ferreihe, denen hauptsächlich der Sieg zu verdanken ist. Der Gegner war körperlich überlegen und eifrig.
Die Höhe des Ergebnisses im zweiten Spiel kommt überraschend. Das Zusammenspiel der Mto.-Mann- schäft klappte trotz der kombinierten Aufstellung recht aut, und so kam es, daß der Gegner nur in der ersten Viertelstunde das Spiel halten konnte. Dann war der Bann gebrochen, und die Tore sielen wie reife Früchte in regelmäßigen Abständen. In die Torfolge teilten sich alle fünf Stürmer gleichmäß'g, ein Beweis der guten Zusammenarbeit. Die Läuferreihe zeigte sich jeder Situation gewachsen. Die Verteidigung hatte nur in der ersten Halbzeit Gelegen- heit, ihr Können zu beweisen. Der einstige Jugenü- tormann bestand seine Probe ebenfalls gut. Die Platzherren kämpften trotz der hohen Niederlage bis zum Schluß unverdrossen weiter und konnten auch das Spiel ziemlich offen gestalten.
Modellflugzeug-Wettbewerb auf der Hirzenhainer Höhe.
Auf der Hirzenhainer Höhe wurde von den Schulen des Dillkreises ein in diesem Umfange noch nicht erlebter Modellflugzeugwettbewerb durchgeführt. An ihm nahmen über 2500 Kinder mit 208 Flugzeugmodellen teil. Nicht weniger als 1043 Wettbewerbsstarts wurden ausgeführt. An neunzehn Schulen kamen insgesamt 195 Mark an Prei* sen zur Verteilung, ferner der Heinrich-Moos-Ge- dächtnispreis, ein Wanderpreis zur Erinnerung an den verstorbenen Hirzenhainer Lehrer Heinrich Moos, der sich als Pionier des Modellflugzeugbaues weit über den Rahmen der Hirzenhainer Segelfliegerei hinaus einen Namen erworben hat. In einem Jahr konnte er allein 62 v. H. aller im Reiche vergebenen Modellflugpreise an sich bringen. Der Wettbewerb der Schulen soll eine plan
mäßige Erziehung der Schuljugend des Dillkreises zum Segelflugsport einleiten.
Kanu-Gaustafettenfahrt des Gaues 12 in Kastel.
Paddler-Gilde Gießen erfolgreich.
Zur Förderung der Pflege des Mannschaftsgedankens schrieb der deutsche Kanu-Verband erstmalig in diesem Jahr für sämtliche Gaue eine Langstreckenstafette aus, die jeweils in zwei Klaffen gestartet wurde. Die A-Klasse fuhr in Renn-Ka,aks und umfaßte die Vereine, die bereits Junioren und Senioren in ihren Reihen hatten, während Die B- Klafse für Vereine offen war, die noch im Anfang des Rennsportes steckten, bzw. ihn noch nicht in ihr Programm ausgenommen hatten. Die Meldung einer B-Mannschaft war den Vereinen der A-Klaise nur unter der Bedingung gestattet, daß sie bereits eine A-Mannschaft am Start hatten
Der Gau 12 führte feine Stafette in Kassel durch. Die Rennstrecke betrug ungefähr 6 Kilometer (mit Wendepunkt) und war von den jeweils 5 Booten einer Mannschaft zu fahren. (3 Einer, 2 Zweier.)
Dor zahlreichen Zuschauern siegte in der A-Klasse „Padedlsport Kassel" vor Kasseler Kanu-Club in der Zeit von 2:30,02 gegen 2:33,36 Stunden. In der B-Klasse, die in den weitaus langsameren >Vk-Faltbooten gefahren wurde, siegte Paddler- gilde Gießen in 2:55,38 vor Kasseler Kanu- Club mit 3:01,55 Stunden und gewann damit die Gauplakette der B-Klasse.
Der Sieg in dieser Höhe, der nur durch ein Mißgeschick nicht noch deutlicher ausgefallen ist, fand beim Kasseler Publikum stärkste Beachtung und herzlichen Beifall.
