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Kreis Büdingen.
* Hungen, 7. Mai. Der 17jährige Landwirt- schafteaehilfe Heinrich Günther erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Bruch des rechten Unterschenkels. Er wurde zur ärztlichen Be-
Sollten nicht eigentlich Mann und Frau sich das ganze Jahr darauf freuen, daß sie in den Ferien endlich wieder einmal Zeit für sich haben, daß nicht immer Arbeit und Pflichten dazwischen stehen, wenn der eine für den andern da sein sollte? Alltag und Alltagssorgen vermögen auch den heitersten und nettesten Menschen mißmutig und unleidlich zu machen. In den Ferien soll er dies alles wieder ab- streifen und zu seinem bessern und eigentlichen Selbst zurückfinden.
In manchen Familien wird behauptet: „Mr haben nicht so viel Geld, daß die ganze Familie verreisen kann;' mein Mann ist erholungsbedürftig, also wird er allein reisen ..." Das ist zwar von der Frau sehr anständig gedacht, aber sie macht dabei doch einen Fehler. Reicht das Geld für die Reise eines einzelnen, so muß es bei geschickter Einteilung auch für zwei oder mehrere reichen. Man gibt dann eben weniger für Reisegeld aus, reist weniger weit und vielleicht etwas weniger lange, richtet sich bescheidener ein, aber ... man ist zusammen. Auch die Frau hat schließlich das ganze Jahr hindurch Arbeit und Pflichten, auch auf ihr ruht eine sehr große Verantwortung — das darf der Mann nicht übersehen.
Außerdem wollen die Kinder ihren Vater einmal richtig für sich haben, wozu sich im Alltag meist keine Gelegenheit bietet. Meviele Väter kommen erst
Frankfurt a. M.. 7. Mai. (LPD.) Dieser Tage weilte die Reichsreferentin des BdM., Trude Mohr, im Gau Hessen-Nassau, um das neue Umschulungslager Oberzeuzheim einzuweihen und eine Besichtigungsfahrt durch die hessen-nassauischen Führerinnenschulen und Heime des BdM. zu unternehmen. Welche Freude dieser Besuch bei unfern Mädels ausgelöst hat, schildert in anschaulicher Weise der folgende Bericht der Obergaupresse-
Wir Mädel aus Hessen-Nassau haben jetzt zwei seine Tage erlebt: Unsere Reichsreferentin Trude Mohr war bei uns, sie weihte ein solches Bollwerk unserer Arbeit: das neue Umschulungslager Oberzeuzheim. Sie sah eine Stätte, in der in acht Tagen ein Sommerlager eröffnet wird, in dem unsere Mädel aus der Stadt Erholung und neue Kraft für ihre tägliche Arbeit finden sollen. Mitten zwischen saftig-grünen Wiesen und braunem Ackerland liegt das neue Umschulungslager des Obergaues Hessen-Nassau, einfach und schlicht im Bau. Dicht dabei ist ein kleiner Teich und überall Wiesen und im Hintergrund Wald. Im Hof, um den Fahnenmast geschart, stehen die 20 Mädel, die als erste hier im neuen Lager umgeschult werden sollen, daneben BdM.- und Jungmädels aus Oberzeuzheim und Menschen, die sich mit unserer Arbeit verbunden fühlen: unser Landeshauptmann, Vertreter des Arbeitsamtes, der Frauenschaft usw. Unsere Reichsreferentin begrüßt die 20 Mädel, die nun hier als erste im neuen Lager lernen und arbeiten wollen,
nicht mehr so leicht finden konnten, weil sie ihre Ferienzeit fern von einander verbrachten.
.age des fürstlichen Instituts für muf liehe Forschung in Bückeburg errichtet ,
auf die Initiative vom Reichsminister Rust dank
Aus dem Niddatal, 7. Mai.
der nationalsozialisiischen Weltanschauung erzogen werden".
Topfpflanzen vor den Fenstern mitge|pien, uisul- sondere sind allenthalben die empfindlichen Begonien völlig erfroren. Auf dem Feld hat sogar der Klee stellenweise unter dem Frost gelitten.
Kreis Lauterbach.
