glücklicherweise nur theoretischen Möglichkeiten klar vor jenen zum Ausdruck bringe, die sie angehe.
Die Lleberprüsung einer allen Freundschaft.
Paris ist Pessimistisch.
Paris, 10. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Der Warschauer Aufenthalt Lavals beschäftigt die Pariser Öffentlichkeit mehr als das eigentliche Reiseziel Moskau. Es handelt sich um die Bereinigung der französisch-polnischen Beziehungen nach dem Abschluß des französisch-sowjetrussischen Beistandpaktes. Vorsichtig hütet sich die französische Presse vor all zu großen Erwartungen. „Oeuvre" schreibt, Laval werde in Warschau wahrscheinlich eine ziemlich zurückhaltende Aufnahme finden. Es scheine, daß die polnische Regierung Anweisung gegeben habe, jede spontane Kundgebung der Bevölkerung zu verhindern. Man werde also diesmal nicht wieder den Ruf: „Es lebe Frankreich!" hören, den man bei dem letzten Besuch Barthous in Warschau doch immerhin vernommen habe. Die gesamte polnische Politik nehme ihre Richtung aus Deutschland hin. Das wichtigste von dem Besuch Lavals zu erhoffende Ergebnis wäre, wenn es dem französischen Außenminister gelänge, Polen zu irgendeiner Teilnahme an dem geplanten Ostpakt zu bestimmen.
Das französisch-polnische Militärbündnis, das vor der großen Neuentwicklung der internationalen Politik abgeschlossen wurde, sei heutzutage ziemlich schwer anwendbar. Laval werde in Warschau darauf Hinweisen, daß der französisch-russische Beistandspakt keineswegs gegen Polen gerichtet sei, denn er sei nur f ü r den Fall eines Angriffes Deutschlands gegen Rußland oder gegen Frankreich unterzeichnet. Selbst in dem Falle, daß Polen Sowjetrußland angreifen würde, dürfte Frankreich nach den Bestimmungen des französisch-sowjetrussischen Vertrages seinem Sowjetverbündeten keine andere Hilfe leisten, als die im Artikel 16 der Dölkerbundssatzungen im Falle einer Verletzung dieser Satzungen vorgesehene Hilfe. Je nach der Aufnahme, die diese Erläuterungen Lavals in Warschau finden, werde sich der Außenminister eine Vorstellung von einer Teilnahme Polens an einer Organisierung der Sicherheit machen. Man müsse jetzt Klarheit gewinnen, ob Polen unter dem bestehenden Zustand in Frieden leben wolle oder ob es irgendwelche anderen Ziele habe: in diesem Falle müsse man allerdings annehmen, daß Polen mit Deutschland stärkere Bindungen habe, als es eingestehe.
Laval in Berlin durchgefahren.
Berlin, 10. Mai. (DNB. Funkspruch.) Außenminister Laval hat am Freitagvormittag ^Berlin auf seiner Fahrt nach Warschau mit dem Nordexpreß durchfahren. Bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof Zoologischer Garten um 8.32 Uhr stieg der französische Botschafter in Berlin, Francois Poncet, in seinen Wagen, um ihn bis nach Frankfurt a. d. Oder zu begleiten. Auf dem Schlesischen Bahnhof, wo der Expreß einen Aufenthalt von 20 Minuten hatte, waren der russische Botschafter und Mitglieder der französischen Botschaft zur Begrüßung erschienen. Von deutscher Seite war Legationsrat von R i n t e l e n , der Leiter der Abteilung Westeuropa des Auswärtigen Amtes, zugegen. Um 9.14 Uhr setzte der Nord-Expreß vom Schlesischen Bahnhof seine Fahrt fort.
Emsige diplomatische Tätigkeit Roms.
Bundeskanzler Schuschnigg in Florenz. — Jeftitsch in Venedig erwartet.
