Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

Erhe-

Zuchtviehversteigerung in Lauterbach

Lauterbach, 10. Okt. Von allen bisher in

£

3000 Mann

Grund-

der

zeigte

Verantwortung liegen wird. Dies sollte nichts be­sonderes sein, denn in jedem deutschen Haufe hat das Kind von früh an bestimmte kleine Pflichten für die Familie zu erfüllen und wächst mit dem selbstverständlichen Gefühl auf, daß es ein Glied einer Gemeinschaft zunächst der Familie ist.

Aufgabe der Ellern Im nationalsozialistischen Deutschland ist es, zu gegebener Zeit ihre Jungens und Mädels mit den Aufgaben ver­traut zu machen, die sie im Interesse aller Hausbewohner in Zukunft zu leisten haben.

Dann steht jederzeit eine innerlich gefestigte Ge­meinschaft der Abwehr bereit und die Flugzeug­waffe braucht keinen Deutschen mehr zu schrecken.

Lauterbach durchgeführten Zuchtviehversteigerungen war die gestern, in bezug auf ihren finanziellen Erfolg, am ergiebigsten. Nicht nur ist der Durch­schnitt der erzielten Preise am höchsten gewesen, sondern es konnten auch fast sämtliche aufgetriebene Tiere abgesetzt werden. Schon die im Frühjahr statt­gefundene Auktion verlief, mit einem Durchschnitts­erlös von 600 Mark bei den Zuchtbullen außer­ordentlich günstig, um so erfreulicher aber iji das heutige Ergebnis für unsere einheimischen Bauern, wurde doch ein Durchschnittspreis von 790 Mark je Bulle erzielt, und das bet einem Absatz von weit über 90 v. H. aller aufgetriebenen Tiere. Von 55 dem Tierzuchtamt Gießen gemeldeten Tieren, waren 53 zur Versteigerung gestellt worden, und von diesen 53 wurden 49 Stück verkauft. Den höchsten Preis mit 1290 Mark erzielte der Bulle des Bauern Hein­rich Böck aus Wallenrod, dem Wilhelm Wörner aus Ostheim wurden 1180 Mark, der Gutsverwal­tung Eisenbach 1170 Mark, dem Bauer Karl Köhler aus Langsdorf 1100 Mark, dem Jhs. Ritter aus Maar 1070 Mark und dem Emil Walther aus Langsdorf 1000 Mark für je einen Bullen bezahlt. Die meisten Preise lagen zwischen 700 und 1000 Mark. Diese Zahlen sind der Beweis für die hohe Leistungsfähigkeit der heimischen Viehzucht. Der Versteigerung ging eine Preisbewertung aller Tiere (Formschönheit, Milchleistung der Mütter) voraus. Für alle preisgekrönten Tiere gab es seitens der Landesbauernschaft sogennante Kaufzuschüsse.

Was vom Verkauf der Bullen gesagt werden konnte, gilt im gleichen,-ja im erhöhten Maße von der gleichfalls stattgefundenen Zuchteberoersteige­rung. hier waren es 38 Tiere die zur Versteigerung gestellt waren, davon waren 34 Stück veredelte Landschweineeber und vier deutsche Edelschweineber. Von diesen 38 Ebern wurden alle bis auf einen verkauft, und zwar zu Preisen, die weit über dem Durchschnitt der Frühjahrsoersteigerung lagen. Den

ist um weiter 100 Mann auf rund aestiegen. Die offenstehenden Fragen förderprämie seien noch nicht geklärt.

Baugeldzuteilung.

