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Jubiläum der Frankfurter Radrennbahn

begeistert.

Ergebnisse:

Hoffmann

der Ersten: 1. Merkens, 2,

Spargut» Im April Giro- und auf 74,89 1000 auf

Mill, v. H. Zahl höhte einer

A m a t e u r - L ä n d e r k a m p f Deutschland gegen Schweiz: 1000-Meter-Zeitfah- ren: 1. Toni Merkens (D.) 1:09,6 Min.; 2. Kauf­mann (S.) 1:10,4; 3. Wägelin (S.) 1:11; 4. Klöck­ner (D.) 1:11,8; 5. Ihbe (D.) 1:12,4; 6. Hasselberg (D.) 1:12,6; 7. Hoffmann (D.) 1:12,8; 8. Karsch

Stichtag in Hessen-Nassau michin unter 100 Ein« wohnern 58 Sparer bei einer öffentlichen Spar«

ihres Bestandes von Ende März 1935. Die der im Umlauf befindlichen Sparbücher er» sich um 1900 auf rund 1 508 000 Stück. Bei Bevölkerungszahl von 2 580 000 waren am

3. Wägelin (zwei Längen).

Mannschafts - Verfolgungsrennen: 1. Deutschland 4:51,6 Min.; 2. Schweiz (25 Meter zurück).

Gesamtergebnis: 1. Deutschland 99, 2. Schweiz 75 Punkte.

Die Radrennbahn im Frankfurter Stadion feierte am zweiten Pfingstfeiertage ihr lOjähriges Bestehen mit einem hochwertigen Flieger- und Steherpro­gramm. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der

Länderkampf

DeutschlandSchweiz der Amateurflieger, den die deutsche Mannschaft, die in der gleichen Be­setzung vor einer Woche in Hannover gegen Hol­land gesiegt hatte, mit 99:75 Punkten gewann. Ob­wohl die Eidgenossen gut und tapfer fuhren, war der Sieg der aus Merkens (Köln), Hafsel- 6 er g (Bochum), Hoffmann (Offenbach), Karsch (Leipzig), Klöckner (Köln) und Ihbe (Leipzig) bestehenden deutschen Mannschaft schon nach dem zweiten Wettbewerb gesichert.

3 m 1000-INeterZeitfahren

erreichte der deutsche Meister Toni Merkens mit 1:09,6 Minuten eine ausgezeichnete Zeit. Mer­kens gewann auch das aus zahlreichen Vor-, Zwi­schen- und Endläufen bestehende Hauptfahren über 1000 Meter, hier hatte er aber einen harten Kampf mit dem Schweizer Kaufmann zu bestehen, der sich nur um Reifenstärke geschlagen gab. Nach die- en beiden Wettbewerben stand der Länderkampf bereits 87:69 Punkte, so daß der deutsche Sieg fest- tand. Im Mannschafts-Verfolgungsrennen siegte dann die aus allen sechs Fahrern bestehende deutsche Mannschaft in 4:51,6 Minuten gegen die Schwei­zer, die 25 Meter Rückstand hatten. Im Gesamt­ergebnis siegte die deutsche Vertretung mit 99:75 Punkten.

Die Dauerfahrer hatten zwei Prüfungen zu be­streiten. Das

20-kilometer-Rekordfahren

sah anfangs Schön und Wißbröcker in har­tem Kampf, aus dem schließlich der Berliner E h m e r profitierte, der sich an die Spitze setzen konnte und sie bis ins Ziel verteidigte, während Schön auf den letzten Platz zurückfiel. Das Stun­denrennen um den

Großen Iubiläumspreis"

sah zuerst den Frankfurter Schäfer vor Hille und Wißbröcker an der Spitze. Der Hannove­raner ging dann an Hille vorbei, fiel aber durch zwei Reifenschäden wieder zurück. Im Bemühen, die Spitze wieder zu erreichen, gab sich Wißbröcker stark aus. Dazu kamen starke Sitzbeschwerden, so daß er das Rennen 12 Minuten vor Schluß auf­geben mußte. Inzwischen hatte Hille alles versucht, den Frankfurter von der Spitze zu verdrängen. Schäfer ließ aber nicht locker, verteidigte verbissen seinen Vorsprung und erreichte unter dem großen Jubel seiner Landsleute als Sieger das Ziel. Die 8000 Zuschauer waren von dem gebotenen Sport

Mittelrhein-Meister ermittelt. Nachstehend aus feder Klaffe die drei ersten Sieger:

1. Klaffe: 1. Steinkohl, Rüsselsheim (Mittelrhein Meister); 2. bis 4. punktgleich: Leube, Frankfurt am Main; Stein, Koblenz; Walter, Koblenz.