Rom, 9. Mai. (DNB.) Der österreichische Bundeskanzler ist Donnerstag nachmittag in Florenz eingetroffen. Die italienische Presse unterstreicht den privaten Charakter dieses Besuches, wenngleich gutem Vernehmen nach am Samstag eine Begegnung zwischen Schuschnigg und Mussolini stattfinden wird.
Die Nachricht von einer in der nächsten Zeit stattfindenden Begegnung des südslawischen Außenministers Je ft it sch mit Mussolini oder Staatssekretär S u v i ch wird in zuständigen italienischen Kreisen bestätigt. Die Zusammenkunft findet wahrscheinlich Samstag, den 18. Mai, in Venedig statt, wo Jeftitsch auf der Durchreise zu der Tagung des Völkerbundsrates in Genf Halt macht, lieber Die weitergehende italienische Absicht einer vorbereitenden Aussprache mit den Außenmini st ern der Kleinen Entente im Hinblick auf die Donaukonferenz in Rom sind noch keine näheren Angaben zu erhalten.
Was will der französische Lustfahrtminister in Rom?
Parts, 9. Mat. (DNB.) Zur Romreise des französischen Luftfahrtministers General Denain schreibt der „Paris Midi", die Besprechungen dienten zwei Zielen. Das eine Ziel sei der Ausbau der Luftverbindung Paris — Rom und die Frage der Einrichtung eines regelmäßigen Luftdienstes zwischen Europa und Südamerika. Für diese Fragen sei der Direktor der italienischen Zivilluftfahrt, General Pellegrini, zuständig. Das andere Ziel fei weit wichtiger, da es sich hierbei um die Aufrechterhaltung der österreichi- schen Unabhängigkeit handele. Hierüber wurden Besprechungen mit dem Leiter des italieni- chen Militärflugwesens, General Valle, statt- inden. Die Stresa-Konferenz habe bereits grund- ätzlich eine französisch-italienische Zusammenarbeit vorgesehen. Die bevorstehende Besprechung in Rom könne in dieser Hinsicht einen gegenseitigen Beistandspakt ins Auge fassen.
Oesterreich dementiert die Entsendung italienischen Militärs nach Wien.
Wien, 9. Mai. <DNB.) Amtlich wird mit- geteilt: Reichsdeutsche Blätter haben in den letzten Tagen eine Nachricht verbreitet, daß die E n t s e n - düng einer italienischen Militärkom - Mission nach Wien bevorsteht. Diese Meldung wurde auch von einigen tschechoslowakischen Presseorganen übernommen. Mit der Nachricht wurde ferner ein kurzer Wiener Urlaubsaufenthalt des österreichischen Militärattaches in Rom, Lie- bitzky in Verbindung gebracht. Hierzu wird amtlich festgestellt, daß sämtliche Meldungen und die daran geknüpften Folgerungen jeder tatsächlichen Grundlage entbehren.
Die erste Reichsautobahn wird dem Verkehr übergeben.
Am 19. Mai Eröffnung der Teilstrecke Frankfurt a. M.—Darmstadt.
1500 Kilometer Autobahnen im Van.
Planmäßige Neuordnung des gesamten Stratzenwesens.
Berlin, 9. Mai (DNB.) Die erste Strecke des ReichsautobahnneKes zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt — ein Teilstück der großen Zukunftsstraße Hamburg — Frankfurt a. M.— Basel — wird am 1 9. M a t dem Verkehr übergeben. Dieses für die deutsche Kraftfahrt und den deutschen Straßenbau außerordentlich bedeutungsvolle Ereignis gab dem Generalinfpektor für das deutsche Straßenwesen, Dr.-Jng. Todt, Veranlassung, vor Pressevertretern über das Straßenwesen im nationalsozialistlschen Deutschland und insbesondere über das Werden der Reichsautobahnen zu sprechen.
