Ausgabe 
12.2.1935
 
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Aus aller Welt

der Angeklagte Koß zu 8 Jahren 8 Jahren Ehrverlust, Rathje und 6 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren übrigen 17 Angeklagten wurden

Kraft, Ernst

Reinald zu je Ehrverlust. Die zu niedrigeren verurteilt. Die

In dem Hochverrats - und Sprengstoff­prozeß vor dem 1. Senat des Volksgerichtshofes, der fünf Tage in Hamburg tagte, wurde das Urteil verkündet. Die Anklage lautete auf V o r - bere.itung zum Hochverrat, Verbrechen

München gegenüberzustehen:

Unser Zweiggeschäft in Kölle, will mit München sich vermähle. Ich hoffe, daß ein Jahr verrinnt, daß die zwei noch einig sind. Denn es ist ein alter Kitt: Der Preuh versteht den Bayer nitl" Unmöglich, die treffenden Witze und den lachenden Spott, die immer wieder schallende Heiterkeit er­regten, im einzelnen aufzuzählen. Gemeinsame Lie­der, künstlerische Vorträge und Tänze brachten reiche Abwechslung, und bei aller Lust fehlte da und dort nicht eine tiefer klingende Saite, die er­kennen ließ, wie der rheinische Frohsinn seinen tiefsten Quell in der Vaterlands- und Heimatliebe besitzt:

Eine besondere Note gab der Damensitzung des Mainzer Karnevalvereins die Anwesenheit der Düsseldorfer Narrhallesen, die mit dem Prinzen Franz III. und seiner Prinzessin De- netia an der Spitze viele hundert Personen stark mittels Sonderzug zumStaatsbesuch" nach Mainz gekommen waren. Nach einem herzlichen Empfang am Mainzer Hauptbahnhof rückten die Düsseldorfer pünktlich um 17,11 Uhr in dieGut Stub" zur Damensitzung ein. Der Einzug der ver­einigten Düsseldorfer und Mainzer Karnevalsver­eine gestaltete sich zu einem Triumph des rheini­schen Karnevals der beiden verbündeten Städte. Die Veranstaltung zog sich bis weit über Mitter­nacht hin, worauf die Düsseldorfer in den ersten Stunden des neuen Tages in ihre Heimat zurück­kehrten.

Entführungsnacht in der Bronxer Bäckerei und die Nacht, in der das Lösegeld ausgeliefert wurde, in seiner eigenen Wohnung verbracht habe, könne als erwiesen'gelten. Im weiteren Verlaufe seiner Aus­führungen warf der Verteidiger der Neuyorker Po­lizei vor, die Adresse und die Telephonnummer C o n d o n s selbst auf Hauptmanns Schrankbrett geschrieben zu haben. Dieses Vorgehen sei das ,',üb elfte Beispiel von Gemeinheit", das er seit vielen Jahren bei der Polizei gesehen habe. Der Name Isidor F i s ch s sei noch keineswegs rem- gewaschen. Die bisher noch nicht gefundenen 35 000 Dollar Lösegeld befänden sich wahrscheinlich noch dort, wo Fisch sie seinerzeit verborgen habe. Am Schluß seiner Rede dankte Reilly dem Vorsitzenden des Gerichts für seine unparteiische Verhandlungs­leitung, drückte Lindbergh sein aufrichtiges Beileid aus und forderte die Geschworenen auf, den Ange­klagten im Sinne der Gerechtigkeit fr ei zuspre­ch e n. Die Verhandlung wurde dann vertagt.

Der Prozeß gegen den jugendlichen Raubmörder John in Görlitz.

Unter starkem Andrang des Publikums und einem großen Aufgebot von Zeugen und Sachver­ständigen begann in Görlitz der auf zwei Tage be­rechnete Prozeß gegen den jugendlichen Kurt John, der am 9. November 1934 auf dem Land­weg zwischen Geibsdorf und Pfaffendorf in bru­taler Weise den Autovermieter Kurt Pietsch aus Seidenberg (Oberlausitz) ermordete und aus­raubte. An den Fahndungen nach dem flüchtigen Mörder beteiligte sich ein großes Aufgebot von Land­jägern und Kriminalbeamten sowie Formationen der SA. und SS. in Stärke von über 1000 Mann. Erst am 16. November konnte der Flüchtige dann von der sächsischen Gendarmerie im Walde von Königswartha bei Bautzen, wo er von einem Ar- beitsdtenstmann entdeckt worden war, festgenom-

Die Damensitzung des Mainzer Karnevalvereins am letzten Sonntag erfüllte alle Erwartungen, die man nach den vorhergehenden Proben närrischer Fastnachtslaune aufs höchste gespannt hatte. Schon das VorspielWas m e r hat, hat m e r" schuf die fröhliche Stimmung, die im Verlaufe der Sitzung von Stufe zu Stufe bis zur närrischen Ausgelassenheit gesteigert wurde. Dann begrüßte Präsident Bender vor allem die Frauen und Mädchen:

Im goldenen Mainz gibt's keine Altersgrenzen, im goldnen Mainz sind alle Frauen schön.