2. Klasse: 1. Lodroner, Wiesbaden; 2. König, Koblenz; 3. Vier, Frankfurt a. M.

3. Klasse: 1. Müller, Kruft; 2 Schellenberg, Wies­baden; 3. Heep, Frankfurt a. M.

4. Klasse: 1. Planck, Diebur; 2. Vogel, Wiesbaden;

3. Seibel, Wiesbaden

Kurze Sportnotizen.

Die Schiedsrichter für die Endspiele um die Deutschen Handballmeister- schäften am 16. Juni in Stuttgart sind setzt be­stimmt worden. Schauer mann - Frankfurt leitet das Männerendspiel Polizei Magdeburg Hindenburg Minden, Marquardt- Eßlingen wurde die Leitung des Frauenspieles Eimsbüttel DfR. Mannheim übertragen.

*

Der Fußball-Städtekampf Berlin Krakau, der vor 15 000 Zuschauern in Krakau ausgetragen wurde, endete mit einem verdienten 2:0- (l:0)-Siege der Berliner.

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6500 Läufer wurden zum StaffellaufPots­damBerlin" gemeldet, der am 16. Juni zum 28. Male durchgeführt wird. Der Sieger des Vor­jahres, Polizei Berlin, wird nicht am Start er­scheinen. Der vielfache Gewinner des Laufes, SC. Charlottenburg, hat insgesamt elf Mannschaften in den verschiedenen Klassen^gemeldet.

Die Mainzer internationale Re­gatta, die am 20./21. Juli stattfinden sollte, ist wegen der auf den 27./2S. Juli vorverlegten deut-

Wirtschaft.

Oie Ablieferungspflicht für Roggen und Weizen.

Bekanntmachung des Getreidewirtschaftsverbandes.

LPD. Der Getreidewirtschaftsverband Hessen und Nassau gibt bekannt:

Nach der Anordnung Nr. 6 vom 8. 11. 34 haben die Erzeuger ihre Ablieferungspflicht für Roggen bis zum 15. Juni, diejenigen für Weizen bis zum 1. Juli 1935 zu erfüllen. Soweit durch die zustän­dige Getreidewirtschaftsstelle die einzelnen Erzeu­ger auf Grund ihrer in angemessenem Umfange erfüllten Pflicht von der Weitererfüllung des Solls nicht befreit wurden, find die ablieferungspflichti­gen Betriebe verpflichtet, bis zu den obigen Zeit­räumen ihr Soll zu erfüllen.

Diejenigen Erzeuger, welche stark im Rückstand waren, find von den Getreidewirtschaftsstellen im Laufe des Monats Mai gemahnt worden; hierbei hot es sich herausgestellt, daß einzelne Ankäufer Mühlen, Händler und Genossenschaften die vor­geschriebenen Ablieferungsbescheinigungen nicht, wie es angeordnet ist, monatlich dem Getreidewirt­schaftsverband eingesandt haben, wodurch selbstver­ständlich den Erzeugern die betreffenden Lieferun­gen nicht gutgeschrieben werden konnten. Es liegt also kein Verschulden des Getreidewirtschastsverban- des vor, wenn ein Erzeuger aemahnt wurde, wäh­rend er seiner Ablieferungspflicht bereits nachge­kommen war. Diese Unstimmigkeiten beruhen dar­auf, daß sich leider noch nicht sämtliche Käufer an die erlassenen Vorschriften halten. Diese werden deshalb hiermit nochmals aufgefordert, die rück­ständigen Ablieferungsbescheinigungen umgehend an den Getreidewirtschaftsverband Hessen und Nassau einzusenden und dies in Zukunft monatlich zu tun, da derselbe sonst von dem Recht der Verhängung von Ordnungsstrafen Gebrauch machen müßte, da­mit in diese Sache endlich Ordnung hineinkommt.