Der Gedanke der Reichsautobahn st a m m t vom Führer s e l b st, Der sich mit dem großzügigen Plan schon während seiner Festungshaft in Lanos- berg beschäftigte. Bereits elf Taae nach der Machtübernahme bei der Eröffnung der Automobilausstellung gab der Führer zum ersten Male öffentlich oiefem Gedanken Ausdruck. Am 23 September 1933 tat der Führer den ersten Spatenstich zur Reichsautobahn bei Frankfurt a. M Damals wurden 700 Arbeiter eingesetzt,
heule stehen auf den Baustellen der verschiedenen Aulobahnstrecken 93 000 Arbeiter, deren Zahl im Laufe dieses Jahres auf 120 000 anwachfen wird, und in den Steinbrüchen und Lieferungswerken arbeiten weitere 1 50 000 Volksgenossen. 1500 Kilometer Reichsautobahnen sind im Bau, weitere 1500 Kilometer für den Bau freigegeben und für 2000 Kilometer werden die Pläne zur Zeit bearbeitet. 18 Millionen Tagewerke wurden bisher geleistet, 60 Millionen cbm Erbmassen in Bewegung gesetzt, 800 000 cbm Beton, 90 000 cbm Eisenbeton und 72 000 Tonnen Stahl und Eisen verarbeitet. Die Zahl der ortsansässigen Arbeiter reichte nicht aus: aus den Großstädten, den Zentren der Arbeitslosigkeit, mußten etwa 18 000 Arbeiter herangezogen werden. 108 neue Barackenlager sind nach dem Muster des Arbeitsdienstes für ihre Unterbringung errichtet worden.
Die Gesellschaft Reichsautobahnen hat fünfzehn ober st e Bauleitungen eingerichtet, Denen 6 K Bauabteilungen unterstehen. AußerorDentlich groß ist Die Zahl Der Brücken-
werke, gigantische Ingenieurbauten erstehen über Main unD Neckar, über Voralpenflüsse und Schluchten, über Saale, Elbe, Oder und an vielen anderen Stellen Auf dem Gesamtnetz der Reichsautobahnen von 7000 Kilometer Länge werden rund 10 000 Brücken gebaut werden. Die Straßen werden keine Fremdkörper im Landschaftsbild sein, sondern ein harmonischer Bestandteil der Landschaft Dem Ingenieur steht in jeder Obersten Bauleitung ein Landschaftsanwalt zur Seite, der dafür sorgt, daß dieses Werk der Technik nicht durch rücksichtslose Zweckbestimmung an kulturellem Wert einbüßt.
Die Autobahnen werden für den molorifierlen Verkehr künftig die Schlagadern im eigentlichen Sinne des Wortes fein; sie dienen in erster Linie dem Weitverkehr. Mit dem Bau der Autobahnen geht Hand in Hand eine planmäßige Neuordnung der Straßenverwaltung. Ein planmäßiger Ausbau der bestehenden Straßen und die Neueinteilung des Land-
strahennehes ist gleichfalls bis auf kleinere Resiarbeilen abgeschlossen. In Zukunft bestehen neben den Reichsautobahnen etwa 40 500 Kilometer Reichsstrahen und etwa 83 000 Kilometer
Landstraßen erster Ordnung.
Wenige Wochen nach Eröffnung der ersten Reichs- autobahnstrecke wird eine weitere Strecke bei München eröffnet, und im Herbst folgen weitere Teilstrecken mit einer Gesamtlänge von etwa 370 Kilometer In den nächsten Tagen erscheint eine Verordnung, die den Betrieb des Verkehrs auf denAutobahnen vorläufig regelt. Fertig- gestellte Kraftfahrbahnen gibt Der Generalinspektor für das Stratzenwesen zunächst zum probe- weisen Betrieb frei. Renn- und Rekord- fahrten sind nur mit Genehmigung zulässig. Die Benutzung Der Straßen ist vorläufig kosten- frei. Das Reich behält sich vor. Die Betriebs- ersparntsse für Kraftwagen später in irgendeiner Form Dem Kapitaldienst der Reichsautobahnen nutzbar zu machen.