Das Protokoll des närrischen Sekretärs G l ü k - k e r t reihte sich würdig an seine Vorgänger. Der Narr Gottron erzählte, was er alles sein möchte, und er hatte wirklich nicht wenig Wünsche.

Ich wollt ich wär ein Emigrant, der braucht kein Geist und kein Verstand, braucht kein Charakter nachzuweisen, so'n Kerl braucht bloß mit Dreck zu schmeißen. Er kimmt auch in der Welt herum, zieht jedes Jahr zwei-dreimal um und ist für dreißig Silberlinge zu alle Schandtate zu bringe.

Dann wollte er ein Saarfranzose sein wegen der Rarität :

Entweder hat der Franzos sich verzählt, oder die meisten haben Hitler gewählt."

Schließlich wollte er gar d e r V ö l k e r b u n d sein, um sein probates Mittel gegen den Krieg anzu­wenden:

Wer hetzt, kommt in den Schützengraben.

Der Krieg wär aus, ihr könnt mir's glauben!" Ob die Saarländer wüßten, was Kraft durch Freud e ist, fragt ein Redner. Die Antwort war

von Land und Leuten Im Widukind- land erzählt und dessen besonderer Wert darin besteht, daß es nur in einem Exemplar vorhanden ist. Das Buch wurde von Ravensberger Bauern und Heimatforschern gestaltet und von Ravensberger Bauernkindern mit der Hand geschrieben. Auf etwa 300 Seiten erzählt es von der Geschichte des Widukindlandes, des Kreises H e r f o r d , von der Geschichte der Sattelmeierhöfe und anderen Erbhöfen, vom Bau­ernleben und Bauernsinn. Ein längerer Abschnitt ist der B a u e r n k u l t u r, vorgeführt am alten Bauernhaus und Bauernhausrat, gewidmet. Zahl­reiche Handzeichnungen und hand­gemalte Initialen begleiten die gleichmäßige Handschrift der Schulkinder. In der einleitenden Widmung heißt es, daß das Buch erdacht, entworfen und geschaffen ist von Ravensberger Menschen. Es soll dem Reichsbauernführer von der unerschütter­lichen Treue zum Deutschtum und von der Wesensart, den Lebensweisen der Bauern im Widu- kindland künden. Eine kleine Abordnung Herforder Bauern wird das einzigartige Geschenk in nächster Zeit überreichen.

Rheinischer Karneval.

Düsseldorfer Narrhallesen als Gäste bei der Oamensihung des Mainzer Karneval-Vereins.

gegen das Sprengstoffgesetz, versuchten Mord und verschiedene andere Delikte. Es werden verurteilt die Angeklagten Grupe und Borstelmann zu je 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, Zuchthaus und

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Zuchthaus- und Gefängnisstrafen Untersuchungshaft wurde den Angeklagten ange­rechnet. Im Mittelpunkt der Verhandlung standen der geplante Anschlag auf den SA. - Auf- mar s ch in Altona am 19. Februar 1933, sowie der Bombenanschlag auf das SA.-Lokal Wucher- vfennig in Hamburg am 1. April 1933, an denen Die Angeklagten teilweise beteiligt gewesen waren. Während es im ersteren Falle nicht zur Ausführung des Planes kam, wurde in letzterem Falle nur er­heblicher Sachschaden angerichtet. Personen kamen

Trotz der unermüdlichen und aufopfernden Tätig- feit auf GrubeLaurweg" war es bis jetzt nicht möglich, die noch vermißten sechs Bergknappen aufzufinden. Da das Wasser das gesamte Stutz- material, das die Stollen sicherte, sortgespult hat, - können die Rettungsmannschaften nur in dem glei­chen Umfang Vordringen, in dem sie sich wenigstens notdürftig gegen Nachsturz sichern können.

Der Eschweiler Bergwerksverein und Arbed Luxemburg 'haben für die Hinterbliebenen der ver­unglückten Bergleute 10 0 0 0 Mark zur Ver­fügung gestellt. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Rheinland, Staatsrat B o e r g e r, traf auf der Unfallgrube ein und unterrichtete sich eingehend über den Stand der Rettungsarbeiten.

