Ausgabe 
11.3.1935
 
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Trauerkundgebung für Minister Schemm

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Konkursverfahren

ÜBERALL ERHÄLTLICH]

Alsfelder bereits einem vorausge- Sieger erklärte.

hatte gegen den

Hand. Zweimal hatte Funk den gelegt, als der Kampfleiter nach gangenen Aufreißer Funk zum 5:0 für Gießen.

Leichtgewicht: Semper

sich un- oon

** Das Setzen der Garten-Wasser- m e f f e r betrifft eine Bekanntmachung des Städti­schen Gas- und Wasserwerks im heutigen Anzeigen­teil. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht.

** Generalversammlung der Handels­und Gewerbebank. In unserem heutigen An­zeigenteil werden die Mitglieder der Handels- und Gewerbebank zur 76. ordentlichen Generalversamm­lung am Dienstag, 19. März, eingeladen. Näheres in der Anzeige.

hierdurch aufgehoben. Gießen, den 4. März 1935.

Amtsgericht.

hielt sodann die Gedenkansprache. Wir finden uns hier, so führte er u. a. aus, zu einer tiefernsten Trauerfeier. Hans S ch e m m ist von uns gegangen, der Gauleiter der bayerischen Ostmark, der Grün­der und Führer des Nationalsozialistischen Lehrer­bundes, der bayerische Staatsminister für Unter­richt und Erziehung. Tausende von Soldaten Adolf Hitlers in der bayerischen Ostmark trauern um ihn. Hunderttausende deutscher Erzieher, das ganze deutsche Volk und sein Führer trauern um ihn. Erschüttert stehen wir vor dieser Härte des Schick­sals! Hans Schemm ist tot!

Unser -Volk verliert einen seiner Besten und einen seiner Treuesten.

Die Erzieher verlieren in ihm den Mann, der sie aufqerufen hat, am Aufbauwerk für das Vaterland mitzuarbeiten. Was Schemm bedeutet, kann nur der ermessen, der ihn selbst gekannt hat, ihm in die Augen sah, ihm die Hand drückte. Unvergeßlich der Tag, als er das erste Mal die Erzieher in Berlin zusammenrief, an unsere Herzen appellierte und jeden einzelnen mit sich riß, vorwärts in die Zu­kunft des deutschen Volkes, dem er sein ganzes Sein und Wesen geweiht hat! Ein Kämpfer ist er gewesen, wie nur wenige. Ein Kämpfer ift er ge­wesen, der in den schwersten Jahren sich mit seiner ganzen Person einsetzte. Und es war ein Erlebnis, wenn man ihn hörte, man wußte, daß er nicht um der Worte willen sprach, nicht um seiner selbst willen redete, sondern weil er durchgluht war von den Gedanken des Führers. Der Kampf den Hans Schemm gekämpft hat, war von ungeheurer Be­deutung für unter Volk. Er erfaßte, um was es ging. Er hat das Wort des Führers wahr gemacht, der da sagte:

Rach der Ergreifung der Wacht ist die Er­ziehung des deutschen Wenschen die wesentlichste

Aufgabe."

Für diese Aufgabe hat sich Hans Schemm eingesetzt Er führte dem Führer ein starkes Bataillon zu, das den deutschen Menschen erziehen soll. Er selbst aber war der Typ des deutschen Menschen, des erotg= suchenden- nierastenden und des faustischen Men­schen, der nichts kannte als Kampf für sein Bolt, der nichts anderes wußte, als sich einzusetzen für

sein Volk. Er begriff, daß das deutsche Volk nur durch den Einsatz der Persönlichkeit groß werden kann.

Der NSLB. steht nun ohne seinen Führer. Aber was der Führer zurückließ, war und ist nur ein Anfang. Aber die Kraft und der Geist dieses vor­bildlichen Mannes ist eingedrungen in die Herzen der deutschen Erzieher und Erzieherinnen.