Scherl-Bildma lern dienst
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Aus unserem Bild sieht man Die großzügig angelegte Einfahrt Der Autobahn an Der alten Mainzer Straße in der Nähe von Frankfurt a. M
Arbeitgeber!
Seid Nationalsozialisten der Tat!
Sommerlager des VdM., 9. Mai. Der Bund deutscher Mädel in Hessen- Nassau hat 18 Sommerlager irt den schönsten Tellen des Obergaues errichtet. 12 000 Mädel sollen in den Monaten Mai bis September in einem achttägigen Lager ersaht werden, um sich dort neue Kraft für den Alltag zu holen.
wir wenden uns heute analleArbeitgeber mit der Bitte: Gebt unseren Mädeln, vor allen Dingen unseren Arbeiterinnen, die Tag für Tag an der Maschine ein und dieselbe Bewegung tun, acht Tage lang einen bezahlten Urlaub!
Das gemeinsame Erleben draußen in den Sommerlagern bei Sport und Spiel wird unfern Mädeln körperlich und geistig neue Frische und neue Freudigkeit zur Arbeit geben.
Der Gauleiter: gez.: Sprenger.
Die Führerin des Obergaues 13: gez.: Else Riese.
„Fugendertüchttgung statt Fürsorge."
Ein neuer Erlaß des Neichserziehungs- ministers.
Berlin, 9. Mai. (DNB.) Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat einen längeren Erlaß herausge- geben, Der Die ftaatliche JugenDführung auf eine neue GrunDlage stellt.
Die bisherige staatliche Jugendpflege erblickte ihre Aufgabe Darin, Die vorhcmDenen zahllosen JugenDvereine pflegerisch zu betreuen. Zu Diesem Zwecke wurDe m Preußen in Der Vorkriegszeit eine st a a t l i ch-e JugenDpflege eingerichtet, Die in Den HänDen Der Regierungspräsidenten lag, Denen als Hilfskräfte Die BezirksjugenDpfleaer beigegeben waren
NachDem Durch Den nationalsozialistischen Umbruch Die zahlreichen verschieDenen JugenDvereine Durch Die HitlerjugenD abgelöst unD Deren Mit- glieDer zum größten Teil ihr einverleibt waren, mußte Die vom FürsorgegeDanken Der früheren Wohlfahrtsstaaten ausgehenDe staatliche JugenDpflege auf eine völlig neue GrunDlage gestellt roerDen. In Den Dem Erlaß beiaegebenen GrunDsätzen wirD als Die Hauptaufgabe Der staatlichen JugenDpolitik bie FörDerung Der HitlerjugenD unD ihrer GlieDerungen bezeichnet. Da aber Die HitlerjugenD aus nationalsozialistischen Erwägungen heraus Den GrunD - s a tz Des freiwilligen Beitritts nicht a u f g e b e n kann, muß Der Staat feine vornehmste Aufgabe Darin erblicken, hie von Der HitlerjugenD nicht erfaßte JugenD im Sinne Des Nationalsozialismus zu erziehen.
Im S t a a t s j u g e n d t a g ist Die GrunDlage für eine Derartige Erziehung gegeben. Der organisatorische Aufbau Des StaatsjugenDtages wirD Daher den RegierungspräfiDenten zur besonderen Pflicht gemacht. Starkes Gewicht wird dabei auf die Erziehung durch den Körper gelegt unD Die gemeinschaftsbilDenDe Kraft, Die im GelänDefport unD in Den Leibesübungen liegt, aufs einbrinalichste geforhert. Die ungeheure Bedeutung, die dieser Erziehungsarbeit zugrunde liegt, ist auch dadurch unterstrichen, daß im Haushaltsplan Preußens 1935/36 die bisherigen Bezirksjugendpfleger bei den Regierun- gen durch Sachbearbeiter ersetzt werden, 'die im Einvernehmen mit den Gau
168000 Arbeitslose weniger.
Der bisher günstigste Stand der Arbeitslosenkurve um 30000 unterschritten.