Die Käufer werden außerdem hiermit aufgefor­dert, die Ablieferungsbescheinigungen für den im Juni gekauften Roggen bis spätestens 20. 6., die­jenigen für den im Juni einaefauften Weizen bis spätestens 3. 7. 35 an den Getreidewirtschaftsver­band Hessen und Nassau einzusenden.

Der 6. Reichs-Rlodell-SegeWg-Kettbewerb aus der Wafserkuppe.

Sauerrennen. 20-Kilorneter-Ren» nen: 1. Ehrner, Berlin, 16:12 Min.; 2. Wiß­bröcker, Hannover (50 Meter); 3. Hille, Leipzig (80 Meter); 4. Schäfer, Frankfurt (350 Meter); 5. Schön (370 Meter zurück).

Großer Jubiläums-Preis (1 Stunde): 1. Schäfer 69,200 Kilometer; 2. Hille (15 Meter); 3. Ehmer (120 Meter); 4. Schön (200 Meter zu­rück); Wißbröcker 12 Minuten vor Schluß ausge­schieden.

f affe. Der Durchschnittsbetrag eines habens errechnet sich auf 354,40 RM. stiegen die Bestände auf Depositen-, Kontokorrentkonten um 3 Mill. RM. Mill. RM. und die Kontenzahl um

103 000 Stück. Das Durchschnittsguthaben beträgt 727,10 RM.

* Weitere Spareinlagenzunahme bei den öffentlichen Sparkassen von Hessen-Nassau. Im Laufe des April erhöbten üch die Sparguthaben in Hessen-Nassau um 3,73 ---RM. auf 534,57 Mill. RM. oder um 0.70

(D.) 1:13; 9. Kögi (S.) 1:15; 10. Ganz (S.) 1:15,8;

11. Furimann (S.) 1:16,4; 12. Richli (S.) 1:18,8.

1000-Meter-Hauptsahren: Endlauf der Vierten: 1. Karsch (D.), 2. Klöckner (eine Länge), 3. Richli (eine halbe Länge); Endlauf der Dritten: 1. Hasselberg, 2. Ganz (eine halbe Länge), 3. Kägi (eine Länge); Endlauf der Zweiten: 1. Ihbe, 2.

(fünf Längen), 3. Furimann; Endlauf 1. Merkens, 2. Kaufmann (Reifenstärke),

Jubeltage der DT. in Murg.

75 Jahre Deutsche Turirerschast. - Oer 22. Deutsche Turntag. programmatische Rede des Reichssportführers, von Tfchammer und Osten zum Ersten Führer der DT. wiedergewählt

Modelle über den Hängen der Wasserkuppe segelten bei schwachem Winde, der kaum größere Strecken­flüge ermöglichte, aber für Dauerflüge, besonders um die Mittagsstunde herum, sehr geeignet war. Gegen 12.30 Uhr startete auch der 15jährige Frank­furter Untersekundaner Klaus Schmidtberg sein schwanzloses Modell von 1,80 Meter Spann­weite, das sich 37 Minuten und 41 Sekunden über der Wasserkuppe in der Luft hielt (im Vorjahr 3 Minuten und 31 Sekunden Bestleistung). Bis in die Abendstunden hinein dauerte der. Wettbewerbs­betrieb fort, und mehr als 1200 Starts wurden mittels der Handstartmethode durchgeführt.

Mit Einbruch der Dämmerung marschierten bei Fackelschein die Wettbewerbsteilnehmer, Jungflieger und Jungvolk zum Fliegerdenkmal. Oberst Lör- z e r gedachte der toten Flieger des Weltkrieges und der Nachkriegsjahre und ermahnte die Flieger- jugend, in ihrem Geiste weiterzustreben.

Der zweite Pfingstfeiertag war den HochstaN- methoden vorbehalten. Wiederum herrschte Hoch­betrieb an den Startplätzen und Segelflieger und Motorflieger führten Kunstflüge vor.

