Ausgabe 
12.2.1935
 
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Dunkle Wolken über Mika

Was dies Verfassungsgesetz enthält, sieht zwarl1?: Mun,öln^n1 ^we-e oes b t r a n s- nach einer 23erfaffuna aus aber es ist n fiinfirht L° r ts n,a.^ Dftafrita mobilisiert worden sind, aus Freiheit und Unabhängigkeit himmelweit ver- f pnmi P^in^nbSupfe ni(^t !° bei&

schieden von der Verfassung für Kanada und Austra- SniT fJ \^mmfrfen.Sar b£*

lien oder gar für die Südafrikanische Union Im pe-{l^e r.^e®^^ne^,r abessinischer Streit-

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Line Warnung, kein Ultimatum ?

die

Be° ob- auf Ge-

Jmperiums ausgebrochen wird. Es sind bestimmt nicht Gewissensbisse gewesen, die die Regierung ver­anlaßt haben, das indische Verfassungsgesetz dem Parlament vorzulegen. Was die englische Kriegs­regierung 1917 Indien und Aegypten versprach, steht in gar keinem Verhältnis zu dem, was gegenüber Indien e i n g e l ö st werden soll. England hat sich zwar schon 1919 daran erinnert, allerdings erst auf die nachdrücklichen Zurufe aus Indien selbst, daß das in höchster Kriegsnot feier­lich gegebene Gelübde oingelöst werden müßte. Aber es hat länger als 15 Jahre gedauert, bis aus dem Hin und Her, bis aus den Untersuchungen und Berichten, bis aus den Verhandlungen um den Runden Tisch so etwas wie ein Verfassungs­gesetz für Indien zusammengebraut wurde.

streit der europäischen Kolonialmächte zunutze zu machen. Ohne direkte Mitwirkung Äthiopiens wurde am 13. Dezember 1906 zwischen Eng- lanö, Frankreich und Italien ein Vertrag geschlossen, in dem sich die eifersüchtigen Kolonial­staaten gegenseitig die Unabhängigkeit und den territorialen Status quo Abessiniens verspra­chen. Im Jahre 1925 wurde dieser Vertrag aufs

Es ist für die militärischen Führer Italiens der Ueberlegung wert, ob ein nur mit höchsten Opfern an Gut und Blut durchzuführender Feldzug gegen das Reich des Regus die Vorteile aufwiegt, die die Beherrschung Abessiniens in wirtschaftlicher Hin­sicht mit sich bringen könnte. Es dürfte den Römern

Die Italiener sind mit Teilmobilisa­tionen ihres Heeres immer sehr schnell bei der Hand. Wir wissen das noch von den österreichischen Ereignissen im vergangenen Sommer her, und wir erfahren es wieder in diesen Tagen, da zwei ita­lienische Divisionen zum Zwecke des A b trans-

führen. Von allem unnötigen Beiwerk und weit­gehenden Einzelheiten ist abzusehen. Es muß den Anstaltsleitern im Zusammenarbeiten mit den Leh­rern der einzelnen Fächer überlassen bleiben, d i e richtige Auswahl zu treffen. Bei sachgemäßer Auswahl und Wertung der Stoffe wird der Bil­dungsstand der Schule nicht sinken, zu­mal wenn der Anstaltsleiter einen sorgfältig durch­dachten Stundenplan aufstellt, und wenn die zur Verfügung stehenden Stunden entsprechend ausgenützt werden."

gen Angreifern schwer eingenommen werden kann. Auch die modernen Hilfsmittel der Kriegstechnik, Flugzeuge und Tanks, müssen in diesem geogra. phisch zerrissenen Gebiet versagen, zumal das eigent. liche Hochland von weiten Sümpfgebieten umgeben ist, die nur schwer zu überqueren sind. Außerdem herrscht der König der Könige, jetzt Ras Tafarj, über ein Volk, das seine Freiheit bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen entschlossen ist und das über eine zum Teil mit guten modernen Waffen ausgerüstete Armee von 400 000 Mann verfügen soll.

