Oberhessen
Wirtschaft
tischen Wissenschaften hinzu —, schuf er die Spitze einer Zentralisation des Bildungswesens. Im alten Frankreich hatte es 21 Universitäten, 18 Fakultäten der Theologie, 20 Fakultäten des Rechts, 18 der
Un st erblichen. Dabei hat dieser ganze zentralisierte Bildungsapparat keine Forscher hervorgebracht und konnte es auch nicht. Aber die Academie Fran- $aise hat auch die Literatur der letzten 130 Jahre unbeeinflußt gelassen. Ein Geschichtsphilosoph wie T a i n e flog aus der Academie, weil er, obgleich feiner französischer Stilist, nicht christlich war oder wurde; die Größen der französischen Literatur, ein
Bild von der Kultur unserer Vorfahren zu Beginn unserer Zeitrechnung, schilderte, wie diese in den Kämpfen mit den Römern erfolgreich ihr Volkstum verteidigten und brachte u. a. interessante Einzelheiten über die sog. „Weinstraße", den Pfahlgraben und die Ausgrabungen von verschiedenen Orten unserer Heimat. Ein Besuch des Gießener Museums soll demnächst der Erweiterung, Vertiefung und Abrundung des gewonnenen Bildes dienen.
Balzac, ein Beranger, waren für sie nie vorhanden. Mit ihrem Genie waren sie „deklassiert". Denn seit Richelieu verkünden die 40 Unsterblichen das Ideal der Mittelmäßigkeit, des guten Gefell- schattstones, und da sie damit die Wesensart ihres Volkes treffen und die Sprache alexandrinisch pflegen, ist ihr Ansehen unerschütterlich. Denn mehr als anderswo regiert in Frankreich Madame La Regle.
ihr das Vorbild aller ähnlichen Schöpfungen gab, hat keine Universitäten mehr. Wie hätten auch die beschränkten und übermütigen Utilitarier der Revolution die noch kümmerlich hinsiechenden Gewächse schonen oder gar suchen mögen, sie wieder zu beleben? Die ganze Natur der Universitäten, ihr komplexer, zugleich wissenschaftlicher und didaktischer Charakter, der Rest von Autonomie, ohne welchen sie in Wirklichkeit aufhören, Universitäten zu sein, die Freiheit, die sie dem Lehrenden und Lernenden in gleicher Weise gönnen — kurz, ihr ganzes in der Geschichte und Tradition begründetes Wesen mußte der rationalistischen, nivellierenden Tendenz der französischen Revolution mehr als zuwider sein: es war ihr geradezu vom Uebel. Weder ihr Geschmack an Symmetrie noch ihr Sinn für gemeine Nützlichkeit, noch ihr Gefallen an Logik und Schablone konnte diese unförmigen Ueber- bleibsel des Mittelalters im „modernen Staat" dulden. Und so setzte der große Testamentsvollstrecker der Revolution, ihr echter Sohn in dieser Lust am willkürlichen Organisieren, wie in der Freude am Wegräumen „unnützen Schuttes", an die Stelle der Universitäten die Universität, jene riesenhafte Maschine, welche Volksunterricht, mittleren und höchsten Unterricht in sich begreift und, vom Unterrichtsminister geleitet, von sechzehn Rektoren verwaltet, von Hunderten von General-, Akademie- und Primär-Jnspektoren überwacht wird."
Ihre Spitze aber ist d i e Akademie der
körperlicher und geistiger Frische.
I fD Lollar, 10. März. 5n gemeinsamer Tagung der Bezirke Lollar und Londorf des N S.- L e h r e r- b u n d e s sprach Museumsassistent S z c z e ch - Gießen über „Die Eisenzeit". Er gab ein anschauliches
einer allmählichen Besserung des Absatzes auf dem Jnlandmarkt fest. Das Geschäft der Schriftgießereien und Messinglinienfabriken war dagegen im allgemeinen wenig befriedigend.
lihein-Mainische Mittagsbörse.
Tendenz: fest.
Frankfurt a. M., 9. März. Die Börse lag zum Wochenende erwartungsgemäß sehr ruhig, blieb aber auf der ganzen Linie recht fest. Die Kulisse übte etwas Zurückhaltung, dagegen zeigte sich in einigen Spezialwerten weiter leichte Publikumsnachfrage, so daß gegen die schon weiter befestigte Abendbörse überwiegend kleine Gewinne eintraten. Neue Anregungen lagen für heute nicht vor, indessen wirkten die in den letzten Tagen bekanntgewordenen Abschlüsse günstig nach.