Er hat aus Dutzenden von Vereinen und Or­ganisationen diesen starken Bund geschaffen, der heute dasteht, einzig in seiner Art, erfüllt von der Kraft und der Innerlichkeit der national­sozialistischen Weltanschauung.

Wir wissen, daß das Werk von heute noch nicht Vollendung ist, aber der Wille zur Vollendung liegt in uns allen. Das, was Hans Schemm aus dem Stande der Erzieher machen wollte, wird Frucht bringen. So wie er sich einsetzte für den Stand der Erzieher, so setzte er sich auch ein für die Umge­staltung des deutschen Erziehungswesens. Er erfüllte die Organisation mit organischem Leben. Diesem Wollen hat er auch Ausdruck gegeben im Hause der deutschen Erzieher. Es ist noch nicht vollendet, doch gut gegründet. Das aber ist das Tragische seines Schicksals, daß er der erste ist, der in der Weihehalle des Hauses aufgebahrt wird. Er ist uns das Symbol des deutschen Menschen, der kämpfte bis zur Selbstaufopferung.

Das Werk wird ihn überleben, der NSLB. wird dem Dienste am Vaterland gerecht werden. Sein Tod wird uns die Kraft geben, das Werk zu vol­lenden. Durch feinen Tod werden wir noch fester verbunden, damit wir das Werk, für das er sich opferte, vollenden können.

Nach einem Sprechchorwerk und nach dem Adagio aus der Kirchensonate in F=2)ur von Corelli, vom Orchester gespielt, brachte Schulrat N e b e - l i n g noch einige eindrucksvolle Worte Hans Schemms zum Vortrag, in denen die Gedanken des Reichsführers der NSLB. über die Aufgaben des Erziehers, über den Charakter des deutschen Erzie­hungswesens, über die Politik und die Gedanken als Kämpfer Adolf Hitlers zum Ausdruck gebracht waren. Diese kurzen Wiedergaben, die mit der gei­stigen Persönlichkeit des verstorbenen Kämpfers ver­traut machten, wurden abgelöst durch die Rundfunk­übertragung der Feier in der Weihehalle im Hause der Deutschen Erzieher. Die Uebertragung wurde von zahlreichen Zuhörern mit großer Aufmerksam­keit- verfolgt.

Im Schlußwort zur Trauerkundgebung betonte Schulrat Nebeling, daß wir noch wachsen und reifen müssen, um unserer Aufgaben Herr zu wer­den. Wir werden uns erziehen lassen durch Leid und Not.

Der Führer des NSLB. ist gefallen! Es stehl aber die Fahne und es bleibt der Sieg der nationalsozialistischen Weltanschauung. Es lebt der Geist des Toten.

und zum Bauen

Abermann

Am Samstag gegen 19.30 Uhr ergeignete auf der Landstraße GießenReiskirchen, in mittelbarer Nähe der Kreuzung der Straße Annerod nach Rödgen, also etwa beim neuen Gieße­ner Wasserbehälter, ein schweres Verkehrsunglück. Drei Männer aus Gießen und eine Frau aus Gar­benteich befanden sich mit einem geliehenen Per­sonenkraftwagen auf der Fahrt von Gießen nach einem Orte in der Rhön, um dort am gestrigen Sonntag an einer Beerdigung teilzunehmen. Die Insassen des Wagens waren der Lagerist Otto Euler, Seltersweg 20, der Kaufmann Ernst A u l e r , Kaiserallee 4, ferner der Kraftfahrer Wil­helm Bögler, Großer Steinweg 4, sämtlich aus Gießen, sowie Frau Anna Decker aus Garben­teich. Der Kraftwagen wurde von dem Kraftfahrer

Schmelmgs überlegener Sieg

Aox-Großkampf in der Hamburger Hanseaten-Halle.

wurde eine hohe Auszeichnung zuteil. Er erhielt in Anbetracht seiner Verdienste um die Sache des Roten Kreuzes das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes verliehen. Dr. Gros wirkt seit dem Jahre 1921 in der Gießener Kolonne.