So beunruhigend sich die Lage in Ostafrika durch die italienische Teilmobilisierung zu gestalten scheint, so wenig wahrscheinlich ist es, daß sich der faschistj. sche Staat in ein militärisches, diplomatisches un­finanzielles Abenteuer einlassen wird. Dagegen ist anzunehmen, daß Italien, ohne seine internationale Stellung durch unberechenbare Wagnisse zu ge. fährden, von seinen Bemühungen zu einer unbluti­gen Durchdringung Abessiniens auf keine Weise ab- zuhalten sein wird.

den persönlichen und räumlichen Verhältnissen mög­lich ist. Die Hausaufgaben für den auf den Staatsjugendtag folgenden Montag sind so einzu­richten, daß sie am Freitagnachmittag von den Schülern erledigt werden können.

Die Wissens st offmenge ist zugunsten geistiger Schulung allenthalben auf das UKüs-ivgt aotwsn-is« Watz -»rückzu*

abessinischen Grenze, die von einer sehr scharfen und herausfordernden Sprache der römischen Presse begleitet wurden. Verschiedene Zwischenfälle, die ja an einer nicht genau bestimmten Grenze leicht ent­stehen können, gaben den Italienern den erwünsch­ten Anlaß, im Namen der Zivilisation und des Friedens für eine italienische Ordnung der Dinge imBarbarenland" zu plädieren.

Vor einer gewaltsamen Durchsetzung seiner Wünsche aber wird man sich in Rom wohl hüten. Einerseits würden die beiden andern Kolonialanlie­ger, England und Frankreich, gegen einen allzu starken Ausbau der italienischen Stellung in Ostafrika Einspruch erheben, andererseits wäre schon rein militärisch die Eroberung Abes­siniens ein Unternehmen, das leicht zu einem Miß­erfolg und damit zu einer völligen und vielleicht endgültigen Ausschaltung Italiens aus der europäi­schen Großmachtpolitik führen könnte. Denn Aethio- pien bildet im Kern eine schwer zugängliche natür­liche Felsenfestung, die von der einheimischen Bevöl­kerung leicht verteidigt, aber von den wegunkundi-

Berlin, 11. Febr. Der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Pg. Gauleiter Schemm, hat an die Führer der HJ.-Gebiete Hochland, Fran­ken, Bayerische Ostmark und Hessen-Nassau ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt:

Um eine Ueberlastung unserer Jugend zu ver­hindern, habe ich die Direktorate der baye-

Umweg über den Vizekönig in Delhi der unbe = dingte Herrscher über Indien, der sich ' von den ScbattennarlaniPnfpn in SXnhion *n.,nin / 4U

des Glaubens für die Zukunft. Sie alle, die durch die schwere Schule gehen mußten, seien gewappnet, um auch beharrlich zu sein gegenüber allen Prüfungen in der Zukunft.

t Rom. 11. Febr. (DRV.) Rach einer amtlichen > Mitteilung derAgenzia Sfefani find in der Zeit zwischen dem 5. und 11. Februar zwelilalienl-

i s ch e Divisionen mobilisiert worden. Die Mobilisierung wird als eine Vorsichtsmaßnahme bezeichnet, die ausschließlich wegen der sich häufenden Zwischenfälle im abes­sinischen Grenzgebiet erfolgt ist. Die Mo­bilisierung umfaßt nach amtlicher Auskunft etwa 2 5 0 0 0 Mann. Wesentlich höher liegende Schät­zungen, die von mehr als 30 000 Mann sprechen wollen, werden als übertrieben bezeichnet. Die Sammlung der beiden Divisionen soll in Flo­renz und in Messina erfolgen. Die Ver­schiffung dieser Truppen wird vorerst nicht vorgenommen. Die zuständigen Stellen treffen je­doch alle Vorbereitungen, um im Falle einer wei­teren Häufung der Zwischenfälle und der Verschär­fung der Beziehungen diese vollständig ausgerüsteten Truppen sofort in die Grenzgebiete von Jtalienisch-Ostafrika entsenden zu können, wo an den Hauptpunkten bereits seit längerer Zeil Material und Proviant für große Truppenverbände angesammelt wor­den sind. Die in den letzten Monaten gleichzeitig in die Grenzgebiete entsandten italienischen Freiwilligen belaufen sich auf wenige tausend Mann, die bei einem weiteren Umsichgreifen der Gärung unter den abessinischen Grenzsiämmen nur einen ungenügenden Schuh der seit Jahren von Italien besetzten vorgeschobenen Posten bilden können.