Der A k t i e n m a r k steht weiterhin unter dem Eindruck der Abschlußperiode, und man hat von der letzten Entwicklung über die Rentabilität der Industrie-Unternehmungen einen recht guten Eindruck bekommen. Heute war es der Elekttomarkt, der mehr in den Vordergrund rückte, wobei das anhaltende Interesse für AEG. mit 35,40 bis 35,25 bis 35,40 (34,90) mitsprach. Siemens, Rhein. Elektro und Licht und Kraft gewannen je 1 v. H., Geffürel, Lechwerke und Schückert bis 0,65 v. H. Etwas lebhafteres Geschäft wiesen auch einige Montanaktien auf. Fest lagen insbesondere Braunkohlen-
Oie Wirtschaftslage im Rhein-Maingebiet.'
In der A u t o m o b i l i n d u st r i e weist die- Erzeugung gegenüber der entsprechenden Dorjahreszeit stellenweise eine Steigerung um mehr als 80 v. H. auf. Das hatte zur Folge, daß die Belegschaft während der eigentlich stillen Wintermonate gehalten werden konnte. Der Auftragseingag aus dem Auslande ist gegenüber dem Vormonat um 75 v. H. gestiegen. In der Metallwarenfabrikation hat die Geschäftstätigkeit nicht wesentlich nachgelassen. Der Auslandabsatz hielt sich auf der durchschnittlichen Höhe. Der Auftragseingang in der elektrotechnischen Industrie hielt sich auch im Februar auf dem erhöhten Vormonatsstand. In der Offenbacher Lederindustrie war ein schlechter Auftragseingang für die Schuhoberlederfabriken festzustellen. Dagegen wird aus einzelnen Teilen der Feinledergerbereien eine leichte Besserung der Beschäftigung gemeldet. Ebenso berichtet die Schuhindustrie von einer gewissen Geschäftsbelebung. In der ch e m i s ch e n I n d u st r i e hat die günstige Geschäftsentwicklung weiter angehalten. Die Jnlandumsätze konnten gesteigert werden, das Auslandgeschäft hat sich gut behauptet. Stellenweise konnten Neueinstellungen von Arbeitskräften vorgenommen, werden. Die Gold- und Silberwarenindustrie stellt das Anhalten
Pfarrer«3u6iläum.
* Steinbach, 11. März. Am kommenden Mittwoch kann unser Ortsgeistlicher, Pfarrer D ö l l, auf eine 25jährige Amtstätigkeit als Seelsorger zurückblicken. Er wurde am 11. Mai 1884 zu Homberg a. d. Ohm als Sohn des nachmals in Wieseck als' Rektor i. R. verstorbenen Lehrers D ö ll geboren. Nach feinem Studium in Gießen und dem Besuch des Predigerseminars in Friedberg war Pfarrer Döll Mitglied des Kandidaten-Konviktes in Bechel. Ordiniert wurde er in Groß-Zimmern. Seine erste Verwendung im Pfarrdienst fand er in Babenhausen. Er wurde noch 1910 nach Beedenkirchen versetzt und kam 1911 als Verwalter nach Dittelsheim bei Worms. In das heimatstche Oberhessen zog er 1913, nach Freiensteinau, zunächst als Verwalter und wurde dort am 8. Februar 1913 als Pfarrer angestellt. 1914 wurde er zum Pfarrer in Wallenrod ernannt. Während des Krieges wurde er auf feinen Wunsch zum Heeresdienst freigegeben und war als Telegraphist bei der 119. Dw.-Fernsprech-Abteilung im Felde, bis er Juli 1918 wieder in den Pfarrdienst zurückgerufen wurde. 1921 wurde ihm die Pfarrstelle zu Wirbera übertragen, die er nach 12jähriger Tätigkeit 1933 verließ, um unsere Pfarrei Steinbach zu übernehmen. Pfarrer Döll erfreut sich in weiten Kreisen der Bevölkerung größter Wertschätzung.
Oer Glauberg
geht an den hessischen Staat über.
