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Englands neuer Militärattache für Berlin

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Oberstleutnant Hotblack vom Royal Tank Corps (Königliches Tankwagen-Korps) wurde zum briti­schen Militärattache in Berlin ernannt. Unser Photo zeigt Oberstleutnant Hotblack, der im Mai sein Amt antritt, mit dem Cap, der charakteristischen Mütze der Angehörigen des Lankkorps.

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Der Arbeitsdienst

Von Oberarbeitsführer Mütter, Brandenburg.

Not hat dem deutschen Werkmann die ihm lange versperrte Tür zu unseren Zimmern und Kammern ausgetan. Es liegt im Zuge der Zeit, sich der brach­liegenden Arbeitskraft des deutschen Schreiners und Töpfers und Handwerkers zu erinnern und sich der prachtvollen Nutzhölzer unserer Wälder und anderer deutscher Werkstoffe zu bedienen, die von deutschen Zeichnern und Künstlern ge­formt dem Heim sinnvollen Gehalt verleihen.

Allenthalben regt sich in deutschen Landen das Bestreben, zurückzufinden zum Volkstum, zur bo­denständigen, urwüchsigen, organisch gewachsenen Ausdruckskraft, wie sie sich im Bauerntum am reinsten und schönsten erhalten hat. Natürlich '.st es unmöglich, ein Haus durchweg mit roh gehobel­ten Tischen und buntem Steingut auszustaffieren-, zu viel des Guten ist nicht minder ein Kennzeichen snobistischer Wichtigtuerei, wie geschmacklose Zusam-

auch der undeutschen, wesensfremden Bestandteile)^ als Ganzes ist jedoch der deutsche Mensch seiner eigentlichen Wesensart gemäß der gleiche ge­blieben und heute auf bestem Wege, den oben gekennzeichneten Fortschrittsglauben aufzugeben.

Das bedeutet keinesfalls, daß wir den tech­nischen Fortschritt ablehnen sollen. Im Gegen­teil wir haben alle Veranlassung, ihn weiter zu fördern. Nur wird die kulturelle Bewer­tung dieses Fortschritts davon abhängen, zu welchem Zweck die technischen Errungenschaf­ten verwandt werden. Man wird sie billigen und sich ihrer freuen können, wenn sie nicht in Wider­streit geraten zu den höchsten Werten, die man in sich trägt oder zu der Lebensführung, die man für geboten hält. An sich stellen technische Errungenschaften noch keinen kulturellen Fortschritt dar, denn ein solcher kann nur dann als objektiv gegeben erachtet werden, wenn wir in bezug auf d i e Fragen, die für unser seelisches Gleichgewicht von Bedeutung sind, Klarheit und Sicherheit ge- winnen, und das ist niemals ohne Berücksichtigung der Nassenoeranlagung und nur im Zusammenhang mit der geschichtlichen Tradition möglich.

wert, daß der Durchbildung der Arbeitstechnik sehr erheblich Raum gegeben wurde

Das vergangene Jahr war zugleich das Jahr des Durchsetzens des Gedankens des Arbeitsdienstes im Volk. Hierbei hat der Aufmarsch des Arbeits­dienstes auf dem Parteitag in Nürnberg ganz we­sentlich beigetragen. Dieser Aufmarsch wird dem Arbeitsdienst unvergessen bleiben, gab doch der Führer seiner Freude über das Geleistete Aus­druck, und rief dem Arbeitsdienst zu:Es ist ein großes Unterfangen, ein ganzes Volk zu diesem Arbeitsbegriff und zu dieser neuen Arbeitsauf­fassung zu erziehen. Wir haben es gewagt, und es wird uns gelingen, und ihr seid die ersten Zeugen dafür,daß dieses Werk nicht mißlingen kann. Durch eure Schule wird die ganze Nation gehen! Die Zeit wird kommen, da kein Deutscher hineinwachsen kann in die Gemeinschaft dieses Vol­kes, der nicht zuerst durch eure Gemeinschaft gegan­gen ist." Es war der schönste Lohn, der dem Ar­beitsdienst gegeben werden konnte, diese mit Jubel aufgenommenen Worte des Führers, dem wir Ar­beitsmänner treu ergeben sind, und dem wir alle Zeit zu folgen bereit stehen.

