Ausgabe 
12.2.1935
 
Einzelbild herunterladen

=?:s

Dienstag. 12. Februar 1935

i85. Jahrgang

Nr. 3b Erstes Blatt

Jahres.

handelt, die

2.$

o « 3

5 D

3

dH cpo

3

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70 mm Breite 60 Rps..Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr

Ermähigte Grundpreise:

<ytoe ö;

Einer der stärksten Eindrücke, den der Besucher des neuen Deutschlands empfängt, ist die fröhliche Stimme und das gesunde Gesicht des jungen Man­nes, der i n d e n A r b e i t s d i e n st eingereiht ist. Dasselbe gilt von den Kinder n. Im letzten Som­mer wurden 120 000 Kinder nach den von der Re­gierung organisierten Lagern entsandt, um ihnen eine Sommerserienzeit zu geben. Ueberall iah man gesunde, braune Gesichter, glückliche, klare Augen, starke geschmeidige Gliedmaßen. Ja, weil der Führer sagt, die Jugend sei d e r k o st b a r st e Besitz einer Nation, und weil er sie zu Führern großzieht, die sein Werk nach ihm fort­setzen werden.

Schließlich glaube ich an Eitler, weil er für internationalen Frieden eintritt und nicht für den Krieg. Er mag den deutschen Dele­

gierten befohlen haben, den Völkerbund zu verlassen, aber nur deshalb, weil dies der einzige Weg war, um Deutschland gerechte Behand­lung zu sichern. Er mag das Recht zum 21 us- rüsten in Anspruch nehmen, aber nur deshalb, weil die Alliierten den Versailler Vertrag hin­sichtlich ihrer eigenen Abrüstung nicht erfüllt haben.

Der Aufsatz schließt: Tatsächlich sind die Handlungen dieses bemerkenswerten Mannes so folgerichtig gewesen, daß die Zeit gekommen ist, wo die britische Nation, die für ihre faire Behandlung anederer berühmt ist, nun ihre uneingeschränkte Billigung und ihr uneingeschränktes Vertrauen schen­ken sollte.

Mansche EnltMimgeii.

Von unserem ^.-Berichterstatter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

B u d a p e st, Februar 1935.

Welches ist der rechte Kurs für Indien?

Im Grundsatz einig, nur die Methode ist strittig.

- n

WW ' S ö» 3 5

Mehrheit von 400 Abgeordneten, die für die Vorlage stimmten, befanden sich auch die Oppo­sitionsliberalen in Stärke von 28 Mann, während ungefähr 4 8 A r b e i t e r p a r t e i l e r mit zwei Unabhängigen und ungefähr 8 3 kon - servative Gegner der offiziellen Jndien- politik gemeinsame Sache machten. Die Zahl der Mitglieder der konservativen Opposition ist etwas höher als bei der letzten Abstimmung Ende vorigen

0-5^:

"^3-2,0 H:

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

Monats-Bezugspreis:

Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr .. -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschliisse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten! Anzeiger Gießen

Postscheckkonto: grantfurt am Main 11686

London, 12. Febr. (DNB. Funkspr.) Dr. A. I. Macdonald, Oberpfarrer der Kirche St. Dunstan in the West in der Fleet Street am Eingang des Londoner Zeitungsoiertels, veröffentlicht in der Daily Mail" unter der UeberfchriftWarum ich an Hitler glaube" einen Aufsatz, in dem es u. a. heißt:

Hitler übernahm die Macht im Jahre 1933 zu einer Zeit, wo ein schlimmerer Feind, als jemals den Rhein bedroht hat, bereits über die Weichsel vorgedrun­gen war. Als Hitler losschlug, gab es sechs Millionen Kommunisten in Deutsch­land, von denen eine Million organisiert und bewaffnet war. Ich glaube an Hitler, weil er nicht nur Deutschland vor dem Schicksal Ruß­lands bewahrte, sondern auch Europa ge­rettet hat, nicht nur durch sein Beispiel, son­dern auch durch sein Eingreifen.

Aber die Größe Hitlers wird enthüllt nicht nur durch den Erfolg seiner Gegenrevolution, sondern auch durch ihre Milde. Keine Revolution mit solchen Ergebnissen ist jemals mit so wenig Blutvergießen durchqeführt worden. Zwei Gründe gibt es für diese erstaunliche Neuerscheinung in einer Revolution:

1. hatte Hitler die Mehrheit des deutschen Volkes hinter sich, und

2. war seine Revolution, auch wenn sie den Kom­munismus unterdrückte, nicht radikaler Art.

