Ausgabe 
10.5.1935
 
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riegsvorbereitung

Bild-Schema im Durdileuditungsapparal

Erste deutsche Kundgebung

der antijüdischen Weltliga

EinfranzösischerFrontkämpfersprichtzusammenmitLuliusEtreicherinMmberg

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H. F.APH.F.REEMTSMA CIGARETTENFABRIKEN ALTONA-BAI

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Doppelt fermentierte Tabake ergeben bei der Durchleuchtung ein reines klares Bild

isamagen unseres technischen Muster- Xmt. völlig neuen Methoden hergestellt !er dieser Mischung beruht darauf, daß

s i ch wieder in der Welt regen, wollen wir dankbar sein, daß eine ruhige Regierung und Friede über einem so großen Teil der Erdoberfläche herrschen und daß so viele Millionen unter der Flagge der Freiheit ihr täglich Brot essen, ohne daß ihnen jemand Furcht einjagt. Es ist mir eine

Aus solchen vollkommenen Blättern wird die Mischung für die » R 6 « Cigarette hergestellt

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Parlament und Krone.

Englands historische Jtegierungsform hat sich als angemessen erwiesen.

Nürnberg, 10. Mai. (DNB.) In Nürnberg fand die erste große deutsche Kundge­bung der antijüdischen Weltliga statt, in der der französische Schriftsteller und schwerkriegs­beschädigte Frontkämpfer Jean Boissel- Paris und der Frankenführer Julius Streicher spra­chen. Bereits Stunden vor der Kundgebung mußte das Herkules-Velodrom, der Kulturvereinssaal und der Saalbau desDeutschen Hofes" wegen Ueber- füllung polizeilich gesperrt werden. In drei wei­teren großen Sälen wurden deshalb noch Parallel­kundgebungen durchaeführt. Außerdem wurde die Kundgebung durch Lautsprecher auch in drei große Säle der Stadt Fürth übertragen. Führende Per­sönlichkeiten der Bewegung, Vertreter des Reichs­heeres und der Landespolizei, der Behörden usw. .waren im Herkules-Saalbau, der mit den Symbo­len des Deutschen Reiches und mit der Trikolore geschmückt war, erschienen. Mit brausendem Jubel wurden der Frankenführer und Jean Baisse! bei ihrem Erscheinen begrüßt. Zu Ehren des Gastes spielte die Musik die französische Nationalhymne.

Oberbürgermeister Jakob (Fürth) eröffnete im Namen der antijüdischen Weltliga die Kundgebung, indem er es als keinen Zufall bezeichnete, daß diese erste Kundgebung gerade in Nürnberg, der Hoch­burg des Antisemitismus, stattfinde. Nach weiteren einleitenden Worten des Frankenführers trat dann Jean Baisse! ans Rednerpult. Seine Rede, die oft von Beifallsstürmen unterbrochen wurde, wurde anschließend in deutscher Übersetzung bekanntgege­ben. Er führte u. a. aus: Mehr als jemals habe ich das Vertrauen gehabt, daß der Tag der Wahr­heit kommen werde, an dem die Lügen fliehen, jene dummen Grundsätze, die aus Frankreich und Deutschland Erbfeinde machen wollen. Lüge ist es, wenn interessierte Verleumdungssucht Deutsch­land als den allein Verantwortlichen und Schuldigen am Weltkrieg hinstellen will. Und nochmals Lüge ist auch jener Schänd- vertrag, welcher den Lebensrechten und höherem Menschlichkeitsgefühl überhaupt nicht Rechnung trägt. Jene Kräfte, die sich gegen eine Verständi­gung mit Deutschland wehren, sind nicht Frankreich, das denkt, das arbeitet und das leidet und duldet. Ich bin heute zu euch gekommen, als Franzose, als Frontkämpfer und Kriegsbeschädigter, um den Feind zu entlarven, der unser Feind und euer Feind ist: Alljuda. Meine Rede soll ein Bekenntnis sein, e i n Ruf für den Frieden, ein leidenschaftlicher Appell an mein Vaterland.

Wir haben 4'/r Jahre im Felde gekämpft. W i r alle waren am Ende die Betrogenen. Und da dieser Krieg niemals für einen edlen Zweck geführt wurde, hat er sich als eine ungeheure Niederlage für die ganze Welt erwiesen.

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Quelle des Stolzes und der Dankbarkeit, daß die vollkommene Harmonie unseres Par­lamentssystems mit unserer konstitu- tionellen Monarchie die Stürme über­lebt hat, die in Kürze jetzt andere Reiche und an­dere Freiheiten zerstört haben. Ich danke dem all­mächtigen Gott, der mir und meinem Volke bisher beigestanden hat und ich bete, daß wir weiterhin die Sache der Freiheit und des Fort­schrittes in einem Geiste des Friedens, der Duldung und der Verständigung verfechten mögen."

