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Umbau der Landschaft

biet liegt, von der litauischen Polizl verhaftet und 7 Stunden festgehalten. D« Studenten wurde zum Vorwurf gemacht, daß 1

und

Das Goldene Buch der Polizei

Dokumente eines fünfzehnjährigen Heldentums

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hin der

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wo auch das Goldne Buch feierlich ausgelegt den soll.

umwandeln. Die Landschaft wird schöner Boden reicher werden.

nach der natürlichen Gestaltung

In ihm sind verzeichnet allein aus Preußen 529 Polizeibeamte, die den Heldentod in Ausübung ihrer Pflicht gestorben sind; Sachsen trägt 50 Mär­tyrer bei, Hamburg 36, Bayern 33, Württemberg 17. Beträchtlich ist d i e Zahl der gefallenen Kriminalbeamten in der Besatzungs­zeit. Unter all diesen Blutopfern sind auch aufge­zählt die gefallenen Hilfspolizisten der SA., der SS. und des Nationalsozialistischen Frontkämp­ferbundes (Stahlhelm), die in Unterstützung der regulären Polizeimacht während der nationalsozia­listischen Erhebung und Vaterlandsrettung im Jahre 1933 um Leben kamen.

.Hier nur eine erschütternde Karteikarte für alle: sie erzählt von den furchtbaren Kämpfen um Essen im März 1920. Am 19. März wurde die Stadt von den Rotgardisten erobert, das Morden begann: nur im Essener Wasserturm hatte sich noch eine Abteilung Schutzpolizei verschanzt und hielt sich. Aber dann:Die fernmündliche Verbindung mit der Stadt Essen war abgeschnitten, die Be­satzung des Wasserturms hatte von der Uebergabe keine Kenntnis und verteidigte sich bis zum letzten Schuß. Als die Munition verschossen war, verließ die Besatzung ohne Waffen den Wasserturm und wurde restlos mit Gewehrkolben von den Rotgar­disten e r sch l a g e n. Die Anführer der Rotgardisten wurden später festgenommen und freigesprochen."

Ein Dank der Nation an die toten Helden ist dies Goldene Buch der Polizei und gleichzeitig ein Wahrzeichen weithin: ..Ihr seid nicht umsonst gefallen ..

Soeben sind die umfangreichen Vorarbeiten für die Zusammenstellung desGoldenen Buches der Polizei" beendet worden. Siebenhundert einzelne Blätter künden jetzt von einem erschüttern­den stillen Heldentum und von dem tapferen Ster­ben so mancher braven Polizeibeamten während fünfzehn Jahren chaotischer deutscher Geschichte. Dies Goldene Buch verdankt seine Entstehung einer An­ordnung des Preußischen Ministerpräsidenten G o er i n g, die durch den Reichsminister Dr. Frick über Preußen hinaus auf alle deutschen Län­der ausgedehnt wurde. Geschaffen wurde die jetzt vollendete Kartei von einer besonderen, durch Generalleutnant Daluege eingesetzten Abteilung im Gebäude des früheren Preußischen Innenministe­rium Unter den Linden zu Berlin. Sie enthält die Namen aller Schutzpolizisten und Kriminalbeamten, die ihr Leben gaben für Deutschland im Kampfe gegen die Spartakistenbanden im Ruhr­gebiet, in Mitteldeutschland, in Ost und West und Nord und Süd, gegen die Separatisten im Rhein­land und ggeen die Horden der oberschlesischen In­surgenten, gegen die Banditen aller Art, die sich in Deutschland während der furchtbaren Jahre gegen Leben und Eigentum der Volksgenossen ver­gingen.

Der Geburtstag der deutschenSchutzpolizei", der 6. Oktober 1920, ist der Stichtag, mit dem die Kette der im Goldenen Buch der Polizei verewigten Heldenschicksale beginnt. Die Angaben aus früheren Jahren waren zu lückenhaft. Man plant nun, eine G e d e nk h a l l e der Polizei" zu errichten, in der Fahnen und mancherlei Erinnerungsstücke aus Deutschlands Notzeit untergebracht werden, und

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Studenten wurde zum Vorwurf gemacht, daß sie lief) der Spionage verdächtig gemacht hät» len. Obwohl sich die Grundlosigkeit dieser An-

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Kunst und Wissenschaft.

