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MASS-SCHNEIDEREI

CIESSEN. PlOCKSTR. 7

* Odenhausen a. d. Lda., 8. Febr. Guts- Pächter Philipp Reinheimer und seine Ehefrau Anna, geborene Beuermann, feierten dieser Tage das Fest der silbernen Hochzeit. Ein Fackel­zug bewegte sich am Abend vom Schulhaus bis zur Burg. Dort wurde das Jubelpaar durch den Gesang- und den Kriegeroerein, die NS.-Frauen­schaft und die Frauenhilfe geehrt. Ein Mitglied der NS.-Frauenschaft trug einen Prolog vor. Die Vor­sitzenden der beiden Vereine und die Leiterin der NS.-Frauenschaft ehrten durch Ansprachen. Der Jubilar dankte für die erwiesenen Aufmerksamkeiten mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf Führer, Vaterland und Dorf. Der Ortsbauernführer Ph. Reinheimer hatte zu einer Bauern- Versammlung in der Wirtschaft B e l l i n g eingeladen. Referendar Dietz vom Landwirtschafts­amt Grünberg sprach über Zweck und Ziel der Er­zeugungsschlacht. Besonders empfahl der Redner den Anbau von Oelfrüchten und eiweißhaltigen Futter­pflanzen, um die Einfuhr von solchen Produkten zu beschränken. Anschließend fand eine rege Aussprache über die Düngung der Felder und Wiesen, die Be­arbeitung von Winter- und Sommergetreide, Kar­toffelbau, Unkrautbekämpfung und Futtersilos statt. Auch über Bienenzucht wurden an den Redner Fra­gen gestellt und von ihm zweckdienlich beantwortet. Zuletzt wurden die Teilnehmer noch zu einer Rund­fahrt zum Zweck der Besichtigung von Futtersilos in der Wetterau und im Kreise Wetzlar aufgefordert. In üblicher Weise wurde dann die Versammlung geschlossen.

* Grünberg, 9. Febr. Die Oberrealschule Grünberg weist in einer Anzeige in unserem heutigen Blatte auf die Anmeldetermine für Schüler und Schülerinnen und auf die Aufnahme-Bedingun­gen hin. Die Eltern seien auf die Anzeige besonders aufmerksam gemacht.

+ Grünberg, 8. Febr. Die erste Brenn- holzversteigerung der Stadt fand am Frei­tag in der GastwirtschaftZum Rappen" statt. Vorzugsweise kam Fichtenholz zur Versteigerung, Buche nur in geringer Menge. Zwei Raummeter Buchenscheit kosteten 16 bis 17 Mark, Buchen-

Mutter und Kind" wurden verkauft. Beide Erträge

hatten sich eingefunden Der stellvertretende Zellen­

leiter Kullbrich leitete die Versammlung. Kreispro­pagandaleiter Schmelz qls Redner ließ die Zei­ten des Kampfes bis zur Machtübernahme und die Leistungen der heutigen Regierung am geistigen Auge der Zuhörer vorüberziehen und gab in großen Zügen ein Bild von der Zukunftsarbeit des Nationalsozialis­mus. Unter vielem anderen betonte er, daß zur Er­fassung des letzten deutschen Volksgenossen und zur Verwirklichung des Ideengutes der Bewegung kein Opfer zu groß fein könne, um später einmal nach dem Willen des Führers in Volksgemeinschaft in einem freien Deutschland leben zu dürfen. Die mit großer Spannung verfolgten Ausführungen dank­ten die Zuhörer mit lebhaftem Beifall und bewie-

konnten dem Winterhilfswerk zugeführt werden.

(D Grüningen, 8. Febr. Unter Leitung des Ortsbauernführers M a r ft e l l e r fand im Rat- Haufe eine gutbesuchte Bauernversammlung statt. Im Rahmen der Erzeugungsschlacht hielt der Ortsbauernführer einen Vortrag über Kartoffelbau und Schafzucht. U. a. wurde die Frage behandelt:Wie ist noch eine Steigerung der Er­träge im Kartoffelbau möglich?" Allerdings führte der Redner aus, dürfte dies nicht durch eine Aus­dehnung der bisherigen Anbaufläche, sondern nur durch eine Steigerung der Flächenerträge erfolgen. Einer der wichtigsten Punkte ist das Saatgut.