Anhalten der Frühjahrsbelebung
Die Zahlen für April 1935
Berlin, 9.Mai. (DRV.) Die Frühjahrsbelebung im Arbeitseinsatz hat sich, wie die Reichsanstatt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mitteilt, im April fortgesetzt. Die Arbeitslosenzahl nahm um 16 8 0 0 0 ab. Damit liegt der Ende April erreichle Stand der Arbeitslosigkeit in Höhe von 2 234 000 Arbeitslosen bereits um rund 30000 unter dem im Verlauf der Arbeltsschlacht bisher erreichten günstigsten Stand vom Oktober des Vorjahres. Die inzwischen in Zugang gekommenen 53 000 Arbeitslosen des Saarlandes sind hierbei eingerechnet. Bedeutsam ist, daß dieses Ergebnis erzielt werden konnte, obwohl die Zahl der Rötst andsarbeiter planmäßig verringert wurde. 3m April dieses Jahres waren nur 319 000 arbeitsuchende Volksgenossen bei Rotstandsarbeiten beschäftigt gegenüber 600 000 im Vorjahr.
Zur Wertung dieses Erfolges ist weiter zu be
rücksichtigen, daß in diesem Jahr im April ein gegenüber dem Durchschnitt der vorherigen Jahre weit stärkerer Jahrgang Jugendlicher in das Berufsleben eingetreten ist. Lin solcher Zugang kann auf die Gestaltung des Arbeitseinsatzes insgesamt nicht ohne Rückwirkungen bleiben, um so mehr, als wiederum versucht wurde, den neuen Jahrgang möglichst weitgehend sofort in das Berufs- und Arbeitsleben einzureihen.
In der Verteilung der Arbeitslosigkeit auf die einzelnen Berufe, der Zu- und Abnahme in denselben, kam das faifonmäßige Gepräge der Vormonate nicht so stark zum Ausdruck. Die Abnahme der Arbeitslosigkeit war in den ausgesprochenen Saisongewerben, wie Bau- und Baunebengewerben, Industrie der Steine und Erden und Verkehrsgewerbe zahlenmäßig geringer und beherrschte die Bewegung in der Ab- und Zunahme verhältnismäßig nicht mehr so sehr. Insgesamt ging in den Außenberufen einschließlich der Landwirtschaft die Arbeitslofenzahl um rund 100 000, in den mehr konjunkturabhängigen Berufen um 68 000 zurück.
Leitern und Gebietsführern her Hit - ler-Jugenh aus Den ältesten unD bewährtesten Hitler-JugenDführern berufen unD unter Den RegierungspräfiDenten als felbftänbige Sachbearbeiter wirken werben.
Die Ausbehnung biefer bisher nur für Preußen geltenben Regelung auf hie übrigen Deutschen ßänDer ist vorgesehen, so Daß mit Diesem Erlaß Des Reichserziehungsministers ein weiterer Schritt zur Erziehung Der gesamten Deutschen JugenD im Sinne nationalsozialistischer Forderungen getan ist.
Eine unglaubliche Aeußerung.
München, 9. Mai. (DNB.) Am 6. März hatte im Unterricht Die klösterliche Oberlehrerin Romana Weber vom Kloster GraDenthal in Jngol- ftaht ihren Schülerinnen oerfünhet: ,,Heute nacht hat ein Gottesgericht ftattgefunben. Der Herr, her in München bie Gemeinschaftsschule einführen wollte, ist mit bem Flugzeug abgestürzt unb gestorben." Wie nunmehr bas Gaupresseamt München-Oberbayern her NSDAP, mitteilt, würbe nach einem Bericht her Regierung von Oberbayern bie Oberlehrerin vorläufig vom D i e n ft enthoben. Es ist beabsichtigt, sie ihrer Funktion als klösterliche Fortbilbungsleiterin zu entheben unb mit Nachbruck zu verwarnen.