Termmliffe derVezirksklaffe, Gruppe Gießen-Dill
15. 9.: VfB. — Niedergirmes (O. Rüfpeler, Gleiberg); Sinn — 1900 (Wissenbach, Frohnhausen); Frohnhausen — W.-Steinberg (H. Rüspeler, Gießen); 05 Wetzlar — Dillenburg (3$er, Gießen); Bissenberg — Naunheim (Miller, Wetzlar).
22. 9.: Niedergirmes — Sinn (Müller, Frohnhausen); 1900 — Frohnhausen (Zutt, Wetzlar); Steinberg — 05 Wetzlar (Deis, Nauborn); Dillenburg — Bissenberg (Volkmar, Wetzlar); Naunheim — VfB. (Schmidt, Dillenburg).
29. 9.: Sinn — W.-Steinberg; Frohnhausen — Niedergirmes; 05 Wetzlar — Naunheim; Bissenberg — 1900, VfB. — Dillenburg.
13.10.: W.-Steinberg — VfB.; Niedergirmes — Bissenberg; Naunheim — Frohnhausen; 1900 — 05 Wetzlar; Dillenburg — Sinn.
20.10.: Steinberg — Naunheim; Bissenberg — Frohnhausen; 05 Wetzlar — Sinn; Dillenburg — Niedergirmes.
27.10.: VfB. — 1900; Frohnhausen — Dillenburg; 05 Wetzlar — Niedergirmes; Bissenberg — Steinberg; Sinn — Naunheim.
3.11.: Bissenberg — VfB.; Sinn — Frohnhausen; 1900 — Niedergirmes; Steinberg — Dillenburg.
10.11.: VfB. — 05 Wetzlar; Sinn — Bissenberg; Naunheim — 1900; Niedergirmes — Steinberg.
17.11.: Niedergirmes — Naunheim; Dillenburg — 1900; VfB. — Sinn; Frohnhausen — 05 Wetzlar.
1.12.: 1900 — Steinberg; 05 Wetzlar — Bissenberg, Frohnhausen — VfB.; Naunheim — Dillenburg.
Oer Start der Kußball-Bezirkskiaste.
Der erste Spielsonntag der Verbandsspiele 1935- 36 bringt interessante Begegnungen und hat insofern eine besondere Bedeutung, als er Aufschluß Über die Spielstärke der einzelnen Mannschaften gibt. Auf dem Waldsportplatz treffen V f B. - Reichsbahn und der aufgestiegene Sportverein Niedergirmes aufeinander. Die Grün-Wei- ßen werden zu kämpfen haben, um zu einem Siege zu kommen. Die Spielvereinigung 19 00 Gießen fährt nach Sinn und sollte nach ihren bis jetzt gezeigten Leistungen einen knappen Sieg erringen können. Für die Leute aus Watzenborn-Steinberg wird es schwer fein, von Frohnhausen Punkte mit nach Hause zu bringen. Der Sportverein 05 Wetzlar muß bedeutend bessere Leistungen zeigen, wenn er auf eigenem Gelände gegen Dillenburg behaupten will. B i s s e n b e r g empfängt Naunheim. Beide Mannschaften sind als spielstark bekannt. Der Vorteil, auf eigenem Platze spielen zu können, dürfte
für Bissenberg vielleicht den Ausschlag für einen Erfolg geben.
Kurze Sportnotizen.
Neusel und Camera werden nun doch gegeneinander in den Ring gehen. Der Kampf wird am 1. November von der Madison Square Garden- Gesellschast als Weltmeisterschafts-Ausscheidung aufgezogen werden.
Kleine Strafkammer Gießen.
Der E. (5*. aus G. wurde vorn Amtsgericht Grünberg zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt, weil er am 29. März mit seinem Personenkraftwagen über den Marktplatz fuhr, kein Signal gab und eine Frau anfuhr, die verletzt wurde. Auf die Berufung gegen dieses Urteil wurde der Angeklagte frei- gesprochen. Die Strafkammer konnte eine Schuld des Angeklagten auf Grund der Beweisaufnahme nicht feststellen.
