Einzelbild herunterladen

ri.

r-

* - v

CM

Dienstag. U. Zum 1935

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Nr.lZ3 Drittes Blatt

Md n 'M lierbei fer- > oor- i, wie ewirt- istoer- fenim

!rbam väh' idjge* dar- dufer erben rück- nban lalsau i tun, igung >, da- Mi. igefor- en 'M ; die' ,en b'S istsoer'

ah^ i oo" *5 ;S xs ren

SO"'' fwii Ä y#

^20 Lahre Corps Hassia in Gießen

als Gäste die Vertreter der Universität, des Heeres,

50Lahre Landsmannschaft Merovingia

der Hauptansprache. (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)

A. H. Kreisdirektor Koch (Offenbach) bei

und der

die Treue

Die Trauerkundgebung der Merovingia während der Gedenkrede. (Aufnahme: Phoro-Pfasf, Gießen.)

damals ins

A. H. Kreisdirektor Koch, Offenbach, hielt dann die Hauptansprache des Kommerses. Zu­nächst dankte er der Aktivitas namens der Alten Herren für das Bekenntnis des Erstchargierten. Hierauf betonte er den Stolz, mit dem die Alten Herren allezeit das schwarzweißrote Band getragen haben und auch weiter tragen werden bis zum Grabe. Er wies weiter auf die alle Korpsbruder stark verpflichtende Tradition der Hassia hin, die von jedem einzelnen doppelte Anstrengungen zur Pflichterfüllung verlange. Die Gründung der Korps vor etwa 120 Jahren sei eine Gegenbewegung ge­gen die damaligen Orden gewesen, die eine frei­maurerische Wurzel und Entstehungsursache hatten. Zu den als Gegenbewequng gegründeten Korps

im echten Merovinger-Geist verlebten. Nach einem urkräftig donnernden Salamander auf die Gäste und dem Gesang des LiedesBurschen heraus" erhob sich

A.H.Dr.phil.Dr.technHeinzDcihlmann

zum Segen des deutschen Volkes gestaltet wurde. Adolf Hitler habe den deutschen Frontsoldaten wie­der zu Ehren gebracht, indem er das neue Reich bewußt auf dem Fundament des Frontsozialismus und der Frontkameradschaft aufbaute. Im Mittel­punkt dieser Aufbauarbeit stehe der heroische deutsche Mensch mit Opferwilligkeit, Mannesmut und Ein­satzbereitschaft. Die Hassia sei stolz darauf, daß auch aus ihren Reihen schon frühzeitig begeisterte An­hänger Adolf Hitler zuströmten und ihm treue Ge­folgschaft leisteten. Sodann wies der Redner auf die bisherigen gewaltigen Leistungen der nationalsozia­listischen Aufbauarbeit hin, begrüßte mit warmer Dankbarkeit insbesondere die vorbildliche Volks­gemeinschaft, die Rückkehr der deutschen Saar zum Reich, die vertrauensvolle Gefolgschaft des deutschen Volkes hinter den Fahnen Adolf Hitlers und schließ­lich die allgemeine, dabei auch von der Hassia mit aufrichtigster Freude begrüßte Wiedereinführung der deutschen Wehrpflicht und die damit verbundene Wiedererlangung der deutschen Wehrfreiheit.

Der Redner schloß seine packenden Worte mit einem starken Bekenntnis und Treuegelöbnis zum Führer Adolf Hitler und seinem Werk: das neue Deutschland. Mit begeisterten, von der Versammlung freudig aufgenommenen Sieg-Heil- Rufen auf das große und ewige Deutschland und seinen uns von Gott gesandten Führer Adolf Hit - l e r schloß der Redner seine Ansprache. Mit dem gemeinsamen Gesang der ersten Verse des Deutsch­landliedes und des Horst-Wesscl-Liedes wurde die Feier beendet.