Quartals-Ausweis des Stahloereins nach, ferner fand der Bericht der Dresdner Bank über höhere Umsätze im ersten Halbjahr 1935 Beachtung. An­fangs war die Kursentwicklung nicht ganz einheit­lich, während im Verlaufe die Befestigungen über­wogen. Gesucht waren besonders einige Elektroaktien, insbesondere Gesfürel mit 124,25 bis 124,75 (122,40), in denen offenbar Aufkäufe vorliegen sollen. Fest waren ferner Siemens mit 169 (166,75), Schuckert Mit 121 (119), RWE. mit 125 (122,75) und AEG. mit 38,50 (37,75). Von Auslandswerten wurden Chade-Aktien um 3 Mark höher bewertet. Montan­papiere zogen bis 0,75 v. h. an, Hoefch gewannen 1,50 v. h. Von chemischen Werten notierten JG.- Farben mit 151,50 bis 152 (151) und Scheideanstalt mit 238 (237). Zellstoff- und Schiffahrtsaktien lagen gut behauptet, fester lagen AG. für Verkehrswesen mit 78,50 (77.50). Sonst setzten u. a. höher ein: Daimler 95,90 (94,75), Deutscher Eisenhandel 104,40 (103,50), Reichsbank 172 (171,50), AKU. 53,50 (53,25), andererseits ließen Hanfwerke Füssen 1 v. h. und Moenus Maschinen 0,75 v. h. nach.

Der Rentenmarkt hatte eine freundliche Grundtendenz, aber nur wenig Geschäft bei zumeist unveränderten Kursen. Etwas höher notierten Alt­besitz mit 111,30 (111,18), außerdem waren Städte- Alkbesitz gefragt und mäßig befestigt. Ausländische Anleihen lagen zunächst still.

Im Verlaufe war die Haltung zunächst meist weiter befestigt, während in der zweiten Börsen­stunde die Kurse einigen Schwankungen unterlagen und schließlich infolge von einigen Verkäufen über­wiegend um 0,50 bis 1 v. h. gegen den Anfang ab­bröckelten. Die Umsätze waren dabei sehr bescheiden, auch das zum Verkauf gestellte Material war nur gering. Niedriger lagen ü. a. IG. Farben, Gesfürel, RWE., Siemens, Stahlverein. Von später notierten Papieren lagen Felten, Licht & Kraft und Allgem. Lokal & Kraft je 1,50 fester, dagegen gingen Bem- berg um 2 v. h. auf 104,90 zurück.

Der Rentenmarkt lag später fast völlig geschäfts­los und Kursveränderungen traten nicht ein. Pfand­briefe lagen ruhig, Liquidationspfandbriefe notier­ten uneinheitlich, Stadtanleihen lagen überwiegend etwas schwächer, so Mainzer mit 90,50 (91), Hanau mit 89 (89,40), Darmstadt von 1926 mit 89 (89,50) und 4,5 (6) prozentige Frankfurt von 1926 mit 91 (91,50). An Auslandsrenten lagen Schweizer Bundesbahn-Anleihen 1 bis 2 v. h. höher.

Tagesgeld unverändert 2,75 v. h.

Abendbörfe still.

Die Abendbörfe war ohne Anregung und ver- kebrte auf der ganzen Linie in sehr stiller Haltung. Die festere Stimmung erhielt sich und auch die Kurse lagen im Vergleich zu den Berliner Schlußnotie­rungen zumeist gut behauptet. Für IG.-Farben zeigte sich etwas Interesse mit 151,75 bis 152,25

um gute Gedanken nicht verlegen sein. Sie sollen wissen, daß sie als

Angehörige der Hausfeuerwehr

im Ernstfall genau so ehrenvoll kämpfen, wie ihre um einige Jahre älteren Kameraden an der Front. Sie sind tüchtige Mitstreiter in der Luftschutzgemein, schäft, und sie können mit jugendlicher Frische und Unvoreingenommenheit manchen zögernden älteren Volksgenossen von der Notwendigkeit des Selbst­schutzes überzeugen.