Das Jahr 1934 ist aber auch das Jahr des Be­ginns, der planvollen Arbeietn des Arbeitsdienstes geworden. Mir haben angesetzt zu dem großen Vorhaben im Sprottebruch, im Rbin und Havel­luch, an der Niers, an der Nordseeküste Schleswigs ufw. Das kommende Jahr wird den Großeinsatz des Arbeitsdienstes im Emsland sehen Mit Stolz sehen wir darauf zurück, daß es dem Arbeitsdienst vergönnt gewesen ist, sein Teil um die Rückge­winnung d er Saar beizutragen Trotz der Schikanen der Regierungskommission unter Herrn Knox haben nicht weniger als 20 000 junge Deutsche von der Saar bei uns Dien st getan und sind als überzeugte Deutsche Ende des Jahres 1934 in ihre Heimat zurückqefahren, be­wußt, mitzuhelfen, das Saarland zum Reich zurück­zuführen. Reichsarbeitsdienstführer Hierl darf mit tiefer Genugtuung auf das Erreichte zurückblicken! Der Abschluß der Entwicklung ist aber noch nicht erreicht: er wird erst erreicht sein, wenn die all­gemeine Arbeitsdienst pflicht zur Ein­führung gelangt. Auf die oft gestellte Frage, wann denn nun mit der Einführung zu rechnen sei, ant- mnrfen mir- Dos entscheidet allein der Führer!"

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Das Jahr 1934 Ist für den Arbeitsdienst ein ausgesprochenes Aufbaujahr gewesen. Hatten wir im Jahre vorher, nach der Machtergreifung durch den Führer, die Hände voll zu tun, den Frei­willigen Arbeitsdienst des verfloßenen Systems mit all seinen Unzulänglichkeiten und seiner gefähr­lichen Entwicklung, die er nahm, aus der Äelt zu schaffen und das Ganze einigermaßen neu zu ord­nen und auf gesunde Beine zu setzen, so konnten wir gemäß den Richtlinien, die Hierl als Beauf­tragter der Partei für einen nationalsozialistischen Arbeitsdienst aufgestellt hatte, im vergangenen Jahre an die eigentliche Aufbauarbeit Herangehen, nachdem es 1933 gelungen war, auch noch den o r ° ganisatorischen Rahmen zu schaffen. Es hat auch im vergangenen Jahre an Kinderkrank­heiten nicht gefehlt. Wir stießen nur noch auf Widerstand, viel Nichtbegreifen, Nichterkennenwol- len. Jedoch der tatkräftigen Führung des Reichs­arbeitsführers und Staatssekretärs Hierl, feiner zähen, zielsicheren und ruhigen Hand gelang es, fast alles aus dem Wege zu schaffen. So hat uns das Jahr 1934 im wahrsten Sinne des Wortes den Weg zu einem großzügig aufgezogenen, lei­stungsfähigen, von echtem nationalsozialistischem Leben erfüllten Arbeitsdienst frei gemacht

Don größter Bedeutung war, daß es gelang, den Arbeitsdienstpaß für die jungen Arbeits­männer als wertvolles Dokument in ihrer Hand durchzusetzen. Wir haben schon im vergangenen Jahre immer wieder mit Genugtuung erleben dür­fen, daß die junge Männerwelt Deutschlands Wert darauf legt, sich den Arbeitspaß als Dokument ihres Willens, Volk und Staat gedient zu haben, zu er­werben. Es ist ferner gelungen, den Arbeits- d a n k aufzuziehen, der die große Aufgabe der Für­sorge der ausscheidenden Kameraden und der Hilfe für ernste Notfälle der diensttuenden Kameraden hat. So jung die Organisation Arbeitsdank ist, ihre Entwicklung läßt die schönsten Hoffnungen zu.

Sehr großen Wert hat der Reichsarbeitsführer darauf gelegt, das Führerkorps des Ar­beitsdienstes geistig, seelisch und in Hinsicht auf die Leistung vorwärtszubringen, und es ist keine Uebertteibung, wenn wir heute feststellen, daß außerordentlich viel erreicht ist. Das gleiche gilt auf dem Gebiete des Ausbaus der Schulen und

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Seuifcher Hausrat aus deutschem Werkstoff.

