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Erste deutsche Kundgebung
der antijüdischen Weltliga
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ERNTEN 30 BIS 32 ♦ MUSTERCIGARETTEN ♦ MISCHUNGSNUMMER R 6 o/M
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isamagen unseres technischen Muster- Xmt. völlig neuen Methoden hergestellt !er dieser Mischung beruht darauf, daß
s i ch wieder in der Welt regen, wollen wir dankbar sein, daß eine ruhige Regierung und Friede über einem so großen Teil der Erdoberfläche herrschen und daß so viele Millionen unter der Flagge der Freiheit ihr täglich Brot essen, ohne daß ihnen jemand Furcht einjagt. Es ist mir eine
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Parlament und Krone.
„Englands historische Jtegierungsform hat sich als angemessen erwiesen.
Nürnberg, 10. Mai. (DNB.) In Nürnberg fand die erste große deutsche Kundgebung der antijüdischen Weltliga statt, in der der französische Schriftsteller und schwerkriegsbeschädigte Frontkämpfer Jean Boissel- Paris und der Frankenführer Julius Streicher sprachen. Bereits Stunden vor der Kundgebung mußte das Herkules-Velodrom, der Kulturvereinssaal und der Saalbau des „Deutschen Hofes" wegen Ueber- füllung polizeilich gesperrt werden. In drei weiteren großen Sälen wurden deshalb noch Parallelkundgebungen durchaeführt. Außerdem wurde die Kundgebung durch Lautsprecher auch in drei große Säle der Stadt Fürth übertragen. Führende Persönlichkeiten der Bewegung, Vertreter des Reichsheeres und der Landespolizei, der Behörden usw. .waren im Herkules-Saalbau, der mit den Symbolen des Deutschen Reiches und mit der Trikolore geschmückt war, erschienen. Mit brausendem Jubel wurden der Frankenführer und Jean Baisse! bei ihrem Erscheinen begrüßt. Zu Ehren des Gastes spielte die Musik die französische Nationalhymne.
Oberbürgermeister Jakob (Fürth) eröffnete im Namen der antijüdischen Weltliga die Kundgebung, indem er es als keinen Zufall bezeichnete, daß diese erste Kundgebung gerade in Nürnberg, der Hochburg des Antisemitismus, stattfinde. Nach weiteren einleitenden Worten des Frankenführers trat dann Jean Baisse! ans Rednerpult. Seine Rede, die oft von Beifallsstürmen unterbrochen wurde, wurde anschließend in deutscher Übersetzung bekanntgegeben. Er führte u. a. aus: Mehr als jemals habe ich das Vertrauen gehabt, daß der Tag der Wahrheit kommen werde, an dem die Lügen fliehen, jene dummen Grundsätze, die aus Frankreich und Deutschland Erbfeinde machen wollen. Lüge ist es, wenn interessierte Verleumdungssucht Deutschland als den allein Verantwortlichen und Schuldigen am Weltkrieg hinstellen will. Und nochmals Lüge ist auch jener Schänd- vertrag, welcher den Lebensrechten und höherem Menschlichkeitsgefühl überhaupt nicht Rechnung trägt. Jene Kräfte, die sich gegen eine Verständigung mit Deutschland wehren, sind nicht Frankreich, das denkt, das arbeitet und das leidet und duldet. Ich bin heute zu euch gekommen, als Franzose, als Frontkämpfer und Kriegsbeschädigter, um den Feind zu entlarven, der unser Feind und euer Feind ist: Alljuda. Meine Rede soll ein Bekenntnis sein, e i n Ruf für den Frieden, ein leidenschaftlicher Appell an mein Vaterland.
Wir haben 4'/r Jahre im Felde gekämpft. W i r alle waren am Ende die Betrogenen. Und da dieser Krieg niemals für einen edlen Zweck geführt wurde, hat er sich als eine ungeheure Niederlage für die ganze Welt erwiesen.
ent.
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Quelle des Stolzes und der Dankbarkeit, daß die vollkommene Harmonie unseres Parlamentssystems mit unserer konstitu- tionellen Monarchie die Stürme überlebt hat, die in Kürze jetzt andere Reiche und andere Freiheiten zerstört haben. Ich danke dem allmächtigen Gott, der mir und meinem Volke bisher beigestanden hat und ich bete, daß wir weiterhin die Sache der Freiheit und des Fortschrittes in einem Geiste des Friedens, der Duldung und der Verständigung verfechten mögen."
