Ausgabe 
11.3.1935
 
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danken der Zusammengehörigkeit zu einen. Die neue Weltanschauung wurde der Motor allen Handels. Bauer und Städter stehen in einer Front zusammen in der Verfolgung eines gemein­samen Zieles.

Für den Dauern ist es dabei von Bedeutung, daß er nicht nur als Blutsquelle anzusehen ist, sondern daß er auch die Ernährung des gesam­ten deutschen Volkes sicherzustellen hat.

So wurde in den vergangenen Wintermonaten der Bauer in systematischer Aufklärungsarbeit für die große Aufgabe der Erzeugungsschlacht gewonnen und ihm die Bedeutung dieses einzig­artigen Werkes vor Augen gestellt. Wie weit sich der Bauer dieses Gedankengut schon zu eigen ge­macht hat, zeigt die Tatsache, daß im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau bereits heute ein Erfolg der Erzeugungsschlacht festzustellen ist. In den letzten zwei Monaten wurden für mehr als 2 Millionen Reichsmark Kunstdünger verwandt.

Diese Erzeugungsschlacht ist eine ebenso große sozialistische Tat, wie das Winterhilfswerk, oder die Arbeitsbeschaffung.

Zum Schluß seiner Ausführungen richtete der Landesbauernführer unter großem Beifall an die anwesenden Bauern den Appell:Nun geht an die Arbeit! Und seid dessen eingedenk, daß nicht der ein richtiger Deutscher ist, der jeden Morgen an seine Brust schlägt und voll Reue auf die Knie fällt, sondern der ist ein richtiger Deutscher, der unfern Herrgott jeden Morgen und Abend um die Kraft bittet, für Deutschland und sein Volk schaffen zu dürfen."

Als der Beifall nach der Rede des Landesbauer n- sührers sich gelegt hatte, schloß Landesobmann Seipel die Kundgebung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Führer. Erhobenen Armes wurde von der Menge das Horst-Wessel-Lied ge­sungen.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Der Sämann

lut gleichmäßig festem Schritt geht der Land­mann über den Acker und streut mit voller Hand den Samen auf die braune Scholle. Er ist wie das Bild des Lebens überhaupt. Fest ist die Hoffnung in seinem Herzen, daß die Macht des Lebens ist als alle feindlichen und vernichtenden Kr Erde. Das Korn wird keimen, wachsen und Alles braucht nur Zeit. Harte Wetter und salsschläge tragen nur zur Stärkung und gung bei. Und wenn der Sturm eines kni« liegt daran, andere nehmen seinen Platz i tragen doppelt Früchte. Wetterhart und w soll das Leben machen.

Der Erde wird der Same übergeben, ö deckt ihn, er beginnt zu schlafen wie das 5 Mutterarm. Bald aber erwacht er, reckt Un sich, und schon nach wenigen Tagen scha Köpfchen in Form kleiner Spitzen herum kurzer Zeit tritt, wie bei allen Kindern, Ermüdung ein, und das Pflänzchen begiv zuschlummern. Es ist so müde, sterbend ti Kalt zieht die Winternacht herauf, Schne brausen übers Land. Das junge Getreidepf! merkt nichts, eine schützende Schneedecke üb es, warm ruht es in den Armen der Mw Und wieder heult der Sturm. Diesmal ade es wie Fanfarenstöße und Schlachtrufe übei Er rüttelt an alten morschen Bäumen, je jungen Pflänzchen rauhe Luftmassen ins daß es erschreckt aufgewacht ist. Es begir nach dem langen Winterschlaf zu dehnen strecken. Leben und Bewegung ersteht a Acker, eines will das andere überflügel jedes streckt seine Halme gleich Armen der der Mutter allen Lebens, entgegen. Bald tr Wind durch das Getreidefeld, die Ernte g Reife entgegen und Sicheln und Sensen er Das Alte muß weichen und neuem, junger Platz machen. Ewiges neues, sprossendes L

Mit ganz besonderer Hoffnung und Schaffens­freude schreitet der Bauer in diesem Jahre zur Bestellung seiner Aecker. Gilt es 'doch, des ganzen Volkes Nahrunasfreiheit zu erringen und damit den Weg zu bessern für unsere und unserer Kinder politische Freiheit. Ein ganzes Volk schaut mit Stolz auf sein Bauerntum und steht geschlossen hinter ihm. Siegreich wird unser Bauerntum die deutsche Erzeugungsschlacht zu Ende führen, sieg­reich wie das ewig-neue Leben alle Mächte der Zersetzung und des Niedergangs überwindet.

