die Tagung alle Besucher voll zu befriedigen. Nicht nur die Nuni-Nr. der reich bebilderten Monats- schrift des VHC., auch die Festnummer des Ortsblat- tes bringt wertvolle Artikel im Dienste der großen Wandersache. Sagt doch der so früh verstorbene Reichsminister Hans S ch e m m so schon:Erbaut euch an der Schönheit der deutschen Heimat und schafft die Weihe für die deutsche Heimaterde!

pfingstmarkt in Schotten.

k S ch o t t e n , 11. Juni. Der altbekannte Schot- tener P fing st markt hatte heute wieder Jeme alte Anziehungskraft bewiesen. Herrliches Psmgst- wetter lag über dem landschaftlich schon gelegenen Marktplatz. Am 1. und 2. Feiertag feierte die Ju- gend schon vor: Karussell, Schießbuden usw. sorg­ten für Unterhaltung. Am 3. Pfingstfeiertag begann der Markt. Es waren aufgetrieben etwa 150 Stuck Rindvieh, 10 Pferde und Fohlen, 650 Schweine. Sehr stark war die Zahl der Marktbesucher und Käufer. Der Handel setzte flott ein. Es wurden be- zahlt für Schweine 6 bis 8 Wochen - 26 Mk., 8 bis 10 Wochen = 31 Mk., 11 bis 13 Wochen = 36 Mk Einleger - 40 Mk. Die Nachfrage war aroß Besonders viele Derkaufsstande waren vor- banden, die ihre Waren anboten In drei großen Porführungsringen wurde das Pramnerungsvieh von den Kommissionen gerichtet und prämiiert Die Stadt hatte von verschiedenen Seiten Zuschüsse zn

gäbe fand großen Anklang, da die Spielenden sich mit guter Einfühlung ihrer Aufgabe entledigten und manche tragikomischen Augenblicke zur allgemeinen Erheiterung beitrugen. Dem Verfasser, der die ein­leitenden und verbindenden Worte im Reim sprach und auch als Ansager abends fungierte, wurde reicher Beifall gezollt.

Im Laufe des Abends trat auch die hier wohl­bekannte Trachtengruppe von Cappel auf. Sie sang wieder ihre schönen Volkslieder und führte Volks­tänze auf. So gingen die Gäste und Mitwirkenden des Abends mit großer Befriedigung nach Hause, und noch auf dem Heimwege konnten sie ein Stück Vergangenheit erleben: zwei Nachtwächter, in histo­rischen Kostümen, bliesen die nächtliche Stunde und ließen das alte NachtwächterliedHört ihr Herrn" erklingen und mahnten so zur Heimkehr, was wohl auch die meisten befolgten.

Oer zweite Feiertag,

Besuchern, bk mit lebhaftem Beifall die Kapelle zu Zugaben veranlaßten.

Gewinne

in der Arbeitsbeschaffungslotterie.

Von der Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung wird uns mitgeteilt: Nachdem schon täglich kleinere Ge­winne bis 5, RM. gezogen wurden, fiel in Gießen in einer Gaststätte der erste größere Gewinn von 100 RM. auf einen Loskäufer.

Vornotizen.

Tageskalender für Mittwoch: NSG.Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr, Schwimmen im Dolksbad: 20 bis 21 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. Stadt­theater: 20 bis 21.30 Uhr:Pension Schoeller". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Bengali". Ober- hessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 16 bis 17 Uhr, Ausstellung Christian Rohlfs (Hagen). Oberhessischer Kunstverein: 17.15 Uhr: Jahres- Mitgliederversarnrnlung im Turmhaus am Brand­platz. ,

** DieSprech stunden des Stadtschul­rats betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders Hin­weisen.

stehen. Dann folgte ein von unserem bekannten Heimatdichter L. L a n g st r o f f verfaßter Prolog, der von Frl. B e ck e r gut zu Gehör gebracht wurde. Auch der hiesige S i l ch e r ch o r stellte sich in den Dienst der Sache und trug unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer V i e h m a n n , zwei Chöre vor, die beifällig ausgenommen wurden.