Die Preisverteilung

nahm Fliegerkapitän Röhre am Montagabend vor. Den Wanderpreis des DLV. erhielt der 1. Sieger des 6. Reichs-Modell-Segelflug-Wettbe- werbs Klaus Schmidtberg (Frankfurt a. M.) für einen Flug seines schwanzlosen Modells von 37 Minuten 41 Sekunden. Auch der Ehrenpreis des Reichsjugendführers wurde Schmidtberg zugesprochen, der auch einen Ehrenpreis des Ober­bürgermeisters Staatsrat Dr. K^r e b s (Frankfurt am Main), der am Montag auf der Wasserkuppe weilte, erhielt. 2. Sieger wurde Hans Kiefer (Breslau), dessen Modell 2800 Meter Strecke zu- rückleate. Kiefer erhielt den Ehrenpreis des Reichs- minifters Rust. Den Rudolf-Biehler-Gedachtms- preis erhielt Rudolf Gruner (Berlin), dessen Modell mittels Hochstartmethode einen 30-Mmuten- Flua zurückgelegt hatte. Einen weiteren Ehren­preis erhielt auch Karl August S t e n z i g (Hildes­heim) für einen 5900-Meter-Streckenflug seines Modells mittels Hochstartmethode. Eine große An­zahl von Ehren- und Geldpreisen gelangte noch zur Verteilung. ...

Vier weitere Ehrenpreisträger für Sonderleistun- qen sind: Gustav Aldinger (Cannstatt) 7 Mm. 38 Sek., Edgar Kuhn (Fulda) 2500-m-Strecke, A B e n d i x (Dresden) 2300-m-Strecke, alle Leistun­gen mittels Handstarts, Karl August Stenzig (Hildesheim) mittels Hochstarts 5900-m-Strecke.

Den Wettbewerbsschluß nahm Ministerialrat Dahlmann vom Reichsluftfahrtministerium vor.

schen Meisterschastsregatta abgesagt worden, da unter diesen Umständen mit einer Teilnahme der deutschen Spitzenklasse an der Mainzer Veranstal­tung nicht mehr zu rechnen war.

Bei der Ruderregatta in O st ende ge­wann der WSD. Godesberg den Vierermit" und den Viererohne". Im Einer siegte F ü t h - Rüsselsheim, den Doppelzweier holten sich Futh- Brumme.

*

Elf Nationen haben zum Internationalen Eifelrennen, das am 16. Juni auf dem fnürburg5 ring stattfindet, rund 200 Fahrer genannt. Ge­meldet wurden bisher 35 Rennwagen, 15 Sport­wagen und 150 Krafträder

R und um Oberschlesien", die be­kannte Radfernfahrt, war das bedeutendste Stra­ßenrennen. das zu Pfingsten stattfand Bei den Berufsfahrern kamen sechs Mann geschlossen am Ziel an Im Endspurt siegte Stach-Berlin in 6:10,49 Std. vor Weckerling - Magdeburg und Stöpel- Berlin. Im Rennen der Amateure kam der Schweinfurter Wendel zu einem neuen Erfolg vor Heller- Schweinfurt und Meier- Berlin

Belgische Tennismeisterin wurde am Sonntag in Brüssel die Deutschdänin Hilde Sperling-Krahwinkel. Sieschlug un Endspiel des Fraueneinzels die Französin Mathieu 7:5, 6:3 und wiederholte damit ihren Erfolg von den Französischen Meisterschaften.

Das Zwei - Schiedsrichter - Sy st em wurde auf der Jahrestagung der englischen Fufe- ball-Liga endgültig abgelehnt.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten der deutschen Turner in Koburg der Urfprungsftätte der Deutschen Turner­schaft, begannen mit der Uebergabe der Bundesfahne der DT. an den Oberbürgermeister von Koburg, «ßr <=> rh m id t Unser Bild zeigt den Festakt auf dem Marktplatz von Koburg. Man steht das Bund^sbanner und rechts Oberbürgermeister Dr. Schmidt während feiner Ansprache. (Schirner-M.)