Die Stiftung für die Opfer der Arbeit hat den Hinterbliebenen des Grubenunglückes einen Betrag von 4000 Reichsmark zur Linderung der ersten Not überwiesen. *

Bekanntlich ist die StiftungOpfer der Arbeit" vom Führer selbst am 1. Mai 1933 ins Leben ge­rufen worden. Sie dient der Steuerung der Rot von Opfern der Arbeit und ihrer Hinterbliebenen. Die Stiftung wird vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda verwaltet. Spen­den für die Stiftung können an das Postscheckkonto Nr. 120 der Reichskreditanstalt Berlin unter der Bezeichnung:Für Stiftung Opfer der Arbeit" ein- gezahlt werden.

Lin schlechter Scherz.

Der britische KreuzerAustralia" mit dem Herzog von Gloucester, dem drittältesten Sohn König Georgs, an Bord ist möglicherweise das Opfer eines schlechten Scherzes geworden. Der kleine amerikanische SchonerSethPar- k e r" meldete durch Funkspruch, er befinde sich m der Nähe von Tahiti bei schwerer See tn großer Gefahr. DieAustralia" änderte dar­aufhin sofort ihren Kurs und ging unter Volldampf nach der bezeichneten Stelle. Als der Kreuzer den Schoner erreichte, zeigte es sich aber, daß an Bord alles in bester Ordnung war. Die ausgespannten Segel, die Rettungsboote und alles übrige zeigte keinerlei Beschädigung. Der Kapi­tän des Schoners dankte mit folgendem Funk­spruch : Wir wünschen , dem Herzog von Gloucester zu huldig en und dem Kapitän, : den Offizieren und der Mannschaft derAustralia für ihre Freundlichkeit und ihre Hilfe zu danken. Wir sind j e tz t a 11 r i g h t unö ihre Hilfe ist nicht , länger nötig. Ihre Ankunft hat wie die eines

Arztes gewirkt: Die Beschwerden sind kurz vor i seiner Ankunft vorüber." Der Schoner hat am fol­genden Tag erneut einen drahtlosen Hilferuf i ausgeschickt mit dem Erfolg, daß dieAustralia" . trotz der nach dem ersten Notsignal gemachten Er- i fahrungen wiederum ihr en Kurs geän- i dert hat und unter Volldampf döm Amerikaner - zu Hilfe eilt. Der neue Hilferuf besagt, daß die -Seth Parker" die Tak.elage eingebüßt

er ihn fragte, was er mit den Sachen wolle, ant­wortete Lipka sehr verstört:Heute vassiert noch was, ihr werdet noch von mir hören!" Darauf lief der Bekannte sofort zur Polizei, wo er den Vor­fall meldete. Der Kriminalbeamte, der sich sofort Der Sache annahm, kam jedoch schon zu spät.

Sicherungsverwahrung für einen geisteskranken Gattenmörder.

Die Bluttat, die im Oktober vorigen Jahres in Ludwigshafen von dem 43 Jahre alten Franz P h ü l d verübt wurde, wird nicht vor dem Schwur­gericht zur Verhandlung kommen, da der Täter nach längerer Beobachtung in der Heil- und Pflege­anstalt Klingenmünster als geisteskrank er­kannt wurde.Phülb hatte seine Ehefrau aus unbe­gründeter Eifersucht erwürgt und dann an der Tür­klinke aufgehängt, um einen Selbstmord vorzu­täuschen. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankenthal hat nunmehr gegen Phülb Antrag auf dauernde Sicherungsverwahrung ge­stellt.

Die Bergungsarbeiten auf GrubeLaurweg". Stiftungen für die Hinterbliebenen.

Der Landrat des Kreises Husum hat zusam­men mit dem Nachbarkreis Süd-Tondern um­fangreiche Meliorationsarbeiten an der schleswig- holsteinischen Westküste in die Wege geleitet. Die Gesamtkosten werden auf etwa 1,5 Millionen Mark veranschlagt. In der Nähe von Husum wird ein großes Schöpfwerk errichtet, das das Was­ser der Marsch in die Nordsee pumpen soll, wodurch große Flächen fruchtbaren Landes für eine intensive Bewirtschaftung ge­wonnen werden. Auch die Kanaldeiche müssen erhöht und die Gräben des fraglichen Gebietes verbessert werden, womit bereits im Wege von Notstandsarbeiten begonnen worden ist. Bei der Ausführung des Projektes werden für längere Zeit rund 500 Volksgenossen Arbeit und Brot finden. Auch auf den Inseln Föhr und Nordstrand werden demnächst durch das Landesarbeitsamt Nordmarsch größere Entwässerungsarbeiten in Angriff ge­nommen werden, für die ein Zuschußbetrag von mehr als 100 000 Mark vorgesehen ist.