Da im Ernstfall der größere Teil der wehr- pflichtigen Männer für den Selbstschutz in der Wohnung nicht in Betracht flfrnmt, müssen die Jungen und Mädels die Frauen und Mütter tat­kräftig unterstützen, auf denen die Hauptlast der

der betreffenden Kreisbauernfchaft wieder eirnu- reichen, die ihn über die Landesbauernschaft an die zuständige Stelle leitet. Die Angaben sind wahr­heitsgetreu zu machen; sie schließen keineswegs die Berechtigung in sich, daß die betreffenden Verteiler­gruppen mit reichsseitigen Futtermittelzuteilungen auch in Zukunft bedacht werden. Das Recht auf Zuteilung hat grundsätzlich nur der viehhaltende Bauer. Für jeden Händler und jede Genossenschaft wird es sich nun in erster Linie darum handeln, sich im Benehmen mit der zuständigen Stelle der Kreisbauernschaft sofort in den Besitz des C bungsbogens zu setzen.

Georg Jacobi aus Bernsburg wurden 310 Mark erlöst. Im übrigen bewegten sich hier die Preise zwi­schen 150 Mark und 300 Mark. Auch bei den Ebern wurde erst eine Preisbewertung nach Leistung und Formschönheit durchgeführt.

Mit dieser Zuchtviehversteigerung war auch ein Ferkelmarkt verbunden, für den 42 Tiere an­gefahren waren. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte 22 bis 25 Martz, 8 bis 10 Wochen alte 27 Mark je nach Größe und Qualität.

Die Ergebnisse der Preisbewertung.

Bullen.

(Fp = Formpreis, Lp = Leistungspreis.) Gutsoerwaltung Eifenbach 1. Fp und 1. Lp; Wil­helm Wörner, Ostheim, 1. Fp und 1. Lp; Jungvieh­weide Warthof, 1.'Fp; Jungviehweide Wenings, 1. Fp; Karl herber, Angersbach, 1. Fp; Friedrich Rodemer, Angersbach, 2. Fp und l.Lp; Heinrich Böck, Wallenrod, 2. Fp und 3. Lp; Heinrich Otter­bein, Ruppertenrod, 2. Fp; Karl Schulteis, Stan­genrod, 2. Fp; Hermann Ihrig, Lich, 2. Fp; Otto Roth, Zell, 3. Fp und l.Lp; Karl Köhler HI., Langs- . darf, 3. Fp und 1. Lp; Emil Walter, Langsdorf, 3. Fp und 1. Lp; Heinrich Marx, Nieder-Weifel, 3. Fp und 3. Lp; Karl Schäfer, Reichelsheim. 3. Fp und 3 Lp; Heinrich Schiel, Langsdorf, 3. Fp; Hein­rich Wetz III., Holzheim, 3. Fp; Eugen Weil, Ober- Hörgern, 3. Fp.

Zuchteber.

Für veredelte Landschweineber: Kurt Eurich, hutzdorf, 1. Fp und l.Lp; Karl Euler, Lau­terbach, 1. Fp und l.Lp; Wilh. Philippi, Trais- Münzenberg, 1. Fp; Karl Velten, Lang-Göns, 1. Fp; Karl Döring, Queck, 2. Fp und 2. Lp; Karl Döring, Queck, 2. Fp und 2. Lp; Wilh. Wenzel, Lang-Göns, 2. Fp; Wilh. Philippi, Trais, 2. Fp; Georg Jakobi, Bernsburg, 2. Fp; h. Brückmann, Neuhof bei Leih­gestern 3. Fp und 3. Lp.

Für Deutsche Edelschweineber: Wilh. Weil Ww., Lang-Göns, 1. Fp; Karl Luh, Lang- Göns, 2. Fp. und 1. Lp.

(152). Don Jnduftriewerten des Kassamarktes no­tierten Lindes Eismaschinen mit 128 nach 126,50 und Hafenmühle Frankfurt mit 102,50 nach 102. Von Großbankaktien stiegen Commerzbank auf 88 (87,75). Der Rentenmarkt lag noch stiller als der Aktienmarkt, bewahrte aber gleichfalls feine freund­liche Haltung. Altbesitz bröckelten jedoch mäßig ab auf 111,25 (111,40), wogegen 6proz. Stahlverem- Bonds mit 102,13 v. h. gewannen (101,90).