Unter den Klängen der Nationalhymne und vom lauten Beifall der Abgeordneten beider Häuser be­gleitet, verließ das Königspaar das Parlament.

Englands Luftverteidigung.

Höchste Anspannung der Flugzeugfirmen.

London, 10. Mai (DNB. Funkspruch). Die Tatsache, daß die mit Ungeduld erwartete Unter­hausdebatte über die Wehrfrage bis zum 22. Mai aufgeschoben worden ist, wurde in den Wandelgängen des Parlaments lebhaft er­örtert. Man nimmt an, daß Baldwin die Aus­sprache eröffnen wird. Die Frage der Luftverteidi­gung wird im Vordergrund stehen. Die Blätter nehmen an, daß auch von den im Innenministerium ausaearbeiteten Plänen über einen zivilen Luftschutz die Rede sein wird. Die Minister seien sich darüber klar, daß auch bei noch so großer Vervollkommnung der Vorbereitungen ein voll­kommener Schutz der Zivilbevölkerung nicht gewähr­leistet werden könne. Dennoch müsse natürlich die Zivilbevölkerung durch geeignete Maß­nahmen an Disziplin gewöhnt werden.

Das Luftfahrtministerium hat den englischen Flugzeugfirmen in einem vertraulichen Schreiben Richtlinien für die angekündigte Be­schleunigung der Luftaufrüstung er­teilt. Die Firmen werden aufaefordert, ihr Er­zeugungstempo zu beschleunigen und keine ausländischen Aufträge ohne vorherige Rückfrage beim Ministerium auszuführen. In dem Schreiben wird ferner angefragt, welchen H ö ch st u m s a tz die betreffenden Firmen erzielen können. Es wird in Aussicht gestellt, daß die König­liche Luftflotte auf mindestens zwei Jahre hinaus zur Abnahme dieser Höchsterzeugung, die das Doppelte oder Dreifache der jetzigen Erzeu­gung darstellen würde, bereit sei.

gende Entscheidung getroffen, die die Be statt- guna des Führers und Reichskanzlers gefunden hat:

Der e r st e P r e i s, mit dem die Ausführung des Standbildes verbunden ist, wurde v o r e r st nicht erteilt. Dafür wurden zwei zweite Preise in Höhe von je 2000 Mark vergeben, und zwar wurden sie dem Entwurf des Prof. Fritz K l i m s ch (Berlin) und dem des Prof. B a g d o n s (Dortmund) zuerkannt', diese beiden Bildhauer sind gleichzeitig aufgefordert worden, unter Beachtung der vom Schiedsgericht abgegebenen gutachtlichen Aeußerungen neue Entwürfe zu schaffen, von denen das Schiedsgericht alsdann einen zur Aus­führung dem Führer und Reichskanzler Vor­schlägen wird. Der dritte Preis von 1500 Mark wurde der Arbeit des Bildhauers Max Bez- ner (Berlin), der vierte Preis (1000 Mark) dem Entwurf des Prof. Ludwig Cauer (Bad Kreuznach) zugesprochen.

deutsche ebenso wie das französische Volk d i Kräfte der Verteidigung allein de Aufrechterhaltung des Friedens wid men. Leider kenne und verstehe Frankreich das neue Deutschland noch nicht. Das zu erreichen, be­dürfe es einer beharrlichen weiteren Aufklärungs­arbeit. Als Baisse! in seiner Rede noch einmal au das gigantische Aufbauwerk Adolf Hitlers zu spre­chen kam, grüßte er mit leidenschaftlichen Worten die Bewegung, ihre Toten und den Führer.Ich grüße heute ihre Fahnen und ihre Toten! Ich grüße den Führer und seine Truppen! Ich grüße das Hakenkreuz, das schon den Weg um die Welt gemacht hat!"

Diese Cigaretten werden In den Faculka betriebes In Altona-Bahrenfeld nacl^i Der ungewöhnlich zarte und reine Cha? sämtliche Tabake zweima|f*npri|p-tM(Np^e "'^ausschließlich ohne

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DasparlamenIhuldigldemKönig [London, 9. Mai. (DNB.) König Georg, ion der K ö n i g i n begleitet, nahm am Donnerstag n der 500 Jahre alten W e st m i n st e r h all die iubiläumsglückwünsche der beiden Häuser des Par­laments entgegen. 464 Lords und 455 Unterhaus­abgeordnete, sämtliche Kabinettsminister, die Mi­nisterpräsidenten der englischen Dominien, indische Fürsten und hohe englische Würdenträger waren in ter Halle versammelt, in der vor etwa 300 Jahren König Karl I. von den Richtern Cromwells zum Lode verurteilt worden war. Als das Königs­paar auf dem erhöhten Thronstuhl Platz genom­men hatte, wurden die Adressen des Parla­ments von dem Lordkanzler als dem Vertreter des Oberhauses und vom Sprecher des Unterhauses verlesen.