Ein Arbeitsfront-Dorf wächst aus der Erde.

Im Rahmen des großen Siedlungsprogramms der DAF. im Notstands- und Grenzgebiet O ber­sch l e s i e n sind in dem Gleiwitzer Vorort Z e r m i k bereits 80 Siedlerstellen im Rohbau fertiggestellt. Insgesamt sind hier 400 Siedlerftellen geplant, während sich in Beuthen weitere 459 Stock­werkwohnungen im Bau befinden. Die Siedlungs­häuser gruppieren sich, von einem großen Garten umgeben, in lockerer Aufteilung und in verschiede­ner Bauart um einen gemeinsamen Dorfanger herum. Die neuen Siedler, die in ihrer Freizeit auf ihrer Stelle für den häuslichen Bedarf an Obst, Gemüse und Viehfutter selbst sorgen sollen, werden vorher in einer Lehrsiedelei geschult

Beginn der Plädoyers im Hanpimann-Prozeß.

Im Hauptmann-Prozeß begann die letzte Verhandlung mit der Anklagerede des Staatsanwaltes Hauck, der zunächst den Geschworenen für das Interesse dankte, mit dem sie sechs Wochen lang den Zeugenaussagen von ins­gesamt IV2 Millionen Worten zugehört hätten. An­schließend gab er eine eingehende Uebersicht über Die Zeugenaussagen und erklärte, es sei überzeugend nachgewiesen, daß Hauptmann des Mordes schuldig sei. Im Anschluß an die Rede des Staatsanwalts ergriff der Verteidiger des Ange­klagten, Reilly, das Wort. Er führte u. a. aus: Richtet nicht, damit Ihr nicht gerichtet werdet! Hauptmann sei unschuldig. Trotz der gesell­schaftlichen Stellung der Betroffenen könne der Fall nur nach dem Beweismaterial entschieden werden. Der Verteidiger suchte dann zu beweisen, daß nie­mand in das Haus Lindberghs hätte gelangen kön­nen, ohne Hilfe von Personen, die dem Haushalt angehörten und es sei deshalb für ihn klar, daß die Hausangestellte Betty Gow und der verstorbene Diener Whateley an der Entführung mitschul­dig seien. Die Person, die das Lindberghkind ent­führte, sei dem Kind gut bekannt gewesen, da es sonst geschrien hätte. Auch der Hund habe nicht ge- bellt. Die angeblich zur Entführung verwendete Lei­ter sei überhaupt nicht benutzt worden, da man sonst Spuren auf der Erde unter den Fenstern ge­funden hätte. Vielmehr sei das Kind die Treppe hinuntergetragen worden. .

Die Verteidigungsrede Reillys dauerte vier Stun­den. Reilly warf dem Polizeichef S h w a r z k 0 p f vor, den Lindbergh-Fall völlig verwirrt zu haben. Die Polizei habe Photographien und Be­weisstücke künstlich zurechtgemacht, um den schwa­chen Indizien nachzuhelfen. Daß Hauptmann die

hier nicht zu Schaden.

*

Vor dem Obersten Landesgericht München fand seit 15 Tagen ein Hochverrats prozeß g e - gen 60 Personen statt, die mit Prager SPD.-Emigranten in Verbindung ge­treten waren und in ihren Heimatstädten Nürn­berg, Fürth, Regensburg, Schwandorf usw. i n s Inland geschmuggelte Hetzschriften verbreitet hatten. 52 Personen wurden verur­teilt. Sie erhielten Strafen von 5V2 bis zu 2V2 Jahren Gefängnis.

Neuland an der Nordseeküste.

men werden. Schon lange vor Beginn der Der» Handlung war der Gerichtssaal bis auf den letzten Platz besetzt. Als der Angeklagte in die Anklage­bank geführt wurde, brach die Mutter des Ange­klagten in Schreikrämpfe aus. Die Vernehmung des Angeklagten gestaltete sich außerordentlich schwierig. Erst auf Drängen des Vorsitzenden bemühte sich der Angeklagte nach sichtlicher Ueberlegung zum Sprechen. Er widerrief zur allgemeinen lieber- raschung seine bisherigen Geständnisse vor der Polizei und dem Untersuchungsrichter, die er infolge Uebermübung gemacht haben will. Daraufhin wur­den John seine sämtlichen niedergeschriebenen Ge­ständnisse vorgelesen, in denen er sein Verbrechen bis ins kleinste schilderte.