Tagung des Forschungsdienstes in Würzburg.

Der Forschungsdienst (Reichsarbeitsgemein­schaften der Landwirtschaftswissenschaft) veranstaltet vom 16. bis 21. September in Würzburg eine ge­meinsame Tagung der Reichsarbeitsgemeinschast Landwirtschaftliche Chemie" der Deutschen boden- kundlichen Gesellschaft und des Verbandes deutscher landwirtschaftlicher Untersuchungsanstalten. In einer gemeinsamen Vortragstagung werden Vertreter der einzelnen Wissenschaftszweige über die Ergebnisse ihrer Forschungen auf dem Gebiete der Pflanzen­ernährung und Düngung, der Tierernährung und Fütterung und der Bodenkunde berichten.

Ein Dozenlenlager in Neuhöfe bei Warburg.

Nach Aufhebung der westlich von Marburg bei den Neuhöfen errichteten SA.-Sportschule sind die Gebäude teils als Landjahrheim, teils als st ä n - diges Lager der Marburger Dozenten­schaft eingerichtet worden. Man hat hier eine vorbildliche Stätte des kameradschaftlichen Zusam­menlebens und der Aufbauarbeit in der Dozenten­schaft geschaffen. Bei Beendigung des Sommer­semesters bezogen 35 junge Dozenten und Assisten­ten unter Leitung des Dozentenschaftsführers Dr. Düring das Lager, um sich im Zusammenleben und Austausch über Wesen und Weg der neuen Hochschule klar zu werden. Gegenwärtig läuft ein neuer Llusbildungskursus für alle Amtsleiter für Arbeitsdienst aus den Dozentenschaften des ganzen Reiches. Eine Reichstagung des akademischen Kolo­nialbundes ist iy nächster Zeit geplant. Die im Lager bei Sport und wissenschaftlicher Aussprache auf kameradschaftlicher Grundlage geleistete Auf­bauarbeit greift weit über den Rahmen des enge­ren Universitätslebens hinaus und hat Neuhöfe als Pflanz- und Ausleseschule einer neuen akademischen Generation bereits weit über Marburg hinaus be­kannt gemacht.

Studienfahrten deutscher Lehrer nach Amerika.

Am 11. Juli treten 75 Mitglieder des National­sozialistischen Lehrerbundes mit dem Dampfer Albert Ballin" der Hamburg-Amerika-Linie eine Studienfahrt nach Amerika an. Die Reise führt nach Neuyork und von dort nach Washington, Philadelphia und den Niagarafällen. Eine zweite Studienreise des Nationalsozialistischen Lehrerbundes beginnt am 25. Juli in Hamburg.

Studienreise

amerikanischer Lehrer durch Deutschland.

Mitglieder desTeacher Colleges öer Colum­bia-Universität in Neuyork, die zur Zeit eine sechs­wöchige Reise durch Deutschland unternehmen, tra­fen zu einem viertägigen Aufenthalt in Köln ein. Die Expedition, die auf Einladung des Zentral­instituts für Erziehung und Unterricht, Berlin, in Deutschland weilt und unter Führung des Pro­fessors Reeve steht, wurde von Stadtschulrat Seidenfaden willkommen geheißen. Aus dem Programm geht hervor^ wie start neben dem

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di- fachen, i? N deinen tahöns.

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leichten Sandböden den schnell st en und sicher st en Ertrag brachte. Sie war der Brotbaum", und darum ging man so weit, ande­ren Hölzern überhaupt keinen Platz mehr zu gön­nen. So entstanden dieköniglich preußischen Forsten", in denen die Bäume in Reih und Glied wie Grenadiere ausgerichtet waren, wo so gut wie kein Graswuchs und kein Unterholz aufkam, wo aber auch nur wenig Dogelstimmen sich vernehmen lassen.