LPD. Lauterbach, 7. Mai. Bei einem Waldbrand, der in den Mittagsstunden in der Gemarkung Gunzenau entstand, wurde über e i n Morgen junger Kulturen vernichtet. Die rasch alarmierte Feuerwehr konnte eine weitere Ausdehnung des Brandes verhindern. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.
auf das herzlichste.
Nicht beladen mit wissen und reinen kennt- nissen sollen sie von hier fortgehen, sondern als wädel, die gerade und schlicht und sauber ihren weg gehen, und die ganz klar um ihre Aufgabe als künftige Frau und Mutter wissen.
Das Umschulunaelager ist entstanden aus einer alten, halbzerfallenen Mühle. Viel Arbeit steckt in dem sauberen, ordentlichen Bau. Ein feiner, kleiner Tagesraum, in dem die Heimabende stattfinden wer-
Ein Förderer des Odenwaldklubs gestorben.
Heppenheim, 7. Mai. (LPD.) Im 74. Lebensjahr starb in Heppenheim Prof. Dr. Horn, der sich besonders um die Sache des Odenwald- klubs verdient gemacht hat. 43 Jahre hindurch gehörte er dem Wegebezeichnungsausschuß des Gesamt-Odenwaldklubs an, 35 Jahre führte er die Heppenheimer Ortsgruppe. 1927 wurde er in Würdigung seiner Verdienste um die Wandersache zum Ehrenmitglied des Gesamt-Odenwaldklubs ernannt und gleichzeitig zum Mitglied des Hauptausschusses bestellt.
Nach dem Erlaß dieser Verordnung, mit der die Gesetzgebung über die landwirtschaftliche Schuldenregelung als im wesentlichen abgeschlossen zu betrachten ist, steht einer beschleunigten Abwicklung schwebenden Verfahren nichts mehr im Wege.
Ginn und Aufgaben des BdM.
OieBeichSreferentin des BdM., Trude Mohr, bei den hessen-nassauischen Möbels
Keine getrennten Ferien
Von Hertha Niemann.
fertiggestellten Notstandsarbeiten (Wegebau) beendet. Noch verbleibende kleinere Ausführungen sollen auf dem Wege der Pflichtarbeit durch unterstützte Erwerbslose erledigt werden. — Die im Zuge der allgemeinen Straßenarbeiten vorgesehene Herrichtung der Ohm st raße von Ruppertenrod bis Ulrichstein nimmt nunmehr greifbare Formen an. Das hiesige Basaltwerk Keil hat mit der Anfuhr von sog. Stücksteinen an den herzurichtenden Kurven begonnen.
den, helle, saubere, luftige Schlafräume, unten im Keller der Waschraum, alles einfach und schlicht und gerade darum schön und einheitlich, aus den einfachsten Mitteln hergestellt, gesammelt, gespendet und dann in einen Rahmen gebracht, der zu uns paßt.
Und nun geht es weiter durch fruchtbares Land, vorbei an grünen Feldern. Im hellen Sonnenschein stehen lange Reihen Jungmädel an der Straße und grüßen unsere Reichsreferentin und freuen sich, daß sie einmal all die kleinen Städt und Dörfer unseres Obergaues besucht. Schlo Dehrn an der Lahn, in dem in acht Tagen froh Mädel einziehen werden, wird zuerst besichtigt. Wir sind unserm Landeshauptmann so dankbar, daß er uns diese Stätte für unsere Mädelarbeit im Sommer zur Verfügung gestellt hat. In Auerbach haben sich die Mädel- und Jungmädelfübre- rinnen zusammengefunden, um durch unsere Reichsreferentin Anregung für ihre Arbeit zu erhalten. Jungmädel in der alten schönen Tracht der Odenwälder tanzen Volkstänze auf der Wiese, Sprech- chöre und Lieder künden von Aufgaben und dem Willen, sie zu lösen. Dann spricht Trude Mohr zu uns von unserer Aufgabe als Führerin, frische, gesunde, gerade und saubere Mädel zu erziehen für unseren Staat, Mädel, die sich einsetzen und ihr Ich zurückstellen.
In Birkenau sehen wir eine Werkausstellung des BdM. Die Mädels haben an Heimabenden fleißig geschafft und gezeigt, daß wir auch au dem Gebiete der Werkarbeit nach einem neuen Stil und einer neuen Ausrichtung suchen. In Mainz warten die 300 Führerinnen, die hier zur Schulung find. Unsere Reichsreferentin spricht zu den Mädeln: Wir wollen unsere Mädel zu politisch klar und scharf denkenden Menschen erziehen.