Die zahlreichen Besucher begrüßte Bürgermeister S ch w e i k e r, der allen fröhliche Stunden wünschte und den Mitwirkenden sowie den Bürgern für die Ausgestaltung des Festes dankte. Dann ließ der Kreisschulungsleiter, Pg. Geißer, in seiner Fest­rede das wechseloolle Schicksal der Stadt Homberg an unserem geistigen Auge vorüberziehen. Er brachte dabei die treibenden Kräfte, die dieses Geschehen gestalteten, aus nationalsozialistischer Schau zur Darstellung:Volksschicksal war Stadt­schicksal, und Stadtschicksal ist Volks- s cy i ck s a l". Dies zeigte schon die älteste, über die Geschichte Hombergs Aufschluß gebende Urkunde aus dem Jahre 1065, die von einer Schenkung Heinrichs des IV. an das Kloster Hersfeld berichtet. Hier zeige sich, wie die durch das Mittelalter hin­durch von Rom abhängige Reichspolitik auch das Geschick Hombergs beeinflusse. Wenn auch, so führte Pg. Geißer aus, Homberg nicht so reich sei an geschichtlichen Denkmälern, so sei doch bemerkens­wert für unsere Zeit, daß in Hombergs Mauern jederzeit ein Geschlecht gelebt habe, das mit kämpfe­rischem Geist an seine Aufgaben herangetreten sei und seine Ehre verteidigt habe. Dies sei das Ver­mächtnis der Vorfahren an unsere Zeit, die es an die Nachwelt weitergeben müsse, um so den Ring der Geschlechterkette zu schließen.

Eine kleine Episode aus Hombergs Vergangen­heit,Der Wasenmeister", ging nun in Form eines zweiaktigen Bühnenstücks, das von Ortsbauernfuhrer Pg. L. G a u b verfaßt worden war, über die Bretter. Der geschichtliche Hintergrund dieses Stückes ist folgender: Der Gemeinderat der Stadt Homberg weigerte sich, den verstorbenen städtischen Wasen- meister neben seinen verblichenen Hornberger Mit­bürgern zu bestatten. Obwohl der Amtmann von Burg-Gemünden die Bestattung verlangte, weigerte sich der Gemeinderat, dieser Anordnung zu ent« sprechen. Wegen dieser Widersetzlichkeit wurden die Stadtväter mit dem Oberhaupt in Haft genommen und erst freigelassen, als sie bereit waren, der An- Weisung des Amtmanns Folge zu leisten. Bemer­kenswert an der Aufführung dieses Stückes war, daß die Rollen von dem derzeitigen Bürgermeister mit seinen Gemeinderäten und dem Polizeidiener in historischen Kostümen gespielt wurden. Die Wieder-

Lokal, ein Saal vom Rathaus, augenblicklich wegen Erneuerungsarbeiten im Rathaus nicht in Frage kommt, so hat in dankenswerter Weise der Metzger- meister und Gastwirt imRitter", Paulus Ger­hard, seinen außerhalb beim Kirchweihplatz gelege­nen Saal zur Verfügung gestellt. Gestern wurde hier der Kindergarten mit etwa 50 Kindern begon­nen. Die Lage des Saales mitten im Grün der Baumstücke und Wiesen, fern jedes Autoverkehrs, ist wie geschaffen für den Kindergarten.

§ Staufenberg, 12. Ium. Am zweiten Pfingstfeiertag fand bei herrlichem Wetter auf der hiesigen Burg das Sommerfest der NSG. Kraft durch Freude" statt. Die Veranstal­tung lag in den Händen der Ortsgruppen Mainz- Tar und Lollar. Der Besuch war mit etwa 1000 Teilnehmern ausgezeichnet. Der große Burgsaal war bis auf den letzten Platz besetzt, so daß nur ein Teil der Besucher dem Theaterstück der Mün- chener Heimatspieler folgen konnte. Im Freien hielt unser bekannter Heimatdichter Georg Heß die Festgäste in froher Stimmung. Der Tag nahm in allen Teilen einen harmonischen Verlauf.

