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Nr 258 Erstes Blatt

185. Jahrgang

Zreitag.ll. Oktober 1955

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Die Kampflage an der abessinischen Aordfronl

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flaschen). Ohne seine eigene Kriegspraxis zu wider­rufen, könnte England dem nicht im geringsten widersprechen. Erst kürzlich b e st ä t i g t e ein Fach­aufsatz in derMorning Post" (25.9.) ausdrücklich diese Rechte, an denen England gegen allen Wider­stand der Neutralen stets festgehalten habe. Ja, es würde bei dieser Gelegenheit für ebenso möglich gehalten, daß Italien alle überhaupt auf afri­kanische Häse n", einschl. Aegypten, Ost-, Süd- und Südwestafrika laufenden Ladungen in solcher Weise beanstanden könne, wenn es den Verdacht habe, daß sie ineinheitlicher Reihe", wie das See­recht sagt, für Abessinien bestimmt sind. Das durchaus legale Verfahren bestände dann darin, solche Schisse in See anzuhalten, sie zu un­tersuchen, was meist an Ort und Stelle nicht mög­lich ist, und sie nach italienischen Häfen zur genaueren Prüfung und etwaigen Aburteilung durch ein Prisengericht einzubringen. Wer sich des Widerstandes der Neutralen im Weltkrieg gegen sol-

immer größer werdenden Gefahr entgegenzutreten. Italien könne sich auf die Völkerbundssatzung, näm­lich auf Art. 1 (Fähigkeit zur Mitgliedschaft), Art. 22 (Behandlung der eingeborenen Bevölkerung) und Art. 16 Abs. 4 (Ausschluß von Mitgliedern) berufen.

Das Recht Italiens werde durch die Verträge zwi- chen den drei angrenzenden Mächten erwiesen. Diese Verträge seien durch das englisch-italienische Abkommen von 1925, also nach der Entstehung des Völkerbundes und nach dem Eintritt Abessiniens in den Völkerbund, b e st ä t i g t worden. Daraus er­gebe sich, daß das italienische Uebergewicht in Abes- inten weder durch die Völkerbundssatzung, noch durch die Aufnahme Abessiniens aufgehoben wor­den sei.

Italien dürfe mit lauter Stimme fragen: Warum hat man weder im chinesisch-japanischen Konflikt, noch im Konflikt zwischen Bolivien und Paraguay, obwohl in beiden Fällen eine Paktverletzung fest­gestellt wurde, jemals von Sanktionen gesprochen? Müsse sich angesichts dieser Saisonpolitik jeder ver­nünftige Mensch nicht fragen, welche Einflüsse auf den Völkerbund einwirken, um ihn zur Anwendung eines so verschiedenen Verfahrens zu treiben?

Wenn der Völkerbund still stehl, so wird die Geschichte.'die man nicht mit Sanktionen zwin­gen kann, ihren Weg gehen, denn ihr Weg ist das Leben. Italien ist überzeugt, daß es in diesem Falle nicht nur seinen eigenen Kamps trägt, sondern auch den des Völkerbundes, denn es gilt, seinen Geist der lebendigen Wacht ver­herrlichen gegen seinen Buchstaben, der tötet. Dieses Italien hat den berechtigten Stolz, dem Völkerbund den zuverlässigen Weg zum Leben und Wirksamwerden zu zeigen. Dieser Weg ist durch zwei Grundsätze gekennzeichnet: 1. Ent­schlossenes Beiseitelassen der Politik mit zweier­lei Waß, 2. Herstellung der Harmonie in der Gesamtheit des Paktes. Der Teil, der sich auf die Entwicklung bezieht, muß in Ein­klang gebracht werden mit demjenigen, der der Erhaltung des Bestehenden gewidmet ist, damit so die ganze Wirksamkeit erreicht wird, die notwendig ist, um mit der Geschichte Schritt zu halten und den neuen Situationen gerecht zu werden, die sich ständig entwickeln, und die mangels dieser Elastizität die sicherste Quelle von Konflikten werden. In voller geistiger und materieller Entwickelung, eingeschnürt durch geschichtliche Wechselfälle und internationale Einschränkungen erstickt Italien auf seinem engen Gebiet. Italien ist das Land, das vor der Versammlung der Staaten seine Stimme erheben muß, der große Prole-

Seit Beginn der Feindseligkeiten an der abessinischen Nordfront wird der Name des abessinischen Heer­führers Ras Seyoum, des Königs von Tigre, genannt. Unser Bild zeigt Ras Seyoum (links) mit einem seiner Unterführer im landesüblichen Kriegs­schmuck. (Scherl-Bilderdienst-M.)