* Hausen, 6. Febr. Die Freiwillige Feuerwehr veranstaltete am Samstag ihr Win­terfest. Neben der Einwohnerschaft nahmen auch zahlreiche Gäste von auswärts, insbesondere von Gießen, teil. Der erste Brandmeister eröffnete den Abend mit herzlichen Worten der Begrüßung. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier- Gießen sprach sodann über die Zwecke und Ziele der Freiwilligen Feuerwehren. Musikalische und rezitatorische Vor­

* Leihgestern, 8. Febr. Die 60. ordentliche Hauptversammlung des hiesigen Kriegeroer­eins fand bei Kam. Schröder (in Benders) statt. Zu dieser Versammlung waren der Bezirksführer, Kam. Oberleutnant B o n h a r d, und der Bezirks- fchießwart. Kam. Klein (Gießen), erschienen. Aus dem geschäftlichen Teil des Abends war zu ent­nehmen, daß im Verein ein guter kameradschaft­licher Geist herrscht, und daß das Schießwesen ge­pflegt wird. Der Tod hat dem Verein im laufenden Jahre einen Kameraden entrissen. Ein kleiner Teil der Mitglieder schied infolge Beitragserhöhung aus. In finanzieller Beziehung hat der Verein dieses Jahr die Belastungsprobe bestanden. Die Finanz­lage kann noch als gut bezeichnet werden. Die beiden Kameraden, Bezirksführer B o n h a r d und Bezirksfchießwart Klein, hielten längere Anspra­chen, die mit großem Beifall ausgenommen wurden. EinSieg-Heil!" auf Führer und Vaterland beschloß den geschäftlichen Teil. Der gemütliche Teil in Form eines Bierabends mit dem Gesang alter Soldaten­lieder hielt die Kameraden noch einige Stunden beisammen.

"V Garbenteich, 8. Febr. Die hiesige Orts­

knüppel 11 Mark, Fichtenscheit 7 bis 8 Mark, I sen ihren Opfersinn sofort durch eine Tellersamm- Fichtenstöcke 2 Mark. lung für das Winterhilfswerk. In seinem Schlußwort

dankte der stellvertretende Zellenleiter K u l l b a ch dem Redner und schloß den Abend mit dreifachem Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler. Gemein­sam wurde sodann das Horst-Wessel-Lied gesungen.

träge wechselten in rascher Folge miteinander ab. Die Jugend wartete mit einigen frischen Liedern auf. Im Verlaufe des Abends gelangte auch ein Film zur Vorführung, der von Herrn S ch e Il­horn- Offenbach gezeigt wurde. Zellenleiter Ph. Schardt hielt die Schlußansprache, in der er be­tonte, daß wir alle bereit seien, dem Führer bei seinem Aufbauwerk zu helfen. Mit dreifachem Sieg-Heil!" auf den Führer fand der Abend sein Ende.

c>oEberstadt, 7. Februar. Die von der NS.- gruppe der NSDAP, hielt im SaaleZum' Frauenschaft durchgeführte Lebensmittel­weißen Roß" eine öffentliche Versammlung ab. Alle Sammlung erbrachte in unserer Gemeinde siebzig Organisationen der Partei und viele Volksgenossen; Pfund Wurst und Speck. Die PlakettenSchützt k aUam X a Q aII am _ «iDitllnF nnX Cy t nX44 ws iivSam MArPniifl ffrlrn Art

Robert Staubach, Pfarrer

nach langem, schwerem Leiden im Alter von 56 Jahren von seinem Amt abgerufen, dem er mit großer Liebe und Aufopferung diente.

Nach Gottes Ratschluß wurde heute mittag 12% Uhr mein lieber Mann, mein guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, unser Schwager und Onkel

Watzenborn-Steinberg, Alzey, Ossenheim, Griesheim bei Frank­furt a. M., den 8. Februar 1935.

Die Beerdigung findet am Montag, dem 11. Februar, nachmittags 3% Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt.

Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen.

Für die trauernden Hinterbliebenen: In tiefem Schmerz Clotilde Staubach, geb. Wagner.

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Nachruf.

Robert Staubach

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Freitag, den 8. Februar 1935, verschied dahier nach längerem Krankenlager unser langjähriger Pfarrer

Zehn Jahre hat der Heimgegangene in selbstloser und hingebender Tätigkeit in unserer Gemeinde gewirkt. Pflichteifer gepaart mit Güte zeichneten ihn für seinen Beruf besonders aus.

Wir werden dem Heimgegangenen stets ein ehren­des Andenken bewahren. «

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Der Kirchen vorstand im Namen der Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg.

Zwecks Preisermäßigung wurde der gemeinschast. liche Bezug von Saatkartoffeln beschlossen. Von der Anschaffung einer Schafherde wurde Abstand ge­nommen. Es wurde angeregt, auch in diesem Jahre wieder einen Troppschäfer hüten zu lassen. Anschlie­ßend fand eine rege Aussprache statt.

<5 Villingen, 9. Febr. Gestern mittag brach im Mafchinenraum des hiesigen Säge­werks Trapp Feuer aus, das durch das energische Zugreifen der Arbeiterschaft und der hiesigen Feuerwehr bald gelöscht werden konnte. Der Schaden ist nicht sehr beträchtlich.