Standarte 116, Standartenführer Lutter, herz­liche Grüße und Glückwünsche zu überbringen. Das zurückliegende halbe Jahrhundert sei nicht nur für den feiernden Bund, sondern für das ganze deutsche Volk eine Zeit wechselvollen Schicksals gewesen. Schon in der Blütezeit dieser Vergangenheit sei der Keim des Zusammenbruches gelegt worden. Heute hoffen wir, den Tiefpunkt der Schicksalsturve über­schritten zu haben und wieder einer glücklicheren Zukunft entgegenzugehen: ob wir der Aufgabe ge­recht werden, die uns gestellt ist, hänge davon ab, daß jeder Einzelne und das ganze Volk immer seine Pflicht tut; der Weg der studentischen Bünde sei dabei nicht ohne Bedeutung; sie seien entstanden im Jahrhundert der Blütezeit des Liberalismus und von ihm nicht unbeeinflußt geblieben. Aber gerade in jener Zeit setzten auch in den Bünden die Gegen­strömungen ein, und ein großer Teil von Bundes­angehörigen sei am Umbruch stark beteiligt gewe­sen. Die studentischen Bünde würden nach wie vor gebraucht, da ihnen, die auf freiwilliger Kamerad- schäft beruhen, eine wichtige Erziehungsarbeit in kleinen Gruppen zufalle. Es seien heute nur solche Bünde zu brauchen, in denen der Geist des Natio­nalsozialismus und der Volksgemeinschaft herrscht. Die Merovinger werden solchen Anforderungen ge­

zählte auch Hassia. Die Korps wollten den in ihren Reihen zusammengefaßten jungen Studenten Lebens­werte für das ganze Dasein mitgeben, sie zur Ge-

gaben, dann insbesondere zu den 33 Corpsbrüdern der Hassia, die ihr Leben im Kampfe für das Vaterland opferten, und schließlich zu dem großen deutschen Toten, dem auf dem Schlachtfeld von Tannenberg ruhenden Generalfeldmarschall von Hindenburg. Sodann würdigte er mit packen­den Worten insbesondere den Heldentod der 33 jungen und alten Hessen, die im Leben, wie im mannhaften Sterben dem hohen Wahlspruch des CorpsEiner für alle, alle für einen" unverbrüch­lich bis zum letzten in opferfreudiger Hingabe Ehre gemacht und dadurch für alle Zeiten in der Ge­schichte des Corps ruhmvoll fortleben. An ihren Gräbern stehe die Hassia nicht nur trauernd, son­dern sie sei sich bewußt, daß dieses Opfer der Ge­fallenen verpflichte über die Gegenwart hinaus, daß es höchste Pflicht des Corps fei, das Vermächt­nis der Toten allezeit zu wahren. In diesem Sinne pflanze die Hassia an den Gräbern ihrer Gefalle­nen die Fahne der Hoffnung auf und grüße das Morgenrot einer neuen Zukunft. Sie setze sich ein für ein Deutschland der Ehre, der Kraft, der sozia­len Gerechtigkeit, für deutsche Macht und Freiheit, damit Deutschland lebe! Anschließend verlas der Redner, während die Versammlung sich von den Plätzen erhob und die Fahnen gesenkt wurden, die Namen der 33 Gefallenen derHassia" zugleich er­klang gedämpftes OrgelspielIch hatt' einen Ka­meraden".

Hierauf betonte der Redner, daß das Opfer der Gefallenen nicht umsonst gewesen sei, sondern durch den Führer und Frontkameraden Adolf Hitler

zu seiner Festrede, in der er u. a. folgendes ausführte: Das 50jährige Stiftungsfest ist ein Er­eignis besonderer Art. Ueberblickt man das halbe Jahrhundert der Geschichte unseres Bundes, der ursprünglich als eine fachliche Vereinigung, als mathematisch-naturwissenschaftlicher Verein, gegrün­det worden ist, so war die Entwicklung zur Lands­mannschaft nicht vorauszusehen. Die wichtigsten Er­eignisse in der Entwicklung waren der Eintritt in den Verband der mathematisch-naturwissenschaft­lichen Vereine an deutschen Hochschulen, die An­nahme des neuen Wahlspruches:Ernst in der Wissenschaft, treu in der Freundschaft", der Eintritt in den Deutschen Wissenschaftler-Verein; heute be­sitze der Bund eine große Anzahl von Alten Herren, die am Gedeihen und aufsteigenden Werdegang der Korporation hervorragenden Anteil haben. Einen einschneidenden Wendepunkt in der Geschichte des Bunde« brachte der Krieg; 88 Merovinger sind Feld gezogen, 19 von ihnen sind für

Ser Hassia mit der Universität, der Stadt Garnison Gießen hin, und gab der Hoffnung Aus­druck, daß diese guten Beziehungen für alle Zeiten bestehen bleiben möchten. Den Gästen wünschte er einige frohe Stunden inmitten des Corps Hassia.

Im Anschluß an den gemeinsamen Gesang eines weiteren Liedes sprach

Das 120jährkge Bestehen des Corps Hassia in Gießen wurde am Samstagabend mit einem feierlichen

Stistungssest-Kommers

im Saale des Casä Leib begangen. In dem mit den Fahnen des Dritten Reiches, der schwarzweiß­roten Fahne des Corps und den Fahnen der be­freundeten Korporationen reich geschmückten Saale hatten sich neben den Alten Herren und der Akti­vitas auch eine Anzahl Ehrengäste eingefunden; der Saal war vollbesetzt.