(Funkspruch des Kriegsberichterstatters des DNB.) Asmara, 11. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der linke Flügel der italienischen Streitkräfte unter Ge­neral Santini drückt von Edaga Jwus auf M a -

tarier unter den Völkern, der rechligkeit verlangt.

Die Billigung

des Msbeschlusses.

ches Verfahren erinnert, oder des Gemütszustandes in Deutschland 1899/1900, zur Zeit des Burenkrie­ges, als drei deutsche Postdampfer in dieser Weise von England behandelt wurden, wird vielleicht er­messen, wie die Wirkung auf England gegenwärtig einzuschätzen wäre. Damit nicht genug, entsteht die stachliche Frage des Untersee­boots als Handelskreuzer, die hier prak­tisch dieselbe ist wie im Weltkriege, da Italien (und Frankreich) dem von England, Amerika, Japan und Deutschland ausgesprochenen Versprechen nicht beigetreten ist, mit U-Booten nach Prisenrecht zu handeln, wie mit Kreuzern. Ein Dampfer leistet Widerstand oder will fliehen, und der erste Torpedo zieht seine Furche und sprengt den mühsam gehal­tenen Frieden in die Luft. Somit erkennt man, w i e eng die Zone zwischen wirksamen Sanktionen und Krieg ist, und wie schnell sie überschritten wer­den kann.

England wünscht schnelles Handeln.

Ministerpräsident Laval betonte dann die Völ­kerbundstreue Frankreichs und unterstrich zugleich feine Freundschaft zu Italien. Aus diesen Gründen werde Frankreich zugleich mit der Anwendung des

keile, wo Ras Selassie G u g s a mit abessinischen Truppen untätig steht. In italienischen Kreisen ver­lautet, daß dies vermutlich auf politische Gründe zu­rückzuführen sei, da Ras Gugsa mit Ras Seyoum verfeindet fein soll. Hingegen lei­sten die Streitkräfte von Ras Seyoum dem ita­lienischen Vormarsch Widerstand. Die italienische Mittelgruppe unter General Biroli steht zur Zeit hinter Amba Augher. Der rechte italienische Flügel unter General Maravigna hält die Höhen und Täler in der Umgebung Aduas be­setzt. In allen Frontabschnitten finden V o r - postengefechte statt. An der durch den Setit Takkaze-Fluß gebildeten Eritrea-Grenze wer­den von den kriegerischen abessinischen Stämmen andauernd U e b e r f ä 11 e auf die italienischen ein­geborenen Truppen unternommen.

Von italienischer Seite sind noch immer keine genauen Angaben über die eigenen Verluste zu erhalten, was damit begründet wird, daß viele bei den letzten Kämpfen eingesetzte Abteilungen noch vermißt werden. Eine Zahl von 60 Toten und 200 Verletzten dürfte jedoch nicht zu hoch gegriffen fein. Der Berichterstatter des DNB. hatte Gelegen­heit, sich mit General Santini, dem Führer des linken italienischen Flügels, zu unterhalten. Er erklärte, man rechne mit einem Gegenstoß der Abes­sinier bei Adua. Man beschäftige sich daher mit dem Ausbau der erreichten Stellungen. Die Grenz­bevölkerung, die zu einem Drittel aus Muselmanen und zu zwei Dritteln aus Kopten besteht, habe die italienischen Truppen freundlich ausgenommen. In Adigrat seien sämtliche Häuser mit weißen Fahnen beflaggt und die Versorgung der italienischen Trup­pen durch die eingeborene Bevölkerung mit frischem Fleisch gesichert gewesen. General Santini verwies noch darauf, daß er bei der Katastrophe von Adua im Jahre 1896 als junger Leutnant das Fort von Adigrat räumen mußte und daher persönlich große Genugtuung empfinde, nun als kommandierender General die italienische Flagge wieder hissen zu können.