^unff und Wissenschaft
„Das klnderfchiff" von Karl Götz erhält den auslandsdeutfchen Schrifttumspreis. In einer Feierstunde im Hause bes Deutschtums in Stuttgart würbe am Todestage Schillers zum ersten Male der auslandsdeutsche Schrifttum s p r e i s her Stadt Stuttgart und bes Deutschen Auslandsinstituts durch Oberbürgermeister Dr. S t r ö h l i n verliehen. Der Preis fiel auf den Stuttgarter Lehrer Karl Götz für fein Werk „D a s Kinberfchif f". Dieses Buch schilbert hie Reise eines in Palästina ansässigen reichsdeutschen Lehrers mit einer Gruppe schwäbischer Kolonistenkinder nach Deutschland im Jahre 1930. Mit be
sonderer Meisterschaft ist es bem Verfasser gelungen, einen auslanbsdeutschen Reisebericht zum Kunstwerk zu gestalten. Die Feier, an der auch Reichsstattbalter Gauleiter Murr und Ministerpräsident Mergenthaler teilnahmen und bei der her Gaukulturwart Der NSDAP. Dr. Sckmückle Die FestreDe hielt, war von Darbietungen des Rundfunkorchesters umrahmt.
Wilhelm $urfa>ängler Bayreuther Festspieldirigent.
Die Leitung der Bayreuther Vühnenfest- spiele gibt bekannt, daß bei den Festspielen 1936 Wilhelm Furtwängler als Hauptdirigent mitwirkt.
keine Vergebung des Schillerpreises 1935.
Der 1859 gestiftete staatliche Schillerpreis in Höhe von 7000 Reichsmark, Der alle sechs Jahre für das beste dramatische Werk eines lebenden deutschen Schriftstellers zur Verleihung kommt, sollte am Todestage Schillers wieder verliehen werden. Reichsminister Rust hatte daher der Satzung des Preises entsprechend eine Preisverteilungskommission berufen, die sich aus Dr. Hermann Stehr, Dr. Rudolf G. Binding, Dr. Agnes Miegel, Werner Beumelburg, Reichsbra- maturg Dr. Rainer Schlösser, Universitätsprofessor Dr. Petersen unb Staatsschauspieler Friebrich Kayßler zusammenfetzte. Mit Rücksicht Darauf, Daß mit Der Verleihung dieser außergewöhnlichen staatlichen Anerkennung nur ein im nationalsozialistischen Geiste schaffender Dichter größten Formats in Frage kommen kann, ein entscheidendes Uebergewicht aber zur Zeit noch bei feinem Werke bzw. keiner Dichtererscheinung vorliegt, hat die Kommission vorgeschlagen, den Preis als solchen diesmal nicht zu vergeben, sondern nach Artikel 11 her Satzung als Werkhilfen ober in anberer Weife für bramatifche Dichter zu ver- menben. Reichsminister Rust hat sich in seiner Eigenschaft als preußischer Minister für Wissenschaft, Erziehung unb Volksbilbung Diesem Vor- schlag angeschlossen unb hat bem Ministerpräside»
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3n der Unter Abfassung hat der Erschütterur Stehen, biegsam Umständen >m - Die Regierungsc ljende Aend' nnö infolgedess wickelter un gesehen. Wir erk daß sich unser formen als den, um jede ftondzuhalt bat ihre Metho bewahren.
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König Ge „Die Krone i das d i e s e g r und Nassen streut sind, v e . denen Furch! mich wieder mir bantbar feir, Miede über einen herrschen und dc Flagge der Frei daß ihnen jemar
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Nürnberx fand die er buna der a französisch beschädigte Fr, und der Frank chen. Bereits E
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