Er mag Tüchtigkeit, Schnelligkeit und unerschütter­liche Treue verlangen: aber wenn diese Eigenschaf­ten vorhanden sind, wird er nichts in.Deutschland unterdrücken, was dazu beitragen kann, bei Deutsch­

zuverlässiger liche Lage in Indien macht, die emsacy grauenerregend wirken müssen. Dabei erinnern wir uns immer wieder daran, daß es gerade eng­lische Politiker und Staatsmänner gewesen sind, die um 1918 herum über die ganze Erde hinweg dem deutschen Volke nachsagten, es verdiene nicht, eine Kolonialmacht zu sein, weil es seine Kolonien in Afrika und in der Südsee nur noch durch bei­spiellose Grausamkeit gegenüber den Eingeborenen hätte verteidigen können. Was die englische Zeit­schrift New Statesman nun über Vorgänge in Bengalen mitteilt, das ist so furchtbar, das ist so erschütternd, daß selbst die Einbildungskraft der englischen Staatsmänner um 1918 nicht ausreichte, um den Deutschen etwas ähnliches nachzusagen.

Wer sich dieser Dinge erinnert, versteht auch, warum die Engländer sich wieder einmal in zwei Parteien g'e s p a l t e n haben, von denen eine die indische Verfassung autheißt, die andere.aber nichts von einer Verfassung, nichts von Unat)5 hänqiqkeit, auch nichts vom Schatten einer Freiheit wissen will. Diese Partei der Unversöhnlichen und Unbedingten, die ihren Rückhalt bei den Hoch­tories unter Führung Churchills und Lord Lloyds hat, hat sich sogar offen gegen die Nattonal- Reaierung Macdonald-Baldwin empört, nicht nur deshalb, um diese Regierung einzuschüchtern, son­dern vor allem deshalb, um sie zu gingen, aus die Verfassung für Indien zu verzichten. Allem die National-Regierung verfügt im Parlament immer- hin über eine Mehrheit, die auch nach Ab plitterung der Hochtories ausreicht, um das Verfassungsgesetz für Indien unter Dach und Fach zu bringen.

Daß die wachsende Bewegung der indischen Nationalisten diese Verfassung a b l e h n t, wird in London kaum zur Kenntnis genommen, denn auch die Regierung Macdonald will nicht, datz das Juwel Indien aus dem Kranz des britischen

' 5«3*3

§

8 0

, 2 *1 3

2 2 3 =

3

3 3 2 3°

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

tigen Fragen bereinigt haben. Die in der P'artei der Nationalen Einheit aus­getauchten sachlichen und personellen Gegensätze sowie Mißverständnisse haben durch die Unterre­dung volle Erledigung gefunden. D,e Re­gierung wird ihre Tätigkeit in der Richtung der bisherigen Zielsetzung auch weiterhn ungestört f o r t s e tz e n.

In politischen Kreisen besteht übereinstimmend der Eindruck, daß die sachliche Einigung Zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Grafen Bethlen eine weitere S i ch e r u n I der Stellung der Regierung Gömbös bedeute und der Regierung nunmehr die reibungslose Durchfüh­rung des vom Ministerpräsidenten Gömbös ge­planten großen R e f o r m w e r k e s und die An­nahme des neuen Wahlrechtsge s e tzes durch das Abgeordnetenhaus gewährleistet. Man sieht nunmehr mit großer Spannung der für Ende dieser Woche angekündigten R u n d f u n k r e d e des Ministerpräsidenten entgegen. Auf der ^/ueralver- sammlung des christlich-sozial eingestellten Wirt- chaftsverbandesBaroß" betonte Mlnlsterprasident Gömbös, daß er an seinen politischen Absichten trog aller Widerstände und Hemmnisse unbeirrt festhalte. Die Regierung habe jetzt eine Atmosphäre der Ruhe im ganzen Lande erreicht. Die weitere Entwicklung werde im Zeichen R^sormpolttl der Regierung stehen. Die Durchführung dieses Programms dürfte aber n j d) t u b e r ft u r |t wer. den. Die Regierung fei fest entschlossen, Dauer Haftes zu leisten und mit Ausdauer und Geduld die festen Grundlagen des neuen Un­garn zu legen.

Die letzten Entwicklungen in der internationalen Politik, besonders die Auswirkungen bes s Marseiller Attentats und der jüngsten : französisch-italienischen Vereinba - , Zungen von Rom haben begreiflicherweise auch in Ungarn zum Teil recht bemerkentswerte neue - Entwicklungen ausgelöst. Die außerordentlich schwie- . rige Situation, in die Ungarn durch die Diskussion über die Hintergründe des Marseiller Attentats ge­raten war, und die bei dieser Gelegenheit zu Tage tretende Aussichtslosigkeit, in absehbarer Zeit in der Frage der Revision des Friedens­vertrages auch nur einigermaßen nennenswerte Erfolge erreichen zu können, ließen in immer wei­teren Kreisen die Erkenntnis reifen, daß Ungarn neue Wege beschreiten müsse, um aus der Sta­gnation herauszukommen, in der es sich gegenwärtig unleugbar befindet.