LPD. Büdingen, 9. März. Der im Kreise Büdingen gelegene Glauberg, das größte kulturgeschichtliche Denkmal Hessens, dessen frühe geschichtliche Zeugen germanischer Vergangenheit zur Zeit unter Leitung des oberhessischen Denkmalpflegers Dr. Richter freigelegt werden, gehörte bisher dem Fürsten zu Stolber g-W ernigerobe. Neichsstatthalter Gauleiter Sprenger, als der Schirmherr der bedeutungsvollen Ausgrabungen, hat jetzt durch Eintausch des zum Forftamt Kon- radsdorf gehörenden Waldstückes oberhalb Bellmuth, sowie eines größeren Waldstückes bei Gedern den Glauberg für den hessischen Staat erworben. Ab 1. April 1935 ist also der Glauberg hessischer Staatsbesitz.
Landkreis Gießen.
£ Wieseck, 11. März. Unser Mitbürger Joh. Deibel, Faselwärter i. R., wird morgen achtzig Jahre alt. Herr Deibel befindet sich noch in
Große Oiebesfahrten zweierEinbrecher
LPD. Frankfurt a. M., 9. März. Mitte Dezember bis Ende Januar 1935 wurden in Frankfurt a. M.-Seckbach, Nied, Fechenheim, Enkheim, Bischofsheim, Höchstadt, Dörnigheim und Groß- und Klein-Auheim eine Reihe von Einsteigdieb- stählen ausgeführt. Als Täter wurden jetzt der 21jährige Gustav Diehl aus Staßfurt und der 22jährige Erich Pix aus Frankfurt a. M. ermittelt und fe ft genommen. Pix wurde bei einem Fahrraddievstahl überrascht, während Diehl in Ossenheim (Kreis Friedberg) festgenommen werden konnte. Diehl war bereits im Sommer vorigen Jahres wegen mehrfacher Einbrüche in Offenbach in Untersuchungshaft. Er unternahm im Gefängnis einen Selbstmordversuch und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Anfang November 1934 entwich er aus dem Krankenhaus. In der gleichen Nacht begab er sich nach Heusenstamm und verübte einen Einbruch. Bei seiner Vernehmung gab Diehl an, daß er sich von Heusenstamm nach Staßfurt zu seinen Großeltern begeben habe. Er will sich dort nur einige Tage aufgehalten und sich dann wieder nach Frankfurt begeben haben. In Frankfurt will er in der Herberge feinen Komplizen Pix, den er im Gefängnis kennengelernt haben will, zufällig getroffen haben. Beide verabredeten dann, gemeinsam auf Einbrecherfahrt zu gehen. Sie verübten dann die erwähnten Einbrüche. Auf das Konto der beiden Verbrecher kommen auch Einbrüche in der Alten Mainzergasse in Frankfurt, in Neu-Isenburg, Rüsselsheim und bei Mainz-Kastel. Sie stehen im dringenden Verdacht, noch weitere Einbrüche ausgeführt zu haben. Ihre B"ute setzten sie bei dem Hehler Peter Stahl ab, der sich in Frankfurt unangemeldet aufhielt. Auch er konnte ermittelt und festgenommen werden.
• Sportflugzeug abgestürzt.
LPD. Mainz, 9. März. Das deutsche Sport- flugzeug v-Efvo ist heute morgen in der Nähe von Niederolm, südlich von Mainz, a b g e- st ü r z t. Hierbei kamen die Insassen, der Flugzeugführer A-rzt und sein Begleiter Knapp, ums Leben.
auf die Ideen Richelieus zurückgriff, so vervollkommnete er das Erziehungswesen nach dessen Uridee, und seine Schulordnung vom 22. November 1801 gipfelt ebenfalls in der Academie Fran^aise. Sie ist seit Richelieus Zeiten unverändert geblieben, und ihr gewaltiger Einfluß auf die Franzosen hat alle politischen Stürme überdauert. Die vierzig Unsterblichen sind der Auszug des feinsten französischen Geistes.