Marschall Badoglio auf dem Wege nach Offaftika.

Neapel, 11.Okt. (DNB.) Marschall Badog- l i o , der G e n e r a l st a b s ch e f des Heeres, und L e f \ o n a, der Unterstaatssekretär für die Kolo­nien, haben sich an Bord des DampfersBianca- mano" nach Ostafrika eingefchifft.

Vach der Rede Aloisis stellte Dr. Venesch fest, d<?ß keine weiteren Wortmeldungen zu der allge­meinen Sanktionsfrage vorlägen. Er erklärte, daß die Versammlung mit Ausnahme Oester­reichs und Ungarns, die ihren Widerspruch geäußert hätten, und mit Ausnahme Ita­liens, dessen Erklärung die Versammlung wär-

Ein Genfer Gankiionsausschuß.

Die Völkerbundsversammiung betraut einen Ausschuß mit dem Aufffellen eines Plans für Gühnematznahmen gegen Italien.

oder bewaffnete Begleitung zu schützen suchen, der erste Schuß kann jederzeit losgehen. Kann eine Sanktionsmacht, mit der man nicht Kriegserklärun­gen ausgetauscht hat, überhaupt solches Prisenrecht ausüben? Das Völkerrecht spricht es nur Krieg­führenden zu, keinem andern. Soll die Ausübung also den Krieg' bedeuten, den alle vermeiden wollen?

Aber auch Italien als tatsächliche kriegführende Macht (freilich ohne Kriegserklärung, ein zweifel­hafter Fall) ständen und stehen heute schon Rechte zu, die an die Gefahrengrenze führen. Es ist be­fugt, seinerseits das Prisen- und Unter­suchungsrecht über alle Güter und Schiffe auzuüben, die für Abessinien bestimmt sind, und sie zu beschlagnahmen, wenn sie Kriegsbann­ware enthalten, und zwar Bannware im weitesten Sinne, die es ebenso nach eigenem Ermessen defi­nieren kann, wie es England im Weltkriege tat (damals bis herab zu Gummilutschern für Saug-

ift es wesentlich, daß schnell gehandelt wird. Das ist die Verantwortung des Völkerbundes, eine Verantwortung, die auf der Menschlichkeit beruht, denn wir dürfen nicht vergessen, daß in diesem Augenblick ein Kriegtatsächlich im Gange ist. Wir müssen deshalb in dem Handeln, das unsere Paktverpflichtungen uns vorschreiben, fest bleiben. Aber dabei streichen wir kein Jota von unserem Wunsche nach einer baldigen und fried­lichen Beilegung dieses Konfliktes in Übereinstim­mung mit den Grundsätzen des Paktes.

Die Vorbehalte der Schweiz.

Der schweizerische Bundesrat Motta erklärte, daß die Schweiz dem Beschluß des. Völkerbunds­rates zugestimmt habe. Er müsse jedoch, was Sinn und Tragweite der Beteiligung der Schweiz an Sanktionen anbelange, auf die besondere Lage seines Landes Hinweisen. Durch die Londoner Erklärung vom 13. Januar 1920 sei die Schweiz von der militärischenHilfe- leistung bei Sanktionen befreit worden. Was der wirtschaftlichen und finanziellen Sank­tionen anbelange, so seien hier die von der Völker­bundsversammlung im Jahre 1921 angenommenen Richtlinien ausschlaggebend, die für Staaten, die sich gegenüber dem paktbrüchigen Staat in einer beson­deren Lage befänden, Ausnahmen vorsähen. An Sanktionen, die durch ihre Natur die schweize­rische Neutralität in Frage stellten, könne die

müssen".