Der Jude Hugo W e t t e r f e l d aus Lauterbach wurde vom dortigen Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt. In der Nacht zum 12. Mai wurde der Angeklagte von zwei angetrunkenen Personen aus dem Schlaf geweckt. Er warf feine Wasserflasche auf die Straße, wobei einer der Zeugen durch die Glassplitter an der Hand verletzt wurde. Auf die Berufung des Angeklagten wurde das Urteil der Vorinstanz dahingehend abgeändert, daß die Gefängnisstrafe in 150 M a r k Geldstrafe umgewandelt wurde. Die Strafkammer sprach dem Angeklagten in Anbetracht dessen, daß er gereizt wurde, außerdem im Weltkrieg ausgezeichnet war, mildernde Umstände zu.
Amtsgericht Gießen.
Wegen Uebertretung des Jmpfgesetzes wurde der I. E. aus B. durch Strafbefehl mit 4 5 Mark G e l d st r a f e, evtl. 9 Tagen Haft, belegt. Gegen diesen Strafbefehl legte der Angeklagte Einspruch ein, der jedoch ohne Erfolg war. Der Angeklagte hatte seine , drei impfpflichtigen Kinder nicht impfen lassen, bzw. den Nachweis der Nichtimpfung nicht erbracht.
Der A. K. aus H. wurde wegen Uebertretung des Tierschutzgesetzes mittels Strafbefehls mit 5 0 Mark Geldstrafe bestraft. Der Anaeklagte hielt eine Kuh, die er nicht ordnungsgemäß pflegte. Auf den Einspruch des Angeklagten verblieb es bei der erkannten Strafe.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeik der Schriftleitung.)
0. 211. Nach § 57 des Aufwertungsgesetzes müssen Sparkassenguthaben, die von einer Sparkasse später auf eine oder mehrere andere Sparkassen überwiesen worden sind, zur Aufwertung bei der e r ft e n Sparkasse angemeldet werden; in Ihrem Fall also bei der Kreissparkasse in S.
Wirtschaft.
Rhein-Mainische Börse.
INittagsbörse ruhig.
Frankfurt a. M., 10. Sept. Die Börse war sehr zurückhaltend, neue Momente lagen nicht vor. Die Umsätze, die am Wochenbeginn durch Publikumskäufe etwas größer waren, ließen wieder stärker nach, so daß auch im Verlaufe ohne Sonderbewegungen und Geschäftsbelebung die Börse recht ruhig blieb. Anleihen etwas angeregter durch den flotten Verlauf der Anleihezeichnuna; es sollen bisher schon wenigstens zwei Drittel Des 500 Millionen Betrages gezeichnet sein.
Aktien lagen uneinheitlich, IG. Farben zunächst 0,50 v. H. höher, später aber etwas rückläufig. Gut gehalten Rütgers und Erdöl, Scheideanstalt 1 o. H. schwächer. Am Elektromarkt verloren Siemens 2,25, AEG. 0,40, Felten 1 v. H. Montanwerte zumeist niedriger, so Rheinstahl um 1,75, Mannesmann um 0,40, Buderus 1,50. Gut gehalten blieben Ilse Genüsse, Stahloerein und Harpener. Kali Aschersleben 0,50 o. H. schwächer. Schiffahrtswerte folgten der allgemeinen Belebung, wobei Hapag 0,75, Nordd. Lloyd 0,50 v. H. verloren, daneben AG. Verkehrswesen 0,25, Reichs- bahn-VA. 0,13 v. H. schwächer. Die Nebenmarkte lagen außerordentlich still, Daimler behauptet, Aku 0,25, Eisenhandel 1 v. H. niedriger.
Staatsanleihen sehr gut gehalten, Altbesitz 0,13 v. H. fester. Von Auslandsrenten zogen auf Berliner Käufe Ungarn Gold um 0,20 v. H. an, Mexikaner 0,25 bis 0,40 v. H. schwächer, Rumänen gehalten.
Im weiteren Verlaufe blieb die Haltung zunächst unsicher, erst später trat am Aktienmärkte allgemein eine leichte Erholung ein, so zogen IG. Farben auf 155,75 nach 155 an, Siemens 176,25 nach 175,50. Städteanleihen und Pfandbriefe sehr still, deutsche Renten gut gehalten. Ungarn blieben fest. Tagesgeld 3 v. H.
Adendbörse still.