Nach schneidigen musikalischen Darbietungen der Kapelle Krengel und dem ersten gemeinsamen Gesang des LiedesDer Gott, der Eisen wachsen lieh" begrüßte

der Erstchargierte cand. med. Böhmig

Deutschland gefallen; ihrer solle morgen in einer Feierstunde gedacht werden. Nach dem Kriegsende trat ein Umschwung auch in der Bundesgeschichte ein; Band und Mütze wurden eingeführt, Schläger­mensuren kamen auf. Gerade die aus dem großen Kriege Heimaekehrten verfolgten den Gedanken der schlagenden, farbentragenden Korporation. 1921 er­folgte der Austritt aus dem Deutschen Wissenschaft- ler-Verbande, 1922 wurden auf der Wellersburg die ersten Bestimmungsmensuren geschlagen, 1923 erfolgte die endgültige Aufnahme in die Deutsche Landsmannschaft zu Koburg. In den Jahren des deutschen Aufbruches arbeiteten sich auch die Mero­vinger in den neuen Volksstaat ein. Heute ist Merovingia eine waffenstudentische, deutschstäm- mige Korporation reinsten Fahrwassers, die ihrem WahlspruchEhre, Freundschaft, Vaterland" stets treu blieb. Auch die Deutsche Landsmannschaft ist heute ein Glied der großen völkischen Gemeinschaft, lieber allem steht das Vaterland. Adolf Hitlers genialer Führung ist es zu verdanken, daß heute die Gesetze der Rasse und der nationalsozialistischen Kultur herrschen; Standesdünkel und Privilegien gelten nicht mehr; Student und Arbeiter gehören zusammen im Nationalsozialismus der Tat. Mit einem Gedenken an die gewaltigen Leistungen des Nationalsozialismus, insbesondere auch an die Rückkehr der deutschen Saar und die Verkündung der deutschen Wehrhoheit schloß der Redner mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen Sieg- Heil auf Führer und Vaterland. Anschließend wur­den das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied gesungen.

Nachdem der Erstchargierte cand. theol. Ehr- Hardt eine Reihe von Glückwunschtelegrammen verlesen und den Vertretern der befreundeten Ver­bindungen Salia, Chattia und Darmstadtia je ein Exemplar der Festschrift überreicht hatte, erhob sich

Professor Dr. Hummel

um der Merovingia im Namen des Rektors, Pro­fessor Dr. Pfähler, und des Führers der SA.-

Bürgermeister Dr. Hamm überbrachte die herzlichen ©lütoünfäe? bes Ober- bürgerrneisters, der sehr bedauere nicht zugegen fein' zu können, zumal er viele Angehörige der Haisia zu Freunden habe, ferner sprach er bie Glückwünsche der Gießener Einwohnerschaft aus. Er erwähnte dann die allezeit guten Beziehungen zwischen der Hassia und der Gießener Bevölkerung, Sei er hervorhob, daß Gießen allezeit bestrebt roar und auch weiterhin bemüht bleiben werde, den Studenten eine zweite Heimat zu fein, in der auch die jungen Angehörigen der Hassia ebenso eme zweite Heimat finden sollen, wie tm Corps selbs.

Hauptmann Kübler brachte als Vertreter des Standortältesten und der Wehrmacht in Gießen deren beste Wunsche zum Ausdruck^ Das 120. Stiftungsfest der ^>affiQ aUe m eine aroße Zeit.Wir haben soeben em Lied ge- funaeiT Die Knechtschaft hat ein Ende. ®as ift Jo, eU9roir bie allgemeine Wehrpflicht wieder hadern (Starke Zustimmung.) . Studentische Jugend und Wehrmacht gab von jeher ewen guten Klangs (ßebhafter Beifall.) Ich bin überzeugt, daß es fo bleibt. Möge die allgemeine Wehrpflicht dazu bep tragen, das Verhältnis zwischen der Wehrmach und der Studentenschaft noch inniger als bisher zu ge-