U. a. notierten: Altbefitzanleihe 111,25, 6proz. Stahlverein 102, IG.-Farbenbonds 124,25, 5^proz. Rhein. Liquid. 100,75, 4proz. Rumänen 4,75, Com­merzbank 88, DD-Bank 88,50, Reichsbank 172,25, harpener 111,50, hoefch 93, Rheinstahl 107,50, Stahlverein 82,25, AKU. 52,75, Bekula 142,50, Conti Gummi 153,75, Deutscher Eisenhandel 104,25, Scheideanstalt 238, Deutsche Linoleum 146, Licht und Kraft 133, Eßlingen Maschinen 78,50, IG.-Farben 151,75 bis 152,50 bis 152,25, Gesfürel 123,75, Gold- schmidt 106, Hafenmühle 102,50, Lindes Eismaschi­nen 128, Metallgesellschaft 106,50, RWE. 124,25, Schuckert 120,50, Siemens 170, Südd. Zucker 209, Schöfferhof 161, Reichsbahn-DA. 123, hapag 16,13.

Frankfurter Schlachtviehmarkt

Frankfurt a. M., 10. Okt. Auftrieb: Rinder 54 (gegen 34 am letzten Donnerstagmarkt), dar­unter 9 Ochsen, 19 Kühe, 26 Färsen. Zum Schlacht­hof direkt: 3 Ochsen, 3 Bullen, 3 Kühe und 4 Färsen. Kälber 661 (617), Schafe 223 (145), Schweine 126 (105). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 67 bis 70 (am 3. Oktober 66 bis 70), b) 63 bis 66 (60 bis 65), c) 56 bis 62 (54 bis 59), d) 47 bis 55 (45 bis 53). Lämmer und hämmel b2) 43 bis 44 (42), c) 42 (4041), d) 40 bis 41 (38 bis 39). Schafe e) 39 bis 40 (38 bis 40), f) 36 bis 38 (34 bis 37), g) 30 bis 33 (). Schweine al), a2 54 (54), b) 54 (54), c) 54 (54), d) 54 (54). Marktverkauf) Kälber, hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftand zwei Kühe.

Schweinemarkt in Homberg.

. Homberg (Ohm), 10. Okt. Der gestrige Schweinemarkt war mit 301 Ferkeln beschickt. Für sechs bis acht Wochen alte Ferkel zahlte man 18 bis 22 RM., für acht bis zehn Wochen alte 20 bis 26, für zehn bis zwölf Wochen alte Tiere 25 bis 30 RM. je Stück. Der handel verlief schleppend, es verblieb geringer Ueberftand.

Schweinemarkt in Friedberg.

* Friedberg, 10. Okt. Der heutige Schweine­markt hatte einen stattlichen Auftrieb zu verzeich­nen. Die angefahrenen 697 Ferkel wurden fast rest­los abgefetzt. Es wurden folgende Preise gezahlt: für sechs Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, sechs bis acht Wochen alte 15 bis 18, acht bis zwölf Wochen alte Tiere 18 bis 25 Mark.

Ankauf von Industriegerste beim Erzeuger.