Sowohl auf dem Gebiete der Innenpolitik, wie auch der Außenpolitik führte diese Erkenntnis in der letzten Zeit zu bedeutsamen Verlagerungen. Gerade die jüngeren Kräfte der ungarischen Nation, die studentische Jugend und die in verschiedenen Ver­einigungen und Verbänden organisierten jungen politischen Kräfte begannen sich zu regen und for- forderten die Abkehr von einer rein statischen Denk­weise, die mehr oder weniger aus Gefühlsgründen an alten Formen hängen bleibe und darüber die Erfordernisse einer neuen Zeit zu vergessen drohe. Von diesen Kreisen wurde mW weiter die Forde­rung aufgestellt, endlich auch in Ungarn mehr als bisher einer völkischenJdeologie Geltung zu verschaffen und auf dem Wege einer planmä- ßigenSiedlungs-, Bevölkerungs-und Sozialpolitik die Kräfte zu mobilisieren und zu stärken, die in einer späteren Zukunft in erster Linie berufen und vielleicht allein imstande sein können, eine Wiedererstarkung der Na­tion zu gewährleisten. ..... .

Durchaus richtig erkannte Mlnlsterprasident Gömbös die Notwendigkeit, gerade im Interesse der Nation, diese Bestrebungen zu fördern und zu unterstützen. Er suchte darum Fühlung mit jenen po­litischen Gruppen und Parteien, die solche Erneue- runqsbestrebungen besonders verfolgten. So entstand eine taktische Zusammenarbeit zwischen der vom Gom- bös geführten E i n h e i t s p a r t e l, der bisher op­positionellen K l e i n l a n d w i r t e p a r t e i und der von dem Kommunalpolitiker Wolff geführten C h rl st l i ch s o z i a l e n Partei. In allen diesen Gruppen waren Strömungen vorhanden, die geeig- net und imstande schienen, solche Erneuerungsper- suche weiterzuführen. Es zeugt von dem Weitblick des Ministerpräsidenten Gornbos. daft er von M aus den Versuch machte, alle ,-ne fortschrittlichen Stätte zu sammeln und daß er noch in letzter vielt die neuaebildcte sogenannteR e s o r m - G e n e - ration" seiner Sympathie und Förderung ver­sichert? -Bei dieser Gruppe handelt es sich um den Zusammenschluß verschiedener jungnationaler Orga­nisationen und Verbände zu einem Dachverband, und zwar mit dem Ziele, jenen Erneuerungs- und Reformbestrebungen einen weiteren Aufttieb und Nachdruck zu geben.

Natürlich konnte es nicht ausbleiben, daß jene Reformbestrebungen eine Reaktion auslösten, und zwar vor allem in den Kreisen, die aus den ver- scküedensten Gründen nun einmal solche neuen Wege ablehnen oder zumindesten nicht in ihrer gan­zen Bedeutung zu verstehen vermögen Die Gegen­wirkungen, die besonders aus dem Lager des konservativen Magnatentums kamen, erwiesen sich nun immer noch als so stark, daß sie ein rascheres Tempo der Erneuerungsbestrebungen zu verhindern vermochten. In erster Linie war die Ursache hierfür die nun einmal soziologische Ma- Ich nerie, die beispielsweise durch em stark uberal- tertes Wahlgesetz das Vordringen reformifttfdjer läufig Äese""7nnerp°listsche G°egens°tzl7chke'it°^m

S^enÄ ein rascher Erfolg

tKSÄsSfS halben in Ungarn Kräfte, s Nach-

b ar' 'eintraten, wob'ei °^"nb°r wurde^ daft^d a^s fruchten? gewirkt' HMe. Ueberdies ist 1- auch der

nunmehr fast zehn 3aljren, bet ber W« feier der Schlacht von Mohacs hatte Reichs we er Horthy eine Rede gehalten, die die grund­sätzliche Bereitwilligkeit Ungarns zu emem aleicki wenigstens für das Ohr eines geschulten ^iptomaten verstehen lieft. Neuerdings Haben d römischen Vereinbarungen Zwischen »eankrnq und Italien, vor allem aber bet' *

iencs mitteleuropäischen ul i d) t e in InHAitnflsüaftes für Ungarn erneut das sßrobkm eines Ausgleichs mit seinen Nachbarn aufgerollt. Es wird nun zweifellos in Ungarn me-

Das Unterhaus nimmt die Jndienbiü in zweiter Lesung an.!