Es wird schon aus finanziellen Gründen leider nicht möglich sein, daß nun jede Familie und j e des junge Ehepaar den unzeitgemäßen Hausrat und das widersinnige Gerümpel zum Alttrödler trägt. Aber es ist notwendig, die Aufgaben deur» scher Heimkultur der Jugend nahezubringen und dafür zu sorgen, daß die neue Generatton aus der Zeit des Umherirrens in den Stilen aller Zeiten und Völker auf den einen geraden Weg gelentt hin zu deutsch geformtem Hausrat aus deut- Werkstoff und aus deutschen Werkstätten!

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veranlagten Stämmen unseres Volkes hat sich nun, unter dem Einfluß der liberal-individualistijchen Jdeenwett, eine Auslese der besonders .^Zeitgemäßen" vollzogen und diejenigen, die eine ausgesprochene Empfänglichkeit (Reaktions­fähigkeit) für die neuen Ideen aufwiesen, rückten auf der ganzen Linie bahnbrechend vor und drück­ten der ganzen Zett ihren Stempel auf.

Daß durch diese Vorgänge die Wesensart, der Charakter, also der rassenmäßig verankerte Kern des deutschen Menschen eine Umbildung erfahren haben, wird man schon deshalb nicht be­haupten können, weil sich doch verhältnismäßig sehr bald erwies, daß dem größten Teil des deut­schen Volkes die liberal-individualistische Fortschritts­idee nicht wesensgemäh war, denn nirgends in der westeuropäischen Kulturwelt ist heute die Ablehnung des Liberalismus und Kapitalismus, die den Eigennutz zum Prinzip der Wirtschaft cr- hoben hatten, so allgemein wie in Deutschland. Die modernen" Umwelteinflüsse und die durch sie aus­gelösten geistigen Reizwirkungen hatten zwar eine besonders üppige Entfaltung einzelner Teile der deutschen Bevölkerung gezeitigt (z. T. allerdings

ohne Bezugnahme aus Die p u gegongten de» Menschen zu einem noch Abstammung und ge- schichtlich-m Werdegang bestimmten L-benskr-.s einer Volksgemeinschaft, nicht gesagt wer den Jedoch gewinnt man hiersur. von unserer süngsten Vergangenheit, die dem Fortschrlttswahn unbedingt huldigt-, ausgehend, s-st- Anhaltspu^te wenn inan sich daraus besinnt, daß uns Deutschen die aus der englisch-französischen ^uMrungsphilo» sophie beruhende FortschrittSidee im Erunde g ar nicht wesensgemäh war. Man konnte sch allerdings fragen, wie es denn möglich gewesen if, daß dieser Fortschrittsglaube zu uns gedrungen und Fuß gefaßt hat? Darüber kann man Auf fchluh unter Zuhilfenahme der ®rtfcnrünl^-' uns die Rassenlehre vermittelt, gewinnen Das deutsche Volk besteht, wie ledes andere Volk, aus verschiedenen Rassen mit unterfd)teb d) Eigenschaften. Unter den rassenmäßig verschieden

menftellung und Verwendung noch so ehrlich emp­fundener und gearbeiteter Gebrauchsgegenstände.

Unendlich groß ist die Vielgestaltigkeit und Fülle der Gestaltungsmöglichkeiten, auch wenn man von dem Grundsatz ausgeht, ausschließlich Erzeugnisse deutscher Gaue zu verwenden Aus deutscher Ka­stanie, deutscher Eiche, bayerischer Zirbelkiefer um nur einige gangbare Holzarten zu nennen lassen sich feingemaserte, anheimelnde Möbel Her­stellen. Den Boden schmückt der Teppich aus natur- farbiger, handgeknüpfter Heidschnuckenwolle. Deut­sches Leinen für Vorhänge oder für den Tisch, Steingut und Zinn für die Borte an der Wand, Deckenleuchten aus mattem Messing mit deutschen Glas- oder Porzellanschalen, Binsengeflecht an den bequemen Holzstühlen, auf denen Polsterkissen mit handgewebten Bezügen zum Ausruhen einladen, bunte Klinkerverkleidung, handgeschmiedete Be­schläge, tausendfältige Artikel des keramischen Kunstgewerbes, das sind nur einige wenige jener Produkte deutschen Gewerbefleißes, unter denen die Auswahl schon schwer fällt.

