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2. Feiertag.

Io. Lützellinden Io. Jahn Nürnberg 9:11 (4:8).

Der Sieg der Gäste ist zwar knapp, aber voll­kommen verdient. Die Platzbesitzer konnten nur selten ihr wirkliches Können zeigen und dann war es nur ein kurzes Aufflackern. Ganz anders da­gegen die Nürnberger: ihr Spiel war zweckmäßig und vor allen Dingen raumgreifend, begeisternd wieder das typischeauf freien Raum spielen". Das Treffen war zeitweilig etwas hart, konnte aber trotzdem gefallen.

Io. Holzheim Rotweib Frankfurt a. TU. 6:15 (2:7).

Die Gäste haben in Holzheim den besten Eindruck hinterlassen. Sie spielten ein großes Spiel; gegen die ausgefeilte Technik konnten die Einheimischen nur wenig ausrichten. Trotzdem ist das Ergebnis als gut zu bezeichnen und beweist aufs neue, daß die Einheimischen zur Zeit in bester Verfassung sind.

Io. Wißmar Sporto. 1900 Gießen kombiniert 11:10 (4:8).

Beide Mannschaften lieferten sich ein ausgezeich­netes Spiel, in dem die Platzbesitzer nach der ange­nehmen Seite enttäuschten. Ihr großer Eifer zwang

die Gäste zur Hergabe ihres ganzen Könnens. Wäh­rend Wißmar in der ersten Hälfte noch ziemlich im Hintertreffen lag, holten sie nach der Pause nicht nur auf, sondern konnten sogar noch knapp ge­winnen.

lurno. Staufenberg lurno. Londorf 7:5.

Der Sieg der Platzbesitzer ist nicht überzeugend. Die Gäste konnten, obwohl sie erst seit kurzer Zeit wieder spielen, gut gefallen. Die gezeigten Leistun­gen gaben zu berechtigten Hoffnungen Anlaß.

Io. Wetzlar Jgd. Io. Dutenhofen Jgd. 0:15 (0:6).

Die Gäste gewannen wie sie wollten. Allerdings hatten die Platzbesitzer zahlreich Ersatz in ihren Reihen.

lurno. Steeden lurno. Wetzlar 5:17.

Der Tv. Steeden hatte die Wetzlarer zu einem Propagandaspiel eingeladen und hatte damit keinen schlechten Griff getan. Die Wetzlarer, die ihren Gast­gebern haushoch überlegen waren, zeigten ein Spiel, das die zahlreichen Zuschauer begeisterte.

lurno. Anspach i. I. lurno. Groß-Rechtenbach 6:10 (4:5).

Die Gäste konnten in Anspach gut gefallen. Sie zeigten sehr gute Leistungen und waren ihren Gast­gebern jeder Zeit überlegen.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

FL. 1926 Großen-Buseck Spo. 98 Darmstadt 3:0.

Schon am Samstagabend traf die erste Mann­schaft des Sportvereins 98 Darmstadt zu einem Freundschaftsspiel in Großen-Buseck ein. Gast­freundlich wurden sie empfangen. Dann fand im Vereinslokal ein Kameradschaftstreffen statt. Am ersten Feiertagoormittag zeigte man den Gästen den Ort und führte sie auf den Kirchberg urfb auf den Hohenberg. Nachmittags standen sich beide Mannschaften auf dem Sportplatz vor vielen Zu­schauern gegenüber. Beide Mannschaften zeigten ihr bestes Können. Nach 15 Minuten ging Buseck in Führung. Zn kurzen Abständen wurden die Gäste mit drei Toren überrascht, die für den Tormann unhaltbar waren.

Nach der Pause ging der Kampf im gleichen Tempo bis zum Schlußpfiff. Weitere Erfolge blieben aber aus. Die Zuschauer waren von dem Können der Mannschaften sehr befriedigt. Man hofft, die Gäste noch einmal in Buseck sehen zu können. Schiedsrichter Kreiling (Gießen) leitete gut.

Großen-Buseck Jgd. Grohen-Lmden Jgd.