Was verstehen wir unter Gesundheits- schädlingen?

In engerem Sinne gelten als Gesundheitsschäd­linge alle diejenigen Tiere, die den Menschen durch Blutsagen, Biß, Stich, Aetzen, Jucken oder Ruhe­störung gesundheitlich beeinträchtigen oder gar an­steckende Krankheiten auf ihn übertragen. Wir müs­sen aber auch diejenigen Tiere als Gesundheitsschäd­lings im weiteren Sinne betrachten, die die Nah­rungsvorräte des Menschen in seiner Wohnung und

Gruppen unterscheiden: 1. Sogenannte Freinister, d. h. Tiere, die ihre Entwicklung im allgemeinen nicht in den menschlichen Wohnungen nehmen, son­dern im Freien. Beispiele: Die meisten Fliegen­arten (Mist, Abfallstoffe), Stechmücken, Wespen und die meisten Ameisenarten. 2. Wohnungsnister (Wanzen, Schaben, Pharaoameisen, Motten, Käse- fliegen). 3. Körpernister (Läuse und Krätzmilben). Beispiele für Ueberqänqe zwischen den Gruppen: Ratten und Mäuse, Flöhe u. a. m.

Banknotenhamsterer schaden dem Botksganren und sich selbst.

Zum 31. März 1935 sind die Reichsbanknoten über 20, RM. mit dem Datum vom 11. Oktober 1924 aufgerufen worden, d. h. diese Reichsbanknoten ver­lieren nach Ablauf einer gewissen Frist ihre Kurs­fähigkeit. Wer diese Scheine nach Ablauf der ge­setzten Frist noch besitzt, hat einen empfindlichen Verlust zu tragen. Jedermann trachtet also danach, die bei ihm befindlichen Scheine mit dem Ausgabe­datum vom 11. Oktober 1924 weiterzugeben, und vor

Mnter-Hilsswerk des deMen Volkes 1934/35.

Schon jetzt läßt sich übersehen, daß das deutsche Volk im Nahmen des Winter- Ailfswerks 1934/35 in einem Maße geopfert hat, wie es angesichts der bestehenden schweren finanziellen Verhältnisse nicht erhofft werden konnte. Aus diesem Anlaß ist es gerechtfertigt, diese Tatsache auch kommenden Geschlechtern in einer in die Augen fallenden Form stets zum Bewußtsein zu bringen und dadurch aber auch das Ge­dächtnis an eine schwere und große Zeit wach zu erhalten.

Es ist deshalb im Nahmen des Winter-Hilfswerker die Aufstellung von Mosaiken in den Gemeinden vorgesehen, die den Nachkommen künden sollen, welche Opfer die Einwohnerschaff für chre notleidenden Volksgenossen gebracht hat.

Auch in unserer Stadt wird vom Montag ab die Aufstellung eines solchen Mosaiks durch das Winter-Hilfswerk erfolgen. Oie zur Herstellung des Mosaiks erforderlichen Steine werden zu 20 Pfennig das Stück verkauft. Eine Ausstellung des Mosaik­musters erfolgt bei dem Verkauf der Steine in den Straßen.

Ich bitte die Bevölkerung wiederum ihren Opserwillen zu zeigen und durch K ___e am -r _ __X-f Z5L.Z-XZ 4L. /2.XH - -1 _ *1 .ic.»

Die Ifflandstöch ' und ihre Freier

Noman von 3- Schneider-Foerst Copyright by Verlag Oskar Meister, Werda 1. Fortsetzung Nachdruck o

Aber als er dann ans Fenster trat, prallt schrocken zurück. Unten auf dem Kies star Zweitälteste in einem Badetrikot, der über u mit Schlamm bedeckt war, und neben ihr $ das Ekel", in derselben Verfassung, nur r Unterschiede, daß er dazu noch an allen ( schlotterte.

Kommen Sie herauf, Bob", hörte er lachend rufen.Und lassen Sie sich ein He sonst was geben, es wird schon etwas da fi Ihnen paßt." Dabei zog sie ihn hinter sich l dem Hause, und gleich darauf knallte die ins Schloß.