Unter den Klängen der Nationalhymne und vom lauten Beifall der Abgeordneten beider Häuser begleitet, verließ das Königspaar das Parlament.
Englands Luftverteidigung.
Höchste Anspannung der Flugzeugfirmen.
London, 10. Mai (DNB. Funkspruch). Die Tatsache, daß die mit Ungeduld erwartete Unterhausdebatte über die Wehrfrage bis zum 22. Mai aufgeschoben worden ist, wurde in den Wandelgängen des Parlaments lebhaft erörtert. Man nimmt an, daß Baldwin die Aussprache eröffnen wird. Die Frage der Luftverteidigung wird im Vordergrund stehen. Die Blätter nehmen an, daß auch von den im Innenministerium ausaearbeiteten Plänen über einen zivilen Luftschutz die Rede sein wird. Die Minister seien sich darüber klar, daß auch bei noch so großer Vervollkommnung der Vorbereitungen ein vollkommener Schutz der Zivilbevölkerung nicht gewährleistet werden könne. Dennoch müsse natürlich die Zivilbevölkerung durch geeignete Maßnahmen an Disziplin gewöhnt werden.
Das Luftfahrtministerium hat den englischen Flugzeugfirmen in einem vertraulichen Schreiben Richtlinien für die angekündigte Beschleunigung der Luftaufrüstung erteilt. Die Firmen werden aufaefordert, ihr Erzeugungstempo zu beschleunigen und keine ausländischen Aufträge ohne vorherige Rückfrage beim Ministerium auszuführen. In dem Schreiben wird ferner angefragt, welchen H ö ch st u m s a tz die betreffenden Firmen erzielen können. Es wird in Aussicht gestellt, daß die Königliche Luftflotte auf mindestens zwei Jahre hinaus zur Abnahme dieser Höchsterzeugung, die das Doppelte oder Dreifache der jetzigen Erzeugung darstellen würde, bereit sei.
gende Entscheidung getroffen, die die Be statt- guna des Führers und Reichskanzlers gefunden hat:
Der e r st e P r e i s, mit dem die Ausführung des Standbildes verbunden ist, wurde v o r e r st nicht erteilt. Dafür wurden zwei zweite Preise in Höhe von je 2000 Mark vergeben, und zwar wurden sie dem Entwurf des Prof. Fritz K l i m s ch (Berlin) und dem des Prof. B a g d o n s (Dortmund) zuerkannt', diese beiden Bildhauer sind gleichzeitig aufgefordert worden, unter Beachtung der vom Schiedsgericht abgegebenen gutachtlichen Aeußerungen neue Entwürfe zu schaffen, von denen das Schiedsgericht alsdann einen zur Ausführung dem Führer und Reichskanzler Vorschlägen wird. — Der dritte Preis von 1500 Mark wurde der Arbeit des Bildhauers Max Bez- ner (Berlin), der vierte Preis (1000 Mark) dem Entwurf des Prof. Ludwig Cauer (Bad Kreuznach) zugesprochen.
deutsche ebenso wie das französische Volk d i Kräfte der Verteidigung allein de Aufrechterhaltung des Friedens wid men. Leider kenne und verstehe Frankreich das neue Deutschland noch nicht. Das zu erreichen, bedürfe es einer beharrlichen weiteren Aufklärungsarbeit. Als Baisse! in seiner Rede noch einmal au das gigantische Aufbauwerk Adolf Hitlers zu sprechen kam, grüßte er mit leidenschaftlichen Worten die Bewegung, ihre Toten und den Führer. „Ich grüße heute ihre Fahnen und ihre Toten! Ich grüße den Führer und seine Truppen! Ich grüße das Hakenkreuz, das schon den Weg um die Welt gemacht hat!"
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DasparlamenIhuldigldemKönig [London, 9. Mai. (DNB.) König Georg, ion der K ö n i g i n begleitet, nahm am Donnerstag n der 500 Jahre alten W e st m i n st e r h all die iubiläumsglückwünsche der beiden Häuser des Parlaments entgegen. 464 Lords und 455 Unterhausabgeordnete, sämtliche Kabinettsminister, die Ministerpräsidenten der englischen Dominien, indische Fürsten und hohe englische Würdenträger waren in ter Halle versammelt, in der vor etwa 300 Jahren König Karl I. von den Richtern Cromwells zum Lode verurteilt worden war. Als das Königspaar auf dem erhöhten Thronstuhl Platz genommen hatte, wurden die Adressen des Parlaments von dem Lordkanzler als dem Vertreter des Oberhauses und vom Sprecher des Unterhauses verlesen.