15. Jubiläum der oberhessischen Imker

Am zweiten Ostertag des Jahres 1860, also vor nunmehr 75 Jahren, fand im Pfarrhause in Grü­nt n g e n eine Vorbesprechung einiger Imker statt, der im Mai des gleichen Jahres eine Besprechung von etwa 30 Imkern in Gießen und im Sep­tember 1860 die Gründung des Oberhessischen Bienenzüchtervereins in Gießen folgte. Der Gau Oberhessen in der Reichsfachschaft Deut­scher Bienenzüchter wird sein 75jähriges Bestehen am dritten Ostertage dieses Jahres in Gießen, der Stadt seiner Gründungen würdiger Weise be­gehen. Die Jubiläumsfeier, zu der Vertreter der Partei, der staatlichen und städtischen Behörden, so­wie der Universität geladen werden sollen, findet in der Turnhalle am Oswaldsgarten statt. Im Mit­telpunkt wird der Festvortrag stehen, zu dem Pro­fessor Koch vom Bienenwissenschaftlichen Institut in Celle als Redner gewonnen werden soll. Der bekannte Imker Pfarrer A i s ch - Bad-Nauheim hat einen aus etwa 80 Lichtbildern bestehenden Bild­streifen hergestellt, der die Entwicklung der Bienen­zucht in Oberhessen in ausgezeichneter Weise zur Darstellung bringt. Der Bildstreifen wird am Ju­biläumsfesttag erstmals vorgeführt. Es sind ferner Ehrungen verdienter oberhessischer Imker geplant. Am Samstag fand in Bad-Nauheim unter dem Vor­sitz von Leherer Braun- Rodheim v. d. H. eine Sitzung des Gauvorstandes statt, in der die Gießener Jubiläumsfeier eingehend besprochen wurde.

Schweres Verkehrsunglück

Ein Toter, drei Verletzte.

Unsere Aufgabe ist, das Werk fortzusetzen, das er begann. Wir können ihm keinen größeren Dienst tun, als den, uns einzusetzen für das, dem er feine Kraft gab. In diesem Sinne marschieren wir in die Zukunft und schaffen das neue Deutschland!

Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Füh­rer Adolf Hitler beschloß der Redner feine An­sprache. Hierauf wurde der erste Vers des Horst- Weffel-Liedes gesungen.

Aus Iahrräderu im Weltkamps querfeldein

Die Radfahrer im Dienste der Winterhilfe.

Das Konkursverfahren über das Vermögen der Firma j. Jttmann, Inhaber Alfred Brumlit, Wöbet, waren-verfandhaus in Gießen, Bahnhofstraße 29, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins " ' ' 14300

Der Nationalsozialistische Lehrer­bund im Kreise Gießen hielt die Trauer­kundgebung für den verstorbenen Reichsminister und Reichsführer des NSLB. Hans Schemm am Samstagvormittag in würdigster Form im Saale des Cafe Leib ab. Auf der Bsthne war vor einer großen Hakenkreuzfahne das Bild des Verstorbenen aufgestellt und mit vielem frischen Grün umgeben worden. Vor dem Bilde brannten in feiner An­ordnung drei Kerzen.

Das Orchester des NSLB. (unter der Stabfüh­rung von Musiklehrer N e b e l i n g) leitete die Feier mit der Kirchensonate in 0-Moll von C o - relli ein und schuf mit der ernsten, getragenen Melodie die rechte Stimmung für die Gedenkstunde.

Kreisschulrat Pg. Nebeling sprach zunächst einige Sätze aus Schemms geistigem Nachlaß, aus denen die feste, aufrechte Art des Verstorbenen fühlbar wurde. Studienreferendar Gesfer sprach dann das GedichtToter Kamerad" von Baldur v. S ch i r a ch in eindrucksvoller Weise.