Es hatte lange gedauert, bis man erkannte, daß man bei aller klugen Berechnung den Bogen überspannt hatte. Diese einseitige Aufhäufung derselben Baumart, die in der Natur nur aus­nahmsweise vorkommt, hat ihre großen Gefahren, wenn einmal, wie wir es oft erlebt haben, ein Schädling die Bestände meilenweit verwüstet, weil die Dogelwelt gefehlt hat, die hier recht­zeitig einer übermäßigen Vermehrung hätte Ein­halt gebieten können. Schlimmer noch ist eine andere Gefahr, die nicht so offensichtlich ist, aber unabwendbar wirkt, nämlich die dauernde Der- schlechterung der Böden. Nur bei Misch­beständen erneuert sich die Tragkraft der Scholle immer wieder von selbst. Die bisherige Forstwirt­schaft mußte uns auf die Dauer immer ärmer machen.

Einer der ersten, die das eingesehen haben und für eine Umkehr eingetreten sind, ist der jetzige Generalforstmeister v. Keudell, während sich unter den Forstleuten der alten Schule manche Widerstände gegen das Umlernen zeigten. In Zu­kunft wird also das Landschaftsbild sich wieder

Es ist eine der umwälzendsten Wandlungen des deutschen Landschaftsbildes, die jetzt, wie General- forstmeifter von Keudell verkündet hat, in die Wirklichkeit umgesetzt wird. Wir selbst werden sie nur teilweise erleben, aber unsere Enkel werden zahlreiche der Gemälde, die gegenwärtig als kenn­zeichnend für die norddeutsche Land­schaft gelten, kopfschüttelnd betrachten und gar nicht mehr wiedererkennen. Was man bisher Den märkischen Kiefernforst nennt und in gleicher Art auch weite andere Gebiete der leichten Sandböden des deutschen Ostens bedeckt, wird ver­schwinden, um einem wirklichen Walde, einem Mischwald mit Laubholz, Platz zu machen.

Vielfach ist die Ansicht verbreitet, die norddeutsche Landschaft habe immer so ausgesehen wie gegen­wärtig, und früher konnte man sich das auch gar nicht anders vorstellen. Wenn ein großer Maler wie Blechen seine Germanen darstellte, so hielt er es für selbstverständlich, sie in einen Kiefern­wald von der Art zll versetzen, wie er ihn zu seiner Zeit auf den Müggelbergen vorfand. Ebenso selbstverständlich war es für Willibald Alexis, seine märkischen mittelalterlichen Romane im Kie­fernwalde spielen zu lassen. Und doch ist beides ganz falsch. Als die germanischen Semnonen auf den Müggelbergen lagerten, wuchs dort ein präch­tiger Eichenmifchwald. Noch in geschichtlicher Zeit hat der berühmte Grünewald, das heute fast ausschließlich mit Kiefern bewachsene Lieblings­ausflugsgebiet der Reichshauptstädter, überwiegend aus Eichen bestanden.

Der Wandel wurde durch menschlichen Eingriff herbeigeführt. Die Forstwirtschaft begannratio­nell" zu werden, und sie war sehr stolz darauf. Man hatte herausgefunden, daß die Kiefer auf den

Hitlerjugend und Korporationen verlangt. Während der Führer mit allen Kräften für die Friedensguf- aaben Deutschlands kämpfe, so sagte der Gebiets­führer, zeigten die Heidelberger Saxo-Borussen ein überaus würdeloses Verhalten und wagten es, die allen Nationalsozialisten geheiligte Person des Füh- rers in unerhörter Weise zu beleidigen, so daß jeder Hitlerjunge einen klaren Strich zwischen sich und {solchen reaktionären Kreisen ziehen müsse. In aller Disziplin und ohne jeden Streit müsse die Tren­nung vollzogen werden.

Unerwünschter Besuch.

Litauische Polizei verhaftet ausländische Studenten.

Tilsit, 10. Juli. (DNB.) Eine Gruppe von Studenten, unter denen sich neben deutschen auch englische, französische und italie­nische Studierende befanden, wurden auf einem Ausflug nach Neustadt, das an der memel­ländisch-litauischen Grenze auf grohlitauischem Ge­

lt ch e Betriebe auf Fahrzeuge ausgedehnt wor­den, die in forstwirtschaftlichen Betrieben benutzt werden. Um die Ausfuhr von deutschen Fahrzeugen zu erleichtern, ist für die Fahrt ins Ausland von der Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer abgesehen worden.