Wie ganz anders geartet dieser Geist ist, als der deutsche, lehrt ein Blick auf die Literatur, die sich in den Unsterblichen eine Art Geschmackspolizei schuf. Die Akademien waren in Italien entstanden, es waren Produktivgenossenschaften für literarische Zwecke, deren Bedeutung für die Geistesgeschichte gleich Null ist. Als Ludwig XIV. sich im Jahre 1672 als Protektor d e r „französischen Akademie" aufwarf, scharten sich die Dichter um ihn, mit ihren Werken gleichsam dem Absolutismus dienend. Corneille, Racine, selbst ein M o l i e r e , waren jedoch schon fertige Menschen, als Ludwig seine Protektorenrolle begann, sie stammten aus einer individuelleren Zeit. Nach ihrem Verlöschen aber gab es in der Akademie nur Mittelmäßigkeiten; ein Boi - leau regelte den Geschmack, und die guten Federn unterwarfen sich. Damals hat Ludwig XIV. auch dadurch der Academie Francaise einen gewissen Glanz verliehen, daß er zu Hoffesten Einladungen an ihre Mitglieder ergehen lieh. Sie wurden damit den vornehmsten Edelleuten und höchsten Beamten gleichgestellt. Zudem gründete der König noch ähnliche Akademien für alle Zweige der Wissenschaften, in denen es bald ebenso seelenlos zuging wie in der höchsten Akademie der Unsterblichen.
Im Zeitalter der Aufklärung gehörten jener Montesquieu und Voltaire an. Aber es ist bezeichnend, daß Montesquieu nur durch Verleugnung feines geistreichen Werkes „Lettres per- sanes" in die Akademie kam! In diesen Persischen Briefen standen nämlich böse Dinge über das absolute Königtum, über die Geistlichkeit und über die Frauentugend. Die 1721 erschienenen Ketzereien und Frivolitäten wurden von einem Pater Tournemine beim regierenden Minister, dem Kardinal Fleury, denunziert, der zugleich Präsident der Akamedie war. Montesquieu hatte bis dahin nichts als die Persischen Briefe geschrieben. Sein Name war in allen literarischen Zirkeln bekannt und berühmt. Eines Tages fand Fleury das Buch, aus dem die anstößigsten Stellen ausgemerzt waren, auf feinem Schreibtisch, und Montesquieu kam in die Akademie, obgleich das Buch keinen Autornamen trug. Als echter Franzose hatte er die Wahrheit, wie jedermann wußte, verleugnet, aber er war in die Akademie gelangt, und das genügte der Selbstliebe, das war mehr wert als offenes Bekennen...
Dieses Scheinen, das das Sein überdeckt ober gar auslöscht, hat die Akademie gefördert. Als Napoleon I. sie mit drei anderen, die ihren Ursprung auf Ludwig XVI. zurückführen, im «Institut de France Z/ zusammenfaßte — später kam noch die Akademie der moralischen und poli-
Medizin, 18 der Philologie und Philosophie gegeben. Napoleon schaffte sie ab und ersetzte sie durch j Fachschulen. Universitäten im deutschen Sinne gibt es in Frankreich nicht. Karl H i 11 e b r a n d t, der 1874 sein Werk „Frankreich und die Franzosen" erscheinen ließ, das heute noch unübertroffen ist, sagte: „Das Land, welches dem europäischen Mittel- alter die c r ft e und bedeutendste Universität und
werte, wie Rhein. Braunkohlen mit 212,65 (208,25) und Ilse Genuß mit 127,50 (126,25). Ferner erhöhten sich Klöckner und Mannesmann um je 0,25 D. H., neue Stahlverein, die ab Montag auch hier amtlich notiert werden, zogen im Freioerkehr bei größeren Umsätzen auf 76,50 (75,75) an. Von Schiffahrtsaktien waren Hapag mit 31,75 (31,75) eher angeboten, während Nordd. Lloyd auf 35 (34,25) anzogen und noch lebhaftes Geschäft ver- zeichneten. Sonst eröffneten u. a.: IG. Farben 141,50 (141,25), Goldschmidt 92,75 (91,75), Deutschs Erdöl 101 (101), Scheideanstalt 206,75 (206,75), Westdeutsche Kaufhof 41,13 (40,65), Hanfwerke Füssen 79,75 (79), Moenus Maschinen 85,25 (85,13), Daimler 54,50 (54,25), Bank für Brau 113 (112,40), Reichsbank 166,75 (166,50) und AG. für Verkehr 83 (83).