Fwd. In Abänderung der Bekanntmachung vom 26. 8. 1935 wird vom Getreidewirtschaftsoerband Hessen und Nassau nunmehr bestimmt:

Die Gebühr für die Freigabe von Gerste zu Jn- dustriezwecken wird für alle Einkäufe vom Erzeu­ger ab 1. Oktober 1935 von bisher 1 Mark je Tonne auf 0,50 Mark je Tonne ermäßigt. Die bei der Be- und Verarbeitung von Industriegerste anfallenden Reinigungsabfälle (Halbkörner, Sortier- und Schwimmgerfte) können ohne besondere Erlaubnis des Getreidewirtschaftsverbandes zu Futterzwecken unter Zugrundelegung der Festpreise und Zu- und Abschläge veräußert werden. Dagegen darf Gerste, die zu Industriezwecken freigegeben wurde, nur dann als Futtergerste verwandt werden, wenn der Getreidewirtschaftsverband Hessen und Nassau hierzu die Erlaubnis gibt. Für derartige Erlaub­niserteilungen werden Gebühren nicht berechnet.

Der Eifensteinbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen im September.

Fwd. Förderung und Absatz iift Monat Septem­ber zeigen absolut einen kleinen Rückgang, arbeits­täglich ist der Stand vom August gehalten. Die Förderung betrug 72 969 (77 016) Tonnen, der Ab­satz 77 043 (85 324) Tonnen. Die Vorräte sind in­zwischen auf rund 59 000 Tonnen zurückgegangen, gegenüber dem Höchststand von einer viertel Mil­lion Tonnen im Februar 1932. Auch im Monat September wurden in Summa rund 1000 Bohr­meter niedergebracht. Die Zahl der Beschäftigten

Oie Rechte des Gauwirtschastsberaters

Die Kammer für Handelssachen am Landgericht in Hagen hat unter dem Vorsitz des Landgerichts­direktors Holterdorf in einem wirtschaftlichen Prozeß, in dem es im wesentlichen um die Stellung des Gauwirtschastsberaters der NSDAP, ging, ein arundsätzliches Urteil gefällt. Der Gauwirtschafts­berater der NSDAP, hatte aus zwingenden Grün­den die Mitgliederversammlung eines Jndustriever- bandes einberufen, zu deren Einberufung nach den Satzungen nur der Geschäftsführer (Treuhänder) des Verbandes berechtigt war. In dieser durch den Gau­wirtschaftsberater einberufenen Versammlung Wurde der Treuhänder von seinem Posten abberufen. Auf die Klage des Jndustrieverbandes hatte nun die Kammer für Handelssachen zu entscheiden, ob die Beschlüsse der Versammlung gültig seien, insbeson­dere ob die Abberufung des Verbandstreuhänders rechtswirksam erfolgt fei. Die Kammer für Handels­sachen hat in ihrem Urteil die Gültigkeit der Ver­sammlungseinberufung und die Rechtswirksamkeit der Abberufung des Verbandstreuhänders bestätigt. In der Urteilsbegründung betonte das Gericht, daß die Befugnisse des Gauwirtschastsberaters heute zwar noch nicht gesetzlich geregelt seien. Wesentlich aber sei, daß der Gauwirtschaftsberater eine Insti­tution der NSDAP, und damit eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, noch dazu eine Körper­schaft, die nicht nur organisatorisch in den Staat eingegliedert ist, sondern vielmehr das Wesensge- füge des Staates bildet und den Staat trägt. Die Handlungen des Gauwirtschastsberaters seien Aus­fluß einer Machtbefugnis, die sich aus der Stel­lung der NSDAP, als Trägerin und Erhalterin des Staates ergebe. Aus feinem Amt heraus sei der Gauwirtschaftsberater zweifelsstei zu feinem Ein­griff befugt gewesen, so daß man feine Handlung auch nicht, wie von dem klagenden Jndustrieverband geschehen, als die eines unbeteiligten Dritten abtun könne.