Nationalsozialistisch leben muß man aus dem herzen heraus. Wir haben uns dem Führer und dem Land verpflichlel und wissen, was
Treue heißt.
Am Sonntag lacht die Sonne über dem Land. Im ganzen Obergau finden die Frühlingsfeste des BdM. statt. Eröffnet werden sie von einer Feierstunde im Frankfurter Opernhaus, zu der zahlreiche Gäste und Eltern gekommen sind. Im Mittelpunkt der Feiern standen die Ausführungen unserer Reichsreferentin und das Märchenspiel „Dornröschen".
Dann ging es weiter zur Feierstunde in Biedenkopf. Dort wartete eine große Menschenmenge auf unsere Reichsreferentin. Stürmisch wurde sie von unfern Jungmädeln begrüßt. Wieder klangen Lieder und Sprechchöre auf und zeugten von dem Willen, der alle Mädel eint, und den wir an diesen Tagen schon so oft erleben durften. Durch stille Dörfer und weites freies Land fuhren wir zurück an unsere Arbeit. Wir haben in diesen zwei Tagen wieder einmal ganz klar den Weg vor uns gesehen, den wir gehen müssen. Aber sie haben auch gezeigt, daß wir ein Stück vorwärts gekommen sind.
Kunst und Wissenschaft.
Das staatliche Institut für deutsche Musikforschung.
Reichsminister Rust hatte im Februar d. I. auf einer Tagung der führenden Musikwissenschaftler Deutschlands, von der die Presse seinerzeit berichtet hat, den Plan bekanntgegeben, in Berlin ein
reite verfüttert.
Kreis Alsfeld.
* Ober-Ohmen, 7. Mai. In unserem Orte ereignete sich ein schwerer Unfall. Der 34- jährige Arbeiter Ernst Kratz, der auf einem Baugerüst feiner Beschäftigung nachging, stÜrzte ab und erlitt sehr schwere innere Verletzungen. Außerdem zog er sich einen Bruch der linken Hand zu. Der bedauernswerte Mann mußte in bedenklichem Zustand in die Klinik nach Gießen gebracht werden.
# Ober-Ohmen, 7. Mai. Infolge Ablaufs der vorgesehenen Tagewerke wurden die soweit
staatliches Institut für deutsche Mu« fikforschung zu errichten. Dieses Institut hat nunmehr, wiewohl es sich erst im Aufbau befindet, feine Tätigkeit ausgenommen. Die feierliche Eröffnung ist für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht genommen. Das Institut ist auf der Grundlage Des fürstlichen Instituts für musikwisfenschaft- chung in Bückeburg errichtet worden, das
schuldung aus eiaenen Mitteln angenommen worden war. Ein dahingehender Antrag kann bis zum Ablauf des 15. Juli 1935 bei dem zuständigen Amtsgericht gestellt werden.
Der dritte Abschnitt der Verordnung enthüll die Vorschriften über die Schuldenregelung bei Betrieben mit einem Einheitswert unter 10000 Mark, den sogenannten Kleinbetrieben. Für diese sind zunächst die Betriebswerte festgesetzt, und zwar verschieden für Erbhöfe und Nichterbhöfe. Bei der Bemessung der Zinsleistungsgrenze werden etwaige Nebeneinnahmen des Betriebsinhabers weitgehend berücksichtigt. Die Verfahren für Kleinbetriebe werden im wesentlichen von den Entschuldungsämtern durchgeführt, die auch die Aufgaben der Entschuldungsstelle wahrnehmen. Zur Vereinfachung dieser Verfahren und um möglichst weitgehende Entschuldungsmöglichkeiten für die Inhaber von Kleinbetrieben zu schaffen, sind wesentliche Aenderungen hinsichtlich der Ablösung der Gläubigerforderungen gegenüber dem Verfahren bei größeren Betrieben vorgesehen. Es findet, lediglich eine Barablösung statt; durch diese erlöschen die Forderungen und Grundpfandrechte. Stattdessen ist aus dem Grundstück eine Entschuldungsrente an das Reich zu erbringen.