profeffor Dr. Hoffmann

als Vertreter des Rektors und der Universität. Er übermittelte dem Corps beider Glückwünsche und lenkür sodann die Aufmerksamkeit auf die Zeit um 1800, in der nach den Regesten der Universität allerlei französische Einflüsse in Gießen m der Uni­versität und der Studentenschaft wirksam waren, die dann aber 1813 durch das starke Bekenntnis der Studenten zu dem damals m Gießen weilenden General Blücher gründlich beseitigt wurden. So­dann wies er auf die Zeit der Gründung der Hassta hin und betonte in diesem Zusammenhänge, daß die Hassia auf eine ehrenvolle Geschichte zuruck- blickenkönne Der Wahlspruch der Hassia , Alle ur einen, einer für alle" bedeute unverbrüchliche Treue und Einsatzbereitschaft, wer sich diesem Wahlspruch verschreibe, könne nicht untergehen. Dem Corps Hassia wünsche er weiteres kräftiges Wachsen, Blühen und Gedeihen, daß es dem Corps vergönnt fein möchte, getreu feiner großen Tradition und feinem Wahlspruch an dem großen Aufbauwerk un­seres Vaterlandes erfolgreich rmtzuarbeiten, und daß auch die bisherigen guten Beziehungen zur Universität in Zukunft bestehen bleiben mochten.

gegen alle Volksgenossen und die Volksgernemjcyasl. * Nach diesen Grundsätzen habe Hassia allezeit ihre Erziehungsarbeit geleistet, so solle es auch für alle , Zeiten bleiben. Die Angehörigen der Hassia hatten ihre Korpsstudententurn immer im Herzen, nicht auf den Lippen getragen und es stets an geeigneter Stelle durch die Tat bekundet. Dieser Hesten-Geist habe sich auch auf den Schlachtfeldern des Welt­krieges bewährt. Nach dem Kriege fei sich das Korpsstudententurn, auch Hassia, immer bewußt gewesen, daß es galt, den nationalen Gedanken unbedingt aufrechtzuerhalten. Wie damals die Reichswehr aufgebaut habe in der Hoffnung auf eine bessere Zeit, so habe auch das Korpsstudenten- tum gewirkt in der Hoffnung auf eine bessere Zelt im nationalen Sinne. Die Angehörigen der Korps gehörten mit zu denen, die durch ihre Taten der nationalsozialistischen Revolution den Weg bereiteten, und mit aufrichtiger Freude hätten die Korps das Erwachen des Vaterlandes durch die nationalsozia­listische Revolution begrüßt. Die Korps hatten alle­zeit ihre Pflicht getan, und der Führer habe auch anerkannt, was es bedeutet, daß die akademische Jugend nach den waffenstudentischen Grundsätzen erzogen wird.Wir haben das durch die national- sozialistische Revolution herbeigefubrte Ende der deutschen Schmach leidenschaftlich begrüßt; bas tragen mir im Herzen, barübcr brauchen wir nicht zu reben." Der Rebner gebuchte fobann mit embrucks- vollen Worten bes Führers unb Reichskanzlers Adolf Hitler, der die bolschewistische Welle auf- gehalten, das deutsche Vaterland gerettet und ihm einen neuen Aufstieg gegeben habe. Diesem Manne könne das deutsche Volk nie dankbar genug sem. Eine Persönlichkeit von der Bedeutung Adolf Hitlers werde nur alle paar Jahrhunderte einmal geboren. Das deutsche Volk lebe jetzt wieder in einer histo­rischen, entscheidungsvollen Zeit, m der es nicht nur erwacht fein, sondern die Bedeutung der Stunde auch noch erkennen müsse. Der Redner ermahnte insbesondere die Aktivitas, weltanschaulich dem Nationalsozialismus zu folgen; bas hege auf Der gleichen Linie wie bas Streben bes Korpsstubenten- tums. Stark unb mannhaft muffe bem Führer Ge­folgschaft geleistet werben, bamit bie nationalsozia­listische Weltanschauung immer breiter um sich greife. Das begeisterte DreimaligeSieg-Heil! Des Rebners aalt bem ewigen beutschen Vaterlanbe unb feinem Führer Adolf Hitler. Freudig stimmte bie große Korona in bie Rufe em unb fang bann gemeinsam, stehenb, bie ersten Verse bes Deutsch- lcmb- unb bes Horst-Wessel-Liebes.