Schu rat Nebeling

mehrfachen Gaumeister Kister II. (Alsfeld) einen schweren Stand. Kister siegte durch Ueberrourf. 5:3 für Gießen.

Weltergewicht: Sofort nach Beginn gelang Klotz ein Armfallgriff, wodurch Schwalm (Als­feld) auf die Schultern kam. Der Kampfleiter über­sah aber diese Niederlage. Am Boden konnte sich Klotz gegen den stärkeren Schwalm nicht behaup­ten und verlor durch Schultergriff. 6:5 für Alsfeld.

Mittelgewicht: Als ein großes Talent ent­puppte sich der Gießener T r e ch s l e r. Er leistete dem Gaumeister Steinbach erbitterten Widerstand. Steinbach mußte alles aufbieten, um den Gießener in der 6. Minute auf die Schultern zu bringen. 9:5 fpr Alsfeld.

Halbschwergewicht: Vetter (Reichswehr) zeigte sich von der besten Seite und holte eine Wer­tung nach der andern. In der achten Minute lag Schott III. (Alsfeld) geschlagen am Boden. 9:8 für Alsfeld.

Schwergewicht: Walther (Gießen) und Kister I. (Alsfeld) lieferten sich einen erbitterten Kampf. Schließlich siegte aber der erfahrenere Kister durch Armdurchzug. Walther dürfte bei mehr Kampferfahrung eine starke Stütze der Gießener Mannschaft werden.

Gesamtergebnis: 12:8 für Alsfeld.

Gießener Ringer in Alsfeld.

1. Kraft- und Sportklub 1893 VfK. Alsfeld 8:12.

Die Gießener Ringermannschaft kämpfte am Samstag in Alsfeld gegen die Gaumeisterschaft des dortigen VfK. und mußte eine unverdiente Nieder­lage einstecken. Der Kampfleiter Enders «Als­feld) übersah im Weltergewichtskampf eine klare Schulterniederlage Schwalms Dieses Versehen kostete der Gießener Mannschaft den Sieg. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. So fehlte bei Gießen der Schwergewichtler Emmerich. Da­durch mußten einige Ringer eine bzw. zwei Klas­sen höher ringen. Es muß aber noch gesagt wer­den, daß Alsfeld auch eine leichte Mannschaft stellte. Nun die einzelnen Kämpfe:

Bantamgewicht: Erstmalig hatte Gießen den Jugendlichen Becker eingesetzt. Dieser machte seine Sache gut und besiegte den Alsfelder Maus glatt nach Punkten 2:0 für Gießen.

Federgewicht: Funk (Gießen) hatte gegen Schott II. (Alsfeld) jederzeit das Heft in der

Die Radfahrer des Bezirkes Gießen im Deut­schen Radfahrerbund (Gau 12) eröffneten gestern die Radsportsaison 1935. Diese Eröffnung geschah in besonderer Form: zum er st en Male wurde in Gießen ein Querfeldein- Rennen veranstaltet. Die Ausrichtung des Ren­nens hatte wieder einmal der Radfahrverein 18 8 5 Gießen übernommen. Die Leitung lag in Händen des bewährten Bezirks-Straßenfahr- warts August D e i b e l. Das Rennen nahm einen ausgezeichneten und völlig reibungslosen Verlauf und brachte einen hochinteressanten Kampf. Der Wettbewerb stellte an die Teilnehmer äußerste An­forderungen.

lieber die Höhe an der Karlsruhe (an der Straße GießenMarburg) pfiff ein stetiger eisiger Ostwind, als sich die wetterharten Teilnehmer des Wett­bewerbs und die unentwegten Freunde des Rad­sportes einfanben. Pünktlich zur festgesetzten Zeit wurde zum Start angetreten. 18 Mann hatten sich zur Teilnahme gemeldet und 18 Mann waren auch am Start erschienen.