London, 11. Febr. (DNB.) Die Aussprache , über die Indien-Vorlage im Unterhaus wurde am Montag fortgesetzt. Großes Interesse beanspruchten , öiß Ausführungen des Generalstaatsanwalts (Justiz­ministers) Sir Thomas Jnskip über die Aus­legung des viel erörterten BegriffsDominion- Status". Wie schwierig vom juristischen Stand­punkt aus die Dinge liegen, geht schon daraus her­vor, daß Jnskip selbst sagte, der Versuch, eine Auslegung" vorzunehmen, scheine eher geeignet, weitere Unklarheiten als Klarheit zu schaf­fen. Jnskip erinnerte alsdann den Führer der arbeiterparteilichen Opposition Lansbury an die dem indischen Volk X. Jahre 1919 gegebenen V e r- sprechungen und fügte hinzu, daß es sich für das Unterhaus nur um die Frage handele, ob eine derartige, mit dem ganzen Gewicht der Regierungs­autorität gegebene Verpflichtung ein gehalten werden solle oder nicht.Ich möchte es aufrichtig als unser Ziel bezeichnen, daß Indien eines xages in dieselben Rechte ein tret en soll wie bie Dominions. Aber alle unsere Verpflich­tungen gegenüber Indien beziehen sich auf die künftige Entwicklung Indiens innerhalb des britischen Reiches, d. h. als ein integrie­render Teil des Imperiums".

Für den Jndienschutzbund hielt hierauf Winston Churchill eine sehr angriffslustige Rede, die aber vom außerenglischen Standpunkt keine neuen Gedanken enthält. Die Engländer in Indien, so er­klärte er, seien ebenso wenig Fremde m diesem Lande wie die Mohammedaner oder die Hindus selbst. England, das in Indien eine Armee unter­halte und Indien mit seiner Flotte schütze, sei o e - rechtigt, die Sicherheit ferne s J) an5 dels zu gewährleisten. Churchill beschuldigte die englische Regierung der Unbeständigkeit, warnte vor einer Wiederholung des irischen Experiments und bezeichnete zum Schluß die Vorschläge auf Schaffung eines indischen Bundesstaates als un­zeitgemäß und unbrauchbar

Das Unterhaus lehnte dann den Abänderungs­vorschlag der arbeiterparteilichen Opposition mit 404 negen 133 Stimmen ab. Die Jndienvorlage der Regierung ist damit in zweiter Lesung angenom­men Die Aufforderung der konservativen Geg­ner der Vorlage, ein Kompromiß mit ihnen einzugehen, wurde von Baldwin wiederum m i t Entschiedenheit abgel e h n t. Unter der

lands Erneuerung mitzuhelfen.

Die Religion ist ein Beispiel hierfür. girier ist der erste große revolutionäre Führer, der die christ­lich e R e l i g i o n als Hilfe für seine Po­litik unterstützt. Er kennt das deutlich, wie em er­fahrener Pastor, daß es ohne Religion keine wahre Moral, keinen erhabenen politischen Idealismus und keine wirkliche Reform geben kann. Somit schloß er ein Konkordat mit b e m Vatikan ab und versuchte, sich die Mitarbeit einer geei­nigten evangelischen Kirche in Deutsch­land zu sichern. Die beste Gewähr für die Stabilität des Reairnes ist vielleicht in dem eindringlichen sitt­lichen Eifer und dem enthaltsamen moralischen Le­ben dieses Mannes zu finden

Zeichen der sittlichen Erneuerung Deutschlands sind überall zu sehen. Das hitlerregime hat den unreinen Filmen ein Ende gemacht, die nächt­lichen Straßen gesäubert und die Nachtklubs geschlossen. Es stellt durch seine Propaganda die untadelhasten alten deutschen Ideale wieder her. Bisher hat die hitler- regierung als einzige europäische Regierung das Problem der Nachkriegsjugend in Angriff genommen. Anstatt es zuzulassen, dah die Generation, die die Schule verlassen hat, aber noch nicht von der Industrie aus­genommen worden ist, beim Bezug einer Ar­beitslosenunterstützung verkommt oder ohne Arbeitslosenunterstützung verhungert, hat Hitler die deutsche Jugend in Organisationen eingereiht, die den Geist mit gesunder Politik und moralischem Unter­richt beschäftigt, den Körper durch gesunde Hebungen e r m u d e t und die den jungen Menschen gleichzeitig Nah t un g,

Kleidung und Wohnung gibt.