In der Unterhausadresse heißt es u. a.: „Unsere Verfassung hat sich als stark genug erwiesen, um ;)er Erschütterung eines großen Krieges zu wider- tehen, oiegsam genug, um sich den wechselnden Umständen im Weltreich und der Welt anzupassen. Die Regierungszeit Ew. Majestät hat t i e f s ch ü r- lende Aenderungen im Zustand der Welt und infolgedessen das Auftauchen verwickelter und ungewohnter Probleme gesehen. Wir erheben ehrerbietig darauf Anspruch, daß sich unsere historischen Regierungs- rormen als angemessen erwiesen ha- jen, um jeder herankommenden Krise st a n d z u h a l t e n. Unsere überlieferte Politik !)at ihre Methoden geändert, um ihre Hauptzüge zu bewahren. Britannien bleibt wie immer eine freie und wohlgeordnete Nation. Ihr eid heute mehr als ein Souverän. Aus einem Staat und einem Weltreich habt Ihr eine Familie gemacht, und Ihr seid das Haupt der F a - m i l i e!"
König Georg sagte in seiner Antwort u. a.:
„Die Krone ist das historische Sinnbild, das diese große Familie von Nationen und R a s s e n , die über alle Teile der Erde verstreut sind, vereinigt. In diesen Tagen, in
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Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler empfing den Rechtsanwalt Professor Dr. Friedrich Grimm, MdR., um ihm für die erfolgreiche Wahrnehmung der deutschen Interessen im Kairoer Judenprozeß seinen Dank auszusprechen.
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Die türkische Presseabordnung hat an den Führer und Reichskanzler beim Ueberfliegen der deutschen Grenze ein Telegramm gerichtet, in dem es u. a. heißt: „Beim Ueberfliegen der deutschen Grenze in einem deutschen Flugzeug entbieten wir dem großen Führer des befreundeten Volkes unsere tiefste Verehrung und Hochachtung. Die große Gastfreundschaft, vor allem aber der Empfang bei Ew. Exzellenz während unserer lötägigen Deutschland- reise wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben und zu den schönsten Erlebnissen unseres Lebens zählen."
Unsere vereinten Armeen hätten ausziehen müssen zum Kampfe bis auf Öen. Tod gegen die Weltgeißel des Weltjuoentums; dann wäre es nicht soweit gekommen, daß die geheimen Mächte, die allein Verantwortlichen am Weltkriege, die Freimaurer und das Judentum, sich von neuem ausbreiteten, um einen Frieden zu konstruieren, dessen alleinige materielle Nutznießer sie sind. Und dann der Kommunismus! Er hat nur Den Zweck und geheimen Wunsch, den Planeten Erde in ein großes Gefängnis zu verwandeln, in dem die Juden die Gefängnisaufseher wären. Der Kommunismus, wie ihn der Jude predigt, ist eine große Gleichmachung nach unten, nach dem Nichts.
Boissel ging dann auf die nationalsozialistische Revolution ein und bezeichnete den Frontkämpfer Adolf Hitler im Hinblick auf fein Ringen um die deutsche Seele als einen Titanen. Uebergehend auf das in Frankreich herrschende Vorurteil eines neuen militärischen Deutschlands erklärte Boissel weiter, er seinerseits wisse, daß das
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jen empfohlen, dem Vorschläge der Kommission zuzustimmen. Der Ministerpräsident hat die Zu- siimmung erteilt. Demgemäß wird die Preissumme ler Notgemeinschaft des deutschen Schrifttums zur Zerteilung an notleidende Schriftsteller überwiesen
Derben.
Das Hindenburg- Standbild im lannenberg-Nattonaldenkmal.
Das Schiedsgericht im Wettbewerb zur Krängung von Entwürfen für ein Hindenburg-Stand- litb im Tannenberg - Nationaldenkmal, bas am
Mai 1935 unter bem Vorsitz bes Staatssekretärs Dr. Meißner unb weiterer Beteiligung ber Heren Generalmajor a. D. von Hinbenburg, Professor unb Präsident ber Reichskammer ber bil- enben Künste H o e n i g (München), Professor M e- e s (Berlin), Professor Walbschmibt (Stutt- $art), Bildhauer Isenbeck (Berlin) unb Regie- ungsbaumeifter a. D. Johannes Krüger (Berlin- kharlottenburg), zusammengetreten war, hat fol-