tehende Zweifelsfragen klären und die letzten Hemmnisse, die der Durchführung einer Anzahl von Berühren entgegenstanden, beseitigen. Von besonderer Bedeutung sind die Vorschriften über die Behänd- ung der Forderungen, die aus einer Burg- chaftsübernahme durch den Betriebsinhaber entstanden sind und der unverzinslichen Forderungen über die Weiterführung eines Verfahrens für den Rechtsnachfolger, über Alten- teilslei st ungen und dergleichen. Ferner klärt die Verordnung die Frage, bis wann ein Ent- chuldungsantrag rechtswirksam gestellt werden konnte, dahin, daß die bis zum Ablauf des 3. Oktober 19 3 4 bei dem zuständigen Entschuldungsgericht eingegangenen Anträge als rechtzeitig gestellt gelten. Für die Fälle, in denen vor dem Inkrafttreten der Verordnung ein Antrag auf Eröffnung des Entschuldungsverfahrens ober ein Selostentschuldungsantrag aogelehnt ober ein öffnetes Schulbenregelungsverfahren aufgehoben war, ist bie Möglichkeit einer Abänderung ber ergangenen Entscheibung burch bas Entscyuldungs- amt gegeben, wenn entgegen ben geltenben Bestimmungen bas Vorlieaen eines landwirtschaftlichen Betriebes verneint ober bie Möglichkeit der Ent-
twe ianowmslyastliche Schuldenreßelung.
Neue Durchführungsverordnung.
Zur landwirtschaftlichen Schuldenregelung ist soeben eine weitere wichtige Durchführungsverordnung erlassen worden, die den Weg für eine hechle u n i g t e Erledigung ber Schulbenregelungsverfahren eröffnet.
Der erste Abschnitt ber Verorbnung schasst bie Rechtsgrunblage für eine straffe Organisation ber Entschuldung. Die Aufgaben ber Entschuldungs- gerichte werben bei Entschuldungsämtern zusammengefaßt. Ein Entschulbungsamt wirb in )er Regel bei einem Amtsgericht für mehrere (etwa 3 bis 4) benachbarte Amtsgerichte gebilbet. Sie sinb Justizbehörben unb haben sich ausschließlich mit ber Schuldenregelung zu befassen. Zu Leitern ber Ent« chulbungsämter werben ausgesuchte unb erfahrene Kräfte bestellt werben. Ihnen werben Hilfskräfte (Assessoren) beigegeben, bie nach ben Weisungen des Leiters arbeiten. Diesen Umschulbungsämtern wirb eine verstärkte Einflußnahme auf bie Tätigkeit ber zu Entschulbungs st ellen bestellten Kreditanstalten eingeräumt. Sie können im einzelnen Falle förbernb eingreifen unb nötigenfalls bis Durchführung eines Verfahrens selbst übernehmen.
Im zweiten Abschnitt enthält bie Verorbnung eine Reihe materieller Vorschriften, bie noch be=
gruppe Butzbach, besteht. Aus biesem Anlaß unternahm ber Verein eine Jubiläumswanberung nach dem Jagdhaus Hubertus, denselben Weg, ber vor 25 Jahren zum erstenmal begangen würbe. In ber Zwischenzeit hat ber Verein nicht nur bie Wander- lust gepflegt, fonbern burch Aufwenbung erheblicher Geldmittel eine Markierung an Schönheiten reicher Taunusteile vorgenommen; außerdem den Hausbergturm, die Rektor-Storch-Gedächtnishütte gebaut und durch Aufstellung vieler Ruhebänke die Alleen unb Wälber geziert. Auf bem „Hubertus" sanb bie Jubiläumsfeier statt, bei ber ber Vereins- vorsitzende Gg. Fülling in einer Ansprache auf bie Bedeutung bes Tages hinwies. Mannigfache Kinberspiele (Wurstschnappen, Reigen, Krappelsack usw.) enbeten mit einer Brezelverteilung. Bei Frohsinn, Musik unb Gesang fanb bie Feier in roürbiger | Weise ihren Abschluß.