Furchtbare Bluttat eines abgewiefenen Freiers.

Im Schlafzimmer ihrer Wohnung in Berlin- Moabit wurde die Witwe Elisabeth Weiß mit einem Beil erschlagen aufgefunden. Der Täter, der Neffe der Ermordeten, der 33jährige Max Lipka aus Pankow hatte sich vor dem Schlaf­zimmer erhängt. Der Grund der Tat dürfte Eifersucht fein, da Lipka von der Erschlagenen und ihrer 19jährigen Tochter abgewiesen worden war. Das Mädchen hatte die Wohnung bereits ver­lassen und war zu ihrer Arbeitsstelle gegangen. Kurz zuvor traf ein Bekannter des Lipka diesen mit einem neuen Beil und einem neuen Strick. Als

Mop, unkspnich.) Ns mische Vorsicht, den abessinisch- ; von der Lon- Die Lage wird iber doch nicht

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Destruktive Elemente.

Urteile des Bottsgerichtshofes.

Berlin, 11. Febr. (DNB.) Wegen Vorbe­reitung zum Hochverrat in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälschung verurteilte der Volksgerichtshof am Montag den 30jährigen früheren kommunistischen Reichstagsabgeordneten Wilhelm Agatz zu dreiJahrenZuchthaus, feine Mitarbeiterin Frau Märta C w a l e k zu drei Jahren Gefängnis. Auf diese Strafen wird jeweils ein Jahr Untersuchungshaft angerechnet. Eine dritte Mitangeklagte wurde auf freien Fuß gesetzt, da die gegen sie wegen Beihilfe verhängte Strafe von einem Jahr Gefängnis als durch Die Untersuchungshaft verbüßt gilt. Die Angeklagte Cwalek ist die Ehefrau des im August 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilten früheren Reichstags­abgeordneten und Reichsleiters Cwalek der Revo­lutionären Gewerkschafts-Opposion, der berüchtigten gewerkschaftlichen Unterorganisa­tion der KPD. Nach der Verhaftung ihres Mannes hatte sie die Kassengeschäfte.dieser ille­galen Organisation weitergeführt und auch Agatz, der später zum Nachfolger ihres Man­nes berufen wurde, bei feinen Bestrebungen, die verbotene Organisation weiter auszubauen, tat­kräftig unter st ützt. Agatz war vorher als politischer Leiter im Bezirk Düsseldorf der RGO. tätig und hatte sich dort soausgezeichnet", daß er in das illegale Reichskomitee der RGO. nach Berlin geholt wurde. Agatz und Frau Cwalek hat­ten sich mit gefälschten Ausweispapieren polizeilich unter falschen Namen angemeldet.

und von einem Gartenfachmann betreut, so daß sie vor Enttäuschungen und wirtschaftlichem Schaden bewahrt bleiben und Freude an ihrem Grund und Boden behalten.

Oer 14. Schornstein raucht.

Der 14. Schornstein des Leunawerkes, der in kurzer Bauzeit fertiggestellt wurde, ist nunmehr in Betrieb genommen worden. Die Be­triebsführung des Leunawerkes hat sich im Zu­sammenhang mit der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht und mit Rücksicht auf größere kurzfristige Auslandsaufträge ver­anlaßt gesehen, in einzelnen Wechselschicht-Betrieben die 48-Stundenwoche (statt bisher 40 Stun­den) wieder einzuführen.

Land und Leute im Widukindland.

Als im vergangenen Jahr Reichsminister Darre in der Widukindstadt Enger (Westfalen) weilte, entstand der Plan, den Reichsbauernführer durch Ueberreichung einer Erinnerungsgabe zu ehren. In monatelanger Arbeit ist das Geschenk jetzt fertig- gestellt worden. Es ist ein H e i m a t b u ch, das

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diese kleine Menge Franck Spezial, die feine Kaffee würze in Grießform, reicht aus, um jedem Kaffee, fei es Sodnenkaffee, Malzkaffee oder anderer Getreide- kaffee, kräftigen, pikanten Geschmack, köstlichen Duft un­schöne, goldbraune Zarde zu geben. Ser Kaffee wird dabei

billiger, weil man weniger an Kaffeemenge braucht, wenn man Franck Spezial zufetzt

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überzeugend:Am 13. Januar, da gab's und am 15. Januar, da war Freude!"

Ziemlich skeptisch scheint der Narhallese

Mosner dem Karnevalbündnis Köln-