Die Kraftfahrzeugsteuer hat noch immer eine we­sentliche praktische und fiskalische Bedeutung. Neben den L a st k r a f t w a g e n , die in jedem Falle der Steuer unterliegen, umfaßt sie auch noch f a st 4 0 0 0 0 0 alte Personenwagen. Das Auf­kommen der Kraftfahrzeugsteuer, das im Vor­jahre noch 14 5 Millionen Mark betrug, wird für 1935 nicht wesentlich geringer geschätzt.

Der neue Führer des SS.-Ober- abschnittsCRfrcin".

Lpd. Koblenz, 10. Juli. Mit Wirkung vom 7. Juli übernahm an Stelle des zum Ches des SS.- Hauptamtes berufenen SS.-Gruppenführers Heiß- metjer der SS.-Gruppenführer Prinz Wal­deck - Pyrmont die Führung des für das Rhein-Main - Gebiet zuständigen SS.-Oberabfchnit- tes Rhein, Sitz Koblenz. SS.-Gruppenführer Heiß- meyer übergab in Koblenz den Oberabschnitt Rhein seinem Nachfolger, der bisher Führer des SS.- Gruppenftabes z. b. D. in der Reichsführung SS. war. Anschließend besuchten die beiden Gruppen­führer die Abschnitte XI in Wiesbaden und XXX in Kassel. Der neue Oberabschnittsführer steht im 40. Lebensjahre. Er ist aus Arolsen ge­bürtig, legte das Kriegsabitur ab und trat dann in den Kriegsdienst. Nach dem Kriege war er in einem Freikorps, widmete sich landwirtschaftlichen, juristi­schen und volkswirtschaftlichen Studien und trat dem 1. Sturm der SS. in München bei. Zuletzt war Gruppenführer Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont Führer des SS.-Gruppenstabes z. b. V. in der Reichsführung SS. Dem Reichstag ge­hörte er seit der 8. Wahlperiode im Jahre 1933 an, Förderung des deutschen Seidenbaus.

Berlin, 10. Juli (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat eine Ver­ordnung über den deutschen Seidenbau erlassen, die dem Reichsnährstand zur Regelung der Gewinnung, der Verwertung und des Absatzes von deutschen Seidenkokons unter Berücksichtigung der Belange der Gesamtwirtschaft und des Gemeinwohls eine Reihe Ermächtigungen erteilt, um im Rahmen der Erzeugungsschlacht auch den deutschen Seidenbau und die Seidenkokonerzeugung zu steigern. Die langjährigen Versuche, in Deutschland erfolgreichen Seidenbau zu betreiben, scheiterten schließlich alle mehr oder weniger daran, daß es an einer straffen und einheitlichen Ueberwachung der Er­zeugung und Verwertung der Seidenbau­erzeugnisse gefehlt hat. Die neue Verordnung setzt vor allem auch den Reichsnährstand in die Lage, unter den Raupen seuchenartig auf­tretende Krankheiten zu verhüten.

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ichuldigung herausstellte und die Studenten frei» gelassen werden mußten, wurde ein Verfahren wegen Paßvergehens gegen sie eingeleitet. Sin englischer Student und die deutschen Studenten -rhielten Geldstrafen in Höhe von 25 bzw. 15 Lit. Hleichzpltig wurden sie des Landes verwie- ! e n. Dis Anklage wegen Paßvergehens stützt sich nuf die litauische Auslegung der Bestimmungen iir die Bädervisen, wonach man den Ort, an dem man als Kurgast wohnt, nicht verlassen larf. Der litauische Konsul in Königsberg hatte )en Studenten vor ihrer Einreise jedoch erklärt, laß das Bädervisum zu Tagesausflügen ^urch ganz Litauen berechtige. Im brigen mußten sich die Studenten eine Durch - uchuna ihrer Koffer gefallen lassen.