§ Mainzlar, 12. Juni. Dor einigen Tagen wurden in unserer Gemeinde die P f u n d s p e n - den (Lebensmittelopferring der NSV.) für Monat Juni 1935 eingesammelt. Diese ergaben: 29 Pfd. Mehl, 15 Pfd. Reis, 6 Pfd. Linsen, 4 Pfd. Erbsen, 5 Pfd. Bohnen, 1 Pfd. Nudeln, 1 Pfd. Grieß, 3 Pfund Gerste, 1 Pfd. Zucker, 1 fd. Wurst, insge- samt also 66 Pfund. Die Lebensmittel wurden der Kreisleitung der NSV. Gießen überwiesen.

ch Lich, 11. Juni. Einer jahrzehntealten Sitte getreu, unternahm die SängervereinigungC ä - c i l i a" am frühen Pfingstsonntagvormittag ihren traditionellen Pfing st rundgang durch die Stadt. An freien Plätzen trugen die Sänger Hei­mat-, Volks- und Daterlandslieder vor und ent­boten damit den aufmerksam zuhörenden Einwoh­nern einen Pfingstgruß von besonderer Art. An-

Der Spielbetrieb war in unserem heimischen Kreis an den beiden Feiertagen außerordentlich stark. Die Treffen haben allerdings etwas unter der ungewohnten Hitze gelitten. Eine große An­zahl von Mannschaften hatten sich z. T. recht spiel­starke Gegner aus anderen Gauen verpflichtet, die nicht nur gut ausgenommen wurden, sondern auch einen Eindruck von der derzeitigen Spielstärke un­serer Vereine erhielten.

1. Feiertag.

Aufstiegspiel der 2. Kreisklasse.

Das einzige Pflichtspiel TV. Katzenfurt TV. Dorlar endete mit einer großen lieber» raschung. Die Gäste brockten es fertig, sich von der am Ende der Tabelle stehenden Mannschaft des TV. Katzenfurt knapp aber verdient schlagen zu lassen. Die Einheimischen zeigten das beste Spiel während der Runde und konnten, obwohl sie in der Pause mit einem Tor im Rückstand lagen, durch ihren ungeheuren Eifer noch gewinnen.

Tv. Allendorf (Lahn) TD. Jahn Nürnberg 6:11 (3:7).

Die Gäste aus Nürnberg hielten das, was man von ihnen erwartet hatte. Sie waren nicht nur außerordentlich schnell, sie spielten vor allem auch äußerst fair und ideenreich, so daß die zahlreichen Zuschauer auf ihre Kosten tarnen. Die Einhei­mischen enttäuschten nach der angenehmen Seite. Man sah gerade von ihnen schöne Kombinations- zöge, und nur großes Schußpech ließ eine Ver­besserung des Ergebnisses nicht zu.

TuSp. G. D.-Niedergirmes Spv. Wiesbaden 3gb. 9:12 (5:6).

Die Einheimischen konnten ihren schönen Sieg vom Vorspiel nicht wiederholen, weil die Gäste weit stärker, als erwartet war, antraten. In ihren Reihen wirkten Spieler mit, die wohl kaum noch Anspruch auf einen Iugendpaß haben. In der Hauptsache ist aber die Niederlage darin zu suchen, daß die Einheimischen schwere taktische Fehler be­gingen, die ihnen den Sieg kosteten.

der eigentliche Festtag, wurde mit einem Weckru durch die Kapelle Möget eingeleitet. Bald darauf zog der Polizeidiener in historischer Uniform durch )ie Straßen, von einem Kinderschwarm begleitet, um auf das Fest bezügliche Anordnungen bekannt­zumachen. .....