Ser 6. Reichs-Modell-Segelflug-Wettbewerb an den Pfingstfeiertagen auf der Wasserkuppe in der Rhön war begünstigt von glänzenden Witterungs- verhältnissen. Sie Veranstaltung bot den 30 000 Zuschauern und 400 Wettbewerbsteilnehmern eine Fülle von unvergeßlichen Eindrücken. Ser Aufent­halt der 3000 Angehörigen der HJ.-Jungflieger- charen, der Jungflieger des SLV. und des Jung­volks im Rhöngebirge auf der klassischen Stätte des deutschen Segelflugs wurde für sie alle zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Dank der vortrefflichen Organifatton wickelte sich der gesamte Wettbewerb in vier Klassen und an vier Startplätzen mustergültig upd reibungslosab. Oberst Lörzer, der Präsident des DLV., Ver­treter des Reichsluftfahrt- und des Reichskultus­ministeriums sowie der Reichsjugendführung wohn­ten als Ehrengäste der Veranstaltung bei. Unabseh­bare Ketten von Automobilen und Radfahrern strebten schon während des Samstags der Wasser­kuppe zu, um dort im Feldlager oder in Gersfeld in Massenquartieren Unterkunft zu finden.

423 Modellbauer aus allen deutschen Gauen hatten sich in Ausscheidungswettbewerben in den einzelnen Landesgruppen für den Wettbe­werb qualifiziert und waren nahezu vollzählig am Start erschienen.

Fliegerkapitän Röhre (Berlin), der Leiter des deutschen Segelflugwesens im DLV., begrüßte im Rahmen der feierlichen Flaggenhissung vor dem Ursinushaus die Wettbewerbsteilnehmer und Gaste und schloß mit einem Treuegelöbnis für den För­derer des deutschen Flugwesens und Führer der Natton. Nach der Bauprüfung aller am Wettbe­werb teilnehmenden Modelle in der Hermann- Göring-Halle begannen die Kunstflüge von Motor- und Segelfliegern, welche die ständig zunehmende Schar von Zuschauern und Jungfliegern begeisterten. Die Bauprüfungskom- mission konnte erstaunliche Fortschritte im Modell­bau, besonders in der Metallbauweise, feststellen. Besondere Anerkennung fanden Stahlrohr-Modelle von Gerlach (Frankfurt a. M.) und Müller (Schmalkalden) und Modelle, die nach der Stahl­bauweise von Adenaw (Berlin) erbaut sind. Dr. Geest, der bekannte Vorkriegskonstrukteur, hatte ein Nur-Flügel-Modell konstruiert, wie besonders viele schwanzlose Modelle zu sehen waren.

Alle Modelle waren den Wettbewerbsvorschrif­ten gemäß ausschließlich aus deutschen Werk­stoffen hergeftellt.

Gegen 11 Uhr am Pfingstsonntag wurde der Start eröffnet, und bald schwirrten die kleinen

nerschaft nach den erhebenden Stunden in Stuttgart 1933 ein weiterer Markstein in ihrer Entwicklung sein. Ich wünsche, daß die Deutsche Turnerschaft ihre hohe geschichtliche Mission im Rahmen des Reichsbundes für Leibesübungen auch weiterhin er­fülle."

Am Samstagnachmittag fanden sich dann die über 300 Abgeordneten der Turngaue, die Fachwarte zu­sammen mit dem Führerrat im Landestheater ein, wo die eigentliche Arbeitstagung des 22. Deutschen Turntages stattfand. Nach den ein­leitenden Worten des stellvertretenden Führers der DT. S t e d i n g, ergriff der Reichssportführer das Wort zu einer großen programmatischen Rede, in der er die Maßnahmen zur Vollendung des Neuaufbaues des deutschen Sports verkündete. Die Rede wurde wiederholt von stärkstem Beifall unterbrochen.

Die entsprechenden Satzungsänderungen wurden einstimmig angenommen. Unter großem Beifall er­folgte dann auf Vorschlag von Oberturnmart der Di., Steding,

die Wiederwahl des Relchssportsührer zum Führer der DT.

Der Reichssportführer dankte und brachte ein Gut Heil auf die Deutsche Turnerschaft aus. Nach dem gemeinsamen Gesang eines Liedes erklärte der Reichssportführer den 22. Turntag für geschlossen.