Allem Anschein nach liegt der tiefere Grund für das Vorgehen gegen die Studenten darin, daß !en litauischen Behörden der Besuch von Aus­ländern, insbesondere von Angehörigen der Lnterzeichnermächte des Memelabkommens, nicht in genehm war, weil auf diese Weise einem höheren Kreis des Auslandes die wirklichen Zustände inz Memelgebiet zur Kenntnis !-dangen könnten. Vor allem aber suchen es die l-dauer zu vermeiden, daß ausländischen Besuchern ier gewaltige Kulturunterschied zwischen lern Memelgebiet und Litauen aus eigenem Augen- chein klar wird. Es scheint daher auch kein Zwei- H zu sein, daß eine andere Studenten- gruppe, vorwiegend Amerikaner, ebenfalls ie ft genommen und erst nach einem Verhör nieder auf freien Fuß gesetzt wurde, als sie in Li- »uisch-Krottingen jenseits der ehemaligen Dor- Hegsgrenje Dorfaufnahmen machte. Die gleiche 6-tubentengruppe wurde übrigens zwei Tage spä- ;r in Pogegen auf memelländischem Gebiet er- is u t f e st g e h a l t e n und mit Verhaftung und mit Gummiknüppeln bedroht, weil angeblich das Nsum einer Teilnehmerin der Reisegesellschaft in Ordnung war. Sowohl die Amerikaner c's auch die anderen Studentengruppen haben Be­schwerde beim Gouverneur und bei ihren Ver­tretungen in Kowno eingelegt.

OieChaco-Fnedenskonferenz in Gefahr , Buenos-Aires, 11. Juli. (DNB. Funk- krud).) Die in Buenos Aires tagende Chaco- Hriedenskonferenz ist auf ernfte Schwierig- kriten gestoßen. Gegenwärtig werden keine kitzu^aen abgehalten. Der bolivianische Delegierte, 2r. Diaz de Medina, nahm in äußerst scharfer fiorm zu der Rede des paraguayanischen Außen- ninisters Stellung, der erklärt hatte, daß Para- gu a rj der Sieger im Chaco-Krieg ge- nefen sei. Die augenblickliche Lage der Friedens- kinferenz soll wenig befriedigend sein. Tatsächlich c außer der Einstellung der Feindseligkeiten b i s- )2 r s o gut wie- nichts erreicht worden, lie starken Meinungsverschiedenheiten zwischen Wimen und Paraguay bestünden weiter »r t. Eine endgültige Bereinigung der Chaco- -age werde noch viel Zeit erfordern.

Neue Wirren in Znnerasien.

Tokio, 10. Juli (DNB.) Nach Meldungen hie- c er Blätter hat der Gouverneur von Sinkiang l!hinesisch-Turkestan), General Scheng - Schitsai, als Handelsmittelpunkt der westlichen Mongolei böeutfame Stadt Uliassutai nach einem groß argelegten Flugzeugangriff erobert. Der Kampf um die Stadt soll unter der Bevölkerung über U00 Todesopfer gefordert haben. Die japa- niche Presse bringt diese Eroberung mit den Aus- dchnunasbestrebungen der Sowjetunion in 3r nerafien in Zusammenhang und behauptet, daß be* Gouverneur von Sinkiang als Günstling bi r Sowjets gilt und der Fliegerangriff auf bii Stadt Uliassutai, die 1933 dem Verbände der Sowjetrepublik der äußeren Mongolei angehört hat, h r d) sowjetrussische Flugzeuge durch­führt worden sein soll.

Weitere Steuererleichterungen für Kraftfahrzeuge.