Die Abendbörse verharrte in außerordentlicher Geschäftsstille. Weder Aktien, noch Renten hatten nennenswerte Umsätze. Die Kurse waren gegen den Berliner Schluß behauptet. IG. Farben bei 155,50 v. H. gefragt, Stahlverein 0,13 o. H. niedriger notiert. Rheinstahl bei 111,65, RWE. 129,25 gesucht. Metallgesellschaft lagen mit 112,25 0,75 v. H. niedriger. Altbesitz bei 111,25 v. H. etwa auf Mittagsschluß. Auslandsrenten waren nicht verändert.
Der Verlauf blieb umsatzlos und ohne Veränbe-
runn e.(n färben zuletzt 155,50 Geld. Kurse: Alt- besitz'111,13, Farbenbonds 126,25' 4prozenttge Ru- mänpn 5 Adca 78,25, Commerzbank 91,50, DD- Bank 90,75, Dresdner 90^75, Harpener 1«, Mannesmann 88,50, Otavi Minen l9, H , » Rheinstahl 111,65, Stahloerein 82,40, Aku 59, Ber ger 144, Scheideanstalt 240, Linoleum 161,75 Licht und Kraft 133,50, Farben 155 50, Ge furel 12C25. Goldschmidt 109, Junghans 86, Metallgesellschast 112,25, RWE. 129, Schuckert 125,50, Siemens 176, Reichsbahn-Dorzugsaktien 124,25, Hapag lo.
granffurter Obst- und (ßemüfemactt
Frankfurt a. M., 10 Sept. Am Obst- und Südfrüchtemarkt herrscht allgemein befriedigendes Angebot, besonders für Birnen, dagegen ließ es in Aepfeln mengen- und gutenmaßig zu wünschen übrig, Zwetschen nachlassend. *?.cl lich lebhaftem Geschäft gingen die Preise für Aepsel und Birnen etwas zurück, hingegen zogen sie für Zwetschen eine Kleinigkeit an. Ausländische Trauben und Pfirsiche waren bei gutem Geschäftsgang genügend am Markt. Preise für Pfirsiche unverändert, Trauben ließen etwas nach. AmGemuse- markt war die Zufuhr ausreichend, besonders von Weißkraut. Bei Wirsing, Rotkraut und Salat wirkte sich jetzt die Trockenheit mengen- und gütemäßig aus. Bei etwas anziehenden Preisen für Bohnen, im übrigen aber unverändert war die Nachfrage befriedigend.
Es notierten: Blumenkohl 10 bis 45, Bumenkohl, Steige ä 12 Stück, 2% bis 4%, Buschbohnen 12 bis 18 Stangenbohnen 20 bis 25, Eskariol 5 bis 7, Gewürze! gr. Bündel 5 bis 7, Salatgurken 5 bis 20, Freilandgurken 2 bis 5, Senfgurken 10 bis 15, Karotten 4 bis 6, gelbe Kartoffeln 250 bis 370, gelbe Mäuschen 11 bis 12, Kohlrabi 4 bis 6, Kopfsalat 4 bis 12, Lauch 3 bis 8, Meerrettich Stuck 1,50 bis 2 span., Melonen 25 dis 30, Petersilie 25 bis 30, Pilze 30 bis 35, Radieschen 4 bis 5, Rettich 4 bis 8, Römischkohl 5 bis 6, Rote Rüben 5 bis 6, Rotkraut 5% bis 8, Sellelie 15 bis 30, Blätterspinat 14 bis 15, Wurzelspinat 15 bis 18, Tomaten 1. Sorte 8 bis 12, 2. Sorte 5 bis 7, Weißkraut 2Y bis 6, Wirsing 6 bis 8, Gärtnerzwiebeln 5 bis 6, Gärtnerzwiebeln Sachen 4XA bis 5, Aepfel erste Sorte 15 bis 18, zweite Sorte 9 bis 14, Falläpfel 3 bis 4, Birnen 1. Sorte 18 bis 22, 2. Sorte 12 big 15, Kochbirnen 5 bis 8, Gellertbirnen 18 bis 22, Brombeeren 30, Mirabellen 15 bis 25, Pfirsiche 20 I bis 35, itaL 30 bis 40, Trauben 17 bis 18, holl. 45
Richtlinien für den Verkauf von inländischem Amen und inländischem Weizen.