Von italienischer Seite wird deshalb größter Wert auf die Feststellung gelegt, daß die getroffe­nen Maßnahmen ausschließlich vorberei­tenden und Abwehrcharakter tragen, und daß darüber hinaus weder Über diploma­tische Schritte, noch über eine militä­rische Aktion etwas Bestimmtes gesagt werden könne. Es wird ausdrücklich versichert, daß zur Zeit keine Absicht bestehe, ein Ultimatum an Abessinien zu richten. Sollten sich aber die Ereignisse weiter zuspihen und die Beziehungen sich noch kritischer gestalten, so sei es durchaus nicht ausgeschlossen, daß Italien im weiteren Verlaufe ZU diesem Verfahren greifen werde, nachdem die vom Völkerbundsrat vor Monatsfrist anempfohle­nen direkten Verhandlungen zwischen Italien und Abessinien bis heute nicht in- < gang gebracht werden konnten.

scheu Parlament und von Politikern regiert wer­den. Wir wollen von einem nationalen Führer befehligt werden, der mit po li­tis ch'en Vollmachten versehen ist und dem ein Staatsrat zur Seite steht, dessen verschiedene Berufsabteilungen er um Rat fragen würde, bevor er eine Entscheidung trifft. Der Staatschef muß durch eine Volksabstim - mung gewählt werden."

Nach einer entsprechenden Aenderung der Ver­fassung müßte man P stain oder Weygand als Kandidaten für diesen Posten aufstellen.

Der Führer in Nürnberg.

Persönliche Glückwünsche zum 50. Geburts­tage des Frankenführers Julius Streicher.

Entlastung her Schüler.

Eine Anordnung des bayerischen Kultusministers Schemm.

unbeirrbar hinter ihm stehe.

Der Führer wandte sich dann noch mit besonde­rer Wärme an die versammelten alten getreuen Kampfgenossen. Es fei sehr schön,, wenn man sich unter solchen Umständen wie heute einmal wieder treffen könne, es sei dies eine (Erinnerung kN dis Vergangenheit und eis ftart-s Baad

und in Genfer Kreisen (Erregung ausgelöst habe. Die Stellung Italien-Abessiniens lasse sich mit der Japans in Mandschukuo vergleichen. Die Zeitung ..Quotidien", die stets gegen die von Laval in Rom getroffenen französisch-italienischen Abmachungen war, nimmt den Vorfall zum Vorwand, um aufs neue gegen die französisch-italienische Annäherung, öie mit französischen Verzichtleistungen verbunden gewesen fei, Stellung zu nehmen. Italien verberge seine militärischen Pläne nicht mehr. Man dürfe daher wohl annehmen, daß Italien von Laval außer den Gebietsabtretungen auch noch Hand­lungsfreiheit in Abessinien erreicht jabe. In welche schwierige Lage gerate dadurch ber Völkerbund! Italien würde natürlich be­haupten, Opfer eines Angriffes gewesen zu sein und die Abessinier würden entgegnen, daß fie sich auf abessinischem Gebiet befänden. Der Völkerbund habe schon zugelassen, daß China und Japan, daß Bolivien und Paraguay kämpfen. Werde er jetzt gezwungen fein, auch noch zu sehen, wie Italien und Abessinien sich schlagen? Soll die Welt begreifen, daß den Großmächten alles erlaubt fei und die kleinen Mächte Höch- stens das Recht hätten, den Mund zu halten? 0

preffestfmmen aus Loudon.

Italien mobilisiert für Ostafrika

Zuspitzung des Grenzkonflikts mit Abessinien.