Im Festgo11esdienst führte der Geistliche die Gemeinde in die geschichtlichen Ereignisse, be- sonders auf kirchlichem Gebiet ein, indem er sie unter religiösem Blickpunkt betrachtete.

Nachmittags bewegte sich der mit großer Span­nung erwartete historische Festzug durch die Stadt, der prächtige Gruppen zeigte. So waren auf verschiedenen Wagen das Handwert alter und neuer Zeit recht treffend zur Darstellung gebracht. Auch die Tempelritter, der Stadtvorstand in alter Amts­tracht, eine Postkutsche, die Revolutionsfahne von 1848, das Schloßfräulein mit feinem Gefolge feien von vielem anderen besonders erwähnt. Der statt­liche Festzug bewies, daß man mit besonderer Sorg­falt an die Ausgestaltung herangegangen war.

Nach der Auslösung des Zuges auf dem Gelände vor der Stadthalle begrüßte Bürgermeister Sch weiter die Feftgäfte und verlas ein Schrei­ben unseres Führers, des Ehrenbürgers von Homberg, in dem er bedauerte, der an ihn ergange­nen Einladung nicht Folge leisten zu können und der Stadt ein weiteres glückliches Gedeihen wünschte.

Nach dem Vortrag zweier Lieder durch den Sil- cherchor sprach Regierungsrat Dr. Lotz die Glück­wünsche des Kreisamts Alsfeld aus und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß Homberg die Feier begehen könne nach dem Aufstieg Deutschlands unter der Führung Adolf H i t l e r s. Er begrüßte es wei­terhin, daß man wieder die Werte des Landes der Großstadt gegenüber und die Verbundenheit mit der Scholle betone.

Auch Pg. Geißer hob in feiner Festrede hervor, daß wir aus der Vergangenheit die Nutzanwendung für die Gegenwart ziehen müßten. Seine Ausfüh- rungen schloß er mit einem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland, dem je eine Strophe des Horst- Wesfel-Liedes und des Deutschlandliedes folgten. Der Rest des Tages wurde mit Tanz- und Volksbelusti­gung ausgefüllt.

Um die Geschichte Hombergs seinen Burgern lebendig zu machen und zu erhalten, wurde auf An­regung des Bürgermeisters im hiesigen Rathaus ein Museum eingerichtet, das in diesen Tagen zum erstenmal besichtigt werden konnte und sich eines guten Besuches erfreute. Das Bestreben der in Be- tracht kommenden Kreise geht dahin, es zu erhalten und nach Möglichkeit weiter auszubauen.

schließend kehrten die Sänger bei Gastwirt Heinr. Heller zum Frühschoppen ein.

* Hungen, 11. Juni. An der Bahnstrecke Hungen Friedberg in der Nähe der Grube Vereinigte Wilhelm" in der Gemarkung I n h e i - de n gerieten gestern infolge Funkens tu gs aus derLokomotive etwa 15 Meter Gruben­holz in Brand. Ein paar Stunden später brannte, wiederum verursacht durch Funkenflug aus der Lokomotive, an der gleichen Strecke ein großes Stück Gras an der Böschung des Bahn­dammes ab. In beiden Fällen gelang es zum Glück, das Feuer zu löschen, bevor es allzu große Ausdehnung nehmen konnte.

* Stockhausen, 12. Juni. Der 9jährige Sohn Erich des hiesigen Landwirts Schmidt, der sich mit einem Flobert zu schaffen gemacht hatte, mußte mit einem Steckschuß im Knie in die Klinik nach Gießen eingeliefert werden.

Preußen.

Tödlicher Ilnglücksfall in Waldgirmes.