Fwd. Auf Grund des § 36 der Verordnung zur Ordnung der Getreidewirtschaft in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. Juli 1935 (Verordnung) erläßt die Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft folgende Richtlinien vom 7. September 1935:
1. Die Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse, Geschästs- abteilung (Reichsstelle), wird von ihren Rechten gemäß § 36 Abs. 1, 2 der Verordnung bis auf weiteres gegenüber Mühlen mit einem Grundkontingent von mehr als 750 Tonnen Roggen oder Weizen Gebrauch machen, und zwar bis auf weiteres bei Roggen bis zur Höhe eines Monatsanteils des Grundkontingents und bei Weizen bis zur Höhe von 150 v. H. eines Monatsanteils des Grundkontingents. Die Andienung der Reichsstelle erfolgt bei Roggen in mindestens zwei Raten mit einem Zeitabstand von mindestens zwei Wochen, bei Weizen in mindestens drei Raten mit einem Zeitabstand von mindestens zwei Wochen. Die Lieferung des Getteides durch die Reichsftelle erfolgt frühestens zwei Wochen nach Andienung.
2. Wünscht die Reichsstelle, daß die Gegenleistung durch Lieferung von Getreide zu erbringen ist, so muß das von den Mühlen gelieferte Getreide in Verbindung mit der entsprechenden Art und Menge von Kontingentsmarken geliefert werden. Die Mühle hat das als Gegenleistung aelie- lieferte Getreide auf Verlangen bzw. mit Zustimmung der Reichsstelle auf ihrem eigenen Laaer ober auf anderen Lägern zur Verfügung zu stellen; im letzteren Falle wird die Reichsstelle nachweislich entstandene unumgängliche Mehrkosten ersetzen. Was unter unumgänglichen Mehrkosten zu verstehen ist, entscheidet die Reichsstelle nach pflichtmäßigem Ermessen. Soweit die Mühle solches Getreide in eigenen Räumen einlagert, ist sie verpflichtet, die Lagerung zu den Bedingungen, zu denen das nächstgelegene von der Reichsstelle in Anspruch genommene gewerbliche Lagerhaus die Lagerung, Be
arbeitung usw. übernommen hat, durchzuführen. Das von den Mühlen zur Verfügung gestellte (Betreibe muß lagerfähige Beschaffenheit aufweisen unb neuerntige Ware von gefunber, trockener Durchschnittsqualität gemäß ben geltenben Qualitätsbestimmungen sein. Es muß insbesonbere von tierischen Schüblingen frei sein. Wirb Ware, bie ber Reichsstelle als Gegenleistung zur Verfügung gestellt wirb, bei ber Mühle eingelagert, so ist von ber Mühle ein Treuhanber zu bestellen, ber ber Genehmigung ber Reichsstelle bebarf. Die Mühle ist nicht befugt, biefem Treuhänber Anweisungen irgenbwelcher Art zu erteilen, jeboch verpflichtet, Slnorbnungen, bie biefer im Einvernehmen mit ber Reichsstelle trifft, zu befolgen.
3. Die Festsetzung eines etwaigen Minberwertes bes durch die Reichsstelle gelieferten Getreides hat durch das Schiedsgericht beim Reichsnährstand für Kauf- und Lieferstreitigkeiten am Sitz der Landesbauernschaft Kurmark zu erfolgen. Ein Minderwert kann nicht aus dem alleinigen Grunde beansprucht werden, weil die Reichsstelle unter Umständen alt- erntiges Getreide liefert. Die Abnahme bemängelter Ware muß erfolgen, sofern ihre Mitverwendung zur Herstellung eines für die menschliche Ernährung geeigneten Mehles möglich ist.
4. Verletzt die Mühle die sich aus obigen Richtlinien ergebenden Bestimmungen ober anbere Vertragsbestimmungen, erfüllt sie insbesonbere ihre Abnahme- ober Lieferungspflicht von inländischem Roggen oder inländischen Weizen nicht, so hat sie an die Reichsstelle eine Vertragsstrafe zu zahlen, deren Höhe die Reichsstelle nach ihrem pflichtmäßigen Ermessen bis zu 50 Mark für jede Tonne Getreide bestimmen kann, auf die sich die Vertragsverletzung der Mühle bezieht. Für die Zahlung der Vertragsstrafe wird als Erfüllungsort Berlin unb insoweit die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte bestimmt. Die Reichsstelle behält sich eine Aenbe- rung bzw. Erweiterung dieser Richtlinien mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung unb Landwirtschaft vor.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankbiskoni 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt O.D1.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- »urS
Schluß!. Mittag, börse
Datum
9.9.