Mängel bei der Stellung von Anträgen aufErteilungeinerDevisenbescheinigung

Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt uns auf Veranlassung der Reichsstelle für Devisen­bewirtschaftung mit:

Aus Kreisen der Wirtschaft wird vielfach darüber Klage geführt, daß beantragte Devisenbescheinigun­gen und sonstige devisenrechtliche Genehmigungen nicht rechtzeitig erteilt würden und daß sich durch solche Verzögerungen häufig Geschäfte mit dem Ausland zerschlügen. Solche Verzögerungen sind vielfach nicht auf die zu langsame Arbeitsweise der Ueberwachungs- und Devisenstellen, sondern darauf zurückzuführen, daß die Anträge unvollständige An­gaben enthalten ober zunächst bei einer nicht zu­ständigen Stelle eingereicht werden. Es wird daher allen beteiligten Wirtschaftskreisen empfohlen, in ihren Anträgen genaue und vollständige Angaben zu machen, die Anträge sogleich an diejenige Stelle zu richten, die für die Entscheidung zuständig ist, und sich in allen Zweifelsfällen vor der Stellung von Anträgen bei ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer über das einzuhaltende Verfahren zu unterrichten.

Erhebung des Futtermittelbedarfes.

Fwd. Die sichere Deckung des Bedarfes der nicht im bäuerlichen Betrieb selbst erzeugten Futtermittel erfordert eine strenge und gerechte Verteilung der durch Händler und Genossenschaften an die bäuer­lichen Betriebe zur Verteilung kommenden Futter­mittel, vor allem des eiweißhaltigen Futters. Um über den Bedarf der einzelnen Genossenschaften und Händler ein klares Bild zu bekommen, hat der Reichsnährstand hierüber eine Erhebung bei den Händlern und Genossenschaften angeordnet. Sie soll vor allem auch die Verteilung der Futtermittel durch das Reich über die Verteilerfchaft an die Bauern gewährleisten. Jeder Händler bzw. jede Genossen­schaft muß deshalb fofort einen Erhebungsbogen von der zuständigen Kreisbauernfchaft anfordern. Dieser Erhebungsbogen ist bis zum 15. Oktober 1935

Die Oeffentliche Bausparkasse für Hessen (Abtei- luncj der Landeskommunalbank - Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm am 8. Oktober in An­wesenheit einer Anzahl von Bausparern und Ver­tretern von Sparkassen ihre zwölfte Baugeldzutei­lung vor. Ausgelost und zugeteilt wurden diesmal 51 Verträge über 242 000 Mark, so daß nunmehr nach 6jährigem Bestehen der Bausparkasse im gan­zen 319 Verträge mit 1567 000 Mark ausgelost sind. Alle Oeffentlichen Bausparkassen haben bis zum 31. August 1935 rund 121 Millionen Mark dem Bau- und Hypothekenmarkt zugeführt.

Die nächste Baugeldzuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse für Hessen findet voraussichtlich An­fang April 1936 mit Stichtag 31. März 1936 statt. Zuteilungsberechtigt sind alle Bausparer, deren Verträge spätestens am 1. Januar 1936 (bei Tarif 25 am 1. Juli 1935 und bei Tarif 18 am 1. Dezem­ber 1935) beginnen und mit Einzahlung nicht im Rückstand sind.

Zhein-Mainische Börse.

TMttagsbörfe leicht befestigt.

Frankfurt a. M., 10. Okt. Die Börse .. im Anschluß an den Abendbörsenoerkehr weitere Erholung am Aktienmarkt. Das Geschäft war im ganzen gesehen klein, nur auf einigen Spezial­gebieten erreichten die Umsätze etwas stärkeres Aus- .......

maß. Es erfolgten einige Rückkäufe, daneben waren Höchstpreis mit 315 Mark erzielte ein deutscher aber auch von der Kundschaft Interessenkäufe vor- Edelschweineber des Bauern Karl Luh aus Lang- I Händen. Von wirtschaftlichen Momenten wirkte der'Göns, für einen veredelten Landfchweineber des

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. ReichsbankdiskoGt 4 v. h., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a.201

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börsc

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag, börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

'Oatum

9.10.

10.10-

9.10.

10.10.

Datum

9-10.

10.10.

9-10.