Am Rentenmarkt blieb das Geschäft klein. Weiter befestigt waren späte Reichsschuldbuchfor- berungen auf 97,40 (97,13) und Zinsvergütung^ scheine auf 90,60 (90,50\ Altbesitz bargen ginaen auf 111,90 (112) zurück, Kommunal-Umschulbung unb Stahlverein-Bonbs lagen behauptet.
m Verlaufe mar bis Kursen ".xeluni bei fester Grundtendenz nicht ganz einheitlich, boch überwogen noch leichte Weiterungen. AEG. blieben unter Schwankungen lebhaft, auch Schiffabrtswerte hatten noch größeres Geschäft, Hapag mieber 31,75 bis 31,90 nach 31,50. Sehr fest lagen von Kunstseibeaktien Bemberg mit ca. 121 nach 116,50, während AKU. auf 53,50 (54,13) nachgaben. Montanaktien zogen zum Teil noch etwas an, auch Elektrowerte blieben beachtet. Im übrigen zeigten die Kurse gegen den Anfang wenig Aenderung. Deutsche Linoleum wurden mit 151,40 (150,50) notiert. Am Kassamarkt waren Frankfurter Bank mit ca. 111 (1. K. 108) ohne Angebot weiter gesucht.
Am variablen Rentenmarkt ergaben sich später keine Veränderungen von Belang. Lebhaft gefragt waren Liquidationspfandbriefe, die durchweg etwas anzogen, Goldpfandbriefe und Kommunal-Obliga- tionen blieben behauptet. Stadtanleihen tendierten wieder uneinheitlich bei Abweichungen von 0,25 bis 0,50 nach beiden Seiten. Staatsanleihen lagen ruhig. Von fremden Werten Anatolier 35,75 (35,75), Schweiz. Bundesbahnen notierten dis 1 v. H. fester, 4proz. 165 (164), Z'/eproz. 156 (155). — Tagesgeld unverändert 3 v. H.
Jranffurter Hchlachtoiehmarkt.
Frankfurt a. M., 11. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Voraufttieb: 1124 Rinder (307 Ochsen, 87 Bullen, 400 Kühe, 330 Färsen), 551 Kälber, 75 Schafe, 3818 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 27 bis 40 Mark, Bullen 27 bis 38, Kühe 15 bis 35, Färsen (Kalbinnen) 26 bis 40, Kälber 30 bis 52, Hämmel 35 bis 38, Schweine 40 bis 52 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine mittelmäßig, Kälber und Schafe lebhaft.
Sonntagsrückfahrkarten zur Lustfchuh-Ausstetlung.
F r a n f f u r t a. 2R., 10. März. (LPD.) Aus Anlaß der in Frankfurt a. M. stattfindenden Großen Deutschen Luftschutz - Ausstellung werden von allen Bahnhöfen im Umkreis von 75 Kilometern Sonntagsrückfahrkarten auch in Blankoform ausgegeben. Sie haben folgende Geltungsdauer: Samstags von 0 Uhr bis Montags 12 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt), und Mittwochs von 0 Uhr bis 24 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt).
Die Luftschutz-Ausstellung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch aus Nassau, Kurhessen und Hessen liegen zahlreiche Anmeldungen vor. Die Ausstellungsleitung ist nach wie vor bemüht, den Volksgenossen immer neue Anregungen und D?.r- bietungen zu vermitteln. Aus diesem Grunde erfährt das Wochentagsprogramm eine wefeniliJe Erweiterung, die überall lebhaftem Interesse begegnen dürfte. Außer den üblichen Dachstuhl- Übungen, die täglich von Tausenden befudit werden, fjpben auch Feuerschutz-Hebungen statt. Die Eintrittspreise bleiben trotzdem vollkommen unverändert. Es liegt der Ausstellungsleitung lediglich daran, in größtmöglichem Umfang der Bevölkerung zu beweisen, daß Selbstschutz und Selbsthilfe ^möglich sind, wenn man weiß, wie man sich zu verhalten hat.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
k. HL h. Durch das kürzlich in der Zeitung veröffentlichte Gesetz über Zinsermäßigung wurde den Gläubigern von mit 6 v. H. und höher verzinslichen Schuldverschreibungen und Schatzanweisungen der Länder, Gemeindeverbände, Gemeinden und Zweckverbänden die Herabsetzung des Zinssatzes auf 4,5 v. H. jährlich mit Wirkung vom 1. April 1935 ab angeboten. Eine' Herabsetzung von Hypothekenzinsen hat durch das erwähnte Gesetz nicht stattgefunden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H._______________________
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- kurS
Schlußk. Abend, börfe
Schluß* kurs
Schlußk. Mittag» börfe
Oatum
83
9.3
8.3.