Schutz des Iungafbeiters.

Berlin, 11. Febr. (NdZ.) Wichtige Forderun­gen zum Schutze des Jungarbeiters vor gewerblichen Schädigungen veröffent­licht der Leiter des Univerfitätsinstitutes für Be­rufskrankheiten und beratende Arzt der Berliner Hitlerjugend Dr. Baader in der Sozialpolitischen Zeitschrift der Hitlerjugend. Geeignete ärztliche B e - rufsberatung, geeignete Lebensführung während der Berufsarbeit und richtige Aufklä­rung über die jeweiligen Berufsgefahren. Durch eine ärztliche Einftellungsunterfuchung ließe sich viel unverdientes Siechtum vermeiden. Fast noch wichtiger fei die geeignete Lebensführung währeno der Berufsarbeit. Das Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront habe ermittelt, daß unter 200 000 Lehr­lingen und Jungarbeitern 23 v. Hs überhaupt feinen Urlaub, 46,3 v. H. unter sechs Tagen und 11,4 v- H über zehn Tage Urlaub im Jahr erhalten. Hier werde der Gesetzgeber eingreifen müssen, um die Verständnislosigkeit für die Rechte des jugendlichen Körpers zu brechen. Zum letzten Punkt erklärt der Referent, daß viele Arbeitsmaterialien, die stark giftige Bestandteile enthalten, unter Phantasienamen unb Patentbezeichnungen in den Handel kommen und schon viel unverschuldetes Unglück verursacht haben. Gerade der Jungarbeiter sei genau so wie bie Frau ben meisten Giften gegenüber besonders empfänglich. Das Wissen um biefe Dinge zu oer- breiten, fei eine ernste unb verantwortungsvoll« Aufgab« bet HttleHugenb.

Das Echo in Paris.

Paris, 12. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Teilmobilisierung in Italien im Hinblick auf bie Vorgänge in Abessinien f)at in französischen Krei­sen Aufsehen erregt. Im übrigen sieht man bie Lage nicht als gefährlich für ben Frieden an. Der Petit Parifien" berichtet, daß die Handlungsweise Italiens in mehreren europäischen Hauptstädten

Dazu schreibt der Reichs-Jugend-Presse- dienst: Die Anordnungen des Pg. Gauleiter Schemm, die eine Entlastung der Schüler ohne Be­nachteiligung der der Schule gestellten Aufgaben zur Folge haben, zeigen, daß der Lehrplan einer Schule bei richtiger Ausnutzung der ihr jetzt zur Verfügung stehenden Zeit (b. h. vorwiegenb öer Vormittagsstunden) gut durchgeführt werden kann. Daraus ergibt sich eindeutig, daß auch eine zeitliche Überschneidung von Schuldienst unb HI. - Dienst gar nicht möglich ist, unb der Schüler den Anforde­rungen beider vollständig zu genügen vermag, ohne der Familie entfremdet zu werden. Alle Behauptungen, die für ein Sinken Öer Leistungen in der Schule die HI. verantwort­lich machen wollen, find so von neuem widerlegt.

Ausfall des Berufsschulunterrichts während des Reichsberufswettkampfes «x J rJ in, 11. Febr. (DNB.) Reichsminister N u st hat bie Unterrichtsverwaltungen ber Länber ersucht, auf bie Gemeinben einzuwirken, baß bie Jxaume unb bie Einrichtungen ber Berufsschulen in b er Zeit vom 18. bis 23. März kosten- 105 für ben Berufswettkampf zur Ver­fügung ge st eilt werden unb die Leiter und Lehrpersonen der Berufsschulen sich unb tatkräftig ta ben Dienst dieses be­

grüßenswerten Wettkampfes der deutschen Jugend stellen. Soweit bie Veranstaltungen innerhalb ber i?e/uXs'.d,uIcn stattfinben, ist bafür Sorge zu tragen, vaß Leiter unb Lehrer ber Schulen zur Verhütung von Personen- und Sachschäden die Aussicht führen. Anläßlich des Berufswettkampfes hat an ben gewerblichen, kaufmännischen, hauswirtschaft­lichen und landwirtschaftlichen Berufsschulen ber Unterricht in bem erforderlichen Umfang aus­zufallen.