Am Pfingstsonntag wurden die Feierlichkeiten zum Abschluß gebracht. Äm frühen Morgen begannen die volkstümlichen Mehrkämpfe, bei denen auch eine völkische Prüfung zu erfüllen war. Im Hoftheater wurde eine Morgenfeier abge­halten, und nach zweistündiger Mittagspause for­mierte sich der F e st z u g, der in vier Abteilungen nach dem Marktplaß marschierte. Nach mehreren Ansprachen ergriff Reichssportführer von Tscharn- mer und Osten das Wort. Anschließend fand auf dem Anger ein großes Schauturnen statt, an dem sich auch die Deutschland-Riege beteiligte. Die Siegerehrung und ein Volksfest auf dem Anger bildeten den endgülttgen Ausklang des Festes.

Die Mehrkämpfe brachten folgende Ergebnisse:

Mannschaftskampf der Jugendtur- nerinnen: 1. TV. 61 Hof 241 Punkte; Drei- kampf der Turnerinnen: 1. Lydia Eber- hard-Eisleben 85 Punkte; Dierkampf Kl. I: 1. A. Widmann-Ruberg 82 Punkte; 2. G. Bckde- Aschaffenburg; V i erkämpf Kl. II: 1. A. Bor- tune- Haßloch 87 Punkte; Vi erkämpf Kl. III:

1 1. Laubscher-Ludwigshafen 89 Punkte; Drei» kampf Kl. IV: 1. A Löhrmann-Frankfurt a. M. > 64 Punkte.

Seit Freitag stand Koburg Im Zeichen der Tur- i ner. Tausende waren aus allen Teilen des Reiches . und auch von jenseits der deutschen Landesgren^en herboigeeilt, um die 75-Jahrfeier der Deutschen Turnerschast feierlich zu begehen. Die Stadt prangte im Festschmuck. Künstlerhände waren am Werke und hatten einen Rahmen geschaffen, der nichts zu wünschen übrig liefe. Der Anger, der historische . Festplatz von 1860, war auch diesmal wieder Fest- i platz. Durch Errichtung von Tribünen hatte man \ einen stadionähnlichen Bau geschaffen, der viele Festbesucher aufnehmen konnte.

Mit der Einholung des Bun des b an« ' n e r 5 nahmen die Jubiläumsfeierlichkeiten ihren Anfang. Eine Abordnung Stuttgarter Turner über­gab auf dem Platz vor dem Rathause das Fest­banner an die Stadt Koburg. Im Namen der Ko- burger Turner begrüßte Studienrat G ü n tz e l die auswärtigen Gäste.

Am Samstagvormittag fand im Landestheater die feierliche Eröffnung des Jubiläums­festes statt. Das Haus war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einleitenden Musik- und Gesangsvor­trägen ergriff Reichssportführer von Tscham - mer und Osten das Wort zur Begrüßung der Gäste und Festteilnehmer. Der Koburger Oberbür­germeister Dr. Schmidt entbot den Gästen ein herzliches Willkommen Koburgs und feiner Bür­ger. Zum Schluß der Feier hielt Oberturnwart Steding eine mit Begeisterung aufgenommene Rede mit dem Thema75 Jahre Deutsche Turner­schaft", in der er tiefgründig die Entwicklung der DT. schilderte.

Nach der Eröffnungsfeier fand in der ehemaligen großherzoglichen Reithalle, in der vor 75 Jahren der erste Deutsche Turntag abgehalten wurde, eine kurze Erinnerungsfeier statt.

An den Führer und Reichskanzler wurde folgendes Telegramm gesandt:Der Deutsche Turntag, "die berufene Vertretung von 1,6 Millio­nen Turnern der hier in Koburg vereinten Deut­schen Turnerschaft, entbietet dem Führer und Reichs­kanzler ehrfürchtige Grüße. Versammelt an der Stätte, wo vor 75 Jahren deutsche Turner den Wil­len zur Einheit von Volk und Reich bekundet haben, geloben wir unverbrüchliche Treue und stärk­sten Einsatz für den nationalsozialistischen Staat." Aus dieses Huldigungstelegramm

antwortete der Führer:

Der Deutschen Turnerschaft danke ich für die Grüße und das Treuegelöbnis aus Koburg. Möge der Koburger Turnertag 1935 für die Deutsche Tur»

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