9.3.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927
100 i
100
99,9 I
99,9
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
96,25
96,25
96,25
96,25
6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Ant..Wlös.«Schuld mit Auslos.-Rechten .............
101,75
102
102
101,75
112
112,13
112
112,4
41/s?o Deutsche Relchspostschatzan- weisungen von 193-1, I.......
99,5
99,8
6% elicm.8% Hess. Volksstaat 1929 srückzahlb. 102%)............
4y»% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
97
97
96,25
96,75
96
96
96
96
5%% ehem. Hess. Landes-Hypo» tbekenbank Darmstadt Limit ...
99,5
99,5
4%% ehe in. 8% Tarmst. Komm.
LandeSb.Goidschuldverschr. R.6
94
93,5
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Gamindabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
113
112,5
112,5
112,9
4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6y2% dient. 4>/2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
96
96
95,5
95,75
99,65
99,75
6yz% ehem. 4'/2% Rheinische Hyp.-Bank«Liau.-Goldpfc.....
99,75
100
100
100
4y2% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4>4% ehem. 7% Pr. Landcspfand- briefanst., Gold Komin. Cbl.VI
97
97
97
97
97
97
97
97
Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-39
105,9
105,9
105,9
105,9
4% Oesterreichischs Goldrente...
27
i 27
27,5
27,4
4,20% Lesterrcichische Silberrente
—
! 1,175
1,2
1-2
4% Ungarische Goldrente.......
7,9
7,85
7,2
8
7,95
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7.15
7,25
7,2
«’/>% desgl. von 1913..........
*%abgest. Goldmexikaner von 99
7,4
7,2
7,3
7,25
10,25
10,5
10,5
10,5
4% Türkische Bagdadbahn-Anlcihe
8,5
—
—
Frankfurt o. M
Berlin
Schluß« kurs
Schluvl. Abend« börfe
Schluß« kurs
Schlußk. Mittagbörse
Oatum
8.3.
9 3.
8 3
9.3
4% desgl. Serie 11 .............
8,5
8,5
—
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,3
4,3
4,4
4,4
4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913
6,75
6,75
6,7
6,7
4% Rumänische vereinh. Reute
4
4
4
4
2 %% Anatolier ............
35,75
35,75
35,5
35,9
Hamburg-Amerika-Paket ....
0
31,75
32,25
30.9
32,18
Hamburg-Südam. Dampfschiff
. 0
—
26,5
27,25
Norddeutscher Lloyd ........
0
34,25
34,9
34
34,5
A.G. für Verkehrswesen Akt. .
0
83
83
83
82,25
Berliner Handelsgesellschaft ..
5
115,5
115,5
115,75
116
Commerz, und Privat-Bank ..
. 0
83,25
82
82 75
82
Deutsche Bank und D'sconto-
Gesellschaft...............
. 0
83,25
82,5
83
82,5
Dresdner Bank.............
. 0
83,25
82,5
83
82,5
Reichsbank ................
12
166,5
166.75
166,5
165,65
A.E.G.....................
. 0
34.9
35,25
34,9
35,4
Bekula....................
10
142
141,5
142
141-65
Aeku. Lieferungsgesellschaft..
. 5
107
108
108
108
Licht und Kraft ...........
sy.
120
121,13
120,75
121,5
Felten & Guilleaume........
. 0
88
89,5
89
89,5
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
115,5
116
115,5
116,13
Rheinische Elektrizität .......
. 5
116,5
117,4
116,5
117
Rhein. Wests. Gleite.........
. 6
—
Schückert &(So..............
. 4
19,25
99,5
99,25
99,5
Siemens & Halske...........
. 7
Lahmeyer & So. ............
. 7
122,5
122
122J5
Buderus ..................
Deutsche Grd öl ............
Gelsenkirchener............
. 0
75?5
76?5
—
Harpener .................