Luzie hatte den Vater jetzt erst am Fens deckt und rief ihm eine Erklärung heran Margot ist durch den Kanal geschwommen! der Pöttmes Angst gekriegt, sie käm' nicht heraus und ist ihr nachgekrochen! Mahl Herrschaften!" Sie schüttelte sich und lief den beiden drein, deren Stimmen bereits Treppe hörbar wurden.

Das Surren des Telephons rief Jssland Schreibtisch. Er umfaßte das Hörrohr mit i Fingern.Ja, ich bin es selbst, Henriette. I! ist bei uns. Soeben angekommen, ja. Mit Tochter. Sie wollen mir die Ehre geben? I nicht, wie ich Ihnen danken soll, Henriette! Wiedersehen! Nein, Sie stören keineswegs mals auf Wiedersehen?"

Er ließ den Hörer auf die Gabel fallen u sich leicht über die Stirn, die feucht geword Lächerlich! Aber es passierte ihm immer Und dabei war er fünfundvierzig Jahre m riette Pöttmes nur einige Sommer jünger . er hatte vier Kinder und sie einen Sohn v> undzwanzig.

Henriette war eine Frau von Anmut un Und einem Vermögen, das den Wert von j so hieß Jfflands Besitz um das m überstieg. Außerdem hatte sie noch Lieger in der Schweiz und war Hauptaktionär einem halben ^Dutzend Jndustriegesellschafte

Freilich waren auch ihre Bedürfnisse sprechend, und es schien mehr als fraglich durch eine Heirat mit ihr seine verfahren, schäft nicht noch um ein Stück weiter in t gründ kutschierte. Denn Hausfrau schien £ nicht zu fein, so wenig wie seine Töchter es

unterlassen, ihr Geld einem berufenen Geldinstitut anzuvertrauen. Wenn es auch im Einzelfalle nur kleine Beträge sein mögen, die auf diese Weise untätig zu Hause schlummern, so spiegeln sie doch in ihrer Gesamtheit eine Rolle, gerade in der jetzigen Zeit, in der die weitere Arbeitsbeschaffung durch Kredite an den Mittelstand usw. weitergeführt wer­den muß.

Möge die jetzt oorgenommene Außerkurssetzung von Zwanzig-Reichsmark-Scheinen dazu beitragen, daß die betreffenden Geldbesitzer ihr Geld bei der Umwechslung bei den berufenen Geldinstituten be­lassen, zum eigenen Nutzen und zum Besten der Volksgesamtheit.

Halbmast am 17. März!

DNB. Am Heldengedenktag, 17. März, flaggen die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden, der Körperschaften des öffentlichen Rechts und der öffentlichen Schulen halbmast. Diese Anordnung wird hiermit amtlich mit dem Hinzufügen be­kanntgegeben, daß eine schriftliche Benachrichtigung der Behörden nicht erfolgt.

Deutsche Arbeitsfront, Berufsgruppenamt.

Derufsgruppe der Techniker, Fachgruppe Eisen- und Metallindustrie.

Die für heute Montag, 11. März, im Ortsgrup­penheim des Berufsgruppenamtes in der DAF. vorgesehene monatliche Zusammenkunft der Fach­gruppe Eisen- und Metallindustrie muß um etwa 14 Tage verlegt werden, da der Referent des Abends, Maschinenbau-Lehrer T i e l m a n n , ver­hindert ist. Der neue Termin der Zusammenkunft wird rechtzeitig bekanntgemacht.

NGLB., Kreis Gießen.

Fachschaftkörperliche Erziehung", Bezirk Gießen.

Mittwoch, 13. März, Pflichtarbeitsgemeinschaft in der neuen Pestalozzischule. 15.30 bis 16.30: Knaben- turnen; 16.30 bis 17.15: Leistungsturnen; 17.15 bis 18.15: Mädchenturnen.

Reifeprüfung und Parteigliederungen

Der Reichserziehungsminister hat verfügt: Wie im Vorjahre, so ordne ich auch für die Reifeprü­fung zum Dftertermin 1935 und für die Reife­prüfungen, die noch im Laufe des Schuljahres rnzn^iM nnchriirf ft* nn-