Vorher hatte die Jugend die gleiche von Großen- Linden zu Gast. Auch hier wurde der Beweis er­bracht, daß gute Kräfte als Nachwuchs dem Ver­ein zur Verfügung stehen. Es wurde ein schönes Spiel gezeigt. Die Gäste verloren mit 7:0.

Am 2. Feiertag trat die Jugend zum Rückspiel in Großen-Linden an. Da die Mannschaft nur mit 10 Mann antrat, schnitt sie nicht so gut ab.

Fußballabteilung des Turnvereins Alien-Buseck.

Mlfen-Bufetf I Darmstadt 1898 II 1:1 (0:0).

Pfingstmontag standen sich beide Mannschaften auf dem Sportplatz in Alten-Buseck gegenüber. Die Gäste spielten einen flachen Fußball, den Alten- Buseck durch Eifer und Schnelligkeit ausglich. Beide Tore kamen öfters in Gefahr, doch verlief die erste Halbzeit torlos. Nach dem Wiederanstoß flaute das Spiel etwas ab, da sich die Hitze sehr bemerkbar machte. In der Hälfte der zweiten Halbzeit konnte der linke Läufer von Alten-Buseck durch einen Prachtschuß feine Mannschaft in Füh­rung bringen. Die Freude dauerte aber nicht lange; die Gäste glichen aus. Im Kampf um den Sieg konnten beide Mannschaften aber nichts mehr erreichen. Die Gäste hinterließen einen guten Eindruck. Schiedsrichter B ö ch e r - Gießen hatte kein schweres Amt; er war dem Spiel ein gerech­ter Leiter.

Fußball im Tv. Allendorf (Lahn).

Allendorf Heuchelheim 3:3 (2:1).

Am ersten Feiertag war die erste Mannschaft des Sportvereins 1920 Heuchelheim in Allendorf zu Gast. Die Platzbesitzer, die eine Umstellung ihrer Mannschaft vorgenommen hatten, konnten dem Gruppenmeister der 1. Kreisklasse ein gleichwertiges Spiel liefern, das im Resultat gerechten Ausdruck findet.

Allendorf VfB.-R. Gießen II 7:3 (4:2).

Anders war es jedoch am zweiten Feiertag im fälligen Rückspiel gegen die 2. Mannschaft des VfB.- Reichsbahn Gießen. In diesem Kampfe galt es, die Scharte des Vorspiels auszuwetzen. Mit dem Anstoß der Gäste setzte ein scharfer Kampf ein. Schon in den ersten zehn Minuten vermochte der Sturm der Platzmannschaft zweimal erfolgreich zu sein. Die Gießener, etwas aufkommend, verkürzten auf 2:1. Der schußfreudige Sturm der Einheimischen war aber bald nach zweimal erfolgreich. Bis Halbzeit konnten die Gäste durch eine gute Leistung ihres Rechtsaußens auf 4:2 verkürzen.

Nach dem Wechsel spielte Allendorf mit dem Wind und wurde überlegen. Die Hintermannschaft rückte auf, und stürmisch wurde das Gästetor be­drängt. In gleichen Abständen erzielten die Platz­herren noch drei weitere Tore. Ein plötzlicher Durch­bruch der Gäste, in den letzten Minuten, stellte das Endresultat auf 7:3. Besonderes Lob gebührt dem Gästetormann, der durch seine guten Leistungen eine höhere Niederlage verhinderte.

Wettere Ergebnisse.

2)aubringen I Roth I 5:3; Londorf I gegen Daubringen I 0:4; Geilshausen I. Jugend gegen Daubringen I. Jugend 4:2.

DfD.-Reichsbahn-Leichtathletik.

Gutes Abschneiden in Lollar.