10-10

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1984 5yt% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Abloi.-Schuld mit

Ausloi -fRprhtpn

100,4

97 102,75

111,13

100

95,75

96,13

100,5

115

96,25

100,5

100,75

97

97

107,3

27

8,9

8,75

8,9

10,25

100,25

97,4 102,5

111,25

100

96

96,13

100,5

91,5

115,3

96,25

100,4

100,75

97

97

107,3

27

1,25

9,1

8,9

10,25

100,13

97,3 102,75

111,25

100,1

115

100,65

97

97

107,3

28

9

8,6

8,25

10,25

10

100,13

97,5

103,5

111,4

100,2

115

100,5

97

97

107,3

28

1,3

9,2

9,1

9,05

10,3

10,5

4 5

4 4

2

L < 9 4 L G 9

3 9

8 8 Q L § 8 8 C (

1

2 5 (

% vesgl. Serie 11 .............

5,7

4,6

38,8

16

18

77,5

111

88

88,5

88,5

171,5

37,75

142,4

110

131,5

104

122,4

122,75

119

166,75

100

105,5

111,5

91,75

160

125

89,75

85,4

5,75

8,5

4,75

38,8

16,13

18

78

111,65

88

88,5

88,5

172,25

38

142,5

110

133

105,5

123,75

124,25

120,5 170

131,5

101

105,5

111,5

93

160

124

90,5

85,5

10 5,65

4,75

38,9

16

18

78

111,9

88

88,5

88,5

172

37,9

142,65

110

130,75

104

123,75

131

122,5

119,75

167

130,5

101

106

111,5

91,75

124,5 89,25

85,25

10,5

5,65

8,6 4,75 38,5

16,13

28,75

18

78,5

112

88

88,5

88,5

172,5

38,13

142,65

110,5 132,75 105,75

123,75

133,5

124

121

170,25 130,75

101,4

106

111,75

93

159

124,75

90

85,13

% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903 yrA»Ruinän.vereinh.Rentev.l91S % Rumänische vereinh. Rente .. yt% Anatolier ...............

4x/t% Deutsche Reichspostschatz an-

»amburg-Amerika-Paket ..... 0 lamburg-Südam. Dampfschiff. 0 'orddeutscher Lloyd .........0

.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 berliner Handelsgesellschaft ... 6 ommerz- und Privat-Bank ... 0 deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

dresdner Bank..............0

ieichsbank ........ 12

L@.®......................0

Zekula.................... 10

4ektr. Lieferungsgesellschaft... 5 icht und Kraft ........... 6 ya

eiten & Guilleaume......... 0

Sesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 cheinische Elektrizität ........6

ihein. Wests. Eleltr..........6

Schuckert L Co............... 4

Ziemens L Halske............7

ahmeyerL Co.............. 7

Subern« ................ 0

putsche Erdöl...... 4

Gelsenkirchener..............0

6% ehem.8% Hess. Volk'sstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

4yt% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold N. 12........

6y,% ehem. Hess. Landes-Hypo« thekenbank Darmstadt Liaui ...

4Vi% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Eammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4%% ehem.8% Franks. Hyp.°Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6Vi% ehem. 4)4% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

6y,% ehem. 4yt% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4)4% ehem. 8% Pr. Landespfand­briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

<y.% ehem. 7% Pr. Landespfand-

vriefanst., Gold Komm. Obl.VI tzteuergutsch.Berrechnungsk. 35-39

4% Oesterretchtsche Goldrente....

4,20% Oesterreichische Silberrente

]

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

hoefch EisenKöln-Neueste» .. 0

slse Bergbau ...............6

Nie Bergbau Genüsse........6

tlödnerroerle .............

Rannesmann-RSHre» ........ 0

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I........

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Miiiag- börse

Datum

9.10.

10-10-

9-10.

10-10.

Mansselder Bergbau ..