Kreis Büdingen.

s Schwickartshausen, 8. Febr. Unser Ortsgeistlicher, Pfarrer Wilhelm Seemann, wurde vom Landesbischof mit sofortiger Wirkung auf die Pfarrstelle zu Wörrstadt (Rheinhessen) berufen. Pfarrer Seemann, ein gebürtiger Schweriner (Meckl.), studierte in Greifswald, Tübin­gen, Kiel und Rostock, bestand die theologischen Prüfungen Ostern 1925 und Herbst 1928 in Mecklen­burg und wurde nach zweijähriger Vikarstätigkeit in seiner Heimatkirche 1928 Hilfsprediger in Stettin- Züllchow, von wo er am 1. Januar 1930 als Pfarr- assistent der evangelischen Gesamtgemeinde nach Gießen kam. Am 8. Dezember 1930 wurde er Verwalter, am 1. Januar 1932 Pfarrer im hiesigen Kirchspiel.

Kreis Alsfeld.

ss. Grebenau, 6. Febr. Bei einer Treib­jagd auf Wildschweine in der Försterei Udenhausen wurde ein Keiler mit einem Gewicht von zirka 165 Pfund zur Strecke gebracht. Der glückliche Schütze war Karl Schmidt (Grebenau). Bei der hiesigen Brennholzversteige- rung wurden nachstehende Preise bezahlt: Scheiter 1. Kl.: Buche je Raummeter 7 bis 7,50 Mk., Eichs 6 bis 6,50 Mk., Birke 5 bis 6 Mark. Knüppel: Buche 5 bis 5,50 Mk., Hainbuche 4,50 bis 5 Mark, Eiche 4 bis 4,50 Mk., Birke 3,50 bis 4,50 Mk., Kie­fer 3 bis 4 Mk., Reisig l.Kl.: Buche 1,50 Mark, Hainbuche 1 Mk., Eiche 0,80 Mk., Kiefer 0,50 bis 0,80 Mk., Reisig 3. Kl.: Buche 0,50 Mark.

Nachruf.

Lieh, den 9. Februar 1935.

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Am 6. Februar ist infolge eines Schlaganfalles

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in Gießen, im 75. Lebensjahr entschlafen.

Unserer Firma hat der Verewigte in nahezu 40jähriger Tätig­keit wertvolle Dienste geleistet Wegen seiner unermüdlichen Arbeitskraft, seiner Fachkenntnisse, verbunden mit hervorragen­den Charaktereigenschaften stand er sowohl bei uns, wie bei all denen, mit denen er in Berührung kam, in Achtung und hohen Ehren.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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Die Beerdigung findet Montag, den 11.Februar, nachmittags 2 Uhr statt.

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Käthe Jung und Tochter Elfriede.

Gießen (Dammstrafie 48), den 9. Februar 1935.

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Für die zahlreichen und wohltuenden Beweise herz­licher Anteilnahme, die uns bei dem so plötzlichen und schmerzlichen Verluste unseres teuren Entschlafenen zuteil wurden, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die überaus trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank.

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Herr Johann Matthäus Eisenacher

im Alter von 66 Jahren.

In tiefer Trauer: Die trauernden Hinterbliebenen

Ld.N.: Elisabethe Eisenacher, geb. Lauer.

Reiskirchen, Gießen, Newyork, Reichenbrand i. S., den 9. Februar 1935.

Fröbelseminar.

Ostern beginnen unsere neuen Lehrgänge:

1. Staatlich anerkannte Ausbildung zur Kindergärtnerin-Hortnerin.

2. Hauswirtschaftliches Jahr als Vorseminar für das Kindergärt­nerinnen - Hortnerinnen - S emmar.

3. Schule für Kinderpflege- und Haushaltgehilfinnen.

Auskunft und Anmeldung: Mon­tags, Donnerstags und Jreitags 12-1 Uhr, Gartenstratze 30. 763d

Oberrealschule Grünberg

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Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Montag, den 18. Februar, und Dienstag, 19. Februar, von 11 13 und von 1617 Uhr, im Direktorzimmer entgegengenommen.

Vorzulegen sind Geburtsschein, letzter Impfschein und Abgangs­zeugnis.

Ausnahme in Sexta erfolgt im allgemeinen nach 4 Grundschul­jahren, bei besonders günstiger körperlicher und geistiger Entwicklung des Kindes mit Genehmigung der Schulaufsichts­behörde auch schon nach dreijährigem Grundschulbesuch.

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Danksagung

Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heim­gänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten herzlichen Dank. Besonders damten wir Herrn Pfarrer Bönning für die trost­reichen Worte am Grabe, für die ehrenden Nachrufe und die Kranzniederlegungen, dem Gesangverein für den erhebenden Grabgesang und für die vielen Kranzspenden. Rödgen, den 9. Februar 1935.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Marie Schmitt Wwe., Kinder u. Angehörige.

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