4- Ostheim b. Butzbach, 7. Mai. Am Sonntag fanb bie Generalversammlung ber Molkereigenossenschaft Ostheim-Nieberweisel im Gasthaus „Zur Haltestelle" statt, bie einen starken Besuch aus allen angeschlossenen Gemeinden aufzuweisen hatte. Der Vorsitzende der Genossenschaft gab nach kurzer Begrüßung den Geschäftsbericht bekannt, dem u. a. zu entnehmen war: Der Aufbau der Milchwirtschaft ist in unserem Gebiete mit aller Kraft durchgeführt worden, so daß bie milchwirtschaftliche Marktregelung als vorbilblich angesprochen werben kann. Quark-, Milch- unb Butterpreise sinb im allgemeinen im Berichtsjahre 1934 stabil geblieben. Durch bie Grünbung einer Molkereizentrale wirb jebes Ueberschußquantum abgenommen unb ein Verlust selbst in ber milch- reichen Zeit entsteht nicht. Im Jahre 1934 sinb in die Molkerei über 7 Millionen Liter Milch einge«
abends nach Hause, wenn die Kinder schon zu Bett gegangen sind, und müssen morgens in aller Frühe fort. Da kommen allenfalls die Sonntage zum richtigen „Sichkennenlernen" in Frage.
In den Ferien ist es ganz anders. Da lernen die Knaben erst begreifen, was für ein guter Kamerad der Vater fein kann. Vater, das ist doch der Mann, der alles, was kaputtgeganaen ist, wieder heil macht, Vater ist fo unentbehrlich.
Natürlich haben bie Kinber in ben Ferien Gelegenheit, herumzutoben unb mit Gleichaltrigen zu spielen, so daß Die Eltern viele Stunden für sich allein behalten. Der Zweck der Ferien wird also vollendet erreicht, wenn die ganze Familie zusammen reift, jeder von dem Wunsch beseelt, so liebenswürdig und umgänglich zu sein, wie es seiner Natur irgend gegeben ist. Denn diese Hervorkehrung der nettesten und günstigsten Seiten ist ohne Zweifel der beste Erholungsfaktor, den es überhaupt gibt. Darüber verliert sich ganz allmählich alle Reizbarkeit der Nerven. Mancher Mensch, der hinfällig auf die Reise ging, schöpfte aus dem Zusammensein mit Frau und Kindern, deren unverbrauchte Kräfte auf ihn ausstrahlten, soviel Frische und Lebenslust, daß er — auch ohne kostspielige Badekuren — als ein neuer und tatkräftiger Mensch an seine Arbeit zurückkehrte.
Familie ist ein Jungbrunnen, das wollen wir niemals vergessen! Wer es anders ansieht, gehört zu den Menschen, deren natürliches Lebensgefühl angekränkelt ist. Wir sollen uns vor bem Ansteckungsgift, bas von Leuten bieser Art ausgehen kann, hüten unb sollen uns bie Freube am Naturgenießen nicht trüben lassen. Unsere Familie bar unb soll nicht so beschaffen sein, baß wir eine Trennung unb „Erholung" von ihr brauchen, sie muß so geartet sein, baß wir bie rechte Erholung > nur gemeinsam mit ihr finben!
Handlung nach Gießen übergeführt.
Kreis Friedberg. , v
In vielen Familien hatte sich der Brauch einge«
+ Butzbach, 7. Mai. Die beiden piefigen bürgert, daß Mann unb Frau ihre Ferien an ver- Wandervereine VHC. (Vogelsberger Höhen-Club) Siebenen Orten verbrachten. Man behauptete, der und der launusbunt) unternahmen am Sonn- Mann brauche unbedingt Erholung und müsse allein tag größere Wanderungen in den nahen sein, er werde durch seine Familie in seiner Ruhe Taunus. Die Beteiligung war sehr gut. Es war für gestört. Bedauernswerter Mann! Tatsache ist, daß jeden Naturfreund ein Hochgenuß, durch die grü- friefe Auffassung Schule gemacht hat. Aber es ist nenben, blühenben Wälber unb Felber in ber war- auch Tatsache-, baß sehr viele Ehepaare sich auch men Frühlingssonne zu roanbern. In biesem Monat deshalb auseinanberlebten unb den Weg zueinander sind es 25 Jahre her, daß der Taunusbund, Orts- , '' " ' - • .....