Längst hat auch die Bearbeitung des Werkstoffes selbst neue Wege eingeschlagen. Das Sandstrahl­gebläse festigt weichere Hölzer und hebt aus ihnen die harten Jahresringe plastisch hervor. Zur Pol­sterung wird gummiertes Roßhaar herangezogen, das kantige Linienführung der Kissen und zugleich natürlichste Federung ermöglicht. Handmalerei auf Geschirr und Wandbespannung, einfache Webmuster auf Stoffen aller Art, das sind einige erwähnens­werte Kleinigkeiten. Die Formgebung der Möbel hingegen ist'ein Gebiet, das des Schweißes der Edlen bedarf. Zweckmäßigkeit, klare, vernunft­gemäße Raumteilung, straffe Zusammenfassung, harmonische, zielbewußte Einstellung auf deutsche Art und Sitte sind die Grundelemente des fünft» lerischen Schaffens, in denen Vorkämpfer der na» tionalsozialistischen Kultur, wie Professor Schultze- Naumburg, den Sinn deutschen Wesens erfüllt sehen.___

gung empfinden.

Wir kommen also zum Schluß, daß es nicht mög­lich ist, einen allgemeingültigen Begriff des kultu­rellen Fortschritts zu bilden, daß die ganze Vor­stellung von dem unbegrenztenAufwärts" und Vorwärts" ein Wahngebilde darstellt und daß es vollkommen abwegig ist, auf der unsicheren Grund­lage einer Hinbewegung auf ein unbestimmtes Ziel, ohne jede Vorstellung von einem Ideal und einer Vollendung eine Weltanschauung aufzubauen. Jede Weltanschauung muß auf absoluten Werten beruhen und von eindeuttg verpflichten­den Normen beherrscht sein. Was gut und böse ist, muß unbedingt feststehen.. Diese Werte können Gott, Vaterland, Familie, ja, sie können auch das eigene Ich jein. Nur muß man sich in letzterem Fall darüber klar sein, daß die unvermeidliche Kollision aller Ichsüchtigen das Zusammenleben außerordentlich schwierig, wenn nicht völlig unmög­lich gestalten muß und aus diesem Grunde die Aufstellung ü b e r p e r s ö n l i ch e r Nor­men für das Gemeinschaftsleben ganz unerläßlich ist und diese Normen unvermeidlich an höheren Werten als an der Ichsucht des einzelnen orientiert sein müssen, sei es nun das Gebot der Nächsten­liebe ober der Begriff Vaterland und Volkstum. Stehen aber solche Normen fest, dann kann, welt­anschaulich gesehen, der Wunsch nach Fortschritt gar nicht lebendig werden, jedenfalls nur von sehr untergeordneter Bedeutung für unser seelisches Gleichgewicht sein. Denn ob ich, beispielsweise, als religiös gebundener Mensch vier bis fünf Jahre länger lebe infolge einer ausgezeichneten Gesund­heitspflege oder ob ich nach Hamburg in zwei ober fünf Stunden gelange, ist völlig belanglos. Alle technischen Errungenschaften sind, vom Standpunkt einer in Überpersonlichen ober übersinnlichen Vor­stellungen verankerten Weltanschauung an sich be­langlos (irrelevant).

Nicht ein ewiges Suchen unb Neugestalten (Fort­schritt als Prinzip), sondern ein sicheres Ruhen im Mutterboden einer klaren Weltanschauung gibt eine sichere innere Hal­tung, ermöglicht auch eine persönliche Stellung­nahme zu den Geschehnisien des Tages.

Wie eine Weltanschauung, die dem einzelnen Menschen ein geistig seelisches Lebensfundament ' ! gestaltet fein soll, kann allaemelngulttg,

Bezugnahme auf bie 3ugebörigteit

tur gegeben.