zeigte jedoch keinerlei Wirkung. Auch Schmeling wurde einige Male getroffen, sicherte sich aber die zweite, dritte und vierte Runde klar. Die fünfte Runde verlief ausgeglichen, in der sechsten begann aber bann Schmeling seinem Gegner systematisch zu zermürben. Dreimal mußte Hamas in dieser Runde zu Baden, zweimal bisacht" und beim drittenmal rettete ihn nur der Gong vor dem k. o. Von diesem Augenblick an hatte Hamas nichts mehr zu bestellen. Benommen wankte er im Ring herum und mußte die schwersten Sachen einstecken. Er hielt zwar noch die siebente und achte Runde durch, in der neunten war er jedoch so fertig, daß der Ringrichter den Kampf zu Gunsten Schmelmgs ab­brach und Max Schmeling zum Sieger durch tech­nischen k. o. erklärte. Tobender Beifall belohnte die großartige Leistung des deutschen Exweltmeisters, aber auch Steve Hamas wurde ob seiner tapferen Haltung mit lauter Anerkennung belohnt.

Anschließend an diesen Großkampf gab es noch ein Tressen zwischen Fred Boelck (Hamburg) und dem Engländer Glen Moody, das ein gerechtes Unentschieden brachte.

Ein Telegramm Dr. Hanfstaengls an den Boxer Steve Hamas.

Der Leiter des Auslandamtss der NSDAP., Dr. H a n f st a e n g l, hat an den im Boxkampf mit Max Schmeling am Sonntag ehrenvoll unter­legenen amerikanischen Boxer Steve Hamas fol­gendes Telegramm gesandt:

Jeder wahre Sportsmann bewundert einen guten Verlierer. Alle sportliebenden Deutschen füh­len gemeinsam mit mir, daß Sie für die männ­liche Art, mit der Sie Ihren Kampf durchhielterk, die größte Anerkennung verdienen."

Das Rennen führte zweimal über eine genau bezeichnete, 7,5 Kilometer lange Strecke, die sehr schwer zu fahren war. Von der Karlsruhe aus hatten die Teilnehmer zunächst auf schmalen Pfa­den zwischen Häusern und Gärten von Wieseck hin­durch zur Badenburger Hohle zu fahren, die Hohle zu überqueren, um dann wiederum auf schmalen Pfaden zwischen Wiesen und Aeckern nach der Alten-Busecker Chaussee zu gelangen. Hinter der Jttmannsburg" war in den Wald am Fuß des Hangelssteins einzubiegen, die Radfahrer mußten hier stark zerfahrene Straßen überwinden, dann auf Feldwegen über die Daubringer und die Mar­burger Chauffee^hinweg zur Badenburg gelangen. Don dort aus führte die Strecke in der Richtung nach Gießen ein Stück am Bahndamm entlang und dann durch eine Unterführung hindurch wieder nach dem Startplatz zu. Bevor die Fahrer aber die .Karlsruhe" wieder erreichten, hatten sie erst die große Sandkaute mitsamt ihren Rädern steil emporzusteigen und auch noch einige künstliche Hindernisse am Startplatz zu passieren, bevor fiel

Der Weltmeisterschafts - Endausscheidungskampf zwischen Max Schmeling und ' dem Amerikaner Steve Hamas in der Hamburger Hanseaten-Halle wurde zu einem Erfolg in jeder Hinsicht. Sportlich, weil ausgezeichnete Treffen geboten wurden und Max Schmeling den Amerikaner Steve Hamas in neun Runden so zusammenschlug, daß der belgische Ringrichter Valony den Kampf abbrach, und finan­ziell, da über 20 000 Menschen die neue Riosenhalle bis auf den letzten Platz füllten. Ganz Hamburg und besonders der Stadttell Rothenburgsort stan­den ganz im Zeichen des großen Kampfes. Die Halle selbst füllte sich gleich nach der Deffnung der Pforten mit einer gespannten und begeisterungs­fähigen Zuschauermenge.