91 ü r n b e r g, 11. Febr. (DNB.) Der Führer stattete am Montag überraschenb, von München kommend, Nürnberg einen Besuch ab, um ben Frankenführer Julius Streicher am Vorabend seines 50. Geburtstages persönlich zu beglückwünschen. Da Streicher diesen Abend mit den 100 ä 11 e ft e n unb ärmften Parteigenossen und Parteigenossin­nen verbrachte, die er zu einer schlichten Feier geladen hatte, ließ es sich ber Führer nicht nehmen, feinen Glückwünschen gerabe in diesem Greife ber Treue st en Ausdruck zu geben.

©runbe bleibt iüd) n°chdem'Verf°!sun^-s°tz für kr°s^°uf den it°-i°ni,chen Grenzposten oon Asdnb Jnbien die englische Regierung in London auf dem uaJ fu* &Je faf$ifttM|e Negierung em wun- Umweg über den Vizekönig in Delhi der u n b e - ^bnswerter Anlaß, um die Aethopier unter dingte Herrscher über ^n bi en, ber sich ""l'tarifche n Dr u ck zu setzen. Ob es tatsäch- von den Schattenparlamenten in Indien wenig rinnenberf 9Cs

oder garnichts dreinzureden lassen braucht. Es gibt nnh0p,it~7^nnn Eingeweihten

Zwar viele Engländer, bie überzeugt davon sind, $1 hhr ?mpi?pVhnH7^«°° 3?Q1?n ?ommt, /st daß sich auf die Dauer gerade Indien nicht im ® ferner «^ewarte

Reichsverband halten lassen wird, aber die englische 7n?sür maI£

National-Regierung ist gerade deshalb entschlossen, ^all daß. die geforderten Sanktio-

jeden Widerstand in Indien selbst mit größter "?r f be." flbe^iern nicht erfüllt »erben, Strenge nieberzuwersen. ?V1 einen ® r i e g gegen ben freiheits-

Was auf dem Spiel steht, was Indien IIlcJ?.nb£n Staat entfesseln wird.

für England bedeutet, das führt die englische Presse ihren englischen Lesern gerade in diesen Tagen sehr eindringlich vor Augen. Allein Britisch-Jndien ist zwanzigmal größer als Großbritannien, wobei die Bevölkerung oon 350 Millionen fast so zahlreich ist

Außer in Indien gibt es nur noch in China gebiets- frif$.er Erinnerung fern, daß bie

weise eine Dichtigkeit der Bevölkerung, wie sie selbst I 9roKe Niederlage, bie einer europäischen Kolonial- bie Jndustriebezirke Deutschlands und Englands /emals beigebracht wurde, bieienige war, die nicht kennen. Die Herrschaft über Indien ist für I$ *aL1/ l.m öur^ ^aifer Menelik II.

England gleichbedeutend damit, im Fernen Osten A" ^e sinlen bei Adu a erlitt. Das italienische die englische Flagge zeigen und englische Waren wurde damals vernichtend geschlagen, und verkaufen zu können. 0 Menelik II. konnte in feiner Hauptstadt Adis Abeba

Als die indischen Nationalisten empört über ben ^eiUrem£ei] den Frieben biftieren.

Wortbruch der englischen Regierung, aber auch in Seitdem hat die Politik der abessinischen Herrscher Auswirkung des Willens zur Freiheit unb Unab- ?ur . w einzigen Ziel gegolten, bie bis bahin stets hängigkeit über englische Erzeugnisse ben Verruf siegreich oerteibigte Unabhängigkeit des Landes auch verhängten, wurde das in Liverpool und Birming- im Zeitalter der modernen Kolonisationsmethoden Ham, in Sheffield und Glasgow wie ein harter pu®ar;.ren