Das gewaltige Ringen gegen Arbeitslosigkeit und ot hat dem deutschen Werkmann die ihm lange

Briefkasten der Redaktion.

lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung)

I. y. 1. G. Wenn dem Mieter neben der Be­nutzung der Mieträume auch ein Gartenanteil über­lassen wurde, dann ist der Vertrag als einheitliches Ganzes zu behandeln. Sie können infolgedessen auch nicht die Rückgabe des Gartenanteils verlan­gen, sondern können nur den ganzen Vertrag zum nächst zulässigen Termin kündigen, falls das Mieter- schutzgefetz keinen Hinderungsgrund bildet, was aus Ihrer Anfrage nicht hervorgeyt.

TB. S. k. Sie können ohne die Erlaubnis Ihres Nachbarn ein Oberlicht an Ihre Brandmauer an­bringen lasten. Das Fenster darf im Erdgeschoß nicht unter 2,60 Meter, in den übrigen Stockwerken nicht unter 1,90 Meter über den Fußboden des Raumes angebracht werden, dem es Licht verschaf­fen soll. Das Fenster darf nicht zum Deffnen ein­gerichtet sein und muß mit einem Gitter versehen werden, dessen Stäbe höchstens 10 Zentimeter von­einander entfernt sind. Außerdem kann der Nach­bar noch Verschluß mit einem Drahtgitter ver­langen.

Ein Hausbesitzer. Maßgebend dafür, was die Mieter an den Rechtsanwalt zu zahlen haben, ist der Pfändungs- und Ueberweifungsbefchluß, der Ihnen zugestellt worden ist, und der Inhalt des Mietvertrags. Wenn die Aussagen des Rechts­anwalts eine Beleidigung darstellen, steht Ihnen die Möglichkeit offen, Privatklage gegen ihn zu erheben. Ein anderer Grund, gegen den Rechts­anwalt vorzugehen, ist aus Ihren knappen An­gaben nicht ersichtlich. Eine Beschwerde an das Ministerium ist Zwecklos.

K 999. Bei Altwohnungen ist die Umlegung des Wassergeldes nur möglich, wenn ein 3prozentiger Nachlaß auf die Miete eintritt. Die Umlegung er­folgt im Verhältnis der Friedensmieten des Anwe­sens. In der Regel soll sie zu Beginn eines Ka­lenderjahres wirksam werden. Im Laufe des Jahres ist die Umlegung nur mit Zustimmung der beteilig­ten Mieter möglich. Für jede Wohnung einen be­sonderen Wassermesser zu setzen, ist nicht angängig. Die weiteren Beanstandungen durften sich durch güt­liche Vereinbarung mit dem Hausbesitzer regeln lassen.

E. G. An dem Koffer Ihres Mieters erwerben Sie ein Eigentumsrecht nicht, Sie haben vielmehr nur ein Vermieterpfandrecht daran. Nach Fälligkeit Ihrer Forderung können Sie den Koffer im Wege öffentlicher Versteigerung durch einen Gerichtsvoll­zieher verkaufen la ff en. Den Verkauf haben ©ie dem Mieter vorher anzudrohen. Nach Ablauf eines Mo­nats nach der Androhung darf der Verkauf erfolgen. Können Sie die Adresse Ihres Mieters ohne über­mäßig großen Zeitverlust nicht feststellen, so bedarf es der Androhung nicht. Sie können den Koffer bann ein Monat nach Fälligkeit Ihrer Forderung versteigern lassen.

also, wie unendlich schwierig es ist, selbst dann, wenn es sich um Leben, um Sterben, um die Fort­schritte der Medizin handelt, zu sagen, ob und wann ein allgemeingültiger Fort­schritt vorliegt. Nur wenn man von einer bestimmten Weltanschauung ausgeht, ist die Stellungnahme sofort gegeben: für einen über­zeugten Christen z. B., für den Mitleiden, Nächsten­liebe und Opferwilligkeit absolute Werte sind, kön­nen Zweifelsfragen gar nicht aufkommen, wenn es sich um die Aufrechterhaltung siechen Lebens handelt.