Am zweiten Pfingstfeiertag folgte der VfB.- Reichsbahn einer Einladung des Tv. Lollar. Von den Gemeldeten konnte nur ein Teil starten. Trotz­

dem vollbrachten die VfB.-Reichsbahner sehr gute Leistungen und halfen so mit, die Wettkämpfe in ein beachtliches Licht zu rücken. Mit sieben Ersten, zwei Zeiten und vier Dritten war der VfB.-Reichs- bahn bester Verein. Die beste Leistung vollbrachte Luh im Kugelstoßen, der mit einem Wurf von 14,40 Meter gewann. Außer Konkurrenz stieß er dann noch 14,52 Meter. Ferner ist der Hochsprung. sieg Langenohls mit 1,70 Meter und der 400-Meter-Lauf von R. Fischer zu erwähnen. Nachstehend die Wettbewerbe, in denen VfBer siegten:

K u g e l st o ß e n : 1. Luh, VfB.-R., 14,40 Meter; 2. Winter, Launsbach, 11,77 Meter; 3. Langenohl VfB.-R., 11,18 Meter.

Speerwerfen: 1. Pieh, VfB.-R., 46,05 Meter; 2. Dietz, Lollar, 44,13 Meter; 3. Luh, VfB.-R., 42,04 Meter.

Hochsprung: 1. Langenohl, VfB.-R., 1,70 Meter; 2. Dietz, Lollar, 1,55 Meter; 3. Pieh, VfB.-R., 1,55 Meter.

4 0 0 Meter: 1. R. Fischer, VfB.-R., 55,4 Sek.; 2. Koch, 1900 Gießen, 58,4 Sek.; 3. Glagow, 1900 Gießen, 58,5 Sek.

1500 Meter: 1. Reidel, Heuchelheim, 4:22.7 Min.; 2. Peters, 1900 Gießen, 4:27 Min.; 3. Sobe- zak, VfB.-.R. Gießen, 4:33.6 Min. Reidel lief in feinem Stil fein Rennen nach Hause. Aber auch das übrige Feld war sehr gut.

1500-Meter-Staffel: (800, 400, 200, 100 Meter): 1. VfB.-R. Gießen 3:49.9 Min.; 2. Tv. Lollar 4:05.3 Min.; 3. Tv. Ruttershausen. Der VfB.-R. lief mit Sobezak, R. Fischer, Luh und Siegmund.

4 mal 100-Meter-Staffel: 1. Tv. Lol­lar 47.9 Sek.; 2. VfB.-R. 48.4 Sek.; 3. To. Lollar (zweite Mannschaft) 51.3 Sek. Der VfB.-R. lief mit Siegmund, R. Fischer, Huppert und Möll. Die jugendlichen Ersatzleute waren dem Kampf nicht ge­wachsen; besonders^ der Lollarer Viel machte wert- vollen Boden gut, den Großhaus q**> Schluß gegen Möll sicher hielt.

Weitsprung, Jugend: 1. Möll, VfB.-R., 5,70 Meter; 2. Otto, Ruttershausen, 5,49 Meter; 3. Lehrmund, 1900 Gießen, 5,08 Meter.

400Meter, Jugend: 1. Möll, DsB.-R. 59,1 Sek.; 2. Fey, Lollar, 63,8 Sek.; 3. Bonarius, 1900 Gießen, 67 Sek.

10 0 Meter, Jugend: 1. Goß, 1900 Gießen, 12.3 Sek.; 2. Möll, VfB.-R., 12.4 Sek.; 3. Otter, Ruttershausen, 12.9 Sek.

Fünf Todesopfer de« pfingstverkehrs.

LPD. Darmstadt, 11. Juni. Der außerordent­lich starke Pfingstoerkehr forderte leider auch in, diesem Jahre wieder mehrere Menschenleben. Eigen­artigerweise trugen sich diese Unfälle nach den bis­her vorliegenden Meldungen fast ausnahmslos in der Gegend der Bergstraße zu.

So fuhr in Weinheim der in den 20er Jah­ren stehende ledige Dr. med. Richard Reinhard mit seinem Motorrad gegen einen parkenden Last­kraftwagen, kam dabei zu Fall und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er sofort ins Heidel­berger Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er seinen Verletzungen erlegen ist.

Auf der Heidelberger Straße, am Marienplatz, in Darmstadt lief ein fünfjähriges Mädchen vor einen Stuttgarter Personenkraftwagen, wurde über­fahren und tödlich verletzt.

Ein weiterer schwerer Verkehrsunfall ereignete sich in der Eberstädter D i l l e n k o l o n i e. Hier versuchte ein Radfahrer noch kurz vor einem Personenkraftwagen die Straße zu überqueren, wobei er von dem Auto erfaßt und zu Boden ge­schleudert wurde. Der Radfahrer war auf der Stelle tot.