Hoesch Eisen—Köln-Reuessen
. 0
87,75
88,4
Ilse Bergbau .............
. 6
147
_
150
147
Ilse Bergbau Genüsse......
. 6
126,25
127,25
126
127
Klocknerwerke .............
sy,
86,25
87
86,5
। 87,5
Mannesmann-Röhren......
77
76,13
I 76,75
Frankfurt a. M.
Serfln
Schluß« kurs
Schlußk. Abend« börfe
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börfe
Oatum
8.3.
9.3.
8.3.
9-3
Mansfelder Bergbau.......
.. 8
92,5
92,75
93
92,5
Kokswerke................
.. 5
—>
——
105,25
105,65
Phönix Bergbau...........
.. 0
—
—
—
Rheinische Braunkohlen ....
12
208,25
212,65
208
212,75
Rheinstahl................
8'/r
94,75
95
95
95,4
Vereinigte Stahlwerke......
.. 0
—
75,9
76,65
Ltavt Minen .............
.. 0
12
—
12
12.13
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
111,75
—
112
111,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
113
113,5
113
113,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
—
—
147
146,25
I. G. Färben-Industrie.....
.. 7
141,25
141,5
141
141,25
Scheideanstalt.............
.. 9
206,75
206,75
Goldschmidt ..............
.. 0
91,75
92,75
91,75
93,25
Rütgerswerke .............
.. 4
105,65
105,65
105,5
105,9
Metallgesellschast...........
.. 4
90,75
90
90
90,25
Philipp Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
.. 0
.. 5
88,65
116,5
89,25 .16
89
89,5
Cementwerk Karlstadt.......
.. 4
127
127
—
Schultheis Patzenhoser .....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 4
—
.—
103,65
104,75
.. 0
54,13
53,5
54,4
53,65
Bemberg.................
.. 0
116,5
121
116,5
121
Zellstoff Waldhof ..........
.. 0
110,75
110
110,5
110
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. C
82,5
81
81,25
81,75
Dessauer Gas.............
.. 7
—
—
125,75
126,75
Daimler Motoren..........
.. 0
54,25
54,5
90,13
90,4
Deutsche Linoleum.........
.. 6
150,5
151,4
152.13
151
Lrenstein & Koppel ........
.. 0
*—
—
85
85,4
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
40,65
41,13
40,65
40,65
Ehade ....................
.. 0
197,5
198,5
198
198
Accumulaloren-Fabrik......
. 12
—
—
.. 8
149
151,75
150
152
Gritzner..................
.. 0
1 35,4
36,9
1 35,75
I 36,5
Mainkrastwerke Höchst a.M..
.. 4
91
91,25
-
Süddeutscher Zucker.......
.. 9
l -
1 165
168
-
8. März
9.März
Amtliche Geld
Notierung Oriel
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Buenos Atre- Brüssel.....
Rio de Jan. . Sofia ......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Helsingfors.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Javan ......
Jugoslawien. Lslo..... :
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neuyork...
0,638
58,17 0,196
3,047 52,20
81,12 11,69
5,155 16,43
168,25 20,98 0,687 5,649 58,76 48,95 10,61 60,28 80,72 33,93
10,38
2,455
0,642 58,29 0,198
3,053
52,30
81,28
11,72
5,165
16,47
168,59
21,02 0,689
5,661
58,88
49,05
10,63
60,40
80,88
33,99
10,41
2,459
Banfnolen
0,643 58,17 0,197
3,047 52,45
81,12
11,745 5,185
16,43
168,31 20,98 0,691
5,649 59,04
48,95 10,66
60,57 80,72
33,99 10,38
2,458
0,647 58,29
0,199 3,053
52,55
81,28
11,775 5,195
16,47
168,65 21,02 0,693 5,661
59,16 49,05
10,68
60,69
80,88 34,05
10,40
2,462
Serlin,9.M6rz
Geld
Brief
Amerikanische Roten..............
Belgische Roten..................
Dänische Roten .................
Englische Roten .................
Französische Roten...............
Holländische Roten...............
Italienische Roten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................
2,41
57,00 52,25
11,71
16.42
167,89 21,26 58,88
60,36 80,44
33,55
2,43 58,00 52.45 11,75 16,48
168,57 21,34 59,12
60,60 80,76 33.69