* Waldgirmes, 12. Juni. Am zweiten Pfingstfeiertag ereignete sich in unserem Dorfe ein schwerer Unglücksfall, dem das Leben eines Kindes zum Opfer fiel. Der Unfall ereignete sich durch eine unglückselige Verkettung verschiede­ner Umstände. Zwischen einem Wetzlarer Kraft­fahrer und einem Radfahrer hatte sich ein Zusammen st ereignet. Die Personalien der beiden wurden von einem Gendarmeriebeamten ausgenommen und, nachdem dies geschehen war, wurde beiden die Fahrt wieder freigegeben. Der Autolenker, der nun seinen Wagen wenden wollte, fuhr dabei zurück gegen ein Hoftor, vor dem die Frau des hiesigen Schlossers Schmidt, Frau Helene Schmidt, mit ihrem fünfjährigen Söhnchen Erich standen. Beide wurden von dem Kraftwagen gegen das Hof- t o r gedrückt. Während die Frau glücklicherweise nur eine Knieverletzung erlitt, kam der Knabe leider schwer zu Schaden. Das Kind hatte starke Quetschungen am Leib erlitten und

1 mußte, gleichzeitig mit seiner Mutter, in die i Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. [ Im Laufe des gestrigen Nachmittags erlag der be­dauernswerte Junge den schweren Perlet-

schenke mit einem wohlgelungenen Konzert einige genußreiche Stunden. Die reichhaltige Dortragsfolge brachte Opernmusit, Konzertstücke und Märsche. Im ersten Teil tarnen Musikstücke von Gläßner, Rossini, Wiggert und Bizet zum Vortrag. Ganz besonders dankbare Aufnahme fand eine Konzertpolka mit Soli für zwei Piccoloflöten der Herren Klöckner und Schmidt, komponiert von Wiggert. Der zweite Teil wurde mit dem ausgezeichneten Vortrag der Ouvertüre zur OperDer Waffenschmied" von Lortzing eingeleitet und endete mit dem Sträußchen WalzerGeschichten aus dem Wiener Wald". Den

Von herrlichem Pfingstwetter begünstigt, konnte die Stadt Homberg zu Pfingsten ihre 7 00- Iahr-Feier begehen. Aus diesem Anlaß prang­ten die Häuser und Straßen des Städtchens im schönsten Festschmuck. Selbstverständlich war diese Iahrfeier für viele Grund genug, die alte Heimat wieder aufzusuchen oder alte Beziehungen aufzu­frischen, so daß die an diesen Tagen eintreffenden Züge zahlreiche Gäste hierher brachten. AuchKraft durch Freude" hatte sich Homberg am zweiten Fest­tage als Reiseziel auserkoren.

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten am Abend des ersten Feiertages mit einem

Festakt in der Gtadthalle,

die für diesen Zweck besonders hergerichtet war. Als Einleitung der Dortragsfolge spielte die verstärkte Kapelle Hisserich einen schneidigen Marsch. Ihre Darbietungen im Laufe des Abends fanden reichen Beifall und sie mußte sich zu Zugaben Der­

ber Prämiierung erhalte«, Insgesamt etwa 1000 s Mark für Prämiierungszwecke ausgesetzt. Mancher : Landwirt konnte sich einen guten Geldpreis holen. An Simmentaler Vieh waren etwa 40 Stück vor- : Händen, beschonders schöne Tiere waren von der , einheimischen Vogelsberger Zuchtrichtung zu sehen, i Das herrliche Rotvieh bot einen prächtigen Anblick, i Mit Freude konnte man den großen Fortschritt be­merken, den die Rotviehzucht seit dem Kriegsende im Kreis Schotten genommen hat. Die Orte Ru­dingshain, Wingershausen zeichnen sich besonders aus. Die Prämiierungskommission hatte keine leichte Aufgabe bei der Zuerkennung der Preise. Das Er­gebnis der Prämiieruna wurde auf dem Markt bekanntgegeben. Der Musikzug der hiesigen SA. gab ein schönes Frühkonzert. Bald entwickelte sich auf dem Markt frohbewegtes Leben, das sich am Nach­mittag und am Abend in schöner Harmonie und in echter Volksverbundenheit fortsetzte.

Landkreis Gießen.

* Klein-Linden, 12. Juni. Unser Einwohner Karl Stotz und Frau Emilie, geb. Silß, Damm­straße 16, feiern am heutigen Mittwoch das Fest der Silbernen Hochzeit.