das ist das Ziel, und danach streben wir und arbeiten und schaffen wir an der Aufgabe, und unser ernster Wille spiegelt sich wider in
«- ’ rxTV-'s'~ x;,, 9 smrt; J bem, was wir als erste Bollwerke unserer
CWfiA1' 3üherkhen Aus Arbeit bezeichnen können, in unseren Füh-
geridjtet, lassen sich ie^t bereits ^Zehen. A f ^erinnenschulen, unseren Umschulungslagern, unse- Nüsse kann in biesem Jahre nicht gerechn t w ..'Iren fieimen lvieaelt sich miber in unterem fröh= Sie satten B-att- und Mütengeb. de wurden voll- L TaUn und Turnen und klingt
ständig °°m Froste Serftort Saft mtnterfrtafjlLuni»e Sxrechchöre und Lieder als ein Be- *-rcdim • lC+ Jhp« ce r t. n t. u Kat kenntnis zu Lanb unb Volk.
d'e Maientage Auch Früh oh st hat stark aU5 Hessen-Nassau haben jetzt zwei
gelitten. Den stärksten Ausfall haben Die Mirjctjen, die in allen Lagen hart mitgenommen wurden. U Mirabellen und Reineclauden sind gleichfalls bem I -u Frost zum Opfer gefallen. Zwetschen unb Birnen haben die Frostnacht gut überstanden, ebenso bie Aepfel, bie erst einige Tage später ihre Bluten entfalteten. In ben Gärten ist kein größerer Schaden angerichtet worden. Frühkartoffeln und Erbsenpflänzchen zeigten wohl erfrorene Spitzen, was aber für das weitere Wachstum bedeutungslos ist. Die Rapsfelber weisen keinerlei Forstwirkung auf. Ihre gelben Blütenbänder, die in diesem Jahre recht zahlreich aus dem Grün der Saaten auf- leuchten, verleihen ber Felbmark einen befonberen Reiz. Die Wiesen stehen ausgezeichnet. Die Feuchtigkeit ber Vorwochen hat bas Bobengras prächtig entwickelt, so baß mit einer guten Heuernte zu rechnen ist. Grünfutter wirb be-
gung wegen wenig angebaut werben tonnte, laßt auch nichts zu wünschen übrig. Die Futternot bürste halb überrounben fein. Viele Lanbwirte haben Erbsen unb Wicken zu Futterzwecken cmge- vaut, bie ebenfalls gute Ernte versprechen. Mit bem Eintritt ber warmen Witterung hat bie Arbeit an ben Hackfrüchten begonnen. Die jungen Dickwurz- pflanzen sinb zum Teil schon zum erstenmal gehackt, außerbem beginnt man mit bem Setzen ber Kartoffeln. Das Lanb läßt sich gut bearbeiten. Die Dbftbäume versprachen gute Ernte, bie Aussichten | Aus bem oberen Ohmtal, 7. Mai. Erst würben jeboch burch ben jüngsten Frost erheblich fetzt läßt sich ber Schaben richtig übersehen, ben geschmälert. Besonbers schwer betroffen würbe vor die ft a r E e n Nachtsräfte vor einigen Tagen allem bas Frühobst. angerichtet haben. Die Kirschen bürsten für biefes
ILich, 7. Mai. Einer ber ältesten Einwoh- Jahr verloren sein, verwanbelte sich boch bas bien» ner unserer Stabt, Philipp Oßwalb oollenbete bente Weiß ber Blüten binnen einer Nacht in ein dieser Tage sein 8 4. Lebensjahr. Er war in völliges Braun. Mirabellen, Pflaumen unb anberes früheren Jahren in verbienftvoller Weife im hiefi- frühblühenbes Steinobst hat ebenfalls „ben Frost gen Turnverein in jahrzehntelanaer Arbeit als weg", wie man hier sagt. Die in voller Blüte be- Turnwart unb in anberen Vorstanbsämtern tätig, finblichen Schlehbornhecken sinb ebenfalls ihres Philipp Oßwalb ist zur Zeit bas älteste Ehrenmit- prächtigen Frühlingskleibes beraubt worben, bis glieb bes Turnvereins unb ist feit vielen Jahren In- auf bie „Nachzügler", bie jetzt in Blüte stehen. In Haber bes Ehrenbriefes ber Deutschen Turnerschaft, ben Gärten ist vielfach größerer Schaben an ben Er ist auch Mitdegrünber ber hiesigen Freiwilligen Sämereien entstauben, so baß zu Nachsaaten ge= Feuerwehr, sowie Des im vergangenen Jahre in bie schritten werben muß. Der schon gut entwickelte Sängervereinigung „Cäcilia" Sich übernommenen Rhabarber ist stellenweise völlig erfroren, ebenso bie Rothschen Männerchors unb gehörte lanje Jahre aus ben Gärtnereien ins freie Laub gebrachten Geber Kirchengemeinbevertretung an. müsepflanzen. Recht übel hat der Frost auch den
liefert worden, gegenüber ö’A Millionen im Jahre zuvor, also ein Mehr von IV2 Millionen. Die Zahl der Genossen hat sich auf 1700 erhöht, nachdem noch die Gemeinden Hausen, Espa, Weiperfelden, Oberkleen, Niederkleen unb Kleeberg zugeteilt worben sinb. 25 Oemeinben sinb nunmehr angeschlossen. Durch Neu- unb Umbau ist ber Betrieb erweitert unb burch bie Umstellung auf Elektrizität ist ben Erfordernissen einer solchen Molkerei, bie zu einer ,, ... (__ö v_ ... «...