Ist hiermit schon die berechtigte Skepsis getzen die Allgemeingültigkeit des BegriffesFortschritt" ?egeben, so kommt noch hinzu, daß der einzelne ubjektiv vieles von dem, was man als Fort­schritt bezeichnet, als ihm höchst unangenehm, rund­weg ablehnen wird. Beispielsweise werden die tech­nischen Errungenschaften der Gegenwart, die all­gemeine Technisierung unseres Lebens von sehr vielen Menschen, die sich nach Naturnähe, nach innerer Sammlung und Beschaulichkeit sehnen (romantisch oder grüblerisch veranlagte Naturen) als etwas Widerwärtiges empfunden. Diese ver­schiedene Bewertung erstreckt sich auf unzählige Einzelheiten unseres Lebens: Während die einen die Leistungen des Flugzeugs bestaunen, werden andere dieaanze Fliegerei^ wegen des von ihr verursachten Lärms nur als eine schwere Belästi-

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Sonntag, 10. INärz.

6.35 Uhr: Hasenkonzert. 8.20: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Deutsches Schatzkästlein. Der Frühling aus dem OratoriumDie Jahreszeiten" von Josef Haydn. 10.25: Chorgesang. 11.10: Walter Erich Schaefer lieft aus feinem DramaDer Kaiser und der Löwe". 11.25: Hausmusik alter Meister, musiziert von ju- aendlichen Spielern. 12: Mittagskonzert I. 13: Das Volk erzählt. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Kinder­funk.Die sieben Raben." Märchenspiel von Josef Steck. 15: Stunde des Lande». 16: Nachmittags­konzert. 18; Jugend packt an! Wir Jungarbeiter. Eine Feierstunde mit Liedern und Gedichten. 18.30: Fasse dich kurz! Heiterer Einakter. 19: Unterhal­tungskonzert. 19.50: Sportbericht. 20: Reichssen­dung: Georg Friedrich Händel Alcina, Oper. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebe- zirk. 22.20: Schallplattenplauderei. 22.40: Sport- spiegel des Sonntags. 23: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

Montag, 11. März:

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgensprnch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schul­funk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I der Kapelle des NSDFB. 13: Nachrichten und Nach- richten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II des Philharmonischen Orchesters Mannheim. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderfunk. 15.30: Von der Deutschen Arbeitsfront: Das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit. Ein Bericht von Dr. Pawe» litzki, Neustadt an der Haardt. 15.50: Deutsche Früh­jahrsmodelle 1935. Ein Blick in die Werkstätten des Städtischen Modeamtes, Frankfurt a. M. 16: Nach­mittagskonzert des Landesorchesters Gau Württem» berg-Hohenzollern. 18: Jugend pgckt an! Als ich Maurerlehrling war. Gebietsführer Karbach unter- hält sich mit seinem früheren Meister Peter Schnei­der. 18.15: Welche Literaturgeschichte soll ich kaufen? (II.) Vortrag von Privatdozent Dr. Hermann Gum- del. 18.35: Katechismus für Sprachsünder. Das Leben spricht. 19: Unterhaltungskonzert. 20: Nach­richten. Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Seine Glanzrollen. Es singt Adolf Bogel. 22: Nach­richten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Kammermusik. 23: Don Hamburg: Unter- haltungsmufik des Orchesters des Reichssenders Hamburg. 24 bis 2: Nachtmusik.

Nur keine Angst, das gefundene und überlieferte Gut der Vorfahren zu verwen­den, und Mut, das selbst gefundene Neue mit ihm zu verbinden." Adolf Hitler.

Wie auf allen Gebieten des Lebens, so ringt der deutsche Mensch auch in der Gestaltung seines Heims nach neuen Ausdrucksformen. Er ist bestrebt, den Geist der Zeit einzufangen und eine feinem inneren Wesen entsprechende Wohnkultur zu finden. Man braucht nicht erst auf die schwierige Devisen- lage des Reiches zu verweisen, um dabei zur B e - vorzugun g deutscher Hölze r in ihrer unverfälschten Natunschönhett zu gelangen. Es ist auch kaum noch nötig, solider deutscher Handwerksarbeit das Wort zu reden, deren seelenvolle Sprache eindringlicher zum Herzen spricht, als es die Massenfabrikation auch bei bestem Willen vermag. Und wenn sich dazu gerade die Schlichtheit und gemütvolle Klarheit gesellt, die dem Entwurf deutschfühlender und rassisch bewußt- ter Künstler eigen ist, dann sind die architektonischen und stilistischen Grundlagen einer neuen Wohnkul-