.. 8

117

117

116,75

117

Kokswerke...........

e e e e e

.. 6

116,75

117

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen

.. 0

-

12

215,25

215,65

215,5

Rheinstahl ...........

84

107,25

107,5

107,5

107,9

Vereinigte Stahlwerke.

.. 0

82

82,25

81,4

82,13

Otavi Minen ........

.. 0

18,5

18,5

18,5

18,65

Kaliwerke Aschersleben.

.. 5

132

130

131

Kaliwerke Westeregeln .

« e e

.. 5

122

122

125

Kaliwerke Salzdetfurth

.....

ry.

183

182

182,5

182,75

I. G. Farben-Jndustri«

_____

.. 7

151

152,5

150,5

152

Scheideanstall........

.. e

237

238

Goldschmidt .........

.. 0

105

106

105,25

106

Rütgerswerke........

.. 4

113,75

114,5

114,25

114,25

Metallgesellschaft......

.. 4

107

106,5

107

106

Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt..

.. 0

91

91

90,25

91,25

e » ä e.

.. 6

116,5

116,75

-

.. 4

130

130

-

Schultheis Patzenhoser

.. 4

_

104,75

105,5

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

53,25

52,75

53,25

53

Bemberg............

.. 0

107

105,4

106

105

Zellstoff Waldhof.....

.. 0

109

109,25

108,5

110,25

Zellstoff Aschaffenburg

.. 0

79,5

79,75

79

80,25

Dessauer Gas ........

.. 7

124,75

127

Daimler Motoren.....

.. 0

94,75

95,5

95,13

95,5

Deutsche Linoleum ....

.. 6

146

146

146

146

Orenstetn L Koppel ...

.. 0

80,75

81

Westdeutsche Kaufhof..

.. 0

24,4

24,4

24,9

24,75

Chade ...............

.. C

295

299

296

294,5

Accumulatoren-Fabrik

. 12

173

173

Conti-Gumml........

.. 8

150,75

153,75

154,5

Gritzner.............

.. 0

1 29,5

1 29,5

30

Mainkraftwerke Höchst a.öL.

.. 4

91

Süddeutscher Zucker ..

.. 1

1 ->09

209

209.5

209

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

9.Oktober

10-Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

1 Brief

Buenos Atrer

0,678

0,682

0,678

0,682

Brüssel.....

41,96

42,04

41,97

42,05

Rio de Jan. .

0,144

0,146

0,144

0,146

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,39

54,49

54,43

54,53

Danzig.....

46,81

46,91

46,81

46,91

London

12,18

12,21

12,19

12,22

Helsingfor»..

5,365

5,375

5,37

5,38

Paris ......

16,375

16,415

16,375

16,415

Holland ....

168,03

168,37

168.16

168,50

Italien.....

20,24

20,28

20,24

20,28

Japan ......

0,710

0,712

0,711

0,713

Jugoslawien

5,674

5,686

5,674

5,686

Oslo.....:

61,16

61,28

61,20

61,32

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,045

11,065

11,05

11,07

Stockholm...

62,80

62,92

62,84

62,96

Schweiz ....

80,90

81,06

80,92

81,08

Spanien....

33,94

34,00

33,90

33,96

Prag.......

10,305

10.325

10,305

10,325

Budapest ...

Neu York ...

2,486

2,490

2,486

2,490

Bantnoten.

Berlin, 10-Okiober

Gelb

Bries

Amerikanische Note».......

2,438

2,458

Belgische Noten...........

41,80

42,00

Dänische Noten ..........

54,22

54,44

Englische Noten ..........

12,155

12,195

Französische Note«........

16,325

16,385

Holländische Noten........

167,74

168,42

Italienische Noten.........

19,46

19,54

Norwegische Noten .......

61,04

61,28

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten........

*

Schwedische Noten........

62,67

62,93

Schweizer Noten..........

80,74

81,06

Spanische Noten..........

33,54

33,68

Ungarische Note» .........