Was sind wirksame wirtschaftliche Sanktionen, und wie werden sie ausgeführt? Die E i n st e l - lung aller Lieferungen an Italien hätte gewiß eine starke Wirkung, wie ein Blick auf sei­nen Einfuhrbedarf von rund 24 Millionen Tonnen im Jahr zeigt, darunter an hervorragender Stelle der Menge nach: Kohlen, Chemikalien, Erze, Stahl und Eisen, Kupfer, Textilien, Zellulose, Mo­torenbrennstoffe, Lebensrnittel, und nicht weniger wichtig der Bedeutung nach: Zinn, Veredelungs­minerale u. a. In allen diesen Rohstoffen ist seit Beginn dieses Jahres die Einfuhr gestiegen, aber nicht in solchem Maße, daß große Lager gebildet werden konnten. Mussolini hat-versichert, daß Ita­lien seine wirtschaftliche Abschnürung mit Geduld und Opfermut tragen werde, aber wenn Frank­reich sich, zur tiefsten Enttäuschung Italiens, dem allgemeinen Verfahren anschließt, so ist das Ent­stehen einer Notlage für die abessinische Krieg­führung abzusehen.

Um zu beurteilen, wie Italien solche Notlage hin­nehmen würde, ob nur, mit Geduld und Opfermut, und ob es sich dadurch zur Beendigung seines Feld­zuges zwingen lassen würde, wäre ein tiefer Ein­blick in die innersten Gedanken des Duce erforder­lich. Seine Worte, die die Nation feit dem ver­fehlten Panthersprung auf Korfu 1923 zu Helden­tum und Größe aufzurütteln suchen, sind kaum zweideutig. Jenes Abenteuer nannte er denW a r- nungsschuß vor den Bug" für Europa auf Italiens Nöte zu achten. 1926 hieß es: ,M l r hungern nach Land, denn mir sind fruchtbar und wollen es bleiben". Mai 1926: Imperia­lismus ist der Ausdruck italienischer Wurde . November 1926:Italien verlangt S o n n e u n d Raum und wird sie sich nehmen . April 1932. Der römische R e i ch s g e d an k e hat eme gei­stige und sittliche Bedeutung . Marz 1934:Es ist nicht die Rede von Eroberungen, sondern oonna = türlicher Expansiv n". Ende 1934:Wir wer­den zusehends eine militärische, ja eine milita = ristische Nation, will ich hinzusugen, denn wir fürchten uns nicht vor Worten . Jütoi Niemand kann die unerträgliche Anmaßung haben, uns in unseren Vorsichtsmaßregeln z stören". Juni 1928:Was man braufeen Jagt, 11 uns gleich", usw., und immer wieder die Strch- worte:Raum, Sonne, Sicherheit . Laßt man die Entschlossenheit aller dieser Kundgebungen auf sich wirken, so fällt es schwer, zu glauben, dafe ihr Ur­heber sich durch wirtschaftliche Sanktionen zur Auf­gabe seines nationalen Lebenszieles bewegen lassen wird, ohne Widerstand zu leistem ~

Die Sanktionsmächte wurden ohne Zweifel Sorge fragen, ihre auf Italien bereits laufenden Schiffs­ladungen, die nicht mehr fern vom Ziel sind nicht zurückzurufen ober anzuhalten, sondern sich darauf beschränken, weitere Sendungen zu verbieten. Aber die Italiener würben unb mußten versuchen wei­tere Labungen hereinzubringen, Labungen verschie­dener Herkunft, von italienischen oder anderen Ver­schiffern im Ausland, denn der Gewinn wird, wie mmer die Lücken der Verbote und Vertrage zu passieren ^suchen. Damit entsteht für die Genfer den Rat jetzt föon varzujchlagen verpflichtet. E- SS ssa

Genf, 10 Okt. (DNB.) Der Völkerbund jetzte die Aussprache über die Frage der Sühnemaßnah­men fort. Der italienische Vertreter Baron Aloisi kritisierte zunächst, daß die italienische Denkschrift über die abessinischen Zustände überhaupt nicht be­rücksichtigt worden sei und daß man dem italieni- chen Vertreter nach Ausbruch der Feindseligkeiten keine Zeit zu einer wohlvorbereiteten Stellung­nahme gegeben habe. Nachdem Italien nicht mehr auf die Unterstützung des Völkerbundes zur Garan­tierung seiner Sicherheit und zur Anerkennung sei­ner Rechte rechnen konnte, habe es für notwendig befunden, s i ch ausschließlich auf feine eigenen Mittel z u verlassen, um einer

Zwischen Sanktionen und Krieg.