Schlag ins Kontor empfunden. Um diesen Verruf Abessinien, das neben Liberia noch ber einzige unwirksam zu machen, um ben britischen Waren unabhängige Eingeborenenstaat in Afrika ist, hat wieder den Weg nach Indien zu ebnen, hat es die 65 bubei sehr geschickt verstanden, sich den Wider­englische Regierung nun mit dem Verfassungsgesetz für Indien versucht. Es wird auch nichts unterlassen, um dafür zu sorgen, daß sich in Indien Gruppen fmöen, die angeblich mit dem Verfassungsgesetz zu­frieden sind. Daß es andere Gruppen gibt, die in offener (Empörung verharren, das wissen wir nicht nur aus den Berichten des New Statesman. Nur ist es schwer, die Wahrheit aus Indien über Indien, - - - , ---- ------y

selbst zu erfahren, denn das englische Kolonialamt nßUe beftatigt. Aber dazwischen lag der Welt- vesitzt eine jahrhundertealte unb geschulte Erfahrung krieg unb der geheime Londoner Vertrag darin, über die britischen Kolonien nur das bekannt 00m 26. April 1915, in bem Italien zur Belohnung

werben zu lassen, was ben Englänbern in ben für seinen (Eintritt in ben Kriegbie Befreiung

Kram paßt. aller unerlösten Gebiete, die Herrschaft in ber

------ Adria unb große Kompensationen in unb Afrika" versprochen würben. Das

JtU| Udo) einem FÜyref. Versprechen ist von ben einstigen Waffengefährten für bie JöäM einet, 3"si.ochst "ur in ganz bescheidenem Umfange ein»

Oie etttC* nationalen gelost worden, wenigstens was die koloniale Seite

Staatschefs in Frankreich. betrifft. Italien ging in Afrika leer aus,

Paris, 12. Febr. (DNB. Funkspruch) fZßennä^rßnb England unb Frankreich als Mandatare auch der Einfluß der ZeitungLa Victoire" nicht ^maligen deutscken Kolonialbesitzes eine wert­groß ist, so kann man einen Artikel ihres Direktors e Abrundung unb Verbindung ihrer verstreut Gustave Heros, der in der Sehnsucht gewisser Fran- !le9tn «A Kolonien erreichen konnten. An dem zosen nach einer Persönlichkeit zum Ausdruck b ess. ni e n s wurde nicht gerüttelt,

bringt, als Zeiterscheinung verzeichnen. Es heißt in fld) bte ^'enischen Hoffnungen außer

dem Artikel, man könne in Frankreich keine Volks- Zugang zum Tschadsee gerade auf dieses

abftimmung veranstalten, um etwa Marschall Ps- gerichtet hatten.

tain ober General Weyganb auf ben Schilb zu er- An biefer Situation hat sich auch durch

heben. Man könne aber bei ben Kammerwahlen italienisch-französischen Abmachun- im nächsten Jahre einfach folgenbes Programm auf- 9 ? n vom Januar 1935 nicht viel geändert, stellen:Wir wollen nicht mehr von einem politi- Die territorialen Zugeständnisse Frankreichs an die w'*~1 x lateinische Schwester stellten sich bei näherem Zu­

sehen als ein recht dürftiges Geschenk heraus. Die paar tausend Quadratkilometer Sand haben in Rom keineswegs befriedigt, und die italienische Kolonial­politik sah sich deshalb bemüßigt, auf eigene Faust und mit eigenen Mitteln bem Ziele der wirtschaftlichen Durchdringung Abessiniens näher zu kommen. Als erstes Zeichen einer neuen Aktivität in Ostafrika galt die (Ernennung des bis­herigen Kolonialministers De Bona zum Ober­kommissar von Erythräa und Somaliland, die Abessinien von Norden und Süden einfassen. Es folgten dann beachtliche Truppenverschiebungen und Verstärkungen der italienischen Streitkräfte an der

London, 12. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die Nachrichten aus Rom über militärische Vorsicht- umßnahmen im Zusammenhang mit den abessinisch- italienischen Schwierigkeiten werden von der Lon­doner Presse ausführlich besprochen. Die Lage wird allgemein zwar als unerfreulich, aber doch nicht als besorgniserregend bettachtet.