In der Unterhausadresse heißt es u. a.:Unsere Verfassung hat sich als stark genug erwiesen, um ;)er Erschütterung eines großen Krieges zu wider- tehen, oiegsam genug, um sich den wechselnden Umständen im Weltreich und der Welt anzupassen. Die Regierungszeit Ew. Majestät hat t i e f s ch ü r- lende Aenderungen im Zustand der Welt und infolgedessen das Auftauchen ver­wickelter und ungewohnter Probleme gesehen. Wir erheben ehrerbietig darauf Anspruch, daß sich unsere historischen Regierungs- rormen als angemessen erwiesen ha- jen, um jeder herankommenden Krise st a n d z u h a l t e n. Unsere überlieferte Politik !)at ihre Methoden geändert, um ihre Hauptzüge zu bewahren. Britannien bleibt wie immer eine freie und wohlgeordnete Nation. Ihr eid heute mehr als ein Souverän. Aus einem Staat und einem Weltreich habt Ihr eine Familie gemacht, und Ihr seid das Haupt der F a - m i l i e!"

König Georg sagte in seiner Antwort u. a.:

Die Krone ist das historische Sinnbild, das diese große Familie von Nationen und R a s s e n , die über alle Teile der Erde ver­streut sind, vereinigt. In diesen Tagen, in

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Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler emp­fing den Rechtsanwalt Professor Dr. Friedrich Grimm, MdR., um ihm für die erfolgreiche Wahrnehmung der deutschen Interessen im Kai­roer Judenprozeß seinen Dank auszusprechen.

*

Die türkische Presseabordnung hat an den Führer und Reichskanzler beim Ueberfliegen der deutschen Grenze ein Telegramm gerichtet, in dem es u. a. heißt:Beim Ueber­fliegen der deutschen Grenze in einem deutschen Flugzeug entbieten wir dem großen Führer des befreundeten Volkes unsere tiefste Vereh­rung und Hochachtung. Die große Gast­freundschaft, vor allem aber der Empfang bei Ew. Exzellenz während unserer lötägigen Deutschland- reise wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben und zu den schönsten Erlebnissen unseres Lebens zählen."

Unsere vereinten Armeen hätten ausziehen müssen zum Kampfe bis auf Öen. Tod gegen die Weltgeißel des Weltjuoentums; dann wäre es nicht soweit ge­kommen, daß die geheimen Mächte, die allein Ver­antwortlichen am Weltkriege, die Freimaurer und das Judentum, sich von neuem ausbreiteten, um einen Frieden zu konstruieren, dessen alleinige materielle Nutznießer sie sind. Und dann der Kom­munismus! Er hat nur Den Zweck und geheimen Wunsch, den Planeten Erde in ein großes Ge­fängnis zu verwandeln, in dem die Juden die Ge­fängnisaufseher wären. Der Kommunismus, wie ihn der Jude predigt, ist eine große Gleichmachung nach unten, nach dem Nichts.

Boissel ging dann auf die nationalsozia­listische Revolution ein und bezeichnete den Frontkämpfer Adolf Hitler im Hinblick auf fein Ringen um die deutsche Seele als einen Titanen. Uebergehend auf das in Frankreich herrschende Vorurteil eines neuen militärischen Deutschlands erklärte Boissel weiter, er seinerseits wisse, daß das

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jen empfohlen, dem Vorschläge der Kommission zuzustimmen. Der Ministerpräsident hat die Zu- siimmung erteilt. Demgemäß wird die Preissumme ler Notgemeinschaft des deutschen Schrifttums zur Zerteilung an notleidende Schriftsteller überwiesen

Derben.

Das Hindenburg- Standbild im lannenberg-Nattonaldenkmal.

Das Schiedsgericht im Wettbewerb zur Kr­ängung von Entwürfen für ein Hindenburg-Stand- litb im Tannenberg - Nationaldenkmal, bas am

Mai 1935 unter bem Vorsitz bes Staatssekretärs Dr. Meißner unb weiterer Beteiligung ber Her­en Generalmajor a. D. von Hinbenburg, Professor unb Präsident ber Reichskammer ber bil- enben Künste H o e n i g (München), Professor M e- e s (Berlin), Professor Walbschmibt (Stutt- $art), Bildhauer Isenbeck (Berlin) unb Regie- ungsbaumeifter a. D. Johannes Krüger (Berlin- kharlottenburg), zusammengetreten war, hat fol-