einer neuen außenpolitischen Ausrichtung zäM Man weiß in eingeweihten Kreisen, daß Graf Karolyi schon seit längerer Zett großes Verständ­nis gerade für das neue Deutschland hat und daß seine einstige, zu Frankreich neigende Einstellung in der Frage der ungarischen Außenpolitik mehr der Erwägung entsprang, daß eine Verständigung zwischen Budapest und Belgrad damals wenig­stens nur auf dem Wege über Frankreich durch­qeführt werden könne. Richtig 'st ledenfalls, daß Graf Karolyi auch heute m Belgrad den Ruferne Mannes genießt, der vielleicht eher und leichter als irgendein anderer imstande sein könnte, I^en Aus­gleich zwischen Budapest und Belgrad durch- ^Soleigt sich, haft sowohl auf dem Gebiete der Innen- wie auch der Außenpolitik in Ungarn neue Entwicklungen sich anbahnen und hier und da bereits in Umrissen abzeichnen. Als eine verhängnisvolle Erschwerung und Verwicklung der Verhängnisse muß es aber ange.ehen merbem daß jene neuen Bestrebungen auf außenpolitischem Ge­biet in schroffem Gegensatz stehen zu ben tragenden Kräften einer innerpolittschen Erneuerung. Wie die ungarische Gesamtpolitik einmal aus dieser schwierigen Lage herauskommen kann und wird das scheint im Augenblick die Frage zu sein, m der vielleicht nichts weniger als das Schicksal Ungarns überhaupt umschlossen liegt.

Nach einer Drahtmeldung aus Budapest hatten der ungarische Ministerpräsident Gombos und Graf Stephan Bethlen beim Reichsverwe- f er eine längere Unterredung, in der sie alle strtt-

Warum ich au Hitler glaube."

Bekenntnis eines englischen Pfarrers zum Führer des nationalsozialistischen Deutschlands

Es trifft sich, daß just in den Tagen, m denen bas Unterhaus über die indische Verfassung ver- Zeitschrist New Statesman aus Feder Mitteilungen über die wirk- in Indien macht, die einfach

" -3 " V

*33 S

? s 5^ 6 J

- -Tf> C

CS- » rf 3 _ '

wanden geben, vor allem keinen verantwortlichen Politiker, der nicht aus ehrlichem Herzen eine Ver­ständigung und einen Ausgleich mit den ^Jacflbar- völkern wünschte. Daß dab'i die Ehre und das Na­tionalbewußtsein Ungarns unangetaftet bleiben müssen, ist allerdings ebenso für jeben Ungarn eine Selbftverstänblichkeit. Während nun °ber bisher verschiedentlich eine schwer erfüllbare Wunschpolitik verfolgt wurde, macht sich jetzt auch hier auf außen­politischem Gebiete eine neue Wenbung bemerk­bar eine Entwicklung zu ruhigerem, nüchternerem und vor allem realpolitischerem Denken.

Hier sind es nun bemerkenswerterweise gerade öie Kräfte der innerpoli tischen Op­position, die außenpolitisch eine neue for^ schrittlichere Entwicklung anstreben. Dies zeigte sich erst in diesen Tagen deutlich in den von dem frü­heren Ministerpräsidenten Gr a f Veth le n ver­öffentlichten grundlegenden Aufsatz in dem Vuda- vester BlattPesti Naplo". In diesem Aufsatz be­tonte Graf Bethlen einmal die Notwendigkeit, daß fid) Ungarn einer Beteiligung an jenem mittel^ europäifdjen Nichteinmifchungspakt nicht verschließe und zum anderen, daß die ungarftche Revisions­politik in Zukunft realpolitischere Formen anneh- men müsse unter Vermeidung ftder unnötigen Schärfe. Zum ersten Male wurde so von einer wirklich maßgebenden politischen Persönlichkeit ein neuer Weg für die Fortführung der ungarischen ^t^ud) fein Zufall >>°h der zu dem innerpalitifchen Freundeskreis B-thIens ge­bärende ehemalige Ministerpräsident Gr a s 3u_ Iltus Karolyi ebenfalls zu den Verfechtern

Stellen--, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein- jpaltige Gelegenhettsanzei- aen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf.

Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Gießen. Schriftleitung und SeschSftsftelle: Schulstrahe 7 M-ng°n°bfchiusi°Staff-lk

e o 2 .

1 er; Gin 3 Sn*

3 --2 2 q Ij

i.'

äs« ' 5*.

Z?

5 W-A a cf n 2 C 3

r* K2.CP 5 ?

ww rJ 5 L

A -''1 d 0 «l1)

*5^ml

s sZ