§ Leihgestern, 10. Juni. Am zweiten Pfingst- feiertag begingen die vor 50 Jahren hier konfir­mierten Männer und Frauen durch gemeinsamen Kirchgang ihre goldene Konfirmations­feier. Es waren 9 Frauen und 6 Männer, davon waren drei von außerhalb zum heutigen Tage hier­hergekommen. Der Ortsgeistliche richtete ergreifende Worte nach dem Textwort ihres einstigen Konfir­mationstages an sie. Auch ihr alter Lehrer, Rektor i.R. Jung, der zur Zeit in Bad-Nauheim bei feinem Sohne weilt, hatte sich eingefunden. Eine Nachfeier führte sie am Nachmittag nochmals bei Gastwirt Schröder (in Benders) zusammen.

* Leihgestern, 12. Juni. Der hiesige 54 Jahre alte Landwirt Eduard Rothe erlitt bei der Arbeit auf dem Felde eine schwere Verletzung am rechten Unterschenkel und mußte zur ärzt­lichen Behandlung nach Gießen gebracht werden.

"Y~ Watzenborn-Steinberg, 11. Juni. Da die Verpachtung der Jagd der hiesigen Gemeinde erstmalig nicht genehmigt wurde, ist sie jetzt (650 ha für 525 Mark) an Kreisdirektor i. R. Michel (Gießen) verpachtet worden.

= Steinbach, 12. Juni. Wie schon früher berichtet, wurde hier auf Anregung der NSV. die Errichtung eines Ernte k i n d e r g a r t e n s be­schlossen. Da das zunächst in Aussicht genommene

ID. Mendorf (Lahn) 3gb. - TD. Münchholz­hausen 3gb. 3:30.

Es ist unverantwortlich, wie eine Mannschaft, die stark überlegen ist, die Ueberlegenheit ins Lächerliche ziehen kann. Es wäre besser gewesen, den Jungens aus Allendorf, die erst ihr zweites Spiel bestritten, wirkliche Lehrmeister zu fein und mehr Wert auf ein schönes Spiel als auf Tore zu legen.

Tv. Garbenheim Tv. Hörnsheim 7:5 (5:2).

Obwohl die Garbenheimer Mannschaft gut in Fahrt war, kommt im Ergebnis der Spielverlauf nicht richtig zum Ausdruck. In der ersten Halbzeit waren die Einheimischen besser. Nach der Pause kam Hörnsheim mächtig auf und schnürte den Gegner vollständig in seine Hälfte ein. Zum ver­dienten Ausgleich langte es aber mit Rücksicht auf die zahlreiche Verteidigung nicht mehr.

Tv. Garbenheim II Tv. Hörnsheim II 5:10 (3:3).

Die Gäste siegten in diesem Spiel auch in der angegebenen Höhe verdient, und zwar auf Grund ihres wirklich besseren Könnens.

Tv. Garbenleich DfB.-R. Gießen Ib 16:6 (11:2).

Die Gießener, die nur mit neun Mann antraten, mußten eine vernichtende Niederlage einstecken. Nicht nur, daß sie zahlenmäßig schwächer als ihre Gegenüber waren, sie waren auch in spielerischer Hinsicht um eine Klasse schlechter. Die Einheimi­schen spielten wie aus einem Guß und hatten keinen schwachen Punkt in der Mannschaft.

Tv. Dutenhofen Tv. Münchholzhausen komb. 4:9 abgebrochen.

In diesem Spiel waren die Gäste bis zu dem nicht verständlichen Spielabbruck klar im Vorteil. Tv. Heuchelheim 3gd. Tv. Dorlar 3gd. 15:14 (9:6).

Ein außerordentlich torreiches Ergebnis, das die Gäste unverdient verloren. Sie zeigten zweifellos das technisch reifere Spiel. Immerhin muß der Erfolg der Einheimischen als hoch angesprochen werden.