Von Konteradmiral a. D. Gadow.

Nachdem der Völkerbund sein Urteil über Italien als Angreifer gesprochen hat, erhebt der Sank­tionsartikel 16 des Statuts sein Haupt. Zu­nächst freilich nur schüchtern, muß man sagen, unter Einschaltung vieler Widerstände und Bedenken, die die Satzung in ihrem klaren Wortlaut nicht kennt. Setzen wir jedoch den Fall, daß alle Versuche, die­sen bitteren Folgen eines Vertragswertes auszu­weichen, das gegen ganz andereFrie­densbrecher" gedacht war, fehlschlagen, daß Frankreich sich dem englischen Drängen aufwirk­same" Sanktionen trotz aller Winkelzüge nicht e n t z i e h en kann. Mit welcher Entwicklung muß dann gerechnet werden. Wird die Politik dann noch im Stande sein, den technischen Ablauf der Maß­nahmen zu steuern, ober wirb sie, ähnlich wie in der Mobilmachung von 1914, zum Sklaven ihres Apparates werben müssen? Behält ber englische Ex-Minister Austen Chamberlain Recht, wenn er sagt, Sanktionen müssen b e n Krieg auslösen?

Die Träger ber gegenwärtigen wichtigen Ent- scheibungen sinb sich barüber einig, baß zunäch st nur wirtschaftliche Sanktionen in Frage kommen bürfen. Die Mitglieder bes Völkerbunbes Haden banachalle Hanbels- unb Finanzbeziehun- gen" zum Verletzer bes Friebens abzubrechen, eben­so alle Verbinbungen zwischen ihren unb ben Staatsangehörigen besanberen". Die Ver­einigten Staaten , obgleich nicht Mitglieb, haben biesen Schritt annähernd getan, inbem sie bie Munitionslieferungen untersagten, bie Waffenaus­fuhrkontrolle einrichteten unb allegeschäftlichen Transaktionen" ihrer Bürger mit Italien unter eigenes Risiko stellten, b. h. ihnen ben Schutz bes (Sternenbanners entzogen, ber sie 1917 in ben Krieg rife. Die übrigen Staaten wollen nach einem g e - meinjamen Plan verfahren, von bem Eng- I a n b unb ber ganze Sinn bes Verfahrens verlangen, baß sieschnell unb wirksam sein unb zur balbigen Beenbigung bes Krieges führen

Paktes bie Bemühungen um eine söhnung fortsetzen. Der britische Völker­bundsminister Eden erklärte: Man wird jetzt ver­stehen, daß die auswärtige Politik der britischen Regierung fest gegründet bleibt auf der Mit­gliedschaft im Völkerbund, weil durch Aufrechterhaltung dieser Organisation ber Triebe erhalten werben kann. Der Krieg ist ein Ana­chronismus, unb bie Menschheit wirb erst bauern­bas Glück finben, wenn sie auf seine trügerischen Lockrufe enbgültig verzichtet hat. Wenn bie Kultur weiter bestehen soll, so müssen wir in der Pra­xis schaffen, was wir im Grundsatz ver­urteilt haben. Jetzt muß zum Handeln ge- schritten werden. Es ist Sache der Mitglieder des Völkerbundes, gemeinsam zu bestimmen, wie gehandelt werden soll. Im Namen der britischen Regierung erkläre ich unsere Bereitschaft, unse­ren vollen Anteil an einer solchen Aktion zu übernehmen. Da es unsere Pflicht ist zu handeln, Schweiz nicht teilnehmen.

3ta!ien$ SetfeiNgunfl in Sens.