10 9.
9 9.
10.9
6% Deutfche Retchsanleihe v. 1927
101
101
101,13
101,13
4% Deutsche Reichsanl. von 193*
97,13
97,4
97,4
97,4
5y,% young-Unleibe von 1930 .. Deutsche Anl..Ablös..Schu!d tnti
102,5
102,4
102,13
102
Auslos.-Rechten .............
**/,% Deutsche Retchspostschatzan-
111,25
111.13
111,25
111,25
Weisungen von 1934, 1.......
100
100,2
100,2
6% e6em.8% Hess. Bollsstaat 1929
trückzahlb. 102%)............
97,25
96,75
97,25
96,75
4H% ehem. Hessische Landesbank
95,75
67i% ehem. Hess. LandeS^ypo-
thekenbank Darmstadt Liaui ...
4K% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
100,5
100,5
—
—
—
—
w
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
-
_
-
-
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten <Yi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
114,5
114,5
114,5
114,65
96,75
96,»5
—
—
671% ehem. 4Vt% Franks. Hhp.-
100,7
100,65
—
671% ehem. *yt% Rheinische
Hyp.-Bank«Liqu.-Goldpse.....
47»% ehem. 8% Pr. LandeSpsand-
100,5
100,5
100,5
100,65
öriesanstalt, Pfandbriefe R. 19 47i% ehem. 7% Pr. LandeSpfand-
97
97
97
97
briesanst., Gold Komm. £61.V!
97
97
97
97
Etevergntsch.BerrechnungSl. 35-39
107,4
107,3
107,4
107,4
4% Oesterrrlchische Goldrente....
4,20% Österreichische SÜberreste
29
—
30
29,7
1,5
4% Üngarische Goldrente.......
9,75
9,75
9,95
9,75
9,85
9,9
9,85
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
Ü7i% desgl. von 1913..........
9,75
9,85
9,75
11
9,9
11
9,9
11
5% abgestt Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie l.....................
—
we
Frankfurt«. M
Berlin
Schlußkurs
Schlugt. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
9.9.
109-
99.
10 9.
4% vesgl. Serie 11 .............
11,5
6,25
8,75
5,13
41
16,75
18,75
81,25
115
91,75
91,5
91,5
180,25
40
143,9
113,75
133,5
107,25
126,5
144,5
129,5
126
178
135
104,5
110,25
11,5
6,25
6,9 5
41
16
18,25
81
115
91,5
90,75 90,75
39,65
144
114
133,5
106,25
126,25
145,5 129
125,5
176
—
_
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Renlev.lSlS 4% Rumänische vereinh. Rente .. 214% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd ......... o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank........... o
Reichsbank ................ 12
A.E.G.......................
Bekula.................... 10
Elektr. LieferungSgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... ey,
Felten & Guilleaume......... 0
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr.......... «
Echukkerl L Co............... *
Siemens L Halske............7
6,3
8,8
5,25
41,5
16,5
18,5
81,5
115,25
91,75
91,5
91,5
180,65
39,65 144,25 114,25
133,5
108
126,25
145
128,4
126 178 135
103,75
110,5
6,25 8,7 5,1
41,25
16,25 27,25 18,13
81 116
91,5
90,75 90,75
180,65
39,75 144,13 114,25 133,75 106,25 125,13
146 129,13 125,75 176,25
133
103 111
Lahmeyer L So.............. 7
Buderu« ...... 0
Deutsche Erdöl ...... 4
103
Gelsenkirchener............ 0
Harpener .................0
Hoesch Eisen—Köln-Neueste» .. 0
Ilse Bergbau ............ fl
Ilse Bergbau Genüsse ........
Mannesmann-Röhrmr........ C
111,75
96,25
160
129,5
1 88,9
112 । 96,25
129
93 I 88,5
112
96
163
129,9
94
88,75
112 25
96,25
164
129,5 | 93,75 I 89
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurS
Schlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
9 9.