> Groß-Rechtenbach, 11. Juni. Der hiesige Sommerkindergarten, der im vori­gen Jahre auf Veranlassung der Landesbauern­schaft ins Leben gerufen wurde, wird auch in diesem Jahre wieder weitergeführt. Eine lose Vereinigung der Mütter unter Führung von Frau Lehrer Sporn betreut den Kindergarten. Kindergärtne­rin ist Frl. Gertrud Hellwig aus Lang-Göns.

0 Groß-Rechtenbach, 11. Juni. Der hie­sige Männer- und Jünglingsverein feierte am Pfingstmontag sein I a h r e s f e st, das sich eines recht guten Besuches erfreute. Ein Musik- oortrag der Posaunenchöre Groh-Rechtenbach und Weidenhausen und Schriftlesung und Gebet durch Prediger Trippler eröffneten das Fest. Die Festansprache von Prediger Müller (Dillenburg) schloß an Apostelgeschichte 1,8 an:Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welche auf euch kommen nyrb und werdet meine Zeugen fein zu Jerusalem und bis an das Ende der Erde". Das bedeute: Wir brauchen in der heutigen Zeit kraft­volle, auf Gott Hingerichtete Menschen. Gott hat uns nickt gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Zucht. Die zweite An­sprache hielt Lehrer Hoffman (Greifenthal). Er führte u. a. aus: Die Christen müssen durch ihr Leben beweisen, daß das Christentum recht ist. Nur in der Hinkehr zu Gott und Christus kann dem einzelnen sowie unserm Volke bleibender Segen er­wachsen. Die dritte Ansprache von Rektor Loh (Wiesbaden) wies darauf hin, daß Christen allezeit Wartende fein sollten. Die betende und wartende Gemeinde harrt der Stunde Gottes, harrt seiner Gnade und Hilfe. In der Schlußansprache von Prediger Trippler wurde noch besonders her­vorgehoben, daß Gottes Wort nie leer zurückkommt und daß auch die Jahresfeste schon für viele einen inneren Segen gebracht hätten. Der Männerchor und der gemischte Chor von Groß-Rechtenbach Der- von Prediger Müller, der auch besonders un­seres Volkes und Führers gedachte, wurde die ein­drucksvolle Feier geschlossen.

Derkehrsunfatt durch einen Jungenstreich.

G r ü n b e r g, 12. Juni. In der Nacht zum dritten Feiertag ereignete sich unweit des Wald- schwimmbades ein V e r k e h r s u n fl l, der schwerste Folgen nach sich ziehen konnte. Der hiesige Friseur Sette, der sich gegen 2 W mit fernem Motorrad auf der Rückfahrt von Flensungen nach ©rünberq befand, kam plötzlich zu Fall und erlitt im Sturz einen S ch l üs s e l b e i n b r u ch , Haut- abschürfungen und heftige Prellungen. Die Ursache des Unfalls war Darin zu sehen, datz Jungens in zwei Reihen Pflasterstein e u der den Fahrdamm gelegt hatten, die der Motor­radfahrer nicht rechtzeitig genug bemerken konnte.

Volksfest des DHL. in Lich.

* Lich, 12. Juni. Wie aus der heutigen Anzeige ersichtlich ist, findet in Lich am 15. und 16. Ium die 5 4. Haupttagung des Gesamt - VHC., verbunden mit der 50-Jahrfeier des Orts- Vereins statt. Es ist folgende Festfolge vorge­sehen: Am Samstagmittag nach dem Emp­fang der Gäste ist die erste geschäftliche Beirats­sitzung. Am Samstagabend ist in der Turnhalle em großer Begrüßungsabend mit sehr abwechselungs­reichem Programm. U. a. wirken dabei mit ein Musikkorps unter Leitung des Musikmeisters W a n i tz e k, ferner Herr Hub, vom Stadttheater Gießen. Manch' spezielles Heimatlied soll erklingen. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag ist die Hauptversammlung. Für Nichtteilnehmer ist an