1 Berlin, 10.Juli. (DNB.) Der Reichsfinanz- miiüfter hat eine neue Durchführungsverordnung 3iw Kraftfahrzeugsteuergesetz erlassen. Sie bringt nicht nur eine Anpassung an die neue Reichsstraßen- Mkehrsordnung, sondern auch zahlreiche weitere Erleichterungen. Alte Personenwagen können schon . ,ioii 2400 ccm Hubraum an, soweit sie länger als fünf Jahre im Betrieb sind, nach ermäßigten Eieuersätzen versteuert werden. Bisher lag die Gienze bei Wagen mit mehr als 3500 ccm. Dar- fibr hinaus sind die Vergünstigungsbe- ftimmungen für Kriegsbeschädigte und fiii die Opfer des nationalen Freiheitskampfes ein­gebaut, soweit sie Versorgung nach dem entsprechen­der Reichsgeseü bekommen. Auch die Erleichterun- ger bei Zivilbsschädigten sind günstiger gefaßt wor- oer, ebenso die Erleichterungen für landwirtschaft­lich genutzte Kraftfahrzeuge. In der letzten Zeit war es zweifelhaft geworden, ob Personenfahr­jeu g e, d i e auch Lasten befördern, noch unter den Begriff der Personenwagen fielen. Ein Oeringer Güterladeraum bis zu zwei Quadratmeter gläche kommt nunmehr für die Besteuerung als Lastfahrzeug nicht in Frage. Weiter ist der Begriff Beförderung" undAntrieb" bei Fahr­zeugen geklärt worden. Es war zweifelhaft gewor­den, ob ein Fahrzeug auch bann als Antriebs- Maschine zu gelten hat, wenn sie beispielsweise nur «ine Lichtmaschine oder eine Orgel bei Schaustellern treibt. Diese Frage ist zu Gunsten der Steuerpflich- iizen geregelt worden. Ebenso ist die Befrei- ilngsvorjchrist für landwirtschaft-

Wunsch, deutsche Verhältnisse kennenzulernen, das fachliche Interesse der amerikanischen Lehrer für das deutsche Unterrichtswesen ist. Nach diesen Ge­sichtspunkten sind auch die weiteren Etappen der Deutschlandreise ausgesucht. Don Köln aus wird die Expedition nach Frankfurt reisen.

Wertvolle Altertumsfunde bei Ausgrabungen in Norditalien.

Bei Ausgrabungen auf dem Monte Sara- ceno in der Umgebung von Ravenna kamen sehr interessante Ueberrefte aus der antiken Zeit zutage. Es wurden Spuren eines griechischen T e m pels von 45 Quadratmeter Grundfläche und Ruinen der Ostmauer einer Stadt des Altertums aufgefunden. In dem Tempel kamen zahlreiche Statuetten zum Vorschein.

Kleine politische Nachrichten.

Der Gauleiter von Baden, Reichsstatt­halter Robert Wagner, hat für den Reichs­wettkampf der SA. 2000 M k. gestiftet.

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Zu Ehren des Prinzen von Wales, der damit zum ersten Male seit dem Kriege als Gast in der deutschen Botschaft weilte, gab Bot­schafter v. Hoesch ein Gastmahl. Unter den Gästen befanden sich auch Minister Eden und Gattin.

Das englische Kabinett beschloß die Arbeits­beschaffungspläne Lloyds Georges zur Veröffentlichung freizugeben. Lloyd George wird sein Programm voraussichtlich am Dienstag veröffentlichen.

Beim polnischen Staatspräsidenten fand eine der seit dem Tode des Marschalls Pil- sudski üblich gewordenen gemeinsamen Au- di e n z e n des Ministerpräsidenten Slawek, des Generalinspekteurs der Armee Rydz-Smigly und des Außenministers Oberst Beck statt. Minister Beck hat über seinen Berliner Besuch Bericht er­stattet.

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Die Pressestrafkammer des Landgerichts Kattowitz verurteilte den verantwortlichen Schriftleiter des deutschfeindlichen Korfanty-Organs, derP o l o - n i a", August Pustelnik aus Kattowitz wegen Beleidigung des deutschen Staats­oberhauptes zu zwei Monaten Haft ohne Zu­billigung einer Bewährungsfrist.

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Der Ministerrat beschloß am Dienstag, 6ie Orden, wie sie die Offiziere der alten öster­reichisch-ungarischen Armee erhielten, wieder einzuführen. In Zukunft wird es also wieder das Militärverdienstkreuz in drei Klas­sen und die Militäroerdienstmedaille geben.

Aus aller Welt.

500 deutsche Schüler fahren nach Schweden.