10-9
9-9.
10-9.
Mansselder Bergbau ..
.......1
117,5
118,5
117,5
118,5
Kokswerke ...........
.......6
—
118,75
118
Phönix Bergbau......
....... O
—
—
—
—
Rheinische Braunkohlen
..... 12
214
215,5
214,5*
215,5
Rheinstahl ...........
.....ey.
113
111,65
112,75
111,4
Vereinigte Stahlwerke.
.......0
82,5
82,4
82,65
82,65
Otavi Minen ........
.......0
19,4
19
19,4
19,13
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
135,5
135
135,75
135,25
Kaliwerke Westeregeln .
.......5
128,5
128,5
129,13
128,9
Kaliwerke Salzdetfurth
.....?y»
—
187,25
186
I. G. Farben-Jndustrte
.......7
154,75
155,5
154,75
155,5
Scheideanstalt........
.......v
241
240
—
—
Goldschmidt .........
.......0
110
109
110
109,25
Rütgers werke ........
.......*
117
117
116,75
116,75
Metallgeielllchafl......
.......*
113
112,25
113,9
112,5
Phllwv Holz mann .... Zementwerk Heidelberg
.......0
95,5
94,5
96
95
......6
119,5
119
Zementwerk Karlstadt..
....... 4
-
Schultheis Patzenhofer
....... *
—
—
109,25
109
Mu (Allgemeine Kunstseide) .. O
59,25
59
59,5
59
Bemberg............
.......O
115,13
115
115,25
114,4
Zellstoff Waldhof .....
.......O
115,5
115.25
115,5
114,75
Zellstoff Aschaffenburg
....... 0
84 5
83,5
84,75
83,5
Dessauer Gas ........
.......7
—
—
132
131,25
Daimler Motoren.....
.......O
99
98,75
99.13
99
Deutsche Linoleum ....
.......6
162,5
161,75
162,5
161,75
Orenstein L Koppel ...
.......O
—
—
86,5
86,4
Westdeuttchr Kaufhof..
.......0
28,25
27,75
28,5
28
Chade ...............
.......0
—
—
—
285
Accumulatoren-Fabrik
...... 12
——
175,13
—
175
Lontt-Gumm« . ..
....... 8
157
157
157
157
Grttzner.............
.......O
1 34
I 33,4
I 33,9
Mainlraftwerke Höchst a.M-.. 4
-
—
——
Süddeutscher Zucker ..
• ••MM 1
1 204
I 205,5
I 204
I 206
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2!L
Banknoten.
9 September
10. September
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Bries
Buenos Atrec
0,668
0,672
0,668
0,672
Brüssel.....
41,83
41,91
41,91
41,99
Rio de Jan. .
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3.047
3,053
Kopenhagen.
54,69
54,79
54,86
54,96
Danzig.....
46,82
46,92
46,83
46,93
London .....
12,245
12,275
12,285
12,315
HeliingforS..
5,40
5,41
5,415
5,425
Paris ......
16,375
16,415
'6,38
16,42
Holland ....
167,98
168,32
167,83
168,17
Italien.....
20,36
20.40
20,36
20,40
Iavan ......
0,720
0,722
0,722
0,724
Jugoslawien.
5,684
5,696
5,674
5,686
Oslo..... :
61,50
61,62
61,69
61,81
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,105
11,125
11,13
11,15
Stockholm...
63,15
63,27
63,34
63 46
Schweiz ....
80,80
80,96
80,86
81,02
epanien....
33,94
34,00
33,94
34,00
Prag.......
Budapest ...
10,26
10,28
10,265
10,285
Neu york ...
2,487
2,491
2,487
2,491
Berlin,10 September
Geld
Bries
Amerikanische Not«.........
2,439
2,459
Belgische Noten.................
41,72
41,88
Dänische Noten ................
54,70
54,92
Englische Noten .................
12,25
12,29
Französische Not«...............
16,33
16,39
Holländische Noten...............
167,41
168,09
Italienische Noten................
19,46
19,54
Norwegische Noten ..............
61,53
11,77
Deutsch Oesterreich. 4 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
63,17
63,43
Schweizer Noten.................
80,63
80,95
Spanische Noten.................
33,58
33,72
Ungarische Rota ................