Der schwerste Verkehrsunfall der Pfingstfeiertage, der zwei Todesopfer forderte, ereignete sich an der Kreuzung der Provinzialstraße Jugenheim- Bickenbach und Jugenheim-Alsbach. Hier stießen zwei Motorräder mit solcher Wucht zusammen, daß der Führer des einen Rades und sein Soziusfahrer in hohem Bogen auf die Straße geschleudert und schwer verletzt wurden. Bereits auf dem Transport ins Darmstädter Krankenhaus erlagen die beiden Verunglückten ihren Verletzungen. Es handelt sich um zwei Motorradfahrer aus 21 r h e i l g e n. Der andere Motorradfahrer, der aus Wetzlar kam, blieb unverletzt, seine Beifahrerin erlitt einen Ober­schenkelbruch.

Sprenurnnoen oer Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslagnach. mittag geschlossen.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

VsB.R. Liga Sporto. Alsfeld Liga 0:0.

Hatten die Gießener in Alsfeld schon eine Ver­legenheitself zur Stelle, so mußte die Mannschaft erneut eine Umgruppierung erfahren. Die Gieße­ner konnten sich dadurch während des ganzen Spie­les nie zur Einheit finden. Hitze und Bodenverhält­nisse stellten höchste Anforderungen.

Dem Schiedsrichter stellten sich die Gäste in fol­gender Aufstellung: Haas, Leutheuser II., Haupt- fclbt, Heß, Knauß, Erb, Mattern, Triefenbach, Mo- dareck, Ranft, Post.

Die Gießener spielen zuerst gegen die Sonne und haben Mühe, ihren Strafraum frei zu halten. Langsam machen sie sich frei und können mehrmals den Aisfeldern gefährlich werden. Ihr Sturm ist aber unentschlossen. Einen scharfen Schuh von Post lenkt der Alsfelder Tormann zur Ecke. Diese wird abgeschlagen. Die Alsfelder brechen immer wieder mit steilen Vorlagen durch und Haas hat fein Kön­nen unter Beweis zu stellen. Einen Angriff des Jnnensturms schließt Triefenbach mit Bombenschuß ab. Er verfehlt aber das Tor. Eine zweite Ecke für die Hiesigen wird von dem Alsfelder Tormann ab- gewehrt. Dann verschießt der Alsfelder Halblinke eine sichere Chance. Rach zwei weiteren Ecken für die Gäste ist Halbzeit.

Rach Wiederbeginn spielen die Gäste mit dem Wind, nützen aber diesen Vorteil nicht aus. Der Sturm fällt auseinander und kann die Alsfelder Hintermannschaft nie ernstlich gefährden. Hierdurch kommen die Gastgeber mächtig auf. Die Gießener Hintermannschaft wird überlastet. Das Schlußdreieck zeigt sich aber allen Situationen gewachsen und kann die Gäste vor einer Niederlage bewahren.

VfB.-R. 1. Jgd Vilbel 1. Jgd. 7:2 (4:0).

Der Kreismeister mußte in Gießen eine hohe Niederlage einstecken. Die Hiesigen spielten sehr durchschlagskräftig und nahmen jede Torchance wahr. Auch mit der spielerischen Gesamtleistung der Gastgeber konnte man zufrieden fein. Die Hiesigen schossen in regelmäßigen Abständen ihre Tore.

VfB.-R. 1. Jgd. Rotweiß Frankfurk a. M. 1. Jgd. 3:1 (2:0).

Wenn auch die Gießener in diesem Spiel sich beu­gen mußten, so haben sie doch gezeigt, daß sie auch gegen sehr spielstarke Gegner sich behaupten können. Was die Gäste an Zusammenspiel und ausgepräg­ter Technik zeigten, hat man in dieser Vollendung lange nicht in Gießen gesehen. Das Zusammenspiel wurde von ihnen ost übertrieben, sie vergaßen aber nicht auch im Strafraum zu schießen. Bei den Hie­sigen überragte der Tormann, der oft unmögliche Bälle hielt und damit sichere Torgelegenheiten der Gäste zunichte machte.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 (Liga) Merkur-Poslsportverein Frankfurt am Main (Liga) 1:2 (1:2).