3" derTime s" heißt es, die militärischen Vor- sichtsmaßnahmen der italienischen Regierung wür­den sicher in Genf Enttäuschung hervor- rusen, sie seien bedauerlich, aber sie könnten nicht a * ® ,u »^gerechtfertigt verurteilt werden an­gesichts der ungeordneten Lage an der Grenze, wo die örtlichen Häuptlinge täten, was sie wollten. Von einer Regierung, der es nicht gelinge, ihre Stam- mesmitglieder zu hindern, die Untertanen eines Nachbarlandes niederzumetzeln, könne man schwer­lich erwarten, daß sie ben Streitkräften ihrer selb­ständigen Häuptlinge und ungenügend unterworfe­nen Stamme strenge Disziplin auferlege. Auch dürfe man nicht vergessen, daß sich der Kaiser durch feine Bemühungen, bie Sklaverei abzuschaffen unb bie Macht des Adels zu beugen, viele ijeinbc gemadjt habe, bie nur zu froh fein wurden, ihn in weitere Schwierigkeiten mit Italien zu verwickeln.News Chronicle" bezwei- feit, baß Italien, beffen finanzielle Lage erschüttert jei, auf einem fernen Kriegsschauplatz mit schwie- rigem Gelände alles aufs Spiel setzen werde unb daß es sich im Gegensatz zu ben Interessen Frank­reichs und Großbritanniens bringen werde ber beiden Länber, auf beren Freundschaft Italien neuerdlnps so viel Wert lege. Abgesehen davon, beginne in Abessinien bald d i e R e g e n z e i t die Operationen umfangreicher Art unmöglich machen. Italiens Schritt sei wohl nur als Warnung aufzufassen.

Nach ber Ansprache Julius Streichers, ber auf

"te rlfcrcn Zähre des gemeinsamen Kampfes , .......... v tuCl v « v c-

zuruckblickte unb den Sinn dieser seiner Geburts- rischen höheren Unterrichtsan st alten tagsseier bahm deutete, daß er unter seinen älte- ermächtigt, soweit nötig, in der Schule nach Maß- ften Kampfgenossen immer roieber die Kraft finde, gäbe folgender Grundsätze Erleichterungen ^^Äa»iipfen, sprach der Führer mit Herz- eintreten zu lassen. Eine Kürzung des wis- lichen Worten zu seinen alten Kampfgefährten und s e n s ch a f t l i ch e n Unterrichts soll zwar seinen Getreuen. So wie sie alle in den Jahren moglichst unterbleiben: erscheint aber zur der Not unerschütterlich an den Sieg der Bewe- Entlastung der Schüler ein Ausfall von Unterrichts- gung geglaubt hatten, so habe insbesondere s e i n stunden unvermeidlich, so müssen auch die wis- Freund und Kampfgenosse Streicher senschaftlichen Fächer herangezogen allez ei ttreu an seiner Seite gest an- werden, doch darf sich die Kürzung nicht auf R e- öen. Dieser unerschütterliche Glaube sei es ge- l i g i o n, Deutsch, Geschichte, Biologie wesen, ber Berge versetzt habe. Es fei für Streicher erstrecken.

sicherlich ein erhebendes Gefühl, daß dieser 50. Der Unterricht im Turnen ist durch ben Weg- c fc u r *a 9 für ihn nicht nur bie Wenbe eines fall bes Spielnachmittags unb bie Einschränkung halben Jahrhunderts, sondern wohl e i n e s der Wandertage für die Klassen 1 bis 4 bereits § a h r t ausends deutscher Geschichte sei. stark gekürzt, eine weitere Kürzung i ft Zsi Streicher habe er einen Gefährten, von dem er n i ch t z u l ä s f i g, insbesondere ist die dritte Turn- wisse, daß hier in Nürnberg ein Mann sei, der stunde überall da durchzuführen wo dies nach keine Sekunde wanke und in jeder Lage den persönlichen und räumlichen Verhältnissen mög-