Weitere Slückwunschonsprachen

eröffnete ben Kommers in üblicher Weise unb er­hob sich nach bem ersten gemeinsamen LiebeSind mir vereint zur guten Stunbe" zu einer herzlichen Begrüßungsansprache: Man habe in bie- sem Jahre einen besonderen Anlaß zur Feier; mit Stolz unb Freube blicke bie Merovingia auf eine so stattliche Anzahl von Festteilnehmern, unter denen er besonders Herrn Professor Hummel als Vertreter Seiner Magnifizenz des Rektors und des Standartenführers der SA.-Standarte 116, eine Reihe roeiterer Angehörigen des Lehrkörpers, ferner die Vertreter des Offizierskorps und des Unter­offizierkorps, der befreundeten Bünde, der Gießener Rudergesellschaft und nicht zuletzt die Presse be­grüße. In ihrer 50jährigen Vergangenheit habe sich Merovingia einen guten Rus in der Deutschen Landsmannschaft, an der Ludoviciana und in der Bevölkerung Gießens ermorden. Sie bekenne sich im Geiste Der neuen Zeit zu einer echten Volks­verbundenheit; es sei die Aufgabe gerade der Waf- fenftubenten, ein altes und schädliches Zerrbild der deutschen Korporationen zu zerreißen unb einzu­gehen in bas deutsche Volk; im Arbeitsdienst, in SA. und SS. habe man den Anschluß gefunden, sei Kamerad, Freund und Blutsgenosse gemorden. Rach kurzem Rückblick auf die 50jährige Vergangen­heit des Bundes schloß der Erstchargierte mit dem Wunsche, die Gäste möchten einige frohe Stunden

Die Landsmannschaft in der D. L. Merovin - g i a Gießen, veranstaltete am Pfingstsamstag in würdiger und feierlicher Form ihren

so. Stiftungsfest-Kommers.

Der große Saal des Gesellschaftsoereins war mit den Farben des Dritten Reiches und den Farben der festgebenden Korporation reich geschmückt; an langen Tafeln hatten neben den Alten Herren und der Aktivitas zahlreiche Ehrengäste Platz genom­men. Die Veranstaltung begann mit bem feierlichen Einzug der Chargen unter ben schneidigen Klängen der Reichswehr-Kapelle.

9er Crstchargierte cand. theol.Ehrhardt

als (Wate Die izsertreicr oer uruuei uui, urs »*** ,o------ "

her Partei der Behörden des Staates und der meinschaft und Freundschaft erziehen Daher waren Stadt sowie die Presse. Er wies bann kurz auf bie Korps als Erziehungsgemeinschaften aufgebaut bie altüberlieferte kamerabschaftliche Verbunbenheit auf ben Begriffen ber Ehre unb ber Treue; bie

statten."

Der Erstchargierte cand. med. Böhmig begrüßte bann im Namen ber Aktivitas bie Allen Herren bes Corps noch befonbers und dankte h , daß sie in so großer Anzahl zu dem 120. Stiftungs­fest kamen. Er betonte die feste Kameradschaft, alle Träger des schwarz-weiß-roten Randes s das ganze Leben vereinige und sie zu einer starre Gemeinschaft mache, die sich dem großen deutschen Vaterlande widme, die Männer mit unbedingtem Verantwortungsbewußtsein erziehe. Die jungen Hessen forderte er auf, stets die Treue zu halten, wie die Alten Herren es getan, und damit Corps- ftubenten der Tat zu werden. Dann werde Das Eorps weiter blühen und seine Aufgabe für -üoit unb Vaterlanb erfüllen, wie unser Führer es er­wartet. Die Aktivitas trank auf bas Wohl ber Alten Herren.

Ehre nicht nur für bie eigene Person, sondern auch aufgebaut in ber Achtung ber Ehre bes andern;

1 * gegen sich selbst, gegen bie Korpsbruber, Volksgenossen unb bie Volksgemeinschaft.

würben im Verlaufe bes Abenbs noch von mehreren Vertretern befreunbeter Korporationen gehalten, Die allesamt ber großen Wertschätzung der Hassta und Dem Stolz auf bie Gemeinsamkeit ber Freunbschast unb Kamerabschaft Ausbruck gaben.

Der Kommers fanb seinen Abschluß mit bem feierlichen Lanbesvater, danach blieb mani aber nod) weiter in herzlicher Verbunbenheit frohgestnnmt bei- fammen

Die Totenehrung

am Pfingstsonntagmittag in ber Neuen Aula der Universität vereinigte wiederum ble Angehörigen des Corps Hassia und zahlreiche Gaste die Aula war nahezu völlig besetzt. Nach feierlichem Org spiel hielt

A H.provinzialdirek<orWehner,Mamz, die eindrucksvolle Gedenkrede. Er lenkte die Ge­danken der Hörer zunächst hin zu den 2 Millionen deutscher Befallenen an allen fronten des Krieges. iu den vielen hundert politischen Soldaten Mols l Atle», di- ihr Leben für das Dritte Reich hm-