Zu diesem Treffen traten die Gießener mit Schlarb; Zeiler, Lippert; Günther, Heilmann, Mank; Wilhelmi, Koch, Birkenbihl, Schmelz und Dörr an. Es entwickelte sich von Anbeginn an ein

spannendes Spiel. Zunächst hatten die Platzbesitzer den Wind zum Bundesgenossen nud konnten da­durch das Feldspiel überlegen gestalten. Während aber die Gießener Stürmer schönste Torgelegenhei­ten vergaben, waren die Gäste bei einem schnellen Angriff von rechts, verbunden mit überraschendem Flankenwechsel zum Führungstor gekommen. Es dauerte geraume Zeit, bis endlich auch der Ball ins Frankfurter Gehäuse, durch 1900s Mittelstürmer Birkenbihl, eingelenkt wurde. Damit stand das Treffen 1:1 unentschieden. Auch weiterhin hatte 1900 mehr vom Spiel, war aber vollständig vom Glück verlassen. Kurz vor, dem Seitenwechsel gingen die Süddeutschen erneut in Führung. Zeiler hatte im Uebereifer einen hohen Ball zu kurz abgeköpft. Ein Frankfurter kam zum Nachschuß und Schlarb ließ den scharfen Schuß passieren. Bis zur Pause ereignete sich nichts mehr von Bedeutung.

Nach Wiederbeginn gestaltete sich das Treffen vollständig ausgeglichen. 1900s Schlußleute ließen sich nicht mehr überrumpeln, anderseits brachten aber die Stürmer nichts zuwege. Mittelläufer Heilmann war in bester Verfassung und leitete fortgesetzt aus­sichtsreiche Angriffe ein. Im Sturm konnte aber nur Koch genügen. Selbst ein Handelfmeter wurde von Mank ausgelassen. Merkur-Postsportverein hatte eine Elf mit solidem Können entsandt. Tor­wart, rechter Verteidiger, die Läufer ^nd der Links­außen stachen besonders hervor. Trotzdem hätte bei besserem Schußvermögen der Sieg in Gießen blei­ben müssen.

TDerborf I 1900 kombiniert 2:3. (0:0).

Zu diesem Gastspiel in Werdvrf traten die Blau­weißen mit fünf Ligaspielern und sechs Jugendlichen des ältesten Jahrganges an. Die kleinen Ausmaße des Platzes ließen nur ein Spiel bedingt zu. Der Ball war fast mehr im Aus als im Feld. Die Gießener waren technisch und taktisch weit über­legen. Der Sturm schoß diesesmal reichlich, aber fast immer drüber und vergab damit bestimmt ein halbes Dutzend Tore. Nach schönem Spiel wurden torlos die Seiten gewechselt.

Schon kurz nach Seitenwechsel gingen die Gieße­ner durch Koch II. in Führung. Ein Schnitzer in der Hintermannschaft führte zum Ausgleich und ein falscher Einwurf zum zweiten Treffer für die Gast­geber. Koch I. und wiederum Koch II. stellten aber durch zwei weitere Tore den verdienten Gießener Sieg sicher.

Rieder-Ohmen I 1900 II 1:4 (1:2).

Die Gießener rechtfertigten ihren guten Ruf und schlugen auch die verstärkten Gastgeber im Rück- piel, und zwar verdient.

Mücke-Flensungen I 1900 II 1:2 (1:1).

1900 hatte zu kämpfen, um den' knappen Sieg sicherzustellen, insbesondere da zwei Spieler durch Verletzungen ausfielen.

1900 II Jugend Fuhballsporlverein Frankfurt IB Jugend 3:2 (2:1).

Die Gießener landeten über den guten Gegner einen knappen Sieg, hatten allerdings auch in kör­perlicher Hinsicht ein Plus. Das Treffen war jederzeit schön und wurde kameradschaftlich aus­getragen.

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Gießen, den 6. Juni 1935. 3500V

Stadtschularnt. I. V.: R e b e l i n g.