der größten in Oberhessen zu rechnen ist, meit= referentin:
aehendst Rechnung getragen worden. Durch die Unser Volk braucht eine gerade, gesunde, stolze Zuführung neuer Milchmengen werden jetzt die ^nd trotzig-mutige Jugend, Die standhält auch in Unkosten herabgesetzt sein. Die Bilanz weist in schwerer Zeit und zupackt und Kameradschaft lebt, Vermögen unb Verbinblichkeiten ben Betrag von einer für ben anberen unb alle zusammen für die 233-268 Mark, in der Gewinn- und Verlustrechnung ^ee. Frei und stolz soll unser Volk wieder wer- 173 000 Mark und in dem Umsatz 5 302 000 Mark den. Die äußere Freiheit wird von den Jungen aus. Der Reingewinn beziffert sich für 1934 auf unfo Männern gehalten, die innere Freiheit und 2600 Mark. Nach der Genehmigung der Jahresrech- Gradheit sollen wir Mädel ihm wiedergeben.
nung konnte dem Vorstand und Aufsichtsrat Ent- Trüaerinnen
laftung erteilt werden. Nach Erledigung einiger I sollen Die luaoci zu Pragerinnen
Ergänzungswahlen wurde die rege verlaufene Hauptversammlung in der üblichen Weise —
bem Entgegenkommen des Fürsten Adolf von Schaumburg-Lippe und der Schaumburg-Lippischen Landesregierung nach Berlin verlegt und in bas neue Staatliche Forschungsinstitut übergeführt werben konnte. Dem Institut werben bemnächst noch mehrere Forschungseinrichtungen angegliebert werben, bie bisher ein Einzelbasein führten, so baß hier eine einzigartige Forschungsstätte für bas Gesamtgebiet ber Musikwissenschaft entstehen wirb.
Reichsminister Rust hat bem Institut neben feinen allgemeinen Forschungsarbeiten vor allem auch bie Aufgabe gestellt, bie Herausgabe bes „Erbes beutscher M u s i k" in bie Wege zu leiten, bas in Fortsetzung früherer Denkmalsver- öffentlichungen bas musikalische Vermächtnis ber beutschen Vergangenheit bem beutschen Volke erschließen soll. Für biese Aufgabe hat ber Minister bem Institut einen „Amtlichen Ausschuß zur Betreuung ber beutschen Musikbenkmale beigegeben, ber gleichfalls seine Arbeit ausgenommen hat. Mit ber Leitung ber Arbeiten bes Instituts ist Professor Dr. Max S e i f f e r t bestellt worben, ber schon bas Bückeburger Institut geleitet hatte unb ber als befonberer Kenner ber alten Musik einen Namen besitzt.
Wer kann mir raten? w
durch vieles Rauchen ganz gelbe Zähne bekommen. Meine Frau behauptet, ich könnte das natürliche Aussehen meiner Zähne nur wieder erlangen, wenn ich bas Rauchen ganz aufgebe. Da ich bas nicht möchte, bitte ich um einen Rat." Antwort: „Vielleicht versuchen Sie einmal Chlorodont, um den gelben Raucherbelag zu entfernen. Jeden Abend regelmäßige Zahnpflege mit Chlorodont verhütet gleichzeitig dieNeubildungdesBelages und machtdenAtem rein."
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