Pünktlich um 16 Uhr betraten die ersten Kämpfer, der Deutsche Adolf Heuser und der Engländer Bob Carvill, den Ring. Der Kampf nahm ein vorzeitiges Ende, da Heuser seinem Gegner so überlegen war, daß er in der 6. Runde aufgab. Auch im zweiten Treffen des Tages, Adolf Witt (Kiel) gegen Er nie Simmons (England), gab es einen deutschen Sieg. Witt holte nach einem dramatischen Gefecht nach 10 Runden einen sicheren Punktsieg heraus. Nach diesem Kampf folgte eine kurze Pause und dann kamen

Schmeling und Steve Hamas

in den Ring. Das Kampfgericht, V a l o n n (Bel­gien) als Ringrichter, Robertson (USA.) als amerikanischer und Karl Feldhus (Frankfurt) als deutscher Punktrichter, nahm seine Plätze ein und dann begann der Kampf. Zunächst arbeiteten beide Gegner sehr vorsichtig und verhalten, aber schon in der zweiten Runde ging Max Schmeling mehr aus sich heraus und übernahm das Kom­mando. Er kam einige Male gut durch, Hamas

Vogler- Gießen gelenkt. An der obenbezeichneken Stelle sprang plötzlich ein Reh aus dem Walde her­aus auf die Straße und unmittelbar in den fahren­den Kraftwagen hinein. Durch den wuchtigen An­prall des Wildes verlor der Autolenker die Herr- chaft über den Kraftwagen, der in voller Fahrt in den Straßengraben fuhr und sich dort über­schlug. Dabei wurden alle Insassen verletzt, am schwersten der Lagerist Otto Euler, der einen doppelten Schädelbruch und einen Unterkieferbruch erlitt, während Bögler Kopfverletzungen und Hautabschürfungen im Gesicht davontrug, Frau Decker Schnittwunden am Kopfe und einen Bruch der rechten Hand erlitt, Auler sich einen Arm auskugelte und Hautabschürfungen davontrug. Zu­fällig des Weges kommende Passanten nahmen zwei der Verletzten in Kraftwagen mit nach Gießen und alarmierten schleunigst die Freiwillige Sani­tätskolonne vom Roten Kreuz, die sich mit dem Sanitätswagen und dem erforderlichen Gerät schnellstens an die Unfallstelle begab, die erste Hilfe leistete und die Verunglückten ebenfalls rasch nach Gießen brachte, wo alle vier in der Chirurgischen Klinik Aufnahme sanden. Hier ist gestern kurz nach 20 Uhr der am schwersten verletzte Herr Euler leider an seinen Verletzungen verstorben. Der Kraft­wagen wurde bei dem Unglücksfall zertrümmert. Das Reh wurde bei dem Zusammenprall getötet.

Vornotizen.

Tageskalender für Montag: Orts­gruppe Gießen-Ost: 20.30 Uhr auf der Liebigshöhe Mitgliederversammlung; es spricht Ortsgruppenleiter Dr.' R ö d e r. NS.-Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Nord: 20 Uhr Amtswalterappell imEin­horn". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Sym­phonie der Liebe".

Frühjahrsmodenschau im Cafe Amend. Am Mittwoch, 13., am Donnerstag, 14., und am Freitag, 15. März, finden im Cafä Amend Modenschauen im Interesse des Einzelhandels statt, die von einer Werbegemeinschaft getragen werden. Auf die heuttge Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.

Das Auswtegen der Boxer. Kurz vor dem Kampf wurden die Boxer, den Vorschriften entsprechend, ausgewogen. Beide Kämpfer erschienen in glänzender Verfassung auf der Waage. Links sieht man Steve Hamas und rechts Max Schmeling.

Der Naturforscher vereint mit Natur undTechnik Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Na^rwissensch^en und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. H g

Dr. Richard Rein

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