Der vierwöchige Aufenthalt der 170 finnischen und 500 schwedischen Schüler und Schülerinnen, die vor Monatsfrist unter der Leitung der Deutschen Pädagogischen Auslandsstelle Berlin in Deutsch­land ankamen, findet in diesen Tagen feinen Abschluß. Die nordländischen Gäste machen sich nunmehr, begleitet von ihren deutschen Austausch­kameraden, auf den Rückweg. Ein größerer Trans­port deutscher Schüler hat Berlin verlassen, die für vier Woch-en nach Finnland reifen. Nun reifen auch die schwedischen Gruppen aus. Die schwedischen und die deutschen Teilnehmer haben sich aus allen Teilen Deutschlands Berlin, Mit­teldeutschland, vor allem Sachsen und Thüringen, den Hansestädten, Hessen und zum ersten Male auch Württemberg, wieder in Weimar, der Wiege dieses deutsch-nordischen Austausches gesammelt und fahren von dort aus in einem Sonderzug nach Saßnitz. Der Transport, der insgesamt rund 500 schwedische und rund 500 deutsche Schüler umfaßt, stellt nicht nur als tech­nische Leistung, sondern vor allem auch als sicht­bares Zeichen der Kameradschaft zwischen der Ju­gend zweier Völker ein wichtiges Ereignis dar.

50 000- und 100 000-7Nark-Gewinne gezogen.

Auf die Nummer 6 7 3 0 2 fiel in der letzten Ziehung der 45./270. Preußisch-Süddeutschen Klas- senlotterie ein Gewinn von 50 000 Mark. Das Los wird in der ersten Abteilung in Achteln in der Provinz Brandenburg gespielt, in der zweiten Abteilung ebenfalls in Achteln in Berlin.

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.Der 10 0 000-Mark-Gewinn fiel auf die Losnummer 8 5 7 0 2, die in der ersten Abteilung in Achtellosen in Berlin, in der zweiten Abteilung ebenfalls in Achtellosen in Bayern gespielt wird.

Kraftwagen von Triebwagen überfahren.

Auf der Strecke Wehlau Friedland in Ost­preußen wurde auf dem ungesicherten, aber durch­aus übersichtlichen Bahnübergang zwischen den Bahnhöfen Friedland und Allenberg ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen von einem Triebwagen überfahren und zertrümmert. Hierbei wurden zwei Insassen des Kraftwagens getötet. Zwei Mädchen im Alter von 15 Jahren kamen mit Verletzungen davon.

Zwei Bergleute tot geborgen.

Auf der Schachtanlage Beeckerwerth der Gelsen­kirchener Bergwerks-AG., Bergbaugruppe Ham­born, wurden zwei Hauer in einem Abbaustreb verschüttet. Nach sofort aufgenommenen Ret­tungsarbeiten ist es gelungen, an die beiden Ver­schütteten heranzukommen. Leider war der Tod be­reits eingetreten.

Sechs Schwerverletzte bei einem Verkehrsunglück auf der Brüsseler Weltausstellung.

Auf einem im Gelände der Brüsseler Weltaus­stellung gelegenen Bahnhof stießen zwei Straßen­bahnwagen in voller Fahrt zusammen. Sechs Fahr­gäste wurden schwer verletzt, während meh­rere andere leichtere Verletzungen und Prellungen davontrugen.

Die eigene Frau erschossen.

In Magdeburg-Biederitz schoß im Verlaus einer Auseinandersetzung der Arzt Dr. Karl Hammes- fahr seine Ehefrau nieder, die bald daraus ihrer Verletzung erlag. Dr. Hammesfahr stellte sich kurz nach der Tat dem Amtsvorsteher in Biederitz. Er wurde festgenommen und in das Po­lizeigefängnis eingeliefert.

Hinrichtung in Altona.

In Altona wurde der 1902 geborene Siegfried Lüß hingerichtet. Lüß war vom Schwur­gericht Altona zum Tode und zum Verlust der bür» gerlichen Ehrenrechte verurteilt worden. Lüß hatte die Hausangestellte Gertrud Neuwerth, die aut eine Ehe mit ihm hoffte, veranlaßt, zu feinen Gunsten eine Lebensversicherung abzuschließen. Er ermordete sie dann, um in Den Besitz der Ver­sicherungssumme zu gelangen,